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Apps für Camper und Reisende: Teil 3 – Fahrradrouten

Smartphones und Fahrräder verschmelzen mehr und mehr zu einer Einheit – auch eine ganze Menge an Entwicklern haben dieses Potenzial erkannt und versuchen, daraus einen Nutzen für Touristen zu schöpfen. Während ihr mit dem Rad an einem einzigen Nachmittag dutzende Kilometer zurücklegt, führt euch euer Smartphone zu interessanten, auch entlegeneren Hotspots, die ihr sonst nur durch die Fenster der öffentlichen Verkehrsmittel oder eures Fahrzeugs zu Gesicht bekommen hättet – wenn ihr sie nicht gar in der U-Bahn ganz verpasst hättet.

Wir haben einige gute Apps für euch zusammengestellt, damit eure nächste Tour auf zwei Rädern ein echtes Highlight wird.

Routenplanung

Strava Local

„Strava“ ist, ähnlich wie Waze für Kraftfahrzeuge, eine Nutzer-Community mit eigener App. Ursprünglich war sie für Läufer gedacht, die damit ihre Strecken aufzeichnen sollten. Heute bietet Strava mehrere Apps für unterschiedliche sportliche Aktivitäten an – darunter auch für Radsport. Die jüngste Tochter der Strava-Familie ist für Freizeitradler und Radtouristen konzipiert: „Strava Local“.

Diese App ermöglicht es dem Nutzer, auf Basis von Community-Empfehlungen verschiedenste Hotspots in den bereits „erschlossenen“ Städten zu entdecken, darunter Cafés, Fahrradläden und natürlich auch Sehenswürdigkeiten fürs Fotoalbum. Bisher ist die Auswahl noch recht klein, nur 12 Städte sind aktuell verfügbar – in Europa lediglich Amsterdam, Barcelona, Berlin, London, Mailand und Paris. Die Palette soll aber in Kürze erweitert werden. Schauen wir mal, welche Metropolen als nächstes kommen…

„Strava Local“ ist gratis (mit kostenpflichtigen Premium-Optionen) und für Android und iOS verfügbar, ihr müsst euch aber für diesen Service registrieren. Das Kartenmaterial lässt sich herunterladen, für die Mehrzahl der hinterlegten Daten benötigt ihr jedoch eine konstante Internetverbindung.

Weitere Infos findet ihr hier: www.strava.com/local

Bike Citizens

Über dieses österreichische Projekt mit seinem interessanten Konzept und seinen umfangreichen Funktionen haben wir euch bereits in unserem letzten Produkttest vorgeschwärmt. Auf der Webseite könnt ihr Routen unterschiedlicher Schwierigkeits- und Geschwindigkeitsstufen anzeigen lassen, die App gibt euch die Möglichkeit, Städte und Regionen ausführlich zu erkunden. Hier könnt ihr Offline-Karten herunterladen, in denen Points of Interests und bereits erarbeitete Routen hinterlegt sind. Außerdem könnt ihr Hotspots anhand von Bildern und Beschreibungen auswählen und die App ermittelt die beste Route für eure Tour. Der integrierte Fahrradcomputer misst eure Zeiten, Geschwindigkeiten und zurückgelegte Strecken.

Das Angebot an Zielen ist enorm. Schon jetzt sind zahlreiche Städte in vielen europäischen Ländern (und Australien) verzeichnet – und wenn ihr eure Lieblingsstadt nicht findet, könnt ihr eine Aufnahme in der Liste beantragen.

Der Download der App für Android und iOS ist kostenlos, die Eröffnung eines Accounts ebenfalls. Das Spannende an diesem Angebot: Wenn ihr an eurem Reiseziel mehr als 100 Kilometer in 30 Tagen zurücklegt und dies in der App registriert, könnt ihr die Offline-Karten dauerhaft gratis nutzen. Bremen und London sind dank Sponsoring komplett kostenfrei, das Karten- und Datenmaterial für andere Städte kostet jeweils 4,99 Euro als In-App-Kauf.

Weitere Infos findet ihr hier: www.bikecitizens.net/app

Sternerouten ADFC

Wenn ihr unterwegs keine Überraschungen erleben wollt, ist die App des ADFC wie für euch geschaffen. Hier könnt ihr nicht nur aus einer unendlichen Anzahl vorgeschlagener Routen auswählen und euch die Strecke vorher ansehen, sondern auch Distanzen und Streckenbeschaffenheit (Offroad, Touring, Eignung für Kinder) auswählen, Bodenbelag und Steigungen checken sowie auf Fotogalerien, Öffnungszeiten und Kontaktdaten für eure Etappenziele zugreifen. All diese Informationen und Vorschläge werden – wie könnte es anders sein – mit Sternen bewertet.

Die App kostet für Android 2,39 Euro, für iOS 2,99 Euro.

Weitere Infos findet ihr hier: www.adfc.de

Offline-Karten

Google Maps

Wer keine vorgefertigte Route auswählen, sondern nur frei navigieren möchte, ohne die Orientierung zu verlieren, kann sich bei Google Maps die entsprechenden Offline-Karten herunterladen und so unnötige Roamingkosten vermeiden. Bei Großstädten und Regionen ist der Download nur für einzelne Sektionen möglich, kleinere Orte können in der Regel komplett abgespeichert werden – je nachdem wie weit ihr auf dem Kartenausschnitt auszoomen könnt. Per GPS wird euch dann angezeigt, wo ihr euch im Straßendschungel gerade befindet und welche Richtung ihr als nächstes einschlagen müsst. Der Nachteil: Auch wenn ihr über die Offline-Karten verfügt, braucht ihr für die Suche eurer Ziele oder speziellen Routenpunkte eine Internetverbindung. Der Vorteil: Ist diese Internetverbindung hergestellt, haltet ihr eine schier unerschöpfliche Auswahl an Informationen in der Hand, die ihr sonst kaum irgendwo findet.

Die App wird für Android und iOS angeboten und ist kostenlos.

Weitere Infos findet ihr hier: www.google.com

CityMaps2Go

Bei einem Preis von 4,99 Euro für iOS und 3,99 Euro für Android ermöglicht euch diese App, wie der Name schon sagt, Offline-Karten „zum Mitnehmen“ herunterzuladen. Das GPS-Tracking funktioniert hier hervorragend und in unseren Tests konnten wir unsere Position ohne Ausnahme schnell und korrekt bestimmen. Außerdem wird angezeigt, was es so alles in der jeweiligen Stadt und eurem unmittelbaren Umfeld gibt – Hotspots, Restaurants, Apotheken, … Allerdings könnt ihr keine Routen damit planen, sondern euch lediglich, wie auf einem gedruckten Stadtplan, orientieren.

Weitere Infos findet ihr hier: www.ulmon.com

OsmAndMaps

Unser persönlicher Favorit unter den hier vorgestellten Lösungen. Die App ist ein Open-Source-Projekt, das ebenfalls auf der gemeinschaftlichen Plattform OpenStreetMaps basiert – inklusive Offline-Karten, Navigation und Suchfunktion für Adressen sowie Hotspots – und nach dem Download der Karten komplett ohne Internetverbindung nutzbar ist. Einziger „Nachteil“: Die heruntergeladenen Daten sind so umfangreich, dass Endgeräte mit wenig Speicherplatz ins Schleudern kommen können. Am besten sind hierfür Android-Geräte mit einem Extra-Slot für SD-Karten geeignet – dort könnt ihr das ganze Material problemlos ablegen.

„OsmAndMaps“ ist für iOS und Android verfügbar und in der Basisversion kostenlos. Zusätzliche Downloads und Funktionalitäten können dazugekauft werden.

Weitere Infos findet ihr hier: www.osmand.net

Fotos: (c) Google Play Store

Hier geht’s zu Teil 1 unserer Serie: Apps für Camper und Reisende – Nützliche Tools

Teil 2 findet ihr hier: Apps für Camper und Reisende – Navigation & Routenplanung

 

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