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Der politische Bretagne-Krimi: „Der fremde Bretone“ von Emmanuel Grand

Der politische Bretagne-Krimi: „Der fremde Bretone“ von Emmanuel Grand

Heute möchte ich dir einen politischen Bretagne-Krimi vorstellen. Im Folgenden erfährst du mehr über „Der fremde Bretone“ von Emmanuel Grand und hast die Möglichkeit eines von drei Exemplaren zu gewinnen.

Update: Das Gewinnspiel ist beendet. Über je ein Exemplar des Krimis dürfen sich freuen: Birgitt M., Claudia P. und Vanessa H.

Der Krimi „Der fremde Bretone“

Darum gehts: Marko und drei seiner Freunde fliehen mit der Hilfe einer rumänischen Schleuserbande Richtung Frankreich. Die Schleuser entpuppen sich als brutale Vergewaltiger, die Situation eskaliert und fortan sind die vier Ukrainer auf der Flucht vor der Mafia. Marko gibt sich – obschon nicht seefest – als griechischer Fischer aus und heuert bei einem Bretonen auf der Insel Belz an. Die Einheimischen misstrauen ihm und ein brutaler Mord zeigt dem Flüchtling, dass er auch auf dem Insel-Idyll nicht sicher ist. In Frankreich haben Grands Romane längst ihr Publikum gefunden, so wurde „Der fremde Bretone“ mit dem „Prix SNCF du Polar“ (dem Krimi-Lesepreis der französischen Eisenbahngesellschaft) ausgezeichnet.

Über den Autor Emmanuel Grand

Die Krimis von Emmanuel Grand werden oft mit dem von Fred Vargas verglichen. Damit tut man beiden Unrecht, doch gemein ist ihnen, dass sie eine ganz eigene Erzählsprache und -form gefunden haben. Auf Deutsch sind bisher zwei von Grands Romanen erschienen, „Der fremde Bretone“ und „Späte Vergeltung“. In „der „fremde Bretone“ vermischt Grand verschiedene Genres zu einem deftigen bretonischen Gebräu. Du erlebst fiese rumänische Mafiosis, sympathische Außenseiter, lebendige Mythen und wortkarge Fischer. Die Handlung ist ein bisschen mystisch, ein bisschen gruselig, manchmal brutal, ab und an richtig spannend, in Teilen hochpolitisch und ein bisschen was fürs Herz. Auch der Ankou wird dir wieder begegnen und zur schauerlich-bretonischen Stimmung beitragen. Kein klassischer Krimi also, sondern eine sehr eigene Mischung, die mir gut gefallen hat.

Foto: (c) Nicolas Job

Fünf kurze Fragen an Emmanuel Grand

Was fasziniert dich an der Bretagne?

Emmanuel Grand: Zuerst ihre Schönheit. Im besonderen die Bretagne der Küste, die ich am besten kenne. Die Bretagne ist ein Land, das weit ins Meer reicht und immerwährend gegen den Ozean zu kämpfen hat. Die Landschaften überwältigen mit ihrer Schönheit. Der Himmel, das Meer, die Felsen, die Strände, die Dörfer … Zu bemerken ist, dass es ganz unterschiedliche bretonische Küsten gibt. Im Norden zum Beispiel die Küste, der rosa Granit den Namen gegeben hat. Im Westen ist die Küste weiß wie die Gischt des Meeres und im Süden finden sich sonnige, lange Strände mit weißem Sand. Ich liebe zudem die Kultur der Bretagne. Es ist eine Region, die eine eigene Identität, eine eigene Sprache, eine mündlich überlieferte Tradition, ihre eigene Literatur und Küche hat. Und die sich stets für die Welt geöffnet hat, die bretonische Seeleute seit Jahrhunderten durchpflügen.

Woher nimmst du Inspiration für deine Geschichten/Morde?

Emmanuel Grand: Ich liebe es, in die Orte meines Romans einzutauchen, mir vorzustellen durch die Straßen und entlang verschlungener Pfade zu gehen und an der Küste entlang zu spazieren. Genau so habe ich das bei „der fremde Bretone“ getan. Inspiration kommt aus unterschiedlichen Ebenen unserer Vorstellungskraft. Sie speist sich zudem aus dem, was ich gelesen und aus Filmen, die ich gesehen habe. Es ist ein ziemlich chaotischer und mysteriöser Prozess. Wir stecken für Wochen fest und dann ergießt sich alles in einem einzigen Schwall… weiß der Teufel, warum.

Dein geheimer Lieblingsplatz in der Bretagne zum Entschleunigen und Träumen ist … ?

Emmanuel Grand: Ich bin verliebt in die Inseln. Sie sind schwer zugänglich und sind kleine, autarke Welten. Die Möglichkeiten sind begrenzt und sie sind ideale Orte zum Runterfahren und Träumen. Es gibt viele Inseln in der Bretagne, Chausey, Bréhat, Batz, Ouessant, Groix, Belle-Ile, die Inseln im Golf von Morbihan nicht mitgezählt. Ich würde Groix wählen, die Insel, die mich zu „der fremde Bretone“ inspiriert hat.

Was muss jemand unbedingt machen, wenn er/sie das erste Mal in die Bretagne reist?

Emmanuel Grand: Ich würde einen Besuch der bretonischen Küsten empfehlen. Das kann die Bucht des Mont-Saint-Michel sein, die in ihrer Art einzigartig ist. Das Panorama von oben bei der Abtei ist atemberaubend. Es kann auch der nördliche Finistère zwischen Brest und Lannion mit seiner wirklich wilden Küste sein, ein Besuch der Häfen zwischen Bénodet und Lorient oder die ruhigen Gewässer des Golf von Morbihan, die ohne Unterlass von den Segeln der Jollen durchkreuzt werden.

Und was und wo essen?

Emmanuel Grand: Es ist in der Bretagne unerlässlich, Galette aus Buchweizen zu kosten, die hier in unvergleichlicher Art zubereitet werden. Es scheint mir, dass die besten Crêpes in der Region von Quimper und Douarnenez zu finden sind, aber du bekommst sehr gute nahezu überall. Und wenn du Meeresfrüchte magst, so wie ich, solltest du nach Cancale gehen und Austern essen, zum Beispiel nachdem du den Mont-Saint-Michel besucht hast.

Foto: (c) Xavier Dubois

Auf den Spuren des Romans unterwegs

Die Insel Belz habe ich auf der Landkarte nicht gefunden. Vielmehr steht die Insel Belz exemplarisch für die unzähligen Inseln und Archipele, die versprengt um die Bretagne im Ozean liegen. Gewissermaßen entwirft Grand hier einen weitgehend von fremden Einflüssen verschlossenen Mikrokosmos.

Das Leben ist hart und stürmisch, die Menschen knorzig und eigenwillig. Sagen und Legenden sind im Alltag allgegenwärtig. Immerhin erfährst du, dass Marko über den Hafenort Loirent auf das Eiland kommt. Von hier aus kannst du zur Insel Groix übersetzen, die Grand beim Entwurf seiner Endstation Belz (so der französische Originaltitel) Modell gestanden hat. „Vor ihm ragten zwei Hafenmolen aus Granit ins Meer, an deren Enden sich zwei kleine steinerne Leuchttürme erhoben. Sie fassten einen überschaubaren, an einen Hügel geschmiegten Hafen ein, in dem zwei Dutzend Schiffe unterschiedlicher Größe lagen, die die Ankunft der Fähre mit einem leichten Schaukeln und Geklapper ihrer Aluminiummasten begrüßten.

Am hinteren Ende des Hafens stand eine Reihe blauweißer Häuser, manche mit Leuchtschrift an der Fassade. Rechts fiel ein Küstenstreifen schroff zum Ozean ab.“ Du kannst die Insel zu Fuß über den Küstenweg erkunden oder über einen eigens für Fahrräder ausgewiesenen Rundweg, der dich zu vielen sehenswerten Zielen auf der Insel führt. Nicht verpassen solltest du einen Abstecher zur höllischen Klippe „Pointe de l’Enfer“ im Süden der Insel. Fahrräder – mittlerweile auch e-Bikes – kannst du in Port Tudy leihen. Auf Croix gibt es zudem zwei Campingplätze, einen Camping Municipal und den Camping des sables rouges. Die Überfahrt mit dem Wohnmobil ist allerdings nicht gerade preiswert und lohnt nur, wenn du einen längeren Aufenthalt planst.

Foto: (c) Nicolas Job

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Stand: 24.06.2019 13:27 Uhr
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Fotomontage Titelbild:
Buchcover (c) Aufbau Verlag | Hintergrundfoto: (c) alevtina.gorskaya.gmail.com/Depositphotos.com

 


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