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Der romantische Bretagne-Krimi: „Die Wahrheit kennt nur das Meer“ von H.K. Anger

Der romantische Bretagne-Krimi: „Die Wahrheit kennt nur das Meer“ von H.K. Anger

In der letzten Folge unserer mörderischen Bretagne-Tour geht es um verlorene Träume, einen mysteriösen Vermisstenfall und verbotene Gefühle. Die Autorin H.K. Anger gibt dir mit „Die Wahrheit kennt nur das Meer“ nicht nur eine spannende Urlaubslektüre mit auf den Weg, sondern hat exklusiv für dich auch tolle Reisetipps parat. Außerdem kannst du eines von zwei Exemplaren des Buchs gewinnen.

Der Krimi „Die Wahrheit kennt nur das Meer“

Darum gehts: Simone und Klaus erfüllen sich ihren Lebenstraum und kaufen Mouez ar Mor, ein gruseliges Haus auf den Klippen bei Camaret-sur-mer. Eine Pension und Kletterschule sollen hier entstehen. Doch das Paradies enthüllt schnell seine Schattenseiten: Ein Brandanschlag wird auf ihr Haus verübt und eines Tages kehrt Klaus vom Klettern nicht zurück. Ein Unfall? Simone versucht, ihren Traum in der Bretagne zu retten, flüchtet sich in die Arme des ebenso charmanten wie diabolischen Werftbesitzers Yann und entwickelt tiefe Gefühle für den Tierarzt Tomaz. Und wird selbst Opfer eines Mordversuchs. Bis das Rätsel um eine mysteriöse Geschichte in der Vergangenheit, das Haus von Simone und Klaus Verschwinden gelöst wird, verbringst du einige Tage auf Crozon und erfährst einiges über Geschichte, Kultur und Natur der Halbinsel.

Über die Autorin H.K. Anger

Mit H.K. Anger verbindet mich seit einiger Zeit eine lockere Facebook-Freundschaft. Wir reisen beide gerne, wir lieben Frankreich, haben einen journalistischen Hintergrund und bloggen über das Reisen. Traumfährten heißt Heikes Blog, eine unerschöpfliche Fundgrube über das Campen, Wohnmobile und den ganzen Rest. Klar, dass ich ihr Erstlingswerk „Die Wahrheit kennt nur das Meer“ lesen musste, zumal es zum Thema Bretagne-Krimi hervorragend passt. Wobei der Roman sicher etwas aus dem Rahmen fällt und Heike die Krimihandlung mit einem gehörigen Schuss „Rosamunde Pilcher im Finistère“ und einer Prise „Goodbye Deutschland“ abschmeckt. So bekommst du es nicht nur mit echten Fieslingen und einem ungeklärten Kriminalfall zu tun, sondern auch mit beschwerlichen Renovierungsarbeiten, dem Baumarkt Mr. Bricolage, geplatzten Träumen und tiefen Gefühlen. Dieses Konglomerat entpuppt sich als äußerst unterhaltsamer Lesestoff für dunkle Winterabende oder lichte Sommertage am Strand.

Foto: (c) Ronan Gladu

Eines von zwei Büchern gewinnen

Fünf kurze Fragen an H.K. Anger

Was fasziniert dich an der Bretagne?

Autorin HK AngerH.K. Anger: Die Bretagne und ich – das war mein ganz persönlicher Coup de foudre, also Liebe auf den ersten Blick.

Nachdem wir jahrelang in andere Regionen Frankreichs gefahren waren, weil wir uns dummerweise ohne Praxiserfahrung die landläufigen Vorurteile gegen die Bretagne zu eigen gemacht hatten, stand ich 2003 das erste Mal am Cap Fréhel und dachte: Wow! Von wegen alles Grau in Grau, karg, dauernd stürmisch, mit einer Ansammlung von mürrischen, wortkargen Bretonen und einer heimischen Küche, die den Namen Küche nicht wirklich verdient.

In diesem ersten Urlaub kam ich aus dem Staunen, dem Entzücken nicht heraus – ein Zustand, der sich bei jedem erneuten Besuch  der Bretagne prompt wieder einstellt. Inzwischen bereisen wir regelmäßig meine geliebte Bretagne.

Ich mag die abwechslungsreiche Küstenlinie, wo nie Langeweile aufkommt, die sanft geschwungenen Hügellandschaften im Landesinneren, die typischen bretonischen Häuser und die verwunschen erscheinenden Wälder. Kurzum: Ich lasse mich in der Bretagne von fast allem faszinieren und bekomme nie genug.

Woher nimmst du die Inspiration für deine Geschichten/Mordfälle?

H.K. Anger: Ich bin ein sehr visueller Mensch. Bestimmte Regionen und Landschaften lassen in meinem Inneren Bilder entstehen, die ich zu Geschichten verarbeite. Bei meinem ersten Bretagne-Roman war es ein bestimmtes Haus, um das ich bei meinen Urlaubsaufenthalten auf der Halbinsel Crozon immer mal wieder herumgeschlichen bin. Das Haus steht beim Örtchen Camaret-sur-Mer auf den Klippen und hatte, wie es mir erschien, eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Die habe ich dann weiterentwickelt, neue Besitzer für das Haus erschaffen und das Ganze zu einem romantischen Thriller ausgebaut.

Dein geheimer Lieblingsplatz in der Bretagne zum Entschleunigen und Träumen ist … ?

H.K. Anger: Ich befürchte, so geheim ist mein Lieblingsplatz gar nicht mehr. Mein „Ich-will-hier-nicht-mehr-weg-Platz“ ist die Landzunge Pointe de Penhir auf der Halbinsel Crozon. Wenn ich die Wellen beobachte, wie sie gegen die steilen Klippen branden oder um die Menhire des Steinkreises von Lagatjar schlendere, fühle ich mich fast wie in eine andere Welt versetzt. Dort könnte ich Wurzeln schlagen.

Was muss jemand unbedingt machen, wenn er/sie das erste Mal in die Bretagne reist?

H.K. Anger: Sich vorab informieren und eine Auswahl treffen, also entscheiden, welche Region man sich genauer anschauen möchte. Die Bretagne ist ja größer als zum Beispiel Hessen und besteht aus vier, teils sehr unterschiedlichen Départements. In der Südbretagne ist das Klima milder und die Vegetation üppiger als an den rauen Küsten des Finistère ganz im Westen. Meine Empfehlung ist, sich beim ersten Urlaub einen Teilbereich vorzunehmen und nichts zu überstürzen. Die Bretagne ist keine Region, durch die man schnell durchfahren sollte. Man sollte sich Zeit zum Schauen, Fühlen, Staunen und Genießen nehmen.

Und was und wo essen?

H.K. Anger: Da wir mit dem Wohnmobil reisen, sind wir in Sachen Verpflegung meist Selbstversorger. Ich liebe es, auf den typischen bretonischen Wochenmärkten frische Zutaten einzukaufen und später im Wohnmobil zu leckeren Gerichten zu verarbeiten. Die Bretagne ist in Frankreich eines der führenden Départements beim Gemüseanbau. Frische Artischocken aus der Region um Roscoff sind eine Delikatesse. Und gefüllte Galettes, also die herzhaften bretonischen Buchweizenpfannkuchen, gehen natürlich auch immer! Ob man dazu, ganz stilecht, ein Glas Cidre oder doch eher einen Rotwein trinkt, das bleibt jedem selbst überlassen.

Foto: (c) Ronan Gladu

Auf den Spuren des Romans unterwegs

Als Reisebloggerin schreibt H.K. Anger mit sehr viel Liebe zum Detail und so ist „Die Wahrheit kennt nur das Meer“ ein perfektes Roadbook, wenn du deinen Urlaub in oder um Camaret-sur-Mer zubringen willst. Folge der Protagonistin in die Café de la Marine am Hafen von Crozon oder zu ihrem neuen Domizil oberhalb der Plage de Pen Hat. „Der Leuchtturm und der Sémaphore auf der Pointe du Toulinguet schimmerten milchig weiß zu ihnen herüber.

Ein Segelboot trotzte der Kälte und zog mit aufgeblähtem rotblau gestreiftem Spinnacker über die Bucht von Pen Hat. Die Ebbe hatte den halbmondförmigen, wie helles Gelbgold strahlenden Sandstrand freigegeben, wo sich zwei Lachmöwen um ein Knäuel aus Algen und Miesmuscheln balgten.“ Du kannst den Tour Vauban und die Landzunge Pointe de Penhir erkunden oder einen Bummel entlang des Kais von Douarnenez unternehmen.

Auch einen Campingplatz am Strand von Trez Bellec gibt es wie im Roman. Auf dem kleinen, aber feinen Camping kannst du zwar keine Chalets mieten, stehst dafür aber (fast) direkt am Strand. Ein Wohnmobilstellplatz befindet sich in direkter Nähe zum Steinkreis. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin in ihrem Blog dir Hintergründe zur Region vermittelt. So widmet sie einen Beitrag dem surrealistischen Dichter Saint-Pol-Roux und seinem traurigen Schicksal. Die Geschichte von Camaret wird ausführlich beleuchtet. Heike gewährt dir auch einen Blick hinter die Kulissen und nimmt dich mit zu Simones Haus am Steinkreis.

Foto: (c) Donatienne Guillaudeau

Hier kannst du „Die Wahrheit kennt nur das Meer“ bestellen:

Titelbild:
Hintergrundfoto: (c) franckito/Depositphotos.com
Buchcover: (c) H.K. Anger


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