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Camping in Frankreich – Savoir-vivre Outdoor

Camping in Frankreich – Savoir-vivre Outdoor

Habe ich schon mal geschrieben, dass Frankreich für mich das gelobte Campingland ist? Die Franzosen sind begeisterte Camper und einfach herrlich entspannt. Hier darf beim Campingurlaub jeder nach seiner Façon glücklich werden. Dazu kommt eine einfach gigantische Infrastruktur an Campingmöglichkeiten: 11.000 Campingplätze, nahezu 9.000 Stellplätze für Wohnmobile und zahlreiche private Angebote wie France Passion oder Homecamper.

Allerdings ist auch in Frankreich die Campingwelt im Umbruch begriffen: Immer mehr einst spartanisch ausgestattete Campingplätze entwickeln sich zu Hotels an der freien Luft, um eine neue Klientel an Urlaubern zu gewinnen, die auf Komfort und etwas Luxus setzt. Gleichzeitig steigen viele Camper aufs Wohnmobil um und steuern gar keine Campingplätze mehr an. In der Folge schließen viele kleinere Campingplätze. Vor allem die städtischen Municipal sind mittlerweile von einem Artensterben betroffen. Da sich der Betrieb für die Gemeinden nicht rechnet, die Sanierung zu kostenintensiv ist, werden die Plätze kurzerhand geschlossen oder in Wohnmobilstellplätze umgewandelt. Dennoch ist die Vielfalt der Campingmöglichkeiten in Frankreich nach wie vor riesig.

Welche Campingarten gibt es in Frankreich?

Im Camperland der unbegrenzten Möglichkeiten sind nahezu alle Möglichkeiten für deinen Outdoor-Urlaub zu haben.

Wohnmobil

Mit dem Wohnmobil hast du freie Wahl zwischen Camping- und Stellplätzen. Vor allem an der Küste des Ärmelkanals und des Atlantiks findest du eine hervorragende Infrastruktur an Wohnmobilstellplätzen sowie Ver- und Entsorgungsstationen. Außerdem kannst du mit dem Wohnmobil auch frei stehen, solange du nicht campst – also keine Tische und Stühle nach draußen räumst oder die Markise ausfährst. Viele Gemeinden in Küstennähe unterbinden diese Praxis mittlerweile komplett. Entsprechende Hinweisschilder (Camping Car interdit) und Abschrankungen in zwei Meter Höhe zwingen Wohnmobilfahrer auf Stell- und Campingplätze.

Wohnwagen

Mit dem Wohnwagen bist du auf Campingplätze angewiesen, aber wie eingangs erwähnt, gibt es davon in Frankreich mehr als genug. In den touristischen Hochburgen sind viele Campingplätze allerdings meist nur von April bis Oktober geöffnet. Nur rund zehn Prozent aller Plätze in Frankreich sind ganzjährig offen. Wenn du im Juli und August an die Küste reisen willst, rate ich dir, deinen Platz vorab zu reservieren, da dies die Hauptreisezeit der Franzosen ist. Auf Stellplätzen darfst du in der Regel mit dem Caravan nicht stehen.

Hütten und Chalets

Bis vor zehn Jahren hast du überwiegend die sogenannten Mobilhomes auf französischen Campingplätzen gefunden. Statt der oft einfachen Flachdachbauten begegnen dir mittlerweile viele schmucke Chalets, Hütten und andere originelle Unterkünfte, die an die Urlauber vermietet werden. Kleine Holzkabinen, zum Teil direkt am Strand, sind genauso darunter wie Baumhäuser, Tipis, Zirkuswagen, Lodges, Jurten, Domes oder coole Baumzelte.

Zelt

Wenn du mit dem Zelt unterwegs bist, findest du auf allen Campingplätzen ein nettes Plätzchen, manchmal auf einer Zeltwiese, oft aber auch auf den etwas kleineren Parzellen. Wild zelten ist in Frankreich so eine Sache. Hierzu findest du ausführliche Informationen in unserem Artikel „Wildcamping in Frankreich„.

Boot

Völlig entschleunigen kannst du bei einem Hausbooturlaub in Frankreich. Hausboote kannst du an vielen Orten in Frankreich mieten und ohne Führerschein fahren – die Einweisung ist im Mietpreis inbegriffen. Du willst mit deinem eigenen Boot in See stechen? Auch das ist Frankreich möglich. Manche Campingplätze am Meer haben eigene Anlegestellen. Wieder andere, vor allem an Flüssen wie der Ardeche, haben einen eigenen Kajakverleih.

Foto Hausboot: (c) Atout France/Robert Palomba

Das kostet Camping in Frankreich

Die Preise fürs Campen in Frankreich schwanken stark. So mancher Wohnmobilstellplatz ist kostenlos oder für wenige Euro zu haben. In der Regel liegen die Preise für Stellplätze zwischen 10 und 15 Euro. Die mittleren Preise für einen Stellplatz auf dem Campingplatz bewegen sich in der Hauptsaison bei 15,10 Euro bei einem Ein-Sterne-Platz und 45,87 Euro bei einem 5-Sterne-Platz (Angaben  2017 laut ffcc, dem französischen Interessenverband für Camper). Für ein Mobilhome musst du pro Woche in der Hauptsaison zwischen 500 (1-Sterne-Platz) und 1.414 Euro (5-Sterne-Platz) bezahlen. Mit der ACSI-Card bekommst du auf 1.545 Plätzen in Frankreich in der Nebensaison Rabatt. Preisvergünstigungen sind auch mit der Mitgliedskarte des ffcc bei rund 1.300 Campingplätzen möglich (Jahrespreis für die Familienkarte 2018: 33,80 Euro). Die jeweiligen Angebote sind nicht kumulierbar.

Die Lebenshaltungskosten und Qualität von Lebensmitteln

Allgemein gilt Frankreich unter deutschen Urlaubern als teuer. Das ist relativ und auch von der Region abhängig. In den schicken Urlaubsorten an der Côte d‘Azur kostet der Kaffee mehr als in einem touristisch wenig frequentiertem Dorf in der Bourgogne. In Paris übersteigt der Preis für ein kleines Bier schon mal den der Vorspeise. Im Schnitt ist das Leben in Frankreich aber nicht teurer als in Deutschland. Lebensmittel in den Supermärkten haben ein vergleichbares Preisniveau wie in Deutschland, sind qualitativ aber um einiges besser. Wo sich der nächste Supermarkt befindet, kannst du auf  dieser Supermarktseite recherchieren. Auch Lidl und Aldi sind mittlerweile flächendeckend vertreten.

Mein persönlicher Tipp: In jedem größeren Dorf findet einmal pro Woche ein Markt statt. Hier kannst du direkt beim Erzeuger regionale Produkte einkaufen, an der Küste auch Fisch und Meeresfrüchte. Schlemme dich durch, denn das leckere Essen gehört zu einem Campingurlaub in Frankreich dazu.

Apropos Essen: Wenn du essen gehen möchtest und das Urlaubsbudget nicht allzu belastbar ist, lohnt es mittags ein Tagesmenü zu wählen. Hier bekommst du drei Gänge und ein Getränk zu einem fairen Preis.

Seafood Foto: (c) Atout France/Nathalie Baetens

Schöne Gegenden für Camping in Frankreich

Ich persönlich finde ja, dass Frankreich überall seinen Reiz hat und bewege mich gerne außerhalb der stark frequentierten Urlaubsrouten. Andere lieben genau das am Camping: Mit vielen Gleichgesinnten an einem Ort zusammen Urlaub machen. In Frankreich kannst du beides haben. Die beliebtesten Urlaubsregionen der Camper aus allen Ländern sind das Languedoc-Roussillon, Provence-Alpes-Cote d‘Azur und Aquitaine. Die meisten Campingplätze findest du in der Vendée, der Charente Maritime, an der Ardeche und im Finistère (Bretagne). Und für alle Vorlieben ist der richtige Campingplatz dabei.

Strand, Meer, Fluss: Die schönsten Campingplätze am Wasser

Frankreich hat 5.500 Kilometer Küste zu bieten. Darunter befinden sich lange Sandstrände, steile Klippen, malerische Buchten. Du kannst dich in die warmen und zahmen Fluten des Mittelmeers stürzen oder in die rauen Wellen des Atlantiks. Für den Familienurlaub mit kleinen Kindern rate ich dir zu einem Campingurlaub am Mittelmeer.

Die besten Surfspots dagegen findest du am Atlantik, namentlich zwischen Bordeaux und dem Baskenland. Hier findest du auf den Campingplätzen sehr viele Surfcamps, die das Surfen lernen, Camping und Party auf sympathische Weise verknüpfen. Naturfreaks, Badenixen und Hobbyfotografen kommen in der Bretagne auf ihre Kosten. Hier ist die Auswahl der Campingplätze besonders groß und viele davon liegen sogar direkt am Meer.

Ausprobieren solltest du unbedingt einmal die Lieblingsbeschäftigung der Bretonen, das „Fischen zu Fuß“. Bei Ebbe geht es in der Gezeitenzone auf den Fang nach Muscheln, Schnecken oder Hummern. Eines meiner Traumreiseziele in Frankreich ist nach wie vor die Ardeche. Paddeln, planschen, Pastis trinken und den Sommer genießen – einfach grandios.

Alles im Fluss – Camping auf dem Wasser

Leih dir ein Hausboot und werde zum Kapitän der Kanäle! Frankreich bietet dir 7.000 Kilometer schiffbare Kanäle und Flüsse und das weltweit größte Angebot an führerscheinfreien Hausbooten. Glamping auf ganz französische Art. Vor allem der Canal du Midi, der Toulouse mit dem Mittelmeer verbindet und zum UNESCO Welterbe zählt, hat seinen besonderen Reiz. Wenn du noch nie Hausboot gefahren bist, kannst du durch die Petite Camargue schippern. Auch in der Bretagne findest du anfängerfreundliche Strecken mit wenig Schleusen.

Hoch hinaus – Camping in den Bergen

Neben der See hat Frankreich auch fantastische Gebirgslandschaften zu bieten. Die Alpen, die Pyrenäen, die Vogesen, der französische Jura und das Zentralmassiv locken nicht nur die Radfahrer der Tour de France. Die Palette der Outdoor-Möglichkeiten ist groß und reicht von Wandern und Radfahren über Klettern bis hin zum Canyoning und Gleitschirmfliegen. Du liebst die Berge und das Meer? Dann ist Korsika das perfekte Reiseziel für dich.

Ganz privat – Camping auf Bauernhöfen und im Vorgarten

In ganz Frankreich findest du kleine und private Stell- und Campingplätze. So kannst du zum Beispiel über die Seite Bienvenue à la ferme kleine Plätze für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile auf dem Bauernhof finden. Hier stehst du familiär und recht günstig. Frische Lebensmittel gibt es vom gastgebenden Landwirt oft ebenfalls. Ein etwas anderes Konzept verfolgt France Passion: Hier kaufst du den Etappenführer (Preis 2018: 30 Euro) und kannst bei den rund 2.000 Mitgliedsbetrieben, zumeist Landwirten und Winzern, 24 Stunden umsonst stehen. Das Angebot ist autarken Wohnmobilen vorbehalten. Das Einkaufen bei den Gastgebern gehört zum guten Ton und erweitert deine Tour de France um kulinarische Höhepunkte. Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, Wohnwagen, Zelt oder Wohnmobil quasi im Vorgarten netter Menschen aufzubauen. Plätze in allen Regionen Frankreichs findest du bei Homecamper, Gamping oder auch Camp dans mon Jardin. Eine noch ganz neue Plattform, die sich an Wohnmobilfahrer richtet, ist CampiCar.

Camping für Kind und Kegel in Frankreich

Camping ist Familienurlaub pur, deshalb sind deine Kids (fast) überall gern gesehene Gäste. Die etwas größeren Campingplätze bieten zumindest im Juli und August ein Ferienprogramm an. Ganz vereinzelt wirst du auf Campingplätze treffen, die Erwachsenen vorbehalten sind. Im Kinderland Frankreich ist das aber noch ein echtes Nischenprodukt. Ganz anders FKK-Campingplätze. Die gibt es in nahezu ganz Frankreich, an der Küste auch mit FKK-Strand. Viele Campingplätze in Frankreich sind zudem behindertengerecht ausgestattet. Du reist mit Hund? Frankreich ist sehr hundefreundlich, und auf den meisten Camping- und Stellplätzen erlaubt. Allerdings kann es sein, dass die Anzahl der Hunde begrenzt ist. Alles, was du zum Camping mit Hund in Frankreich wissen musst, erfährst du in diesem Beitrag.

Fotos: Paddeln (c) Atout France/Nathalie Baetens | 

Wie finde ich den passenden Campingplatz in Frankreich?

Ein Großteil der französischen Campingplätze ist auf der Seite CampingFrance gelistet. Hier kannst du nach Regionen und deinen Bedürfnissen – zum Beispiel Wellness oder besondere Unterkünfte – filtern und bekommst so den für dich passenden Campingplatz angezeigt. Ein unabhängiges und streng kontrolliertes Qualitätslabel vergibt Camping Qualité. Zudem schließen sich viele Campingplätze in Frankreich Vermarktungsketten an. Das hat für dich den Vorteil, dass alle diese Plätze einen vergleichbaren Standard bieten und entsprechend zertifiziert sind. So findest du beim ältesten Verband Les Castels Plätze mit 4 und 5 Sternen. Weitere Verbände und Ketten sind Yelloh! oder FlowerCampings. Letztere legen viel Wert auf eine familiäre Atmosphäre und nehmen nur Anlagen mit weniger als 300 Plätzen auf.

Wenn du kleine und einfache Campingplätze bevorzugst, lege ich dir neben privaten Plätzen die Camping Municipal ans Herz. Das sind gemeindeeigene Plätze, oft sogar direkt am Meer oder zentrumsnah. Viel Komfort kannst du hier nicht erwarten, dafür eine authentische Atmosphäre. Leider verschwinden diese Plätze immer mehr. Mit einer Übernachtung auf einem Municipal trägst du also auch zum Erhalt dieser urfranzösischen Camperkultur bei. Wenn du mit dem WoMo unterwegs bist, hilft dir die französischen Seiten Campingcar-Infos oder AireCampingcar bei der Orientierung. Gute Dienste leistet zudem die App Park4Night.

Autofahren in Frankreich

Ich gestehe, dass ich französische Straßen liebe. Keine Schlaglöcher auf der Autobahn, schnurgerade, gut ausgebaute Nationalstraßen und circa 20.000 Kreisverkehre machen für mich das Reisen in Frankreich zum Genuss.

Nationalstraße oder Autobahn – beides hat seine Vorteile

Die Autobahnen in Frankreich kosten Maut. Dafür sind sie in einem hervorragenden Zustand. Du kannst aber auch mautfrei durch ganz Frankreich fahren, indem du die meist parallel verlaufenden Nationalstraßen nutzt. Das dauert zwar deutlich länger, allerdings siehst du erheblich mehr vom Land.

Wenn du schnell Strecke machen willst, lohnt die Fahrt über die Autobahn aber durchaus. Je nach Kategorie fallen für den gefahrenen Kilometer zwischen 8 und 27 Cent Maut an. In die günstigste Kategorie fallen alle Pkw und Gespanne mit einer Höhe bis zu 2 Meter und einem Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen. Wohnmobile und Gespanne, die höher sind als 2 Meter, aber weniger als 3 Meter messen und leichter als 3,5 Tonnen sind, kommen in die Kategorie 2. Ein Wohnmobil mit mehr als 3,5 Tonnen Gewicht wird in die Kategorie 3 eingeordnet. Gespanne über 3 Meter Höhe oder mit mehr als 3,5 Tonnen fallen in die vierte Kategorie. Auf der Seite Autoroutes kannst du dir die Maut für deine Strecke und dein Fahrzeug berechnen lassen. Bezahlt wird die Maut übrigens mit Kreditkarte, mit Télépéage oder mit Bargeld. Zunehmend werden die Zahlstellen automatisiert. Die deutschen Maestro-Karten werden an der Maustelle nicht akzeptiert, deshalb solltest du dir vor deinem Frankreichtrip eine Kreditkarte besorgen.

Mein Tipp: Ich habe die Verrenkungen an den Mautstellen mit Ticket ziehen, Geld in den Automaten schmeißen und Fahrzeug abwürgen immer gehasst. Deshalb fahre ich mittlerweile nur noch mit Télépéage. Das kleine Gerät, das du hinter deine Windschutzscheibe klebst, kannst du online beim Anbieter bipandgo (bis 3 Meter Höhe oder 3,5 Tonnen) oder Tollticket (über 3 Meter oder 3,5 Tonnen) bestellen. Seitdem machen Mautstellen sogar richtig Spaß, denn durch manche kannst du mit 30 oder 50 km/h einfach durchfahren.

Anmerkungen zur Geschwindigkeit auf Frankreichs Straßen

Auf der Autobahn gilt generell Tempo 130 für alle Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Bei Regen darfst du nur noch 110 Kilometer fahren. Wenn du ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen fährst, darf dein Tacho nicht mehr als 110 km/h anzeigen, in einem Gespann über 3,5 Tonnen nur 90 km/h. Auf den vierspurigen Nationalstraßen darfst du 110 km/h (bei Regen 100) und über 3,5 Tonnen 100 km/h schnell fahren. Für Gespanne über 3,5 Tonnen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h.

Seit Juli 2018 gilt auf allen zweispurigen Landstraßen, die über keine bauliche Trennung der Fahrspuren verfügen, eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Und die Geldbußen für zu schnelles Fahren sind in Frankreich weitaus höher als in Deutschland. Schon 1 km/h innerorts zu schnell kostet dich 90 Euro, wenn du die Buße innerhalb von 15 Tagen begleichst. Danach werden 135 Euro fällig. Eine weitere Besonderheit in Frankreich ist, dass für Wohnmobile über 3,5 Tonnen abweichende Regeln gelten. Sie sind zum Beispiel vom Überholverbot für Lkws und einem Verbotsschild  für Lkws ausgenommen.

Unbedingt halten solltest du dich an Schilder, auf denen das Gewicht angegeben ist. Wenn irgendwo die Durchfahrt über 3,5 Tonnen verboten ist, so ist die Straße meist wirklich nicht für dein Dickschiff geeignet. Auch die Durchfahrtshöhe solltest du peinlich genau beachten. 2017 haben gleich mehrere Wohnmobilfahrer an einer Brücke in Rouen das Reisemobil in ein Cabrio umgewandelt.

Umweltzonen und Vignetten in Frankreich

Seit 2016 gibt es auch in Frankreich Umweltzonen. In Paris wurde der Anfang gemacht. Mittlerweile haben auch Grenoble, Lille und Straßburg solche festen Umweltzonen (ZCR) eingerichtet, in die du nur noch mit entsprechender Plakette einfahren darfst. Darüber hinaus bestehen temporäre Umweltzonen, in denen bei starker Luftverschmutzung Fahrverbote ausgesprochen werden können. Solche ZPAs bestehen im Einzugsbereich von größeren Städten, die bereits eine feste Umweltzone eingerichtet haben. Andere Großstädte wie Lyon und Toulouse haben nur eine solche temporäre Zone eingerichtet. Ab 1. Oktober 2018 wird auch in Rennes eine schadstoffabhängige Umweltzone installiert. Weitere departmentweiten ZPAs gibt’s in Puy-de-Dôme, Bouches-du-Rhône, Côte d’Or, Creuse, Deux-Sèvres, Drôme, Eure-et-Loire, Gers, Gironde, Haute-Savoie, Hérault, Isère, Loiret, Maine-et-Loire, Pyrénées-Atlantiques, Savoie, Vendée und Vienne (Stand Juni 2018). Langer Rede, kurzer Sinn: Die Umweltplakette sollte am Fahrzeug sein. Für in Frankreich gemeldete Fahrzeuge kostet sie 3,11 Euro. Für Fahrzeuge aus der EU und Schweiz kostet die Plakette 4,21 Euro und für Fahrzeuge mit Meldung außerhalb der EU 4,41 Euro. Alle Preise sind jeweils zzgl. Versand. Du kannst sie online auf der offiziellen Seite (auf Deutsch) bestellen.

Sprit, Stau und Sicherheit

Einige Dinge sind auch in Frankreich ärgerlich. Seit Anfang des Jahres 2018 sind die Preise für Benzin und Diesel stark gestiegen. Vor allem der Diesel hat im Preis stark angezogen, da mit einer Sondersteuer auf Diesel der Preis schrittweise an den des Benzins angeglichen werden soll. So ist Superbenzin nur geringfügig teurer als in Deutschland. Beim Diesel beträgt der Unterschied derzeit rund 20 Cent (Stand Juni 2018). Billiger als an der Tankstelle kannst du beim Supermarkt tanken. Noch teurer als an der normalen Tankstelle ist der Sprit auf der Autobahn. Billige Tankstellen lassen sich mit der App Mon Essence finden, die dich auch darüber informiert, wenn zum Beispiel im Falle eines Streiks der Sprit knapp werden sollte.

Staus gibt es auf Frankreichs Autobahnen eher selten, außer ein Streiktrupp blockiert die Fahrbahn. Oder in den französischen Sommerferien im Juli und August. Die kritischsten Wochenenden sind das vor dem 14. Juli (Nationalfeiertag), das letzte Juliwochenende und das erste Augustwochenende. Auch nach dem 15. August (Feiertag) ist mit einer größeren Reisewelle Richtung Heimat zu rechnen. An diesen Tagen solltest du es vermeiden, auf der Straße zu sein – am Strand ist es definitiv schöner! Auch vermeiden solltest du unbedingt, auf Rasthöfen auf der Autobahn zu übernachten, da nachts immer wieder Wohnmobile ausgeraubt werden. Fahr runter von der Piste und such dir einen Stell- oder Campingplatz.

Gasflaschen in Frankreich 

Wenn du dich nur kurze Zeit in Frankreich aufhältst, wird deine Gasflasche in der Regel für den Aufenthalt ausreichen. Wenn du länger im Land bleiben willst, musst du auf französische Gasflaschen zurückgreifen, denn die deutschen Flaschen bekommst du nicht gefüllt. Damit alles perfekt passt, benötigst du einen Adapter. Alles was du über Gasflaschen in Frankreich wissen musst, habe ich hier zusammengefasst.

Kommst du mit zum Camping in Frankreich?

Für mich ist Frankreich das Camperland in Europa. Trau dich! Die Franzosen sind herrlich relaxed und sehr hilfsbereit. Vorurteile über unfreundliche und deutschfeindliche Franzosen kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wir haben immer nur gute Erfahrungen gemacht. Ist das Eis mit ein paar Brocken Französisch einmal gebrochen, geht es notfalls auch mit Händen und Füßen weiter. Gerade als Camper hast du die Möglichkeit, Land und Leute hautnah zu erleben. Camping in Frankreich bietet dir 1001 Möglichkeit, die schönste Zeit im Jahr zu verbringen. À bientôt en France! Bis bald in Frankreich!

Fotos: (c) Barbara Homolka // chiennormandie.de

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Neben Reisen und Campen liebt sie ihren Mann, ihre Hunde, Fotografie,Literatur, Kultur, Wandern und gutes Essen.

Lieblingsspots: Frankreich und Irland.

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