skip to Main Content
Camping-Rezepte: Mexikanischer Café de Olla

Camping-Rezepte: Mexikanischer Café de Olla

Wenn ihr morgens eure Lebensgeister wecken oder nach einem schweren Essen wieder munter werden möchtet, gibt es nichts Besseres und Leckereres als den mexikanischen Café de Olla („Topf-Kaffee“). Er lässt sich mit einfachen Mitteln herstellen und gibt ganz normalem Pulverkaffee eine herrlich exotische Note!
Café de Olla ist ein traditionelles mexikanisches Getränk, das hauptsächlich in sehr einfachen kleinen Lokalen oder an Essensständen ausgeschenkt wird. In normalen Restaurants sucht man diesen Kaffee (leider!) meist vergeblich.
Da das Rezept seit Generationen überliefert wird, variiert es von Familie zu Familie ein wenig. Wir haben einige mexikanische Omas befragt und selbst noch etwas herumexperimentiert. Am besten probiert ihr auch ein wenig aus, in welcher Zusammensetzung und Dosierung euch die Zutaten am besten schmecken – denn der eine mag seinen Kaffee leicht und süß, der andere stark und herb.

Unsere „Zutaten“ für 2 Tassen Café de Olla

Zutaten
  • Ein kleiner Topf (original wird hier ein Tontopf verwendet, wir nutzen aber einen ganz normalen Metall-Kochtopf)
  • Eine Kochstelle (Herd, Campingkocher, offenes Feuer)
  • Ca. 300 ml Liter Wasser
  • 1 – 1 1/2 Esslöffel gemahlenen Kaffee
  • 1 – 1 1/2 Zimtstangen
  • Ein Stück „Piloncillo“ (in anderen lateinamerikanischen Ländern auch „Panela“ genannt)
    Alternativ: 3 Esslöffel Vollrohrzucker 
    (Infos und Bezugsquellen s. unten)
  • Evtl. ein Teesieb und einen Kochlöffel – es geht aber auch ohne!

Zubereitung

Die Zimtstangen werden in kleine Stückchen zerbrochen und gemeinsam mit einem ca. 4 cm langen Stück Piloncillo oder 2 bis 2 1/2 EL Vollrohrzucker im Wasser aufgekocht. Danach die Hitzezufuhr zurückdrehen und auf kleiner Flamme unter gelegentlichem Rühren etwa 6 bis 7 Minuten weiterköcheln lassen, bis sich der der Zucker komplett aufgelöst hat und sich das Wasser dunkel färbt. Bereits jetzt erfüllt ein unwiderstehlicher Duft nach Zimt den Camper! ?
Danach dreht ihr die Flamme ab, gebt – ganz nach euren persönlichen Vorlieben – 1 bis 1 1/2 EL Kaffee dazu und lasst das Gebräu nochmals ca. 5 bis 6 Minuten abgedeckt ziehen.
Fast fertig! Jetzt müsst ihr den Kaffee nur noch durch ein Teesieb geben oder ein wenig warten, bis sich das Pulver am Boden abgesetzt hat. Mit dem restlichen Zucker bei Bedarf etwas nachsüßen – und genießen!

Informationen und Bezugsquellen zu Piloncillo/Panela und Vollrohrzucker:  

Piloncillo bzw. Panela wie auch Vollrohrzucker werden aus unraffiniertem Rohrzucker hergestellt und entstehen durch das Verkochen von Zuckerrohrmelasse. In dieser Substanz sind wertvolle Mineralien und Spurenelemente enthalten, die angeblich sogar Krankheiten heilen sollen. Das können wir natürlich nicht nachprüfen, aber lecker ist das Zeug allemal!
Piloncillo-Panela-Vollrohrzucker
Piloncillo wird zu kleinen „Hütchen“ oder „Barren“ gepresst und kann entweder in den Kaffee getaucht werden, bis sich die gewünschte Menge aufgelöst hat, oder man erwärmt ihn ein wenig und schneidet ihn mit einem scharfen Messer in Stücke. Zu einem relativ günstigen Preis könnt ihr ein Päckchen Piloncillo zum Beispiel beim Importeur MercadoMexicano.de bestellen.
Vollrohrzucker wird in Reformhäusern, Bioläden oder über Amazon in Päckchen verkauft und ist für Café-de-Olla-Einsteiger etwas leichter dosierbar als die Piloncillo-Hütchen.
Beide Varianten besitzen einen sehr charakteristischen Geschmack, irgendwas zwischen karamellartig und feinherb – und sind auch für andere Süßspeisen oder Getränke hervorragend geeignet.

Lasst es euch schmecken!


Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Bitte bewerte diesen Beitrag:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Bei einer Bewertung speichern wir deine IP-Adresse um Mißbrauch zu verhindern. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Träumte seit ihrer Kindheit von einem Leben auf Rädern. Tourt jetzt mit Mann und Hund ganzjährig im Wohnwagen durch Europa.

Lieblingsspots: Andalusien, Baskenland & Mexiko.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top