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Camping in Spanien – von ruhig bis lebhaft

Camping in Spanien – von ruhig bis lebhaft

Spanien verbinden die meisten mit seinen temperamentvollen, stolzen Einwohnern. Mit farbenfrohen, lauten Fiestas und mediterraner Lebensfreude. Mit schönen großen Stränden und lebhaften Städten. Spanien hat aber auch ganz andere Seiten. Das Land bietet seinen Besuchern eine unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichsten Landschaften, malerischen alten Dörfern und ganz viel abwechslungsreicher Natur.

Wie ließe sich diese Vielseitigkeit besser entdecken, als beim Camping? Ob du es lieber ruhig oder lebhaft magst, Spanien hat wirklich für jeden Geschmack etwas zu bieten. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über das Camping in Spanien wissen solltest.

Campingarten in Spanien

Das Campen in Spanien geht auf alle möglichen Arten und Weisen: einfach und naturnah, lebendig und mit Unterhaltungsprogramm, aber natürlich auch luxuriös. Ob du mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs bis, dir eine Unterkunft mieten oder zelten möchtest: die Spanier sind auf alles eingestellt!

Wohnmobil

Spanien bietet Reisenden im Wohnmobil eine große Auswahl an Stellplätzen, sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige. Manche der kostenfreien bieten dir lediglich die Möglichkeit zum Übernachten – ohne weiteren Service. Bei anderen hingegen gibt es sogar Strom umsonst. Meistens ist es so, dass du ver- und entsorgen kannst. Einen guten Überblick über das Angebot an Stellplätzen in Spanien bekommst du auf dieser Seite: www.areasac.es.

Eine andere Option ist Espana Discovery. Gegen eine einmalige Gebühr erhältst du ein Buch mit sicheren Parkplätzen und Übernachtungsmöglichkeiten abseits des Massentourismus bei örtlichen Restaurants, Bauern oder Weinbetrieben. Einen Überblick bekommst du in unserem Beitrag private Übernachtungsmöglichkeiten für Camper und auf espana-discovery.es/de.

Möchtest du in Spanien mit deinem Wohnmobil gerne freistehen, ist dies am einfachsten im Inneren des Landes möglich, auch wenn es offiziell verboten ist. An der Küste geht es nicht nur in der Hochsaison im Juli und August sehr belebt zu. In den Wintermonaten triffst du hier auf zahlreiche Camper, die den kalten Temperaturen in ihrem Heimatland entfliehen wollen. Die immer größer werdende Anzahl an Freistehern an beliebten Plätzen führt zwangsläufig zu Problemen. Daher ist es besser, diese Orte zu meiden. Grundsätzlich solltest du dich, wenn du freistehst, rücksichtsvoll und unauffällig verhalten. Hier bekommst du ausführliche Informationen zum Wildcampen in Spanien.

Wohnwagen

Mit einem Wohnwagen ist das Freistehen in Spanien ausnahmslos nicht gestattet, da es unter Campingverhalten fällt. Das bedeutet, dass du dich auf einen Campingplatz stellen musst. Schöne Plätze findest du in den beliebten Regionen in großer Auswahl. Dazu zählen vor allem die Costa Brava, die Costa Blanca und Andalusien. Allerdings haben an der Costa Brava viele Plätze im Winter geschlossen. Auf dieser Seite findest du sieben, auf denen du ganzjährig campen kannst.
Auch in anderen Gegenden, in denen das Wetter deutlich wechselhafter und kühler ist, sind viele Campingplätze nur zwischen April und Oktober geöffnet, zum Beispiel in Asturien oder Kantabrien. Solltest du also außerhalb dieser Zeiten eine Reise dorthin planen, erkundige dich am besten vorab nach geöffneten Campingplätzen.

Du hast weder einen Wohnwagen noch ein Wohnmobil?

Das macht überhaupt nichts. In Spanien findest du genügend Möglichkeiten, dir auf einem Campingplatz ein Mobilheim, eine Hütte oder auch eine Jurte zu mieten.

Das kostet das Reisen & Campen in Spanien

Spanien bietet dir über das ganze Land verteilt eine große Auswahl an kostenfreien Stellplätzen. Abhängig davon, welche Leistungen du in Anspruch nehmen möchtest, bezahlst du auf einem kostenpflichtigen Stellplatz ungefähr zwischen 12 und 18 Euro.

Wenn du auf einen Campingplatz gehst, liegen die Preise ungefähr zwischen 15 Euro und 50 Euro. Dies ist natürlich abhängig von der Lage sowie der Ausstattung. An beliebten Küstenabschnitten können die Kosten höher sein, als wenn du ein wenig ins Landesinnere fährst.

▶▶ Tipp: Mit der ACSI Karte bekommst du auf knapp 240 Campingplätzen in Spanien einen Rabatt in der Nebensaison.

Das kosten Lebensmittel in Spanien

Bei Spanien denken die meisten direkt an Paella, dabei gibt es hier noch viel mehr Leckereien, die du probieren solltest. Wenn du gerne Fleisch isst, kommst du in Spanien voll auf deine Kosten. Hier muss natürlich der berühmte Iberische Schinken erwähnt werden. Und dann sind da die vielen verschiedenen Tapas, kleine Häppchen, die du am besten in einer richtigen Tapas-Bar essen solltest. Spanien hat außerdem köstliches Olivenöl zu bieten, aber auch Honig und Käse. Gerade Asturien und Kantabrien sind für Käseliebhaber eine empfehlenswerte Region. Der Queso Cabrales ist einer von vielen köstlichen Sorten. Nicht zu vergessen ist dann noch der spanische Wein. Die Auswahl ist schier unendlich und die Preise dafür sind absolut erschwinglich. Schon ab 4 Euro bekommst du im Supermarkt richtig gute Weine zu kaufen.

Supermärkte findest du in großer Auswahl, darunter auch Aldi und Lidl. Insgesamt sind die Lebensmittelpreise mit denen in Deutschland zu vergleichen. Manches ist etwas günstiger, anderes etwas teurer und letztendlich gleicht es sich dann aus. Die besten Produkte bekommst du auf Wochenmärkten zu kaufen oder direkt vom Erzeuger. In einigen Städten gibt es einen täglich stattfindenden Markt, zum Beispiel in der Markthalle in Málaga. In anderen kleinen Orten findet er nur an bestimmten Tagen statt. Auf dieser spanischen Seite kannst du nach Wochenmärkten in allen möglichen Orten Spaniens suchen.

Schöne Regionen in Spanien

Darauf zu antworten ist mir fast unmöglich. Mehr als zwei Jahre bin ich mit dem Wohnmobil durch Spanien gereist und habe inzwischen alle Landesteile gesehen. Und jedes Mal bin ich aufs Neue von der Vielfalt überrascht, die Spanien zu bieten hat. In Asturien, Kantabrien und Galicien erwarten dich ein mildes Klima und viel Grün. Oft habe ich mich hier an Irland erinnert gefühlt.

Kastilien-León beeindruckt durch uralte Ortschaften und Burgen. Einige der Dörfer zählen zu den schönsten Spaniens und das zu Recht. Fernab vom Massentourismus herrscht hier noch ein ganz eigener Rhythmus.

Ebenfalls sehenswert sind die Extremadura und Andalusien. Für die Extremadura bietet sich als beste Reisezeit das Frühjahr an. Ich habe selten so eine Farbenpracht erlebt! Und auch Vogelfreunde bekommen einiges geboten. Selten haben ich so viele Störche auf einmal gesehen, wie dort.

In Andalusien kannst du wählen zwischen großen und kleinen Stränden, lebhaften Städten wie Sevilla, Málaga oder Granada oder faszinierenden Bergregionen wie der Sierra de Grazalema. Nicht zu vergessen sind die Weißen Dörfer, die eng mit Andalusien verknüpft sind. Es ist ein Leichtes, hier mehrere Monate zu verbringen und trotzdem nur einen Bruchteil gesehen zu haben.

Die schönsten Campingplätze am Wasser

Wenn es dich ans Meer zieht, findest du zahlreiche Campingplätze – von einfach bis gehoben – an der Costa Brava, der Costa Blanca und an der Küste Andalusiens. Ob lange Sandstrände oder kleine idyllische Buchten, in Spanien gibt es genug von allem. Auch Asturien, Kantabrien und Galicien trumpfen mit einigen schönen Plätzen direkt am Meer auf.

Wenn du dich fürs Surfen interessierst, bist du gut bei Santander im Norden Spaniens oder in Tarifa im Süden des Landes aufgehoben. Besonders beliebt bei Kitesurfern ist der Strand von San Pere Pescador in Katalonien. Der Camping La Ballena Alegre Costa Brava hat sogar eine eigene Kitesurf-Zone, die nur von Gäste des Platzes und Kunden der Kitesurf-Schule genutzt werden darf. Aber auch in den anderen Küstenregionen gibt es die Möglichkeit, dich mit Wassersportarten wie Kajakfahren, Kitesurfen oder Segeln zu vergnügen.

Die schönsten Plätze in den Bergen

Eine wunderbare Kombination aus Bergen und Meer bieten dir vor allem Kantabrien und Asturien. Erst eine Bergwanderung durch die Picos de Europa machen und später beim Baden erfrischen? Das ist dort kein Problem. Gerade mal 50 km liegen zwischen den imposanten Gipfeln der Picos und der Küste. Du kannst es aber auch etwas abenteuerlicher haben, zum Beispiel bei einer geführten Klettersteig- oder einer Raftingtour. Zum anschließenden Entspannen lädt der Campingplatz La Viorna in dem beschaulichen Ort Potes ein.

Alpenfeeling kommt im Nationalpark Aigüestortes auf, der sich in den katalanischen Pyrenäen befindet. Neben rund 80 Seen und vielen Gipfeln um die 2500 bis 3000 Metern erwartet dich hier eine bunte Mischung aus Laub- und Nadelwäldern, zahlreichen Tierarten und saftig grünen Wiesen. Abgerundet wird all das durch eine große Auswahl an sehr guten Campingplätzen. Zwei davon sind Nou Camping und Aigüestortes Camping Resort, auf denen du auch Bungalows mieten kannst.

Camping mit Kind und Kegel

Spanien bietet sich für einen Campingurlaub mit dem Nachwuchs förmlich an, denn die Spanier sind sehr kinderfreundlich. Viele Campingplätze haben in der Hochsaison ein spezielles Programm für die Kleinen oder Kinderbetreuung. Auch Spielmöglichkeiten, Planschbecken und Wickelräume sind meistens vorhanden.

Das Campen mit Hunden ist in Spanien ebenfalls kein Problem. Viele Campingplätze gestatten Hunde. Bei manchen kannst du sogar einen tierfreundlichen Bungalow mieten. Während der vielen Monate, die ich mit meinen drei Hunden in Spanien verbracht habe, habe ich mich immer mit ihnen willkommen gefühlt. In diese Artikeln findest du weitere Informationen zum Campen mit Hunden in Spanien sowie zu Hundestränden.

Wie finde ich den passenden Campingplatz

Bei so einer großen Auswahl ist es nicht einfach, den passenden Platz zu finden.

  • Eine Möglichkeit dazu bietet dir die Seite: www.campingsonline.com/Spanien
    Dort kannst du nach Regionen, aber auch vielen anderen Kriterien suchen.
  • Solltest du ein wenig Spanisch sprechen, kannst du auch die Seite des dortigen Campingverbandes nutzen: guiacampingfecc.com
    Leider gibt es keine Sprachauswahl, aber mit Hilfe eines Übersetzungstools geht es ganz gut.
  • Interessierst du für die Region an der Costa Brava und die Pyrenäen, dann ist diese Seite hilfreich: www.campingsingirona.com Weitere Campingplätze in Katalonien stellt dir der dortige Tourismusverband auf seiner Seite vor: www.catalunya.com/on-dormir/campings/la-guia-oficial-de-campings-de-catalunya
  • Für die Suche in Andalusien bekommst du beim Campingverband Andalusien weitere Informationen: www.campingsandalucia.es
  • Auch auf dieser Seite kannst du nach verschiedenen Regionen oder Angeboten filtern https://www.pincamp.de/spanien
  • Eine weitere Option sind die Apps von Park4Night oder Campercontact, um den für dich passenden Platz zu finden.
  • Und wenn du gerne auf einem privaten Grundstück campen möchtest, dann schau am besten bei gamping.com.

Alles rund ums Autofahren in Spanien

Das Autofahren in Spanien empfinde ich als recht entspannt. Das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut und du hast die Wahl zwischen Autovias, das sind mautfreie Nationalstraßen, und Autopistas, das sind meist mautpflichtige Autobahnen.

Wenn du zügig an deinem gewünschten Ziel ankommen möchtest, macht es Sinn, eine mautpflichtige Strecke zu wählen. Zwar gibt es zu jeder Route eine Umfahrungsmöglichkeit, aber bei diesen musst du mit dem einen oder anderen Kreisverkehr sowie Ortsdurchfahrten rechnen. Dafür bekommst du auf solchen Strecken etwas mehr vom Land mit.

▶▶ Gut zu wissen:

  • Für ein Gespann, das eine Zwillingsbereifung hat, zahlst du eine höhere Maut
  • Auch Wohnmobile mit Zwillingsreifen werden bei der Maut höher eingestuft und zahlen im Schnitt einen Zuschlag von 55 % (Quelle: www.adac.de)

Weitere Informationen zur Maut in Spanien findest du hier.

Geschwindigkeit auf Spaniens Straßen

Damit du weißt, wie schnell du dich wo mit deinem Auto, Gespann oder Wohnmobil bewegen darfst, habe ich dir hier einen kleinen Überblick zusammengestellt.

 PKWGespannWohnmobil bis 3,5 tWohnmobil über 3,5 t
innerorts50505050
außerorts90 Landstraße 

100 km/h Schnellstraße
70 Landstraße

80 Schnellstraße
80 Landstraße 
90 Schnellstraße70 Landstraße

80 Schnellstraße
Autobahnen12080120110

Quelle: www.vvelascocorreduria.es

Die Bußgelder für Tempo-Überschreitungen liegen bei:

  • 100 Euro, wenn du bis zwischen einem und 20 km/h schneller warst.
  • 300 Euro, wenn du zwischen 21 und 30 km/h zu schnell warst.
  • 400 Euro, wenn du zwischen 31 km/h und 40 km/h schneller warst.
  • 500 Euro, wenn du zwischen 41 km/ und 50 km/ schneller warst.

▶▶ AchtungVerstöße, die als schwerwiegend eingestuft werden, gelten in Spanien als Straftat. Dies gilt bei eine Geschwindigkeitsübertretung von mehr als 51 km/h.

Sprit und Stau

Die Preise für Benzin und Diesel weisen in Spanien große Unterschiede auf und ein Vergleich lohnt sich. Für Diesel zahlst du zurzeit ungefähr zwischen 1,10 Euro und 1,25 Euro, für Benzin zwischen 1,13 Euro und 1,27 Euro. Wenn du keine Lust hast, vor Ort die Preise zu vergleichen, kannst du dies auch online machen, zum Beispiel auf dieser Webseite.

Stau habe ich selber bisher in Spanien lediglich einmal erlebt und das war um Madrid herum. Bei so einem hohen Verkehrsaufkommen ist das aber auch kein Wunder. Ansonsten geht es in Spanien meist stressfrei zu. Lediglich um die Großstädte und Touristenhochburgen kann es vor allem an Wochenenden mal etwas voller werden. Außerhalb kommst du in der Regel ohne Stau oder Behinderungen voran.

Gasflaschen in Spanien

Für einen Urlaub in den Sommermonaten reicht normalerweise eine Gasflasche aus. Solltest du eine spanischen Flasche nutzen wollen, benötigst du einen Adapter, um diese an deinen deutschen Anschluss anzuschließen. Und du benötigst natürlich eine Flasche. Diese zu bekommen, kann etwas knifflig sein und ein wenig Geduld erfordern. Mal wird von dir eine spanische Steuernummer gefordert, an anderen Verkaufsstellen nicht. Am besten erkundigst du dich bei deinem Campingplatzbetreiber, der dir garantiert weiterhelfen kann. Hier findest du weitere Informationen rund um Gasflaschen in Spanien.

Fazit

Zwar liegt Spanien nicht direkt um die Ecke, dennoch ist es leicht zu erreichen und die Fahrt dorthin lohnt sich. Dieses Land ist so groß und abwechslungsreich, dass ein Urlaub alleine gar nicht ausreicht, um alles zu erkunden. Bergliebhaber finden dort genauso tolle Campingmöglichkeiten wie Wasserfreunde. Und auch Kinder und Hunde kommen in Spanien auf ihre Kosten. Die Infrastruktur ist hervorragend ausgebaut und wird allen Camperansprüchen gerecht: von ruhig bis lebendig, von naturnah bis luxuriös.

Welche Variante spricht dich am meisten an?

Pincamp Wintercamping

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