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Mit diesen Camping-Spartipps schonst du deine Reisekasse

Mit diesen Camping-Spartipps schonst du deine Reisekasse

Freiheit pur, einfach weiterreisen wenn es einem nicht mehr gefällt, fremde Länder abseits des Massentourismus erkunden: Es gibt viele gute Gründe für den Urlaub im Camper oder Wohnwagen. Du möchtest wissen, wie du dabei auch noch Geld sparen und die Welt mit kleinem Budget erkunden kannst? Wir empfehlen dir gut zu planen und deshalb von Anfang an zu sparen und haben dir die besten Tipps zusammengestellt!

Clever tanken

Bei den heutigen Spritpreisen reißt jede Tankfüllung ein mehr oder minder großes Loch in die Reisekasse. Aber wenn du Spritpreise vergleichst und zudem deine Tankfüllungen planst, kannst du hier sparen. So gibt es unter unseren Nachbarländern viele, wo der Sprit noch mehr kostet als bei uns. Daher ist es durchaus ratsam, vor dem Grenzübertritt noch einmal den Tank voll zu machen. Eine gute Übersicht hat der ADAC hier zusammengestellt. Außerdem gibt es entsprechende Apps, die dir nicht nur Tankstellen in der Nähe sondern auch die Benzinpreise anzeigen, so dass du sofort siehst, wo du günstig tanken kannst.

Mautgebühren umgehen

In zahlreichen europäischen Ländern fallen für die Nutzung von großen Straßen und Autobahnen Mautgebühren an. Informiere dich deshalb vorher, ob auf deiner geplanten Strecke Mautstraßen liegen und programmiere ggf. dein Navi oder Online-Dienste wie ViaMichelin und GoogleMaps auf eine Alternativroute ohne Autobahnbenutzung. In Frankreich oder Spanien kannst du außerdem die eine oder andere Autobahn auch mautfrei nutzen. Entsprechende Hinweise dazu findest du im Netz oder in den einschlägigen Campingführern. Weitere Infos zu den Mautregelungen in Europa gibt es im Beitrag: „Maut und Vignetten in Europa – Regelungen und Kosten 2018

Camper mieten und vermieten

Du hast (noch) kein eigenes Wohnmobil, keinen eigenen Wohnwagen? Dann ist Mieten eine gute Option, um Camping an sich oder verschiedene Fahrzeugtypen kennenzulernen. Warum Campen auf Probe grundsätzlich eine gute Idee sein kann, haben wir hier zusammengefasst.

Gerade für die Anmietung gibt es in jeder Stadt zahlreiche gewerbliche Anbieter. Günstiger geht es aber von privat an privat: Campersharing heißt das Stichwort. Deshalb hör dich doch einfach mal bei deinen Bekannten um oder schau auf die Seite des Berliner Start-ups Paul Camper.

Der Vorteil beim Campersharing: Anders als gewerblichen Mietfahrzeugen sind die privaten Wohnmobile und Wohnwagen der Regel voll ausgestattet und haben alles an Bord, was du für deinen Campingurlaub brauchst. Es fallen also keine Extrakosten für Campingmöbel, Geschirr oder Gaskocher an.

Achte aber unbedingt beim Mieten darauf, dass du für einen Wohnwagen das entsprechende Zugfahrzeug benötigst und fang bei beidem nicht gleich zu groß an, wenn du noch gar keine Erfahrung hast. Ein 12-Meter-Gespann oder ein WoMo amerikanischen Ausmaßes durch ein italienisches Bergdorf zu chauffieren kann mitunter sehr nervenaufreibend sein – sogar wenn du bereits Erfahrung hast. Wichtig ist auch, dass du dich vor Fahrtantritt über die gesetzlichen Regeln informierst, die durchaus umfangreicher sind, als beim Fahren mit einem PKW. Hier ist der ADAC eine gute Quelle, der auch spezielle Fahrtrainings für Gespannfahrer anbietet.

Natürlich kannst du, wenn du schon einen eigenen Caravan oder Camper hast, diesen über eine der oben genannten Campersharing-Plattformen wie PaulCamper auch vermieten und einen Teil der Kosten dadurch refinanzieren. Oder du legst dir, wenn du nicht vermieten möchtest, aber wenig verreist, ein Saisonkennzeichen zu. Auch dazu, ebenso wie zur Ruheversicherung, haben wir bereits Tipps zusammengestellt, die du hier findest.

Rabatte nutzen

Sie sind so groß, wie eine Kreditkarte und öffnen dir den Weg zum Stellplatz aber auch zu Rabatten oder anderen Vergünstigungen: Die Camping Cards. Die wichtigsten in Europa sind die Camping Card International (CCI), die „ACSI Club ID“ (ACSI) und der „Camping Key Europe“ (CKE) vom ADAC. Manche Plätze nehmen tatsächlich nur Camper auf, die eine entsprechende Camping Card vorlegen können. Am besten erkundigst du dich deshalb vor Reiseantritt. Häufig bekommst du dafür bei Vorlage der Karte Preisrabatte auf dem Platz oder bei Kooperationspartnern.

Günstige Campingplätze suchen und finden

Spontan losfahren und bleiben wo du möchtest ist eine schöne Sache. Aber wenn du günstig reisen möchtest hilft es, wenn du schon vorab preiswerte Campingplätze ausfindig machst. Das Internet bietet hier zahlreiche Vergleichsmöglichkeiten, zum Beispiel auf den Seiten Camping Info, Park4Night, CampSpace, Campercontact oder ACSI Camping. Natürlich gibt es auch die altehrwürdigen ADAC Campingführer inzwischen als Online-Version und auch bei uns findest du hier Tipps.

Hast du einen Facebook-Account? Dann gibt es – außer unserer eigenen CamperStyle-Facebookseite und unserer Anfänger-Gruppe – noch weitere spannende Gruppen, in denen du mal vorbei schauen kannst: Zum Beispiel Einfach Camping, wo sich die knapp 20.000 Mitglieder über einfache und preiswerte Campingplätze austauschen oder die Gruppe Dein Zelt in meinem Garten, wo Privatleute ihre Grundstücke zur Verfügung stellen. Und natürlich kannst du ja auch einfach mal unterwegs beim Bauern anfragen, ob du eine Nacht auf seiner Wiese verbringen darfst. Ich bin dabei tatsächlich nur ein einziges Mal schroff abgewiesen worden.

Noch ein paar Worte zum „wildcampen“: Das ist in den meisten europäischen Ländern verboten und wird mehr oder weniger streng geahndet. In den skandinavischen Ländern Schweden, Finnland und Norwegen regelt das „Jedermannsrecht“, dass das Übernachten in der freien Natur außerhalb von regulären Campingplätzen erlaubt ist – allerdings ausschließlich im Zelt und nicht, wie oft fälschlicherweise verbreitet, im Camper oder Caravan. Aber: Auf öffentlichen Parkplätzen, die es zum Beispiel in Schweden durchaus mit Seeblick, Sitzbänken, Trocken-WC und Freilichtdusche gibt, sind Wohnmobile und Anhänger geduldet. Ehrensache, dass du dabei deinen Müll wieder mitnimmst und auch sonst nichts unternimmst, das andere nerven oder gefährden könnte.

Grundsätzlich kannst du einiges sparen, wenn du folgende Tipps beachtest:

  • Reise, wenn möglich, in der Nebensaison. Da sind die Preise für Mietfahrzeuge wie auch die Standgebühren auf den Campingplätzen deutlich niedriger.
  • Wähle Plätze, die nicht direkt an der Küste liegen, und lege den Weg zum Strand ggf. mit dem Fahrrad zurück.
  • Auch beim Städtetrip lohnt es sich, einen Stellplatz außerhalb zu suchen und mit dem ÖPNV in die City zu fahren.
  • Achte auf die Platzkategorie. Kleinere, naturnahe Plätze sind häufig günstiger als 4-Sterne Plätze mit Pool und Animation.
  • Wenn du mit dem Caravan reist: Parke ggf. dein Zugfahrzeug außerhalb des Platzes. Auf manchen Plätzen ist dies sogar kostenlos, während für den Platz neben dem Wohnwagen Gebühren anfallen. So kannst du pro Nacht schon mal 5 bis 7 Euro sparen.
  • Achte auch auf Zusatzkosten! Auf manchen Plätzen ist die Übernachtung durchaus günstig, dafür fallen hohe Extrakosten für Duschen, warmes Wasser, Kurtaxen, Strom sowie Gebühren für die Entsorgung von Schmutzwasser usw. an.
  • Koche selbst! Keine Frage, dass es auch auf Reisen günstiger ist, die Mahlzeiten selbst zuzubereiten, statt auszugehen. Du hast in deinem Camper keine Kochmöglichkeit? Auf zahlreichen Plätzen gibt es extra Küchenhütten oder -häuser sowie Grillstellen. Skandinavische Plätze sind da meistens super ausgestattet. Außerdem schau dich mal auf dem Markt der Camping-Kochbücher um: Auf einem kleinen Gasgrill oder Campingkocher kannst du viel mehr zaubern, als du so auf Anhieb denkst. „One Pot-Pasta“ zum Beispiel benötigt, wie der Name schon sagt, nur einen einzigen Topf. Noch ein Tipp zum Kochen: Schau dich bewusst nach regionalen Produkten um. Die sind immer günstiger, als Importware. Außerdem lernst du so dein Urlaubsland auch „geschmacklich“ kennen.
  • Kalt duschen?! Kann man machen. Wer es aushält, auf warmes Wasser zu verzichten, kann auch hier sparen.
  • Nimm Vorräte mit! Dank Internet kannst du für nahezu alle Länder der Erde im Vorhinein recherchieren, welche Nahrungs- und Genussmittel oder Hygieneprodukte am Reiseziel besonders teuer sind und diese von zuhause mitbringen. Beachte dabei aber bitte die Einfuhrbestimmungen. Kaum zu glauben, aber wahr: Nach Norwegen ist z.B. die Einfuhr von rohen Kartoffeln untersagt. Außerdem solltest du natürlich abwägen, ob du dir den Wagen mit Reis und Nudeln volllädst – das zusätzliche Gewicht drückt nicht nur auf die Waage, sondern erhöht logischerweise auch die Benzinkosten.
  • Wäsche waschen mit der Hand und trocknen lassen an der frischen Luft – zumindest, wenn die Wäsche nicht stark verschmutzt ist und das Wetter mitspielt, ist beides eine gute Idee. Ansonsten gilt auch wie zuhause: Die Maschine am besten nicht nur mit wenigen Teilen bestücken, sondern voll machen. Oder du checkst mal, ob es einen Waschsalon im nächsten Ort gibt – da sind die Preise auch häufig günstiger, als auf dem Campingplatz.
  • Leihen statt kaufen? Gerade wenn du Leute kennst, die auch Campingurlaub machen, könnt ihr euch Dinge wie Campingstühle und -tisch, Grill, Pavillon oder ähnliches auch gegenseitig ausleihen. Frag doch mal im Freundeskreis oder in deiner Facebook-Gruppe nach.

Telefonieren und Internet im Ausland

Auch wenn die Roaminggebühren in der EU abgeschafft sind: Je nach Vertrag kann es sehr viel günstiger sein, eine lokale Prepaid-Karte für mobiles Internet oder das Telefon zu nutzen. Gerade Surfen im Ausland kann teuer werden, weil dein Anbieter dir z.B. nicht das volle Datenvolumen zur Verfügung stellt. Eventuell besorgst du dir dann vorab eine Prepaid-Karte, um dann aufzustocken, wenn du es benötigst. Wenn du dagegen die Internetverbindung nicht so häufig benötigst, kann du auch freie WLAN-Netze nutzen, wie sie üblicherweise in größeren Städten zu finden sind. Außerdem bieten vor allem in Südeuropa inzwischen auch kleinste Cafés und sogar Kioske WLAN an. Auch viele Campingplätze haben eigene Netze, wobei es auch da wiederum sinnvoll ist, auf die Kosten zu achten. Weitere Infos zum Thema „Internet auf Reisen“ findest du auch hier.

Zuhause sparen, während du unterwegs bist

Logisch, wenn du unterwegs bist, kannst du zuhause die Kosten senken. So könntest du, wenn du länger unterwegs sein wirst, deine Wohnung eventuell zwischendurch vermieten. Aber Achtung: Wenn es nicht um einzelne Zimmer geht, sondern tatsächlich um die ganze Wohnung, dann ist zwingend das Einverständnis deines Vermieters erforderlich. Infos dazu findest du zum Beispiel beim Deutschen Mieterbund DMB.

Steht die Wohnung leer, überlege, welche Stromverbraucher du vom Netz nehmen kannst. Gerade TV, Playstation u.a. verbrauchen im Stand-By weiter. Ein leerer Kühlschrank muss auch nicht auf höchster Stufe laufen und der Warmwasserboiler unter der Spüle kann auch abgestellt werden. Denk auch dran, dass Ladegeräte und Akkus weiterhin Strom verbrauchen – auch wenn kein Gerät daran angeschlossen ist. Und falls du in der kälteren Jahreszeit unterwegs bist, kannst du zuhause die Heizung deutlich absenken – auch das spart.

Last but not least – Haushaltsbuch für den Überblick

Ob als Kladde oder App: Schreib dir auf, was du ausgibst! Das ist nicht spießig, sondern clever (kein erfolgreiches Unternehmen der Welt kommt ohne Controlling aus …). Gerade wenn du viel mit EC- oder Kreditkarte bezahlst, verlierst du sonst leicht den Überblick. Und wer, wie ich, dann auch noch schwarz auf weiß sieht, dass er/sie in Italien während der Reise gut 50 Euro alleine für Cappuccino ausgegeben hat, der kocht sich den Kaffee dann vielleicht doch einmal mehr selbst und spart so.

Apropos Kartenzahlung: Schau auch hier auf die Kosten. Zahlreiche Kreditinstitute bieten gebührenfreie Kreditkarten an, mit denen du weltweit kostenlos Geld abheben kannst, so zum Beispiel mit der 1plus Visa Card der Santander-Bank.

Fazit

Wenn du deine Reise von Anfang an planst, flexibel bist und auch unterwegs die Kosten nicht aus den Augen verlierst, kannst du richtig viel Geld sparen und so vielleicht noch eine Woche mehr dranhängen. Das wäre doch was, oder?

Titelbild: (c) zestmarina/ Depositphotos.com | Fotos: (c) CamperStyle


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Verdient ihr Geld mit Schreiben, um es dann für Reisen wieder auszugeben. Hat mehr als zwanzig europäische Länder bereist, die meisten davon per Campingbus oder Wohnmobil – vom Nordkapp bis nach Marokko, von Luxemburg bis Polen.

Lieblingsspots: San Sebastian, Lissabon & Schweden

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Gerade in der Schweiz wird sehr wenig für Stellplätze etc. gemacht. Nicht zuletzt weil die Meinung vertreten wird, Womo und Camper bringen kein Geld. Wenn ich dann lese, wie gespart werden soll, dann verstehe ichs. Aber ehrlich, wenn so aufs Geld geschaut wird, macht Reisen doch auch keinen Spass mehr.

    1. Das mag vielleicht sein – aber auch die Menschen, die vielleicht etwas weniger „Geld bringen“, haben es verdient, einen schönen Urlaub zu verbringen. Deshalb gehören Camper und Reisende mit kleinem Budget ebenso zu unserer Zielgruppe wie Glamper, die auch mal 200 Euro und mehr pro Nacht für eine Luxusunterkunft hinblättern. Sicherlich kennt man auch in der Schweiz das schöne Sprichwort: „Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden.“
      In diesem Sinne einen schöne Wintersaison und viele Grüße aus Deutschland.
      Nele

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