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Campingplatz-Einmaleins

Reservierung:

Auf den meisten Campingplätzen muss oder kann man nicht vorab reservieren. Das ist für Neu-Camper zunächst etwas ungewohnt, man lernt es aber schnell zu schätzen. Denn nur so bleibt die Flexibilität für alle erhalten. Uns selbst ist es lediglich einmal – zur Hauptsaison in Slowenien – passiert, dass wir in einem weiten Gebiet wirklich keinen einzigen freien Platz mehr bekommen konnten. Normalerweise findet man spätestens am zweiten oder dritten Campingplatz noch ein Fleckchen.

Ankunft:

Bei der Ankunft hält man üblicherweise mit dem Gespann/Camper vor einer Schranke oder in einem markierten Bereich der Einfahrt und registriert sich an der Rezeption. Die meisten Campingplätze verlangen einen Ausweis oder Reisepass, der manchmal auch hinterlegt bleiben muss. Eine gute Alternative ist in Europa der Camping Key Europe, der ebenfalls als Ausweisdokument anerkannt ist und darüber hinaus vor allem in der Nebensaison satte Rabatte einbringen kann. In skandinavischen Ländern ist der Camping Key auf Campingplätzen Pflicht. Bislang ist die Karte in Deutschland nur über den ADAC erhältlich, aber keine Panik! Sie kann auch auf den Plätzen vor Ort gekauft werden.

Rabatte:

Neben dem Camping Key gibt es die Campingführer des ADAC oder des niederländischen Campingverbandes ACSI, die ebenfalls mit einer Camping Card bestellt und so für Preisnachlässe genutzt werden können.
Die Höhe der Rabatte ist von Platz zu Platz ganz unterschiedlich und saisonabhängig.

Übernachtungskosten:

Die Preise pro Nacht variieren von Land zu Land und von Platz zu Platz. In der Hauptsaison werden für einen 3-Sterne-Campingplatz unserer Erfahrung nach im Schnitt zwischen 25 und 35 Euro fallig, auf 4- oder 5-Sterne-Plätzen können es auch schon 40 bis 50 Euro werden.

Bei der Ankunft solltet ihr euch erkundigen, welche Leistungen im Preis inbegriffen sind, denn häufig fallen noch Zusatzkosten für Strom, Warmwasser und Internet an.

Strom:

Auf manchen Plätzen wird der Strom pro Kilowatt abgerechnet, andere wiederum bieten einen Pauschalpreis (in der Regel zwischen 4 und 5 Euro pro Tag). Da es europaweit zwei Arten von Anschlüssen gibt, empfehlen wir euch einen Campingstromadapter (wir nutzen das Zweierset von CEE-Schuko), damit ihr nicht plötzlich ohne „Saft“ dasteht!

Wasser:

Wasseranschlüsse zum „Betanken“ eures Campers findet ihr in der Regel entweder direkt am Stellplatz oder ganz in der Nähe. Manche Campingplätze bieten an der Ein- oder Ausfahrt auch richtige Wasserstationen mit Schläuchen, so dass das lästige Kanisterschleppen entfällt.
Warmwasser gibt es – manchmal gegen Entgelt – in den Sanitäranlagen und häufig auch an den Geschirrspülbecken.

Sanitäranlagen:

In den öffentlichen Sanitäranlagen sind üblicherweise Toiletten, Waschbecken mit und/oder ohne Kabine, Duschen, manchmal auch Becken für Wäsche und Wickelräume vorhanden. Anzahl, Ausstattung und Sauberkeit hängt natürlich immer vom einzelnen Campingplatzbetreiber ab. Manche Duschen sind, wie oben beschrieben, mit Münzautomaten für Warmwasser versehen.

Küche und Geschirrspülbecken:

Auf gut ausgestatteten Campingplätzen stehen Küchen mit Geschirrspülbecken zur Verfügung, auf einfacheren Plätzen muss man mit Outdoor-Waschbecken vorlieb nehmen. Aus Hygienegründen bitte darauf achten, euer Geschirr nicht im Wäschebecken zu reinigen – und natürlich die Schmutzwäsche nicht im Geschirrspülbecken!

Waschmaschinen und Trockner:

Eine Waschküche gehört unserer Erfahrung nach mittlerweile fast überall zur Standardausrüstung der Campingplätze. In der Regel werden pro Wasch- und Trockengang jeweils zwischen 4 und 6 Euro fällig.

Entsorgung:

Wasser aus Küche und Bad

Das Abwasser, das durch Abspülen und Händewaschen anfällt, kann bedenkenlos in den Sanitäranlagen ausgekippt werden, sofern der Campingplatz keine eigene Entsorgungsstation dafür vorhält.

Chemietoiletten

Wenn ihr eine eigene Chemietoilette besitzt, muss die Flüssigkeit in speziell dafür vorgesehenen Anlagen entsorgt werden. Auf keinen Fall in den öffentlichen Toiletten auskippen! Die Chemie darf nicht ins Grundwasser gelangen!

Fast alle Campingplätze halten eine solche Entsorgungsanlage vor. Falls nicht, erkundigt euch beim Betreiber, wo die nächste Entsorgungsstation für Wohnmobile liegt.

Haustiere:

Wenn ihr mit Hund oder Katze reist, solltet ihr euch unbedingt vor der Abfahrt erkundigen, ob auf eurem Wunschcampingplatz Haustiere erlaubt sind. Häufig müsssen Hunde auf dem Platz an der Leine geführt werden

Ruhezeiten:

Auf manchen Campingplätzen – insbesondere in Deutschland und den Niederlanden – gibt es noch so genannte „Ruhezeiten“, meist um die Mittagszeit herum und abends zu vorgerückter Stunde. In diesen Zeiten darf das Auto nicht auf dem Campingplatz bewegt werden und die Schranke bzw. das Eingangstor bleiben unerbittlich geschlossen. Fragt am besten bei der Ankunft nach und plant gegebenenfalls eure Einkaufstouren, Treffen mit Freunden etc. außerhalb der Ruhezeiten. Alternative: Wenn ihr nicht auf die Minute genau planen wollt, parkt euren Wagen einfach vor dem Campingplatz. Zu Fuß kommt man immer irgendwie „raus“!

Internet:

Viele Campingplätze bieten W-LAN kostenpflichtig oder gratis an. Der Empfang ist nicht immer gut und das Signal ist häufig im eigenen Camper nicht verfügbar, aber für E-Mail-Versand oder kurzes Surfen im Umfeld der Rezeption reicht es meist aus.
Wer z.B. beruflich auf Internetempfang angewiesen ist, sollte auf Nummer Sicher gehen und sich eine lokale SIM-Karte zulegen. Weitere Infos zum Thema „Internet auf Reisen“ findest du hier.

Weitere Fragen rund um das Thema Campingplatz? Schreibt uns an team@de.camperstyle.net!

Foto: (c) Depositphotos.com/Jehoede

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