Was Müssen Hundebesitzer Bei Einem Urlaub In Dänemark Beachten?

Reisen mit Hund in Dänemark

Ist es gefährlich, mit meinem Hund nach Dänemark zu reisen?

Diese Frage taucht unter Hundebesitzern immer wieder auf, wenn es um eine Urlaub in Dänemark geht. Grund dafür ist das dänische Hundegesetz aus dem Jahr 2010, das seit seiner Einführung für heftige Diskussionen sorgt. 2014 wurde es überarbeitet, aber die Verunsicherung bei den Touristen sitzt noch immer tief.
Was es mit dem Gesetz auf sich hat, worum es dabei konkret geht und ob du bedenkenlos mit deinem Hund nach Dänemark reisen kannst – all das erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Vorweg: Es liegt nicht in unserem Interesse, die sehr polarisierenden Diskussionen und Berichte à la „Ich hab da mal gehört“, die teilweise in Foren und Facebookgruppen herumgeistern, weiter zu befeuern. Wir schildern hier vielmehr die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Basis von Informationen, die wir im Zuge unserer Recherchen von verschiedenen offiziellen Stellen erhalten haben, unter anderem von der Dänischen Botschaft und dem dänischen Tourismusverband. Eine Anfrage bei Fair Dogs, einer dänischen Tierschutzorganisation, die in ihrem Pressematerial von mehr als 25.000 getöteten Hunden seit Einführung des Gesetzes berichtet, wurde mit Verweis auf eine Facebook-Erklärung ohne belastbare Quellen beantwortet. Sie enthält auch keine Aufschlüsselung zwischen einheimischen und ausländischen Hunden – diese Daten waren daher für einen objektiven, journalistisch sauber ausgearbeiteten Artikel leider nicht verwertbar. Wir wollen aber nicht in Abrede stellen, dass es diese Fälle gibt und dass sie für dänische Hundehalter eine große Belastung darstellen können.

Da es in unserem Beitrag jedoch um den Umgang mit Touristenhunden geht, haben wir auch nur die dafür relevanten Zahlen und Gesetze herangezogen. Welche Schlüsse du daraus für deine eigene Reise nach Dänemark ziehst, bleibt selbstverständlich dir überlassen.

Das Hundegesetz in Dänemark

Auf der Seite des Außenministeriums bezeichnet sich Dänemark selbst, als „ein Land, das großen Wert auf hohe Standards für Tierschutz und das Wohlbefinden von Tieren legt.“ Hunde seien dort sehr willkommen.

Das Hundegesetz von 2010 war jedoch so streng formuliert, dass sich Touristen mit Hunden dort nicht mehr sicher fühlten. So durfte die Polizei einen Hund einschläfern lassen, wenn es durch ihn zu einem schweren Beißvorfall gekommen ist und die Wunde genäht werden musste. Widersprüche konnten gegen dieses Urteil nicht eingelegt werden.

Ebenfalls kritisch war ein altes Feld- und Wegegesetz aus dem Jahr 1872. In diesem wurde es Grundstücksbesitzern erlaubt, einen streunenden Hund zu erschießen. Vorher mussten sie darüber aber in der lokalen Zeitung informieren und eine Warnung aussprechen.

Der Grund für das Hundegesetz

Bevor das Hundegesetz beschlossen wurde, ist es zu einer gehäuften Anzahl an Attacken und Verletzungen durch Hunde gekommen. Der Druck der Medien wurde immer größer und sogenannte „Kampfhunde“ gerieten in den Fokus. So sahen sich die Politiker gezwungen zu handeln und haben das Hundegesetz, mit der Liste der verbotenen Rassen, erlassen.

Das aktuelle Hundegesetz von 2014

Nach zahlreichen Protesten wurden folgende Punkte des Hundegesetzes im Jahr 2014 entschärft.

  • Es wird nun genau definiert, wann es sich um eine Bissverletzung handelt und welche körperlichen Schäden damit verbunden sein müssen, damit es sich überhaupt um eine Bissverletzung handelt.
  • Kommt es durch einen Urlauberhund zu einem Beißvorfall, wird die Polizei hinzugezogen. Es ist ihre Aufgabe einzuschätzen, ob es sich um eine Bissverletzung laut Definition handelt und „ob diese so schwerwiegend ist, dass der Hund eingeschläfert werden muss.“ (Zitat Webseite Dänisches Außenministerium)
  • Im neuen Hundegesetz ist nun festgehalten, dass der Hundehalter das Recht hat, einen Hundesachverständigen hinzuzuziehen. Bei der Polizei gibt es dafür eine Liste mit entsprechend qualifizierten Tierärzten.
  • Grundbesitzer dürfen einen streunenden Hund nicht mehr erschießen. Sie müssen ihn mit Futter/Wasser versorgen, solange er sich bei ihnen aufhält, und der Polizei übergeben, wenn sich kein Besitzer meldet. Diese sucht weiterhin nach dem Besitzer und übergibt den Hund ggf. an ein Tierheim.

Neu in diesem Gesetz ist auch, dass die gesamte Situation eines Beißvorfalls berücksichtigt wird, um die Situation zu beurrteilen. Ist der Beißvorfall während eines Spiels zwischen Hunden passiert? Wurde der Hund provoziert? Diese und andere Fragen werden von der Polizei oder dem Sachverständigen geklärt.

Verbotene Hunderassen in Dänemark

Ebenfalls wichtig zu kennen ist die Rasseliste, die in Dänemark gilt. Sowohl der Besitz als auch das Züchten dieser Rassen ist untersagt. Das gilt auch für Mischlinge, die mit einer dieser Rassen gekreuzt sind. Ganz konkret bedeutet dieses Verbot, dass diese Hunde oder Kreuzungen nicht nach Dänemark einreisen dürfen. Sie können von der Polizei beschlagnahmt und eingeschläfert werden.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: Hast du deinen Hund vor dem 17. März 2010 bekommen, dann darf er mitkommen, muss aber an einer Leine, mit maximal 2 Metern Länge, sowie mit Maulkorb geführt werden. Für Pitbull Terrier und Tosa Inus gilt diese Ausnahme nicht, sie sind grundsätzlich verboten.

Zu den 13 verbotenen Hunderassen gehören:

  • American Staffordshire Terrier
  • Pit Bull Terrier
  • Tosa Inu
  • Fila Brasileiro
  • Dogo Argentino (argentinische Dogge)
  • American Bulldog
  • Boerboel
  • Kangal
  • Zentralasiatischer Owtscharka
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Südrussischer Owtscharka
  • Tornjak
  • Šarplaninac

Die folgenden Hunderassen haben Ähnlichkeit mit den verbotenen. Deshalb ist es wichtig, dass du als Hundehalter eine genaue Dokumentation über die Rasse deines Hundes nachweisen kannst. Ein DNA-Test reicht dazu nicht aus, sondern du benötigst Abstammungspapiere.

  • Cao Fila De Sao Miguel
  • Tatra Schäferhund / Tatrahund / Polski owczarek podhalanski
  • Bordeauxdogge / Dogue de bordeaux
  • Bullmastiff
  • Mastiff
  • Mastino Napoletano
  • Cane Corsa Italiano
  • Staffordshire Bullterrier
  • Dogo Canario
  • Anatolsk Hirtenhund
  • Iberische Dogge

Wenn du mit einem Hund, der dieser Rasse angehört, lediglich durch Dänemark durchreisen möchtest, dann darf er einreisen. Er muss aber im Auto bleiben und darf es nur kurz verlassen, um sein Geschäft zu erledigen.

Angst vor einer Einschläferung von Hunden in Dänemark

Wenn du mit deinem Hund nach Dänemark reisen möchtest, brauchst du keinesfalls Angst vor einer willkürlichen Einschläferung zu haben. Natürlich musst du unbedingt die geltende Rasseliste beachten, denn hier setzt die dänische Polizei das Gesetz konsequent um. Alle anderen Hunderassen sind jedoch willkommen.

Sollte es zu einem Problem kommen, zum Beispiel zu einem Beißvorfall, kannst du dich an den Verein Fair Dog wenden. Unter folgender Telefonnummer ist er zu erreichen: 0045-60-19431

Mit dem Hund nach Dänemark

Wenn du mit deinem Hund nach Dänemark reisen möchtest, gilt es – neben der Rasseliste – die Einreisebestimmungen zu beachten. Natürlich musst du auch die dortigen Regeln kennen, um dich an diese halten zu können.

Einreisebestimmungen

Genau wie für andere EU-Länder, benötigt dein Hund einen EU-Heimtierausweis und muss gechipt oder tätowiert sein. Außerdem braucht er eine gültige Tollwutimpfung. Ungeimpfte Welpen dürfen nicht einreisen. Eine Impfung ist bei ihnen erst ab der zwölften Lebenswoche erlaubt. Somit kann dein Hund frühestens mit 15 Wochen nach Dänemark einreisen, denn die Impfung muss 21 Tage vorher erfolgt sein.

Regeln für Hunde in Dänemark

Jeder Hund bzw. Hundebesitzer hat sich in Dänemark an gewisse Regeln zu halten wie in jedem anderen Land auch.

Leinenpflicht in Dänemark

Die Gesetze zur Leinenpflicht besagen, dass Hunde an Stränden zwischen dem 1. April und dem 30. September grundsätzlich an der Leine geführt werden müssen. Das gleiche gilt in Wäldern, hier allerdings durchgängig, während des ganzen Jahres.

Maulkorbpflicht

In Dänemark gilt eine Maulkorbpflicht nur für Hunde, die zu den verbotenen Hunderassen gehören und die vor dem 17. März 2010 angeschafft wurden. Befindest du dich mit einem Hund der verbotenen Rassen auf der Durchreise, muss er beim Gassigehen einen Maulkorb tragen.

Mit dem Hund an dänische Strände

Während der Sommermonate ist es nicht erlaubt, seinen Hund unangeleint an den Stränden laufen zu lassen. Du darfst deinen Vierbeiner aber mit an den Strand nehmen, wenn dies nicht ausdrücklich untersagt ist. An manchen Stränden ist auch im Sommer Hundefreilauf möglich. Darüber wird vor Ort über entsprechende Schilder informiert. Zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März kannst du deinen Hund an fast allen Stränden frei herumtoben lassen. Hier musst du lediglich lokale Ausnahmen oder Naturschutzgebiete beachten.

Restaurantbesuch mit Hund

Zu einem Restaurantbesuch darf dich dein Vierbeiner nicht begleiten. Hier sind die Regelungen durch die dänische Lebensmittelhygiene strenger, als zum Beispiel in Deutschland oder Österreich. Du darfst ihn aber mit auf die Terrasse nehmen. Blindenhunde sind von dem Verbot ausgenommen.

Ist Dänemark hundefreundlich?

Seit dem Erlass des Gesetzes werden im Internet immer wieder Horrorgeschichten verbreitet, durch die Dänemark einen hundefeindlichen Touch bekommt. Bei meinen Recherchen bin ich jedoch auf viele Stimmen gestoßen, die ein anderes Bild erzeugen. „Die Dänen seien Hunden gegenüber sehr aufgeschlossen und hilfsbereit“, heißt es da.

Das Land bietet attraktive Aspekte für Urlauber mit Hunden: Zahlreiche Wälder, Dünen oder Strände laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. In speziellen Hundewäldern dürfen die Vierbeiner auch ganzjährig ohne Leine laufen. Hier findest du eine Übersichtskarte mit entsprechenden Gebieten.

Durchweg positive Erfahrungen hat auch Isabel mit ihrer Hündin Milla, bei ihrer vierwöchigen Wohnmobil-Tour gesammelt. Hier findest du Isas Erfahrungen.

Anders sieht die Hundefreundlichkeit für diejenigen aus, die einen Hund der verbotenen Rassen oder einen Mischling besitzen. Hier wird und wurde das Gesetz strikt umgesetzt und bereits viele Hunde eingeschläfert. Dieses Vorgehen heiße ich persönlich nicht gut und auch von einer Rasseliste halte ich wenig. Jeder Hund hat ein Recht auf ein unversehrtes Leben, unabhängig seiner Rassezugehörigkeit. Dennoch sollte durch das neue Hundegesetz dazu beigetragen werden, dass Touristen von dieser Vorgehensweise ausgeschlossen werden und sie ihren Hund lebendig wieder außer Landes führen können. Hier findest du einen entsprechenden Beitrag dazu.

Stellungnahmen offizieller Stellen in Dänemark

Wie beurteilen die Dänen selbst die Situation? Ist die Lage für Touristenhunde tatsächlich so schlimm, wie es im Netz behauptet wird? Augenblicklich wird in Dänemark darüber nachgedacht, das bestehende Gesetz erneut anzupassen. Ziel ist es sicherzustellen, dass illegale, ausländische Hunde nicht eingeschläfert, sondern ausgewiesen werden sollen. Um Klarheit zu bekommen, habe ich mich an verschiedene Stellen gewandt und die folgenden Antworten erhalten. Darunter war auch ein Tierschutzverein, der dem Hundegesetz äußerst kritisch gegenüber steht. Auch nach mehrmaligem Nachfragen habe ich von Seiten des Vereins bis heute keine Reaktion erhalten.

Sofie Dittmer, PR- & Kommunikationsmanagerin der Tourismuszentrale Dänemark in Deutschland

CamperStyle: „Wurden seit der Gesetzesänderung 2014 schon einmal Touristenhunde eingeschläfert?“

Sofie Dittmer: „Ein derartiger Vorfall ist uns nicht bekannt.“

CamperStyle: „Gab es, seitdem das Gesetz verschärft wurde, tödliche Beißvorfälle?“

Sofie Dittmer: „Ein derartiger Vorfall ist uns nicht bekannt. Uns ist einzig ein Fall aus dem Frühjahr diesen Jahres bekannt, in dessen Rahmen sich eine Beißattacke eines Hundes gegenüber eines anderen Hundes ereignete, allerdings ohne tödliche Folgen für eines der Tiere.“

Mads Schreiner, Market Director der Tourismuszentrale Dänemark in Deutschland


„Hunde sind in Dänemark sehr willkommen. Hunderttausende von deutschen Familien machen jedes Jahr einen erholsamen Urlaub mit ihrem Hund in Dänemark.“

Königlich Dänische Botschaft in Berlin

CamperStyle: „Was war der Auslöser für das Erlassen des Hundegesetzes?“

Botschaft: „Das Verbot bestimmter Hunderassen im Hundegesetz wurde angenommen, da es zu einer Reihe ernster Vorkommnisse gekommen war, bei denen Menschen oder Tiere von gewissen Hunderassen angegriffen wurden. Dies resultierte in einer erhöhten Angst vor Hundeangriffen in der Bevölkerung. Zur Wiederherstellung eines Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung wurden die Verbote gegenüber bestimmten Hunderassen ausgesprochen“.

CamperStyle: „Welche Vorstufen gibt es vor dem Einschläfern?“

Botschaft: „Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Polizei in einem ersten Schritt – beispielsweise auf Grund des Aussehens eines Hundes oder auf Grund von Informationen des Besitzers – nachvollziehbare Gründe anführen muss, dass es sich um einen Hund handelt, der unter das Verbot fällt: Erst danach können die notwendigen Dokumente eingefordert werden, die belegen, dass ein Hund nicht unter das fällt. Bestehen Zweifel, inwiefern ein Hund einer verbotenen Rasse oder Kreuzung angehört, kann die dänische Polizei Dokumente bzgl. der Rasse oder des Typs des Hundes einfordern. Diese Erklärungen können nicht allein auf einer Einschätzung des Aussehens und des Betragens des Hundes basieren. Im Gegenteil. Es geht um die Klärung bezüglich der familiären Abstammung des Hundes. Die Polizei wird normalerweise eine Frist setzen, bis zu der die entsprechenden Dokumente vorgezeigt werden müssen. Sollte die Polizei feststellen, dass der Hund einer verbotenen Rasse angehört und dass er deswegen eingeschläfert werden muss, erhält der Besitzer zunächst die Möglichkeit, sich zum Sachverhalt zu äußern. Darüber hinaus hat der Besitzer die Möglichkeit, bei der dänischen Polizei gegen die Entscheidung eine Klage einzureichen. Eine rechtzeitig eingereichte Klage hat dann aufschiebende Wirkung.“

CamperStyle: „Wurden seit der Gesetzesneuerung 2014 schon einmal Touristenhunde eingeschläfert?“

Botschaft: „Das zuständige Lebensmittel- und Veterinäramt in Dänemark hat keine Kenntnisse davon, dass Touristenhunde eingeschläfert wurden.

CamperStyle: „Was muss ich als Tourist unbedingt beachten? Wo darf ich mich mit meinem Hund aufhalten?“

Botschaft: „Über die oben genannten Bestimmungen zur Einreise gibt keine speziellen Bestimmungen für Touristen, die mit Hunden reisen.“

CamperStyle: „Gibt es spezielle Freilaufzonen?“


Botschaft: „Es gibt in Dänemark mehr als 200 Hundewälder, von denen 150 dem dänischen Amt für Naturschutz unterstellt sind. In diesen Wäldern gelten folgende Bestimmungen: Der Hund darf in einem Hundewald frei laufen, wenn der Besitzer über den Hund „vollständige Kontrolle“ hat. Das heißt, dass der Hundebesitzer seinen Hund unter Kontrolle hat und aufhalten kann, wenn dieser z.B. andere Tiere oder Menschen angreift. Das bedeutet, dass der Hund einen engen Kontakt mit dem Hundebesitzer hat und nicht andere Gäste, Hunde oder Tieren stört. Hunde, die nicht sofort auf einen Ruf des Halters reagieren, müssen deshalb an der Leine geführt werden. Als Ausgangspunkt ist der Hundebesitzer verantwortlich dafür, dass keine Konflikte mit seinem Hund entstehen.“

CamperStyle: „Was darf ich als Tourist in Dänemark keinesfalls machen?“

Botschaft: „Es liegt in der Verantwortung des Hundehalters, dafür Sorge zu tragen, dass sein Hund niemandem Schaden zufügt.“

CamperStyle: „In den Medien ist aktuell davon zu lesen, dass sich das Hundegesetz erneut ändern soll. Ausländische Hunde, die in Dänemark als illegal gelten, sollen zukünftig ausgewiesen statt eingeschläfert werden.“

Botschaft: „Für den Moment hat sich nichts geändert. Die im Artikel genannten Änderungen sind bisher nur ein Vorschlag zur Gesetzesänderung. Es kommt heute zu einer ersten Lesung im Parlament in Kopenhagen. Dadurch wird der Vorschlag natürlich noch nicht Gesetz, sondern muss in einer zweiten und dritten Lesung weiter bearbeitet werden, um dann in einer Abstimmung entweder abgelehnt oder angenommen zu werden.“

Dänemark mit Hund: Ja oder nein?

Spezielle Gesetze rund um den Hund gelten nicht nur bei einer Reise nach Dänemark, sondern auch in anderen Ländern. In Deutschland oder Frankreich existiert ebenfalls eine Liste mit Rassen, deren Haltung verboten oder mit strengen Auflagen verbunden ist. Genauso muss ich mich als Reisender an die Bestimmungen zur Leinenpflicht halten, ob in Dänemark oder anderswo. Die Gesetze wurden gemacht, um Menschen vor aggressiven Hunden zu schützen. Dass diese Regelung in Dänemark besonders hart ist, dem stimme ich zu.

Ich kann es daher nachvollziehen, dass manche Urlauber aus Protest gegen dieses Gesetz von einem Urlaub in Dänemark Abstand nehmen. Auch Besitzer eines problematischen Hundes haben vermutlich ein ungutes Gefühl, ihren Vierbeiner dorthin mitzunehmen. Zu groß ist die Sorge, es könnte zu einem Vorfall kommen und der Hund beschlagnahmt werden. Dass dies nicht zu einem entspannten Urlaubsfeeling beiträgt, verstehe ich voll und ganz.

Dennoch ist Dänemark kein grundsätzlich gefährliches Land für Urlauber mit Hunden. Vierbeiner sind an vielen Orten gerne gesehen Gäste. Sich an die geltenden Regeln zu halten und seinen Hund nicht über Tische und Bänke gehen zu lassen, sollte dabei selbstverständlich sein. Dann steht einem erholsamen Aufenthalt nichts im Wege.

Titelbild und Strandfotos mit Hund: (c) Daniela Hinz | plexique.de
Fotos Dänemark: (c) Tanja Klose


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Hat den Spaß am Campen mit 38 entdeckt. Seit 2015 lebt sie in einem Oldtimerbus und reist quer durch Europa. Mit dabei sind ihr Partner und ihre Hunde.

Lieblingsspots: Griechenland und Spanien.

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