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Die coolsten rollenden Hotels der Welt – von der Wüste bis zum Polarsee

Die coolsten rollenden Hotels der Welt – von der Wüste bis zum Polarsee

Manchmal verpasst man den Zug. Oder den Bus. Oder das Hotel. Dann ist es einfach weggefahren! Kein Witz. Wir stellen euch hier die tollsten Hotels auf Rädern rund um den Globus vor. Vom Dachzelt in der Wüste bis zur Hütte auf Skiern im eisigen Finnland – es gibt keine Grenzen, wenn es um verrückte, mobile Unterkünfte geht!

Der Dachzeltbus von Daltus Reisen

„Reisen bedeutet, Neues zu entdecken, Erfahrungen zu machen, neue Orte, Kulturen und Menschen kennenlernen und die Bereitschaft zu haben, sich auf Unbekanntes einzulassen“, erklärt Edgar Bornholdt von Daltus Touren. „Das erfährt man nicht auf einer Liege am Hotelpool oder inmitten von Pauschaltouristen.“ Und deshalb bietet sein Unternehmen Reisen in Trucks mit Übernachtungen im Dachzelt des Vehikels an. Zwischen staubigen, roten Felsen, grünen Bäumen und dem unendlichen Himmel parkt der Dachzeltbus. Immer dort, wo es am schönsten ist und das Abenteuer wartet. „Bei uns steht das Erlebnis und nicht übertriebene Bequemlichkeit und Komfort im Mittelpunkt“, sagt Bornholdt.

Daltus Reisen hat die Busse – oder eher die geländegängigen Trucks – selbst umgebaut. Zwölf Zweierzelte für 24 Personen finden Platz auf dem Dach. Die Touren sind unterschiedlich lang und können mehrere Wochen dauern. Allerdings kann man jederzeit dazustoßen. Bereits bereiste Länder sind unter anderem Ägypten, England, Italien, Jordanien, Litauen, Russland, Serbien oder die Türkei. Kein Weg ist zu weit. Daltus Reisen sieht sich allerdings nicht als Animateur, sondern baut auf die Neugier und Eigenständigkeit der Abenteurer. Es gibt zwar immer ein Rahmenprogramm, doch jeder kann stets hingehen, wo er möchte und ist nicht an einen festen Zeitrahmen gebunden. Es sie denn, das rollende Hotel fährt ab – dann heißt es, die Füße in die Hand zu nehmen.

Fotos (c): Daltus Reisen

Rotel Tours – immer dem roten Bus nach

Ebenfalls im Truck unterwegs seid ihr bei Rotel Tours. Ein Urgestein unter den mobilen Unterkünften. Seit 1945 (!) gehört das Unternehmen zu den führenden Experten großer Expeditionsfahrten. „Reisen mit dem rollenden Hotel, das sind intensiv geführte Studienreisen weltweit zu außergewöhnlichen Zielen“, erklärt Rotel Tours. Im Angebot sind derzeit Fahrten in den Iran, nach Südportugal oder über die Route 66. Hier werden keine kleinen Brötchen auf dem heißen Asphalt gebacken!

Vier verschiedene Fahrzeugtypen lässt das Unternehmen rund um den Globus kreisen. Übernachtet wird hier nicht in einem Zelt, sondern in einer patentierten Kabine im Truck. 20 bis 36 Personen finden pro Tour Platz. Schaut man von Weitem auf das knallrote Vehikel, wirkt es fast wie ein Mini-Kreuzfahrtschiff auf Rädern. Jeweils drei Kabinen befinden sich übereinander – für Einzelpersonen und auch als Doppelzimmer. Ein bisschen klettern müsst ihr beim Einstieg schon, doch es gibt Haltegriffe und Tritte. Jede Kabine hat ein Fenster mit Mückennetz, Betten und ein Gepäckfach. Minimalistisch aber vollkommen ausreichend.
Während der Fahrt im rollenden Hotel bleiben die Kabinen geschlossen und die Reisenden sitzen auf ganz normalen Fahrersitzen. Insgesamt bietet Rotel Tours in allen Fahrzeugen weltweit 3.400 Betten. Wow!

Fotos (c): Rotel Tours – Das Rollende Hotel

Hotelbus Reisen mit Familie Meilhamer

Ähnlich und doch etwas anders geht es bei Hotelbus Reisen des Familienunternehmens Meilhamer zu. Der Bus ist ebenfalls unterteilt in einen Fahr- und einen Schlafbereich. Auf drei Ebenen befinden sich Schlafnischen mit Fenster, Bett und Gepäcknetz für Kleinteile. Dichte, dunkelgrüne Vorhänge gewährleisten Privatsphäre in der Koje. Es gibt Einzel- und Doppelbetten. Hier könnt ihr jedoch jederzeit ins Schlafabteil einkehren und euch für eine Mittagspause hinlegen, einfach mal die Ruhe genießen oder euch umziehen. Die Hotelbusse sind für etwa 20 Personen geeignet.

Die Meilhamers achten darauf, dass unterwegs immer genug Pausen zum Vertreten der Füße, zum Fotografieren oder für ein kleines Rauchopfer am Glimmstängel eingeplant werden. Die Reiseleiter gehen gern auf die Wünsche der Gäste ein. „Wir haben den Anspruch, ihnen viel zu zeigen. Besichtigungen und Stadtrundfahrten nehmen einen breiten Raum im Programm ein“, erklärt das Unternehmen. Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zum Dachzeltbus von Daltus Reisen, wo individuellen Unternehmungen viel Zeit gegeben wird. Die Fahrten finden ebenfalls weltweit statt, von Südafrika über Myanmar bis hin nach Neuseeland.
Neben dem klassischen Reisebus hat Hotelbus Reisen vor einiger Zeit auch ein Expeditionsfahrzeug angeschafft. Das rollende Hotel auf einem Mercedes-Lkw-Fahrgestell kann in noch unwegsamere Gegenden düsen und bietet mehr Wildnis und Abenteuer.

Fotos (c): Hotelbus-Reisen GmbH

Das Truck Surf Hotel – die Welle reiten und Luxus genießen

Wem das alles zu unbequem und rustikal ist, der sollte unbedingt mal bei Daniela Carneiro und Eduardo Ribeiro vorbeischauen. Die beiden haben mit dem Truck Surf Hotel einen Mercedes Actros in eine rollende Unterkunft der Luxusklasse umgebaut. Beinahe sieht das Vehikel aus wie der Tourbus eines berühmten Schauspielers. Ein hydraulisches System lässt den Lastwagen im Stand ausfahren. Es entsteht auf Knopfdruck ein zweistöckiges Hotel mit fünf Zimmern, Dusche, Küche und Terrasse.

„Wir möchten, dass unsere Gäste jeden Tag mit der schönsten Aussicht aufwachen“, erklärt Daniela Carneiro. „Anschließend finden Surfkurse oder geführten Wanderungen statt.“
Wie der Name schon sagt, dreht sich hier vieles um das Surfen. Das rollende Hotel steuert meist Strände an – zwischen Juni und Oktober entlang der Südwestküste Portugals und von Januar bis März entlang der nordwestlichen Küste Afrikas in Marokko. Oben gibt es vier Gemeinschaftszimmer mit Stockbetten und ein privates Doppelzimmer. Im Untergeschoss befindet sich das Wohnzimmer mit einem Projektor, an dem ihr euch eure Fotos und Videos ansehen könnt. Und wem das zu bunt wird, der kann an einem Yoga-Kurs teilnehmen. Gönnen.

Fotos (c): Truck Surf Hotel

Das MAN Trucklife Hotel – ein Marketing-Gag

MAN – das sind doch diese großen Lastwagen auf den Autobahnen, die Tonnen von Gütern hin- und herbewegen, oder? Jedem, der viel unterwegs ist, ist so einem Brummi bereits begegnet. Aber wer hat schon mal im Fahrerhaus übernachtet? Zur IAA Nutzfahrzeuge 2016 hatte MAN die Idee zum Trucklife Hotel. Als Werbegag wurden Blogger eingeladen, eine Nacht in dem zur Schlafkabine umgebauten Fahrerhaus zu verbringen. Geparkt wurde der Lastwagen vor einem „richtigen“ Hotel ohne Räder – damit die Gäste dort das Bad, Restaurant und sogar das SPA nutzen konnten.

Im Inneren des Lkw befanden sich zwei Betten, auf deren Kopfkissen – für die richtige Atmosphäre – sogar kleine Tüten mit Gummibärchen lagen. „Stark war vor allem die verbaute Hi-Fi-Anlage mit einem ordentlichen Bass!“, erklärte Bloggerin Daniela beeindruckt. Sogar eine Fußmatte im Stil eines kleinen roten Teppichs mit der Aufschrift „Welcome Home“ lag auf dem Boden.
„Bei diesem fahrenden Hotel handelt es sich allerdings nicht um eine Dauereinrichtung. Wir setzen dieses Fahrzeug situativ für Marketingaktionen ein“, stellt Martin Böckelmann aus der Produktkommunikation von MAN klar.

Fotos (c): MAN Truck & Bus AG

Von San Francisco nach LA mit Ride Cabin

Warum nicht das Praktische mit dem Angenehmen verbinden? Die großen Städte der USA liegen alle weit auseinander – in Dimensionen, die wir uns kaum vorstellen können. Dennoch scheint für viele der Weg von einer Metropole in die andere vergleichsweise ein Katzensprung zu sein. Etwa 600 Kilometer legen zwischen San Francisco und Los Angeles. Die Strecke ist stark nachgefragt, die Straßen mit Autos verstopft. Da kommt Ride Cabin ins Spiel. Das rollende Hotel ist ein moderner Bus mit Schlafkabinen und Privatsphäre, der zwischen den beiden Städten verkehrt. Perfekt für Business-Reisende oder den Familienbesuch.

„Verlorene Zeit, Stress und logistische Probleme halten und oft davon ab, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu pendeln“, sagt das Unternehmen. „Also haben wir die Ride Cabin ins Leben gerufen, wo unsere Gäste bequem schlafen, arbeiten oder entspannen können, während sie fahren.“ In den kleinen Kabinen befinden sich indirekte Beleuchtung, Bettzeug, eine Klimaanlage, W-Lan sowie zwei Steckdosen und zwei USB-Ports. Im unteren Bereich gibt es einen Waschraum. Egal, ob man die mehrstündige Fahrt mit Ruhe oder dem Verfassen einiger Geschäftsmails verbringen will, mit Ride Cabin wird die Fahrt entlang der Westküste erholsam und produktiv.

Fotos (c): Ride Cabin

Hotels auf Kufen: die Lake Inari Mobile Cabins

Hotel auf Rädern kann man das, was es im hohen finnischen Norden gibt, gar nicht mehr nennen. Denn die Lake Inari Mobile Cabins fahren auf Kufen durch den Schnee. Gezogen werden sie von einem Schneemobil. Aus der Caravanreihe „Paul & Paula“ hat Besitzer Esko Aarnio bewegliche Hütten gebaut, die die Besucher im Winter zu den Polarlichtern bringen. Rund 800 Kilo wiegen die Bauten, sind 4,5 Meter lang, zwei Meter breit und 2,5 Meter hoch. Natürlich sind die mobilen Unterkünfte alle dick isoliert, denn die Temperaturen fallen hier gern in den tieferen zweistelligen Minusbereich.

Im Inneren wartet ein Doppelbett auf die Mutigen sowie eine tragbare Trenntoilette. Eine Ölheizung sorgt für Wärme. Unter die Räder sind Ski montiert, denn der Schnee liegt so hoch, dass ans Fahren nicht zu denken ist. Wer bei Esko am Inarisee – etwa 1.000 Kilometer nördlich von Helsinki entfernt – bucht, bekommt morgens ein Frühstück dazu. Und nachts dank Glasdach eine tolle Aussicht auf den Sternenhimmel.

Fotos (c): Lake Inari Mobile Cabins

Na, habt ihr nun auch Lust auf Hotels auf Räder bekommen? Oder sind euch feste Grundmauern mit mehr Komfort doch lieber? Oder gleich der eigene Camper? Wir sind gespannt auf eure Gedanken und Erfahrungen!

Titelbild: (c) Rotel Tours


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