Strom Im Wohnmobil Batterie

Die richtige Bordbatterie für dein Wohnmobil

Laptops, Smartphones, Licht und Monitor oder Fernseher benötigen alle eins: Strom. Ob du wie wir, im Wohnmobil lebst oder nur damit in den Urlaub fährst, wir brauchen alle das gleiche: Strom, 12 Volt und manchmal 220 Volt. Wenn gerade mal kein Landstrom zur Verfügung steht, dann holen wir uns diesen eben aus den Bordbatterien oder auch Versorgungsbatterien. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, welche unterschiedlichen Batterietypen es auf dem Markt gibt, wie sich diese unterscheiden und welche sich für dich am besten eignet.

Wozu überhaupt eine Bordbatterie bzw. Wohnmobilbatterie?

Fast jedes Wohnmobil hat mindestens zwei Batterien an Bord. Eine befindet sich im Motorraum, die Starterbatterie. Diese versorgt den Anlasser und Licht sowie Radio und andere Verbraucher vorn im WoMo. Beim Anlassen wird sehr kurz ein hoher Strom aus der Batterie gezogen. Sobald der Motor läuft, wird alles von der Lichtmaschine versorgt und kein Strom mehr entnommen. Dieser Akku (nichts anderes sind die Batterien im Wohnmobil), ist also dafür gemacht wenige Sekunden hunderte Ampere zu liefern. Diese Batterien haben einen flachen Zyklus. Sie sollten nur 10-20 Prozent ihrer Kapazität entladen werden.

Um die verschiedenen Verbraucher wie Licht, Wasserpumpe, Fernseher, Sat-Anlage mit Strom zu versorgen, wenn mal kein Stromanschluss in der Nähe ist, benötigen wir jedoch eine Wohnmobilbatterie, die über einen längeren Zeitraum Strom liefert und auch mal nicht voll geladen werden muss. Und genau deshalb gibt es extra Versorgungsbatterien im Wohnmobil. Diese Batterien sind dafür gemacht, viele Stunden lang wenige Ampere zu liefern. Diese Akkus haben einen tiefen Zyklus. Sie können zwischen 50 und 80 Prozent ihrer Kapazität entladen werden.

Das wichtigste: Zyklenfestigkeit und Ladezyklus

Akkumulatoren werden immer wieder aufgeladen. Die Hersteller geben die Zahl der Ladezyklen oft als Wert an. Ein Ladezyklus kann folgendes sein:

  • Eine Batterie wird zweimal zur Hälfte entladen und jeweils wieder voll geladen
  • Eine Batterie wird zu 20% entladen und wieder geladen, danach wird sie zu 30% entladen und wieder geladen und danach zu 50% entladen und wieder geladen
  • Batterie wird zu 100% entladen und wieder voll geladen

Die Zahl der Ladezyklen, die die Batterie “relativ unbeschadet” übersteht, nennt man Zyklenzahl. Wenn ein Hersteller 800 Ladezyklen angibt, bedeutet das, dass der Akku nach 800 Ladezyklen noch 80% seiner Kapazität hat. Er funktioniert also danach immer noch, aber die Speicherkapazität nimmt immer weiter ab.

Bei Bordbatterien ist wichtig, dass man sie möglichst oft aufladen kann. Denn jeder möchte, dass sie möglichst lange halten. Daher werden als Bordbatterien möglichst zyklenfeste Batterien eingesetzt. Diese Eigenschaft ist zusammen mit der Zyklustiefe entscheidend und wichtig. Wenn du dir Batterien kaufst, solltest du diese Informationen immer im Hinterkopf haben.

Diese unterschiedlichen Batterietypen gibt es

Batterien in Wohnmobil, Wohnwagen, Auto und auch auf Booten sind heute immer noch fast ausschließlich Blei-Säure Batterien. Diese bestehen grundlegend aus einer positiven und einer negativen Bleiplatte sowie einer Elektrolyt-Flüssigkeit dazwischen – verdünnte Schwefelsäure (H2SO4). Die Marketingabteilungen nutzen allerlei Begriffe um Batterien zu bezeichnen. Versorgungsbatterie, Aufbaubatterie, Solarbatterie sind nur einige. Lass dich davon nicht täuschen. Diese gibt es in 3 Varianten:

  • Nassbatterien – so wie oben beschrieben. Eine positive und negative Bleiplatte sowie verdünnte Schwefelsäure
  • Gelbatterien – hier sind die Bleiplatten dicker und das Elektrolyt ist in einem Gel gebunden
  • AGM-Batterien – bei diesen ist das Elektrolyt in einem Glasflies gebunden.

Seit kurzem findet jedoch auch die Lithium Technologie auch Ihren Weg in die Wohnmobile. Mit ihr kommt eine neue Technologie zunehmend in den Markt und wird damit auch immer günstiger. Du kennst diese Batterien aus deinem Smartphone, dem Modellbau oder anderen elektronischen Geräten mit Akku. Im folgenden werde ich dir die einzelnen Batterietypen erklären und auch die Vor- und Nachteile auflisten.

Nassbatterien

Dieser Typ ist vom Aufbau fast wie eine Starterbatterie. Unterschiedlich sind die Dicke der Bleiplatten und die Legierung auf denen das Blei aufgetragen ist. Durch beides lässt sich die zyklenfestigkeit wesentlich verbessern.

Werden die Akkus zu sehr entladen, dann kommt es zur Sulfatierung. Dabei verbinden sich die Bleisulfatkristalle zu Brocken auf der Oberfläche. Dabei wird die freie Oberfläche immer geringer und die Leistung nimmt ab, da die Elektroden schlechter leiten. Diese Brocken können auch zu Boden fallen und dort zur Verschlammung führen. Steigt der Schlamm bis zu den Elektroden, kommt es zu einem Kurzschluss. Das tritt auch auf, wenn die Akkus lange ungenutzt bleiben. Dieser Kurzschluss wird die Batterie ziemlich schnell zerstören.

Nassbatterien sollten maximal zur Hälfte entladen werden. Wenn du sie weiter entlädst, dann altert der Akku wesentlich schneller und geht viel früher kaputt.

Wenn du dein Wohnmobil zum Beispiel im Winter nicht nutzt, dann schließe es an den Strom an. Moderne Ladegeräte stellen dann auf Erhaltungsladung und pflegen so die Batterie! Geht das nicht, dann lade den Akku einmal komplett voll und trenne danach alle Verbraucher ab.

Vorteile:

  • preiswerteste Akku-Technik
  • es reicht relativ einfache Ladetechnik

Nachteile:

  • wartungsintensiv, Säurestand sollte regelmäßig geprüft werden und Wasser nachgefüllt werden
  • Ausgasung – im Betrieb entstehen Gase in der Batterie, die durch ein Ventil ausgeleitet werden. Dieses Gas muss aus dem Wohnmobil geleitet werden
  • nicht auslaufsicher – Säure könnte auslaufen, die Batterie muss in einem säurefesten Behälter aufbewahrt werden
  • Entladetiefe 50% – 60%, sollte also zu nicht mehr als der Hälfte entladen werden. Die Batterie muss also das doppelte der von dir benötigten Kapazität bringen.

Wartungsfreie Nassbatterien

Eine Abwandlung der Nassbatterie sind die  VRLA-Akkumulatoren. Das heist übersetzt “ventilgeregelte Blei-Säure-Batterie”. Diese Versorgungsbatterien sind verschweist. Sie haben nicht wie normale Starterbatterien oben kleine Deckel zum Abdrehen und Nachfüllen von Säure. Sie haben lediglich ein Überdruckventil. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich keine Starterbatteriennutze. Bei diesen Wohnmobilbatterien ist das Elektrolyt eingedickt und kann daher nicht so einfach herausfließen. Diese nutzen wir in unserem Wohnmobil.

Vorteile:

  • preiswertest Akku-Technik
  • es reicht relativ einfache Ladetechnik

Nachteile:

  • Ausgasung – im Betrieb können Gase in der Batterie entstehen, die durch ein Ventil ausgeleitet werden. Dieses Gas muss aus dem Wohnmobil geleitet werden
  • Entladetiefe 50% – 60%, sollte also zu nicht mehr als der Hälfte entladen werden. Die Batterie muss also das doppelte der von dir benötigten Kapazität bringen.
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Blei-Gel-Batterien

Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, bei diesen Batterien ist das Elektrolyt in einem Gel gebunden. Weiterhin haben diese Akkus dickere Platten. Daraus resultiert, dass sie Strom wesentlich länger abgeben können aber auch länger laden. Außerdem haben Sie eine bessere Entladetiefe.

Die im Akku entstehenden Gase werden durch das Gel oft am direkten Austreten gehindert. Nur eine geringe Menge gelangt durch ein Ventil nach außen. Da es sich hierbei um Knallgas handelt, sollten aber auch in der Nähe von Gel-Batterien keine Zündquellen vorhanden sein.

Für die Ladung benötigt man ein spezielles Ladegerät für Gel-Batterien. Außerdem sind sie schwerer als diejenigen mit Flüssig-Elektrolyt. Hohe Temperaturen vertragen sie wesentlich besser als tiefe. Sind also für Wintercamping nicht ideal. Auch als Starterbatterie sind sie nicht ideal, da sie große Stromentnahmen nicht mögen. Das macht sie auch nicht perfekt für das Zusammenspiel mit größeren Wechselrichtern!

Vorteile:

  • fast wartungsfrei
  • gekapselte Bauweise, sie sind absolut dicht und laufen nicht aus
  • verträgt auch mal tiefere als 70% Entladung. Sollte aber zügig nachgeladen werden.

Nachteile:

  • spezielle Ladetechnik notwendig, um Ausgasung zu vermeiden
  • schwer

AGM-Batterien

Dieser Typ ist der Versuch, die beiden oben genannten Techniken zu verbinden. Sie liegen in der Zyklenfestigkeit zwischen den Nass- und Gel-Akkus. Sie haben eine höhere Energiedichte und können damit leichter sein. Und sie vertragen ähnlich hohe Stromentnahmen wie Nassakkus.

Bei den AGM-Batterien befindet sich das Elektrolyt in einem Glasflies. Die Batterie selber ist gekapselt wie eine Gel-Batterie und damit auslaufsicher. Auch gast sie kaum aus.

Dieser Typ lässt sich mit höheren Spannungen als die anderen beiden laden. Man benötigt dazu jedoch ein spezielles Ladegerät welches AGM-Batterien laden kann. Ein Temperatursensor ist Pflicht. Die Batterien regieren allergisch auf Hitze, die nun einmal beim Ladevorgang entsteht.

Durch den geringen Innenwiderstand der Batterien, bedingt durch die Bauweise, entladen sich diese kaum. Sind also perfekt für längere Standzeiten, in denen das Mobil ungenutzt ist.

Vorteile:

  • weniger empfindlich gegen Tiefenentladung als Nassbatterien
  • wartungsfrei
  • geringe Selbstentladung

Nachteile:

  • spezielle Ladetechnik notwendig

Lithium Akkus

Diese Akkus setzen auf eine andere Technologie und sind dir sicher aus deinem Smartphone bekannt. Sie ist zwar nicht ganz gleich, aber ähnlich. Genau heist die Technologie LiFePo4.

Diese Akkus sind den Blei Säure Versionen in jedem Bereich überlegen. Sie sind kleiner, leichter, speichern mehr Strom, lässt sich problemlos tiefenentladen, lädt schnell nach und ist wartungsfrei.

Eigentlich müsste meine Empfehlung ganz klar zu LiFePo4 Akkus für dein Wohnmobil gehen. Einen Nachteil haben sie jedoch: sie sind extrem teuer. Während du eine 120 Ah Nassbatterie für ca. 120 Euro kaufen kannst, kostet eine 90 Ah LFP Batterie 630 Euro.

Lieferanten für diese Akkus gibt es erst wenige und Laderegler ebenso. Aber in 1-2 Jahren sieht das sicher ganz anders aus.

Kapazität der Batterien

Die verschiedenen Akkutypen haben unterschiedliche Entladetiefen:

  • Nassakkus: 50%
  • Gel-Akkus: bis zu 70%
  • AGM Akkus: bis zu 80%

Wenn du nach Batterien schaust, werden dir Angaben wie  C1, C5, C10 oder C20 begegnen. Da die Kapazität einer Batterie vom entnommenen Strom abhängig ist, gibt es diese Kenngrößen. Je höher der entnommene Strom ist, desto geringer ist die verfügbare Gesamtkapazität. C1 bedeutet das die gesamte die Kapazität bei der vollständigen Entladung innerhalb einer Stunde erfolgt, C5 die Kapazität bei der vollständigen Entladung innerhalb 5 Stunden erfolgt.

Als Beispiel die verschiedenen Kapazitätswerte für eine SBG 12-100 Gel-Batterie (100Ah):

  • C1 = 60,7Ah , d.h. 1 Stunde lang können 60,7A bis zur vollständigen Entladung entnommen werden
  • C5 = 73Ah, d.h. 5 Stunden lang können 14,6A ebenfalls bis zu vollständigen Entladung entnommen werden, d.h. die verfügbare Batteriekapazität ist um 17% höher bei der geringeren Stromentnahme
  • C10 = 82Ah, d.h. 10 Stunden lang können 8,2A entnommen werden, ehe die Batterie vollständig entladen ist, die Kapazität ist jetzt bereits 26% höher als bei einstündiger Entladung
  • C20 = 100Ah (der Nennwert der Batterie), jetzt können über 20 Std. 5A entnommen werden, die Kapazität der Batterie ist damit am höchsten.

Wie lade ich die Akkus im Wohnmobil?

Da gibt es mehrere Wege:

  • Stromgenerator – leider sehr laut und damit extrem nervig für einen selbst und für die Nachbarn. Außerdem liefert so ein Generator oft nur etwas mehr als 12 Volt. Das reicht nicht um die Batterien voll zu laden.
  • Landstrom – fast alle Wohnmobile laden die Batterien automatisch, wenn Landstrom angeschlossen wird.
  • Lichtmaschine – funktioniert oft nicht wie gewünscht. Die Lichtmaschine lädt sowohl die Starterbatterie als auch die Versorgungsbatterie. Ist die Starterbatterie voll, kriegt auch die Versorgungsbatterie nur noch wenig Strom. Außerdem verringern die oft zu dünnen Kabel die Spannung unter 14 Volt. Damit wird die Wohnmobilbatterie niemals voll. Hier helfen Batterie Booster. Diese transformieren die Spannung wieder hoch auf 14,4 Volt. Außerdem fordern sie von der Lichtmaschine kostant hohen Strom. Damit werden die Aufbau-Akkus bei längeren Fahrten voll geladen.
  • Solar – Solarmodul(e) auf dem Dach, Laderegler und Kabel und schon laden sich die Batterien sobald die Sonne scheint. Diesen Weg nutzen wir und können damit unbegrenzt frei stehen, sogar wenn mal ein paar Regentage dabei sind. Wie es geht habe ich im Artikel Solarmodul auf dem Wohnmobil beschrieben.

Ladeschlussspannung

Die Ladeschlußspannung ist die Spannung, die während des Ladevorgangs nicht überschritten werden darf, da es ansonsten zur Gitterkorrosion, was sich durch “Gasen” der Batterie bemerkbar macht. Es entsteht dabei hochexplosives “Knallgas”, die Batterie wird dauerhaft geschädigt.

Während Nassbatterien das kurzzeitige Überschreiten dieser Ladeschlussspannung noch halbwegs verkraftet, ohne sofort zerstört zu werden reagieren AGM- und Gel-Batterien auf eine Überschreitung der Ladeschlussspannung extrem sensibel.

Die Höhe der Ladeschlußspannung ist von der Batterietechnologie abhängig,

Je nach Hersteller liegt die Ladeschlußspannung bei 14,7V für Naßbatterien und 14,4V bei AGM und Gel-Batterien.

Erhaltungsspannung, Ladeerhaltung

Die Erhaltungsspannung ist die Spannung, die das Ladegerät nach dem Vollladen halten soll, um der Selbstentladung der Batterie entgegen zu wirken.

Die Erhaltungsspannung liegt normalerweise bei 13,7 – 13,8V. für alle Batterietypen..

Entladeschlussspannung

Die Entladeschlußspannung ist die Spannung, die beim Entladen nicht unterschritten werden darf, wird dennoch weiter entladen, kommt die Batterie in den Bereich der Tiefentladung und wird geschädigt.

Ruhespannung

Die Ruhespannung ist die Spannung, die an der Batterie gemessen werden kann, nachdem mindestens 4 Stunde seit dem letzten Ladevorgang oder der letzten Entladung vergangen sind. Sie ist ein ungefähres Maß für den Ladezustand der Batterie.

Fazit/ Kaufempfehlung:

Kaufe niemals eine Starterbatterie. Ich habe oben erklärt wieso.

Wenn du nur ein kleines Budget zur Verfügung hast, dann ist sicher eine klassische, zyklenfeste, wartungsfreie Nassbatterie das richtige für dich. Das gleiche gilt, wenn du keine besonderen Anforderungen an die Batterie hast und dein Wohnmobil oft bewegt wird.

Folgende Produkte empfehle ich dir:

etwas mehr Kapazität:

oder mit 220 AH Kapazität

Betreibst du einen Wechselrichter im Wohnmobil, dann empfehle ich dir eine Blei-Gel-Batterie. Folgende kann ich empfehlen:

oder diese, mit mehr Zyklen

Wenn dein Wohnmobil öfter steht, weil du es nur für den Urlaub brauchst, dann wäre ein AGM Batterie das richtige für dich.

mit 75Ah:

mit 100 Ah:

mit 240 Ah:

Abschließend noch der Hinweis, achte beim Kaufen darauf, ob die Pole so angeordnet sind, wie bei deiner alten Batterie und ob die Größe auch gleich ist.

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Dieser Beitrag hat 28 Kommentare
  1. Hallo Ihrs,
    gestern auf der CS wurde uns für den Kastenwagen vom Verkäufer eine größere Lichtmaschine empfohlen, da die des Ducato eben nur für die Starterbatterie ausgelegt sei (wir haben mit 2x95AH Bordbatterie bestellt).
    Der Preis lag um 200€, also absolut im Rahmen, aber jetzt frage ich mich natürlich ob das auch was bringt oder eher nicht?

    1. Ist pauschal schwer zu sagen. Die Frage ist, welchen Ladestrom die Lichtmaschine liefert. Welches Fahrzeug ist das denn?

  2. Hallo, ich kenne mich mit Wohnmobilen nicht aus. Meine Schwiegereltern waren letztes Jahr mit ihrem großen Wohnmobil bei meiner Ferienwohnung am Landstrom angeschlossen ungefähr 2 Monate. Ich hatte eine Nachzahlung von 300 Euro. Dieses Jahr waren sie 3 Monate dort. Werde 450 Euro draufzahlen. Habe bei Ankunft und Abfahrt diesmal den Stromzähler ablesen lassen. Wegen der hohen Rechnung letzten Jahres, habe ich vereinbart mit ihnen den Stromverbrauch zu zahlen. Ich habe jetzt 300 Euro erhalten. Es ärgert mich, dass ich jetzt noch zusätzlich 150 Euro zahlen muss und letztes Jahr die 300 €. Sie konnten 5 Monate kostenlos sonst auf dem dortigen Bauernhof stehen.
    Mit den 300 Euro meinten sie, sie hätten mir sogar zu viel bezahlt.
    Meine Frage, da sie es nicht glauben können, dass der Verbrauch so hoch ist. Warum verbraucht ihr Mobil so viel Strom? ( Verbrauch Strom ca. 5 Euro pro Tag im Monat 150 Euro)

  3. Hallo,
    habe eine Gel Batterie 80Ah ist 2,5 Jahre alt und nun richt es beim Laden nach verbranntem Gummi. Batterie ist leicht warm, zu sehen ist nichts. Brauche ich eine neue Batterie?

    1. Hallo,

      das ist aus der Ferne schwer zu sagen. Da kannst du wohl nur mal einen Experten in einer Werkstatt schauen lassen. Verbrannter Gummi kann aber auch etwas anderes sein als die Batterie. Würde ich mal prüfen.

  4. Guten Abend
    Vor einem Jahr musste ich die Original-Bordbatterie auswechseln. Im Campingshop beriet man mich, dass ich eine Nassbatterie nehmen soll. Die seien viel robuster.
    Nach einem knappen Jahr leuchtete ALARM auf dem Display auf. Die Volt-Anzeige war im roten Bereich. Ich dachte, dass nach 200 km die Batterie wieder geladen sei – Fehlanzeige.
    Tagsüber bringen 180 Watt Solorpanel die Volt-Anzeige auf 14 V; dasselbe, wenn der 230-Volt-Stromstecker angeschlossen ist. Aber die Batterie bringt den Ladestrom nicht in ihren Speicher. Drückt man den Knopf für die Volt-Anzeige und lässt zugleich z.B. einen Wasserhahnen laufen, fällt die Nadel in den roten Bereich.
    Nehme an, dass die knapp jährige Batterie kaputt ist.
    Was meinen Sie?
    Danke für eine baldige Antwort.
    UM

    1. Hallo Urs,

      ja, das klingt als ob die Batterie defekt ist, wenn die Wasserpunmpe das Voltmeter direkt in den roten Bereich bringt. Ab zum Händler damit.

  5. Hallo, ich habe ein änliches Problem. Vor 2 Jahren hatte ich eine Winner Protheus 150AH zusätzlich eingebaut. Davor war eine Blei-Flüssig-Säure mit 125AH eingebaut.
    Beide liefen die ganze Zeit parallel mit einander. Zusätzlich liefert die Solaranlage noch 150Wp/Tag (Vielleicht). Jetzt sieht es so aus, als ob der Bleiakku hinüber ist. Er zeigt zwar während des Ladevorganges 13,4 V an, aber sobald ich das lade gerät nach ca. 5 Stunden ausschalte habe ich nur noch 11,9 V. Welche Batterie sollte ich als Ersatz nehmen?

    1. Das klingt nach defekter Batterie. Du müsstest jetzt mal testen, ob beide Batterien defekt sind oder nur eine. Was du dann einbauen solltest, hängt von deinem Budget, deinem Stromverbrauch und wie lange du autark sein möchtest ab. Da hilft dir der Artikel und auch der Artikel zum Thema Solar.

  6. Hallo,
    erstmal dickes Lob an diese Website!!

    Ich habe einen Büttner MT 45A Ladebooster, eine Büttner MT Powerline Solar 240WP und einen Wechselrichter mit 2000W.

    Ich bin noch ziemlich unschlüssig, welche Batterien bei dieser Konstellation am besten passen, zumal doch auch hohe Ladeströme (Booster) bzw. Entladeströme (Kaffemaschine)herrschen können.

    Ich hätte jetzt eher nach 2 passenden AGM Batterie (2x120Ah) gesucht, weil die sich die Ströme teilen und zudem höhere Ströme besser vertragen als GEL.
    Liege ich da richtig? Gibt es noch unterschiedliche AGM Batterien?

  7. Hallo Moin,
    ich plage mich seit 4 Wochen, neue Batterien für meinen N+B zu kaufen und speziell welche.
    Nachdem ich (zum Glück) Wohnmobilwissen gefunden habe ist bei mir die Entscheidung für eine Nassbatterie gefallen.
    Kaufen möchte ich 2 Stck. Solarbatterien 120 Ah 12V Wohnmobil-Boot.
    Die Frage ist jetzt, Wartungsfrei ja oder nein? wo gehen bei der Wartungsfreien die Abgase hin? was ist wenn sie mal kochen sollte?
    Die letzte Frage, wieviel Volt muss eine Vollgeladene Batterie auf dem Display anzeigen? meine jetzigen zeigen (ohne 220Volt Anschluss)ca. 12,3 Volt an, mit externen Stromanschluss 14,1 Volt.
    Für eine Zeitnahe Antwort wäre ich dankbar.
    Mfg
    Georg

    1. Moin Moin,

      meine Batterie hat kleine Löcher über die der Überdruck wohl entweichen kann, wenn sie gast. Danach ist sie dann aber auch hin, wenn das mal passiert.
      Was die Batterie anzeigen sollte hängt zum einen davon ab, was sie abkann und zum anderen, wie voll du sie laden kannst. Miene zeigen 14,1 an.

  8. “Lassen sich auch nicht so tief entladen. ” steht bei AGM-Batterien. Weiter unten steht die Entladetiefe von AGM bei 80% angegeben, somit von allen Typen am niedrigsten… ja was denn nun?

    Die Ladeschlussspannung von Nassbatterien liegt auch nicht bei 14,7V …eher bei 14,1-14,2V …deshalb benötigt man ja bspw. v.A. bei AGM oder Gel als Aufbaubatterie einen Ladebooster um die gesamte Kapazität nutzen zu können.
    Nur mal so ein paar Hinweise zur Prüfung und evtl. Überarbeitung.
    Viele Grüße

    1. Danke Flori, den ersten Punkt habe ich nochmal deutlicher formuliert, beim zweiten stimme ich dir nicht zu.

  9. Hallo,
    ich versuche unser WoMo weitestgehend Autark zu gestalten. Leider gelingt mir das bei dem Thema Strom nicht. Wir haben eine 120AH AGM Batterie an Bord und 2*100W Solar auf dem Dach mit MPP Regler. Mit Kühlschrank, Licht und Smartphone komme ich auf ca. 35A am Tag. Somit kann ich ca. 2 Tage frei stehen. Von den Zellen kommen bei Sonnenschein ca. 9A bei der Batterie an. In meinem jugendlichen Wahnsinn habe ich gedacht, das wir nun nahezu unbegrenzt Strom zur Verfügung haben. Haben wir aber nicht. Weiterhin ist nach 2 Tagen der Strom aus. Hab ich hier einen Gedankenfehler? Muß die Batterie zwingend größer sein? Warum kann der Solarstrom nicht in der Batterie gepuffert werden? Gruß Uwe

    1. Moin Uwe,

      die Frage ist, was bedeutet Strom aus? Wie viel Spannung hat die Batterie dann noch? Sind es tatsächlich nur 35Ah am Tag? Was für dein Kühlschrank ist das denn?

      Ich würde vermuten, dass allein der Kühlschrank 35Ah am Tag nimmt. Je nach Außentemperatur auch mehr. Es kann auch sein, dass die Batterie nicht mehr die beste ist und wesentlich geringere Kapazität hat. Welche Entladerate hat denn die Batterie? Bei viel Entnahme, sind vor allem preiswerte Batterien wesentlich schneller leer.

      Kannst du prüfen ob die Batterie voll ist nach einem Sonnentag?

      Viele Fragen, pauschal kann ich ohne mehr Infos leider nichts dazu sagen…

      VG,
      Sebastian

      1. Moin,
        der Kühlschrank zieht ca. 4A. An einem heißen Tag läuft er ca. 30min. pro Stunde. Nachts ist der Kühlschrank aus (2A/14h=28A).
        Die Frage die mich plagt, warum können wir mit oder ohne Sonne immer gleich lange frei stehen?
        Warum kommt die Sonne nicht in die Batterie?
        Wenn wir ca 8h Sonne mit ca. 9A haben, dann sind das 72A.
        Die Batterie ist eine Büttner MT-AGM 120Ah/C100.
        Ein Bekannter hat gesagt, das die Batterie zu klein ist für die Menge an Ampere die von den Zellen kommen.
        Ich kann mir das leider nicht vorstellen.
        Vielleicht hast Du eine Erklärung dafür.
        Vielen Dank und Gruß

        1. Moin,

          häng doch mal ein Messgerät zwischen Batterie und Solarregler und schau dir mal an, wie viele Ampere da so fließen. Kann sein, dass sie zu klein ist. Hast ja nur so 40-50% der Kapazität zur Verfügung, tiefer sollte sie nicht entladen werden… Kann auch sein, dass sie schon einen Defekt hat. Ist aus der Ferne wirklich schwer zu diagnostizieren.

    2. Hallo Uwe,
      aus 2×120 Wp Solar nur 9Ah pro Tag klingt extrem niedrig. Im Winter allein sollte sie schon 10Ah bringen, im Sommer mind. 60Ah am Tag. Das heisst im Sommer sollte man unbegrenzt stehen können.
      Hast du inzwischen herausgefunden, was los ist?
      Gruß Jürgen

  10. brauche nur bordbatterie das wasserpumpe läuft hab aber landstrom angeschlossen frage reicht da eine kleine batterie

    1. Ja, da reicht eine kleine Batterie. Schau einfach mal, wie viel Ampere deine Wasserpumpe braucht. Ich denke mal so 2,5 bis 3 A. Dann musst du mal schauen, wie oft du sie benutzt. Sagen wir 15 Mal am Tag jeweils 20 Sekunden. Das sind 300 Sekunden, also 5 Minuten am Tag. Macht also 2,5A * 5 / 60. Das ergibt 0,2 Ah. Um 14 Tage ohne Ladung auszukommen, brauchst du eine Nassbatterie mit ca. 6 Ah.

  11. Ich habe 2 Solarpaneel PV zu je 100W neu montiert und meine jetzige Bordbatterie eine AGM 80aH, was gibt es für Möglichkeiten als 2 Bordbatterie auch AGM und kann ich Amperezahlen mischen?—– meine 80aH und eine 100aH oder zwei mit 120AH meine verbrauch rechne Ich mit etwa in Sommer mit 100Ah und in Winter 330Ah mit zuschlag Reserve

    1. Hallo,

      zwei Batterien unterschiedlicher Kapazität und unterschiedlichem Alter parallel zu schalten ist nicht empfehlenswert. Beide Batterien passen sich aneinander an. Die neue 120 Ah Batterie würde also sehr schnell eine alte 80 Ah Batterie werden. Du kommst also nicht drumherum, zwei neue Batterien zu kaufen.

          1. Zu den Einwänden von WoGe:
            Bei der (üblichen) Parallelschaltung und hinreichenden Anschlüssen (Kabel kurz und dick) kommt es
            a) auf ungleiches “Alter” schon an,
            denn “Alter” steht hier für Nutzung und damit für eine Veränderung der Ladecharaktersitik,
            b) auf ungleiche Kapazität (sonst gleicher Batterien) nicht an. Das zeigt ein (vielleicht) ein einfaches Gedankenexperiment:
            Gegeben seien 3 gleiche Batterien mit 50 Ah; diese wrrden -wohl unstreitig- mit 3 jeweils gleichen Strömen geladen und entladen.
            Dann werden die Innereien von 2 dieser Batterien in ein 100-Ah-Gehäuse gesetzt; dann wird die 100-Ah-Batterie dem 2-fachen Strom der 50-Ah-Batterie geladen und entladen. In Summe ergibt sich keine Änderung.

  12. Beim Kauf der Batterie sagt die Ah-Angabe allein nicht viel aus. Unbedingt auf die C-Angabe achten! Eine Batterie mit 100Ah C100 hat deutlich weniger Kapazität als eine mit 100Ah C10. Hier wird gern geschummelt! So auch bei den von dir empfohlenen.
    Super Artikel! Viele gute Informationen.

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