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Dieselfahrverbote 2020

Dieselfahrverbote 2020

Dieselfahrverbote verunsichern deutsche Reisemobilisten. Bist auch du von den Fahrverboten betroffen? Was bedeutet das für dich und dein Reisemobil? Wir haben alle Fakten für Dich recherchiert und mit Verbänden und Herstellern gesprochen.

In Deutschland herrscht dicke Luft beim Thema Dieselfahrverbote – und die Verunsicherung ist auch bei Caravan- und Wohnmobilbesitzern groß. Reisemobile bedeuten für viele Campingfans eine große Investition, die sich lange lohnen soll. Die meisten Freizeitfahrzeuge werden laut Angaben des Caravaning Industrie Verband CIVD im Schnitt viel länger genutzt als PKW und Nutzfahrzeuge: knapp 14 Jahre.

In den meisten Fällen werden sie von Dieselmotoren angetrieben oder gezogen. Eine sinnvolle technische Alternative gibt es derzeit nicht. Diesel sind leistungsstärker und dabei sogar energieeffizienter als andere Antriebsformen. Verständlich, dass die Gemüter der Dieselfahrer hochkochen. Die Menschen sind wütend, fühlen sich von Automobilherstellern, die bei den Abgaswerten geschummelt haben, betrogen und von der Politik im Stich gelassen.

Caravaning-Branche trotzt Dieselfahrverboten

Die Caravaning-Euphorie in Deutschland ist davon bisher weitgehend unbeeindruckt. Die Branche boomt und meldet ein Rekordjahr nach dem nächsten. Die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen in Deutschland stiegen auch 2019 auf über 13 Prozent. Knapp 54.000 Reisemobile und über 26.000 Caravans bedeuten einen weiteren Rekordwert. „Die Begeisterung von Millionen Europäern für die Urlaubsform Caravaning ist ungebrochen, daher blicken die deutschen Freizeitfahrzeug-Hersteller optimistisch auf das neue Jahr,“ so Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbands (CIVD).

CIVD Infografik 2019 Neuzulassungen Caravaning Branche

Grafik: (c) CIVD

In Regionen mit geltenden oder drohenden Fahrverboten ist eine gewisse Verunsicherung der Kunden zu spüren. Signifikante Auswirkungen auf den Absatz von Reisemobilen sind derzeit jedoch nicht erkennbar,“ bestätigt Oliver Waidelich, Geschäftsführer des Deutschen Caravaning Handels-Verband (DCHV).

Frank Heinrichsen, Leiter Gesamtmarketing beim Reisemobilhersteller Hymer ergänzt: „Camper zieht es eben doch in die Natur und nicht in die Innenstädte. Sie parken ihr Fahrzeug in der Regel lieber außerhalb der Stadt und steigen für ihre Städtereise auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad um“. Auf dem Weg in den Urlaub seien die betroffenen Regionen problemlos zu umfahren. Und wer in einer Umweltzone, wie etwa innerhalb Stuttgarts wohnt sie als Tourist besucht, bekommt relativ unbürokratisch und kostenfrei eine Sondergenehmigung.

In diesen Städten gelten Fahrverbote

Welche Regionen von Dieselfahrverboten betroffen sind, ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Eine einheitliche Regelung gibt es nicht. So ist etwa in Stuttgart das gesamte Gebiet der Umweltzone betroffen. In Hamburg hingegen sind es nur zwei Hauptverkehrsadern, die für Dieselfahrer gesperrt sind.

Unklar bleibt auch, welche Fahrzeuge langfristig von den Fahrverboten betroffen sind. In den meisten Fällen müssen alle Diesel-Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 4 oder älter außen herumfahren. Vereinzelt drohen auch Verbote für Euro-5-Diesel.

Hamburg: In der Hansestadt sind schon seit Sommer 2018 Abschnitte der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße für Euro-5-Diesel und ältere gesperrt. Ausnahmen gelten für Anwohner, Rettungsdienste und Gewerbetreibende. Bußgeld: 25 (Pkw) bis 75 Euro (Lkw).

Stuttgart: Hier ist die gesamte Umweltzone für Euro 4 und ältere Fahrzeuge seit Anfang des Jahres 2019 für Auswärtige tabu. Seit April 2019 gilt die Regelung auch für Stuttgarter. Werden die Luftwerte nicht besser, drohen ab 2020 Verbote für Euro-5-Diesel. Für einzelne Streckenabschnitte der B14 und der B27 ist dies bereits der Fall. Ausnahmen können kostenlos bei der Stadt beantragt werden. Das Bußgeld bei Verstößen: 80 Euro.

Berlin: Seit November 2019 sind acht Straßenabschnitte in der Innenstadt inklusive zentraler Hauptverkehrs- und Verbindungsstrecken in Mitte und Alt-Moabit, u. a. Leipziger Straße, Brückenstraße, Reinhardtstraße, Alt-Moabit, Friedrichstraße, Stromstraße, Hermannstraße und Silbersteinstraße betroffen. Die Fahrverbote gelten für Euro-1-5-Fahrzeuge. Ausnahmeregelungen sind für Handwerker, Lieferfahrzeuge, Pflegedienste sowie Anwohner und deren Besucher geplant. Eine Ausweitung auf insgesamt 15 Kilometern und 120 Straßenabschnitte soll das Land Berlin prüfen.

Frankfurt: Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat ein großes Fahrverbot für die gesamte Umweltzone der Stadt gekippt.

München: In München sind Fahrverbote erstmal vom Tisch. Die Stadt hat nachgemessen und festgestellt: die Luft ist sauberer als bisher angenommen.

Eine aktuelle Übersicht über alle angekündigten Fahrverbote in Deutschland bietet eine ausführliche FAQ-Seite des ADAC.

Welche Fahrzeuge sind vom Dieselfahrverbot betroffen?

Aktuell sind alle Fahrzeuge mit Dieselmotor der Klassifizierung Euro 4 oder niedriger betroffen. In einigen Städten drohen auch Fahrverbote für Euro-5-Diesel. Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 6 seien vorerst nicht betroffen. Sie sollen bis 2021 zulassungsfähig bleiben. Für alte Benziner ab Euro 3 und darunter gelten die Verbote übrigens auch. Die Abgasnorm deines Reisemobils findest du in deinem Fahrzeugschein.

„Die Frage, wie viele Reisemobile von den potenziellen Dieselfahrverboten wirklich betroffen sind, ist nur bedingt zu beantworten“, führt Daniel Onggowinarso vom CIVD aus. „Unter anderem weil wir aktuell kaum abwägen können – auch aufgrund der Berufungen – um wie viele und in welcher Art und Weise ausgestaltete Verbotszonen es geht. Wir schätzen, dass lediglich 5 Prozent des Gesamtbestands an Reisemobilen in diesen möglichen Verbots-Zonen mit weniger als Euro-5 zugelassen und somit unmittelbar von Fahrverboten betroffen sein könnten“.

Entscheidend ist hier das Stichwort der „Verhältnismäßigkeit“, das gesetzlich verankert ist. Martin Zöllner vom ADAC erklärt, was das für uns Reisemobilisten konkret heißt: „Freizeitfahrzeuge werden im Schnitt 13.000 Kilometer im Jahr bewegt. Die lange Haltedauer und das hohe Investitionsgut – damit sollte man rücksichtsvoll umgehen. Vor allem weil diese Leute Tourismus gerade auch in ländlichen, strukturschwachen Gegenden betreiben und dort eine Menge Geld hinbringen: im Schnitt 55 Euro pro Person pro Tag. Das ist ein Aspekt der Tourismusförderung, der berücksichtig werden muss.“

Diese Verhältnismäßigkeit spiegelt sich in den Ausnahmeregelungen wider, die in Stuttgart und Hamburg, den bisher einzigen Städten mit aktiven Fahrverboten, bereits gelten. Frank Heinrichsen von Hymer dazu: „Wir begrüßen, dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 27.02.2018 ausdrücklich auf die Einhaltung der Verhältnismäßigkeit von Fahrverboten hingewiesen hat. Dies betrifft auch den Umgang mit möglichen Ausnahmeregelungen für Handwerker, Touristen oder eben Reisemobilisten. Wir gehen davon aus, dass die Verwaltungen differenziert vorgehen und den temporären Einsatz, also etwa die Fahrt aus der Stadt heraus in den Urlaub, nicht sanktionieren.“

Warum und wie kommt es zu Fahrverboten?

Die Luft in unseren Städten ist mit Feinstaub, Stickoxiden und Kohlenstoffdioxid belastet. Die Länder der Europäischen Union haben gemeinsam eine Richtlinie verabschiedet, die für saubere Luft sorgen soll. Auf Basis diverser Studien und Forschungsergebnisse wurden Grenzwerte verabschiedet, die nun jedes Land einzuhalten hat. Umweltzonen zur Verringerung der Feinstaubbelastung wurden bereits 2008 eingeführt.

Bei Stickstoffdioxid liegt der Grenzwert bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Das Reizgas wird vor allem von Dieselmotoren ausgestoßen. Dass diese Grenzwerte überschritten wurden, ist erst mit dem Dieselskandal aufgeflogen. Automobilhersteller hatten manipulierte Abgassysteme verbaut.

Städte, in denen die Grenzwerte überschritten werden, sind laut der EU-Richtlinie aufgefordert, einen Luftreinhaltungsplan zu erarbeiten, um die Belastung für die Bewohner zu senken. Scheitern die Maßnahmen, sollen in letzter Instanz Fahrverbote helfen.

Daniel Onggowinarso vom CIVD: „Fahrverbote können nur Ultima Ratio sein, nachdem alle anderen Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung – unter anderem Software-Updates, Nachrüstung und Elektrifizierung des urbanen Verkehrs, Ausbau des ÖPNV, intelligente Verkehrsführung, Prämien für E-Autos, Ausbau der Lade-Infrastruktur –ausgeschöpft wurden.“ Von der Politik fordert er: „Die berechtigten Interessen von Anwohnern in möglichen Fahrverbotszonen müssen gewahrt bleiben. Wir fordern daher, dass für betroffene Anwohner Ausnahmeregelungen vorgesehen werden.“

Das ZDF hat in der Sendung WISO ebenfalls über das Thema berichtet.

Wie Fahrverbote kontrolliert werden sollen

Einem Auto sieht man nicht an, ob es ein Diesel ist, und wenn ja, mit welcher Abgasnorm. Die Kontrolle der Fahrverbote kann also momentan nur über eine übliche Verkehrskontrolle und den Abgleich der Fahrzeugpapiere erfolgen.

Ein automatischer Abgleich der Kennzeichen mit Kameras wurde vom Bundesverkehrsministerium vorgeschlagen, aber aufgrund der Verletzung von Persönlichkeitsrechten abgeschmettert. In der Vergangenheit wurde außerdem über eine „Blaue Plakette“ diskutiert. Ein Vorschlag mit Tücken: Blaue Plaketten hätten ausschließlich Euro-6-Diesel bekommen – unabhängig von ihren Schadstoffwerten.

Das Statement des ADAC erläutert den Konflikt dahinter: „Eine gute Nachricht für alle betroffenen Autofahrer am heutigen Tag ist (…) die vorgesehene Regelung, dass es keine Blaue Plakette geben wird, und dass neben Euro-6-Diesel-Pkw auch besonders saubere Fahrzeuge (weniger als 270 Mikrogramm NOx) grundsätzlich von Fahrverboten ausgenommen werden sollen – egal ob nachgerüstet oder mit Update, egal ob Euro 4 oder 5. Auch hier steckt der Teufel noch im Detail: Vom zugrunde liegenden Messverfahren ist abhängig, welche Fahrzeuge diese Hürde tatsächlich nehmen werden.“

Fahrverbote in Europa

In anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien gelten Fahrverbote schon länger. Für Touristen gibt es meist Ausnahmeregelungen. Alles was du über Umweltzonen in Europa wissen musst, haben wir bereits in einem ausführlichen Artikel beschrieben. Auf den Webseiten des ADAC findest du ebenfalls eine übersichtliche Liste.

Euro-5-Diesel nachrüsten

Ende Dezember 2018 hat Verkehrsminister Andreas Scheuer die technischen Vorschriften und Rahmenbedingungen für die Hardware-Nachrüstungssysteme vorgestellt. Sie sehen vor, dass ein Euro-4- oder Euro-5-Diesel nach der Umrüstung höchstens 270 mg NOx pro Kilometer ausstoßen darf, außerdem muss der Nachrüst-Bausatz bis zu einer Temperatur von -7 Grad funktionieren und mindestens fünf Jahre oder für 100.000 Kilometer durchhalten,“ so berichtet der ADAC in einer Stellungnahme zum Thema.

Der Gesetzgeber hat den Weg also frei für Nachrüstungen gemacht und den Rahmen definiert. Jetzt hat auch das Kraftfahrtbundesamt (KBA)  erstmals SCR-Systemen für rund 60 Modelle von Volkswagen, BMW, Mercedes und Volvo die Betriebserlaubnis erteilt. Bei diesen Hardware-Einbauten wird ein spezieller Katalysator in den Abgasstrang integriert, der Stickoxide mithilfe des Harnstoffs AdBlue unschädlich macht.

Inklusive Einbau kostet die Nachrüstung etwas 3.500 Euro. „Allerdings haben im Rahmen des Dieselgipfels die Hersteller Mercedes und VW zugesagt, an einem Hardware-Nachrüstungsprogramm für Diesel-Fahrzeuge in den von der Bundesregierung definierten Schwerpunktregionen zu beteiligen,“ meldet der ADAC.  Erste Nachrüstsätze für Mercedes Sprinter, VW Transporter T5 und den VW Crafter liefert mittlerweile der Filterspezialist HJS.

Weitere Details über die Diesel-Nachrüstungen und eine ausführliche Aufstellung über die verfügbaren Modelle hat der ADAC zusammengestellt.

Alternative Antriebe kommen auf den Markt

Der Dieselmotor ist im Bereich Zugfahrzeug und Reisemobil die effizienteste Antriebsart. Keine andere Lösung schafft es, dasselbe Gewicht mit der gleichen Leistung zum einem vergleichbaren Preis zu bewegen. Alternative Antriebe für Reisemobile, zum Beispiel im Bereich Elektro-Mobilität, stecken noch in den Kinderschuhen. Dabei geht es nicht nur um den Antrieb selbst, sondern auch darum, Probleme wie hohes Gewicht, geringe Reichweite und fehlende Infrastruktur zu lösen.

Frank Heinrichsen: „Die Herausforderung ist für die Reisemobilbranche im Vergleich zur Automobilbranche größer, weil unsere Kunden vor allem lange Strecken fahren. Gleichzeitig setzen die europäischen Führerscheinregelungen dem maximalen Gesamtgewicht mit 3,5 Tonnen ein enges Limit. Damit ist ein elektrisch angetriebenes Wohnmobil – ob Batterie- oder Hybridfahrzeug – nicht realisierbar.“ Sein Vorschlag zu Lösung: „Ein Ausweg könnte aber durchaus sein, wenn es auf europäischer Ebene gelingen könnte, das Gewichtslimit für elektrische oder mit Gas betriebene Reisemobile auf beispielsweise 4 Tonnen zu erhöhen. Das würde eine praxisgerechte Lösung mit emissionsarmen oder emissionsfreien Antrieben ermöglichen.“

Wir sprechen regelmäßig mit Herstellern, die bereits an Lösungen arbeiten. Denn es tut sich einiges auf dem E-Reisemobilmarkt. Sogar den Bulli-Klassiker von VW soll bald als elektronische Variante auf den Markt kommen. Von AL-KO bis Tesla arbeiten viele Zulieferer und Autobauer an Lösungen für E-Mobilität im Reisemobil.

Keep calm and go camping

Wir alle wollen saubere Luft atmen. Viele von uns haben sich deshalb neue, vermeintlich saubere Euro-5-Dieselfahrzeuge zugelegt. Und klar ist auch, dass wir bei der Vielzahl an Fahrzeugen, die heute auf Deutschlands und Europas Straßen unterwegs sind an nachhaltigen Lösungen arbeiten müssen.

Aber dass nun wir für die Betrügereien der Autokonzerne büßen und bezahlen sollen, ist ärgerlich – ebenso wie das ständige Hin und Her zwischen und die noch nicht abschließend geklärten Regelungen. Die Faktenlage ist derzeit – auch aufgrund überspannter Diskussionen – für uns Reisemobilisten undurchsichtig wie Smog geworden.

Die gute Nachricht: Momentan scheint die Angst vor Fahrverboten und die Panik vor Wertverlusten bei Wohn- und Reisemobilen unbegründet. Die aktuellen Beispiele von Stuttgart und Hamburg zeigen, dass mit den Ausnahmeregelungen für Anwohner und Touristen die Verhältnismäßigkeit der Fahrverbote gewahrt zu bleiben scheint. Wünschenswert wäre eine rasche, positive Lösung was das Thema Nachrüstungen auch für Reisemobile betrifft.

Oliver Waidelich vom DCHV bringt es auf den Punkt: „Politik und Gesetzgebung müssen einheitliche, klare, nachvollziehbare und realistische Regelungen schaffen. Kommunen müssen bei der Einführung von Fahrverboten das Gebot der Verhältnismäßigkeit beachten und im Hinblick auf Freizeitfahrzeuge deren geringe Fahrleistung und damit deren geringen Beitrag zur Luftverschmutzung berücksichtigen.“

An der Recherche zu diesem Artikel hat mitgewirkt: Dieter Pirchmoser

Titelbild: (c) lenawurmDepositphotos.com

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. AdBlue hat sich bei Strassenfahrzeugen mit Dieselmotoren durchgesetzt. Wie wäre es, wenn man AdBlue auch für Ölheizungen einführen würde? Oder könnte man AdBlue für Schwerölantriebe weiterentwickeln und zum Beispiel bei Kreuzfahrtschiffen einsetzen? Schliesslich sollen nicht nur die Strassenfahrer, sondern alle zur Solidarität im Umweltschutz beitragen.

    1. Hallo Georgios, natürlich wäre es gut, wenn an allen Schrauben gleichzeitig gedreht würde. Momentan sind jedoch Dieselfahrverbote im Gespräch und da unser Thema Camping ist, betreffen Diesel-Fahrverbote unsere Leser, sei es mit Wohnmobil oder mit Diesel betriebenem Zugfahrzeug. Aber genau wie du, hoffen wir, dass sich zukünftig noch viel mehr tut. Viele Grüße Sandra

  2. Was mich an der ganzen Geschichte interessieren würde: Hat eigentlich jemals jemand nachgerechnet, ob diese Fahrverbote der Umwelt eher nutzen oder schaden?

    Ich überlege mir, ob ich einen Camper kaufen soll. Da ein älteres Secondhandfahrzeug oft nicht sehr viel günstiger ist (vor allem, wenn man Nachrüstung und andere Reperaturen berücksichtigt), neige ich zu einem Neuwagen.

    Aber gerade bei Ferienfahrzeugen ist das Verhältnis zwischen grauer Energie für die Produktion des Fahrzeuge im Verhältnis zum Verbrauch beim Fahren häufig so, dass ein Abwracken mehr Co2 verbraucht als alte Fahrzeuge auf der Strasse zu lassen.

    Dazu kommt ja auch die Frage, wie sich Fahrverbote auswirken. In der Regel fahren die meisten Leute ja nicht wahllos durch die Gegend, sondern weil sie von A nach B wollen/müssen. Und in der Regel tun sie das auf direktem Weg. Fahrverbote wird die Leute ja nicht vom Fahren abhalten, sondern sie zu Umwegen zwingen, die unnötige C02-Ausstösse mit sich bringen.

    Vor allem aber glaube ich, dass sich grüne Parteien mit solchen unausgewogenen (um nicht zu sagen umweltpopulistischen) Massnahmen ihre Glaubwürdigkeit verspielen und für viele deswegen schwerer wählbar werden. Und das wird dem zweifellos wichtigen Umweltschutz grossen Schaden zufügen.

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