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Drei Klettergebiete in Katalonien

Drei Klettergebiete in Katalonien

Allen, die genauso gerne aktiv in den Bergen unterwegs sind wie ich, möchte ich heute drei Klettergebiete in Katalonien vorstellen. Eines hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus in der Kletterszene einen Namen gemacht, die anderen beiden sind lokale Insidertipps. Ich habe sie kennen- und schätzen gelernt, während ich 15 Monate in der Region gelebt habe. Von klein und überschaubar, bis hin zu groß und weltbekannt – Katalonien hat für Freunde des Klettersports viel Auswahl zu bieten.

Klettern in Katalonien

Beuda

Beginnen wir mit dem kleinsten der drei Spots und der liegt in Beuda. Die nächste, größere Stadt ist Besalú. Wobei groß, mit ca. 2500 Einwohnern relativ ist. Dafür ist dieser Ort wegen seines mittelalterlichen Zentrums umso sehenswerter. Kommen wir aber zurück zum eigentlichen Thema: dem Klettern. Nur 6 Kilometer außerhalb von Besalú befindet sich das winzige Dorf Beuda mit seinem kleinen, aber feinen Klettersektor. Dieser ist in wenigen Gehminuten ganz leicht erreichbar und dazu noch wunderbar ruhig. Mit knapp 80 Routen im Schwierigkeitsgrad zwischen 4 und 7 kann man durchaus ein paar Tage in Beuda verbringen. Der Hauptteil der Routen spielt sich im 5er und 6er Bereich ab. Somit ist Beuda ein ideales Gebiet für Kletteranfänger und Genusskletterer, die es nicht so schwer mögen. Über die Sicherung muss man sich in Beuda übrigens keinen Kopf machen. Die Routen sind allesamt gut abgesichert und maximal 30 Meter hoch.
Parkplatz: 42.239600, 2.713067

Torroella de Montgri

Von Beuda geht es nun an die Küste und zwar nach Torroella de Montgri, dem Nachbarort von L‘ Estartit. Um hier an den Fels zu kommen, muss man schon genau wissen, wo es langgeht, aber ich verrate es euch natürlich: Vom Parkplatz lauft ihr schnurstracks den Berg hoch. Von unten könnt ihr sogar schon den einen oder anderen Kletterhaken in der Sonne schimmern sehen. Oben angekommen, erwarten euch richtig schöne Routen im 4ten bis 8ten Grad und maximal 30 Metern Länge. Die Absicherung ist top, dafür sorgen die lokalen Kletterer mit viel Engagement. Auch die Felsqualität ist bestens und noch nicht abgegriffen. Viele Routen wurden nämlich erst in den letzten Jahren neu erschlossen.
Im Gegensatz zu Beuda dauert der Zustieg hier mit 20 Minuten ein wenig länger, aber er ist gut machbar. Für kleine Kinder ist dieses Gebiet aber nicht geeignet. Torrollea de Montgri wird, genau wie Beuda, überwiegend von Einheimischen besucht. Hier bestehen also gute Chancen, mit ihnen in Kontakt zu kommen. Dennoch ist auch dieses Gebiet ziemlich ruhig, vor allem unter der Woche.
Parkplatz: 42.053593, 3.116755

Siurana

Und nun zum Highlight der Klettergebiete in Katalonien: Siurana. Obwohl es noch einige weitere Spots gibt, die diesem in keinster Weise nachstehen, ist Siurana wohl das bekannteste. Gibt es in Beuda um die 80 Routen, liegt die Zahl in Siurana bei über 800. Eine Woche reicht hier nicht aus, um einen Blick in alle 16 Sektoren zu werfen. Nicht nur deshalb kommen Kletterer immer wieder hierhin, sondern auch, weil die Routen einfach unglaublich sind: abwechslungsreich, fordernd und überwiegend technisch. Als Kletteranfänger kann man hier schon mal die Krise bekommen, weil es einige der Touren wirklich in sich haben. Selbst eine vermeintlich leichte 5 kann zu einem K(r)ampf werden. Dennoch finden auch Einsteiger die eine oder andere Genussroute. Besser aufgehoben sind Anfänger aber wahrscheinlich im 10 Kilometer entfernten Arbolí. Das wesentlich kleinere Gebiet hat weitaus mehr leichte Routen in petto und ist ebenfalls sehr schön.
Siurana selber beeindruckt nicht nur durch die Kletterei, sondern auch mit einem hübschen mittelalterlichen Dorf, das oben auf dem Berg liegt. Die traumhafte Landschaft rundet das Paket ab. Die nächste größere Stadt ist übrigens das 50 Kilometer entfernte Tarragona. Wer sich eine Auszeit vom Fels nehmen möchte, sollte durchaus mal hierhin fahren. Ein Bummel durch die Gassen lohnt sich.
Siurana Hauptparkplatz: 41.258485, 0.935965

Fotos: (c) Nima Ashoff
Katalonien eignet sich übrigens auch ausgezeichnet zum Mountainbiken. Mehr dazu findest du auf „Mountainbiken in Katalonien


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