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Familienzelt im Test: Das Xtend Grand Hotel TC

Familienzelt im Test: Das Xtend Grand Hotel TC

Nur mit einem Campingkocher und ein paar Klamotten losziehen, ein Zelt aufschlagen und die Natur genießen – Zeltcamping ist und bleibt die ursprünglichste Form des Campens. Vor allem Kinder lieben dieses Abenteuer. Deshalb haben wir eine befreundete Familie losgeschickt, um unser neuestes Testprodukt auszuprobieren und auf Herz und Nieren zu prüfen: Das geräumige Familienzelt Xtend Grand Hotel TC.

Unsere Testfamilie bestand aus Penny (38), Bernd (40) und Oscar (2 1/2) – und da das Xtend so viel Platz bietet, durften auch noch Juliane (32), Johannes (34) und Annie (1 1/2) mitreisen!

Wie es unseren sechs Campern mit dem Zelt ergangen ist und ob alles geklappt hat, erfahrt ihr in diesem persönlichen Erfahrungsbericht:

Das Xtend Grand Hotel TC im Überblick

Zunächst ein paar „technische“ Daten zu unserem Testzelt:

  • Zeltform: Tunnel
  • Geeignet für: 6 Personen
  • 3 Schlafkabinen, 1 Wohnzimmer
  • Größe aufgebaut: 590 x 300 cm, Höhe ausreichend zum Stehen (auch für große Männer)
  • Gewicht: knapp 25kg
  • Packmaß: 38 x 80 cm
  • Wassersäule: 3000mm (Aussenzelt), 10000mm (Zeltboden)
  • Material Außenzelt :65% Baumwolle, 35% Polyester
  • Material Innenzelt 100% Polyester, Boden 100% Polyethylen
  • Preis: ca. 650 Euro

Lieferung und Aufbau

Das Zelt kam in zwei großen Paketen an, in denen alles gut sortiert in verschiedenen Taschen geliefert wurde. Es ist etwas schwer und daher ist empfehlenswert, den Aufbau zu zweit zu machen – alleine geht sicherlich auch irgendwie, aber wäre vermutlich eine Herausforderung.

Als erstes haben wir den großen und sehr stabilen Unterboden ausgelegt und mit den dazugehörigen Heringen befestigt. Dann wurde das Zelt darauf ausgebreitet. Als das erledigt war, suchten wir erstmal nach der Anleitung – erwartet hatten wir ein mehrseitiges Büchlein, fanden aber letztlich in der Außentasche nur eine Abbildung des Zeltes und auf der Rückseite exakt drei Zeichnungen zum Aufbau.

Im ersten Moment machte sich etwas Ernüchterung breit, wir hatten mit mindestens zwei Stunden, komplizierten Aufbaus gerechnet und fanden daher die drei Zeichnung als mehr als ungenügend – hat doch schon ein einfaches IKEA-Regal deutlich mehr Bilder zur Aufbauanleitung.

Doch die Männer folgten, zu unserem großen Erstaunen, der Anleitung und es dauerte ungelogen nur 20 Minuten (ab Auslegung des Unterbodens), bis das Zelt fix und fertig stand – sehr beeindruckend und faszinierend für uns! Kleine Anmerkung: wir hatten aus Spaß noch ein uraltes Iglu-Zelt aus den 90ern dabei und der Aufbau dauerte hier deutlich länger…

Lediglich das Einziehen der Zeltstangen gestaltete sich zunächst etwas schwierig – alleine fast unmöglich, zu zweit aber gut machbar und zu dritt ganz schnell und einfach zu lösen! Das Innenleben erklärt sich eigentlich von selbst und ist völlig problemlos in der Handhabung.

Material & Verarbeitung

Die Materialien wirken auf uns alle sehr hochwertig und stabil: Die Zeltstangen aus Aluminium sind toll verarbeitet und sehen in dem rot noch dazu sehr chic aus. Die Nähte sind gut verarbeitet und es ist nichts schief vernäht. Negativ ist uns allerdings aufgefallen, dass nach einer Nacht Nutzung mit zwei Matratzen bzw. Isomatten (in den beiden nebeneinander liegenden Schlafkabinen) offenbar zu viel Spannung auf den Befestigungen des Innenzeltes lag und die Nähte schon etwas gelitten haben (siehe Foto). Da die jeweilige Kabine eine Breite von 1,40 m hat, hätten wir das bei zumindest bei unseren 1,20 m breiten Matratzen nicht erwartet.

Schön fanden wir, dass fast alles (Innenzelte, etc.) mit flexiblen Gummibändern und länglichen Knebelknöpfen befestigt wird. Das macht alles sehr viel einfacher, schnell bedienbar und man muss nicht „herumfummeln“, um mit stets zu kurzen Bändern eine Schleife zu binden.

Heringe sind ausreichend vorhanden, aber etwas weich. Für häufige Nutzung sollte man sich hier eventuell eine stabilere Variante zulegen.

Eine weitere Anregung von uns wären weiße Spannseile. Optisch sehen die schwarzen Seile zu dem leinen-baumwollfarbenen Stoff und den roten Alustangen zwar toll aus, aber sie können sich im Dunkeln zu echten Stolperfallen entwickeln.

Abbau

Der Abbau ging ebenso einfach und problemlos wie der Aufbau. Einzig das Herausziehen der Stangen kostete etwas mehr Zeit, da diese sich immer wieder aus ihrer Verbindung gelöst haben.

Zusammenfalten lässt sich das Zelt ebenfalls am besten zu zweit und leider auch nicht mehr so schön klein, wie beim ersten Auspacken, hier könnte eine etwas größere Tasche Abhilfe schaffen – oder etwas Übung! 🙂

Optionales Zubehör

Um das Ganze noch komfortabler zu machen, gibt es für das Xtend Grand Hotel ein paar Extras – zum Beispiel eine zusätzliche, robuste Unterlage, die den Zeltboden vor Beschädigungen schützt und isolierend wirkt. Oder – wenn die Sonne mal etwas stärker brennt oder es heftig regnet – ein spezielles Baumwoll-Tarp als Wetterschutz und Unterschlupf.

Dieses Zubehör war jedoch nicht Bestandteil unseres Tests, deshalb können wir hierzu keine Aussagen treffen.

Unser Testergebnis

Wir waren alle sechs total begeistert von dem Zelt und können es absolut empfehlen. Allerdings ist es aufgrund seines Packmaßes und Gewichts in erster Linie für Reisen mit dem Auto und auch eher für mindestens mehrtägige Aufenthalte an einem Standort geeignet.

In unserem Fall waren wir vier Erwachsene und zwei Kleinkinder. Wir haben nur die beiden nebeneinander liegenden Kabinen als Schlafkabinen genutzt und es war jeweils mit drei Personen (zwei Erwachsene und ein Kleinkind) absolut ausreichend Platz. Eine Nacht haben wir dann noch zu dritt ohne unsere Freunde verbracht und dafür die Schlafkabinentrennung entfernt – das Raumangebot ist dann gigantisch, fast mehr als im heimischen Schlafzimmer! Ein absolutes Highlight wäre es hier noch, wenn verdunkelte Schlafkabinen zum Nachrüsten angeboten würden.

Toll fanden wir auch die fest eingenähten Taschen in denen z.B. Spielzeug und Taschenlampen schnell greifbar sind. Ebenso fanden wir die extra Vorrichtung für ein Stromkabel toll gelöst.

Zum Glück für den Zelttest, aber zum Pech für uns, hat es eine Nacht und einen Morgen lang durchgeregnet. So konnten das Xtend aber wenigstens auch unter Schlechtwetterbedingungen ausprobieren.

Auch hier konnten wir keinerlei Mängel feststellen und fühlten uns pudelwohl. Für unseren großen Esstisch mit 6 Personen war mehr als genug Platz, da wir die dritte Schlafkabine direkt beim Aufbau herausgenommen hatten. Die Kinder konnten trotzdem noch auf dem Boden spielen und dank der vielen und großen Fenster, fühlt man sich auch im Zelt noch frei und naturverbunden.

Alles in allem wirklich ein super „Häuschen“ für einen Zelturlaub mit der ganzen Familie!

Hier gibt es weitere Infos zum Xtend Grand Hotel TC.

Anmerkung der Redaktion: Wir bedanken uns ganz herzlich bei Penny, Bernd, Oscar, Juliane, Johannes und Annie für diesen Test. Ein besonderes Dankeschön geht an Penny, die den Bericht mit viel Liebe zum Detail erstellt hat, und an Juliane, die neben dem „Probewohnen“ auch noch für die tollen Bilder sorgte. Wenn du mehr Fotos von Juliane sehen möchtest, besuch sie doch mal unter herzklopfen.photography!

Disclaimer: Das Zelt wurde uns zum Testen kostenlos von der Firma doorout zur Verfügung gestellt und nach dem Testwochenende wieder zurückgeschickt. Unsere Test- und Produktberichte sind unabhängig, die jeweiligen Kooperationspartner können keinerlei Einfluss auf die redaktionelle Gestaltung nehmen. Beiträge, an denen unsere Kooperationspartner redaktionell beteiligt sind, werden als „Advertorial“ gekennzeichnet.
Der Testbericht spiegelt die persönlichen Meinungen und Erfahrungen unserer Testpersonen wider und kann nicht als allgemeingültig verstanden werden.

Fotos: (c) Juliane Kaeppel | herzklopfen.photography


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Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Zuerst einmal finde ich es toll, endlich einen Test für das Grand Hotel TC zu finden, bisher hatte ich keinen gefunden!

    Im Test wurde die optionale Zeltunterlage „Xtend Footprint Surise & Grand Hotel“ genutzt, die für ca. 40 € separat bestellt werden muß. Ich kann dazu nur raten, denn der Zeltboden aus PE erscheint etwas dünn – die Zeltunterlage ist zwar aus demselben Material, aber doppelt hält nunmal besser. Gerade wenn der Zeltplatz etwas steiniger ist oder harte Baumfrüchte herumliegen. Innen werde ich einen Zeltteppich aus PE verwenden, Kosten ca. 30-60 € und Gewicht ca. 2-3 kg (je nach Größe und Materialstärke), um Gewicht von Tisch und Stühlen besser zu verteilen.

    Ich habe meins gerade erst geliefert bekommen und schon einmal probeweise aufgebaut. Die Tasche ist sehr stabil und die Träger halten die 25 kg zuverlässig. Die Innenzelte sind bereits in eingebautem Zustand im Zelt enthalten. Das Baumwollmischgewebe ist sehr robust und angenehm isolierend.

    Die zu straff gespannten Gummizüge der Innenzeltaufhängung scheinen ein Maßproblem bei der Herstellung zu sein – hier werde ich mir mit kurzen Schlaufen als Verlängerung behelfen, dann ist es passend. Von daher liegt die Belastung kaum an den Luftmatratzen, sondern kommt bereits beim Aufbau durch das Spannen des Außenzeltes zustande – dann ist die Spannung an den seitlichen Aufhängungen links und rechts zu hoch.

    Hellere (weiße oder gelbe) Spannseile wären wirklich besser für die Sichtbarkeit im Schatten oder Lampenschein, aber daran denken leider nicht viele Hersteller. Die mitgelieferten, zusammensteckbaren Aufstellstangen für den Vorderen Eingang sind aus schwarz lackiertem Stahl, aber sehr leicht und ausreichend robust.

    Mein Zelt wies leider mehrere Verarbeitungsfehler im Zeltboden auf, weshalb ich es nochmal tauschen lassen muß. Ich denke aber, das neue Exemplar wird einwandfrei sein, da ich bisher nichts Negatives zu dem Modell gefunden habe. Ich bin auf den ersten Urlaub schon gespannt!

    Trotz des günstigen Preises fände ich es gut, wenn der Schutzboden gratis beigelegt wäre und die Spannseile heller.

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