CamperStyle.net https://de.camperstyle.net - Mon, 18 Mar 2019 19:03:02 +0100 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 Kolumne: Restguthaben – Das Geld liegt auf der Straße https://de.camperstyle.net/kolumne-strom-restguthaben/ https://de.camperstyle.net/kolumne-strom-restguthaben/#comments_reply Mon, 18 Mar 2019 10:51:14 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=67324 Unser lieber Kollege Henning, seines Zeichens Blogger, Wohnmobilbewohner, Facebookgruppen-Aufmischer und bekennender Sarkastiker, wirft in unserer neuen Kolumne einen Blick auf Themen, die die Camperwelt bewegen.

Mit einem Augenzwinkern und dem einen oder anderen bissigen Kommentar analysiert er die oftmals hitzigen Social-Media-Diskussionen rund um Thermomix, Camperhunde, Dickschiffe, Grußverweigerer und Kuschelcamper. Viel Spaß beim Lesen und Bühne frei für Henning!

 

Stromsäulen, vor allem auf Wohnmobil-Stellplätzen, sind wahre technische Wunderwerke. Gegen Einwurf von 50 Cent oder einem Euro rücken sie entweder Strom für die Arbeitseinheit von einer oder zwei Kilowattstunden heraus, oder sie geben für eine bestimmte Zeit Strom ab, meistens vier bis acht Stunden, je nach der vom Betreiber gewählten Einstellung.

Bei den Säulen, die nach Leistung abrechnen, also für das Geld eine oder zwei Kilowattstunden abgeben, kann es vorkommen, dass der Vorgänger dort aus Vorsicht am Abend zuvor satte drei Euro eingeworfen hat. Das entspricht dann bei 50 Cent pro Kilowattstunde sechs Kilowattstunden. Weil dieser Vorgänger LED-Innenbeleuchtung hatte, die Batterie noch gut mit Lichtmaschinenstrom gefüllt und der Fernsehabend früh zu Ende war, sind bei der Abfahrt noch gute 3 Kilowattstunden an Restguthaben bezahlt. Manche sind tatsächlich so nett und weisen ihre Nachbarn darauf hin. Das ist sogar mir schon hin und wieder passiert, dass mir der Vorgänger sein Restguthaben gezeigt und mich zu dessen Verbrauch eingeladen hat. Das ist ganz sicher gut für dessen Karma und für meinen Geldbeutel.

Komme ich aber etwas später auf den Platz, ist der großzügige oder auch vorsichtige Vorgänger schon eine Weile weg. Vor dem Einstöpseln des Kabels drücke ich dann auf den Tasten der Stromsäule herum und entdecke die schon bezahlten, aber noch nicht verbrauchten drei Kilowattstunden. Ich muss noch lernen, dabei weiterhin ein Pokerface zu machen. Aber das Kabel stöpsel ich da rein, ist doch klar!

Doch was macht das mit meinem Karma? Sollte ich nicht lieber, leicht peinlich berührt, eine jungfräuliche Steckdose ohne oder mit nur ganz geringem Restguthaben wählen, statt mit dem nur mühsam unterdrückten Ausruf: „Boah, drei Kilowattstunden…!!“ den Stecker dort hineinzurammen, bevor es jemand anders tut?

Vielleicht war das der dezente Hinweis des Vorgängers, dass er wiederkommen wird, um dann den Reststrom zu verbrauchen? Ja, auch das soll es geben. Aber es stehen keine weiteren Campingutensilien herum, die auf eine Reservierung des Platzes hindeuten. Außerdem, da kann ja jeder kommen und behaupten, das Restguthaben hätte er schon letzte Woche bezahlt.

Vielleicht sollte ich über den Stellplatz gehen und nach einem besonders bedürftig aussehenden Nachbarn Ausschau halten, den ich auf das Restguthaben hinweisen könnte? Aber wie erkläre ich ihm das? „Sie, da in Säule fünf sind drei Kilowattstunden Restguthaben, ich dachte, Sie könnten die gut gebrauchen?“

Wähle ich also, auch für mein Karma, die Stromsäule ganz ohne Restguthaben und werfe eigenes Geld ein, kommt ganz sicher innerhalb der nächsten halben Stunde ein Zehn-Meter-Dickschiff, nimmt mir die Aussicht und stöpselt sein Kabel genau dort beim Restguthaben ein. Dem ist das Karma auch egal, vielleicht wirft der sogar nochmal drei Euro ein, weil er von Restguthaben noch nie gehört hat…

Ich lasse also mein Kabel stecken. Je nach Sonnenstand wird aber noch zusätzlich der Solarkoffer aufgebaut und die Sicherung des Ladegeräts abgeschaltet, um das unerwartete Geschenk etwas zu schonen. Doch alle nur mit Landstrom zu ladenden Geräte bekommen die volle Strom-Dröhnung, die sich sonst nur mühsam und verlustbehaftet über Solar oder Lichtmaschine und Wechselrichter erzeugen lässt. Mein Karma ist mir dabei erstmal egal. Möglicherweise spüre ich die Folgen im Jenseits, aber dann bin ich ja sowieso tot. Als Blogger kann ich mich immerhin im nächsten Beitrag bei dem unbekannten Stromspender online bedanken. Das muss vorerst reichen, um mir den Weg in den Himmel nicht komplett zu verlegen. Im Hier und Jetzt ist es nämlich so, dass man mit der Bloggerei keineswegs nur goldene Nasen verdient, da muss man eben sehen, wo man bleibt.

Eine Stromsaeule auf dem Campingplatz evtl mit Restguthaben fuer Strom

Irgendwann ist auch das größte Restguthaben aufgebraucht. Dann sollte ich eigenes Geld nachwerfen. Wenn auf dem Stellplatz viel Betrieb ist, hat sicher einer der gerade abgefahrenen Nachbarn auch etwas Restguthaben hinterlassen. So lange das an derselben Säule zu finden ist, kann ich das unauffällig anzapfen. Ist es an einer anderen Säule, muss ich mir was einfallen lassen. Da könnte ich den Weg zur Entsorgung nutzen, um unauffällig an einer anderen Säule zum Stehen zu kommen und diese um weitere Restguthaben zu erleichtern. Das Geld liegt quasi auf der Straße. Warum soll ich mich nicht danach bücken?

In seltenen Fällen kommt es vor, dass mein Stromguthaben plötzlich und unerwartet ohne mein Zutun wächst. Dann hat entweder ein Blogleser eine anonyme Spende hinterlassen oder jemand konnte die Stromsäule nicht bedienen, hat also erst das Geld eingeworfen und dann den Wahlschalter auf seine Steckdose umgestellt.

Ein ganz eigener Fall sind „kaputte“ Stromsäulen. Kaputt steht hier in Anführungszeichen, weil die nicht etwa gar keinen Strom mehr abgeben, sondern dauernd und ohne weiteren Münzeinwurf. Deren Standorte werden unter der Hand weitergegeben, anstatt den Defekt umgehend beim Betreiber zu melden. Kein Wunder, dass utopische Gesellschaftsentwürfe wie der Kommunismus zum Scheitern verurteilt sind.

Manche dieser Säulen bleiben monate-, mitunter jahrelang defekt. So kann ich mich an eine defekte Säule beim Campingladen „Freistaat“ in Sulzemoos bei München erinnern, nach wie vor ein tolles Revier zum Auffinden von erklecklichen Restguthaben. Diese defekte Säule zeigte monatelang ein Restguthaben von über 20 Euro. Wer als Betreiber nicht nur den Münzschacht öffnet und das Kleingeld rasseln lässt, dem müsste da etwas auffallen. Aber auch die Nutzer werfen oft genug Geld ein, ohne die Anzeige des Restguthabens überhaupt zu beachten, sonst kann es wohl kaum zu diesen gewaltigen Summen kommen.

Übrigens wurde auch dieser Beitrag mit dem Strom aus so einer „kaputten“ Säule verfasst. Die habe ich noch in den ersten Tagen mit Euromünzen gefüttert, für die es dann jeweils sechs Stunden Strom gab. Irgendwann haben diese sechs Stunden aber nicht mehr aufgehört. Ich habe mir immer für „morgen“ vorgenommen, den schlimmen Defekt zu melden.

Was ich, auch aus wohlverstandenem Eigeninteresse, nicht tun werde: Einen Ratgeberartikel zur überschlägigen Berechnung des Strombedarfs zu schreiben…

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Camping-Rezepte: Ratatouille auf dem CADAC Safari Chef 2 https://de.camperstyle.net/camping-rezepte-ratatouille-cadac-safari-chef-2/ https://de.camperstyle.net/camping-rezepte-ratatouille-cadac-safari-chef-2/#comments_reply Sun, 17 Mar 2019 06:54:27 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=69111 Wir sind gerade an der spanischen Küste in der Nähe von Calpe unterwegs und in der Gegend gibt es viele kleine Biobauern mit einem tollen Gemüsesortiment. Deshalb kochen wir heute mal was Vegetarisches: Ratatouille – quasi erntefrisch vom Hof auf den Teller.

Ratatouille ist eigentlich ein französisches Gericht, das vor allem in der Provence sehr beliebt ist. Es handelt sich dabei um einen bunten Mix aus verschiedenen Gemüsesorten und kann sowohl als Hauptspeise als auch als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten serviert werden.

Wie du das Ganze zubereitest, zeigen wir dir in unserem heutigen Video. Ich benutze dafür die Paella-Pfanne von CADAC, du kannst aber auch jede andere Pfanne mit hohem Rand oder einen breiten, flachen Topf verwenden – am besten mit Beschichtung, damit nichts anbrennt:

Rezept und Kochanleitung: Ratatouille

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 kleine Aubergine
  • 1 – 2 kleine Zucchini
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 3 – 4 kleine Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Rosmarin
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Zucker
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • evtl. etwas Wasser

Zubereitung:

  • Als erstes schneidest du Zwiebeln und Gemüse in grobe Stücke und hackst den Knoblauch fein.
  • Den Rosmarin kannst du entweder frisch vom Zweig zupfen oder ebenfalls hacken (je nach persönlicher Vorliebe).
  • Die Auberginen solltest du vor dem Braten einsalzen, ca. 10 Minuten stehen lassen und dann die Flüssigkeit mit Küchenpapier gut abtupfen.
  • Dann erhitzt du etwas Olivenöl in einer tiefen Pfanne und gibst zunächst Zwiebeln und Zucchini hinein. Nach ca. 1 Minute kommen die Paprikastücke und zuletzt die Auberginen dazu.
  • Nun brätst du das Ganze bei hoher Flamme ein paar Minuten und gibst danach die Tomaten, das Tomatenmark, den Knoblauch, Salz, Zucker, Pfeffer und den Rosmarin mit in die Pfanne.
  • Bei niedriger Flamme lässt du alles zusammen etwa 10 bis 15 Minuten köcheln. Je nach Grill oder Herd kann diese Zeit variieren, am besten testest du zwischendurch mal, ob das Gemüse schon die gewünschte Bissfestigkeit erreicht hat. Du kannst einen Deckel verwenden oder zwischendurch die verdampfte Flüssigkeit mit einem Schuss Wasser nachfüllen – aber bitte nicht zu viel, sonst wird das eine Gemüsesuppe! 😉

Das war’s dann auch schon. Ziemlich einfach, oder?

Die fertige Ratatouille schmeckt ganz toll zu (Knoblauch-)Baguette oder Reis, aber auch zu Lamm, Rind, Hühnchen oder Fisch.

Guten Appetit!

Infos zum Safari Chef 2

Der Safari Chef ist ein absoluter Alleskönner – denn trotz seines kompakten Packmaßes von ca. 32 x 25 cm und seiner nur ca. 4 kg Gewicht ist er top ausgestattet: Im Lieferumfang enthalten sind Topfhalter, Grillrost, Grillplatte, einen Deckel, der zum Wok umfunktioniert werden kann, sowie eine Fettwanne, die gleichzeitig als Windschutz dient. Zusätzlich gibt es weiteres Zubehör wie eine Paella-Pfanne oder eine Grillfolie.

Weitere Infos zum „Safari“ findest du in unserem Produktvideo, Details zu den übrigen CADAC-Campinggrills gibt es auf der Webseite des Anbieters.

Hier geht’s zu den anderen Folgen unserer Rezeptvideos:

Und hier gibt es noch mehr Campingrezepte und Kochtipps:

Disclaimer: Die Firma CADAC ist Sponsoring-Partner bei CamperStyle und stellt uns für die Kochvideos kostenlose Vorführprodukte zur Verfügung. Auf die redaktionelle Ausgestaltung und den Inhalt nehmen unsere Partner grundsätzlich keinen Einfluss.

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Der neue Bowlus Road Chief 26 – mit Alublech und Luxus auf der Straße https://de.camperstyle.net/bowlus-road-chief-26/ https://de.camperstyle.net/bowlus-road-chief-26/#comments_reply Tue, 12 Mar 2019 09:17:32 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=67483 Die Sonne geht unter und die letzten Strahlen schimmern auf der silbernen Hülle des großen Bowlus Road Chief 26. Wie ein spitz zulaufendes Raumschiff oder das metallene Hinterteil eines Rieseninsekts sieht der Wohnwagen aus. Das neuste Modell ist noch länger und noch luxuriöser als sein Vorgänger. Wer damit auf der Straße herumfährt, wird gesehen. Wir stellen euch eine der wertvollsten „Blechbüchsen“ auf Rädern vor, die ihr je gesehen habt!

Rund acht Meter lang ist das Gefährt, das vollständig aus einer Aluminiumhülle besteht. Die frühere Version des Road Chief war einen halben Meter kürzer. Das ging so natürlich nicht – es musste etwas noch Größeres her! „Draußen auf der Straße soll die glänzende Hülle in ihrer Extra-Größe nun noch beeindruckender für Beobachter sein“, erklärt Bowlus. Zeigt her eure Diamanten.

Leichte Masse und große Geräumigkeit

Gestützt wird der Aufbau von einer Konstruktion, die ebenfalls aus Aluminium besteht. Zwischen der inneren und äußeren Struktur befindet sich eine Wärmedämmung. Unbeladen wiegt der Bowlus Road Chief 26 nur etwa 1,5 Tonnen. Die zulässige Gesamtmasse beträgt 1,8 Tonnen. Vier Personen finden in ihm Platz – aber wehe, sie wiegen alle jeweils mehr als 75 Kilo! Immerhin braucht sich keiner zu sorgen, mit dem Kopf anzustoßen, denn das Vehikel hat geräumige Innenmaße von zwei Metern Breite und zwei Metern Höhe.

Die Fenster bestehen aus thermoplastischem Kunststoff und die Eingangstür besitzt ein doppeltes Schloss. Dabei macht es wahrscheinlich ohnehin mehr Sinn, gleich den ganzen Bowlus zu klauen, statt nur die Inneneinrichtung. Die kann sich jedoch auch sehen lassen: Alle Wände und Decken bestechen aus Echtholz und ein ausgeklügeltes Ventilatorensystem benötigt keinen Strom – es funktioniert über Wind und Thermik.

Das Badezimmer hat im Bowlus Road Chief 26 ein Upgrade erhalten und ist nicht nur größer als im Vorgänger-Wohnwagen, sondern wartet mit einer separaten Hotel-Dusche auf. Außerdem hat Bowlus die Wasserzufuhr so konstruiert, dass laufend heißes Wasser nachläuft und ihr richtig ausgiebig duschen könnt. Weiterhin gibt es einen zweiten Duschkopf, den ihr nach draußen verlegen könnt, falls das Badeerlebnis mal zu heiß wird.

Das Schlafzimmer im Bowlus Der Bowlus Road Chief 26 von innen Gemütliche Schlafecke im Bowlus Road Chief Die Küche im Bowlus Unkompliziert kochen im Bowlus

Die Ausstattung des Bowlus Road Chief 26

Das Schlafzimmer befindet sich am kegelförmigen Ende des Wohnwagens. Dort können zwei Einzelbetten zu einem großen Kingsize-Bett umgebaut werden. Mit dabei sind Bedecken und Kissen sowie Nachttische, Gardinen und LED-Leselichter.

Das Wohnzimmer ist eine Art Allzweckraum. Auf der rechten Seite findet ihr ein Sofa mit wegklappbarer Tischplatte und auf der linken Seite Sessel und einen weiteren Tisch. Beide Orte werden für die Nacht in Betten verwandelt. Außerdem könnt ihr den Wohnbereich als Arbeitsplatz nutzen mit Ladestation und einem mobilen Router, der bis zu 4G empfängt. Natürlich nicht auf dem Kartoffelacker. Bowlus garantiert außerdem eine „besonders hohe Sitzqualität“ auf den Möbeln. Na da kann das digitale Nomadenleben im Chefsessel ja sofort losgehen!

Vorne im Camper befindet sich die Küche. Es gibt einen zweiflammigen Gasherd und einen Kühlschrank mit Gefrierfach für den Champagner nach der Arbeit. Außerdem sind eine Spüle und eine Mikrowelle eingebaut. Daneben findet ihr viel Platz für Utensilien in Schränken, auf Regalen und in Schubladen. „Die Tür von der Küche aus führt auf eine Terrasse aus Riffelblech. Perfekt, um mal kurz mit dem morgendlichen Kaffee oder abendlichen Wein rauszugehen“, findet Bowlus. Na, dann eben Wein.

Der futuristische Bowlus Road Chief Mit dem Bowlus Road Chief unterwegs

Stromversorgung und eine Woche off-grid

Der Bowlus besitzt eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie, die bis zu vier Kilowattstunden leistet und es euch ermöglicht, bis zu einer Woche ohne externen Strom auszukommen. Damit könnt ihr sogar stromintensive Geräte wie die Mikrowelle oder die Klimaanlage nutzen, ohne ans Stromnetz angeschlossen zu sein. Zumindest die Klimaanlage soll vier Stunden lang allein im Batteriebetrieb durchhalten. Das ist zwar nicht unbedingt die Lösung für eine Woche off-grid im Death Valley aber es beeindruckt. Wenn ihr mögt, könnt ihr den Bowlus Road Chief auch optional mit einer 120-Watt-Solaranlage ausrüsten lassen. Die volle Aufladung der Batterie dauert sechs Stunden. Und wenn es mal kalt wird: Die wärmeübertragende Gasheizung macht dank beheizter Böden auch eure Füße warm.

Wer bis hierher gelesen hat, weiß schon, dass dieser Spaß nicht ganz günstig werden wird. 162.000 Euro werden somit mal eben fällig. Da kann man sich auch schon eine Eigentumswohnung von kaufen. Vielleicht nicht in München oder San Francisco – aber vielleicht in Brandenburg. Die hat allerdings keine Räder und man kommt nicht weg…

Bowlus – vom Erbauer der Maschine von Charles Lindbergh

Die Unternehmensgeschichte hat eine lange Tradition. 90 Jahre ist es her, dass Hawley Bowlus das erste Mal die Idee zu einem Wohnwagen aus Aluminium hatte. Erfahrung hatte er genug, denn Bowlus baute tatsächlich das Flugzeug, mit dem Charles Lindbergh am 20. Mai 1927 den Atlantik überquerte. So war sein erstes Ansinnen auch, einen möglichst leichten Camper zu bauen, der die Crew bei Flügen von A nach B transportierte. 1934 war der erste
Bowlus Road Chief auf der Familien-Ranch in San Fernando geboren. Leider verschwand das Unternehmen danach ein wenig in der Versenkung und andere Firmen wie Airstream begannen, die Idee vom Alu-Trailer aufzunehmen. Doch die Markteinführung des Bowlus Road Chief 26 zeigt, dass der Pionier immer noch da ist und weiter fleißig produziert.

Fotos (c): Bowlus Road Chief

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Vegane Campingküche: Blumenkohl-Bolognese https://de.camperstyle.net/campingrezept-vegan-blumenkohl-bolognese/ https://de.camperstyle.net/campingrezept-vegan-blumenkohl-bolognese/#comments_reply Sun, 10 Mar 2019 05:44:42 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=66824 Camping und leckeres Essen schließen sich nicht gegenseitig aus. Manche Camper sind froh, im Urlaub endlich mal richtig Zeit fürs Kochen zu haben und fahren, trotz beengter Räumlichkeiten, große Gerichte auf. Andere lieben es, möglichst oft im Freien zu grillen und lassen den Herd im Camper aus. Bei mir persönlich steht eine Devise ganz weit oben: es muss einfach und schnell gehen. Ich bin kein Freund von komplizierten Rezepten. Das bezieht sich sowohl auf die Zubereitung als auch auf die Zutaten.

Aber wie sieht das bei einem veganen Gericht aus? Ist vegan zu kochen nicht schwierig? Und brauchst du dafür spezielle Zutaten, von denen du gar nicht weißt, wo du sie bekommst? Nein, ich kann dich beruhigen. Vegan zu kochen, ist keine Kunst. Wie einfach es ist, zeige ich dir mit diesem Rezept.

Bolognese einmal anders

Ob diese Soße nun als Bolognese bezeichnet werden sollte oder nicht, darüber lässt sich streiten. Letztendlich könntest du ihr auch einen anderen Namen geben, aber unter Bolognese können sich die Meisten direkt etwas vorstellen.

Bei vielen veganen Rezepten nimmst du statt Hackfleisch kleine Soja-Schnetzel, aber es geht auch ohne. In diesem Fall ersetzt der Blumenkohl das Soja bzw. das Fleisch.

Das sind die Zutaten, die du benötigst (für 2 Personen)

  • 1 kleiner Blumenkohl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Dose gehackte oder passierte Tomaten
  • einen kleinen Schuss Rotwein (ist kein Muss)
  • etwas Olivenöl
  • Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker
  • Oregano
  • Nudeln – die Menge hängt von deinem bzw. eurem Hunger ab

Das Zubehör

  • eine Küchenreibe
  • Topf oder Pfanne

Die Zubereitung

  • Reibe zuerst den Blumenkohl auf der Küchenreibe in ganz kleine Bröckchen.
  • Die Zwiebeln und den Knoblauch hackst du in kleine Stücke.
  • Erhitze das Olivenöl in einem Topf oder einer Pfanne und schwitze die Zwiebeln an, bis sie glasig sind. Dann gibst du den Knoblauch und den geriebenen Blumenkohl dazu.
  • Brate alles bei mittlerer Hitze an, bis der Kohl leicht braun ist.
  • Nun gibst du die Prise Zucker dazu, röstest sie kurz mit an und löschst dann mit dem Rotwein und den Tomaten ab.
  • Jetzt lässt du die Soße ca. 10 Minuten bei leichter Hitze vor sich hin köcheln und schmeckst sie zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Oregano ab.

In der Zwischenzeit kannst du schon mal die Nudeln zubereiten und dann heißt es: lass es dir schmecken!

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Die passende Satellitenanlage für Wohnmobil und Wohnwagen finden https://de.camperstyle.net/passende-satellitenanlage-wohnmobil-wohnwagen/ https://de.camperstyle.net/passende-satellitenanlage-wohnmobil-wohnwagen/#view_comments Fri, 08 Mar 2019 05:06:19 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=45895 Wer unterwegs die Nachrichten oder seine Lieblingsserie nicht verpassen oder auch auf Reisen gemütliche Fernsehabende mit der Familie verbringen möchte, wird sich früher oder später Gedanken über die Anschaffung einer Satellitenanlage fürs Wohnmobil oder den Wohnwagen machen. Eine moderne mobile Anlage ermöglicht – je nach Modell – Empfang in vielen Ländern Europas. Wir geben dir einen ersten Überblick über die verschiedenen Systeme, ihre Funktionsweisen, ihre Einsatzgebiete und natürlich ihre Preise.

Welche Sat-Anlagen für Wohnmobile und Wohnwagen gibt es?

Zunächst unterscheidet man bei Satellitenanlagen zwischen manuellen und vollautomatischen Systemen, die jeweils in sich wieder eine große Bandbreite an Möglichkeiten bieten.

Manuelle Anlagen

Eine manuelle Anlage ist zwar meist sehr günstig, aber deutlich weniger komfortabel als eine vollautomatische – denn bei jeder Ankunft muss die „Schüssel“ von Hand neu eingestellt und ausgerichtet werden. Das raubt nicht nur Zeit, sondern manchmal auch Nerven. In der Regel kann man ohne einen guten Sat-Finder den Satelliten nicht findenfür den du natürlich wieder extra Geld auf den Tisch legen musst.

Kosten für eine manuelle Sat-Anlage: im Schnitt ca. 300 bis 1.000 Euro zzgl. Sat-Finder

Vollautomatische Anlagen

Bei der vollautomatischen Sat-Anlage gehen Satellitensuche und Ausrichtung ganz komfortabel von selbst über die Bühne. Oft sehen wir anreisende Campingplatznachbarn, bei denen sich sofort nach dem Einrangieren die Antenne auf dem Wohnmobil dreht – und nach wenigen Augenblicken ist alles bereit. Selbst wir als Nicht-Fernsehfans schauen da schon mal bewundernd zu.

Kosten für eine vollautomatische Sat-Anlage: im Schnitt ca. 1.000 – 2.500 Euro mit TV

Sat-Anlagen für Internetempfang

Ein Sonderfall ist die Satellitenanlage für den mobilen Internetempfang. Solche Systeme sind jedoch sehr teuer und lohnen sich selbst für Vielnutzer, die wie wir beruflich auf durchgehenden Zugang zum Internet angewiesen sind, nur in Ausnahmefällen – deshalb werden wir in diesem Beitrag nicht näher darauf eingehen. Diese Anlagen sind besonders dann spannend, wenn man fernab der Zivilisation auf Internet angewiesen ist.

Kosten für eine Sat-Anlage mit Internetempfang: ab ca. 3.400 Euro zzgl. monatlicher Kosten

Antennentypen

Es gibt verschiedene Antennentypen, die sich für unterschiedliche Nutzungsarten und Budgets eignen:

  • Parabolantennen: Der Klassiker unter den Satellitenantennen, die berühmte „Schüssel“. Je nach Größe und Hersteller kann mit einer Parabolantenne selbst auf Fernreisen ein hervorragender Empfang erzielt werden. Allerdings hat diese Qualität natürlich auch ihren Preis.
  • Flachantennen: Ein relativ neuer Trend, der mittlerweile auch die Haushalte erobert. Flachantennen sind deutlich kleiner als Parabolantennen, erzielen aber eine ähnlich brillante Empfangsqualität. Lediglich beim Empfang in den Randbereichen der Ausleuchtzonen der Satelliten müssen häufig kleinere Einschränkungen in Kauf genommen werden.
  • Kuppelantennen: Einige dieser Antennen bieten sogar während der Fahrt einen „360-Grad-Rundum-Empfang“ – sie müssen also nicht ausgerichtet werden, sondern liefern ganz von selbst an den unterschiedlichsten Standorten gute Ergebnisse. Allerdings lässt sich diese Variante nicht wegklappen oder einfahren und kann so mit ihrer Höhe für Probleme bei niedrigeren Durchfahrten sorgen.
  • Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass man grundsätzlich immer freie Sicht Richtung Süden haben muss. Aber jede Brücke, jeder Tunnel unterbricht das Signal und dadurch automatisch das Fernsehbild. Die Empfangsreichweite ist hier ebenfalls geringer als bei Parabolantennen.
  • Tragbare Antennen – im Set als „Sat-Koffer“: Diese kleinen mobilen Systeme sind platzsparend, leicht und günstig. Der Empfang ist nicht berauschend, aber sie bieten mehr Flexibilität als fest verbaute Systeme – denn mit ihnen kannst du ganz leicht den Standort wechseln und damit das Signal verbessern. Allerdings musst du auch irgendwo im Wohnmobil / Wohnwagen einen Platz finden, wo du das „Köfferchen“ verstauen kannst.

Wie funktioniert eine Satelliten-Anlage?

Komponenten und Technik

Allgemein gesprochen besteht eine Satellitenanlage, ganz gleich ob automatisch oder manuell, aus folgenden Komponenten:

  • einem Antennenspiegel als Empfänger des Satellitensignals
  • einem LNB (Low Noise Block), dem so genannten „Empfangskopf“
  • einem Steuergerät
  • und einem Fernseher mit integriertem Receiver, auf den das Signal übertragen wird

Eine Satellitenanlage wird dazu genutzt, heimisches Fernsehen, Radio oder auch Internet in Deutschland und Europa zu empfangen. Der Empfang wiederum hängt von vielen Faktoren ab. Prinzipiell gilt: Je kleiner die Antenne, desto geringer die Empfangsqualität und -reichweite. Aber auch das Wetter (z.B. Wolken, Nebel, Regen) oder physische Hindernisse (z.B. Baumkronen oder hohe Gebäude) in unmittelbarer Nähe können das Signal beeinträchtigen.

Babette Bittigkoffer, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Sat-Anlagen-Marktführer ten Haaft, erklärt die technische Funktionsweise:

„Das Satellitensignal trifft, einfach gesprochen, auf den Spiegel, der es aufnimmt, bündelt und an das LNB leitet. Von hier wird es dann über ein Kabel an den Receiver weiterleitet. Dieser ‚entschlüsselt‘ das Signal und überträgt es auf den Fernseher, wo es dann in Form des Lieblingsprogramms auf dem Bildschirm erscheint. Um ein Satellitensignal empfangen zu können, muss die Anlage – automatisch oder manuell – eingestellt und ausgerichtet werden. Dabei muss sich die Antenne zunächst in einem bestimmten Winkel aufrichten und dann so drehen, dass das Signal des entsprechenden Satelliten gefunden wird.“

Empfangsgebiete und -reichweiten

Für diesen Beitrag gehen wir davon aus, dass du als deutscher Urlauber auch auf Reisen deine gewohnten deutschen Sendungen sehen möchtest. Dazu benötigst du dann den Satelliten Astra 1, der alle deutschen Fernseh- und Radioprogramme ausstrahlt.

Einige Beispiele zu den Reichweiten der gängigsten Antennen:

     

Welche Satelliten benutzen unsere europäischen Nachbarn?

Auch hier gehen wir davon aus, dass unser europäischen Nachbarn ihre Fernseh- und Radioprogramme in eigener Landessprache empfangen möchten. Somit ergibt sich folgende Übersicht:

NationalitätSatellit
ÖsterreicherAstra 1
SchweizerHotbird
NiederländerAstra 3 ( nur HD )
BelgierAstra 3 ( nur HD )
Skandinavier
(Dänen, Schweden, Finnen, Norweger)
Astra 4 Nordic Beam
Thor Europe Beam
Thor Nordic Beam
EngländerAstra 2 "Freesat"
Astra 2 "SKY"
FranzosenAstra 1
Eutelsat 5 W
Hotbird
SpanierAstra 1
Hispasat
ItalienerHotbird

Größen und Gewichte gängiger Sat-Anlagen

Eine Satellitenanlage wiegt inklusive dem kompletten Montagematerial im Schnitt zwischen 11 und 18 kg. Dazu kommt noch das Gewicht des Fernsehers – mit TV kommst du also in der Regel auf 20 kg oder mehr, die du zusätzlich in deine Zuladung einrechnen musst.

Die Größe der Antennen variiert je nach Modell. Parabolantennen fürs Reisemobil kommen normalerweise auf einen Spiegeldurchmesser von ca. 65 bis ca. 85 cm, Flachantennen auf ca. 50 bis 55 cm und Kuppelantennen auf einen Spiegeldurchmesser von ca. 40 cm. Beim Dachaufbau muss man grundsätzlich den Platzbedarf auf dem Wohnmobil ermitteln. Dazu stellen die Hersteller oftmals sogenannte Platzbedarfsskizzen zur Verfügung.

Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme im Überblick

Die einzelnen Sat-Systeme variieren je nach Hersteller teils stark in ihren Preisen und ihrer Qualität. Die Angaben in der Tabelle verstehen sich daher nur als grober Richtwert.

AntennentypPlatzbedarfKomfortReichweiteSonstiges
Tragbare Antenne
Nur für Transport
(Keine Montage)
Gering,
ständiger
Auf- und
Abbau nötig
GeringHohe Flexibilität
Flachantenne
GeringMittel bis hoch
Oft kein SKEW
Mittel bis hoch
Empfang v. a.
in Zentraleuropa
Kaum Angriffsfläche bei Wind
Auch für kleine Fahrzeuge
geeignet
KuppelantenneInsgesamt gering,
aber Einbauhöhe beachten!
HochMittelEmpfang mit Einschränkungen auch
während der
Fahrt möglich
Parabolantenne
HochSehr hoch, v. a. mit Auto-SKEWSehr groß
Empfang auch
auf Fernreisen
Bietet von allen Lösungen die größte Reichweite

Welche Sat-Anlage ist für mich geeignet?

Bevor du dich für eine Anlage entscheidest, solltest du dir einige Fragen beantworten. Für den Kauf des richtigen Satelliten-Systems spielen unter anderem folgende Überlegungen eine Rolle:

Wohin möchte ich reisen?

Grundsätzlich kann der Caravan- oder Wohnmobilbesitzer auf vier verschiedene Antennengrößen zurückgreifen:

  • 40cm Durchmesser
  • 50cm Durchmesser
  • 60cm Durchmesser
  • 85cm Durchmesser

Je weiter die Reise geht, umso größer sollte der Durchmesser der Antenne sein. Für entlegenere Urlaubsgebiete wie Griechenland oder das Nordkap sollte es auf jeden Fall eine 85er Antenne sein.

Wie oft möchte ich meinen Standort wechseln?

Bei einem langen Aufenthalt auf demselben Platz kann man auch auf eine manuelle Antenne zurückgreifen. Diese sind vor allem im Wohnwagenbereich sehr beliebt. Aber ohne einen guten Satellitenfinder wird das Einstellen sehr schwierig und ist deshalb nicht empfehlenswert.

Vollautomatische Antennen bieten Satellitensuche einfach auf Knopfdruck und man kann entspannt fernsehen, muss aber beim Kauf etwas tiefer in die Tasche greifen.

Wie viel Platz steht auf meinem Wohnwagen oder Wohnmobil zur Verfügung?

Am meisten Platz in der Fläche benötigen Parabolantennen, in der Höhe Kuppelantennen. Flachantennen sind die „platzsparsamste“ Variante – neben den tragbaren Lösungen, die einfach im Innenraum des Fahrzeugs verstaut werden können. Achte auch darauf, ob die Antenne deine Solarpanels, falls vorhanden, verschattet. Das sorgt für wesentlich weniger Solar-Ertrag.

Kann ein höherer „Aufbau“ problematisch werden?

Neben Problemen, die bei Durchfahrten durch eine Kuppelantenne entstehen können, solltest du auch im Auge behalten, ob du durch die zusätzliche Höhe der Antenne mit steigenden Mautkosten rechnen musst. Dies könnte z.B. in Frankreich, wo auch die Fahrzeughöhe die Mautklasse mitbestimmt, der Fall sein.

Wie viel Gewichtsreserve habe ich bei meinem Camper?

Bei Wohnmobilen unter 3,5 t zGG und Wohnwagen ohne Auflastung stößt du in punkto Zuladung schnell an deine Grenzen, vor allem, wenn die Fahrzeuge mit etwas Zusatzausstattung versehen sind. Deshalb ist es ratsam, genau zu kalkulieren, ob du dir eine Satellitenanlage plus Fernseher gewichtsmäßig noch „leisten“ kannst.

Sollen mehrere unabhängige TV-Geräte betrieben werden?

Wenn du nicht nur einen, sondern zwei oder vielleicht sogar noch mehr Fernseher an deine Anlage anschließen möchtest, solltest du dies bereits bei deiner Kaufentscheidung im Hinterkopf haben. Es gibt Systeme, die einen Betrieb von bis zu vier unabhängigen Geräten ermöglichen, so dass theoretisch jeder in der Familie sein eigenes Programm ansehen kann. Das ist aber in den meisten Familien eher die Ausnahme als die Regel. Üblich sind „normale“ sogenannte Single-Anlagen für einen Fernseher, häufig kommen TWIN-Anlagen für 2 Fernseher zum Einsatz.

Möchte ich die Anlage auch während der Fahrt nutzen?

Wenn du deine Familie während der Fahrt gerne mit dem aktuellen Fernsehprogramm unterhalten möchtest, kommt eigentlich nur eine Kuppelantenne mit Gyro-Kreisel-Stabilisierung in Frage.

Du musst dir aber darüber im Klaren sein, dass jede Brücke, jeder Tunnel und auch Hauswände das Signal und somit das Fernsehprogramm unterbrechen können. Für die Unterhaltung während der Fahrt solltest du deshalb lieber ein paar DVDs mit ins Wohnmobil nehmen, dann sind auch die Kinder beschäftigt 🙂

Wie viel Geld kann/will ich ausgeben?

Auch bei den Satellitenanlagen gibt es für fast jeden Geldbeutel eine Lösung. Bedenke nur, dass es meistens einen Grund gibt, warum manche Systeme mehr kosten als andere. Qualität und Nutzerfreundlichkeit hat ihren Preis – und gerade, wenn du häufiger fernsehen möchtest, solltest du nicht die billigste Lösung wählen. Dann wirst du auch länger Freude daran haben.

Wie häufig werde ich die Anlage voraussichtlich nutzen?

Hier gilt im Prinzip dasselbe wie für die Frage nach dem Budget: Möchtest du regelmäßig fernsehen und legst du dabei Wert auf zuverlässigen Empfang, dann suche dir eine qualitativ hochwertige Anlage mit guter Reichweite aus. Schaust du nur mal sporadisch alle paar Wochen irgendeine Sendung an, weil dir gerade langweilig ist, reicht sicherlich auch ein einfacheres festinstalliertes oder tragbares System.

Sat-Expertin Babette Bittigkoffer von ten Haaft rät: „Im besten Fall ist die Entscheidung für eine Satellitenanlage eine Entscheidung für viele Jahre. Deshalb legen wir unseren Kunden immer nahe, sich im Vorfeld genau über die einzelnen Systeme und ihre Vor- und Nachteile zu informieren. Optimal wäre es, nicht nur die aktuelle Lebens- und Reisesituation im Auge zu haben, sondern auch schon über eventuelle Pläne für die nähere Zukunft nachzudenken. So lassen sich Fehlkäufe und Frustrationen relativ einfach vermeiden.“

Fallbeispiele aus der Praxis

Ein junges Pärchen mit Campingbus oder Kastenwagen, das über ein begrenztes Budget verfügt, sowieso nur ab und zu mal Nachrichten schauen oder den einen oder anderen verregneten Nachmittag vor der Flimmerkiste verbringen möchte und den Aufwand des Aufbauens und manuellen Ausrichtens nicht scheut, kann auf einen günstigen tragbaren Sat-Antenne zurückgreifen.

Eine kleine Familie mit Wohnwagen, die sich überwiegend in Mitteleuropa (Deutschland, Frankreich, Österreich oder Italien) bewegt, nur einen Fernseher betreiben möchte, eher zu den Wenig-Sehern gehört und selten ihren Standort wechselt, kommt mit einer manuellen Anlage mit einem guten Satellitenfinder sicherlich gut klar.

Alleinreisende oder Paare im Wohnmobil, die auch in den weiter entfernten Ecken Europas unterwegs sind, gerne ihre Abende gemütlich im Camper verbringen und häufiger ihren Standort wechseln, sind mit einer vollautomatischen Parabolantenne mit 85 cm Durchmesser und SKEW gut beraten. Wenn abends jeder gerne seine eigene Sendung sieht, sollte eine TWIN Anlage angeschafft werden, die mit zwei unabhängigen Anschlüssen versehen ist.

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Camping-Rabattkarte „mein PLATZ“ – alle Infos im Überblick https://de.camperstyle.net/campingkarte-mein-platz/ https://de.camperstyle.net/campingkarte-mein-platz/#comments_reply Wed, 06 Mar 2019 05:39:29 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=67313 Über das Thema „Geld“ wird nicht gerne gesprochen. Doch wenn es ums Sparen geht, dann sollten wir doch das ein oder andere Wort darüber verlieren. In diesem Artikel geht es wieder einmal um eine Campingkarte. Sie ist nicht die bekannteste Rabattkarte, dafür für jedermann kostenlos zu haben: Die Clubcard von „mein PLATZ“. Wie du die gratis Sparbegleitung bekommst und wo du mit ihr sparen kannst, erfährst du jetzt.

Wer oder was ist „mein PLATZ“ überhaupt?

Selber beschreibt sich „mein PLATZ“ als europaweit agierende Marketing-, Stellplatz-, Campingplatz- und Caravaning-Community und Plattform, mit dem Ziel seinen Kunden auf Qualität geprüfte Stellplätze in ganz Europa vorzustellen. Die GmbH wurde erst vor 6 Jahren gegründet und misst schon jetzt über 270 Mitgliedsplätze.

Was ist die Clubcard von „mein PLATZ“ und wo kannst du mit ihr sparen?

Die „mein PLATZ Clubcard“ ist keine klassische Campingrabattkarte, wie zum Beispiel die ACSI Card, die ADAC Campcard oder auch die CCI. Bei der besagten Clubcard geht es eher um die kleinen Details. Das heißt nicht, dass man mit ihr nicht sparen kann! Nur an anderen Ecken, als mit den großen Geschwistern.

Klar, wie schon erwähnt, ist die Clubcard ja auch kostenlos, was alle anderen Rabattkarten nicht von sich behaupten können. Die anderen Ecken, von den ich spreche, sind zum Beispiel regionale Restaurants, Wellness-, Gesundheits-, Sport- und Freizeiteinrichtungen. Aber auch bei öffentlichen Veranstaltungen und Konzerten lässt sich mit der Clubcard der ein oder andere Euro sparen. So bekommst du beispielsweise im schönen Bremen einen Preisnachlass von 20% auf eine Stadtführung. Bis zu 2 Personen können mit jeweils einem Euro Ermäßigung, nur einige Meter vom Stellplatz entfernt, im Olbers-Planetarium der Hochschule Bremen, die Sterne bestaunen oder sich im Restaurant „Der Kuhhirte“ nach dem Essen einen Kaffee oder Espresso „aufs Haus“ bringen lassen. Auch so lässt sich sparen! Und das natürlich nicht nur in Bremen.

Als europaweit agierende GmbH, hat „mein PLATZ“ Mitgliedsplätze in insgesamt 7 Ländern. Dazu gehören Österreich, Italien, Slowenien, Niederlande, Schweden, Norwegen und natürlich, Deutschland, wo es die meisten Mitgliedsplätzen gibt. In welchen Städten und Lokalitäten du sparen kannst, erfährst du auf der Internetseite von „mein PLATZ“ oder im hauseigenen Reise- und Themenführer. Erhältlich ist dieser ebenfalls per Direktversand im Internet, auf allen teilnehmenden Campingplätzen und auf einigen Campingmessen.

Das alles hört sich für dich so an, als bräuchtest du unbedingt die Clubcard? Dann musst du lediglich auf die „mein PLATZ“ Webseite gehen, das Antragsformular ausfüllen und schon geht es los. Zumindest fast. Da die Nachfrage aktuell Anfang 2019 ziemlich hoch zu sein scheint, kann es bis zu 3 Monate dauern, bis die Clubcard in deinem Briefkasten landet. Aber dann! Dann kannst du im nächsten Urlaub die Vorteile der „mein PLATZ“ Clubcard genießen. Und das nicht nur für ein Jahr. Nein, die „mein PLATZ“ Clubcard hat eine unbegrenzte Gültigkeit.

Fazit

Ja, mein Fazit. Wahnsinnig viel Geld lässt sich, in meinen Augen mit der „mein PLATZ“ Clubcard nicht einsparen. Dafür ist sie kostenlos und kommt sich mit den meisten anderen Rabattkarten nicht in die Quere. Das heißt, du kannst die problemlos mit anderen Rabattkarte kombinieren und doppelt sparen. Warum also nicht? Besonders geeignet ist die Clubcard für dich, wenn du häufig und gerne Urlaub in Deutschland machst. Und auch, wenn du noch nicht genau weißt, was du rund um den Camping- oder Stellplatz unternehmen sollst, die Clubcard hat doch einiges zu bieten. Ich finde die Clubcard super, auch wenn sie nicht die allergrößten Vorteile bietet. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.

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Camping und Reisen mit Katzen – Tipps für Samtpfoten im Wohnmobil https://de.camperstyle.net/campen-reisen-katzen-wohnmobil/ https://de.camperstyle.net/campen-reisen-katzen-wohnmobil/#comments_reply Mon, 04 Mar 2019 05:44:53 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=68452 Die Vorbereitungen sind getroffen: Um die Post kümmert sich der Nachbar und die Pflanzen gießt eine Freundin. Jetzt stellt sich nur noch die Frage: was ist während des Urlaubs mit der Katze? Soll sie zu Hause bleiben oder kann sie dich zum Campen begleiten?

Während für viele Camper ihr Hund fest zur Reisegruppe dazugehört, sieht es mit den Samtpfoten ein wenig anders aus. Ihnen wird nachgesagt, dass sie keine Ortswechsel mögen und sich am liebsten in ihrer gewohnten Umgebung aufhalten. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es sinnvoll ist, die Katze mit auf die Reise zu nehmen oder nicht. Andererseits leben viele Menschen fest in einem Wohnmobil und haben eine Katze als Haustier. Es scheint also möglich zu sein. Worauf es ankommt, um mit Katzen im Wohnmobil zu reisen und was du beachten solltest, erfährst du in diesem Artikel.

Mit Katzen campen – die Voraussetzungen

Ob du deine Katzen mit zum Campen nehmen kannst, lässt sich nicht grundsätzlich bejahen oder verneinen. Hast du zum Beispiel eine Samtpfote, die ihren Freigang gewohnt ist, wird sie auf diesen bestimmt nicht verzichten wollen. Für sie wäre es eine unschöne Einschränkung, nicht mehr alleine herumziehen zu können. Du musst also überlegen, ob du ihr auch beim Campen den Freigang bieten kannst oder ob sie sich überwiegend im Wohnmobil aufhalten muss. Wenn du vorhast, mit deinem Camper für längere Zeit am gleichen Ort zu stehen, könntest du sie auch dort frei laufen lassen. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Umgebung keine Gefahr für sie darstellt und sie das Wohnmobil als ihr Zuhause akzeptiert hat, zu dem sie zurückfindet. Eine Alternative zum Freigang ist es, deine Katze an einem Geschirr und einer Leine auszuführen oder vor dem Wohnmobil anzuleinen. Dazu ist es notwendig, dass du deinen Stubentiger schon vor der Abreise in Ruhe daran gewöhnst und das Ganze mit ihm übst.

Anders sieht es bei reinen Wohnungskatzen aus. Sie kommen wahrscheinlich besser mit dem begrenzten Raum eines Wohnmobils zurecht und haben unter Umständen weniger oder keinen Freiheitsdrang. Aber auch das lässt sich nicht pauschal beantworten. Eine ältere Katze ist eventuell entspannter als ein junges Energiebündel, das noch über Tische und Bänke geht. Andererseits lässt sich eine junge Katze vielleicht leichter ans Reisen im Wohnmobil gewöhnen als eine ältere.

Nicht außen vor lassen möchte ich die Größe des Wohnmobils. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob du in einem T4 unterwegs bist oder einem geräumigen Wohnmobil. Eine Katze ausschließlich in einem Mini-Van zu halten, wäre tierschutzrelevant. In diesem Fall müsste sie sich auf jeden Fall auch draußen aufhalten und bewegen können.

In die Liste der zu bedenkenden Punkte gehört ebenfalls der mögliche Kontakt mit anderen Tieren. Es kann sein, dass du auf dem Campingplatz oder auch freistehend mit Hunden zu tun hast, die nicht an Katzen gewöhnt sind. Entsprechend musst du ein Auge auf dein Tier haben, wenn du es draußen anleinst. Schließlich rechnet nicht jeder Hundebesitzer damit, dass vor deinem Camper eine Katze sitzt. Und auch Artgenossen können zu einem Problem führen. Es ist nicht auszuschließen, dass in der Gegend bereits andere Katzen ihr Revier haben und es somit zu Kämpfen kommen kann, wenn du deine frei laufen lässt. Falls es zu einer Verletzung kommt, solltest du eine Reiseapotheke für dein Tier griffbereit haben. Hier ist auch unser Beitrag „Erste Hilfe-Tipps für Hund und Katze“ hilfreich. Sinnvoll ist es auch mit ihm zu trainieren, dass es abends von alleine oder auf Zuruf zu dir zurückkommt. Es gibt übrigens die Möglichkeit, ein Wohnmobil mit einer Katzenklappe auszustatten. Wenn du einen Freigänger hast, ist dies unter Umständen eine praktische Lösung.

Es hängt also von den jeweiligen Lebensbedingungen der Katze, aber auch ihrer Persönlichkeit ab und den Bedingungen deines Wohnmobils, ob ihr das Campen gefällt oder nicht. Letztendlich findet auch nicht jeder Hund das Reisen im Wohnmobil toll. Manch einer mag das Autofahren nicht, der andere hat Angst in neuen Umgebungen. Bei Katzen kann all das ähnlich sein.

▶▶ Tipp: Wenn du nicht sicher bist, ob das Campen etwas für deine Katze sein könnte, probiere es doch erst einmal bei einem Kurztrip aus, bevor du eine längere Reise antrittst.

Eine Katze schaut aus einem Wohnmobil Eine Katze sonnt sich auf dem Armaturenbrett im Wohnmobil Ein bequemer Platz fuer die Katze beim Camping im Wohnmobil Eine Katze hat Freigang beim Reisen im Wohnmobil

Vorbereitungen zum Campen mit Katzen

Damit das Campen mit einer Katze gut klappt, sind ein paar Vorbereitungen notwendig. Du benötigst die entsprechende Ausrüstung und solltest bestimmte Sicherheitsvorkehrungen treffen. Wenn du deinen Stubentiger mit ins Ausland nehmen willst, kommen noch die Einreisebedingungen und Vorsorgemaßnahmen hinzu, um die du dich rechtzeitig vor Aufbruch kümmern musst. Wenn du nicht frei, sondern auf Campingplätzen stehst, solltest du außerdem vorher klären, ob dort Katzen gestattet sind und wenn ja, zu welchen Bedingungen.

Zubehör und Sicherheitsmaßnahmen

Zu den notwendigen Utensilien – neben Näpfen und dem Lieblingsspielzeug – gehört selbstverständlich ein Katzenklo. Einige campende Katzenbesitzer berichten, dass sie sich für eine geschlossene Toilette, zum Beispiel die von Modkat, entschieden haben. Auf so engem Raum kann es nämlich ziemlich lästig sein, wenn deine Katze ihr Streu im gesamten Wohnmobil verteilt. Ein geschlossenes Klo ist auch hilfreich, wenn du noch einen Hund dabei hast, der gerne die Hinterlassenschaften deiner Katze frisst. Weniger Platz nehmen mobile Katzentoiletten in Anspruch, die speziell für das Reisen konzipiert wurden. Diese lassen sich zusammenfalten und während der Fahrt verstauen.

Für welche Variante du dich letztendlich entscheidest: gut ist es, wenn du für sie einen festen Ort im Wohnmobil wählst. Katzen mögen es nicht gerne, wenn ihre Toilette ständig den Platz wechselt. Falls dein tierischer Mitbewohner sehr wählerisch ist, solltest du auch genügend von seinem bevorzugten Steu mitnehmen.

Worüber sich dein Stubentiger bestimmt ebenfalls freut, ist eine gemütliche Liegemöglichkeit. Entweder packst du sein Katzenkörbchen ein oder du legst Decken aus. Besonders beliebt scheint bei den Samtpfoten ein Platz mit Aussicht zu sein, zum Beispiel das Armaturenbrett. Andere ziehen sich gerne in Schränke, Regale oder ins Bett zurück. Auch an einen Kratzbaum bzw. eine Kratzmöglichkeit solltest du denken. Eine praktische Lösung kann ein Seegras-Korb sein, den du gleichzeitig als Stauraum nutzen kannst.

Wenn du deine Katze nicht als Freigänger rauslassen, ihr aber trotzdem frische Luft und Bewegung bieten willst, dann brauchst du ein Katzengeschirr und eine Leine. Findest du kein passendes Geschirr in der Katzenabteilung, dann wirf einen Blick in die Hundeabteilung. Bei der Welpenausstattung gibt es meistens eine größere Auswahl. Als Leine empfiehlt sich eine sogenannte Schleppleine. An dieser kannst du mit deiner Katze spazierengehen, sie aber auch am Wohnmobil oder etwas anderem anleinen. Schleppleinen gibt es in unterschiedlichen Materialien und Längen. Ich persönlich mag Schleppleinen aus Biothane, weil sie sehr robust sind. Außerdem gibt es diese in knalligen Farben. Das verringert die Gefahr sie zu übersehen und darüber zu stolpern, wenn deine Katze draußen angeleint ist.

▶▶Wichtig: Eine Schleppleine sollte nie am Halsband, sondern immer nur an einem Geschirr befestigt werden. Sollte kurzfristig ein starker Ruck entstehen, könnte sich deine Katze sonst böse Verletzungen im Halsbereich zuziehen.

Weiter geht’s beim benötigten Zubehör mit einer ausreichenden Sicherung für die Fahrt. Da deine Katze rechtlich als Fracht zählt, musst du sie theoretisch anleinen oder in einer Transportbox sichern. Auch das solltest du rechtzeitig mit deinem Tier üben, damit es auf eurer Reise keine Probleme gibt.

Und nun noch ein wichtiger Punkt, den du unbedingt bedenken solltest: ist dein Wohnmobil für deine Katze ausbruchsicher? Um das zu gewährleisten, kannst du auf robuste Fliegengitter/ – schutztüren zurückgreifen.

Mit Katzen ins Ausland reisen

Wenn du mit deinem Stubentiger innerhalb deines Heimatlandes verreisen möchtest, gibt es nicht so viel zu beachten, außer eventuell den Vorschriften des angedachten Campingplatzes. Anders sieht es aus, wenn du deine Katze mit ins europäische Ausland nehmen willst. Hier musst du dich vorher über die rechtlichen Bestimmungen und Voraussetzungen des jeweiligen Landes erkundigen. Neben einem europäischen Heimtierausweis benötigt deine Katze die vorgeschriebenen Impfungen und sie muss gechipt sein.

▶▶Wichtig: Der Chip wird nicht automatisch bei einer zentralen Stelle registriert, das musst du selbst übernehmen. Lasse die Chipnummer am besten bei Tasso eintragen. Nur so kann dir deine Katze zugeordnet wenn, wenn sie ausgebüxt sein sollte und wieder gefunden wurde.

Bei einer Ausreise ins Ausland solltest du dich unbedingt mit deinem Tierarzt besprechen, welche Präventionsmaßnahmen sinnvoll sind, um sie vor Insektenstichen und/oder speziellen Erkrankungen zu schützen. In manchen südeuropäischen Ländern besteht zudem die Gefahr von Giftködern, die gegen Streuner- oder andere Wildtiere ausgelegt werden. Wenn deine Katze ein Freigänger ist, musst du abwägen, ob du dieses Risiko eingehen möchtest. Im Gegensatz zu einem Hund kannst du sie nicht durch einen speziellen Giftködermaulkorb schützen.

Und dann sind da noch die Temperaturen, an die du denken solltest. In manchen Teilen Südeuropas kann es bereits ab April sehr warm werden. Wenn sich deine Samtpfote ausschließlich im Wohnmobil aufhalten soll, kann dies unter Umständen zu heiß für sie werden. Du musst also überlegen, wie du für Kühlung sorgen kannst oder eine Jahreszeit wählen, in der die Temperaturen für dein Tier zumutbar sind.

Das Armaturenbrett ist ein super Platz fuer Katzen im Wohnmobil Ein Schlafplatz fuer die Katze im Wohnmobil

Fazit – Campen mit Katzen ist möglich

Hunde gehören beim Campen zum normalen Bild dazu. Katzen sind bisher noch in der Unterzahl, wobei sich manche der campenden Stubentigern auch einfach nicht zeigen. Ich habe unterwegs nun schon einige Camper getroffen, die ihre Katze dabei haben. Alle Seiten haben dabei auf mich einen sehr zufriedenen Eindruck gemacht. Wenn du nicht sicher bist, ob das Campen etwas für dich und deine Katze ist, hilft im Zweifelsfall nur das hier: probiere es einfach bei kleinen Touren aus. Wenn dabei alles gut klappt, steht auch einem längeren Trip nichts mehr im Wege.

Fotos: (c) Stefka Meyer | textnomadin.de

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Marktübersicht Faltcaravans – Damit klappt’s einfach https://de.camperstyle.net/marktuebersicht-faltcaravans/ https://de.camperstyle.net/marktuebersicht-faltcaravans/#comments_reply Sun, 03 Mar 2019 04:14:38 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=68085 Faltcaravan, Klappcaravan, Zeltanhänger oder Anhängerzelt: Die Begriffe sind verwirrend; sich auf dem Markt zurechtzufinden, ist nicht ganz leicht. Dafür ist das, was dahinter steckt umso praktischer: ein mobiles Zuhause auf kleinstem Raum zusammengepackt. In dieser Marktübersicht findest du die wichtigsten Hersteller unterschiedlicher Modelle. Faltcaravan ist übrigens der Oberbegriff.

Um mehr Klarheit in die einzelnen Begriffe zu bringen, haben wir jeweils einen eigenen Lexikoneintrag angelegt und erklären, was hinter den Bezeichnungen steckt – wirf doch mal einen Blick darauf.

Vor- und Nachteile von Faltcaravans

Die größten Vorteile  sind monetär, denn im Vergleich zum „normalen“ Wohnwagen sind Faltcaravans beim Transport deutlich flacher, haben dadurch einen geringeren Luftwiderstand und somit auch einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch beim Zugfahrzeug. Sie lassen sich also auch mit kleineren Fahrzeugen ziehen und benötigen weniger Platz, wenn sie nicht gebraucht werden. Auch die Anschaffungskosten sind häufig moderater – Luxusmodelle ausgenommen. Dazu sind Steuern und Versicherung preiswerter als beim Wohnwagen. Und im Gegensatz zum Zelt haben Faltcaravans einen stabilen Unterbau – ein Vorteil bei unebenem oder steinigem Gelände. Außerdem bietet der feste Boden Schutz vor Kälte von unten.

Aber natürlich gibt es  auch Nachteile. So lassen sich die Faltcaravans während einer Rast oder Zwischenübernachtung nicht so einfach nutzen, sondern müssen komplett ausgefahren bzw. aufgebaut werden. Es gibt Hersteller, die geben die Zeit für den Vollaufbau mit knackigen 12 Minuten an, einer spricht sogar von nur 1 Minute. Mancher Besitzer staunt angesichts solcher Zeitangaben allerdings nicht schlecht und schätzt den Aufwand eher auf 45 bis 60 Minuten. Mein Tipp: Auf jeden Fall vor der ersten „richtigen“ Reise in Ruhe ausprobieren und passendes Werkzeug mitnehmen. Tipps findest du auch in unserem Text „Grundausstattung für Camper“.

Auch der Abbau im Regen ist nicht ohne, denn wie beim einfachen Zelt oder bei Zeltdächern muss ein Faltcaravan, egal ob mit Zelt- oder festen Wänden, spätestens nach zwei Tagen zum Trocken erneut aufgebaut werden, so rät es der ADAC. Sonst droht Schimmel und das will ja nun wirklich keiner.

Und noch ein echter Nachteil: Toiletten sind offenbar Mangelware; nur sehr wenige Modelle scheinen damit ausgerüstet zu sein, darunter der „Ysin Opera“  (siehe auch hier) – aber ich finde für einen Anschaffungspreis von rund 50.000 Euro kann man das ja wohl auch erwarten.

Wer hat’s erfunden?

Nein, es waren nicht die Niederländer 😊 Der (vermutlich) erste faltbare Wohnanhänger wurde in den 1950er Jahren in der DDR fabriziert, hieß „Klappfix“ und ließ dank seiner Leichtbauweise zu, dass sich auch Trabbifahrer den Traum vom Wohnanhänger erfüllen konnten. Die Nachfolgemodelle hießen „Camptourist“, verschwanden aber mit der Wende und der damit einhergehenden Schließung des VEB Fahrzeugwerk Olbernhau wieder vom Markt. Allerdings sind noch gebrauchte Modelle im Kleinanzeigenmarkt zu finden. Die „Westvariante“ des „Klappfix“, der importierte „Alpenkreuzer“ ist nach einigen Jahren Pause seit kurzem wieder auf dem Markt.

Faltcaravan-Marken

Deutschland

CAMPWERK

Gemessen an den ganz Alteingesessenen, ist CAMPWERK mit seinen gerade mal neun Jahren noch relativ jung – und hat die schönste Adresse, die man in seine E-Mail-Signatur schreiben kann: „Fröhliche Morgensonne“ heißt die Straße in Bochum-Wattenscheid (aber das nur am Rande). Für seine Faltcaravans erhielt das Team um Firmengründer Michael Krämer 2012 den „Caravaning Design Award: Innovations for new mobility“. Auch hier hilft ein Online-Konfigurator auf der Internetseite bei der Auswahl.

Angebot: Zeltanhänger und Dachzelte
Firmensitz/ Ausstellung: Bochum, Dörzbach und Bardowick (D), Leek (Niederlande)
Websitewww.campwerk.de

Fotos: © I. Privat (Kundenbild) | II. und III. CAMPWERK 

CULTMOBIL

Die Idee zur Firmengründung entstand aus dem Wunsch, ein Alltagsfahrzeug als Freizeitmobil zu nutzen und so flexibler zu sein – so startete das kleine Unternehmen von Sven Otersen mit dem Umbau von T3/T4-Bussen. Inzwischen ist ein einfacher, preiswerter Zeltanhänger dazu gekommen: Ein Zeltcaravan, der sich ganz einfach zum Nutzanhänger umbauen lässt. Oder umgekehrt.

Angebot: Zeltanhänger und Bulli-Umbau
Firmensitz und Ausstellung: Syke
Websitewww.cultmobil.de

Der ausgeklappte Faltcaravan von Cultmobil (c)Cultmobil Der ausgestellte Faltcaravan Cultmobil (c)Cultmobil Blick in das Innere vom Faltcaravan (c)Cultmobil

Foto: © Cultmobil

MGO – MONTEGROSSO OUTDOOR

Noch ein echtes Nordlicht: Der „Freebird“-Faltcaravan von MGO wird in der Nähe von Hamburg gebaut. Vorteil: Die komplette Ausrüstung lässt sich beim „Freebird“ im Ladesystem verstauen. Im Laufe des Jahres 2019 soll noch ein optionales, recht großes Vorzelt dazu kommen, das derzeit noch in der Entwicklung steckt.

Angebot: zwei Faltcaravan-Modelle
Firmensitz/Ausstellung: Ahlerstedt / Besichtigungen nach Anmeldung auch in Hamm/ Westf. und Bernau am Chiemsee möglich
Websitewww.campingtrailer.de

Der Faltcaravan MGO Freebird Foto(C)MGO

Fotos: ©MGO

NB OOUTDOOR

Der Jüngste in der Faltcaravanhersteller-Landschaft: NB OUTDOOR wurde erst 2107 in der Nähe von Berlin gegründet. Inzwischen bietet Gründerin und Inhaberin Nadine Bell nicht nur Dachzelte und Zeltanhänger, sondern auch das passende Zubehör an.

Angebot: Dachzelte, Zeltanhänger und Zubehör
Firmensitz/Ausstellung: Panketal
Websitewww.nb-outdoor.de

Ein ausgeklappter Faltcaravan von NBOutdoor Foto(c)NBOutdoor

Foto: © NB Outdoor

ALPENKREUZER

Alpenkreuzer ist eine der legendärsten Marken der niederländischen Wohnwagen-Geschichte. Das Unternehmen EELART KRAMER SLIEDRECHT (E.K.S.) importierte Ende der 1950er Jahre den in der DDR gebauten „Klappfix“ (auch „Camptourist“) und vertrieb ihn unter dem Namen „Alpenkreuzer.“ Im Jahr 2006 verschwand der „Alpenkreuzer“ aufgrund fehlender Nachfrage vom Markt, jetzt ist er zurück. 2017 hat der Hersteller DOREMA die Marke zunächst auf dem niederländischen Markt wiederaufleben lassen; seit Ende 2018 sind die Modelle auch auf dem deutschen Markt wieder zu haben.

Firmensitz: Düsseldorf (Dorema)
Angebot: drei verschiedene Modelle
Ausstellung/Händler: Verschiedene Vertragshändler in D/NL
Websitewww.alpenkreuzer.com

Der Dorema Faltcaravan auseinandergeklappt Foto (c) Dorema Der zusammengeklappte Faltcaravan von Dorema Foto(c)Dorema

Fotos: © Dorema

3DOG Camping

Die 3DOG CAMPING GMBH ist eine kleine Manufaktur in Hamburg, wie sie nur noch selten zu finden ist. Handproduktion und Eigenarbeit sind hier keine Fremdworte. Hier arbeiten echte Outdoorfans. Bei der Auswahl des richtigen Modells hilft ein Online-Konfigurator auf der Internetseite.

Angebot: Zeltanhänger und Dachzelte
Firmensitz: Hamburg
Ausstellung/ Händler: Vertragshändler in D, F, CH, NL, GB
Websitewww.3dogcamping.eu

Der ausgeklappte Faltcaravan von 3Dog in einer Wueste (c)3Dog Camping GmbH

Foto: © 3Dog Camping GmbH

Frankreich

BEAUER

Weg vom langweiligen weiß-beige-grün: Seit 2012 baut BEAUER in Frankreich formschöne und vor allem farblich variable Caravans, die auffallen. Statt Zeltwände zu entfalten wird hier einfach auseinandergezogen. So werden aus 4 m² im Nu fast 30!

Firmensitz: Cholet/ Produktion Angoulême. Siehe auch unseren Text über Falt- und Klappcaravans.
Angebot: ausziehbarer Caravan „BeauEr“
Ausstellung/Händler: Ausschließlich in Frankreich (Stand Feb. 2019)
Websitewww.beauer.fr

Der Faltcaravan BeauER von außen Das Innere von einem BeauER Faltcaravan Sitzecke im BeauER Faltcaravan

Fotos: © CamperStyle

TIPOON

Noch ist er ein Prototyp, aber 2019 soll der „Tipoon“ in Serie gehen. Entstanden ist das Ganze, als das Unternehmen 2014 dem Ausschuss eines Gründernetzwerks die Idee vom aufklappbaren Wohnwagen vorstellte. Die Kommission war begeistert, das Projekt gewann einen Innovationsaward. Bisher ist der „Tipoon“ allerdings nur auf Messen zu bewundern. Wir haben ihm aber bereits einen ausführlichen Artikel gewidmet.

Websitewww.tipoonthetravelmachine.com

Travel Machine © Tipoon

Foto: © Tipoon

TRIGANO

Vom Familienbetrieb zum Konzern: Begonnen hat alles ganz klein im Jahr 1935. Inzwischen ist TRIGANO einer der größten Konzerne für Reisemobile, Wohnwagen, Zubehör und natürlich Zeltanhänger. Gefertigt werden die Zeltanhänger in Frankreich und kommen dann unter verschiedenen Markennamen wie „Jamet“ (ausschließlich f. die Niederlande), „Trigano“ und „Raclet“ auf den Markt.

Angebot: Zeltanhänger, Reisemobile, Wohnwagen, Zubehör
Firmensitz: Mamers
Ausstellung/Vertrieb: Kreppel Freizeitmobile Affing-Mühlhausen b. Augsburg
Websitewww.trigano-faltcaravan.de

Blick auf den aufgebauten Faltcaravan Cheroky Foto(c)Trigano Der aufgebaute Faltcaravan Zambesi Foto(c)Trigano der aufgebaute Navajo Faltcaravan Foto(c)Trigano

Foto: © Trigano

Niederlande

COMBI CAMP

Nur eine Minute und das Zelt steht – das jedenfalls verspricht der niederländische Hersteller COMBI CAMP. Zudem bietet der Combi-Camp-Zeltanhänger einen großzügigen Gepäckraum im Inneren und obendrauf einen Gepäckträger für größeres Zubehör oder Fahrräder.

Angebot: drei verschiedene Zeltanhängermodelle für zwei bis sieben Personen
Firmensitz: Heemstede (NL)
Ausstellung: Vertragshändler in DK, NL, N und ISL
Websitecombi-camp.com

Blickt auf den ausgeklappten Faltcaravan CombiCamp Foto:C CombiCamp Der Faltcaravan CmobiCamp aufgebaut Foto (c)CombiCamp

Fotos: © Combi Camp

HOLTKAMPER

Direkt hinter der niederländischen Grenze im Emsland sitzt die Firma Holtkamper. Bereits Ende der 1920er begann hier die Produktion. Zunächst wurden Zelte gefertigt, später kamen Zeltanhänger, Faltwohnwagen, Gepäckanhänger hinzu. 1983 brachte Holtkamper den damals am schnellsten aufstellbaren Faltwohnwagen der Welt auf den Markt: den „Holtkamper Flyer“. Die heutigen Modelle „Coocon Aero“, „Kite Windforce“ und „Holtkamper Nano“ erinnern in ihrer Windschnittigkeit an Flugdrachen.

Firmensitz: Emmen
Angebot: Verschiedene Faltcaravanmodelle, Zelte und Zubehör
Ausstellung: Emmen (NL) und Avenche (CH)
Websitewww.holtkamper.de

England

OPUS CAMPER

Aufblasen statt aufbauen: Der „Opus Air“ wurde 2018 für sein besonderes Aussehen mit dem „German Design Award“ ausgezeichnet. Hergestellt wird der selbst-aufblasende Faltcaravan, der bis zu zehn (!) Personen Platz bietet, in Großbritannien als Ableger der renommierten Marke „Purple Line“.

Firmensitz: Suffolk
Angebot: unter dem Markennamen Air Opus wird nur ein Modell angeboten
Ausstellung: Diverse Händler in D, NL, DK, GB, N
Websitewww.opuscamper.de

Der AO Faltcaravan am Abend Foto(c)Air Opus Blick in das Innere vom AO Faltcaravan Foto(c)Air Opus

Fotos: © Air Opus

PENNINE OUTDOOR LEISURE

PENNINE OUTDOOR LEISURE ist seit 1977 am Markt und einer der führenden Hersteller von Faltcaravans auf dem englischen Markt. Die verschiedenen Modelle unterscheiden sich mehr in der Ausstattung als im Aussehen.

Firmensitz: Accrington (GB)
Angebot: diverse Faltcaravans
Ausstellung: überwiegend in UK, ein Händler in Eindhoven (NL)
Websitepennineoutdoorleisure.co.uk

Dänemark

CAMP-LET

Der dänische Hersteller CAMP-LET (dänisch für „leichtes Campen“) ist ebenfalls ein echter Klassiker am Markt. Seit 1968 produziert das Unternehmen Faltcaravans. Inzwischen gehört es zur belgischen ISABELLA  GROUP.

Firmensitz: Lohfelden (Firmensitz Isabella)
Angebot: Faltcaravans und Zubehör, u.a. ein Deichselkasten für Zubehör
Ausstellung: div Händler in D, CH, AU
Website: www.isabella.net/de/camp-let

Der aufgebaute Faltcaravan Camplet Foto (c)Camplet

Foto: © Camp-Let

Spanien

COMANCHE

Der ist so leicht, der schwimmt sogar in Milch? Das nicht, aber der „MC Camp“ von COMANCHE lässt sich sogar von einem Motorrad ziehen! Der Hersteller sitzt in Barcelona und produziert seit den 1970er Jahren Zeltanhänger und Transportanhänger für PKW und Motorräder.

Angebot: Zeltanhänger für PKW und Motorrad
Firmensitz: Barcelona
Ausstellung/Händler: Samern (D), Schijndel (NL), Muhen (CH) und weitere
Websitewww.rcomanche.com

Der Faltcaravan Comanche zusammengeklappt Der ausgeklappte Faltcaravan Comanche Foto (c) Comanche

Fotos: © Comanche

Australien

GORDIGEAR

Beim australischen Ausrüster GORDIGEAR begann alles mit der Herstellung von Ausrüstung für den Eigengebrauch. Inzwischen hat sich das Unternehmen auf die Herstellung von Dachzelten, Anhängerzelten, Automarkisen und Zubehör spezialisiert. Die Produktionswerkstätten sind in Australien und Übersee, die Entwicklungs- und Designabteilung hat ihren Sitz in Oberbayern.

Angebot: Anhängerzelte, Dachzelte
Firmensitz/Niederlassungen: Laufen (D) Southport (Australien) und Phoenix (USA)
Websitewww.gordigear.com

Titelfoto: (c) CAMPWERK

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Gewinnspiel: ADAC-Fahrsicherheitstraining für Wohnmobil oder Wohnwagen-Gespann https://de.camperstyle.net/adac-fahrsicherheitstraining-gewinnen/ https://de.camperstyle.net/adac-fahrsicherheitstraining-gewinnen/#comments_reply Fri, 01 Mar 2019 06:09:31 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=68929 Der richtige Umgang mit Gefahrensituationen ist vor allem für Besitzer großer Fahrzeuge wichtig. Deshalb raten wir Einsteigern wie auch fortgeschrittenen Campern, ein Sicherheitstraining zu absolvieren, um ein Gefühl für das Wohnmobil oder das Wohnwagen-Gespann zu bekommen und die Scheu vor Vollbremsungen und Ausweichmanövern zu verlieren. Wir selbst haben schon ein solches Training gemacht und trotz unserer zigtausend gefahrenen Wohnwagenkilometer noch viel Neues gelernt.

Auch du hast jetzt die Chance, dich unter fachkundiger Anleitung schulen zu lassen. Gemeinsam mit unseren Partnern PiNCAMP und ADAC Reisen verlosen wir einen Platz in einem speziellen ADAC-Fahrsicherheitstraining für Camper.

Was lerne ich in einem solchen Training?

Neben einer theoretischen Einführung und einem ersten „Kennenlernen“ deines Fahrzeugs erfährst du alles Wissenswerte rund um Beladung, Ladungsverteilung, Gewichtsgrenzen und Fahrverhalten. Im praktischen Teil geht es aufs Trainingsgelände, wo du Brems- und Ausweichmanöver, aber auch Kurvenfahrten, Slalom und Rückwärtsfahren üben kannst.

Die Details hat Sebastian in diesem Artikel für dich zusammengefasst: Fahrsicherheitstraining für Camper – Warum auch du darüber nachdenken solltest

Wo finden die Trainings statt?

Die Fahrsicherheitstrainings für Wohnmobile und Wohnwagen-Gespanne werden an vielen verschiedenen Orten bundesweit angeboten. Auf dieser Karte kannst du das gewünschte Training (Wohnmobil oder Wohnwagen-Gespann) auswählen und deine Postleitzahl eingeben. In den Ergebnisssen wird dir dann das nächstgelegene ADAC-Fahrsicherheitsgelände angezeigt: adac.de/produkte/fahrsicherheitstraining

Wie kann ich am Gewinnspiel teilnehmen?

Die Teilnahme an unserem Gewinnspiel ist ganz einfach: Trage dich in das nachstehende Formular ein und beantworte die Gewinnspielfrage.

Einsendeschluss ist der 21. März 2019, 23.59 Uhr.

Ich möchte das ADAC-Fahrsicherheitstraining gewinnen

  • Die Angabe deines Namens ist freiwillig und dient nur dazu, dass wir dich in der E-Mail-Benachrichtigung persönlich ansprechen können.
  • Welches ist dein absolutes Traumreiseziel? (Hier kannst du ein Land, eine Region oder auch einen bestimmten Campingplatz nennen)

Muss ich mich an den Kosten für das Training beteiligen?

Nein. Du trägst lediglich deine Ausgaben „drumherum“ – zum Beispiel für An- und Abreise und ggf. für die Übernachtung. Das Training selbst ist für dich komplett kostenlos.

Findet das Training mit dem eigenen Fahrzeug statt?

In der Regel ja. An einzelnen Standorten stehen aber gelegentlich auch Leih-Wohnmobile oder -Wohnwagen zur Verfügung. Die genauen Bedingungen kannst du in deinem ADAC-Fahrsicherheitszentrum erfragen.

Welche Bedingungen muss ich für die Teilnahme am Training erfüllen?

Auf allen ADAC-Trainingsplätzen gilt die Straßenverkehrsordnung. Du benötigst daher einen gültigen Führerschein für dein Fahrzeug oder das Leih-Mobil und du wie auch dein Fahrzeug müssen natürlich am Tag des Trainings fahrtüchtig sein.

Wenn du ein Fahrzeug mietest oder dir von Bekannten eines leihst, brauchst du eine Bescheinigung der rechtmäßigen Eigentümer, dass diese mit deiner Teilnahme am Fahrsicherheitstraining einverstanden sind.

Informationen zu unseren Gewinnspielpartnern

PiNCAMP

PiNCAMPPiNCAMP - die Campingplatz-Plattform des ADAC ist das neue Campingportal des ADAC, auf dem du einfach und schnell deinen Wunschcampingplatz suchen, finden, reservieren und nach deiner Reise bewerten kannst.

Auf PiNCAMP sind insgesamt 9.000 Campingplätze gelistet – neben den rund 5.500 Partnerplätzen des ADAC auch viele weitere tolle Optionen für deinen Campingurlaub in Deutschland und ganz Europa. Für weitere Inspiration sorgen wöchentlich frische News, Reiseberichte, Interviews und Campingplatz-Tipps.

PiNCAMP ist ein verlässlicher Guide im Campingplatz-Dschungel, der mit Geschichten begeistert und den Camper in jeder Phase seiner Reise begleitet.

adacreisen.de

Auf dem Portal adacreisen.de findest du viele tolle Tipps, informative Ratgeberseiten sowie Reiseangebote aller bekannten Veranstalter, die dir wunderbare Urlaubserlebnisse auf der ganzen Welt bescheren. Du kannst dich online oder im ADAC Reisebüro vor Ort beraten lassen und bequem deine Wunsch-Tour buchen – von der Kreuzfahrt bis zum Hotelurlaub und von der Rundreise bis zum Mobilheim.

Und natürlich dürfen auch Angebote für Camper hier nicht fehlen: Ganz gleich, ob du einen Roadtrip durch Neuseeland planst, von der Route 66 träumst oder Europa im Wohnmobil erkunden möchtest – mit adacreisen.de findest du das passende Wohnmobil für dein ganz persönliches Camping-Abenteuer.

Alle Reisen sind auch für Nicht-ADAC Mitglieder buchbar. Für Mitglieder gibt’s in den Reisebüros noch jede Menge kostenlose Extras wie Toursets mit Urlaubsführern, Reisekarten und Routentipps.

Teilnahmebedingungen

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erkennen die Teilnehmer*innen ausdrücklich und verbindlich die nachfolgenden Teilnahmebedingungen an.

  1. Teilnahme- und gewinnberechtigt sind nur volljährige, natürliche Personen.
  2. Mitarbeiter von CamperStyle, PiNCAMP und adacreisen.de sowie deren Angehörige (Verwandte ersten und zweiten Grades sowie Ehe- und Lebenspartner) sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
  3. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine gültige Fahrerlaubnis für das im Training zu führende Fahrzeug.
  4. Erfolgt die Teilnahme im eigenen Fahrzeug, so muss dieses verkehrssicher sein und den Vorschriften der StVO entsprechen.
  5. Einsendeschluss ist der 21. März 2019, 23.59 Uhr. Die Verlosung erfolgt per Zufallsgenerator.
  6. Die Gewinnerin oder der Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Erfolgt innerhalb von 14 Tagen nach Benachrichtigung keine Rückmeldung, behält CamperStyle sich vor, eine*n Ersatz-Gewinner*in auszuwählen.
  7. CamperStyle hat das Recht, Teilnehmer*innen zu disqualifizieren, sofern diese den Teilnahmevorgang manipulieren oder dies versuchen.
  8. CamperStyle behält sich das Recht vor, das Gewinnspiel ganz oder in Teilen abzubrechen. Personenbezogene Daten der Teilnehmer werden sodann gelöscht.
  9. Die Teilnahme am Fahrsicherheitstraining erfolgt auf eigene Gefahr. Die Veranstalter des Gewinnspiels (CamperStyle, PiNCAMP und adacreisen.de) übernehmen keine Haftung für eventuelle Schäden, körperliche Verletzungen oder Unfälle, die vor, während oder nach dem Fahrsicherheitstraining entstehen. Im Übrigen gelten die Haftungsbedingungen sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen örtlichen Fahrsicherheitszentrums.
  10. Ferner haftet CamperStyle nicht für die Insolvenz eines Kooperationspartners und die sich daraus für die Realisierung und Abwicklung des Gewinnspiels ergebenden Folgen.
  11. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  12. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
  13. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Teilnahmebedingungen ungültig sein, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bedingungen hiervon unberührt.
  14. Mit Absenden des Teilnahmeformulars erklären sich die Gewinnspielteilnehmer einverstanden, im Nachgang der Verlosung von den CamperStyle zum Zwecke der Gewinnbenachrichtigung oder anderer im Zusammenhang mit diesem Gewinnspiel stehender Informationen per E-Mail kontaktiert zu werden.
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https://de.camperstyle.net/adac-fahrsicherheitstraining-gewinnen/feed/ 0
Fahrsicherheitstraining für Camper – Warum auch du darüber nachdenken solltest https://de.camperstyle.net/fahrsicherheitstraining-fuer-camper/ https://de.camperstyle.net/fahrsicherheitstraining-fuer-camper/#view_comments Fri, 01 Mar 2019 05:57:55 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=68638 Du fährst in deinem PKW mit 130 km/h auf der linken Spur über die Autobahn. Auf dem Beifahrersitz liegen ein paar Unterlagen, Smartphone, Tablet und eine Flasche Wasser sowie ein Sandwich. Plötzlich zieht vor dir ein Auto mit auf deine Spur und bremst dich aus.

Statt beherzt zu bremsen, zögerst du, steigst nur leicht aufs Pedal und versuchst, auf die rechte Fahrbahn auszuweichen. Warum? Weil du in Gedanken bei den Dingen auf dem Beifahrersitz warst, die alle herunterfallen könnten. Mit der rechten Hand hast du vielleicht sogar noch versucht, das Sandwich davon abzuhalten, sich um dein Smartphone zu wickeln.

Mit dem PKW ist das Fahrmanöver mit viel Glück noch einmal gut gegangen – mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen hätte das ganz anders aussehen können. Denn ein Campingfahrzeug mit hohem Schwerpunkt oder gar ein Anhänger hätte sich bei einer solchen Lenkaktion wahrscheinlich aufgeschaukelt und wäre ausgebrochen.

Um gefährliche Situationen wie diese zu vermeiden, ist wichtig, stets konzentriert und in der korrekten Sitzposition zu fahren, aber auch, das eigene Fahrzeug gut zu kennen und im Notfall richtig zu reagieren. All das kannst du in einem Fahrsicherheitstraining lernen.

Fahrsicherheitstrainings sind sinnvoll

Ich fahre seit mehr als 20 Jahren unfallfrei, habe vor vielen Jahren schon ein solches Fahrertraining mit dem PKW absolviert und war erstaunt über die Bremswege und das Verhalten der Fahrzeuge. Und es ist so langsam auch mal wieder an der Zeit, dieses Wissen aufzufrischen. Wenn wir im Sommer zurück in Deutschland sind, werden wir uns für ein Training anmelden, diesmal mit dem Wohnmobil. Meine Kollegin Nele hat letztes Jahr mit dem Wohnwagen teilgenommen und konnte auch als routinierte Fahrerin noch viel lernen. Hier geht es zu ihrem Erfahrungsbericht.

Du denkst dir jetzt vielleicht: „Wenn man doch seit Jahrzehnten ohne einen Unfall fährt, warum braucht man dann überhaupt so einen Kurs?“

Die Sache ist ganz einfach: In 99 Prozent der Fälle reichen deine Fahrerfahrung und dein Können wahrscheinlich aus. Was ist jedoch in einer Extremsituation? Was tust du, wenn dir ein Reh direkt vors Fahrzeug springt? Oder viel schlimmer: ein Kind? Wenn dein Wohnwagen bei 100 km/h auf der Autobahn plötzlich zu schlingern beginnt oder du mit dem Wohnmobil einem plötzlichen Stauende ausweichen musst?

Zu 99 Prozent geht immer alles gut. Das eine übrige Prozent ist das Problem. Jederzeit kann etwas Unvorhersehbares passieren. Außerdem ist das Fahrverhalten eines Wohnmobils oder Wohnwagengespanns in keiner Weise mit dem eines Pkw zu vergleichen.

Deshalb ist ein solches Training ein bisschen wie eine Versicherung: Du brauchst sie so gut wie nie im Leben – wenn du sie jedoch einmal brauchst, dann wirklich dringend.

Was beinhaltet ein Fahrsicherheitstraining?

Die Inhalte eines Fahrsicherheitstrainings für Wohnmobile oder Wohnwagengespanne sind speziell auf den Alltag von Campern ausgerichtet:

  • Du erfährst alles Wissenswerte über Beladung, Ladungsverteilung und Ladungssicherung. So hast du beim Fahren den Kopf frei und musst dir keine Gedanken über umherfliegende „Geschosse“ oder Gewichtskontrollen machen. Außerdem haben richtig beladene Fahrzeuge ein deutlich besseres Fahrverhalten. Schau dir dazu schon einmal unseren Artikel zum richtigen Beladen eines Wohnwagens und eines Wohnmobils an.
  • Du lernst dein Fahrzeug besser kennen. Viele Wohnmobile und Wohnwagen stehen den größten Teil des Jahres einfach nur auf dem Stellplatz herum. Damit die Technik, die deine Fahrsicherheit gewährleistet immer einsatzbereit ist, lernst du, wie und was du vor Fahrtantritt überprüfen solltest. Außerdem stehen Rangieren, Slalom sowie Kurven- und Rückwärtsfahren auf dem Lehrplan. Danach parkst du auch mit dem größten Gefährt wie ein Profi ein!
  • Du frischst lange vergessenes Wissen wieder auf. Die richtige Sitzeinstellung, die korrekte Lenkradhaltung, der Spiegel- und Schulterblick – in der Fahrschule haben wir das alle einmal gelernt. Aber es ist lange her. Diese Dinge sind einfach umzusetzen und können im Notfall den entscheidenden Unterschied machen.
  • Und am Allerwichtigsten: Du übst, wie du dein Fahrzeug in Extremsituationen wieder unter Kontrolle bekommst. Vollbremsungen, Ausweichmanöver oder massives Aufschaukeln stehen im normalen Fahralltag – zum Glück! – nicht unbedingt auf der Tagesordnung. Deshalb weiß kaum jemand, wie man solche Situationen souverän meistert. Beim Fahrtraining lernst du unter fachkundiger Anleitung, was im Fall der Fälle zu tun ist, und kannst das neue Wissen auf dem abgesicherten Gelände auch gleich in die Tat umsetzen.

Wenn auch du dein Fahrzeug besser kennenlernen möchtest, mach einfach bei unserem Gewinnspiel mit. Wir verlosen ein ADAC-Fahrsicherheitstraining für Wohnmobile und Wohnwagengespanne.

Inhalte beim Fahrsicherheitstraining für Wohnmobil-Fahrer*innen

  • Tipps zur richtigen Beladung
  • Slalom fahren
  • Einschätzung der Fahrzeug-Abmessungen
  • Bremsen auf unterschiedlichen Fahrbahnuntergründen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
  • Fahrassistenzsysteme
  • Sicheres Kurvenfahren
  • Notmanöver: Bremsen in der Kurve
  • Praxisübungen und Tipps für gekonntes Rückwärtsfahren und Rangieren

Inhalte beim Fahrsicherheitstraining für Gespannfahrer*innen

  • Tipps zur richtigen Beladung
  • Tipps zum An- und Abkuppeln
  • Slalom/Bremsen auf unterschiedlichen Fahrbahnuntergründen
  • Anwendung unterschiedlicher Bremstechniken
  • Einschätzung der Fahrzeug-Abmessungen
  • Erarbeitung von Notfallstrategien (Ausweichen, Schlingern, Fahrassistenzsysteme)
  • Praxisübungen und Tipps für gekonntes Rückwärtsfahren und Rangieren

Neben den vielen praktischen Übungen bekommst du von den Trainern auch unzählige Tipps und Tricks rund um den Wohnwagen bzw. das Wohnmobil. Diese helfen dir nicht nur in Extremsituationen sondern auch im normalen Alltag mit deinem Fahrzeug. So kommst du entspannter und sicherer ans Ziel.

Überladung ist auch ein Problem für die Fahrsicherheit

In den Kursen werden unter anderem auch das zulässige Gesamtgewicht und die damit verbundene maximale Zuladung thematisiert. Was sind Achslasten und warum darf ich diese nicht überschreiten? Und was kann ich tun, wenn ich ein Fahrzeug mit wenig Zuladungsreserven besitze? Auf all diese und viele weitere Fragen bekommst du Antworten.

Wir haben selbst auch schon Artikel zum richtigen Beladen, da kannst du dir sicher eine Menge Tipps mitnehmen:

Verhalten in Notsituationen

Neben dem angepassten Fahren an die jeweilige Situation lernst du das Verhalten in Gefahrensituationen. Was muss ich tun, um bei einem Bremsmanöver den kürzesten Bremsweg zu haben? Wie lange brauche ich überhaupt, um auf die Bremse zu treten? Warum bremsen viele Menschen viel zu zaghaft? Vielleicht kennst du so eine Situation selber schon.

Wie reagiert mein Fahrzeug auf glatter Fahrbahn und wie reagiere ich entsprechend darauf? Wohnmobile und Gespanne verhalten sich ja ganz anders als ein einzelner PKW.

Ich hatte die Möglichkeit, mit dem Trainer und Experten Jürgen Kramer vom ADAC Fahrsicherheitszentrum in Augsburg zu sprechen. Ich habe ihn gefragt, was die größten AHA-Momente seiner Teilnehmer sind. Er sagte mir:

Viele Teilnehmer sind überrascht beim Bremsen auf unterschiedlichen Fahrbahnbelegen. Vor allem davon, wie stark sich der Bremsweg einer glatten Fahrbahn verlängert.

Dass sich beim Verdoppeln der Geschwindigkeit der Bremsweg vervierfacht, hat jeder in der Fahrschule gelernt. Dieses in der Praxis jedoch auszuprobieren und selbst zu erleben ist immer noch einmal etwas anderes. Ebenso wie lange es dauert, bis man überhaupt reagiert und bremst.

Der dritte Punkt, den viele Teilnehmer unterschätzen ist die Sitzposition und wie man das Lenkrad hält. Beides kann zu kürzeren Bremswegen und entspannterem Fahren führen, wenn man es richtig macht.

Wo kann ich so ein Fahrsicherheitstraining absolvieren?

Der ADAC bieten in vielen Standorten in Deutschland solche Kurse an. Mehr Infos zu den Preisen und Standorten findest du hier:
https://www.sicherheitstraining.net/wohnmobil-wohnwagen-training,378.html

Auch bei anderen Anbietern wie der deutschen Verkehrswacht, einigen TÜV-Stellen oder dem einen oder anderen Wohnwagen- und Wohnmobil-Hersteller kannst du Fahrsicherheitstrainings buchen.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Du brauchst einen gültigen Führerschein für das Fahren mit deinem Wohnmobil oder Gespann. Außerdem benötigst du für viele Trainings ein eigenes Fahrzeug.

Fazit

Bei einem Fahrtraining lernst du nicht nur dein Fahrzeug oder Gespann besser kennen und beherrschen, sondern erfährst auch, wie du entspannter fährst. Das richtige Verhalten in Notsituationen kannst du auf andere Art und Weise nicht wirklich trainieren, deshalb ist ein Fahrsicherheitstraining aus meiner Sicht absolut sinnvoll für jeden Fahrer und jede Fahrerin – ganz gleich, ob Einsteiger oder Fortgeschrittene.

Du kannst natürlich auch auf freier Straße mal probeweise eine Vollbremsung durchführen. Ob diese jedoch richtig erfolgt ist, du also korrekt gebremst hast, sieht nur ein geschulter Trainer von außen.

Abschließend noch ein wichtiger Tipp, den mir ADAC-Fahrtrainer Jürgen Kramer mit auf den Weg gegeben hat:

Entspannt starten, ruhig bleiben und sich gut auf die Fahrt vorbereiten sind die einfachsten und wichtigsten Punkte, die jeder für sich schon einmal im Vorfeld einer Reise umsetzen kann. Schließlich ist es Urlaub und der soll vor allem Spaß machen!

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https://de.camperstyle.net/fahrsicherheitstraining-fuer-camper/feed/ 1
Wohnmobil oder Wohnwagen kaufen – Entscheidung, Finanzierung, Spartipps https://de.camperstyle.net/wohnmobil-caravan-kaufen-finanzieren/ https://de.camperstyle.net/wohnmobil-caravan-kaufen-finanzieren/#comments_reply Thu, 28 Feb 2019 04:26:34 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=68665 Geht es nach den Zahlen des Caravaning Industrie Verbands (CIVD), findet der Urlaub in den eigenen vier rollenden Wänden immer mehr Anhänger. Die Branche vermeldet ein Rekordjahr nach dem anderen und auch auf den Messen reißen die Besucherströme nicht ab. Auf dem Caravan Salon Düsseldorf, der weltweit größten Messe für Reisemobile und Freizeit, fluteten rund 250.000 Menschen auf der Suche nach den neuesten Camping-Trends die Düsseldorfer Messehallen, auf der CMT in Stuttgart waren es sogar um die 260.000 Besucher.

Wer mit dem Gedanken spielt, ein eigenes Freizeitmobil, ob Caravan oder Wohnmobil, zu erstehen, kann auf diesen Messen alles in Augenschein nehmen, was der Camping-Markt zu bieten hat. Die Palette geht los bei sympathischen Caravan-Winzlingen wie dem Kulba Teardrop für rund 8.000 Euro, der trotz 3,30 Meter und 1,83 Meter Höhe alles Nötige für einen entspannten Urlaub an Bord hat und wegen seiner geringen Maße perfekt in jede Garage passt – und endet bei 12 Meter langen Wohnmobil-Giganten wie dem „Völkner Performance S“ für schlappe 1,5 Mio. Euro, der mit Spülmaschine, integrierter Aufschnittmaschine (Wer braucht das eigentlich?) und einer Garage für den mitgeführten Sportwagen puren Luxus verspricht.

Ganz gleich, in welcher Preisklasse du dich bewegst – wenn du mit der Anschaffung eines eigenen Campers liebäugelst, solltest du dir im Vorfeld viele Gedanken machen. Wir erklären dir, worauf es ankommt.

Wohnmobil oder Caravan kaufen? – Tipps zur Klärung

Vor dem Kauf besser erst mal mieten

Aufgrund des großen Angebots und vielerlei verlockender Rabatte soll so manch unbedarfter Messebesucher die Hallen schon als stolzer Besitzer eines brandneuen Wohnmobils wieder verlassen haben. Ohne jemals zuvor gecampt zu haben, selbstverständlich. Die Vorstellung, mit einem eigenen Wohnmobil oder Caravan ganz selbstbestimmt und flexibel die schönsten Fleckchen auf unserer Erde zu erkunden, kann einem schon ziemlich den Kopf verdrehen. Trotzdem solltest du besser keine Spontankäufe machen. Und das gilt nicht nur für das 1,5 Millionen teure Völkner-Mobil samt Garage, sondern grundsätzlich für den Kauf eines jeden Freizeitmobiles.

Zu groß ist die Gefahr, dass du dir das freie ungebundene Lotterleben an Bord eines Wohnmobils ganz anders vorgestellt hast, als es tatsächlich ist. Zugegeben, wir als Camper sagen dir, die Gefahr ist ziemlich gering, aber sie lässt sich nicht gänzlich wegdiskutieren. Warum also ein Risiko eingehen. Leih dir stattdessen für ein paar Wochen dein Traum-Gefährt aus und geh auf große Testfahrt. Nur durch Ausprobieren bekommst du verlässliche Antworten auf die Frage, ob diese Form des Reisens etwas für dich ist. Und die Frage der Finanzierung ist noch einmal eine ganz anderer Punkt, den wir weiter unten im Text ausführlich behandeln.

Weitere Informationen findest du in unserem Artikel „Mieten statt kaufen“.

Entscheidungshilfe: Caravan oder Wohnmobil – Pros und Contras  

Ist die grundsätzliche Entscheidung fürs Campen gefallen, bleibt nur noch die spannende Frage, ob für dich ein Wohnmobil oder ein Caravan das geeignete Haus auf Rädern darstellt. Fragst du langjährige Camper, gibt es unzählige Argumente für die eine, aber auch für die andere Form des Reisens, die fast schon an einen Glaubenskrieg erinnern. Wir haben dir die wichtigsten Punkte zusammengetragen: 

Vor- und Nachteile rund um den Caravan

  • Für einen Caravan spricht der im Vergleich zum Wohnmobil wesentlich günstigere Anschaffungspreis. Ein absoluter Pluspunkt für Menschen mit etwas dünnerer Kapitaldecke.
  • Auch die Unterhaltskosten sprechen für einen Caravan, der als Anhänger natürlich billiger zu nutzen ist, als ein Wohnmobil. Dagegen ist ein WoMo ein vollwertiges komplettes Fahrzeug. Mit der Folge, dass sämtliche Fahrzeugteile, ähnlich wie bei einem Auto dem Verschleiß unterliegen, was die Unterhaltungskosten, vor allem bei älteren Modellen, deutlich in die Höhe treibt. Man denke nur an einen drohenden Motorschaden.
  • Größere Beweglichkeit vor Ort. Mal schnell Einkaufen fahren oder Sehenswürdigkeiten in kleinen engen italienischen Städtchen begucken? Mit dem Wohnwagen-Gespann kein Problem. Auf dem Campinglatz angekommen, wird abgekuppelt und das Zugfahrzeug steht jederzeit für einen Ausflug bereit, ohne dass der komplette Hausstand erst umständlich verstaut werden muss.

Vor- und Nachteile rund um das Wohnmobil

  • Unabhängigkeit von Campingplätzen. Ganz für sich sein und fern von jeder Zivilisation den Sonnenuntergang betrachten. Das geht nur mit dem Wohnmobil.
  • Schneller am Ziel sein. Anders als für Gespanne gelten für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen keine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Autobahn. Für Fahrer von Gespannen ist schon bei 80 km/h, mit Ausnahmegenehmigung bei 100 km/h Schluss.
  • Heute hier, morgen da. Wohnmobilfahrer bleiben selten lange an einem Platz. Sie haben das Abenteurer-Gen und genießen das unkomplizierte Reisen mit ihrem Fahrzeug. Ankommen, parken, fertig. Wohnwagen-Fahrer haben direkt nach Ankunft ein ganz anderes Programm zu absolvieren, bevor sie zum gemütlichen Teil des Tages übergehen können. Sie sind mit Rangieren, Abkuppeln und Stützen runterfahren gern mal eine halbe Stunde beschäftigt.

Zu diesem Thema haben wir einen sehr ausführlichen Artikel: Wohnmobil, Kastenwagen, Campingbus oder Wohnwagen – der große Vergleich

Ist nun geklärt, ob du in Zukunft zur Fraktion der Wohnwagen-Fahrer gehören oder am Steuer eines Wohnmobils sitzen wirst, gehen wir zur wichtigsten Frage der kompletten Planung über: Wie finanzierst du den ganzen Spaß?

Die Finanzierung – So erfüllst du deinen Traum

Glaubt man dem Kraftfahrtbundesamt, waren im Jahr 2018 rund eine halbe Million Wohnmobile zugelassen – Tendenz, ganz klar steigend. Bei Preisen ab 35.000 Euro für ein neues Reisemobil wundert es nicht, dass rund zwei Drittel der Fahrzeuge fremdfinanziert sind. Hier sind eben Beträge erreicht, die nur die wenigsten von uns mal eben auf dem Konto haben. Also keine Sorge, wenn es dir ähnlich geht.

Um dir deinen großen Traum zu erfüllen, musst du nicht mal über viele Jahre streng sparen. Mit Hilfe der folgenden drei Alternativen kommst du trotz geringer oder ganz fehlender Eigenkapital-Decke schnell an dein Wunsch-Fahrzeug. Wir zeigen dir Vor- und Nachteile von Finanzierung und Leasing [1] auf und klären die Frage, welche Alternative für dich die Beste ist.

Das Leasing

Leasing ist äußerst beliebt. Kurze Laufzeiten, immer das neueste Modell fahren und dafür nur kleine monatliche Raten zahlen. Hört sich zunächst ganz danach an, als ob Leasing der perfekte Weg sei, um ein Fahrzeug zu finanzieren. Aber wie meistens, steckt auch hier der Teufel im Detail. Im klassischen Sinne fällt Leasing nicht unter eine Finanzierung, sondern ist eine Gebrauchsüberlassung gegen Geld. Rechtlich ist Leasing also nichts anderes, als ein Auto-Mietvertrag über eine längere Dauer. Mit dem kleinen Unterschied, dass du als Leasingnehmer für Reparaturen und Versicherungen ganz allein verantwortlich bist.

Deine Rechte und Pflichten als Leasingnehmer

Du wirst zu keinem Zeitpunkt Eigentümer des Fahrzeugs. Ein klarer Nachteil. Das wird dann zum Problem, wenn sich deine Lebensumstände ändern und du das Fahrzeug gern abgeben möchtest. Ein Verkauf ist aus dem eben erwähnten Grund nicht möglich. Stattdessen ist eine Übernahme des Leasingvertrages durch einen Dritten eine Chance, das Fahrzeug samt Leasingvertrag abzustoßen. Hierzu müssen allerdings Leasinggesellschaft und unter Umständen eine beteiligte Bank zustimmen. Verschiedene Börsen im Netz helfen beim Auffinden von potentiellen Leasingübernehmern. Weil du kein Eigentümer wirst, darf dir auch die Nutzung von Vertragswerkstätten und der Abschluss einer Vollkaskoversicherung vom Leasinggeber vorgeschrieben werden. Und: Am Ende der Laufzeit hast du für die erfolgten Zahlungen keinen Gegenwert in den Händen.

Unterschiede Kilometer-Leasing und Restwert-Leasing

Ist die vereinbarte Leasingdauer beendet, musst du das Fahrzeug zurückgeben und dann wird es spannend. Die Höhe deiner Leasingrate wurde nach dem Restwert bestimmt, den dein Fahrzeug nach Ende der Leasingdauer voraussichtlich haben wird. Erreicht dein Auto diesen Restwert nicht, musst du das finanziell ausgleichen:

Bei einem Kilometerleasing-Vertrag darf dein Fahrzeug später nur die dort vereinbarte Kilometerleistung haben. Das sorgt für gute Kalkulierbarkeit. Daneben darf das Fahrzeug bei Abgabe nur die für die Leasingdauer üblichen Gebrauchsspuren aufweisen. Jeder Mangel, der darüber hinaus geht, senkt den Restwert deines Fahrzeugs, was, du ahnst es schon, später durch dich ausgeglichen werden muss.

Bei einem Restwert-Leasing dagegen ist der optische und technische Gesamteindruck des Fahrzeugs nach Leasingablauf entscheidend. Jeder Mangel, der nicht der normalen Abnutzung entspricht, führt zu einer Restwertsenkung, für die du aufkommen musst. Achtung: Selbst ein Wertverlust, der aufgrund der Marktlage eingetreten ist, (Aktuelles Beispiel: Dieselskandal) wird dir zugerechnet. Ein unvorhersehbares, unkalkulierbares Risiko, wie man nun weiß. Besser: Finger weg!

Umsatzsteuer bedenken

Im Gegensatz zu einem normalen Kreditvertrag musst du für Leasingraten als Privatperson happige 19% Umsatzsteuer bezahlen. Bist du selbstständig, kannst du diese Steuermehrbelastung im Rahmen deiner Umsatzsteuervoranmeldung als durchlaufenden Posten verrechnen.

Der Ratenkredit

Der Klassiker. Das Prinzip ist klar, die Bank deines Vertrauens leiht dir das nötige Kleingeld für das Objekt deiner Begierde, du erwirbst es und zahlst den Betrag in Raten samt Zinsen über den festgelegten Zeitraum ab. Bei einem Ratenkredit erhältst du also einen bestimmten Darlehensbetrag, den du innerhalb eines festgelegten Zeitraums mit immer gleichen Raten zurückzahlen musst. So kannst du sicher mit deinem Budget kalkulieren und hast finanzielle Planungssicherheit. Auch kannst du den Kredit jederzeit ablösen und dein Fahrzeug „freikaufen“. Nicht zu vergessen: Der Ratenkredit lässt dich am Ende der Vertragslaufzeit nicht mit leeren Händen dastehen. Statt nur Mieter bist du Eigentümer deines erträumten Freizeitfahrzeugs.

Vor Abschluss eines Kreditvertrages sollte immer ein Kassensturz erfolgen. Nur so erhältst du einen Überblick, welche Kredithöhe in deinen finanziellen Rahmen passt.  Stell deine festen monatlichen Einnahmen deinen Ausgaben gegenüber, beziehe dabei auch unregelmäßige Posten wie die einmal jährlich fällige Autoversicherung mit ein. Rechne im Zweifel eher mit höheren Ausgaben und sei vor allem ehrlich zu dir selbst, damit deine Finanzierung nicht zur untragbaren Belastung wird. Ausgestattet mit diesem Wissen, kannst du selbstbewusst den Gang zu den Banken antreten. 

Zwei Alternativen: Hausbank oder Händler

Kredit von deiner Hausbank

Für viele sicher der logischste Weg, an ein Darlehen zu kommen. Der Vorteil: Deine Hausbank kennt dich und deine Liquidität, das macht die Abwicklung unkompliziert. Insbesondere, wenn du dort schon jahrelang ein Konto hast, kann deine Bank deine finanziellen Möglichkeiten sehr gut einschätzen. Bei der Finanzierung von Wohnmobilen oder Caravans empfiehlt es sich, mit der Bank ein sogenanntes Verbraucherdarlehen abzuschließen. Beachte hierbei, dass der jeweils ausgehandelte Zinssatz sehr von deiner Bonität (siehe unten) abhängt.

Der Verbraucherkredit ist in §491 BGB [2] geregelt und dient deinem Schutz als Verbraucher. Pflichtangaben, wie der effektive Jahreszins, geben dir die Möglichkeit, die Konditionen der unterschiedlichen Kreditverträge gut miteinander zu vergleichen. Die Bank ist noch vor Kreditabschluss verpflichtet, diesen Zinssatz zu berechnen und dem Verbraucher mitzuteilen.

Info: Der effektive Jahreszins (Effektivzins) gibt die jährlichen Gesamtkosten eines Kredits an. Beim Effektivzins fließen auch Zinseszinseffekte, Gebühren und alle weiteren Kosten rund um das Darlehen in die Berechnung ein. Je niedriger der Effektivzins, desto besser für dich.  

Nachteil: Zur Sicherheit verlangen die meisten Bank deinen Fahrzeugbrief. Ist der Kredit für WoMo oder Caravan vollständig abgetragen, muss das Fahrzeug nicht mehr als Sicherheit dienen und der Fahrzeugschein geht in deinen Besitz zurück.

Vorteil: Kommst du in den Genuss eines unerwarteten Geldsegens wird dir die folgende Option gefallen: Ein Verbraucherdarlehen mit fest vereinbartem Zinssatz kann immer frühzeitig zurückgezahlt werden. In der Regel macht die Bank dafür aber eine Vorfälligkeitsentschädigung bis zu 1 % des vorzeitig abgelösten Darlehensbetrages geltend, aber du bist auf einen Schlag deinen Kredit los.

Kreditabwicklung direkt über deinen Händler

Fast jeder Wohnmobil- und Caravanhändler bietet eine Finanzierung an. Teils arbeiten sie mit Banken zusammen, die sich direkt auf Darlehen für Freizeitfahrzeuge spezialisiert haben, teils nutzen sie die Finanzierungservices der großen Händler. Natürlich sind Händler in erster Linie Händler und keine ausgebildeten Finanzberater. Sie werden aber ausführlich von ihren Partnerbanken geschult, so dass du auch eine qualifizierte Beratung erwarten darfst. Hast du Zweifel, lass dir durch einen anderen Händler ein Zweitangebot machen.

Mach dir klar: Schließt du den Autokredit beim Händler direkt ab, verzichtest du auf eine gute Verhandlungsposition als Barzahler. Grundsätzlich kann es besser sein, den Kredit bei einer Drittbank abzuschließen, dann beim Händler bar zu zahlen und dafür einen deutlichen Rabatt auszuhandeln. Die zeigen sich bei Barzahlung gern kulant, da sie das Risiko unbezahlter Raten bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit nicht fürchten müssen.

Möchtest du die Finanzierung über den Wohnmobilhändler laufen lassen, hast du drei unterschiedliche Optionen:

  • Den klassischen Ratenkredit (siehe oben)
  • Der Ballonkredit (Kredit mit Schlussrate)
  • Die Drei-Wege-Finanzierung 

Um mit besonders günstigen monatlichen Raten zu locken, bieten Händler bzw. die vertretenen Banken zwei besondere Formen der Finanzierung an: Den Ballonkredit und eine Variante davon, die Drei-Wege-Finanzierung.

Der Ballonkredit trägt seinen Namen sehr zu Recht. Um auf besonders niedrige Rückzahlungsraten zu kommen, greift die Bank zu einem kleinen Trick. Anders als beim Ratenkredit läuft die Tilgung nicht über den kompletten Betrag der Darlehenssumme, sondern nur über einen Teil davon. Zur Berechnung wird die voraussichtliche Nutzungsdauer des Fahrzeugs zugrunde gelegt. Aus dieser Dauer bestimmt sich der Restwert des Fahrzeugs nach Ablauf der Kreditdauer. Genau dieser Restwert wird bei der Tilgung aber ausgespart. Während der Laufzeit tilgst du daher nur einen geringen Teil des Fahrzeugpreises. Der Restwert des Fahrzeugs wird, ähnlich wie ein großer Ballon, auf einen Schlag als eine hohe Schlussrate fällig. Sie kann bis zu 50 Prozent von der Kreditsumme ausmachen. Eine Anschlussfinanzierung ist möglich, kann aber teuer werden, was ein klarer Nachteil dieser Art der Finanzierung ist und den ursprünglichen Vorteil der kleinen, für einen begrenzten Zeitraum feststehenden Raten aufhebt. Du hast nach Auslauf der Kreditdauer folgende Möglichkeiten: 

  • Du begleichst die noch ausstehende Summe und wirst Eigentümer des Wagens. Alternativ kannst du das Fahrzeug verkaufen und den erlösten Kaufpreis für die Ablösung des Ballon-Kredits verwenden.
  • Du tilgst die noch offene Schlussrate mit einer Anschlussfinanzierung.

Die sogenannte Drei-Wege-Finanzierung ist eine Unterform der Ballonfinanzierung. Auch hier wird die große Schlussrate während der Laufzeit nicht getilgt. Nach Abschluss der Laufzeit hast du neben den oben erwähnten Möglichkeiten eine dritte Option:

  • Du kannst das Fahrzeug an den Händler zurückgeben und so Zug um Zug dein Darlehen tilgen. Je nach Zustand deines Wagens wird eventuell eine Nachzahlung nötig.

Die Bonitätsprüfung:

Die Prüfung der Kreditwürdigkeit ist unangenehm, aber leider ein absolutes Muss, wenn es um die Erteilung eines Kredits geht. Grundlage einer Bonitätsprüfung sind deine zu erwartenden Einnahmen, Vermögenswerte, aber auch Schulden, die du zu tragen hast. Stehst du in einem festen Angestelltenverhältnis und hast keinen negativen SCHUFA-Eintrag, stehen deine Chancen sehr gut. Selbst deine Hausbank, die deine Finanzen eigentlich in- und auswendig kennen müsste, ist zur Bonitätsprüfung verpflichtet. Das liegt daran, dass sie das Risiko eines Kreditausfalls durch mögliche Kreditnehmer klein halten möchte. Zum anderen hat sie eine Sorgfaltspflicht, dich vor drohender Verschuldung zu schützen.

Mit Spartipps zum günstigen Wohnmobil oder Camper 

  • Diesel-Fahrverbote in Deutschland [3]Alle Camper, die ihr Wohnmobil nach dem 10. Juni 2010 über einen vom Händler vermittelten Leasing- oder Finanzierungsvertrag gekauft haben und vom Dieselskandal betroffen sind, haben jetzt eine gute Chance, ihr Fahrzeug auf indirektem Weg gegen Rückzahlung der Raten und der Anzahlung zurückzugeben. Grund dafür sind fehlerhafte Kredit und Leasingverträge, die damit zeitlich unbeschränkt, also Jahre nach dem Vertragsschluss widerrufen werden können. Alles weiteren Infos findest du bei der Stiftung Warentest [4]
  • Antizyklisch kaufen: Diese alte Schnäppchen-Regel ist auch beim Kauf von WoMo oder Camper immer eine gute Idee. Günstige Gelegenheiten bieten sich vor allem bei Saisonschluss, wenn Händler ihre Ausstellungs-und Auslaufmodelle loswerden wollen.
  • Große Ausstattungspakete zum kleinen Preis erwerben: Viele Händler auf Messen locken Kaufinteressenten mit extra geschnürten Ausstattungspaketen, die sie günstiger anbieten. Das scheint im ersten Moment verlockend, aber brauchst du diese Extras wirklich? Eine bereits vor dem Messebesuch schriftlich fixierte Liste mit allen Extras, die für dich wichtig sind, schützt dich vor Spontankäufen aus einer Schnäppchenlaune heraus.
  • Einen Händler aus der näheren Umgebung wählen: Nicht jedes ausgelieferte Fahrzeug ist vollkommen ohne Mangel. Hast du ein solches „Montagsfahrzeug“ erwischt, möchtest du bei aufkommenden Problemen nicht jedes Mal quer durch ganz Deutschland fahren. Beim Händler „um die Ecke“ kannst du ohne großen Aufwand zum Fahrzeugcheck vorbeischauen. Das spart Zeit, Geld und Nerven.
  • Frage beantworten: Wie oft wird das Wohnmobil genutzt? Auch wenn die Frage zunächst komisch anmutet. Nicht immer ist es sinnvoll, ein Wohnmobil zu kaufen, manchmal ist das Mieten die schlauere, weil günstigere Alternative. Bei Anschaffungspreisen von mindestens 35.000 Euro muss ein Reisemobil regelmäßig und mehrmals im Jahr genutzt werden, damit sich die Investition rentiert. Ist das nicht der Fall, ist es aus finanzieller Sicht vielleicht sogar besser, ein Wohnmobil für die betreffenden Zeiten zu mieten. Eine Berechnung schafft Klarheit. Dabei auch Nebenkosten wie Unterstellplatz im Winter, Wartung und Reparaturen einplanen.

Quellen und weiterführende Informationen:

[1] https://www.verivox.de/kredit/leasing-oder-finanzierung/
[2] https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__491.html
[3] https://de.camperstyle.net/umweltzonen-europa/

[4] https://www.test.de/VW-Skoda-Seat-Audi-Lukrative-Rueckgabe-Chance-fuer-Autokaeufer-5165777-0/

Titelbild: (c) KatarinaGondova / Depositphotos.com

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Umweltzonen in Spanien: Regelungen und Ausnahmen https://de.camperstyle.net/umweltzonen-spanien/ https://de.camperstyle.net/umweltzonen-spanien/#comments_reply Tue, 26 Feb 2019 04:19:17 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=66258 Auch in Spanien gibt es seit Dezember 2017 Umweltzonen. Sie gelten bisher für die großen Städte Barcelona und Madrid. Allerdings kannst du als ausländischer Besucher im Augenblick noch keine Plaketten, die sogenannten Distintivo-Ambiental, beziehen. Diese gibt es bisher nur für Fahrzeuge, die in Spanien zugelassen sind. Als ausländischer Besucher solltest du diese Zonen daher nicht mit deinem Fahrzeug nutzen und besser auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.

Eine Ausnahmeregelung zu Madrid findest du weiter unten im entsprechenden Abschnitt zu Spaniens Hauptstadt.

Die Umweltzonen in Spanien unterscheiden sich in:

  • LEZ
    Das steht für Low Emission Zones und wird im Spanischen mit Zona de Bajas Emisiones (ZBE) übersetzt. Diese Zonen werden bei einer Phase mit Luftverschmutzung temporär oder dauerhaft eingerichtet und sind entsprechend ausgewiesen.

Bei einer temporären LEZ kann die Verschlechterung der Luftwerte dazu führen, dass Tempolimits gelten und/oder bestimmte Plaketten nicht in dieser Zone fahren dürfen, bis die LEZ wieder beendet ist.

Bei einer ständigen LEZ gelten dauerhafte Einschränkungen wie zum Beispiel ein Tempolimit. Für die Nutzung dieser Zone ist eine Plakette vorgeschrieben. Welche das sind, kann sich jedoch durch die kontinuierliche Entwicklungen ändern. Eine Plakette, die heute noch erlaubt ist, ist es vielleicht im nächsten Jahr nicht mehr.

  • ZEZ
    Das steht für Zero Emission Zones und heißt im Spanischen Area Central Cero Emissions ACCE). Dabei handelt es sich um Zonen, die mittel- und langfristig ausschließlich mit Fahrzeugen genutzt werden dürfen, die elektrisch oder mit Wasserstoff betrieben werden. In Einzelfällen werden bei Hybrid- und Gasfahrzeugen Ausnahmen gemacht. Wird eine ZEZ neu eingerichtet, dürfen dort in der Anfangsphase auch noch Fahrzeuge mit einer sehr saubere Euro-Klasse fahren.
  • APR und SER
    Auch diese beiden Bezeichnungen solltest du kennen. Das sind spezielle Zonen für die Anwohner einer Umweltzone, um ihnen das Parken in diesen Bereichen zu erleichtern. Für dich ist dies nicht relevant, aber wenn du auf diese Abkürzungen triffst, weißt du wenigstens, was sie bedeuten.

Umweltzonen in Barcelona

Seit dem 1.12.2017 gibt es in Barcelona temporäre Low Emission Zonen, in denen ein Fahrverbot für diese Fahrzeuge gilt:

  • Für L1-7: Euro-Norm 0-1
  • Für M1, N1 Benzin: Euro-Norm 0-2
  • Für M1, N1 Diesel: Euro-Norm 0-3
  • Für M2, M3, N2, N3 Benzin/Diesel: Euro-Norm 0-3

Ab dem Jahr 2020 sollen die temporären LEZ in dauerhafte umgewandelt werden. Auf dieser Seite kannst du nachschauen, ob es aktuell Fahrverbote durch die zuständigen Behörden gibt.

▶▶ Gut zu wissenZeitlich begrenzte Fahrverbote gelten nur werktags, von montags bis freitags, zwischen 7.00 Uhr und 20.00 Uhr. Die Geldbuße für das Missachten der Regelung beträgt 100 Euro.

Welches sind die Umweltzonen?

Betroffen sind die Innenstadt Barcelonas innerhalb der beiden Autobahnen B-20 und B-10. Ausgenommen sind die Stadtteile Vallvidrera, Tibidabo und Llanuras.

Der Umweltzonen ebenfalls angeschlossen sind die Barcelona umgebenden Gemeinden Esplugues de Llobregat, Cornellà de Llobregat, L’Hospitalet de Llobregat und Sant Adrià de Besòs.

Umweltzonen in Madrid

Madrid ist in verschiedene Umweltzonen unterteilt. Die Geldstrafe für das Missachten der Regelung liegt bei 90 Euro.

  • Das Zentrum ist eine Zero Emission Zone und umfasst diese Stadtteile: Embajadores, Palacio, Justicia, Sol, Universidad, Cortes. Du erkennst diese Zone an einer zehn Kilometer langen roten doppelten Linie. Außerdem wurde 57 Mal das ZEZ-Logo auf den Asphalt gemalt sowie an 60 Straßenkreuzungen entsprechende Hinweisschilder aufgestellt.
  • Um das Zentrum herum befindet sich eine temporäre Low-Emission Zone (innerhalb und auf dem Autobahnring M-30). Hier kommt es zu zeitlich begrenzten Fahrverbote und/oder weiteren Einschränkungen. Es gibt fünf verschiedene Szenarien, anhand derer die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden, von Tempolimits bis hin zu Fahrverboten.
    Ab dem Jahr 2025 soll die temporäre Zone in eine ständige umgewandelt werden.
  • Um die beiden vorherigen Gebiete herum verläuft eine weitere temporäre Low Emission Zone. Diese umfasst die 21 Stadtgebiete, die sich außerhalb des Autobahnrings M-30 befinden. Wie beim zuvor genannten Bereich gibt es auch hier verschiedene Szenarien, die bei einer Luftverschmutzung in Kraft treten.

Um die Stadt möglichst entspannt zu erkunden, solltest du dein Fahrzeug einfach außerhalb parken und öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

▶▶ Gut zu wissen: Möchtest du für dein ausländisches Fahrzeug eine Plakette bekommen, musst du dich an die Abteilung Dirección General de Sostenibilidad y Control Ambiental der Stadtverwaltung wenden. Dort kannst du eine Genehmigung beantragen, um die Umweltzonen befahren zu dürfen. E-Mail: dgsostenibilidadymov@madrid.es

Anwohner einer Umweltzone können außerdem 20 mal im Monat eine Einladung versenden, damit ihre Besucher die Zone ohne Plakette oder Sondergenehmigung befahren dürfen.

Titelfoto: (c) bloodua/Depositphotos.com
Plaketten (c) distintivo-ambiental.es

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