CamperStyle.net https://de.camperstyle.net - Thu, 13 Dec 2018 07:03:30 +0100 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.9 Schöne Touren in der Bretagne zum Nachfahren – mit Campingtipps https://de.camperstyle.net/wohnmobil-touren-bretagne-nachfahren/ https://de.camperstyle.net/wohnmobil-touren-bretagne-nachfahren/#comments_reply Thu, 13 Dec 2018 07:03:30 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=63468 Die Bretagne gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen der Campergemeinde. Aufregende Landschaften, malerische Ortschaften, Kunst und Kultur faszinieren die Menschen in ganz Europa. Ich habe dir zwei Routen zusammengestellt, auf denen du das wilde Land im Westen Frankreichs erkunden kannst.

Meer und Mythen – die Bretagne

Ist die Bretagne noch Frankreich? Eingefleischte Bretonen werden die Frage entschieden verneinen. Haben die Bretonen doch eine eigene Sprache und Kultur, ist das Lebensgefühl im Westen Frankreichs ein anderes als im Rest des Landes. „Breizh“ heißt die Bretagne auf bretonisch. Die Abkürzung BZH findest du im Alltag überall, als Autoaufkleber genauso wie in Graffitis oder sogar als Top-Level-Domain. Bretonischer Nationalstolz wird zudem mit dem Hissen der bretonischen Flagge, der schwarz-weißen „Gwenn ha du“ zum Ausdruck gebracht, die du wirklich überall im Straßenbild findest. Im  Radio laufen nicht nur englische und französische Lieder, sondern auch bretonische und keltische. Die Region ist stolz auf ihre lebendige Liedermacherszene! Gefeiert wird landauf, landab auf den Fest-Noz, einer geselligen Zusammenkunft mit Spiel, Tanz und natürlich Musik. Seit 2012 stehen diese typisch bretonischen Feste auf der Liste des immateriellen Kulturerbes. Außerdem ist die Bretagne bekannt für:

Die Megalithkultur: Fast überall in der Bretagne kannst du Menhire und Dolmen, Tumuli, Allée couvertes, Tertres und Alignements entdecken. Zeugen der frühen Besiedlung der Bretagne, die bis in die Jungsteinzeit zurückreicht. Manche dieser prähistorischen Fundstätten stehen einfach auf den Weiden zwischen den Kühen. Große Anlagen sind wichtige Sehenswürdigkeiten auf deinem Roadtrip.

Meer und Küste: 1200 Kilometer misst die Küstenlinie der Bretagne. Wenn du jede Bucht und jeden zerklüfteten Felsvorsprung mitrechnest, kommt sie sogar auf stolze 2.730 Kilometer. Selbst wenn du einen Abstecher ins Landesinnere machst, ist das Meer nie wirklich weit weg. Gerade mal 80 Kilometer beträgt die maximale Distanz.

Leuchttürme: Nirgends findest du in Frankreich so viele Leuchttürme wie an der bretonischen Küste. Besonders groß ist ihre Anzahl im Finistère, wo du der Route der Leuchttürme folgen kannst.

• Crêpes und Galettes: Crêpe und Galette (die herzhafte Variante aus Buchweizenmehl) werden nahezu überall in Frankreich serviert, aber die wahren bretonischen Crêpes lassen sich mit nichts vergleichen. Die Bretonen haben nahezu ein mystisches Verhältnis zum süßen Pfannkuchen und jede Familie hat ihr eigenes Rezept, das von Generation zu Generation weitergegeben und sorgsam gehütet wird. Wichtig bei der Zubereitung sind Eier, Zucker (nicht zu knapp), das richtige Mehl und Butter (salzig muss sie sein, sonst wird es keine bretonische Crêpe). Wagemutige geben überdies etwas Bier (!), Rum oder Vanilleextrakt in den Teig.

Breizh die Flagge der Bretagne in Frankreich

Und was ist jetzt das Besondere an der Bretagne?

Ist es die Landschaft? Die Kultur? Sind es die Menschen? Die kulinarischen Verführungen, die überall locken? Ich würde sagen: Die Mischung macht‘s. Und die Details. Halte in einem x-beliebigen bretonischen Dorf an und du wirst immer etwas Außergewöhnliches entdecken. Eine besonders liebevolle Gartenbepflanzung, eine malerische Gasse, ein kleines Atelier, augenzwinkernden bretonischen Humor. Deshalb der wichtigste Tipp: Überfrachte deinen ersten Roadtrip in die Bretagne nicht, lass dir Zeit, um die kleinen und feinen Dinge entlang deiner Route zu entdecken.

Entscheidungshilfe – welche Route soll ich wählen?

Für beide Routen solltest du mindestens eine Woche einplanen. Mehr ist natürlich besser! Dazu kommen noch, je nach deinem Startpunkt, ein bis zwei Tage für die Anfahrt und genauso viele für den Heimweg. Mit viel Zeit im Gepäck lässt du entweder deinen Roadtrip geruhsamer angehen oder kombinierst deine Bretagne-Tour mit den Normandie-Routen.

Aber welche Tour sollst du wählen, wenn die Zeit nur für eine reicht? In der Tat gibt es eingefleischte Süd- und Nord-Fans gleichermaßen. Wenn du es rauer und stürmischer magst, fahr in den Norden und in den Finistère. Der Süden ist lieblicher und wärmer und verwöhnt dich mit ziemlich vielen Sonnenstunden.

Letztendlich muss ich dich vorwarnen: Beide Routen stehen unter dem Motto „Mut zur Lücke“, denn alle Sehenswürdigkeiten in so eine Tour zu packen, ist schlichtweg unmöglich. Die zweite Warnung hinterher: Wenn du dich mit dem Bretagne-Virus infizierst, wirst du ohnehin immer wieder in diese Region reisen wollen oder müssen. Da die Bretagne mittlerweile ein sehr beliebtes Reiseziel geworden ist, vor allem unter Wohnmobilisten, empfehle ich dir, in der Vor- oder Nachsaison zu reisen. Denn auch wenn es nirgends in Frankreich so viele Campingplätze gibt wie hier und allerorten kleine und große Wohnmobilstellplätze vorhanden sind, im Juli und August kann es voll werden – zumindest auf Stellplätzen und in Dörfern und Städten.

Felsen und Buchten an der bretonischen Kueste

Route Nord: Mont-Saint-Michel bis Finistère bei Landéda

Route Nord: Mont-Saint-Michel – Cancale – Rothéneuf – Saint-Malo – Côtes d‘Armor –  Cote Granit Rose – Roscoff – Finistère bei Landéda (ca. 350 Kilometer)

Das Tor zur Bretagne: Die Bucht des Mont-Saint-Michel mit Cancale, die Pointe du Grouin und Saint-Malo

Seit Jahrhunderten streiten sich Bretonen und Normannen um diesen Berg: Den Mont-Saint-Michel. Er und seine Bucht markieren heute die Grenze zwischen Normandie und Bretagne. Einen Zwischenstopp ist der mystische Berg im Wasser immer wert. Von hier aus kannst du deine Fahrt entlang der Bucht bis nach Cancale fortsetzen. Die „Austernhauptstadt“ eignet sich mit ihrem hübschen Hafen und der Aussicht auf die Bucht auf jeden Fall für einen Halt. Ein Stückchen nördlich der Stadt liegt die Pointe du Grouin mit ihren schroffen Felsen und Felseninseln. Weiter geht es über die Küstenstraße Richtung Saint Malo. Nimm dir in Rothéneuf ein bisschen Zeit und besichtige die 300 Skulpturen, die der Einsiedler Abbé Fouré in den Granit geschlagen hat.

Fertigmachen zum Entern! Kaum eine andere Stadt in Frankreich verkörpert so sehr Freibeuter- und Kosarentum wie Saint-Malo. Der erfolgreichste unter ihnen dürfte Robert Surcouf gewesen sein, der alleine 47 feindliche Schiffe erbeutet oder versenkt hat. Er wurde sogar in einer Statue verewigt, die tollkühn aufs Meer zeigt. Sehenswert sind in Saint Malo vor allem der alte Stadtkern Intra Muros und die mächtige Wehrmauer drumherum. Um einmal ringsum zu laufen, solltest du eine Stunde Zeit einplanen. Im historischen Stadtzentrum, das 1944 fast vollständig zerstört und anschließend nahezu originalgetreu wieder aufgebaut wurde, findest du zahlreiche Cafés, Restaurants, Andenkenläden und kleine Galerien. Sehenswert ist der Hafen, in dem ein Nachbau einer Kosaren-Fregatte aus dem 18. Jahrhundert, die „Etoile du Roy“ vor Anker liegt. Bei Ebbe bietet sich ein Strandspaziergang mit Besuch der vorgelagerten Inseln Grand Bé, Petit Bé und Fort National an.

Mach mal Pause

In Cancale kannst du überall direkt am Hafen leckere Austern essen. Das Breizh Café serviert dir authentisch bretonische und erlesene japanisch-bretonische Fusion-Küche – im  Restaurant La Table im ersten Stock am Quai Thomas. Zu einem Spottpreis werden die Austern ganz am Ende des Hafens feilgeboten. Gut zu wissen: Die Parkmöglichkeiten in der Stadt sind begrenzt, mit dem WoMo solltest du außerhalb parken.

Camping- und Stellplätze

Rund um Saint Malo befinden sich mehrere Wohnmobil-Stellplätze. Besonders günstig liegt l’Aire Camping-Cars des Ilots. Auf dem ehemaligen Camping Municipal in Rothéneuf findest du großzügige Stellplätze und die Buslinie 8 bringt dich bis in die Stadt. In der Stadt selber, direkt am „Intro Muros“ kannst du nicht mit dem WoMo parken. Saint Malo hat jedoch einen schönen Municipal zu bieten, von dem aus du das Stadtzentrum fußläufig erreichst. Wenn du es ruhiger magst, empfehle ich dir den Campingplatz d‘Ile verte für die Erkundung von Bucht und Saint Malo.

Blick auf den Mont Saint Michel Austern aus Cancale in der Bretagne Blick auf den Hafen der Austernhauptstadt Cancale in Frankreich

Die Smaragdküste – von Saint Malo bis zum Cap Fréhel

Rund um Saint Malo findest du viele weitere hübsche Badeorte, etwa Dinard, das in den 1880er Jahren das erste Seebad Frankreichs war. Ich persönlich empfinde die Gegend im Speckgürtel rund um Saint Malo als zu bebaut, weswegen ich dir rate, ein Stück auf der D786 zu fahren und dann einen Abstecher ans Cap Fréhel zu machen. Folge der Beschilderung Fort Latte und Cap Fréhel.

Die Burg La Latte liegt trutzig und stolz auf dem Felsvorsprung. Sofort fühlst du dich mitten ins Mittelalter oder in einen Historienfilm versetzt. In der Tat diente die Burg schon mehrmals als Filmkulisse. Du kannst das ehrwürdige Gemäuer in den Monaten April bis Oktober besichtigen. Im August findet zudem ein großes Mittelalterfest statt. Einen Katzensprung weiter liegt das Cap Fréhel. Hier bekommst du einen guten Eindruck von den Naturgewalten der Bretagne, denn das Cap auf den beeindruckend hohen Klippen ist sturm- und wellenumtost. Dazu kommen im Sommer ein wogendes Meer aus blühenden Pflanzen und zahlreiche Brutvögel, die sich rund ums Cap niedergelassen haben. Wenn der Leuchtturm geöffnet ist, lohnt ein Aufstieg wegen der fantastischen Aussicht.

Mach mal Pause

Südwestlich vom Cap Fréhel lässt sich dein Hunger im kleinen Bistrot Les Caps stillen.

Camping- und Stellplätze

Wenn du in der Nähe des Cap Fréhel dein Nachtlager aufschlagen möchtest, bietet sich der Camping du Pont de l‘Etang an. Der Platz ist mit 900 Stellplätzen zwar sehr groß, liegt aber direkt am Meer und du stehst fast in den Dünen.

Eine Moewe vor der Festungsmauer in Saint Malo in der Bretagne Ein Turm und Leuchtturm am Cap Fréhel in der Bretagne

Sehnsuchtsziel aller Naturliebhaber: La Côte de Granit Rose

Vom Cap Fréhel führt dich die Tour weiter über die D786, N12 und D786A Richtung Paimpol an die Côte de Granit Rose. Der beeindruckende rosa Granit ist es, der seit jeher Naturliebhaber und Fotografen an den Küstenabschnitt zwischen Paimpol und Trebeurden lockt. Es gibt keine vergleichbare Landschaft in ganz Europa. Überall an der Küste findest du rosarote mächtige Grantitbrocken, als hätten ein paar Riesen versucht, besonders kuriose Skulpturen zu schaffen. Wasser und Wind trugen erheblich zum bizarren Aussehen der Gesteinsformationen bei. Das sind die absoluten Top-Ziele:

• Der Hafenort Ploumanac’h mit seinem aus rosa Granit erbauten Leuchtturm Phare de Mean Ruz.

• Auf dem Zöllnerpfad zwischen Ploumanac’h nach Perros-Guirec kannst du die Landschaft zu Fuß erkunden.

• Besonders bizarre Gesteinsformationen findest du in Trégastel. Die Spektakulärsten kannst du zwischen den Badestränden Coz-Porz und Grève Blanche entdecken. Auch in Trégastel lohnt es sich, Schusters Rappen zu satteln und dem Zöllnerweg über die Île Renote zu folgen (circa zweieinhalb Stunden Fußmarsch).

Außerdem:

• An einem Schlechtwettertag lohnt der Besuch des Aquarium Marine de Trégastel.

Spiel, Spaß und Spannung verspricht Le Village Gauloise, das gallische Dorf. Hier erlebst du nicht nur kurzweilige Stunden, sondern unterstützt mit dem Eintritt den Trägerverein, der einen Teil der Gewinne in die Schulen Togos investiert.

Mach mal Pause

Crêpes und Galettes in nahezu unerschöpflicher Fülle bekommst du im TyMai in Trégastel. Für deine frische Campingküche kaufst du die Zutaten Donnerstagvormittag auf dem Markt in Lannion.

Camping- und Stellplätze

Gleich in der Nähe von Paimpol kannst du dein Quartier auf dem Camping Panorama du Rohou aufschlagen. Besonders empfehlenswert, wenn du zu einem Tagestrip zur Île de Bréhat übersetzen möchtest (siehe Extratipp Inselhopping). Im Herzen der Côte de Granit Rose stehst du auf Le Ranolien in Perros-Guirec.

Foto: (c) Emmanuel Berthier | tourismebretagne

Über Moralaix und Roschoff in den Finistère

Damit du dich ein bisschen von deinen Erlebnissen an der Côte de Granit Rose erholen kannst, schicke ich dich über die Straße bis nach Roscoff. Du bist bereits im Finistère, der Granit ist nicht mehr rosa, sondern grau, was wunderbar zum Blau-Türkis des Meeres passt. Von Trégastel bis Roscoff sind es über die D65, D786 und die 58 circa 75 Kilometer. Ein Zwischenstopp in Morlaix lohnt sich übrigens, allerdings sind Parkplätze fürs Wohnmobil im Zentrum eher rar.

Roscoff ist die Geburtsstadt der Thalasso-Therapie in Frankreich. Bereits 1899 kurten im Ort Rheumakranke. Davon abgesehen ist Roscoff wirklich ein sehenswertes Städtchen, das sich seinen authentischen Charme mit opulent verzierten Granithäusern erhalten hat. Sie erzählen die Geschichte vom Reichtum der Stadt, von Händlern und Reedern. Von Roscoff kannst du mit der Fähre nach England und Irland starten oder in nur 15 Minuten auf die Insel Batz übersetzen (siehe Extratipp).

Mach mal Pause

In Roscoff findest du einige gute Restaurants. Probiere doch mal den traditionellen Fleischtopf Kig ha farz, der dir samstags im Surcuf  serviert wird (ich rate dir, einen Tisch zu reservieren). Fisch und frische Meeresfrüchte, sowie Spezialitäten wie bretonisches Fondue oder die meerige Variante des Regionalgerichts, Pesk Ha Farz, bekommst du im La Bonne Etoile kredenzt.

Campingplätze

Direkt am Meer liegt der Campingplatz Ar Kleguer zwischen Saint-Pol-de-Léon und Roscoff.

Ein Granithaus und die kleinen Details am Wegesrand der Bretagne

Let‘s go West – Fjorde und Leuchttürme

Bereit für einen touristischen Geheimtipp? Dann fahre weiter westlich, Richtung Plouescat und die Küste entlang. In Plouescat steht eine der letzten erhaltenen Markthallen aus Holz. Rund um den Ort findest du zudem größere und kleinere Menhire. Der weitere Verlauf der Küste ist von charakteristischen Felsenlandschaften und malerischen Buchten geprägt. Stopps lohnen in Brignogan-Plage und an der Pointe Pontusval. Der höchste Leuchtturm Europas befindet sich ebenfalls an diesem Stück der Küste: Der Phare de l’Île Vierge ist 82,5 Meter hoch und schon von Weitem zu sehen. Tatsächlich steht er auf kleinen Insel, die bei Ebbe zu Fuß erreichbar ist. Eine weitere Besonderheit sind die Abers. Als Abers werden die bretonischen Fjorde bezeichnet. Du findest in diesem Teil des Finistère derer gleich drei: Aber Benoît, Aber Ildut und Aber Wrac’h. Der Aber Wrac‘h lässt sich auf einer Bootstour erkunden; es werden auch Touren angeboten, die durch den Aber und zum Phare de l’Île Vierge führen.

Mach mal Pause

Die urige Auberge du Pont in Lannilis serviert nicht nur frischen Fisch und Meeresfrüchte, sondern veranstaltet immer wieder Konzerte mit regionalen Musikern.

Camping und Stellplätze

Der Camping de Abers in Landéda ist kein Geheimtipp mehr, aber es lohnt sich, vor allem der fantastischen Lage wegen mit Blick übers Meer. Gratis-Konzerte und eine entspannte und freundliche Atmosphäre machen den Platz zu einer Lieblingsdestination deutscher Camper.

Trete von hier aus die Heimreise an, erkunde weiter den Westen oder fahre die südliche Route in umgekehrter Reihenfolge. Vom Campingplatz in Landéda nach Camaret-sur-Mer sind es über die kürzeste Strecke circa 90 Kilometer. Wenn du noch einen Tag Zeit übrig hast, lege ich dir den Abstecher nach Camaret auf jeden Fall ans Herz, selbst wenn du die folgende Südroute nicht fahren magst.

Nesthocker oder Zugvogel? Du kannst von Ort zu Ort auf der Nordroute weiterziehen oder mehrere Tage an einem Ort verweilen und die Umgebung erkunden. Ich empfehle dir den Campingplatz d‘Île Verte, den Panorama du Rohou und den Camping des Abers als Basislager.

Eine kleine Insel an der Nordkueste der Bretagne in Frankreich Ein Fischerboot in der Bretagne

Route Süd: Vannes nach Camaret-sur-Mer

Vannes – Quiberon – Lorient –  Pont Aven- Concarneau – Penmarch – Pointe de Raz – Camaret-sur-Mer (ca. 390 Kilometer)

Von Vannes über Quiberon nach Loirent – durch den sonnige Morbihan

Du startest diese Bretagnetour am Golfe du Morbihan, einem Binnenmeer ganz im Süden der Bretagne. Das kleine Meer, so die Übersetzung der bretonischen Wörter mor und bihan, hat eine ganz eigene Flora und Fauna und steht deshalb unter besonderem Schutz. Weitere Besonderheiten: Zweidrittel des Golfes laufen bei Ebbe trocken und überall liegen kleine Inseln und Inselchen im Meer. Neben den Naturschönheiten gilt es ein reichhaltiges kulturelles Erbe zu entdecken.

Vannes ist die Hauptstadt des Départements Morbihan in der südlichen Bretagne. Besonders sehenswert ist die Innenstadt mit ihren pittoresken Häusern und die Stadtmauer. Wenn du eine Stätte der Megalithkultur gesehen haben musst, dann sind es die Steinreihen von Carnac. Insgesamt stehen hier um die 3000 Menhire, meist zu Alignements, Steinreihen, gruppiert. Sie gelten in ihrer Art als die größte Megalithanlage der Welt und stehen als Weltkulturerbe seit 1996 unter dem Schutz der UNESCO. Die Anlage kann ganzjährig besichtigt werden, in der Hochsaison ist allerdings der Andrang entsprechend groß. Weitere faszinierende Dolmen liegen auf dem Gemeindegebiet von Plouharnel.

Deine Reise führt dich weiter nach Quiberon. Die Halbinsel lohnt einen Abstecher, vor allem wenn du Wassersport liebst. Hier gibt es einen der schönsten Surfspots der Bretagne. An der Westküste, der Côte Sauvage, mit ihren kraftvollen und beständigen Wellen, hast du exzellente Bedingungen. Darüber hinaus lädt die Halbinsel zum Wandern, zum Fotografieren oder zum Entspannen und Baden ein. Loirent ganz im Westen des Départements Morbihan ist ein moderner Gegenentwurf zu allen Bretagne-Klischees. Das moderne Stadtbild entstand nicht per Zufall, sondern ist den großen Zerstörungen geschuldet, die Loirent im Zweiten Weltkrieg erleiden musste. Sehenswert ist die Cité de la Voile Éric Tabarly, ein Museum, das sich ganz dem Segeln verschrieben hat. Wenn du dich für Geschichte interessierst, ist direkt nebenan der ehemalige deutsche U-Boot-Stützpunkt und das U-Boot-Museum. Sehenswert ist der Fischereihafen. Im August findet in Loirent das Festival Interceltique statt – ein großes Festival mit keltischer Musik und Kultur.

Mach mal Pause

Vannes ist bestens dafür geeignet, zu Beginn deines Bretagne-Roadtrips deine Vorräte aufzufüllen. Markttage sind im Stadtzentrum mittwochs und samstags (auf der Place des Lices und drumherum). Außerdem verfügt die Stadt über zwei Markthallen, in denen du dich von Dienstag bis Samstag mit frischen Lebensmitteln eindecken kannst. Wenn du auf Quiberon essen gehen willst, solltest du dich von der Promenade Richtung Alten Hafen auf der anderen Seite des Ortes bewegen. Dort findest du die Creperie du Vieux Port. Das Ambiente mit dem wirklich lauschigen Garten ist nett, die Crêpes und Meeresfrüchte ausgezeichnet. Leckeren Fisch und Meeresfrüchte bekommst du im Le Bevedere in Loirent. Mein Tipp: Das Hummermenue mit drei Gängen. Wenn dir ein Menü zu mächtig ist, probiere den Rochenflügel „Aile de Raie“.

Campingplätze

Gleich zwei Campingplätze bieten sich auf deiner ersten Etappe an: Der Camping Municipal „La Falaise“ in Locmariaquer direkt am Strand. Wenn Du Quiberon erkunden möchtest, lege ich dir den Municipal Penthiévre in St.-Pierre de Quiberon  ans Herz. Auch auf diesem Platz stehst du direkt am Meer.

Idyllischer Hafen und tolle Altstadt in Vannes in der Bretagne Steinreihen in Carnac Blick auf eine Statue im Hafen von Quiberon in der Bretagne Das Surferparadies Quiberon in der Bretagne

Foto 2: (c) Bernard Begne | Région Bretagne

Der Finistère ruft! Weiterfahrt nach Pont Aven und Concarneau

Die N165 bringt dich aus dem Morbihan raus in den Westen, ins Département Finistère. Für die Bretonen ist hier übrigens die Welt nicht zu Ende, im Gegenteil: Der bretonische Begriff Penn ar Bed bedeutet Anfang der Welt. Wie so oft – eine Frage der Perspektive. Nimm dir Zeit und besuche unterwegs Pont Aven, das nur einen kleinen Umweg von der Nationalstraße entfernt liegt. Plötzlich stehst du mitten drin, in einem impressionistischen Gemälde von Gauguin. Auch wenn der malerische Ort Pont Aven heute sehr touristisch geprägt ist, lässt sich überall die Atmosphäre atmen, die Paul Gauguin und andere Impressionisten inspiriert hat. Viele der alten Gebäude und Mühlen sind bis heute erhalten und Schilder zeigen dir, welche Perspektive der Maler einst eingenommen hat. Es lohnt sich auf Entdeckungsreise zu gehen! Im Musée des Beaux-Arts erfährst du Wissenswertes über die Künstlerschule „École de Pont-Aven“.

Die historische Altstadt von Concarneau gehört zum Pflichtprogramm, wenn du die Südroute wählst. Sehenswert sind die schmalen Gässchen der Ville Close und die Stadtmauer rund um die fast vollständig vom Wasser umschlossene Altstadt, Les Remparts. Hunger musst du nicht leiden, denn in der Ville Close reihen sich die Crêperien dicht an dicht. Du wolltest schon immer mal einen echten Fischereitrawler besichtigen – ganz ohne Gischt und Seekrankheit? Dann besuche das Fischereimuseum. Neben einer Ausstellung über die Fischerei in aller Welt ist der Seitentrawler Hémerica eines der Highlights im Museum. Concarneau ist zudem ein wichtiger Fischereihafen.

Mach mal Pause

Wie schon gesagt: Verhungern wirst du in Concarneau nicht! Wenn du richtig guten Fisch und Meeresfrüchte essen möchtest, empfehle ich dir La Coquille am Fischereihafen.  Einer der wichtigsten Märkte des Finistère findet Freitag vormittags zwischen Markthalle und Freizeithafen statt. Bioprodukte gibt’s mittwochs ab 16.30 Uhr.

Campingplätze

Vor den Toren Concarneaus liegt der Campingplatz Les Sables Blancs, nur 150 Meter vom feinen Sandstrand entfernt. Bis in die Ville Close sind es zu Fuß circa 20 Minuten.

Die Pont Aven in der Bretagne Foto Alexandre Lamoureux Blick auf die historische Altstadt von Concarneau in der Bretagne Foto Donatienne Guillaudeau

Foto: 1 (c) Alexandre Lamoureux | tourismebretagne; 2 (c) Donatienne Guillaudeau | tourismebretagne

Dolmen, Mehire, Leuchttürme und Klippen – der Finistère im Südwesten

Von Concarneau aus setzt du über die D44 und D785 deine Reise bis Penmarc‘h fort. Oder du fährst etwas nördlich und planst einen Besuch der Stadt Quimper ein. Quimper gehört zu den Städten in der Bretagne, die das Label ville d’art et d’histoire tragen dürfen. Damit werden Städte und Gemeindezusammenschlüsse ausgezeichnet, die die Herausforderung annehmen, geschichtliches Erbe und Architektur zu schützen und gleichzeitig Lebens- und Wohnqualität in den Städten und Regionen zu verbessern. Kurzum: Modernes Leben in alten Gemäuern, lebendige Kultur statt verwaister Innenstädte. Die gesamte Innenstadt versprüht sehr viel Flair und die Cathédrale Saint Corentin ist absolut sehenswert. Mit dem Bau wurde bereits 1240 begonnen. Wirklich fertiggestellt wurde der beeindruckende Kirchenbau allerdings erst 1856.

In Penmarc‘h begegnet dir kulturelles Erbe auf Schritt und Tritt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen Kapellen und Kirchen und der Kalvarienberg bei der Chapelle de Notre-Dame de Tronoën, der als einer der schönsten der Bretagne gilt. Außerdem gilt es rund um den Ort Dolmen und Mehire aufzustöbern. Der Phare d‘Eckmühl auf der Pointe de Saint-Pierre zählt 60 Meter Höhe und darf sich somit in die Liste der höchsten Leuchttürme Europas einreihen. Von April bis in den November hinein kannst du die 307 Stufen erklimmen und die Aussicht genießen. Von Penmarc‘h führt dich deine Route nordwestlich nach Plogoff und die Pointe de Raz. Hier ist wahrlich die Welt zu Ende. Die Klippen heben sich wild und schroff aus dem Atlantik, sturmumtost sind Meer und Küste.

Mach mal Pause

Rund um Penmarc‘h finden mehrere Märkte statt, die auf deine Agenda gehören: Montag Nachmittag am Leuchtturm Eckmühl in Penmarc’h. Mittwoch Vormittag am Hafen von Kérity in Penmarc’h. Donnerstag Vormittag im Schlosshof von Pont l’Abbé.

Campingplätze

Für die Besichtung von Quimper empfiehlt sich der ganzjährig geöffnete Municipal. Der Campingplatz les Genêts in Penmarc‘h ist familiär und bietet dir viel Komfort und Annehmlichkeiten. Der Platz lädt dich ein, ein paar Tage zu entspannen oder die Wassersportarten vor Ort zu testen.

Der Leuchtturm von Eckmuehl Foto Donatienne Guillaudeau

Foto: (c) Donatienne Guillaudeau | tourismebretagne

Reif für die Halbinsel – Corzon lockt mit Natur und Kultur

Rund 90 Kilometer sind es von der spektakulären Pointe du Raz nach Camaret-sur-Mer.

Lust auf Mittelalter? Dann mache, bevor du die Halbinsel Corzon ansteuerst, einen Stopp in Locronan. Zu recht darf sich das Städtchen als eines der schönsten Dörfer Frankreichs bezeichnen. Schmale, pittoreske Gässchen, Crêperien und kleine Läden laden zum Flanieren durch den mittelalterlichen Ortskern ein. Am südlichen Zipfel der Halbinsel Corzon liegt das Seebad Morgat geschützt in einer Bucht. Camaret-sur-Mer im Westen hat eine besondere Atmosphäre. Der Fischerort zog Schriftsteller, Künstler und Intellektuelle in die Bretagne, wurde reich mit der Sardinenfischerei, die im 20. Jahrhundert von der Langustenfischerei abgelöst wurde. Heute erzählen dir die Schiffe im Schiffsfriedhof von der ruhmreichen Geschichte der Fischerei in Camaret. Der Schiffsfriedhof ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Dazu gesellen sich weitere, etwa der Tour Vauban der Befestigungsanlagen, der Steinkreis von Lagatjar oder die Kapelle Notre-Dame de Rocamadour.

Als wenn das nicht genug wäre, die Pointe-de-Pen-Hir südlich von Camaret ist definitiv einer der schönsten Punkte deiner Bretagne-Reise. Schroffe Felsen stürzen sich hinab in den Atlantik, der in fantastischen Bautönen schimmert wie Azurit. Ähnlich karibische Gefühle kommen an der Plage Pen Hat auf, der Surfern ideale Bedingungen beschert.

Mach mal Pause

Leckere Crêpes bekommst du in der Crêperie les Embruns in Camaret- sur-Mer. Die fantastische Aussicht gibt es obendrauf.

Campingplätze

Vor allem von den vorderen Plätzen des Camping Grand Large in Camaret hast du einen wundervollen Blick aufs Meer. Der Strand ist nur 450 Meter entfernt.

Schiffswracks im Hafen von Camaret in der Bretagne Foto Donatienne Guillaudeau Steinreihen auf der Halbinsel Crozon in der Bretagne Foto Donatienne Guillaudeau Wanderer auf Klippen auf Crozon in der Bretagne Foto Jean-Patrick Gratien

Fotos: 1&2 (c) Donatienne Guillaudeau | tourismebretagne; 3 (c) Jean-Patrick Gratien | tourismebretagne

Von Camaret aus lässt sich die Nordroute in umgekehrter Reihenfolge fahren oder du trittst in Richtung Rennes über die N164 die Heimreise an.

Zugvogel oder Nesthocker? Reise von Ort zu Ort oder verweile mehrere Tage an einem Platz. Als Ausgangspunkt für deine Tagestouren empfehlen sich zum Beispiel der Municipal Penthiévre bei Quiberon, les Sables Blanc in Concarneau und schließlich der Campingplatz Le Grand Large in Camaret-sur-Mer.

Extratipp Nummer eins: Inselhopping

Überall an der Küste der Bretagne findest du kleine und größere Inseln und Archipele. Manche von ihnen kannst du zu Fuß erreichen, andere mit dem Kajak erkunden. Auf wieder andere Inseln bringt dich ein Fährschiff. Egal für was du dich entscheidest, es lohnt immer! Für einen Tagesausflug von der Nordroute lohnt sich zum Beispiel die Île de Bréhat, die du ab der Pointe de l’Arcouest in Paimpol ansteuern kannst. Oder du buchst zur Überfahrt eine Erkundungstour durchs Archipel dazu. Die Insel Batz wird dich mit ihrem milden Klima, ihrer Vegetation und ihrem botanischen Garten begeistern. Übersetzen kannst du von Roscoff aus. Auf der Südroute kannst du ab Quiberon zu einer Tagestour auf die Belle Île, die schöne Insel, starten. Du wirst fasziniert sein von der wilden Landschaft, den seltenen Tier- und Pflanzenarten und den ständig wechselnden Lichtstimmungen. Von Conarneau aus ist ein Ausflug auf die Glénan-Inseln mit ihrem karibischen Feeling schon fast Pflicht.

Tolle Lichtstimmung in der Bretagne

Extratipp Nummer zwei: Das Landesinnere erkunden

Auch wenn die meisten Menschen die Küste entlang schippern, einen Abstecher ins Landesinnere solltest du dir nicht entgehen lassen. Dort wirst du dem Zauber, den Mythen und Geschichten begegnen, die die Bretagne wirklich einzigartig machen. Von beiden Routen aus kannst du die Monts d’Arree, die höchste Erhebung der Bretagne, für einen Tagesausflug ansteuern. Auch wenn die Gipfel nur knapp unter 400 Metern hoch sind, erwarten dich echtes Bergfeeling, mystische Stimmungen und bei gutem Wetter eine fantastische Weitsicht. Im Herzen der Berge liegen zudem Wald und Felsenmeer von Huelgoat, die Wiege zahlreicher Legenden und Mythen.

Fotos ohne Urhebernennung: (c) Barbara Homolka | www.chiennormandie.de

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Wintercamping – Tolle Plätze, tolle Abenteuer https://de.camperstyle.net/wintercamping-plaetze-empfehlungen/ https://de.camperstyle.net/wintercamping-plaetze-empfehlungen/#comments_reply Wed, 12 Dec 2018 07:21:49 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=64143 Für die einen ist es einfach praktisch, weil sie so ganz nah am Skigebiet sind und auch beim Wintersport nicht auf ihr „Eigenheim“ verzichten möchten. Die nächsten lieben die Ruhe und Gemütlichkeit, andere genießen die Weite leerer Strände und wieder andere haben auch im Winter Lust auf Abenteuer. Fest steht: Wintercamping liegt mehr und mehr im Trend. Hast auch du Lust es auszuprobieren? Dann haben wir hier ein paar besonders schöne Plätze für dich!

Skifahren im Campingurlaub

Für Wintersportler gibt es nichts Schöneres als vom eigenen Camper aus direkt auf die Piste zu hüpfen. In Deutschland wie auch in Österreich und der Schweiz finden sich zahlreiche Plätze in unmittelbarer Nähe zu Skiliften, Pisten und Loipen. Eine kleine Auswahl stelle ich dir im Folgenden vor:

Komfort auf dem Aussichtsplateau – Camping Resort Zugspitze

Vinothek und Bistro, Sauna, Fitness und Privatbad: Hier musst du wirklich auf gar nichts verzichten. Das Fünf-Sterne-Resort Zugspitze bietet ausgesprochen viel Komfort – Gas- und Wasseranschlüsse direkt am Stellplatz, natürlich frostsicher, und kostenloses W-Lan gibt es sowieso. Für die Wintersportler bietet der Platz einen Ski- und Trockenraum sowie einen kostenlosen Ski-Shuttle. Wer Kinder, aber keinen Schlitten dabei hat, kann diesen hier auch ausleihen.

Das Zugspitzdorf Grainau und die Zugspitzregion bieten eine große Vielfalt an Pisten und Loipen, aber auch an Wanderwegen. Spektakulär ist der Ausblick von den verglasten Stegen, der Aussichtsplattform AlpSpix, auf der Zugspitze.  Auch die Höllentalklamm und die Partnachklamm sind lohnende Ausflugsziele. Öffnungszeiten, Fahrpläne und Preise für die Berg- und Zahnradbahnen der Region findest du hier.

Preisbeispiel: Ein Stellplatz mit Privatbad (!) kostet in der Wintersaison zwischen 43,00 und 49,00 Euro. Kinder ab 5 Jahre zahlen 5,00 bis 9,00 Euro, ein Hund kostet 3,00 Euro. Gas und Strom werden nach Verbrauch abgerechnet. Dazu kommt noch die Kurtaxe. Der Platz bietet aber auch Pauschal-Arrangements an.

Wintercamping an der Zugspitze

Foto: (c) Camping Resort Zugspitze

Après Ski im Dampfbad – Camping Hell in Fügen

Auch im Ferienresort Hell im Nordtiroler Örtchen Fügen kommen Wintersportfreunde voll auf ihre Kosten. Neben seiner tollen Lage im Skigebiet kann der Campingplatz mit einem Trockenraum für nasse Kleidung, einer Saunalandschaft mit Dampfbad, einem Schwimmbad, einem Fitnessstudio, einem Gymnastikraum und sogar Hundesanitärkabinen punkten.

Nur wenige Autominuten entfernt befinden sich Spieljochbahn und weitere Lifte und Sesselbahnen. In ca. 10 Minuten erreichst du das Skigebiet Hochzillertal, in etwa 20 den Reither Kogel oder das Skigebiet Alpbachtal Wildschönau.

Preisbeispiel: Ein mittelgroßer Stellplatz (90 bis 105 m2) kostet von Dezember bis Mitte Februar 41,00 Euro. Ausgenommen ist hier die Zeit zwischen dem 20. Dezember und dem 6. Januar. Im Preis inbegriffen sind 2 Personen, 5 KWh Strom, der Eintritt in den Spa-Bereich ins Hallenbad und ins Fitnessstudio sowie der Fernseh- und Abwasseranschluss. Jede weitere Person bis 13 Jahre kostet 11,00 Euro pro Tag, ab 14 Jahren werden 14,00 Euro in Rechnung gestellt. Für einen Hund werden 5,00 Euro fällig, für die Kurtaxe 1,50 pro Person ab 15 Jahren.

Wellnessbereich beim Winter Camping auf dem Campingplatz Hell Tolle Bergkulisse beim Wintercamping auf dem Campingplatz Hell

Fotos: (c) Camping Hell | Cathrine Stukhard

Wellness mitten in den Kitzbüheler Alpen – Tirol Camp Fieberbrunn

Der 5-Sterne-Campingplatz Tirol Camp Fieberbrunn bietet seinen Gästen 1.000 Quadratmeter Wellnessbereich inkl. Sauna und Fitnessraum sowie großzügige Stellplätze mit allen Annehmlichkeiten. Der Eintritt in das beheizte Panorama- und Freibad ist sogar im Übernachtungspreis inbegriffen. Die Gondelbahnen Fieberbrunn und ein riesiges Langlaufgebiet liegen direkt vor der Haustür – hier kannst du dich also nach Herzenslust sportlich austoben oder einfach mal die Seele baumeln lassen.

Bereits auf den Comfort-Stellplätzen findest du alles, was das winterliche Camperleben angenehm macht: Neben Strom, Wasser und Abwasser kannst du auch das Gas direkt anschließen oder deine Flaschen tauschen. Außerdem gibt es TV und WLAN. Der Clou sind aber die DeLuxe-Plätze, die zusätzlich noch mit einem eigenen beheizten Privatbad aufwarten!

Preisbeispiel: In der Zeit vom 6. bis 21. Dezember zahlst du für den Comfort-Platz inklusiver aller Personen eine Tagespauschale von 30,00 Euro, beim DeLuxe-Platz sind es 51,00 Euro. Dazu kommen jeweils die Ortstaxe von 2,50 Euro pro Person (ab 15 Jahre) sowie 0,89 Euro pro KWh Strom. Für einen Hund werden 8,00 Euro am Tag berechnet, für die Endreinigung der Privatbäder 15,00 Euro einmalig und für die Anschlussgebühren (Strom/Gas) jeweils 7,00 Euro einmalig.

Wintercamping Tirol Camp Fieberbrunn

Foto: (c) Tirol-Camp

Talabfahrt bis zum Stellplatz – Camping Samnaun

Der kleine, aber feine Campingplatz Samnaun im Schweizer Kanton Graubünden, der sich im Dreiländereck zwischen der Schweiz, Österreich und Italien befindet, ist ideal für Wintersportbegeisterte. Von hier aus gelangst du in wenigen Minuten in die „größte Skiarena der Ostalpen“ und landest mit der Zeblas-Talabfahrt wieder direkt vor deinem Camper.

Auf dem Platz selbst gibt es keinen großen „Schnickschnack“, dafür kannst du aber Freizeitangebote wie das Alpenquell Erlebnisbad, eine Eislaufbahn oder das „Raclett- und Fondue-Stübli“ nutzen, die ganz in der Nähe zu finden sind.

Preisbeispiel: In der Vorsaison vom 22. November bis 21. Dezember kostet ein Stellplatz inkl. Strom pro Wohnmobil und Tag 28,00 CHF. In der Hauptsaison vom 22. Dezember bis 4. Januar sowie vom 19. Januar bis 4. April sind es 38,00 CHF pro Wohnmobil und Tag. Zusätzlich werden pro Person ab 16 Jahren am Tag 6,00 CHF für den Campingplatz und 3,20 CHF für die Kurtaxe fällig.

Skipiste vor der Haustür – Camping RinerLodge in Davos

Ebenfalls ein kleinerer und günstig gelegener Campingplatz ist die Riner Lodge in Davos Glaris. Ausgestattet mit Stromanschlüssen bei den Stellplätzen und einem Gemeinschaftsraum mit Sitzecke, Playstation, Dartscheibe sowie kostenlosem WLAN liegt der Fokus hier ganz klar auf dem Wintersporterlebnis.

Die Rinerhornbahn liegt quasi direkt vor der Haustür und das idyllische Davos, übrigens der höchst gelegene Ort Europas, sowie das Bergdorf Klosters laden auch in den kalten Monaten zum Verweilen und Entdecken ein.

Preisbeispiel: Für ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen inkl. 2 Personen und Strom fallen im Winter (ab 16. Dezember) ab 42,60 CHF an. Ein Kind kostet 5,00 CHF am Tag, für einen Hund werden 3,00 CHF berechnet. Die Kurtaxe kostet pro Person ab 12 Jahren 4,00 CHF pro Tag.

▶▶ Unser Tipp: Während deines Aufenthalts erhältst du eine Vergünstigung von 20% auf die Tageskarte der Rinerhornbahn!

Wintercamping mit Hund

Viele Hunde sind verrückt nach Schnee – das Wintercampen ist mit Vierbeiner daher ein doppeltes Vergnügen! Oder hast du selbst noch keinen Hund und möchtest vielleicht mal etwas Ausgefallenes ausprobieren? Eine Huskytour zum Beispiel? Dann findest du in den folgenden Abschnitten das passende Angebot:

Berge und Vierbeiner – Camping Olympia im Pustertal

Der Blick ist atemberaubend: Umgeben von der einzigartigen Bergwelt der Dolomiten weiß das Auge gar nicht, wohin es den Blick schweifen lassen soll. Die Region um Toblach, die zum UNESCO Weltnaturerbe zählt, bietet neben hervorragenden Wintersportmöglichkeiten auch unendlich viele Wanderwege – ideal für Hundespaziergänge. Genau richtig, wenn du den Stress des Alltags gerne in der Natur vergessen möchtest.

▶▶ Mein persönlicher Tipp: Der Naturpark Fanes-Sennes-Prags mit zahlreichen markierten Wegen und Einkehrmöglichkeiten zum Aufwärmen. Apropos Aufwärmen: Während sich dein Vierbeiner im WoMo oder Caravan ausruht, bietet dir der 4-Sterne-Platz Camping Olympia mit seiner Wellness-Oase ebenfalls alles, was du brauchst, um dich nach dem Wandern oder Skifahren zu entspannen: finnische Sauna, türkisches Dampfbad, Infrarotkabine und Massageangebote. Der Platz hat ca. 200 Stellplätze mit Stromzugang, davon einige auch mit Gas- und Wasseranschluss. Zwei Restaurants, ein Schwimmbad, ein Supermarkt und ein Minizoo runden das Angebot ab.

Preisbeispiel: Ein Paar bezahlt hier in der Wintersaison für einen Stellplatz je nach Kategorie zwischen 36,50 und 40,50 Euro; Kinder ab 3 Jahre zahlen 10,00 Euro pro Nacht, Hunde 5,50 Euro. Strom ist inklusive.

Wintercamping auf dem Olympia Camping im Pustertal

Foto: (c) Camping Olympia

Faszinierend – Huskytouren gibt’s nicht nur in Alaska

Gut, streng genommen ist dies kein Platztipp und nicht ganz billig. Als ich aber bei meiner Recherche zum Thema Wintercamping auf zwei deutsche Anbieter von Huskytouren gestoßen bin, konnte ich nicht widerstehen. Ich gebe zu, wenn ich einem Husky in die Augen schaue, bin ich schockverliebt … Aber entscheide selbst, ob die Fahrt auf einem Hundeschlitten ein Abenteuer für dich sein könnte. Einen Huskyhof findest du in Bayern im Kleinwalsertal und einen in Niedersachsen in der Nähe vom Wiestringer Moor. Campingplätze gibt es in der Nähe selbstverständlich auch.

Bayern – Huskydays Bad Wörishofen

Bereits seit 1998 bietet die Familie Laqua in Bad Wörishofen ihre Huskydays an. 18 Huskys leben auf dem Hof. Die Touren beginnen mit einer gemütlichen Einweisung am Lagerfeuer, bevor die Teilnehmer gemeinsam mit dem Tourleiter die Huskys für die Tour vorbereiten und ihnen die Geschirre anziehen. Schließlich darfst du selbst als Musher (Hundeschlittenführer) auf den Rundparcours. Als krönenden Abschluss wartet auf alle Teilnehmer eine Wanderung mit den Hunden durch die winterliche Landschaft. Der Husky-Tag in Bad Wörishofen dauert rund 5 Stunden und kostet 149 Euro pro Person inkl. Brotzeit und Tee.

Nächster Campinplatz: Kurcamping Bad Wörishofen

Mit Huskys im Schnee unterwegs

Foto: (c) Werner Laqua

Niedersachsen – Huskyhof Kranz in Ridderade

Rund 50 Huskys tummeln sich auf dem Huskyhof von Norbert Kranz im niedersächsischen Ridderade – einer schöner als der andere! Das Hundeschlittenfahren hat Norbert Kranz auf einer Huskyfarm in Nordnorwegen gelernt, wo er als Hundetrainer arbeitete. Seine Gespanne bestehen jeweils aus 12 bis 14 Huskys, die zusammen mit ihrem Musher ein Team bilden.

Sie nehmen die Teilnehmer mit auf eine unvergessliche Fahrt in die wunderschöne Landschaft rund um das Naturschutzgebiet des nördlichen Wietingsmoores. Ein wahres Naturerlebnis, denn außer der traumhaften Landschaft gibt es mit ein bisschen Glück und je nach Jahres- und Tageszeit hier Rehe, Dammwild, Singschwäne, Gänse und Kraniche zu sehen. Norbert Kranz bietet verschiedene Touren an: Das Angebot reicht von einer kurzen Schnuppertour zum Preis von 99 Euro pro Person (Kinder 59 Euro) bis hin zur All-inclusive-Tour für 249 Euro, die einen ganzen Tag dauert.

Nächster Campingplatz: Campingplatz Hartenbergsee

Blick in die Augen eines Huskys Huskys bei Mondschein im Winter

Fotos: (c) Norbert Kranz

Kultur und Entspannung für Erholungssuchende

Wenn du dich im Urlaub weder auf die Skipiste noch auf einen Husky-Schlitten schwingen, sondern lieber etwas Ruhe genießen möchtest, habe ich noch zwei weitere Ideen für dich: Das häufig unterschätzte Ruhrgebiet und die wunderschöne Ostsee. Diese beiden Gegenden sind auch im Winter sehr zu empfehlen:

Ländliche Idylle trifft Industriekultur – Camping Knaus in Essen

Der Vier-Sterne-Platz Camping Knaus ist ein idealer Ausgangspunkt, um das Ruhrgebiet kennen zu lernen. Der Platz im Essener Süden – ausgezeichnet als „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ – liegt idyllisch im Löwental und direkt am Ufer der Ruhr. Hier hast du die großen Industriedenkmälern der Region direkt vor der Tür: Die Villa Hügel, das ehemalige Wohn- und Repräsentationshaus der Industriellenfamilie Krupp, ist nur einen Steinwurf entfernt und auch der Landschaftspark Duisburg Nord ist schnell erreichbar. Ebenso die Zeche Zollverein, die seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Sie beherbergt u.a. das Ruhr Museum, das mit rund 6.000 Exponaten die Geschichte einer der größten Industrieregionen der Welt sehr anschaulich macht. Einen Besuch lohnt auch das Museum Folkwang, wo der Besuch der Dauerausstellung sogar kostenfrei ist. Das Ruhrgebiet ist aber auch ein Ort der Gegensätze, so kannst du in den Essener Stadtteilen Werden und Kettwig Altstadtflair genießen oder an den gut ausbauten Uferwegen des Baldeneysees wandern.

Preisbeispiel: Ein Paar bezahlt hier pro Nacht zwischen 35,00 und 38,20 Euro, Kinder ab 3 Jahre zahlen 4,50 Euro, Hunde kosten 3,50 Euro. Strom ist inklusive.

Foto: (c) Thomas Wolf, www.foto-tw.de

Seeluft schnuppern mit der ganzen Familie – Ostseecamping Zierow

Menschenleere Strände, ideal um sich den Wind um die Nase wehen zu lassen: Der Vier-Sterne-Campingplatz Ostseecamping Zierow an der Wismarbucht ist der ideale Ausgangspunkt für endlose Strandspaziergänge. Und ideal für Familien mit Kindern! Denn im Indoorspielplatz „Willy‘s Watthaus“ können die Kids durchs Bällebad toben, rutschen, klettern oder malen. Oder wie wäre es mit einem Besuch im Hallenbad? Für die Eltern bietet der Platz eine Saunalandschaft mit Wellnessbereich. Aber auch Ausflüge in die Region lohnen sich: Die Hansestadt Wismar ist UNESCO Welterbe und lockt mit einem der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands. Auch das Ostseeheilbad Boltenhagen und die Insel Poel mit Inselmuseum sind innerhalb einer halben Autostunde zu erreichen.

Preisbeispiel: Eine Familie mit zwei Kindern zahlt hier in der Wintersaison pro Nacht ca. 30,00 Euro. Für einen Hund kommen 5,00 Euro dazu. Außerdem fällt auch hier eine Kurtaxe an. Der Eintritt zum Indoorspielplatz ist frei.

Wintercamping lohnt sich an der Ostsee

Foto: (c) Ostsee-Camping

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Tipps ein paar Inspirationen für deinen Winterurlaub mit auf den Weg geben. Falls du schon einen Lieblings-Wintercampingplatz hast, teile ihn mit uns und den anderen Lesern und packe ihn in die Kommentare. Wir freuen uns über weitere Anregungen!

Titelbild: (c) Tirol Camp Fieberbrunn

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CMT 2019: 10 x 2 Eintrittskarten zu gewinnen https://de.camperstyle.net/cmt-tickets-zu-gewinnen/ https://de.camperstyle.net/cmt-tickets-zu-gewinnen/#view_comments Tue, 11 Dec 2018 09:01:37 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=12518/ Auch in diesem Jahr verlosen wir zur großartigen Camping-, Reise- und Freizeitmesse CMT, die vom 12. bis 20. Januar 2019 in Stuttgart stattfindet, wieder 10 x 2 Eintrittskarten!

Wer die CMT schon kennt, weiß, wie viele interessante Aussteller sich in den Hallen tummeln – du darfst also wieder gespannt sein! 🙂

Wenn du Tickets für dich und eine Begleitperson abstauben möchtest, trag einfach deine Daten bis zum Dienstag, 25. Dezember, in das Gewinnspielformular ein:

Ich möchte Eintrittskarten zur CMT 2019 gewinnen!

  • Teilnahmebedingungen:

    1. Die Daten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nur zum Zweck des Gewinnspiels genutzt und im Anschluss an die Verlosung gelöscht.
    2. Die Ziehung der Gewinner erfolgt per Zufallsgenerator.
    3. Einsendeschluss ist Sonntag, 30. Dezember 2018, 23.59 Uhr.
    4. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nach der Ziehung der Gewinner versenden wir die Eintrittscodes rechtzeitig vor der Messe. Mit diesen Codes kannst du dich und deine Begleitung auf www.messe-stuttgart.de/vorverkauf registrieren und die „richtigen“ Tickets direkt zuhause am Computer ausdrucken.

Foto: (c) CamperStyle (Archivbild)

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Heldencamper: Campingurlaub für junge Krebspatienten und Überlebende https://de.camperstyle.net/interview-heldencamper/ https://de.camperstyle.net/interview-heldencamper/#comments_reply Mon, 10 Dec 2018 07:55:21 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=64437 Diagnose „Krebs“ – ein solcher Paukenschlag ändert nicht nur das Leben der unmittelbar Betroffenen sondern auch das der Familien und Freunde. Viele Überlebenden möchten anschließend anderen Betroffenen helfen, zum Beispiel durch Typisierungsaktionen, Spendensammlungen oder Selbsthilfegruppen. Andrea vom Projekt „Heldencamper“ geht noch einen Schritt weiter: Nach zwei überstandenen Krebserkrankungen will sie Erkrankte oder Überlebende dabei unterstützen, das Geschehene zu verarbeiten und wieder Hoffnung zu schöpfen.

Das tut sie mit einer ganz besonderen Idee: Mit dem Camper „Hope“ können Krebspatienten kostenlos oder gegen eine Unkostenbeteiligung in den dringend notwendigen Erholungsurlaub starten.

Ich habe Andrea interviewt und sie zu ihrem großartigen Projekt befragt:

CamperStyle: Für wen wurde das Projekt Heldencamper ins Leben gerufen?

Andrea: Für junge Erwachsene (18 bis 40) mit und nach Krebs, die finanziell benachteiligt sind. Und allgemein für junge Erwachsene die ich im folgenden „Helden“ nenne.

CamperStyle: Wie kam es zu deinem Engagement?

Andrea: Ich bin 2009 und 2012 an Krebs erkrankt und fühlte mich in dieser Zeit allein, denn es gab kaum Angebote für junge Erwachsene mit Krebs. Die meisten Vereine und Organisationen sind bis heute eher auf Kinder ausgerichtet.

Daher habe ich nach meiner Erkrankung den Entschluss gefasst, ich tue selbst etwas. Im Mai 2016 habe ich dann den Verein „Wir können Helden sein e.V.“ gegründet und Betroffenen Konzert-/Festival- und Comedy-Tickets geschenkt oder auch Wünsche erfüllt, wie zum Beispiel Paragliden oder eine Reise nach Irland.

CamperStyle: Warum gerade junge Patienten?

Andrea: Weil ich selbst jung war, als ich krank wurde, und es mit 38 auch noch bin. Ich habe mehr Bezug zu dieser Zielgruppe, ich glaube das kann man verstehen oder? Und weil diese Gruppe oft vernachlässigt wird. Wenn ich älter werde, werde ich garantiert auch etwas für die Ü50-Gruppe anbieten.

CamperStyle: Und warum Campingurlaub? Bist du selbst Camperin?

Andrea: In meiner Kindheit waren wir oft campen, und ein Campingmobil gibt den Helden die Möglichkeit, ihr Ziel frei zu wählen und auch die Zeit frei einzuteilen, die sie an einer Stelle verbringen wollen.

Interview mit Andrea vom Hilfsprojekt Heldencamper

CamperStyle: Was wird den Betroffenen angeboten?

Andrea: „Hope“ ist ein Kastenwagen mit Stehhöhe und Küche, inklusive Kühlschrank und Gasherd. Er hat eine Liegefläche von 1,75m x 2,00m, die tagsüber als Sitzecke mit Tisch nutzbar ist. Vorne gibt es 3 Sitzplätze und eine mobile Campingtoilette ist auch an Bord. Der Camper kann von finanziell Benachteiligten kostenfrei ausgeliehen oder gegen eine geringe Gebühr pro Tag ausgeliehen werden.

CamperStyle: Wie kam das Projekt zustande und wer hat es unterstützt?

Andrea: Ich hatte im Juli eine Spendenaktion auf der Plattform betterplace.org gestartet, bei der viele private Spenden zusammengekommen sind (knapp 10.000 Euro). Hinzu kommt, dass ein örtlicher Baumarkt Holz gesponsert und Reimo uns Material für Fenster und Küche zur Verfügung gestellt hat. Ebenso gab es Sponsoren für eine Standheizung, den Umbau und die Versicherung. Das Fahrzeug an sich haben wir von einer ehemaligen Krebspatientin aus Köln für einen extra günstigen „Heldenpreis“ verkauft bekommen. Dafür bin ich immer noch sehr dankbar. Besonders gerührt hat mich, als ich mich beim Paul Camper Fund beworben, aber leider nicht gewonnen hatte, aber die Gewinnerin von renateschoolbus.de ihren Gewinn mit mir geteilt hat.

Blick in den ersten Camper vom Hilfsprojekt Heldencamper

CamperStyle: Stemmst du das alles alleine oder hast du Helfer?

Andrea: Bisher habe ich beinahe alles allein gestemmt, ich hoffe aber, im kommenden Jahr aus dem Projekt ein Social-Start-Up gründen zu können und ein kleines Team um mich zu scharen. Dieses Start-Up wird auch gemeinnützig werden und allein zur Unterstützung des Projektes Heldencamper dienen.

CamperStyle: Was waren die größten Anfangshürden?

Andrea: Meinen Mut zusammenzunehmen und mich zu trauen, das Projekt zu starten, und die ersten Spenden zu akquirieren.

CamperStyle: Wann startet der erste „Heldencamper“ in den Urlaub?

Andrea: Im April fahren die ersten Helden weg. Vorher wird noch ein wenig gebastelt und repariert, damit auch alles safe ist.

CamperStyle: Wie geht es weiter mit den Heldencampern? Wie kann man sich als Leser engagieren?

Andrea: Ich möchte in den kommenden Jahren in jeder Himmelsrichtung Deutschlands mindestens einen Heldencamper stationiert haben. Spenden und Sponsoren auch Großsponsoren oder Kooperationen sind willkommen. Wichtig ist für mich, dass möglichst viele von dem Projekt erfahren, um Betroffene und Unterstützer zu erreichen.

CamperStyle: Du bekommst bestimmt sehr viel positives Feedback, gab es auch mal negatives? Wie gehst du damit um?

Andrea: Ich bin hin und weg von der Camper- und VanlifeSzene. Bisher gab es dazu nur Positives. Nur im Vorfeld des Projektes gab es mal ein Statement, das lautete, ich sei selbstverliebt und egoistisch. Das hat mich persönlich sehr getroffen und ich habe meine Social-Media-Videos erst einmal eingestellt, doch ich habe schnell wieder zu mir gefunden und sage laut: LIEBE DEINEN NÄCHSTEN WIE DICH SELBST 🙂

Der Camper vom Hilfsprojekt Heldencamper

CamperStyle: Wie vereinbarst du dein Engagement neben Beruf und Familie?

Andrea: Der Verein und das Projekt sind mein Beruf und mein Lebenssinn und aufgrund der Krebserkrankungen werde ich leider nie eigene Kinder haben. Von daher lässt sich das alles gut vereinen.

CamperStyle: Was sind deine persönlichen Lieblingscampingziele?

Andrea: Meer, Meer, Meer und ein bisschen Berge

CamperStyle: Magst du uns einen Geheimtipp verraten?

Andrea: Das kann ein Campingplatz oder einfach so ein schöner Ort sein. Stautenhof Willich direkt bei mir um die Ecke. Die Sonnenuntergänge dort sind fantastisch. Dort gibt es Stellplätze für 2-3 Mobile.

CamperStyle: Vielen herzlichen Dank für das Interview und ich wünsche dir, allen Helfern*innen und allen Helden*innen alles, alles Gute.

Wenn auch du helfen möchtest, sei es mit Zeit, handwerklichem Geschick oder Geld, wende dich bitte direkt an das Projekt Heldencamper. Du findest weitere Info im Netz www.wir-koennen-helden-sein.de sowie auf Facebook.

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Tiny Toilet Home: Mit umgebauten Klohäuschen gegen Obdachlosigkeit https://de.camperstyle.net/tiny-toilet-home/ https://de.camperstyle.net/tiny-toilet-home/#view_comments Sun, 09 Dec 2018 05:41:25 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=62409 Stell dir vor, du kommst um die Ecke und dort steht ein DIXI Klo. Und darin lebt jemand. Undenkbar und schräg? Nicht für Matt “TK” Devine und sein Unternehmen Our Backyard Homes. Gemeinsam mit seinem Team kauft er große, rollstuhlgerechte Toilettenhäuschen – fabrikneu – und baut sie in Mini-Wohnungen für Obdachlose um. Mit dabei sind Bett, Kleiderschrank, Bad, Küche und Dachgarten. Im Moment tourt Matt durch Kalifornien, um andere von seiner ungewöhnlichen Idee zu überzeugen. Zum Glück hatte er zwischendurch ein wenig Zeit für brennende Fragen.

„Das Projekt Tiny Toilet Home ist viel mehr, als nur die Umwandlung eines Klohäuschens in ein Tiny House“, erklärt Matt. „Wir möchten die Leute zum Nachdenken bringen über die Wohnsituation in großen Städten und bezahlbaren Raum zum Leben.“
Matt kommt aus einer Gegend, in der Obdachlosigkeit ein großes Problem ist und sogar Studenten kein Dach über dem Kopf haben. Klingt wie ein Problembezirk im Osten Europas, ist aber Los Angeles.

Doppelbett im Klohäuschen

Ist die mobile Toilette einmal umgebaut, verliert sie ihre ursprüngliche Funktion komplett. Es lebt also niemand in einem Klo! „Wir entfernen alles, was normalerweise im Innenraum ist.“ Matt denkt kurz nach und schmunzelt: „Und wenn mal jemand vorbeikommt, und denkt, er sieht ein Toilettenhäuschen, dann zeigen wir ihm ganz freundlich den Weg zu Starbucks.“
Die „Parzelle“ ist 2,10 Meter breit und 2,50 Meter lang. „Damit haben wir genug Platz für ein Doppelbett und eine Menge Stauraum. Sogar einen kleinen Kleiderschrank.“

Das Tiny Home steht übrigens auf einem Trailer, was noch einmal Platz außerhalb der Kabine schafft. Dort befinden sich dann Küche und Bad. Das ist zumindest beim warmen und trockenen Klima von Kalifornien kein Problem. „Die Sache mit der Isolierung hat auch großartig funktioniert!“, betont Matt in dem Zusammenhang. „Sogar in der drückenden Hitze von Los Angeles im Juli blieb das Abteil ungefähr so kühl wie ein durchschnittliches Appartement. Meist war es bis zu zehn Grad kühler als draußen.“ Matt unterbricht sich selbst. „Naja, wenn es allerdings mal wieder 45 Grad werden, dann haben wir durchaus noch Spielraum zur Verbesserung…“

Innenansicht Tiny Toilet Home Schlafraum Dusche Tiny Home Bau des Prototypen

Tiny Home auf Trailer mit Outdoor-Küche

Die Outdoor-Küche auf dem Trailer besitzt eine mobile Kochmulde und eine Menge Equipment, das man auch in einem normalen Haushalt findet. Die Spüle dient dem Abwasch von Geschirr und als Handwaschbecken für Kleidung. Eine Bank funktioniert als Sitzplatz und zugleich als Stauraum für eine Solarbatterie. Außerdem gibt es eine Komposttoilette und eine Niederwasser-Dusche, in der das Wasser nicht ganz so schnell fließt wie in einer herkömmlichen Dusche.

Das Tiny Toilet Home ist komplett unabhängig von der Umgebung und kann daher überall aufgestellt werden. „Wir haben einen atmosphärischen Wassergenerator eingebaut“, erklärt Matt. „Der zieht pro Tag etwa 25 bis 35 Liter Feuchtigkeit aus der Luft zum Gebrauch. Ich selbst habe nie mehr als zehn Liter pro Tag verbraucht.“ Aber er weist auch auf die Probleme hin: „Der Generator verbraucht Tonnen von Strom. Mit einem großen System für Sonnenenergie klappt das. Aber damit ist das Häuschen dann nicht mehr transportabel, weil es zu schwer wird.“ Er nickt kurz. „Wir arbeiten also noch daran.“
Das Abwasser geht durch einen Filter und bewässert anschließend den kleinen Gemüsegarten auf dem Dach.
Über meine Frage nach einem Heizsystem lacht Matt freundlich. „Bisher war das Wetter hier unten noch nie so kalt, dass wir so etwas brauchten!“

Auf Tour mit dem Tiny Toilet Home

Um sein Projekt bekannt zu machen, tourt Matt momentan durch die Gegend – in einem Tiny Toilet Home. „Meine bisherigen Erfahrungen nach 30 Tagen sind großartig!“, freut er sich. „Ich bin immer noch besonders auf die Langlebigkeit der weichen Wände gespannt. Und die Plane, die das Häuschen eigentlich nur während der Fahr schützen sollte, fungiert inzwischen als Sichtschutz und Schattenspender.“
Matt ist sehr enthusiastisch und steht voll und ganz hinter seiner unkonventionellen Idee. „Auch andere Leute denken inzwischen, dass es eine großartige Sache ist. Viele sind begeistert von unserem Erfindungsreichtum und wie wir den winzigen Raum perfekt nutzen.“

Das einzige, was einige verunsichert, ist die Komposttoilette. „Natürlich muss man sich daran erst gewöhnen, aber ich finde es inzwischen befreiend, zu wissen, dass ich kein Trinkwasser mehr zum Abspülen vergeude.“ Matt ist außerdem ein großer Fan von Zero Waste – also von der völligen Müllvermeidung.

Was Matt über die Zukunft und das Tiny Toilet Home denkt? „Wir haben bereits Anfragen von der Regierung zu unserem Projekt“, sagt er stolz. „Menschen aus aller Welt schreiben uns. Nicht jeder glaubt an uns aber das erwarten wir auch nicht. Uns treibt an, dass wir mit unserer Idee inzwischen viele andere Menschen zum Nachdenken bringen und inspirieren konnten.“

Über Matt Devine und Our Backyard Homes

Matt selbst hat eine ganze Weile lang in seinem Büro gelebt, das eine umgebaute Scheune war. „Ich habe unendlich viele Roadtrips gemacht und bin in Zelten und Hostels durch die Gegend gereist. Und irgendwann habe ich gemerkt: Je mehr Zeug ich dabei habe, desto mehr Stress macht mir das. Wenn du dich aber selbst gut genug kennst und Prioritäten setzen kannst, dann kann Minimalismus die befreiendste Entscheidung sein, die du je treffen wirst.“

Our Backyard Home ist eine Non-Profit-Organisation in den USA. Neben dem Tiny Toilet Home kümmert sich das Unternehmen auch um obdachlose Studenten in Los Angeles und möchte minimalistischen Wohnraum als Lösung für die Wohnungskrise populärer machen. Das Motto lautet: kleine Häuser – große Wirkung!
Und wenn Matt weiter so begeistert dabei ist, dürfen wir gespannt sein.

Fotos (c): Our Backyard Homes

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„Hygge“ im Schnee – Warum du Wintercamping ausprobieren solltest https://de.camperstyle.net/wintercamping-ausprobieren/ https://de.camperstyle.net/wintercamping-ausprobieren/#comments_reply Fri, 07 Dec 2018 06:15:43 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=64642 Also eines direkt vorweg: Im Schnee ist Wintercamping am schönsten – finde ich jedenfalls. Der Blick in der Dämmerung auf verschneite Wipfel oder einen winterlichen See ist einfach unbezahlbar. Und mal ehrlich: Warum solltest du für deinen Winterurlaub ein teures Hotel buchen und dein mobiles Zuhause im Winter ungenutzt lassen?

Wintercamping im Skigebiet

In den Skigebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es zahlreiche Plätze, die nur wenige hundert Meter von der Piste entfernt liegen und sich extra auf den Winterbetrieb eingerichtet haben. Mit allem Zipp und Zapp: Vom Trockenraum für deine nasse Skikleidung über Stauraum für die Ausrüstung findest du hier bis zur Sauna alles, was dein Sportlerherz begehrt. Auch Leihausrüstung wird von manchen Plätze angeboten. Dein Après-Ski-Getränk kannst du so mit Blick auf die Piste direkt auf dem Campingplatz und mit Gleichgesinnten genießen. Klingt doch verlockend, oder?

Aber auch beim Städtetrip im Winter musst du auf deine gewohnte Unterkunft nicht verzichten. Ein paar Plätze für verschiedene Aktivitäten stellen wir dir in Kürze zusammen.

Wintercamping an der See

Wie wäre es mit einem Winterurlaub an der Nord- oder Ostseeküste? Mehr Ruhe kannst du kaum finden. So geht das, was die Norweger und Dänen „hygge“ nennen, von ganz alleine. „Hygge“ ist ja seit ein paar Jahren in aller Munde (ich meine, eine schwedischer Möbelriese hat den Begriff auch bei uns populär gemacht) und lässt sich ins Deutsche in etwa mit „eine gemütliche Atmosphäre, in der man zusammen mit netten Leuten das Gute des Lebens genießt“ übersetzen.

Zu „Hygge“ gehört demnach ein gemeinsames Essen mit Kerzenlicht (Brandmelder gehören in jedes WoMo/ jeden Caravan), netten Menschen sowie Zeit und Ruhe. Und genau deshalb ist Wintercamping mindestens genauso schön wie im Sommer. Denn: Camping im Winter ist, zumindest meiner Erfahrung nach, anders und auch die Leute, die man auf dem Platz antrifft, sind irgendwie anders. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Plätze an den Küsten im Winter wesentlich weniger stark frequentiert sind. Hier kommt dann auch noch das auf, was früher gang und gäbe war: Man kennt sich und man hilft sich. Was könnte auch mehr verbinden, als das Gefühl, zu den Hartgesottenen zu gehören? Zu denen, die bei Wind und Wetter unterwegs sind und nicht nur bei Sonnenschein? Anders herum könnte ich auch sagen: Wer keinen Wert auf Kontakt legt, der sollte sich das mit dem Wintercamping vielleicht noch einmal überlegen. Einladungen auf ein gemeinsames Heißgetränk am Feuerkorb sind keine Seltenheit.

Wenn du selbst (noch) kein Wohnmobil besitzt, kannst du übrigens bei unserem Partner PaulCamper eines mieten – dort gibt es auch jede Menge wintertaugliche Fahrzeuge. Die Camper sind mit gesamten Camping-Equipment ausgestattet, was besonders für deine erste Camping-Erfahrung im Winter praktisch ist. Was die Begriffe „wintertauglich“ bzw. „winterfest“ genau bedeuten und wie du deinen Camper für die kalten Tage vorbereitest, erfährst du in diesem Artikel.

Silvester bei Nudeln mit Tomatensoße

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote aus meinem persönlichen Wintercamping-Erfahrungsschatz: Ich war einmal mit Freunden und unseren zwei Wohnmobilen auf Fehmarn, um dort Silvester zu verbringen, als in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember ein echter Schneesturm losbrach. Als gebürtige Rheinländerin bin ich im Umgang mit Schnee eher unerfahren und habe so etwas zuvor noch nicht erlebt.

Als wir am Silvestermorgen das Wohnmobil verlassen wollten, waren wir bis zur halben Tür eingeschneit und auf der ganzen Insel ging nichts mehr. Sogar die Brücke über den Sund wurde gesperrt. Den Platz zu verlassen, war unmöglich – außer vielleicht zu Fuß, aber dazu war es viel zu windig und der nächste Ort zu weit weg. Unser vorbestelltes Silvestermenü in einem Restaurant im Ort konnten somit wir vergessen und auch einkaufen war nicht drin. Und so machten wir das Beste draus und verbrachten Silvester zu viert mit einem etwas absonderlichen „Festessen“, das wir aus unseren Notvorräten zusammenstellten – in der Hauptsache handelte es sich um Nudeln mit Tomatensoße aus der Tüte.

Zum Glück hatten wir unsere Gasvorräte ordentlich aufgefüllt und mussten nicht frieren. Den Sekt, den wir um Mitternacht bei Starkwind am Strand tranken, bekamen wir von unseren Standnachbarn geschenkt. So absurd es klingen mag: Es gibt kaum andere Jahreswechsel, an die ich mich so gut und auch so gerne erinnere, wie an diesen. Und: Wir hatten „hygge“ entdeckt, bevor es das Wort in den deutschen Sprachschatz schaffte.

Gegen Einschneien kannst du natürlich nichts machen, aber wie du dein Wohnmobil winterfest machst und dich vor anderen unangenehmen und vor allem vermeidbaren Überraschungen schützt, liest du in unserem Artikel Wintercamping: Tipps für kuschelige Tage im Schnee“

Foto: (c) Bastianp01

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Kolumne: Kuschelcamper – Fehlende Fluchtdistanz oder Bedürfnis nach menschlicher Nähe? https://de.camperstyle.net/kuschelcamper/ https://de.camperstyle.net/kuschelcamper/#comments_reply Thu, 06 Dec 2018 06:51:46 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=60163 Unser lieber Kollege Henning, seines Zeichens Blogger, Wohnmobilbewohner, Facebookgruppen-Aufmischer und bekennender Sarkastiker, wirft in unserer neuen Kolumne einen Blick auf Themen, die die Camperwelt bewegen.

Mit einem Augenzwinkern und dem einen oder anderen bissigen Kommentar analysiert er die oftmals hitzigen Social-Media-Diskussionen rund um Thermomix, Camperhunde, Dickschiffe, Grußverweigerer und Kuschelcamper. Viel Spaß beim Lesen und Bühne frei für Henning!

Jedes lebende Wesen hat eine Fluchtdistanz. Man kann das gut bei Vögeln oder Rehen draußen in der Natur beobachten. Kommt man ihnen zu nahe… schwupp, sind sie weg.

Auch wir Menschen kennen das. Wenn uns jemand zu sehr auf die Pelle rückt, versuchen wir, auf Abstand zu gehen. Aber natürlich haben wir im Rahmen unserer Erziehung gelernt, dass es sich nicht gehört, in einem solchen Fall schreiend wegzulaufen.

Wird die Fluchtdistanz unter Campern oder Reisemobilisten unterschritten, nennt man das „Kuschelcamping“. Dafür mag es immer wieder mehr oder weniger gute Gründe geben. Mal ist es der letzte freie Platz, in den man sich gerade noch hineinquetschen kann. Mal sind es die umlagerte Stromsäule und die begrenzte Kabellänge, die einen zwingt, dem Nachbarn näher zu kommen.

Mitunter sind es auch der ebenso beengte wie schöne Platz und der unbezähmbare Wunsch, sich dort auch noch hinzustellen. So war ich bei der Überwinterung in Portugal schon zwischen einem französischen Kastenwagen zur linken und einem britischen Hymermobil zur rechten Seite hauteng eingekeilt. Da konnten ohne gegenseitige Absprachen keine Türen und Fenster mehr geöffnet werden, so eng war das. Die zudringlichen Nachbarn sind aber zum Glück bald wieder verschwunden.

Immer wieder wird auch von dem Phänomen berichtet, dass sich auf einem leeren, großen Parkplatz das zweite ankommende Wohnmobil unmittelbar neben das dort schon befindliche Fahrzeug stellt. Selbst dann, wenn es keine Stromsäulen gibt, die beide mit möglichst knapp abgerollter Kabeltrommel benutzen wollen. Ich weiß nicht, ob bereits Untersuchungen durchgeführt wurden, die dieses Verhalten erklären können. Ich habe mir zwei mögliche Erklärungen zurechtgelegt:

  1. Rücksichtnahme. Der Neuankömmling will keinen Parkraum verschwenden. Sollte sich der mehrere Hektar große Parkplatz innerhalb der nächsten halben Stunde mit den Autos der Besucher eines Bundesligaspiels füllen, möchte er nicht daran Schuld sein, dass zu große, ungenutzte Lücken entstehen.
  2. Der Herdentrieb. Wenn schon ein Artgenosse da ist, fühlt man sich in dessen Gesellschaft einfach sicherer. Dabei ist es keineswegs unumstößlich, dass der Nachbar bei Gefahr sofort herausstürzt und heldenhaft das Übel bekämpft. Viel wahrscheinlicher ist, dass der auch Angst hat, im Schlafanzug nach vorne krabbelt, den Motor anlässt und unter Zurücklassung von Fußmatte und Auffahrkeilen das Weite sucht.

Ich habe mir vorgenommen, sollte ich auf so einem Riesenparkplatz der Erste sein und der Neue stellt sich unmittelbar neben mich, folgenden Versuch zu unternehmen: Ich werde alles einpacken und an das andere Ende des Platzes fahren. Folgt der Nachbar, werde ich ihn nach den Gründen fragen. Vielleicht stützen diese eine meiner Thesen oder es kommt ein ganz neuer Aspekt dazu. Das Ergebnis wird dann hier oder in meinem Blog zu lesen sein.

Außer bei jenem Erlebnis in Portugal war ich bisher nur selten von Kuschelcampern betroffen. Einmal hat sich der neue Stellplatznachbar fast auf meine Fußmatte gestellt. Da bin ich tatsächlich wortlos umgezogen. Seine Reaktion war: „Oh, stehen wir zu dicht?“.

Wenn beim Rangieren auf dem Stellplatz der neue Nachbar immer wieder haarscharf an meinem Fenster vorbeifährt, dann frage ich auch schon mal, ob ich etwas Platz machen soll. Meistens wird die Andeutung richtig verstanden.

Natürlich ist die persönliche Grenze, ab der ein Abstand als „Kuschelcamping“ bezeichnet wird, sehr individuell. Der Hardcore-Freisteher reagiert schon auf ein anderes Wohnmobil in 50 m Entfernung mit nervösen Zuckungen, andere blühen in der hautengen Gemeinschaft erst richtig auf.

Ich muss jetzt aber Schluss machen. Gerade klopft der Nachbar an und meint, ich solle doch mein Fenster endlich schließen – er könne seins sonst nicht weit genug zum Lüften öffnen…

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Ausgefallene Weihnachtsgeschenke für Camper, die garantiert jedes Herz erobern! https://de.camperstyle.net/weihnachtsgeschenke-camper/ https://de.camperstyle.net/weihnachtsgeschenke-camper/#comments_reply Mon, 03 Dec 2018 07:13:19 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=64240 Und wieder steht Weihnachten vor der Tür. Manche können es kaum erwarten, andere möchten dem ganzen Vorbereitungsstress der doch eigentlich besinnlichen Zeit lieber entgehen. Doch egal ob du dich auf Weihnachten freust oder nicht, es wird kommen – und in diesem Artikel findest du Inspirationen, was du einem Camper schenken kannst: Praktisches, Witziges oder einfach nur schöne Kleinigkeiten. Hier also meine hoffentlich fettnäpfchenfreien Ideen für deine Camper-Freunde und -Verwandten – damit Weihnachten so richtig Spaß macht!

Hinweis: Dieser Beitrag enthält einige Partnerlinks zu Amazon, die jeweils mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind. Wenn du darüber bestellst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Kaufpreis nichts.

Geschenkideen für Camper

Reisehängematte

Das Schöne am Camping ist, dass wir Camper unser Zuhause immer mit dabeihaben. Wir lieben es, draußen zu Hause zu sein und machen uns nicht allzu viele Sorgen. Vor kurzem habe ich sogar gelesen, dass Camping der Zustand ist, in dem die Menschen ihre eigene Verwahrlosung als Urlaub bezeichnen. Machen wir uns nichts draus, das ist purer Neid! Als Statement oder einfach nur, weil es praktisch ist, könntest du in deinem Campingumfeld eine leichte Bio-Reisehängematte verschenken. Dann heißt es abhängen, den Urlaub genießen und die Nachbarn neidisch machen. Für Hartgesottene stehen mit einer Reisehängematte sogar Nächte unterm Sternenhimmel bevor, wann und wo sie wollen! Mit Hängematten liegst du immer richtig und verschenkst gleichzeitig Erholung und Freiheitsgefühl. In einer Hängematte kann die Camper-Seele baumeln und das sogar mit gutem Gewissen,weil sie Bio ist und fair produziert wurde. Ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Verpacke die Hängematte gleich in Zeitungspapier. Wenn schon Bio, dann aber richtig. Ein Zeichen von Geiz ist das schon lange nicht mehr, sondern einfach besser für die Umwelt und trotzdem stilvoll.

Preis: 21,99€
Websitewww.natursendung.de

Eine gemuetliche Haengematte als Weihnachtsgeschenk fuer Camper (c) Hängemattenglück Eine Haengematte fuer den Urlaub ist ein tolles Geschenk fuer Camper (c) Hängemattenglück

Fotos: (c) Hängemattenglück

Hobo Ofen

Diese heiße Ware steht für Camping á la Cowboy, denn der Hobo Ofen trägt seinen Namen nicht umsonst. Ein Hobo Ofen ist zwar klein aber oho! Mit diesem ultraleichten und praktischen Kocher können sich deine Camper-Freunde von nun an überall ihr eigenes Süppchen kochen, wo es ein wenig Brennholz gibt. So wie die echten Cowboys. Durch den Kamineffekt dieses kleinen Ofens wird es möglich, ganze Gerichte zuzubereiten und dabei nur sehr wenig Holz zu benötigen. Was ist für einen Camper schlimmer, als ein Gasherd, der plötzlich beim Nudelkochen den Geist aufgibt? Dann ist die Hobo-Methode gefragt und so rettest du durch ein sinnvolles und praktisches Geschenk das ganze Abendessen. Durch die stabile und gut durchdachte Konstruktion ist er der perfekte Begleiter im Outdoor-Alltag und fast überall einsetzbar, wo offenes Feuer nicht gänzlich verboten ist. Ich hatte selbst einen Hobo Ofen auf Reisen mit im Gepäck und kann ihn deswegen als Retter in der Not nur wärmstens weiterempfehlen.

Preis: 18,71€
Website: www.amazon.de*

Geschenkverpackung „Flitzers Wohnanhänger“

Vielleicht hast du ja selbst schon das passende Geschenk gefunden und suchst nur noch nach der perfekten Verpackung? Mit diesem kleinen Wohnmobil aus Papier macht das Schenken und Auspacken unterm Weihnachtsbaum gleich noch mehr Freude. Die Maße der Verpackung aus leinengeprägtem Papier sind mit 16 x 10 x 4,5 cm eher für einen Gutschein, Schmuck, Süßes oder ein Geldgeschenk geeignet. Das Wohnmobil gibt es in verschiedenen Farben und besitzt sogar einen magnetischen Verschluss.
Falls die zu beschenkenden Freunde oder Verwandten selbst mit dem Caravan unterwegs sind, kannst du beim selben Hersteller auf Etsy auch „Flitzers Wohnanhänger“ erwerben und wenn es ein paar Scheinchen, Zeilen oder Bonbons mehr sein sollen, kannst du den hübschen roten „Flotten Flitzer“ als Geschenkverpackung einfach vor den Wohnanhänger spannen und ebenfalls beladen. Wir Camper wissen schließlich, wie man richtig packt.

Preis: 10,50€
Website: www.etsy.com

Wohnmobilverpackung fuer Geschenke fuer Camper (c) Steffi Guenther Die ImpulsWerkstatt Tolle Geschenkideen fuer Weihnachtsgeschenke fuer Camper

Fotos: (c) Steffi Günther | Die ImpulsWerkstatt

Feuerpfanne

Ein guter Camper und eine gute Camperin besitzen eine gute Pfanne. Zum einen eignet sich solch ein robustes Gerät bestens, um Einbrechern eins über die Rübe zu ziehen, zum andern ist eine gute Bratpfanne ein wahrer Segen jeder Campingküche. Für romantische Abende am Lagerfeuer eignet sich eine gusseiserne Pfanne perfekt, um heiße Maronen direkt über den Flammen zuzubereiten oder sogar ein ganzes Abendessen zu zaubern. Auch auf dem normalen Gasherd im Camper leistet eine vernünftige Pfanne treue Dienste. Ich selbst würde nicht mehr ohne eine gute Allroundpfanne mit dem Camper losfahren, denn an diesen Luxus hat man sich schnell gewöhnt. Achte beim Kauf darauf, dass der Stiel nicht anbrennen kann und dass die Pfanne eine Aufhängung an der gegenüberliegenden Seite besitzt. So kann sie leichter aus den Flammen gezogen werden und findet auch im vollgestopftesten Camper noch einen Platz am Haken. Eine weitere Möglichkeit bieten gusseiserne Pfannen mit abschraubbarem Griff. Pfannen, die über offenem Feuer benutzt werden, verrußen. Daher ist es gut, sie in einem Jutebeutel aufzubewahren oder bei seltener Nutzung über dem Feuer gründlich zu säubern.

Preis: 24,95€
Website:www.globetrotter.de www.amazon.de*

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Stand: 13.12.2018 08:45 Uhr
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Mood Book Lamp – faltbare LED Buch-Lampe

Romantisches Licht in den Abendstunden vor dem eigenen Camper ist im Urlaub einfach wichtig. Camping ist ein Lebensgefühl und Licht oder Beleuchtung erzeugt die richtige Stimmung. Bei der Campingbeleuchtung ist die Auswahl deshalb riesig. Trotzdem habe ich versucht, etwas ganz Besonderes für dich herauszusuchen und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wie wäre es mit einem Buch, welches beim Aufklappen leuchtet und zwar bis zu sechs Stunden lang? Diese faltbare LED Buch-Lampe können CamperInnen überall mit hinnehmen und ganz einfach neben der Urlaubslektüre im Schrank verstauen. Das Licht der Lampe ist stark genug, um als Leselampe zu fungieren und dabei kannst du sogar die Farbe ändern! Ein echter Hingucker, der bei Freunden und Bekannten immer wieder für eine Überraschung sorgt. Das Buchcover bleibt durch eingefasste Magnete sogar in der Form eines Lampions, wenn es ganz weit aufgeschlagen wird. Mit nur 350 Gramm ist dieses Buch ein Fliegengewicht und ein wunderschöner nostalgischer Begleiter für jeden Camper und jede Camperin. Sozusagen eine Erleuchtung für das nächste Leseerlebnis.

Preis: 39,90€
Website: www.coolstuff.de

Eine Buchlampe ist eine originelle Geschenkidee fuer Camper (c)Coolstuffde Aufladbare Buchlampe als Geschenk fuer Camper (c)Coolstuffde Eine leuchtende Buchlampe als Geschenk fuer Camper (c)Coolstuffde

Fotos: (c) CoolStuff.de

Bulli-Spardose

Reisen ist meist ein nicht ganz billiges Vergnügen. Echte Fernweh-Junkies sollten sich deshalb über das Jahr verteilt einen kleinen „Notgroschen“ zurücklegen – und womit macht das mehr Spaß als mit einer liebevoll gestalteten Sparbüchse, die schon bei ihrem Anblick Lust auf den nächsten Urlaub macht? Ich habe ein besonders schönes Exemplar von Volkswagen entdeckt, das nicht nur hartgesottenen Bulli-Nostalgikern gefallen wird.

Preis: 26,80€
Webseite: www.amazon.de*

Vier in Eins Bikini

Im Wohnmobil oder Camper haben wir nicht immer viel Platz, denn bis die Staufächer voll sind, muss alles passen. CamperInnen fahren bekanntlich gerne ins Warme und besonders gerne ans Wasser. Campingplätze finden sich nicht umsonst des Öfteren in der Nähe von Badegelegenheiten oder bieten sogar einen eigenen Pool für ihre Campinggäste. Damit weibliche Camperinnen nicht auf etwas Auswahl aufgrund von Platzmangel verzichten müssen, gibt es von Marveca Beachwear. Wunderschöne Bikinis, mit denen die beschenkte Dame gleich vier Kombinationsmöglichkeiten mit nur einem Bikini hat. Stoffe und Schnitte sind selbst wählbar und jedes Teil wird handgefertigt und auf Wunsch sogar maßgeschneidert. Schöner, individueller und professioneller kann Frau nicht Campen gehen! Da können wir uns im Winter schon wieder auf den Sommer freuen.

Preis: ca. 70€
Websitemarveca-beachwear.com

Modischer Badeanzug als Weihnachtsgeschenk fuer Camper (c) Dixiana Salas & Marveca Beachwear Bademode als Ideen zu Weihnachten fuer Camper (c) Dixiana Salas & Marveca Beachwear

Fotos: (c) Dixiana Salas & Marveca Beachwear

Moskitonetz Pop-up

Auf den ersten Blick ist ein Moskitonetz wahrlich kein typisches Weihnachtsgeschenk, nicht einmal für Camper. Dennoch ist es fabelhaft. Manchmal führt dich dein Campingabenteuer an einen wunderschönen ruhigen See und du freust dich, dass du die nächste Nacht an diesem besonderen Fleckchen Erde verbringen darfst. Sobald die Dämmerung einsetzt, weißt dur aber, warum außer dir niemand hier übernachten möchte. Die kleinen surrenden Plagegeister quälen dich die ganze Nacht und am nächsten Morgen verfluchst du diesen Ort, der doch so schön hätte sein können. Mit einem Moskitonetz im Gepäck kann das nicht passieren, selbst wenn du vergisst, das Fenster zu schließen. Wer gute Moskitonetze in den Fenstern hat, kann mit einem mobilen Netz auch einmal unterm Sternenhimmel nächtigen. Mit einem Moskitonetz verschenkst du sozusagen ein kleines und nicht zu unterschätzendes Stück Freiheit.

Preis: 29,90€
Website: www.frankana.de

Badeteppich to go

Nie wieder nasse Füße in öffentlichen Duschen! Diese wunderschönen und handgemachten Badeteppiche machen die Dusche auf dem Campingplatz fast so gemütlich wie zuhause. Der Badeteppich ist innen, beziehungsweise an der Oberseite, mit Frotteestoff bezogen und von unten hält beschichtete Baumwolle die Feuchtigkeit fern. Dieses Geschenk bereitet außerdem große Freude, weil der Badeteppich dank einer Kordel nach dem Ausziehen einfach als Kleidersack verwendet werden kann. So bleibt von innen alles schön trocken. Außerdem sind handgemachte Produkte von kleinen Firmen ein Schritt in die richtige Richtung. Den Badeteppich gibt es in vielen verschiedenen Farben, sodass mit Sicherheit für jede und jeden das richtige Design dabei ist. Wer den Badeteppich nicht zum Duschen nutzen möchte, kann ihn auch optimal als Wäschebeutel, etwa für Dreckwäsche, im Camper nutzen.

Preis: 20€
Websitewww.naehmanufaktur.com

Ein praktischer Duschbeutel und Badeteppich in einem als Geschenk fuer Camper (c) Isabelle-Bourscheid-Naehmanufaktur Als Weihnachtsgeschenk fuer Camper eignet sich ein Badeteppich (c) Isabelle-Bourscheid-Naehmanufaktur

Fotos: (c) Isabelle Bourscheid | Nähmanufaktur

Kinder OneZi Organic

Wie wäre es, immer einen “Happy Camper” dabei zu haben? Für die ganz kleinen Erdenbürger gibt es beispielsweise bei Etsy organische Kinderbodys mit zuckersüßen Sprüchen und kleinen Bildchen zu verschiedenen Themen, unter anderem Camping. Für junge Camper-Eltern ist es ein ganz besonderes Erlebnis, den ersten Urlaub mit ihrem neuen Winzling in Angriff zu nehmen. Da kommt ein aufmunternder Spruch auf dem Kinderbauch gerade recht. Ich persönlich finde „From little seeds grow mighty trees” (aus kleinen Samen wachsen mächtige Bäume) besonders nett. Bei Kinderklamotten ist es generell wichtig, auf gute Qualität bei Stoffen und Verarbeitung zu achten. Daher immer lieber Bio-Baumwolle anstatt Fabrikpolyester wählen. Onezi Organic hat beispielsweise eine riesige Auswahl und du wirst den richtigen Spruch für jedes Camperbaby finden.

Preis: 13,65€
Website: www.etsy.com

Travel Slackline

Camper und Camperinnen sind flexible und naturverbundene Menschen und genauso sollten auch ihre Weihnachtsgeschenke sein. Slacklines gibt es seit einigen Jahren auf dem Markt und sie erfreuen sich großer Beliebtheit. Egal ob in der Stadt oder draußen in der Natur. Falls deine Camper-FreundInnen oder Verwandten ein wenig sportlich sind und im Urlaub gerne Abenteuer erleben, ist eine Slackline genau das Richtige. Sie lässt sich in Windeseile überall da aufspannen, wo es Bäume und stabile Pfosten gibt. Balancierübungen halten nicht nur fit, sondern helfen außerdem dabei, zur Ruhe zu kommen und ja, irgendwie auch dabei, die innere Mitte zu finden. Warum sonst fahren wir in den Urlaub? Mit einer Slackline hast du aber noch weitaus mehr Möglichkeiten, als den Balanceakt. Sie eignet sich beispielsweise als Wäscheleine und Outdoor-Fans können ihre Zeltplane darüber spannen. Eine Slackline ist zudem optimal, um in Windeseile einen stabilen Sonnenschutz für entspannte Mittags-Lesestunden im Schatten zu bauen. Als kleiner Geheimtipp auf eigene Gefahr: Mit einer Slackline kann man im Notfall sogar ein Auto aus dem Matsch ziehen… Hier habe ich ein Modell von Gibbon herausgesucht, das speziell für die Reise entwickelt wurde und sich auch für Anfänger eignet.

Preis: 69,95€
Website: www.gibbon.shop

Eine Frau auf einer Slackline ein tolles Geschenk fuer Camper (c)Gibbon Slacklines Ein praktisches Weihnachtsgeschenk fuer Camper ist die Slackline von Gibbon

Foto: (c) Gibbon Slacklines

Magnetische Gewürzgläser

Gutes Essen ist im Urlaub enorm wichtig. Wer mit dem Camper in andere Regionen und Länder fährt, möchte die dort heimischen kulinarischen Köstlichkeiten ausprobieren und wird womöglich neue Inspiration für die eigene Camper-Küche finden. Zum Nachkochen, oder um neu entdeckte Geschmäcker mitnehmen zu können, gibt es wunderbar kleine und praktische Gewürzdosen, die auch noch gut aussehen. So wird geschmackliche Vielfalt auf kleinem Raum erst richtig möglich. Dieses Modell lässt sich an magnetischen Flächen sogar ganz einfach andocken. Ob die kleinen Gewürzdosen während der Fahrt dann auch am Kühlschrank halten, kann ich leider nicht garantieren. Dieses Unterfangen wäre aber einen Versuch wert!

Preis: 12 Stück 14,45€
Website: www.ebay.de | www.amazon.de*

Für Praktisch-Veranlagte: Klappspaten

Er sollte in keinem Campingfahrzeug fehlen: Der Klappspaten. Er ist robust, vielseitig einsetzbar und beim Campen ein treuer Freund. Aber liebe Camperinnen und Camper, wofür ist so ein Klappspaten überhaupt gut? Zum einen wäre da die Möglichkeit, einen Wassergraben auszuheben, wenn es in Strömen regnet. So kommst du am nächsten Tag auch ohne Abschleppseil aus den Startlöchern. Eine weitere Möglichkeit ist es, ein kleines Loch für Lagerfeuerabende auszuheben. Brandschutz und so. Oder du kannst einen langen Stock fest in der Erde verankern und daraus ein Sonnensegel machen oder deine Wäscheleine aufspannen. In einem mit dem Klappspaten ausgehobenen Erdloch halten sich außerdem deine Lebensmittel länger kühl. Seien wir aber mal ganz ehrlich. Die wohl oder übel relevanteste Funktion eines Klappspatens ist nicht das Verbuddeln von Schätzen, sondern von wenig geschätzten Hinterlassenschaften. Das ist respektvoll, ästhetisch und ein wahres Geschenk für jeden, der dein Örtchen in der Wildnis nach dir besucht. Fazit ist: mit einem Klappspaten verschenkst du nicht nur Abenteuer und Flexibilität, sondern sorgst indirekt auch für saubere Landschaften.

Preis: 21.90€
Website: www.amazon.de*

Einen Klappspaten koennen Camper gut gebrauchen ein praktisches Geschenk zu Weihnachten

Foto: (c) Geraldine Schüle

Bald ist es wieder Zeit, die Rentiere vor den Campinganhänger zu spannen und dann heißt das nächste Urlaubsziel: „Driving home for Christmas!“. Mit diesen witzigen, schönen und praktischen Geschenktipps bist du dafür in jedem Fall gewappnet. Aber Achtung, manchmal kann man beim Verschenken etwas neidisch werden und muss sich das verschenkte Teil dann selbst auch besorgen…

Viel Freude beim Einpacken und Verschenken!

Titelfoto: (c) Steffi Günther | Die ImpulsWerkstatt

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Das Truck Surf Hotel: Sechs Räder, fünf Sterne und eine außergewöhnliche Idee https://de.camperstyle.net/truck-surf-hotel/ https://de.camperstyle.net/truck-surf-hotel/#comments_reply Sun, 02 Dec 2018 06:27:49 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=62126 Mit dem umgebauten Van bis zum Strand fahren, wo die türkisfarbenen Wellen auf den Sand schlagen. Das Surfbrett lehnt noch an der Tür und im Kühlschrank steht ein Bier. Ein Traum, der vor allem zu Hause auf dem Sofa fantastisch klingt. Wäre da nicht die Realität mit zu wenig Zeit, zu wenig Geld und der Sorge, mit einem so spartanischen Reisestil vielleicht doch nicht wirklich zurechtzukommen. Genau für solche Fälle haben Daniela Carneiro und Eduardo Ribeiro ihr Truck Surf Hotel entworfen. Der umgebaute Lastwagen ist ein kleiner Komfort-Tempel auf Rädern, in den ihr euch einmieten könnt, um die schönsten Strände in Portugal und Marokko hautnah zu entdecken. Auf Wunsch natürlich mit Surf-Komplettpaket. Eine noble Alternative zum Van-Life oder übertriebener Luxus, der die Grundidee zerstört?

Wie ein Luxus-Wohnmobil für berühmte Schauspieler sieht das Truck Surf Hotel in ausgefahrenem Zustand aus. Der weiße, umgebaute Mercedes Actros besitzt ein hydraulisches System, das es möglich macht, den ehemaligen Lastwagen im Stand in ein zweistöckiges Hotel mit fünf Zimmern, Dusche, Küche und Terrasse umzuwandeln. Und natürlich müsst ihr nicht selbst fahren. Denn das Truck Surf Hotel ist in erster Linie tatsächlich ein Hotel und kein Abenteuer in einem kleinen Van. Das bedeutet aber auch, dass ihr das Fahrzeug mit anderen Leuten teilt oder gleich die ganze Familie mitbringen müsst, um alle Zimmer vollzubekommen.

Das Truck Surf Hotel am Strand Das Truck Surf Hotel von oben Motorradtour Truck Surf Hotel

Komplettpaket zum Surf-Abenteuer

„Wir möchten, dass unsere Gäste jeden Tag mit der schönsten Aussicht aufwachen und danach erst einmal ein Frühstücksbuffet mitten in der Natur genießen“, erklärt Daniela Carneiro das Konzept. „Anschließend finden die Surfkurse oder geführten Wanderungen statt – je nachdem welches Paket man vorher ausgewählt hat.“ Deckel drauf und zu. Nach einem echten Roadtrip und entspannter Zeitlosigkeit klingt das nicht. Und auch die Strecken und Länder stehen bereits fest. Das Truck Surf Hotel fährt zwischen Juni und Oktober entlang der Südwestküste Portugals und von Januar bis März entlang der nordwestlichen Küste Afrikas in Marokko. Die Länge eures Trips könnt ihr selbst bestimmen aber die Veranstalter empfehlen mindestens eine Woche. Damit ihr die perfekte Welle nicht verpasst.

Denn wie der Name des Truck Surf Hotels schon sagt, ist Surfen eines der großen Angebote, die ihr bei diesem Trip buchen könnt. Das Team fährt euch zu den schönsten Stränden und gibt auch Anfängern eine Chance. Wird euch das dann mal zu stressig, gibt es natürlich Yoga-Sessions oder einen Sunset-Cocktail. Ich frage mich, ob sie den Pool und die Sekt-Lounge absichtlich vergessen haben. Aber dafür könnt ihr dann Wein- und Food-Tastings besuchen.

Räume und Ausstattung des Truck Surf Hotels

Im Untergeschoss befindet sich das Wohnzimmer mit Sofas und einem Projektor, an dem ihr euch eure Fotos und Videos ansehen könnt. In der voll ausgestatteten Küche könnt ihr jederzeit etwas Leckeres zubereiten und außerdem gibt es natürlich noch eine Toilette und ein Badezimmer mit heißer Dusche. Da erblasst jeder, der mal mit einer Solardusche vor seinem umgebauten VW hantiert hat. Oder vielleicht auch nicht.

Im zweiten Geschoss befindet sich die Haupthalle mit fünf Zimmern. Vier Gemeinschaftszimmer mit Stockbetten und ein privates Doppelzimmer. Auch Kinder können mitreisen. Tiere leider nicht. Ach übrigens, das Truck Surf Hotel dient zwar als Unterkunft und fährt die gesamte Strecke entlang – aber die Überfahrten selbst finden in einem Van statt. Weil der Truck für Stopps an kleinen Stränden oder mitten in der Stadt ungeeignet ist. Da muss ich doch ein kleines bisschen schmunzeln.

Sowohl auf dem Roadtrip in Portugal, als auch auf der Reise durch Marokko kostet ein Bett in einem Gemeinschaftsraum etwa 700 Euro pro Woche und Person. Inklusive Frühstück, Transfer vom Bahnhof zum Truck, Surf- und Yogakursen, W-LAN und Stadtführungen. Wer das private Doppelzimmer haben möchte, zahlt etwa 1.400 Euro pro Woche für zwei Personen. Ihr könnt auch das gesamte Truck Surf Hotel als Familie oder mit Freunden für etwa 5.000 Euro pro Woche buchen. Oder wollt ihr das Geld lieber doch in einen eigenen Van investieren?

Aussicht aus dem Truck Surf Hotel Obergeschoss Truck Surf Hotel Küche im Truck Surf Hotel

Die Erfinder des Truck Surf Hotels

Die Idee zum Truck Surf Hotel stammt von Daniela und Eduardo. „Wir sind mehrere Jahre lang in einem Camper durch Europa und Afrika gereist“, sagt Daniela. „Uns geht es darum, für Reisende ein besonderes Erlebnis zu schaffen, indem wir Surfen, Natur und Abenteuer miteinander verbinden.“
Daniela und Eduardo sind Portugiesen. Daniela hat 2013 ihren Job als Umwelt-Ingenieurin gekündigt und die schönsten Surf-Spots der Welt entdeckt. Heute arbeitet sie als Fotografin und Surflehrerin. Eduardo ist Longboarder und unterrichtet nebenbei so ziemlich alles, was mit Wassersport zutun hat. Schon seit 13 Jahren macht er Roadtrips um die Welt und nimmt immer wieder an Sportwettbewerben teil.

Fotos (c): Truck Surf Hotel

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Der CamperStyle-Adventskalender: Jeden Tag ein Gewinnspiel! https://de.camperstyle.net/camperstyle-adventskalender/ https://de.camperstyle.net/camperstyle-adventskalender/#view_comments Fri, 30 Nov 2018 07:48:14 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=41981 Um dir die lange, kalte und vielleicht auch noch campingfreie Vorweihnachtszeit etwas schöner zu machen, haben wir in diesem Jahr eine besondere Überraschung für dich: Gemeinsam mit unseren Partnern und weiteren tollen Firmen verlosen wir ab morgen, 1. Dezember, jeden Tag in unserem Adventskalender ein cooles Produkt für deinen Campingalltag.

Unter anderem gibt es umweltfreundliche Sanitärzusätze, Omnia-Kochbücher, Reiseführer, Tassen, Toaster, Grillzubehör und weitere praktische Accessoires für deinen Campingalltag. Wenn du beim ersten Mal kein Glück mit deinem Lieblingsprodukt hast, gib nicht auf – denn viele der Preise gibt es im Laufe des Dezembers mehrfach zu gewinnen.

Und weil uns das Verschenken so Spaß macht, dehnen wir unseren Adventskalender dieses Mal sogar bis zum 25. Dezember aus – also regelmäßig reinschauen und nichts verpassen!

Camping Adventskalender

Camping Adventskalender

Und so geht’s:

  1. Rufe die Seite camperstyle.de/adventskalender auf und suche das Türchen des jeweils aktuellen Tages.
  2. Klicke auf das Türchen und schau dir den Tagesgewinn an.
  3. Wenn dir das Produkt gefällt, scrolle etwas nach unten und trage deinen Namen, deine Anschrift und deine E-Mail-Adresse in das Formular ein.
  4. Wir ziehen täglich eine*n Gewinner*in per Zufallsgenerator und benachrichtigen diese*n per Mail.
  5. Die Daten des oder der Glücklichen leiten wir an unseren jeweiligen Gewinnspielpartner weiter, der das Produkt dann direkt versendet.
  6. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Weitere Infos findest du in unseren Teilnahmebedingungen.

Viel Glück und eine wunderbare Vorweihnachtszeit!

Dein CamperStyle-Team

Titelbild: (c) Jeanette.Dietl / Depositphotos.com

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Der ioCamper: Van-Conversion durch faltbare Wohnung https://de.camperstyle.net/iocamper-van-conversion/ https://de.camperstyle.net/iocamper-van-conversion/#comments_reply Mon, 26 Nov 2018 07:15:23 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=63253 Schlafraum bauen, Küchenzeile montieren, Innenraum isolieren, ausflippen. Einen Van zu einem Wohnmobil umzubauen, kann ganz schön aufwendig sein. Abgesehen davon, dass man das Fahrzeug danach nur schwer wieder als Transporter verwenden kann. Das fand auch Tamás Laczkó und kam deshalb auf die Idee zum ioCamper. Das faltbare Raumwunder könnt ihr nämlich einfach in eurem Van verstauen wie einen Koffer. Es hat Bad, Küche, zwei Wohnzimmer und ein Schlafzimmer. Klingt nach einem Verschwindetrick? Dann lasst euch überraschen!

„Der ioCamper ist das kompakteste, transportabelste und dehnbarste Appartement der Welt“, sagt Tamás Laczkó nicht ohne Stolz. Seit 2016 arbeitet der Familienvater aus Ungarn an seinem außergewöhnlichen Plan: ein winzig klein zusammenfaltbarer Innenraum mit möglichst viel Luxus, den man einfach aufklappen kann, wenn man seinen perfekten Campingplatz gefunden hat. Sowohl außerhalb des Vans als auch zum Teil innerhalb.

Die Box im Van So wird der ioCamper aufgebaut Raumwunder ioCamper ioCamper entfaltet

Der ioCamper: Eine Wohnung in einem Van

Alles ist einem einfachen Sprinter verstaut. Die Box, in der sich das Modulsystem befindet, ist 2,5 Meter lang, 1,3 Meter breit und 1,7 Meter hoch. „Damit passt der ioCamper zum Beispiel in einen Fiat Ducato, einen Citroen Jumper oder einen Mercedes Sprinter“, erklärt Tamás. Der Van sollte jedoch mindestens die Größe eines L1 H2 Modells haben.
In entfaltetem Zustand ist das Gebilde 2,10 Meter hoch. „Natürlich werden wir alle Größen in Zukunft auch individuell an Kundenwünsche anpassen können“, fügt der Tüftler hinzu. Falls der nächste Kunde mal 2,20 Meter groß sein sollte.

Viermal so groß wie in der Box ist der ioCamper nachdem ihr ihn entfaltet habt. Dabei müsst ihr euch nicht einmal mit lästigen Zeltstangen und Planen herumschlagen, denn der Aufbau läuft vollautomatisch und lässt sich über eurer Handy oder Tablet steuern. Also könnt ihr dieses Mal das Bier schon vor dem Aufbau aufmachen und euch gemütlich hinsetzen.
Angeblich dauert es jedoch nur fünf bis zehn Minuten, bis sich das Mini-Appartement selbst aufgebaut hat. Da kann der ein oder andere schon mal etwas angeheitert werden, wenn er versucht, sein kühles Getränk in der kurzen Zeit hinunterzustürzen.

Badezimmer, Küche und zwei Wohnzimmer für großen Komfort

Ist der ioCamper vollständig ausgefahren, bietet er Platz für vier Personen. Die Küche ist ausgestattet mit einem Kühlschrank, einer Spüle und einer Kochplatte. In den Raum integriert ist das Bad mit Toilette und Dusche. Daneben gibt es zwei Wohnzimmer mit Betten (190×80 cm), TV, Esstisch und Schränken. Und falls die Bewohner besonders müde sind, gibt es auch noch ein extra Schlafzimmer mit – Überraschung! – einem Bett (190×144 cm) sowie USB-Anschlüssen und großem Kleiderschrank.

Außerdem beinhaltet die magische Box eine Klimaanlage, die sowohl Kälte als auch Wärme regulieren kann und Solarpaneele auf dem Dach. Natürlich darf eine Verbindung zu Strom und Abwasser nicht fehlen. Ganz autark ist der ioCamper also nicht! Auf einem großen Infotainment-Bildschirm könnt ihr jederzeit den Status von Batterien, frischem Wasser oder Temperatur ablesen. Und natürlich die Lichter bedienen oder den Kühlschrank regulieren. Falls das Bier nach dem anstrengenden Aufbau zu warm geworden ist.

Ihr könnt den ioCamper entweder ganz aus dem Van holen und aufbauen (lassen) und ihn sogar als kleines Gästehaus im Garten verwenden – oder ihr könnt ihn komplett als Wohnmobil nutzen. Vielleicht wenn ihr nur für eine Nacht anhaltet. Dann bleibt die Basis des ioCampers im Van und ihr müsst nur die hinteren Türen öffnen, um die restlichen Räume zu entfalten.

Übrigens: Einen Preis hat Tamás Laczkó bisher noch nicht kalkuliert. Dazu möchte er erst in einigen Monaten mehr sagen.

Tamás Laczkó im ioCamper Ausstattung ioCamper Innenansicht ioCamper Model ioCamper

Über die Idee zum ioCamper von Tamás Laczkó

„Eines Tages hat mich mein Sohn gefragt, ob wir nicht mal einen Campingurlaub machen könnten“, erinnert sich Tamás Laczkó an die Anfänge seiner Idee. „Also haben wir überlegt, einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil zu mieten oder zu kaufen. Dabei haben wir gemerkt, dass die Tagesmiete etwa so hoch ist wie die Unterkunft in einem Hotelzimmer und der nächste Vermieter 150 Kilometer entfernt liegt.“ Keine gute Sache also. „Und so ein Fahrzeug zu kaufen bedeutet ja, eine große Anschaffung zu machen, die man dann nur auf Reisen nutzt.“ Danach dachte Tamás über den Umbau seines Vans nach. „Aber den könnte ich danach ja dann nicht mehr für seine ursprüngliche Bestimmung gebrauchen. Das fiel also auch raus.“

Schließlich dachte der Familienvater weiter und suchte online nach etwas Ähnlichem wie dem ioCamper. Ohne Erfolg. „Da habe ich gedacht, ich designe das jetzt selbst!“ Tamás hatte nämlich bereits Erfahrungen als Mechaniker. Im August 2016 stand die erste Skizze. Im April 2017 der Prototyp. Seit Juni 2018 schlägt er sich mit der Finanzierung herum und wenn alles klappt, soll ab Januar 2019 in Serie produziert werden.
Na, wäre das was für euch?

Fotos (c): ioCamper

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Buchtipp und Rezension: „Roadtrip Portugal“ von Tanja Moosmann https://de.camperstyle.net/buch-rezension-roadtrip-portugal-moosmann/ https://de.camperstyle.net/buch-rezension-roadtrip-portugal-moosmann/#comments_reply Sun, 25 Nov 2018 07:54:47 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=63236 In diesem Artikel stelle ich dir einen ganz besonderen Reiseführer vor: In „Roadtrip Portugal“ dreht sich alles um deine ganz individuelle Camperreise durch dieses wunderschöne, facettenreiche Land. Ich habe das neu erschienene und sehr umfangreiche Werk für dich unter die Lupe genommen. Vielleicht wird dieser Reiseführer dein Begleiter auf der nächsten Rundreise durch Portugal oder dient sogar als Leitfaden für eine Überwinterung im Wohnmobil oder Camper.

Buch Rezension

„Roadtrip Portugal“ ist ein aufwändig bebilderter und ganz neu erschienener Reiseführer für Individualtouristen und Abenteuerreisende. Das Werk ist als E-Book (18,90€), Hardcover (37,90€) oder Bundle aus Hardcover und E-Book (42,90€) (*Affiliate-Link) verfügbar und ist eine Inspiration für Rundreisen durch Portugal mit dem Wohnmobil, Bus oder Camper. Das Buch präsentiert sich in einem Umfang von 258 geschmackvoll gestalteten Seiten und wiegt in der Hardcover-Version ca. 1 Kilo. Erschienen ist es im Oktober 2018.

Wer hat’s gemacht?

Tanja Moosmann ist selbstständige Bloggerin und schreibt auf ihrem Blog Crosli.de über ihr Leben und ihre Reisen im Wohnmobil – vorwiegend natürlich in Portugal. André, ihr Lebenspartner, ist ein echter Herumtreiber, der mit Amumot.de ebenfalls einen sehr bekannten Blog betreibt und besonders gut und gerne fotografiert. Von ihm stammen viele der Farbfotos im Buch. Seit 2016 sind die beiden zusammen in ihren Wohnmobilen unterwegs. Mit dabei sind zwei liebenswerte Vierbeiner, die Tanjas und Andrés Reisealltag bereichern.

Mit zwei Wohnmobilen am Meer auf einem Roadtrip durch Portugal

Ein Überblick in das Roadtrip-Buch

Der Reiseführer beginnt mit einem Intro-Kapitel. Hier erfährst du, was die Autorin dazu bewegt hat, diesen Reiseführer ins Leben zu rufen. Das Intro macht Lust auf Meer, Berge und das Reisen als Lebensgefühl. Außerdem erhältst du viele nützliche Tipps, wenn es darum geht, Portugal auf eigene Faust zu bereisen.

Ab Seite 51 tauchst du im Kapitel „Portugal begreifen“ in die portugiesische Kultur ein und lernst viel Wissenswertes über die Lebensweise der Portugiesen, über Preisniveaus, Kulinarik, Natur und Waldbrände. Nach diesem Kapitel bist du auch schon gut gerüstet für deine künftige Tour.

Im Folgenden dreht sich mit „Portugal bereisen“ alles um Autofahren, Übernachten, Internetzugang und eine entspannte Reisevorbereitung.

Ab Seite 69 kannst du „Portugal erleben“ und erfährst Spannendes über die Vielfalt an Möglichkeiten, die dir dieses kleine Land und doch so vielseitige Land im Süden Europas bietet. Wie zeigt sich Portugal im Sommer, im Winter, mit Hund, Kind, als Surfer und wie findest du die weniger ausgetretenen Pfade abseits der Touristenrouten?

Ab Seite 91 findest du Informationen über die verschiedenen Regionen Portugals, angefangen mit dem wilden Norden. Vom Norden geht es weiter ins Zentrum, dann nach Lissabon, Alentejo bis an die Algarve im warmen Süden des Landes. Zum Schluss findest du „Das gewisse Extra“-Kapitel mit Anekdoten, Lesetipps und unkonventionellen Ideen.

Stil und Sprache

Tanja benutzt in diesem Reisführer eine klare, verständliche und doch ausdrucksstarke Sprache. An einigen Stellen hält sie sich knapp und nennt Fakten, an anderen kommt sie so richtig in Erzählstimmung. So lassen sich lange Textpassagen einfach und flüssig lesen und du behältst trotzdem den Überblick.

Die wunderschönen Bilder und leichten Texte bereiten Vorfreude auf den eigenen Roadtrip durch Portugal. Tanja und Andre schaffen es, die Sehnsucht nach einer Reise im Camper wach zu kitzeln. Auch schafft es dieser Reiseführer, auf humorvolle Weise die Mentalität der Menschen in Portugal greifbar zu machen. Es ist schwierig und wird wohl nie ganz gelingen, so viele unterschiedliche Charaktere und Lebensweisen auf ein- bis zwei Seiten zu beschreiben. Daher hat Tanja wohl ein ganz spezielles Stilmittel verwendet, um sich diesem Unterfangen zu nähern. In überspitzter Manier spricht sie in ihrem Buch davon, wie „der Portugiese ist…“ und verallgemeinert ihre Aussagen. Dieses Kapitel sollte daher mit einem Augenzwinkern gelesen werden.

Die Optik

Die vielen hochwertigen Farbfotos machen diesen Reiseführer zu einem kleinen Kunstwerk. Da Tanja auf fett markierte Worte in Fließtexten verzichtet, bleibt dir die Chance, diesen Reiseführer dort zu markieren, wo du Informationen findest, die ganz speziell für dich von Interesse sind. In den Texten selbst wird schnell klar, dass du es bei der Verfasserin und ihrem Partner mit waschechten Portugalliebhabern zu tun hast. Das Hardcover hat trotz der über 200 Seiten ein handliches und visuell ansprechendes Format und lädt dazu ein, noch vor der eigenen Reise in den wundervollen Fotos zu blättern.

Mein Eindruck

Zwar wird schnell klar, dass die Autoren bekennende Portugal-Fans sind, allerdings wirkt die Begeisterung für dieses Land keinesfalls einseitig. Die Informationen, Geschichten und Tipps über Land, Natur, Leute, Maut oder etwa das Übernachten außerhalb der Campingplätze, sind grafisch klar gegliedert und so eignet sich dieser hübsche Reisführer gleichzeitig als Nachschlagewerk und als Inspiration.

Insgesamt entpuppt sich das Buch als sehr umfangreiches Werk mit vielen Texten und Bildern. Tanja und André präsentieren eigene Tourenvorschläge und geben hilfreiche Tipps für unkonventionelle Spots und Lebensweisen.

„Roadtrip Portugal“ erhebt trotz seines Umfangs dennoch ausdrücklich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. In diesem Band geht es vielmehr darum, die ganz eigene Art und Weise zu finden, wie du Portugal mit dem Camper entdecken kannst. Zu jedem Stellplatz sind Koordinaten in Dezimalgraden angegeben und du findest vorwiegend schöne oder praktische Plätze, auf denen Wohnmobile bisher geduldet wurden.

Natürlich dreht sich auch in diesem Band vieles ums Überwintern in Portugal und so erfährst du gleich noch etwas über die Tanjas und Andrés Lebensrealität. Die einzelnen Themen des Buches sind gut recherchiert und durch den großen Erfahrungsschatz der Autorin bekommst du ganz spezielle Insidertipps, die du in konventionellen Reiseführern nicht finden wirst.

Mit zwei Wohnmobilen auf einem Roadtrip durch die Algarve Mit Hund im Camper auf einem Roadtrip durch Portugal Zu Besuch in Lagos an der Algarve auf einem Roadtrip durch Portugal

Für dich?

Ich kann dir diesen Reiseführer empfehlen, wenn du gerne unabhängig reist und dennoch offen für Tipps von anderen Reisenden bist. Falls du auf eigene Faust mit dem Wohnmobil unterwegs sein möchtest und trotzdem ohne Stellplatz-App und konventionellen Reiseführer auskommen willst, kannst du mit diesem Reiseführer in Händen frohen Mutes losfahren. Du wirst die Chance haben, jede Nacht „wild“ an einem anderen wunderschönen Platz zu schlafen und dennoch wissen, was dich dort erwartet. Dieser Reiseführer ist natürlich auch für Menschen mit Hund geeignet, denn begeisterte Camper und ihre Hunde gehören oft einfach zusammen.

Hast du Lust auf das Buch „Roadtrip Portugal“?

Na, bist du auf den Geschmack gekommen? Hier bekommst du die Möglichkeit dazu selbst von Portugal zu träumen und im Buch zu schmökern. Das Buch gibt es in drei möglichen Varianten – Hardcover-Buch, E-Book für Computer oder Tablet und als Bundle mit Hardcover und E-Book. Such einfach die für dich passende aus:

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Tanja mit ihren Hunden auf einem Roadtrip durch Portugal

Interview mit der Autorin

Ich habe Tanja von crosli.de für dich interviewt. Hier erhältst du einen kleinen Einblick hinter die Kulissen.

CamperStyle: Wie ist die Idee zu diesem Buch entstanden? Gab es einen bestimmten Moment unterwegs, der dich überzeugt hat, ein solches Projekt zu starten?

Tanja: Die Idee, etwas über Portugal zu machen, spukte bereits länger in meinem Kopf herum, war jedoch nie konkret. Ich weiß nur noch, dass es auf einem Strandspaziergang an der Westküste war, als das Buch vor meinen Augen plötzlich Form angenommen hat: ich mache nicht einfach nur einen Reiseführer – denn davon gibt es ja bereits genug. Mein Portugal-Buch sollte mehr sein: Reiseführer, Ratgeber, Bildband, Inspiration, Unterhaltung …

CamperStyle: Wann hast du mit dem Buch begonnen?

Tanja: Von dieser konkreten Idee bis zur Veröffentlichung hat es genau 10 Wochen gedauert.

CamperStyle: Soll es in Zukunft weitere Roadtrip-Bücher über andere Länder geben?

Tanja: Das ist nicht angedacht – und auch nicht sehr wahrscheinlich. Dieses Buch habe ich nach über zwei Jahren in Portugal geschrieben. Erst dann war die Zeit reif, waren meine Erfahrungen und Erlebnisse vielfältig genug. Um ein Buch in dieser Form rauszubringen braucht es einfach mehr als nur die Erfahrungswerte von ein, zwei Reisen – sonst wird es oberflächlich.

CamperStyle: Hast du selbst zu Beginn eurer Zeit in Portugal Reiseführer gelesen?

Tanja: Nein, ich bin völlig unvorbereitet nach Portugal gekommen. Im Herbst 2015 war ja auch nur eine Durchreise angedacht – es konnte ja keiner ahnen, dass aus den geplanten vier Wochen gleich fünf Monate werden.

CamperStyle: Gibt es auch etwas, das ihr an Portugal nicht mögt?

Tanja: Ja, natürlich. Portugal ist schön, aber nicht perfekt. Die Straßenverhältnisse im Süden oder der teilweise immer noch recht empathielose Umgang mit Hunden, diese zwei Dinge fallen mir da spontan ein. Auch diese nicht so schönen Aspekte haben ihrem Platz im Buch gefunden – denn die rosarote Brille habe ich eher selten auf.

CamperStyle: Was erhofft ihr euch für die Leser dieses Buches?

Tanja: Ich hoffe, dass meine Leser die Vielfalt von Portugal erkennen. Portugal hat weitaus mehr zu bieten als „nur“ die Algarve, wo es die Meisten ja hin zieht.

CamperStyle: Wie viele Stunden Arbeit stecken in „Roadtrip Portugal?“

Tanja: Ich habe nicht mitgezählt – aber es sind viele. Gerade in den letzten zwei Wochen war es mehr als nur ein Vollzeitjob.

CamperStyle: Und zum Schluss natürlich eine wichtige Frage: hat es Spaß gemacht?

Tanja: Und wie! Tagelang in Fotos stöbern, Erinnerungen rauskramen, sich in den eigenen, älteren Reiseblogbeiträgen festlesen … Und während ich das Buch geschrieben habe, sind wir durch Nordportugal gereist – so sind einige Bilder und Plätze quasi „live“ mit eingeflossen. Zu sehen, wie das Buch nach und nach Gestalt annimmt, zu einem Gesamtwerk heranwächst, das ist ein tolles Gefühl.

Ja, dieses Buch zu schreiben hat wirklich Spaß gemacht. Die positive Resonanz macht auch Spaß. Und an Portugal werden wir ohnehin noch jede Menge Spaß haben!

Fotos: (c) Tanja Mossmann & André-Oliver Bonsch

* Disclaimer: Wenn du das Buch über die mit einem Sternchen (*) markierten Links („Affiliate-Links“) kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

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