CamperStyle.net https://de.camperstyle.net - Thu, 17 Jan 2019 06:51:19 +0100 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.3 Kolumne: Einweisen, Ehezoff und Einparkdramen https://de.camperstyle.net/kolumne-camper-einweisen/ https://de.camperstyle.net/kolumne-camper-einweisen/#comments_reply Thu, 17 Jan 2019 06:51:19 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=64711 Unser lieber Kollege Henning, seines Zeichens Blogger, Wohnmobilbewohner, Facebookgruppen-Aufmischer und bekennender Sarkastiker, wirft in unserer neuen Kolumne einen Blick auf Themen, die die Camperwelt bewegen.

Mit einem Augenzwinkern und dem einen oder anderen bissigen Kommentar analysiert er die oftmals hitzigen Social-Media-Diskussionen rund um Thermomix, Camperhunde, Dickschiffe, Grußverweigerer und Kuschelcamper. Viel Spaß beim Lesen und Bühne frei für Henning!

 

Ich bin sicher nicht der eifrigste Beobachter der Nachbarschaft, aber wenn draußen das Geschrei einsetzt und Motoren aufheulen, dann muss ich gucken. Meist kann man dann beobachten, wie Neuankömmlinge das Wohnmobil auf den Stellplatz rangieren. In aller Regel steigt dazu die Beifahrerin aus, im weiteren Verlauf dieses Textes „Mutti“ genannt. Vati bleibt am Steuer und folgt ihren Anweisungen. So ist es zumindest in der Theorie. Doch selten sind da wirkliche Profis am Werk, die zügig und unauffällig zusammenarbeiten und das Campinggefährt flott in die Lücke flutschen lassen. Es kann aber auch sein, dass mir die gar nicht auffallen, weil die eben ohne vorheriges Aufheulen lassen des Motor und ohne Geschrei irgendwann einfach da stehen.

Bei denen, die mir auffallen, steht die Mutti irgendwo im toten Winkel herum, fuchtelt und schreit, aber Vati macht doch, was er will. Mitunter stockt mir bei diesen Szenen auch der Atem, zum Beispiel wenn Sie hinter dem rückwärts rollenden Mobil die Seiten wechselt und an die Rückwand klopft, um nicht überfahren zu werden. Ich weiß von mindestens einem Fall in den letzten Jahren, da ist die einweisende Beifahrerin tatsächlich überfahren worden. Das Thema kann also schnell ziemlich ernst werden und bei der Beobachtung von so manchen Einpark-Dramen frage ich mich, warum sich die Beifahrerin in diese Gefahr begeben hat, vor allem dann, wenn am Heck des Fahrzeugs deutlich eine Rückfahrkamera zu erkennen ist. Wenn beide sich nicht vorher abgesprochen haben und nicht genau wissen, was sie tun oder sogar unterschiedliche Vorstellungen vom anzusteuernden Stellplatz haben, sollte nur die Person am Steuer die Verantwortung beim Rückwärtsfahren tragen.

Ich fahre ja allein, also ohne einweisenden Beifahrer. In seltenen Fällen springen mir wohlmeinende Zeitgenossen bei, die dann irgendwo im Weg oder im toten Winkel herumstehen, schreien und fuchteln und ganz sicher sofort unauffindbar sind, sollte ich doch irgendwo angestoßen sein. Wenn die nicht allzu aufdringlich sind, ignoriere ich sie.

Einmal bin ich in einer sehr knappen Durchfahrt fast stecken geblieben. Links stand ein geparktes Auto, rechts war ein Regenfallrohr und die Hauptstraße war wegen eines Umzugs gesperrt. Da haben sich aus der Schlange hinter mir zwei Mann gefunden, die mich, weil sie ja auch endlich weiter wollten, durch das Nadelöhr hindurch gewunken haben, in dem der eine auf die linke Seite, der andere auf die rechte Seite geachtet hat. Wenn sie sich einig waren, in welche Richtung ich lenken soll, habe ich das gemacht und bin langsam gefahren, waren sie sich nicht einig, habe ich nichts gemacht, denn mit angelegten Spiegeln war da für mich nichts mehr zu sehen.

Bei anderen mobilen Paaren steigt die Mutti selbst dann zum Einweisen aus, wenn der Platz riesig groß und frei von Hindernissen ist. Wenn ich so etwas sehe, komme ich mir immer wie der tollste Autofahrer der Welt vor, dass ich es schaffe, dort ohne Hilfe schadensfrei rückwärts zu fahren.

Natürlich hat man auch in den sozialen Medien eine Meinung zum Einweisen. Dort habe ich schon die recht steile These gelesen, dass ein Beifahrer, der beim Rückwärtsfahren nicht aussteigt, wegen fahrlässiger potenzieller Sachbeschädigung angezeigt werden sollte. Rechtlich ist das sicher nicht haltbar, denn der Fahrer oder die Fahrerin trägt die Verantwortung, niemand sonst. Auch dürften bei strenger Auslegung dieser These Alleinfahrer niemals rückwärts fahren. Sicher gibt es manche in den Gruppen, die das ernsthaft so sehen. Dann müssten aber auch Speditionen wieder zwei Mann auf den Bock eines LKW setzen, was das Gewerbe sehr wahrscheinlich in den Ruin treiben würde.

Neben der Unterhaltung kann ich in diesem Beitrag etwas praktische Lebenshilfe bieten und wenn es nur für das Rückwärtsfahren mit dem Wohnmobil ist: Sehr nützlich ist dabei natürlich eine Rückfahrkamera. Die sollte so eingestellt sein, dass das hintere Ende des Fahrzeugs gerade noch auf dem Bildschirm zu sehen ist. Ähnliches gilt für die Rückspiegel. Darin sollte man noch die jeweils hinteren Ecken sehen können, um den seitlichen Abstand zu Hindernissen einzuschätzen. Wer jetzt mit nicht mehr als Standgas langsam rückwärts rollt und dabei ständig die Außenspiegel und den Monitor der Rückfahrkamera im Auge behält, hat gute Chancen, schadensfrei den anvisierten Platz zu erreichen. Alleinfahrer sind schon durch naheliegende Umstände gezwungen, das immer wieder zu üben. Natürlich gibt es Situationen, in denen die Rückfahrkamera nicht alles zeigen kann, wie niedrige Dachkanten oder unter Gebüsch verborgene Steine. Dann steige ich auch aus, um mir das alles vor Ort anzusehen. Es ist ja auch keine Schande, sich einweisen zu lassen. Nur sollten alle Beteiligten eine Vorstellung davon haben, wie die Verständigung abläuft und was das gemeinsame Ziel der Aktion sein soll. Bei manchen Einweise-Dramen sieht es für mich als unbeteiligten Beobachter nicht so aus, als ob diese Voraussetzungen gegeben sind.

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Innovatives Modul-Konzept für Individualisten: Der Cargo Camper https://de.camperstyle.net/innovatives-modul-konzept-fuer-individualisten-der-cargo-camper/ https://de.camperstyle.net/innovatives-modul-konzept-fuer-individualisten-der-cargo-camper/#comments_reply Wed, 16 Jan 2019 07:21:20 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=44318 Aktualisierung zur CMT 2019: Neue Cargo-Camper-Modelle „Mountain“ und „City“

Zur letztjährigen CMT hatten wir dir bereits das Cargo-Camper-System von Stefan Ilg und Martin Göckel vorgestellt. Im neuen Jahr wollen wir unser Versprechen einlösen und dir berichten, wie sich das Projekt weiterentwickelt hat.

Ein Wort vorneweg: Grundsätzlich ist mit dem modularen System der Cargo Camper so ziemlich alles möglich und jeder Kastenwagen ausbaubar. Doch aufgrund der großen Nachfrage dauert die Fertigstellung solcher Individuallösungen mittlerweile ca. 9 Monate. Da lohnt es sich über die in Stuttgart aktuell vorgestellten „standardisierten Ausbauten“ nachzudenken, die nach nur ca. sechs Monaten ausgeliefert werden.

Wir finden, die beiden Cargo Camper Komplettfahrzeuge können sich absolut sehen lassen:

Cargo Camper Mountain

Der Cargo Camper Mountain basiert auf einem MAN TGE Kastenwagen und ist mit seinem serienmäßigen 4×4 Allrad, dem 6-Gang-Schaltgetriebe und seinen 177 PS recht sportlich unterwegs. Wer es geländegängiger mag, der kann optional ein Offroad-Paket mit den entsprechenden Fahrwerksanpassungen und/oder ein Automatik 8-Gang-Getriebe zubuchen.

Im Angebotspreis von 79.900 € brutto sind diese nicht enthalten. Dafür aber unter anderem allerlei technische Assistenzsysteme, eine abgedunkelte Seitenscheibe mit Schiebefenster, Sitzheizungen und eine Markise.   

Cargo Camper Mountain dunkles Nussfurnier Cargo Camper Mountain Möbelfronten Cargo Camper Mountain Küche Multiplex-Platten Cargo Camper Mountain Technik Cargo Camper Mountain Innenraum Hochdach Cargo Camper Mountain Aufstelldach Cargo Camper Mountain Außenansicht

Für die ideale Kombination aus Platzangebot und stadttauglicher Höhe hat der Mountain ein Hochdach mit zusätzlichem Aufstelldach, das übrigens in Wagenfarbe lackiert wird. Dort findet sich eine weitere gemütliche Liegefläche von 120 x 200 cm – es können also bei Bedarf bis zu vier Personen bequem darin reisen und schlafen.

Uns hat besonders gut gefallen, dass der Innenraum beim Mountain durch das dunkle Furnier („Amerikanisch Nussbaum“) und die schwarz-folierten Fronten der Schränke eine angenehm wohnliche Atmosphäre verströmt. Wie oben bereits erwähnt, sind beim Cargo-Camper-System viele individuelle Wünsche umsetzbar: so können mehr als 100 verschiedene Furniervarianten verwendet und beispielsweise im Küchenmodul bunte Farbakzente durch gefärbte Multiplex-Platten gesetzt werden.

Die Module selbst wurden in bewährter Qualität weiterentwickelt:

  • Das „B&B Bed & Breakfast Modul“ ist durch einen Aluminium-Rahmen nun noch leichter. Außerdem wurden Anbindung und Handhabung weiter vereinfacht.
  • Durch ein Zurrschienensystem am Boden können nun bis zu vier, auf den Radkästen bis zu zwei Einzelsitze als zusätzliche Sitzplätze montiert werden. Diese sind platzsparend wegklappbar und erlauben so noch mehr flexible Nutzungsmöglichkeiten.
  • Das neue Toilettenmodul hat eine ausfahrbare Dusche. Leider konnten wir es in Stuttgart noch nicht bewundern, aber schon zur f.re.e München Ende Februar soll diese weitere Innovation dem Publikum präsentiert werden.
Die neuen Zurrschienen im Boden erlauben noch mehr Flexibilität. Cargo Camper Mountain Sitze klappbar schwenkbar Cargo Camper Mountain Zurrschiene Sitz Cargo Camper Bed & Breakfast Modul

Cargo Camper City

Der zweite Standard-Cargo-Camper ist der City auf Basis eines Mercedes Sprinter L1H2, der mit seinen 5,26 m „Kürze“ ein durchaus stadttaugliches Auto ist. Und trotzdem passen in den 2607 cm langen und 1899 cm hohen Laderaum alle gewünschten Wohnmobil-Module hinein.

Serienmäßig sind das das Bed & Breakfast Schlaf-Sitz Modul, ein Küchen-Modul, ein Kühlschrank-Modul, ein Wasch-Dusch-Toiletten-Modul sowie zusätzliche Hängeschränke. Zusätzlich findest du im Preis von 49.900 € brutto unter anderem eine Zusatzbatterie, Wärmeisolierung mit 19mm Armaflex, eine Markise, eine 200-Watt-Solaranlage, eine 2-KW-Standheizung mit Fernbedienung, sowie ein Dach- und ein Heckfenster, jeweils mit Fliegenschutz und Verdunkelung.

Cargo Camper City Durchsicht Cargo Camper City Schränke Cargo Camper City Aufbewahrung Für noch mehr Platz zum Verstauen: Oberschränke im Cargo-Camper City Ein eingebautes Küchenmodul von Cargo-Camper Das CargoClips Transporter-System von Cargo-Camper zum einfachen Festzurren

Übrigens eignen sich beide Modelle auch für Menschen mit Behinderung: Die Türen sind in voller Breite nutzbar und im Innenraum stehen keine fest montierten Möbel im Weg – die Fahrzeuge sind also weitestgehend barrierefrei.

Du siehst, dass sich die Weiterentwicklungen sehen lassen können. Du kannst den City und den Mountain mit den unterschiedlichsten Ausstattungsmodulen noch bis zum 20.01.2019 auf der CMT Stuttgart, dem EO20 (Eingangsbereich Ost) live begutachten.

Wir sind gespannt, wie es mit den „Cargo Campern“ weitergeht!

Originalartikel vom 28.01.2018: Das Konzept Cargo Camper im Überblick

Wie wäre es, wenn du dir einen leeren Kastenwagen ohne Werkzeug und handwerkliche Kenntnisse selbst ausbauen könntest? Ganz nach deinen Bedürfnissen und nur mit den Komponenten, die du wirklich brauchst? Hört sich gut an, oder? Und wenn sich die einzelnen Module dann auch noch problemlos wieder entfernen lassen und dein Fahrzeug als Transporter genutzt werden kann? Noch besser! Genau diese Idee verfolgen die Erfinder des neuen Cargo-Camper-Systems. Wir haben die das Ganze auf der diesjährigen CMT in Stuttgart mal unter die Lupe genommen.

Schon im Vorbeigehen ist der Ausbau ein echter Hingucker. Ob man den Holzlook mit den vielen „Löchern“ nun mag oder nicht (wir fanden ihn ziemlich cool!) – das Konzept dahinter ist einfach nur genial: Die Wandplatten aus hochfest-verleimtem und hartwachsversiegeltem Multiplex-Buchensperrholz dienen zur Ladungssicherung wie auch zum Einbau der einzelnen Campingmodule.

Mit diesem System bleibst du ultimativ flexibel, denn es wird in der hauseigenen Werkstatt für jedes Kastenwagenmodell maßgeschneidert und kann später zu zweit in nur 30 Minuten werkzeuglos montiert und demontiert werden. So wird im Handumdrehen aus deinem Transporter ein Camper – und umgekehrt!

Mit den so genannten „Drehsteinen“, die für jeweils 150 Kilogramm pro Zugpunkt ausgelegt und TÜV-zertifiziert sind, lassen sich die einzelnen Module befestigen oder dein Transportgut sichern. Dabei spielt es keine Rolle, für welche Möbel und Komponenten du dich entscheidest, denn jedes Teil ist in sich autark und damit unabhängig von den anderen nutzbar, zum Beispiel mit einer eigenen Wasser-, Strom- oder Gasversorgung. Und selbst „fremde“ Module, wie zum Beispiel IKEA-Möbel oder eine Werkstatteinrichtung für Handwerker, wären theoretisch montierbar, berichten die Cargo-Camper-Gründer Stefan Ilg (47) und Martin Göckel (55) stolz.

Ein Jahr Entwicklungsarbeit haben die beiden Tüftler in das Konzept gesteckt und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Alles ist auf einfache Bedienbarkeit, Praxistauglichkeit, Langlebigkeit und vor allem Sicherheit ausgelegt. Eine Sitzecke, die sich mit wenigen Handgriffen zum Einzel- oder Doppelbett umbauen lässt, eine Küche mit Spülbecken, deren Kühlschrank auf Gas oder 230 Volt läuft, eine Nasszelle mit ausziehbarer Außen-Duschbrause, jede Menge Staufächer und sogar eine Toilette mit Trennwand sind im Prototypen installiert.

An der Weiterentwicklung wird jetzt im nächsten Schritt gefeilt: „Hier wird es auch darauf ankommen, was unsere Kunden sich wünschen. Wir überlegen zum Beispiel gerade, ob wir vielleicht in Zukunft eine Duschkabine oder Ähnliches anbieten. An Ideen mangelt es uns jedenfalls nicht“, sagt Martin Göckel verschmitzt.

Das glauben wir sofort und sind gespannt, wie es mit diesem interessanten Projekt weitergeht!

Die Erfinder Stefan Ilg und Martin Göckel in ihrem Ausstellungsfahrzeug.
Weitere Informationen: cargo-camper.com

Fotos: (c) CamperStyle

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Messeneuheit: Sondermodell Fendt Bianco Rosso – Wohnwagen mit E-Bike-Träger https://de.camperstyle.net/messeneuheit-sondermodell-fendt-bianco-rosso-wohnwagen-mit-e-bike-traeger/ https://de.camperstyle.net/messeneuheit-sondermodell-fendt-bianco-rosso-wohnwagen-mit-e-bike-traeger/#comments_reply Mon, 14 Jan 2019 19:53:33 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=66378 Zum Frühjahr 2019 fährt Fendt-Caravan ein echtes Highlight für aktive Camper auf: Das Sondermodell Bianco Rosso 515 SG besticht nicht nur durch schnuckelige Farbakzente im Innenraum, sondern löst vor allem ein großes Problem vieler Caravaner – den Fahrrad- oder E-Bike-Transport.

In Kooperation mit der Firma AL-KO Fahrzeugtechnik hat Fendt eine stabile Rahmenverlängerung mit abnehmbarem Atera-Kupplungsträger entwickelt. Eine absolute Neuheit, die mit einer Nutzlast von 60 kg gerade für E-Bike-Besitzer ein schlagkräftiges Kaufargument bieten dürfte und aktuell auf der CMT in Stuttgart zu sehen ist.

„Wir haben lange getüftelt, um mit dem ‚AL-KO Carryback‘ eine optimale Gewichtsverteilung und maximale Fahrstabilität gewährleisten zu können – den Sicherheit steht bei uns an erster Stelle“, erläutert Fendt-Geschäftsführer Hans Frindte das neue Konzept. „Dafür hat der Bianco Rosso 515 SG eine speziell gebaute und leicht nach vorne versetzte Achse erhalten, die die zusätzliche Ladung am Heck ausgleicht.“ Der Fahrradträger kann mit wenigen Handgriffen vom Wohnwagenheck auf die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs gesetzt werden, so dass die Räder dann flexibel auch für Tagesausflüge zur Verfügung stehen – ganz ohne Kopfzerbrechen über die Stützlast, wie das bei bisherigen Lösungen zum Beispiel beim Transport auf der Deichsel der Fall war!

Doch damit nicht genug: Der Bianco Rosso 515 SG ist mit einem Rundum-Sorglos-Paket ausgestattet, das neben dem Trägersystem und dem Kupplungsträger selbst unter anderem aus einem serienmäßig verbauten ATC (Antischleudersystem), einer Auflastung auf 1.900 kg (die bei Bedarf noch auf 2.000 erhöht werden kann) und einer riesigen 4,5-Meter-Markise besteht.

Und noch ein weiteres Ausstattungsmerkmal trägt dem Sondermodell gerade bei mir persönlich dicke Pluspunkte ein: Die Sitzecke wie auch der Bettrahmen und das Polster zwischen den Einzelbetten sind in einem geschmackvollen Rotton bezogen, der auch im Design der Vorhänge aufgegriffen wurde. Dieser Farbtupfer verleiht dem sonst eher zurückhaltend-eleganten Interieur einen komplett neuen, frischen Look, der sicherlich in jungen und junggebliebenen Zielgruppen jede Menge Freunde finden wird. Insgeheim hoffen wir schon darauf, dass diese oder ähnliche Polstervarianten künftig in weiteren Fendt-Caravans zur Auswahl stehen werden – wir wären jedenfalls die ersten, die sich für einen Dauertest „opfern“ würden…

Noch werden die roten Polster und vor allem der Fahrradträger nur in bzw. an diesem einen Sondermodell angeboten, doch auch für Fans anderer Fendt-Wohnwagen gibt es Hoffnung: „Technisch und im Hinblick auf die Fahrsicherheit ist so ein Trägersystem zwar nicht an allen, aber doch an vielen unserer Caravans installierbar. Doch wir legen großen Wert darauf, solche Konzepte bei Erfolg nicht einfach 1:1 auf weitere Modelle zu ‚übertragen‘, sondern wie beim Rosso auch bei jedem anderen möglichen Modell im Vorfeld umfangreichste Tests unter ganz unterschiedlichen Fahrbedingungen durchzuführen“, betont Geschäftsführer Hans Frindte. „So stellen wir sicher, dass die spezifischen Anforderungen an Ladungsverteilung, Fahr- und Bremsverhalten passgenau auf jeden einzelnen Wohnwagentyp zugeschnitten werden.“ Eine Firmenpolitik, die eingefleischten „Fendtianern“ zwar etwas Geduld abverlangt, am Ende aber der Fahrzeugqualität und – noch wichtiger – der eigenen Sicherheit dient.

Zu haben ist das Sondermodell für 25.350 Euro. Dieser Vorzugspreis ist übrigens nicht nur ein Messeschnäppchen, sondern soll nach Aussage der Geschäftsführung dauerhaft gelten.

Zu sehen ist der Bianco Rosso 515 SG noch bis zum 20. Januar in Halle 1 am Fendt-Stand (1 A12).

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Wildcamping in Europa – was ist wo erlaubt? https://de.camperstyle.net/wildcamping-europa/ https://de.camperstyle.net/wildcamping-europa/#comments_reply Mon, 14 Jan 2019 04:22:01 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=65109 Wildcamping ist für viele die wohl schönste Form des Campings. Ein Leben im Einklang mit der Natur und mit völliger Freiheit, jeden Tag an einem anderen idyllischen Plätzchen das Lager aufschlagen und abends dem Wellenrauschen lauschen, statt den Gesprächen der Camp-Nachbarn. Diese Art des Urlaubs lässt sich vor allem in Regionen erleben, in denen die Bevölkerung nicht zu dicht ist, die Touristen nicht Überhand nehmen und es einfach noch etwas Platz für freie Entfaltung gibt. In Europa musst du dafür schon etwas länger suchen bzw. zum Teil einfach die richtige Reisezeit wählen. Aber selbst wenn du fündig geworden bist – was ist überhaupt erlaubt? In welchen Ländern musst du mit Strafen für das Wildcamping rechnen? Ich habe die aktuelle Situation in den beliebtesten Reiseländern Europas einmal durchleuchtet, um dir die Planung für deinen nächsten naturnahen Camping-Trip ein wenig zu erleichtern:

Wildcamping in Skandinavien

In Schweden, Norwegen und Finnland gibt es das sogenannte „Jedermannsrecht“, das heißt grundsätzlich stehen die Natur und die Wildnis erst mal jeder Person zur Nutzung zur Verfügung. Das gilt auch für Übernachtungen, eigentlich allerdings nur im Zelt. Als Wanderer kannst du dich also sehr frei bewegen und dein Zelt für 1-2 Nächte fast überall in der Natur aufschlagen. Lediglich auf privaten Grundstücken und in der Nähe bewohnter Hütten und Häuser gelten hierbei gewisse Einschränkungen.

Camping-Fahrzeuge werden von dieser Regelung eigentlich nicht umfasst, das Wildcamping wird aber in der Regel auch mit einem Camper toleriert. Sofern du etwas Gespür für den jeweiligen Ort aufbringst und dich möglichst unauffällig verhältst, du zum Beispiel dein Lager nicht für mehr als ein bis maximal zwei Nächte aufschlägst, an belebten Orten kein übertriebenes Camping-Leben vor deinem Camper entfaltetest und du selbstverständlich alles so hinterlässt (oder sauberer) wie du es vorgefunden hast, wirst du in der Regel keine Probleme bekommen. Aufgrund der steigenden Beliebtheit der skandinavischen Länder bei Campern und deren leider nicht immer einwandfreiem Benehmen, werden allerdings die Verbotsschilder für Übernachtungen immer mehr. Diese Verbote solltest du auf jeden Fall respektieren. Ansonsten eignen sich die nordischen Länder hervorragend für einen naturnahen Camping-Urlaub mit sehr viel Einsamkeit und freien Übernachtungen inmitten der einzigartigen Natur. Hier findest du nähere Informationen zum Wildcamping in Norwegen und Wildcamping in Schweden.

In Dänemark ist die Situation für Wildcamper etwas weniger entspannt. Bei unseren nördlichen Nachbarn ist das Camping nur auf entsprechend gekennzeichneten Campingplätzen erlaubt. Insbesondere in den Sommermonaten und in den touristisch beliebten Regionen musst du bei einem Verstoß mit Strafen rechnen. Für Zelter gibt es allerdings sehr naturnahe Zeltplätze im ganzen Land, die sich fast wie Wildcamping anfühlen sowie die Möglichkeit, in diversen Wäldern kostenlos zu zelten. Hier findest du weitere Informationen zum Camping in Dänemark.

Die Aussicht auf einen Fjord in Norwegen beim Wildcamping in Europa Blick auf eine Bank beim Wildcamping in Europas Norden

Wildcamping in Deutschland

Deutschland gilt als Land mit unzähligen Regeln und Gesetzen für jede erdenkliche Situation. Wie sieht es dabei eigentlich genau mit dem Wildcamping aus? Dass es bei uns nicht so einfach ist mit den Regelungen, denkst du dir bestimmt bereits. In der Tat gibt es sogar Unterschiede je nach Bundesland, in dem du übernachtest.

Unabhängig von den unterschiedlichen Gesetzen lässt sich allerdings festhalten, dass Wildcamping hierzulande verboten ist. Reines Biwakieren (das heißt Übernachten unter freiem Himmel (ohne Zelt!)) kann in Einzelfällen möglich sein, wird in der Praxis aber ohnehin kaum zu Problemen führen, wenn du dir eine entlegene Stelle für eine Nacht suchst und dich unauffällig verhältst. Zelten oder das Übernachten im Wohnmobil außerhalb von gekennzeichneten Campingplätzen kann zur Verhängung empfindlicher Strafen führen. Je nach Bundesland und Art des Gebiets, in dem du campst, betragen die Strafen bis zu 5.000 Euro. Auf Rastplätzen darfst du natürlich halten und dich (bei Bedarf auch über Nacht) ausruhen, aber das ist wohl eher nicht der eigentliche Zweck beim Wildcamping. Die besten Chancen auf eine idyllische Nacht im Camper hast du im Zweifel auf Privatgrundstücken mit Zustimmung des Eigentümers.

Abendliche Szene ein Camper beim Wildcamping in Europa Blick auf Kuehe auf einem Berg beim Wildcamping in Europa

Wildcamping in Frankreich

In Frankreich bist du als Wildcamper nicht unbedingt gerne gesehen. Das gilt, wie so oft, vor allem für die Küstenregionen sowie rund um die touristisch attraktiven Sehenswürdigkeiten. In entlegenen ländlichen Gegenden wirst du häufig keine Schwierigkeiten haben, allerdings bist du auch hier rein rechtlich nicht auf der sicheren Seite. Wildcamping ist nämlich auch in Frankreich verboten. Die einzige offizielle Ausnahme gilt für Wanderer, die in einigen Nationalparks unter bestimmten Voraussetzungen biwakieren dürfen. Näheres zur jeweiligen Situation erfährst du bei der jeweiligen Parkverwaltung oder den Fremdenverkehrsämtern der einzelnen Departments. Die besten Chancen auf eine legale Nacht mit deinem Camper inmitten der Natur hast du auch in Frankreich auf privatem Grund mit Zustimmung des Eigentümers.  Hier findest du eine ausführliche Beschreibung zum Wildcamping in Frankreich.

Wildcamping in Europa mit einem Dachzelt Wildcamping in Europa an der Kueste ist meist verboten

Wildcamping in Spanien

In Spanien ist Wildcamping offiziell verboten. Insbesondere an der bei Touristen beliebten Mittelmeerküste wird das Verbot streng durchgesetzt. Wie in den meisten Ländern gilt daher auch in Spanien die Devise, sehr viel Gespür für einen etwaigen Platz zum Wildcamping aufzubringen. Wie so oft ist das Finden von Plätzen in den Bergen und im Landesinneren erheblich einfacher als an den Küsten. Manchmal kann es helfen, mit den lokalen Behörden oder der Tourismuszentrale zu sprechen, die teilweise Ideen für geeignete Stellplätze haben. Solltest du einen geeigneten Platz zum Übernachten finden und dich möglichst unauffällig verhalten, wirst du in der Praxis in Spanien häufig keine Probleme bekommen. Besondere Vorsicht ist mit offenem Feuer geboten, aufgrund der häufig hohen Waldbrandgefahr. Dass du ansonsten keinen Müll hinterlässt und du dich ruhig und zurückhaltend verhältst, sollte hoffentlich selbstverständlich sein… Hier findest du näheres zum Wildcamping in Spanien.

Blick auf einen Hafen in Spanien ist beim Wildcamping in Europa selten erlaubt

Wildcamping in Italien

Auch in Italien ist Wildcamping generell verboten und das Verbot wird gerade in den touristisch beliebten Regionen oft streng durchgesetzt. Hierfür sind in Italien gleich vier Behörden zuständig. Die verhängten Bußgelder liegen zwischen 100 und 500 Euro. Zudem musst du deinen Übernachtungsplatz in der Regel verlassen, wenn du erwischt wirst. Dieses Verbot gilt sowohl für Campingfahrzeuge als auch für Zelte. Wiederum hilft es nur, dir ein möglichst entlegenes Plätzchen zu suchen und dich durch freundliches, unauffälliges Auftreten mit der lokalen Bevölkerung gut zu stellen. Auch Landbesitzer geben häufig die Erlaubnis zum Campieren auf ihrem Grundstück, insbesondere in den nicht völlig von Touristen überlaufenen Regionen. Durch die hohe Bevölkerungsdichte und die Vielzahl der Touristen, die Italien Jahr für Jahr aufsuchen, gehört das Land aber definitiv zu den herausfordernden Ländern beim freien Camping. Hier findest du einen ausführlicheren Artikel zum Thema Wildcamping in Italien.

Blick auf einen See beim Camping in Italien Aussicht auf die Bergwelt von Italien beim Wildcamping in Europa

Wildcamping in Portugal

Portugal gehört, was das Wildcamping betrifft, zu den etwas entspannteren Ländern Westeuropas. Das gilt zumindest abseits der Algarve ganz im Süden des Landes und rund um die Hauptstadt Lissabon, wo sich die meisten Touristen tummeln. In diesen Regionen wird das Wildcamping-Verbot, das trotz aller anderslautenden Erfahrungsberichte im ganzen Land gilt, nicht selten auch durchgesetzt. Insbesondere in den Sommermonaten werden Wildcamper zunehmend von den Gesetzeshütern weggeschickt und zum Teil sogar mit Strafen belegt. Im Norden des Landes und im Hinterland wirst du in der Regel keine Probleme bekommen, wenn du dir ruhige Plätze zum Camping suchst und du dich an die lokalen Begebenheiten sowie die Benimmregeln für Camper hältst. Hier kannst du sogar an einigen Stränden völlig unbehelligt frei stehen – das ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit in Westeuropa. Im Beitrag zu Wildcamping in Portugal findest du alle Infos zur Rechtslage.

Blick auf die Wildnis in Portugal beim Wildcamping in Europa

Wildcamping in Griechenland

In Griechenland ist das Wildcamping zwar gesetzlich verboten, doch in der Praxis gestaltet es sich ziemlich entspannt. Bist du mit einem Zelt unterwegs, dann halte nach offiziellen Verbotsschildern Ausschau. Wenn du keines entdeckst, kann es sein, dass das Wildcampen im Zelt durch die lokalen Behörden erlaubt ist. Zur Sicherheit solltest du dich vor Ort erkundigen. Auch mit einem Wohnmobil findest du ausreichend Plätze, an denen du ungestört eine Nacht verbringen kannst. Am einfachsten ist es, wenn du beliebte Orte sowie Sehenswürdigkeiten meidest und dich ein wenig ins Landesinnere zurückziehst. Im Artikel zum Wildcamping in Griechenland findest du weitere Informationen und Tipps.

Ein Camper am Meer in Griechenland beim Wildcamping in Europa Blick auf das Meer ist in Griechenland beim Wildcamping eher nicht moeglich

Fotos: (c) Nima Ashoff

Wildcamping im Balkan

Die Balkanstaaten werden nicht nur bei Touristen im Allgemeinen immer beliebter – auch immer mehr Camper brechen in Richtung Balkan auf. Die Regeln für freie Übernachtungen unterscheiden sich von Land zu Land.

In Albanien zum Beispiel ist Wildcamping erlaubt. Dort gilt das freie Campen als Teil des Abenteuers. Einschränkungen gelten nur in Nationalparks und auf Privatgrundstücken.

In Kroatien und Serbien ist das Wildcampen hingegen verboten, allerdings wirst du als Wildcamper vielerorts geduldet, sofern du dich zurückhaltend verhältst und nur ein bis zwei Nächte an einem Ort bleibst.

Montenegro und Slowenien gelten ebenfalls als tolerante Länder Wildcampern gegenüber. Wie überall auf der Welt wird es im Zweifel erst zu vermehrten Verboten kommen, wenn die Anzahl der Touristen Überhand nimmt und die ersten Camper anfangen, die Offenheit und Toleranz der lokalen Bevölkerung auszunutzen. Aktuell solltest du aber vielerorts entspannte Plätze für freie Übernachtungen finden und keine Schwierigkeiten haben.

In allen Ländern auf dem Balkan solltest du bei Übernachtungen in der Nähe von Staatsgebäuden vorsichtig sein. Hier kann es dir passieren, dass du von der Polizei weggeschickt wirst. Hier findest du weitere Informationen über das Wildcamping in Albanien.

Wildcamping in Europa mit Blick auf einen Fluss in Albanien Blick auf Berat in Albanien auf der Suche nach einem Spot fuer Wildcamping in Europa

Fotos: (c) CamperStyle

Wildcamping in Österreich

In Österreich genießt du als Wildcamper wenig Freiheit. Das Zelten ist in den meisten Gebieten verboten und wird zum Teil mit empfindlichen Strafen geahndet. Mit einem Campingfahrzeug wird es im Zweifel noch schwieriger einen Platz zum freien Übernachten zu finden. Abseits der Campingplätze ist das Übernachten grundsätzlich verboten und viele Parkplätze sind sogar mit Toren ausgestattet, durch die Wohnmobile gar nicht erst hindurch passen. Auch in Österreich hast du demnach die besten Chancen auf eine idyllische und legale Nacht inmitten der Natur nur auf Privatgrundstücken mit der Zustimmung des Eigentümers.

Trotz der vielen Verbote in den europäischen Ländern wirst du gerade abseits der touristischen Regionen und / oder in der Nebensaison in den meisten Ländern hin und wieder einen schönen, freien Übernachtungsplatz mitten im Grünen finden können. Dabei solltest du dich unauffällig und zurückhaltend verhalten, offen und freundlich auf die lokale Bevölkerung zugehen, kein offenes Feuer machen, keinen Müll hinterlassen und dein Lager nicht zu umfangreich und gleich für mehrere Tage aufschlagen. So werden allen Wildcampern hoffentlich auch in Zukunft noch vor allem Sympathie und Gastfreundschaft entgegengebracht und die (durchgesetzten) Verbote nicht überhand nehmen. Trotz aller Widrigkeiten ist das freie Übernachten nämlich wirklich eine absolut lohnenswerte Sache, die dich das Freiheitsgefühl beim Camping erst so richtig spüren lässt.

Trotz vieler Naturschoenheiten ist Wildcamping in Oesterreich nicht erlaubt Mit Blick auf die Berge in Oesterreich ist Wildcamping in Europa leider nicht erlaubt

Fotos ohne Namensnennung: (c)  Alexandra Ramthun

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CMT 2019: Das erste Wochenende in Bildern https://de.camperstyle.net/cmt-2019-impressionen-bildergalerie/ https://de.camperstyle.net/cmt-2019-impressionen-bildergalerie/#comments_reply Sun, 13 Jan 2019 20:36:54 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=66376 Auch in diesem Jahr gibt es auf der CMT wieder jede Menge zu sehen: Dieses Mal sind über 2.200 Aussteller am Start und bereits am ersten Wochenende konnte die Messe rund 80.000 Besucher vermelden. Wir sind zu dritt hier in Stuttgart unterwegs – Sebastian, Nele und Jalil – und natürlich darf auch Zoe nicht fehlen, die wieder einmal alle um den Finger wickelt.

Unsere ersten Impressionen aus dem Caravaning-Bereich haben wir, wie es schon gute Tradition ist, wieder in einer Bildergalerie festgehalten – und über die eine oder andere Neuheit oder Weiterentwicklung berichten wir dann in den kommenden Tagen in ausführlichen Artikeln.

Zunächst aber einmal der Überblick – viel Spaß beim Blättern!

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Gasflaschen in Portugal: Anbieter, Kauf, Tausch https://de.camperstyle.net/gasflaschen-portugal/ https://de.camperstyle.net/gasflaschen-portugal/#comments_reply Fri, 11 Jan 2019 05:44:10 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=65102 Voller Vorfreude geht es mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen ins Ausland, um endlich einmal wieder dem Alltag zu entfliehen. Genauer gesagt, geht es dieses Mal nach Portugal. Nach der ewig langen Fahrt willst du nur noch etwas essen und schleunigst im Campingstuhl die Sonne genießen. Doch dann die ernüchternde Erkenntnis – die Gasflasche ist leer! Ob und wie du nun an den heiß begehrten Nachschub kommst, damit auch dein Magen aufhört zu knurren, darum geht es in diesem Artikel.

Eine gruene Gasflasche in Portugal mit rosa Ventil Eine graue Gasflasche in Portugal beim Befuellen

Welche Gasflaschen gibt es in Portugal und wie verwendest du sie?

Die portugiesische Regelung der Gasversorgung ist der spanischen sehr ähnlich. So sind auch die Anbieter dieselben. Die wohl bekanntesten Marken sind Repsol und Cepsa. Beide Marken sind auch in Spanien vertreten und können an den meisten, sowohl spanischen, als auch portugiesischen Tankstellen problemlos erworben und auch wieder gefüllt werden. Doch um was für Gasflaschen handelt es sich denn hierbei?

Die Gasflaschen der oben genannten Marken unterscheiden sich grundlegend von unseren deutschen, grauen Flaschen. Fangen wir mit dem Volumen an. Standardgemäß gibt es in Portugal an fast allen Repsol- und Cepsa-Tankstellen Gasflaschen mit einer Füllmenge von entweder 6 kg oder 11 kg. Hierbei ist der Unterschied zu unseren deutschen Gasflaschen nicht besonders groß. Der springende Punkt sind der Anschluss und der Inhalt der Flaschen.

Es gibt sowohl Butan-, als auch Propangasflaschen. Butangas wird deutlich häufiger angeboten als Propangas. Du solltest beachten, dass Butan bei Temperaturen unter 0 Grad nicht mehr aus der Flasche kommt. Steht deine Gasflasche also draußen und du bist im Winter in Gegenden unterwegs, wo es unter 0 Grad hat, ist Propan besser geeignet.

Der Anschluss erfolgt nicht wie in Deutschland üblich. Denn ohne Adapter ist es nicht möglich, dein Gassystem an eine portugiesische Flasche anzuschließen und auch das Auffüllen unserer grauen Flaschen ist illegal. Es gibt in Portugal einige Tankstellen, die trotz Verbot auch deutsche Gasflaschen auffüllen.

Ansonsten solltest du doch lieber auf Adapter zurückgreifen – zum einen den sogenannten Clip-On-Adapter, zum anderen das Euro-Set. Diesen gibt es relativ kostengünstig im Internet und auch in Geschäften für Campingzubehör oder einem Eisenwarenladen solltest du einen solchen Adapter bekommen. Wichtig ist nur, dass du dich vor deiner Abreise um den Kauf kümmerst. Denn wenn du erst einmal in Portugal bist, kann es mit der Anschaffung schwierig werden. Klar, warum sollten die Portugiesen auch Adapter für deutsche Gasflaschen verkaufen?

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Wenn du erstmal im Besitz der Adapter bist, wird es relativ unkompliziert. Gegen Vorlage deines Ausweises oder Reisepasses bekommst du an einer der besagten Tankstellen eine neue Gasflasche für etwa 50 €. Oder falls du schon in Besitz einer Flasche bist, wird diese einfach getauscht. Diese kostet in der Regel 15 bis 20 €. Manche Tankstellenbesitzer lassen dich noch ein Formular ausfüllen, aber danach steht dem Kochen nichts mehr im Wege. Adapter aufsetzen, portugiesische Flasche anschließen, Absperrventil aufdrehen und ab an den Herd.

Sieht also ganz so aus, als wäre die Gasversorgung auch in Portugal kein Problem, solange du dich vor deinem Urlaub ausreichend vorbereitest. Also ab in dein fahrendes Heim und raus aus dem nassen, deutschen Winter! Die Sonne wartet auf dich.

Eine Werbung von Tuti Gasflaschen in Portugal

Fotos: (c) Stefanie & Sebastian Vogt

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Hundestrände in Frankreich – eine schwierige Liebesbeziehung https://de.camperstyle.net/hundestraende-in-frankreich/ https://de.camperstyle.net/hundestraende-in-frankreich/#comments_reply Wed, 09 Jan 2019 04:56:47 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=65938 Frankreich ist für mich immer noch das gelobte Hundeland. Die meisten Franzosen sind ausgesprochen hundefreundlich und sehr entspannt im Umgang mit dem Vierbeiner. Allerdings schließt das nicht automatisch ein, dass du deinen Hund mit an den Strand nehmen darfst. Im Folgenden berichte ich dir von den Regelungen.

Ein einheitliches Gesetz, ob und wann Hunde an den Strand dürfen, gibt es in Frankreich nicht. Jede Gemeinde legt das selbst fest. In der Regel findest du am Strandzugang entsprechende Schilder vor. Manche Schilder untersagen dir zum Beispiel das Betreten zu bestimmten Tageszeiten. In vielen Gemeinden ist der Strand für mehrere Monate komplett für Hunde gesperrt. Manchmal ist auch nur der bewachte Strandabschnitt für deine Fellnase verboten und auf dem wilden Strand daneben wirst du mit Hund toleriert.

Vielerorts herrscht Leinenpflicht: „Uniquement tenus en laisse“, „Nur an der Leine erlaubt“, lautet dann der Hinweis. Außerhalb der Hauptreisemonate wird an vielen Orten der Hund am Strand toleriert. Je touristischer ein Ort ist, desto länger geht die Saison. Grundsätzlich rate ich dir, wenn möglich, die Hauptreisemonate der Franzosen, Juli und August, zu meiden, wenn du mit Hund ans Meer willst. Falls du nicht am Strand liegen, sondern spazieren gehen willst, weiche auf die Morgen- oder Abendstunden aus. Hier bei uns in der Manche zum Beispiel triffst du vor 10 Uhr keine Badegäste an und hast in der Regel den Sandstrand für dich alleine.

Grundsätzlich gilt: Diese Regelungen sind permanenten Änderungen unterworfen. Ein neuer Bürgermeister oder das Bemühen der Gemeinde, das begehrte Label „Pavillon Bleu“ (das für sauberes Badewasser und besondere Umweltbemühungen verliehen wird) zu erhalten, kann dazu führen, dass ein Strand zur Tabuzone für Hunde wird.

Du wirst aber in vielen Orten in Frankreich feststellen, dass die Franzosen selbst Verbotsschilder eher als Angebot wahrnehmen, das schlichtweg ignoriert wird. (Ob du dem Vorbild der Franzosen folgen willst, musst du selbst entscheiden. Als ich noch nicht in Frankreich gelebt habe, war es völlig undenkbar, mich als Tourist einfach über Verbote hinweg zu setzen. Nach zwei Jahren im Land bin ich definitiv französischer geworden 😊).

Was erwähnt werden sollte: Längst nicht mehr wird überall großzügig über gelebte Anarchie hinweggesehen. Die Stadt Saint-Malo in der Bretagne hat dem „Volkssport“ von Einheimischen und Touristen, Hundeverbote am Strand nicht einzuhalten, den restriktiven Kampf angesagt. Auch von anderen Orten ist bekannt, dass die Strände in den Sommermonaten mittlerweile kontrolliert werden und Hundehalter wirklich nicht an den Strand kommen.

Wie finde ich heraus, ob ein Strand ein Hundestrand ist?

Zum einen kannst du dich beim Rathaus deines Ferienortes erkundigen, ob und wann Hunde an den Strand dürfen. Auch die Tourist-Infos der Regionen haben zum Teil eine Übersicht über die Strände, die Hundestrände sind. Zum anderen kannst du auf einschlägigen französischen Seiten nachschauen. Aber Achtung: Nicht immer sind die Daten wirklich aktuell. Aber einen ersten Anhaltspunkt kannst du dir mit diesen Webseiten verschaffen:

Das Team von Plages.tv bereist nach eigenen Angaben alle französischen Küsten. Auf der Seite kannst du nach Region und Vorlieben filtern. Wenn du nach Hundestränden suchen willst, klickst du im Menü auf das Hundesymbol für „plages autorisées aux chiens“. Bei jedem einzelnen Strand ist genau angegeben, wie der Strand beschaffen ist (zum Beispiel sable, Sandstrand), ob der Strand frequentiert ist, wie der Zugang ist. Wenn ein grünes Häkchen bei Chiens autorisés steht, musst du in der Regel keine Einschränkungen befürchten.

Eine weitere Recherchequelle ist die Seite Animaux sur la Plage, die ebenfalls laufend aktualisiert wird. Hier kannst du auf der interaktiven Karte deinen Wunschort anklicken und bekommst angezeigt, ob dein Hund dich begleiten darf oder nicht.

Diese Vokabeln solltest du im Zusammenhang kennen:

  • Plage interdite aux animaux pendant l’été – Strand, an dem im Sommer Tiere verboten sind
  • Plage autorisée aux animaux – Strand, an dem Tiere zugelassen sind
  • Plage avec espace autorisé aux animaux – Strand mit einem Teilbereich, an dem Hunde zugelassen sind
  • Plage autorisée aux animaux à certains horaires – Strand, an dem Tiere zu bestimmten Zeiten zugelassen sind (zum Beispiel vor 9 Uhr und nach 19 Uhr).

Umsicht und Rücksicht – eine Selbstverständlichkeit

Auch wenn Hunde erlaubt sind, Umsicht und Rücksicht auf andere Strandbenutzer sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Nimm dir ausreichend Kotbeutel mit, denn öffentliche Spender sind in Frankreich eher die Ausnahme als die Regel. Mülleimer wirst du in den meisten Fällen nur an den Strandzugängen finden. An manchen wilden „sauvages“ Stränden noch nicht einmal das.

Es ist also nötig, dass du deinen Müll wieder mitnimmst und gegebenenfalls auf dem Camping- oder Stellplatz entsorgst.

Wie mit der Leinenpflicht umgehen? Ich handhabe das so, dass ich meine Hunde an der Schleppleine lasse, wenn (viele) andere Strandnutzer unterwegs sind. Mit der Schleppe können die Hunde sich ausreichend bewegen und ich signalisiere gleichzeitig meinem Gegenüber, dass der Hund nicht unkontrolliert auf ihn zurennen kann. Für Menschen, die Angst vor Hunden haben, ist dies ungemein wichtig! Wenn wir früh morgens unterwegs sind (und keiner außer uns da ist) darf es auch ungehemmten Freilauf geben.

Bußgelder – das solltest du wissen

Hundekot nicht aufzusammeln, kostet 68 Euro Strafe, seinen Hund unkontrolliert streunen zu lassen, 35 Euro. Wenn du an einem nicht autorisierten Strand erwischst wirst, kann das ein Bußgeld von 11 Euro zur Folge haben.

Ein Hundestrand in Frankreich bei Ebbe Ein weiter unberuehrter Hundestrand in Frankreich

Die schönsten Hundestrände Frankreichs in beliebten Urlaubsregionen

Ich habe in dieser Zusammenstellung nur Strände aufgeführt, die wirklich das ganze Jahr für dich mit Hund nutzbar sind. Meine persönliche Erfahrung zeigt aber, dass die Halbwertszeit dieser Informationen sehr kurz sein kann. Versuche, dich immer schlau zu machen, bevor du losfährst, ob das alles noch so stimmt.

Natürlich gibt es weit mehr als die von mir hier beschriebenen Strände, auch in der Hauptsaison. In der Nebensaison wirst du meist keine Probleme mit Hund am Strand haben. Und an vielen Urlaubszielen gibt es zwischen den offiziellen und bewachten Badestränden Plätze, an denen es keinen stört, wenn du dort mit deinem Hund unterwegs bist.

Grundsätzlich ist es an der Küste des Atlantiks und am Ärmelkanal entspannter mit Hund als am Mittelmeer. Allerdings musst du hier auf Gezeiten, Wellen und Unterströmungen achten, die für dich und deinen Hund gefährlich werden können.

Hauts-de-France

Du kennst den Film Willkommen bei den Sch‘tis? Das ist der Norden Frankreichs und die Leute sind wirklich so herzlich wie im Film 🙂 Hauts-de-France besteht aus den ehemaligen Regionen Nord-Pas-de-Calais und Picardie. An vielen Stränden hast du hier Gelegenheit, nicht nur Wasserspaß mit deinem Hund zu haben, sondern auch Seehunde zu sehen. In Berck-sur-Mer darfst du mit Hund den Plage des Sternes zusammen mit Hund nutzen. Direkt am Strand liegt der Campingplatz du Halloy. Die Authie-Bucht zwischen Berck-sur-Mer und Fort-Mahon-Plage ist ein Traumziel für Naturliebhaber. Auch in Fort-Mahon-Plage darfst du außerhalb der bewachten Zone mit Hund an den Strand.

Normandie

In der Haute-Normandie wirst du in den Sommermonaten manches Mal Probleme bekommen, einen passenden Strand für dich und deinen Hund zu finden. Denn kennzeichnend für die Region ist die hohe Steilküste. Dazwischen liegen kleine Badebuchten. Kiesstrand ist vorherrschend und meist ist der Zugang für Hunde im Sommer untersagt. Aus meiner facebook-Gruppe waren im Sommer 2018 Urlauber mit Hund in Varengeville-sur-Mer am Strand und total begeistert. Aber Achtung: Die Zufahrt ist nicht fürs Wohnmobil geeignet, es empfiehlt sich im Ort beim Hotel La Terrasse zu parken.

Wenn dir das zu abenteuerlich ist: In Criel-sur-Mer ist ein Strandabschnitt für Hunde zugelassen, es gibt einen Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. An vielen anderen Orten der Haute-Normandie darfst du in den Sommermonaten mit Hund die bewachten Badestrände nicht betreten.

Etwas besser ist die Situation in der Basse-Normandie, schon weil du meist wirklichen Sandstrand vorfindest und mehr Platz am Strand ist. Trotzdem wurden auch hier in den meisten Orten die Regelungen verschärft, selbst in den ruhigsten Gemeinden wurden Strände in der Hauptsaison gesperrt. Am besten suchst du dir einen ruhigen Strand abseits der bewachten Badestrände, wo du in der Regel noch mit Hund alle Freiheiten genießen kannst.  Ein wirklich cooler Strand ist Utah Beach. Hier kannst du Strandurlaub mit Geschichte verbinden. 300 Meter vom Strand entfernt liegt der Campingplatz Utah Beach. Hier wohnt der erste Hund sogar kostenlos. Viele Infos zu den Stränden in der Normandie findest du auf meiner Seite chienNormandie.

Bretagne

In der Bretagne ist es während der Hochsaison ebenfalls schwierig, einen Strand mit Hund zu finden. Immerhin wurde im Finistère aber das ganzjährige Strandverbot für Hunde gelockert und jetzt auf die Zeit vom 1. Juni bis 30. September beschränkt. Die Gemeinden können von dieser Regelung abweichen, müssen aber Zeiten und Abschnitte, an denen Hunde verboten sind, genau definieren. Unter Hundefreunden sehr beliebt ist Kerlouan, wo du mit Hund das ganze Jahr an den Strand kannst. Hier kannst du zum Beispiel auf dem Camping Plage de Meneham einen entspannten Urlaub verbringen. Auch in Roscoff gibt es einige Strände, die für Hunde frei sind. Im Morbihan gilt Plouharel als eine der hundefreundlichsten Städte.

Vendée

In der Vendée gibt es zwei Orte, die ein Toutou-Tourisme haben, eine Touristinformation, bei der du spezielle Infos für deinen Hundeurlaub erhältst. La Tranche-sur-Mer liegt etwas südlich, die Destination Les Sables d’Olonne etwas nördlich im Département. In La Tranche-sur-Mer sind zwei der Strände das ganze Jahr über mit Hund zugänglich, die Plage Flandre Dunkerque und die Plage de la Belle-Henriette. An den übrigen Stränden werden Hunde am Strand außerhalb der bewachten Badezonen und -zeiten  toleriert.  Campingplätze gibt es in La Tranche-sur-Mer mehrere. Besonders hundefreundlich ist der Camping La Grand Vallee .

Charente-Maritime

Das ganze Jahr über an den Strand darfst du etwas nördlich von Royan, an die Côte Sauvage bei La Tremblade. Offiziell gilt Leinenpflicht und du darfst nicht in die bewachten Badezonen. Im angrenzenden Wald findest du mehrere Campingplätze. Wenn du es ruhig und ohne Animation magst, könntest du auf dem Campingplatz Camping Atlantique Fôret residieren. La Tremblade hat zudem einen Wohnmobilstellplatz.

Aquitaine

Ganz im Süden Frankreichs am Atlantik kannst du an vielen wilden Stränden mit deinem Hund Urlaub machen, abseits der bewachten Badestrände findet sich an vielen Orten ein Plätzchen, wo Hunde geduldet werden. Ein besonders weitläufiger Strand ist Saint Girons Plage. Die Gemeinde Vielle-Saint-Girons hat zudem noch einen Badesee, an den du deinen Hund ebenfalls mitbringen darfst. Der Campingplatz am Strand, Camping Les Tourterelles, lässt zwar nur ein Haustier pro Stellplatz zu, hat aber Hundeduschen und eine Toutou-Bar (eine Hundebar mit Wasser und/oder Leckerlies) für seine vierbeinigen Bewohner.

Pyrénées-Orientales

Dich zieht es eher ans Mittelmeer mit Hund? Dort sind in der Hochsaison viele Strände für Hunde nicht erlaubt, ein paar hundefreundliche Städte habe ich aber doch gefunden. Ganz im Süden etwa Torreilles, das lediglich vorschreibt den Hund an die Leine zu nehmen. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ja, denn einen Haken hat die Sache. Es gibt zwar viele Campingplätze, aber nur die wenigsten sind für den Urlaub mit Hund geeignet. Der eine lässt nur Hunde bis 10 Kilogramm Gewicht zu, der andere hat fast nur noch Mobilhomes auf dem Platz. Am besten bist du wahrscheinlich auf dem Platz Camping les Tropics aufgehoben, der seit 2019 zu Yelloh!Village gehört.

Côte d‘Azur

La Croix Valmer schuf 2017 den ersten offiziellen Hundestrand an der Côte d‘Azur. Das Experiment schien sich für die Gemeinde nicht gelohnt zu haben, seit 2018 sind an ausnahmslos allen Stränden Hunde verboten, auch in der ehemaligen Hundezone. Die benachbarte Gemeinde La Ramatuelle dagegen lässt an allen Stränden Hunde zu. Und mehr Côte d‘Azur als hier kannst du gar nicht haben. Zahlreiche Restaurants und Bars befinden sich direkt am Plage de Pampelonne, der vor allem durch den Film „Und ewig lockt das Weib“ mit Brigitte Bardot weltberühmt wurde. Auch einige der Louis de Funès-Filme wurden hier gedreht. Hier befindet sich auch der legendäre Club 55. Wenn du in Ramatuelle campen möchtest, gibt es einige Campingplätze direkt in Strandnähe, zum Beispiel den familiären Platz Les Eucalyptus.

Verbotsschilder an einem Hundestrand in Frankreich Ein Hund am Hundestrand in Frankreich in D

Mit Hund am Strand in Frankreich – mein Fazit

Wenn du mit Hund am Strand in Frankreich Urlaub machen willst, hast du in der Nebensaison meist keine Probleme, denn hier werden vielerorts Hunde am Strand geduldet. In den Hauptreisemonaten wird es jedoch zunehmend schwieriger, wirklich einen tollen Strand zu finden, der für Hunde zugelassen ist. Explizit für Hunde ausgewiesene Strandbereiche sind rar. Am besten fragst du in der Touristeninformation nach, wie die aktuellen Bestimmungen sind. Ansonsten kannst du dich am Verhalten der Einheimischen und der französischen Urlauber orientieren.

Fotos: (c) Barbara Homolka | www.chiennormandie.de

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Messe-Guide: Tipps für die CMT Stuttgart 2019 https://de.camperstyle.net/messe-guide-tipps-fuer-anfaenger/ https://de.camperstyle.net/messe-guide-tipps-fuer-anfaenger/#view_comments Mon, 07 Jan 2019 05:00:22 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=35883/ Das neue Jahr beginnt für uns gleich mit einem Highlight – die CMT 2019 öffnet in Kürze ihre Tore. Vom 12. bis 20. Januar kannst du in Stuttgart wieder durch die Hallen stöbern und in Camping- und Reiseträumen schwelgen. Wenn du zum ersten Mal auf einer Messe bist, wird es dir so gehen wie uns im ersten Jahr: Blasen an den Füßen, Reizüberflutung und viel zu wenig Zeit!

Um dir das alles zu ersparen, haben wir einen kleinen „Ratgeber“ für Messe-Neulinge erstellt, der dir als Orientierungshilfe dienen soll:

Vorbereitungen

Tickets online günstiger kaufen

Wenn du die CMT-Tickets online kaufst, sparst du als Erwachsener 2 Euro im Vergleich zum regulären Preis (13 vs. 15 Euro), bei der Familienkarte sogar 4 Euro (28 vs. 32 Euro). Ab 15 Uhr, zur Happy Hour, kannst du für 7,50 Euro noch eine schnelle Nachmittagsrunde drehen.

Für Kinder, Schüler, Senioren oder Menschen mit Behinderung gelten Sonderpreise.

Bei der Tageskarte (auch bei der ermäßigten und der Familientageskarte) gilt das Ticket zusätzlich für die Anreise mit den Öffentlichen im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Auf dieser Seite ganz unten kannst du die Anfahrt zur Messe planen: orange-seiten.de/detailansicht/ziel/cmt-die-urlaubs-messe

Bequeme Schuhe tragen

An einem durchschnittlichen Messetag legen wir in der Regel zwischen 10 und 20 Kilometer zurück. Bei euch wird es (hoffentlich) etwas weniger sein, weil ihr (hoffentlich) nicht so viel von Halle 1 nach 5 nach 9 und retour müsst, aber trotzdem kommt auch bei Normalbesuchern so einiges zusammen. Lass also besser die High Heels und schicken Slipper im Schrank und zieh dir was Bequemes an – in dem Getümmel schaut euch eh keiner auf die Schuhe… 🙂

Planen, was du alles sehen willst

Falls du nicht nur zum Bummeln hinfährst, sondern konkret nach etwas schauen oder dir Informationen einholen möchtest, solltest du deine „Aufträge“ unbedingt zuerst abarbeiten. Denn wenn du erstmal anfängst, neugierig durch die Hallen zu schlendern, wirst du von den vielen Eindrücken so überrollt, dass du am Ende gar nicht mehr weißt, warum du eigentlich hier bist…

Planungshilfen findest du auf der Homepage der Messe, unter anderem eine Ausstellerliste und einen Hallenplan, den du dir auch als pdf herunterladen kannst.

Außerdem raten wir dir, genug Zeit mitzubringen. Es gibt wirklich so viel zu sehen, dass ein Tag für die meisten Besucher gar nicht ausreicht. Besser ist es, zwei oder vielleicht sogar drei Tage einzuplanen, damit du dich nicht so hetzen musst oder am Ende frustriert nach Hause gehst.

Anreise zur Messe

Du kannst entweder mit dem Pkw, der Bahn oder per ÖPNV zur CMT anreisen (das Online-Messeticket gilt als kostenlose Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt mit den Verkehrsmitteln des VVS). Das Messegelände liegt verkehrsgünstig direkt am Flughafen und ist auch parkplatztechnisch gut ausgestattet.

Achtung: Bei Anreise mit der S-Bahn kann es wegen der Bauarbeiten am Hauptbahnhof zu Strecken- und Fahrplanänderungen kommen. Hier bitte rechtzeitig informieren!

Umweltzone

Das gesamte Stuttgarter Stadtgebiet wurde zwar 2008 zur Umweltzone erklärt und macht aktuell auch durch Diesel-Fahrverbote von sich reden – die Messe liegt jedoch außerhalb der Verbotszone, sodass du dir bei der Anreise mit dem eigenen Auto oder Camper keine Gedanken machen musst.

Unterkunft

Wer sich von den kühleren Temperaturen nicht abhalten lässt, kann mit dem Camper anreisen und auf dem messeeigenen Stellplatz übernachten. Für 25 Euro pro Nacht mit Strom bzw. 20 Euro ohne Strom residierst du direkt am Ort des Geschehens. Eine Reservierung ist leider nicht möglich, die Anmeldung erfolgt direkt an Tor 1.

Auf dem Gelände ist soweit alles vorhanden, was du zum Campen brauchst – Toiletten, Duschen, Ver- und Entsorgungsstationen. Wenn du Lebensmittel benötigst oder Essen gehen möchtest, hast du für den Transport in die umliegenden Gemeinden oder in die Stuttgarter Innenstadt unter anderem folgende Möglichkeiten:

Neben dem Stellplatz gibt es natürlich auch andere Möglichkeiten, in Stuttgart und Umgebung zu nächtigen. Die Hotels meist schon frühzeitig ausgebucht und die Preise naturgemäß ziemlich saftig, alternativ kannst du dein Glück über Airbnb versuchen. Falls du zum ersten Mal über Airbnb buchst, kannst du über diese Einladung 25 Euro Reiseguthaben abstauben.

Auf der Messe unterwegs

Schnäppchenjagd

Wie auf allen Messen gibt es auch auf der CMT zahlreiche Angebote und Rabatte. Damit du aber nicht in einen unkontrollierten Kaufrausch verfällst (wir kennen genug Leute, die „nur mal schauen“ wollten und mit einem Wohnmobil nach Hause gefahren sind), solltest du vorher genau überlegen, was du wirklich brauchst, und die Preise bei verschiedenen Anbietern vergleichen. Nicht alles, was auf den ersten Blick verlockend aussieht, ist auch wirklich ein Schnäppchen…

Transport der Messe-Beute

Prospekte, Zubehör, Werbegeschenke – während einer Messe häufen sich Berge an Materialien an, die geschleppt werden wollen. Denk also dran, einen kleinen Trolley oder einen großen Rucksack mitzunehmen, damit du alles verstaut kriegst! 🙂

Barrierefreiheit

Die Messe Stuttgart wurde nach eigener Aussage barrierefrei konzipiert und bietet daher jede Menge Möglichkeiten für Menschen mit Handicap:

  • Leih-Rollstühle
  • barrierefreie Aufzüge
  • Behindertentoiletten
  • eigene Parkplätze am unteren Ende des Bosch Parkhauses und im Parkhaus am Eingang Ost
  • barrierefreie Wegführung (mit Plan zum Herunterladen)

Alle weiteren Infos zum Thema Barrierefreiheit findest du auf der Homepage der Messe.

Essen und Trinken

Auf dem Messegelände sind mehrere Restaurants, Cafés und Essensstände angesiedelt, die überwiegend sehr leckere und sättigende Speisen und Getränke anbieten – allerdings auch zu entsprechenden Preisen. Nimm dir daher auf jeden Fall mindestens ein wenig Obst und eine Flasche Wasser mit, damit du dich tagsüber etwas stärken kannst.

Kinder

Die Messe Stuttgart bietet während der CMT eine Kinderbetreuung durch geschulte Pädagog*innen eines externen Kinderbetreuungsservices an. Maximal 20 Minis von 3 bis 9 Jahren können so beschäftigt werden, während die Eltern sich in den Hallen umsehen. Dieser Service kann für bis zu zwei Stunden kostenlos in Anspruch genommen werden.

Hunde

Vierbeiner sind auf der CMT gerne gesehene Gäste, allerdings solltest du dich selbst ganz ehrlich fragen, ob dein Hund dem Stress gewachsen ist. Immerhin rauschen in der Messewoche sicherlich auch in diesem Jahr wieder um die 200.000 Besucher durch die Hallen – das hält nicht jedes Tier aus. Und auch die langen Wege sind für manche Hunde einfach zu viel. Überlege also, ob du nicht einen „Babysitter“ engagieren kannst oder nimm einen kleinen Wagen oder einen Hunderucksack mit, dann kann sich dein Vierbeiner zwischendurch auch mal ausruhen.

Noch Fragen?

Informationen zu weiteren Angeboten und Services (Internet, Geldautomaten, ärztliche Versorgung etc.) findest du im Service-ABC der Messe.

Besuche auch unsere Partner!

Auch ein paar unserer Partner sind auf dem Caravan Salon vertreten. Hier kannst du sie kennenlernen:

Titelbild: (c) Messe Stuttgart (Archivmaterial 2018)

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Gebrauchtes Wohnmobil verkaufen – so gehst du es richtig an https://de.camperstyle.net/gebrauchtes-wohnmobil-verkaufen/ https://de.camperstyle.net/gebrauchtes-wohnmobil-verkaufen/#comments_reply Sun, 06 Jan 2019 05:17:49 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=66061 Wenn du dich für ein neues Wohnmobil entscheidest, stehst du oft vor der Aufgabe, dein altes zu verkaufen. Du kannst es bei einem Händler in Zahlung geben oder dich selbst auf die Suche nach einem Käufer machen. Beides hat seine Vor- und Nachteile und ich möchte dir in diesem Artikel zeigen, welche das sind und worauf du achten solltest.

Wenn du dich entscheidest, dein Wohnmobil selbst zu verkaufen, dann findest du hier alles, was ich beim Verkauf unseres Wohnmobils gelernt habe. Falls du hier gelandet bist, weil du ein Wohnmobil kaufen möchtest, dann empfehle ich dir unseren Ratgeber Wohnmobil gebraucht kaufen.

Selbst verkaufen oder in Zahlung geben?

Wenn du dir ein neues Wohnmobil kaufst, nehmen Händler dein gebrauchtes oft in Zahlung. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich auf jeden Fall, mehrere Händler zu vergleichen. Die erzielbaren Verkaufspreise unterscheiden sich oft deutlich. Der Vorteil dieser Methode ist die Zeitersparnis. Außer ein bisschen herumzufragen, musst du dich um nichts weiter kümmern.

Ein Händler geht jedoch mit dem Kauf eines gebrauchten Wohnmobils ein gewisses Risiko ein. Er muss ja beim Weiterverkauf Gewährleistung geben und deshalb unter Umständen Dinge reparieren – außerdem will er natürlich auch daran verdienen. Das alles senkt deinen Verkaufspreis.

Viele entscheiden sich daher, ihr Mobil privat zu verkaufen. So kannst du oft deutlich mehr Erlös erzielen, musst jedoch auch mehr Zeit und evtl. Geld investieren. Wenn du diesen Weg gehen möchtest, solltest du dir diese Tipps genau durchlesen:

Reparatur und Aufbereitung

Ein sauberes Fahrzeug ohne Dellen und Macken erzielt deutlich bessere Preise als eines, das heruntergekommen aussieht. Reinige dein Fahrzeug also ordentlich von innen und außen. Es kann sich sogar lohnen, den Lack einmal zu polieren. Je neuer und teurer das Fahrzeug, desto wichtiger wird die Reinigung. Vor allem die Komponenten, die direkt sichtbar sind, beeinflussen den Ersteindruck beim Kaufinteressenten.

Viele Menschen unterschätzen diesen Faktor und verkaufen ihr Fahrzeug schmutzig und voller Gebrauchsspuren.

Hat dein Reisemobil Defekte, dann kannst du entscheiden, ob du sie reparierst oder dem Käufer dafür einen Nachlass gibst. Bei älteren Fahrzeugen kann Letzteres durchaus sinnvoll sein. Der Käufer hat vielleicht Erfahrung in der Reparatur und kann sie selbst umsetzen. Auch hier gilt, je neuer und teurer dein Fahrzeug ist, desto eher würde ich es selbst reparieren lassen. Auf jeden Fall aber solltest du offen und ehrlich auf eventuelle Mängel hinweisen, wenn sie nicht fachgerecht behoben wurden!

Sobald dein Fahrzeug dann blitzt und funkelt, geht es an den nächsten Schritt:

Richtig gute Fotos

Auch diesen Punkt messen Verkäufer oft zu wenig Gewicht bei. Und gerade bei Wohnmobilen ist das umso wichtiger. Die potenziellen Käufer kommen oft aus der ganzen Republik und möchten sich vorab möglichst umfassend über das Mobil informieren. Aussagekräftige, schöne Fotos von innen und außen sorgen dafür, dass du viele Interessenten findest und steigern den Preis! Dafür musst du auch kein Fotograf sein oder eine teure Kamera haben. Ein halbwegs aktuelles Smartphone und ein wenig Organisation reichen aus:

  1. Plane, was du fotografierst. Überlege, was dich alles an einem Wohnmobil interessieren würde, wenn du eines kaufen würdest. Diese Details und Merkmale solltest du fotografieren – Schlaf- und Sitzgelegenheiten, Küchenbereich, Bad, Stauräume und -fächer, Fahrerhaus, Sitze, Komfortfunktionen, Markise, Solar, Generator etc. sind in der Regel die entscheidenden Punkte. Außerdem dürfen natürlich Ansichten von außen in verschiedenen Winkeln nicht fehlen.
  2. Licht ist wichtig! Für gute Fotos brauchst du viel Licht. Fotografiere dein Wohnmobil daher tagsüber und draußen. Bei Fotos im Inneren, schalte alle Lampen ein. Achte auch darauf, wo sich auf wichtigen Details zu viele Schatten bilden.Schaue dir die Bilder danach an, ob sie auch scharf sind. Ich sehe immer wieder unscharfe, lieblos dahingeschnodderte Handyaufnahmen. Diese sind absolut ungeeignet, um einen Käufer für dein Fahrzeug zu begeistern.
  3. Prüfe dein Material auf einem größeren Bildschirm. Lade die Bilder vom Smartphone auf den Rechner und schaue sie da noch einmal an – denn oft sieht man erst hier, wenn bei den Aufnahmen etwas schief gelaufen ist. Lade die Bilder immer in höchster Auflösung und Qualität herunter.

►►Mein Tipp: Mache rechtzeitig Fotos von deinem Wohnmobil im „Einsatz“, also beim Campen und am besten in einer schönen Umgebung. Diese Bilder wirken viel besser als langweilige Motive bei wolkenbehangenem Himmel auf der Straße. Gute Urlaubssituationen wecken Emotionen beim zukünftigen Käufer.

Die Ausstattung und der Verkaufstext

Jedes Austattungsmerkmal kann für einen Käufer wichtig sein. Manche sind sogar K.O.-Kriterien für oder gegen den Kauf. Fotografiere diese nicht nur, sondern notiere sie dir ganz bewusst und liste sie im Verkaufstext auf. Auch hier gilt: viel hilft viel. Oft fällt es schwer, spontan aufzuzählen, was das eigene Wohnmobil so an Features zu bieten hat. Schließlich hat man viel Zeit darin verbracht und so manche tolle Sonderausstattung ist „normal“ geworden.

Vielleicht klappt das besser, wenn du dich einfach in dein Mobil setzt, es von vorn bis hinten betrachtest und überlegst, welche Features du so genutzt hast. Dabei fallen dir sicher viele Punkte ein, an die du vorher nicht gedacht hast. Frage auch deinen Partner und/oder andere Mitreisende. Es kann ratsam sein, dir andere Verkaufsanzeigen durchzulesen um zu sehen, was dein WoMo evtl. noch an Merkmalen besitzt.

Aufrüstungen und Nachrüstungen sowie alle Reparaturen solltest du am besten mit Rechnungen bzw. Quittungen nachweisen können. Auch das steigert den Verkaufspreis.

Den richtigen Preis finden

Wenn du noch keinen Preis im Kopf hast, dann schau dich einfach auf den gängigen Verkaufsplattformen um und suche dein Fahrzeug. Damit hast du schon einmal einen Ansatzpunkt. Da es bei Wohnmobilen unzählige Ausstattungsvarianten, Erweiterungen, Grundrisse etc. gibt, variieren die Preise sehr stark.

Suche dir ähnliche Fahrzeuge, damit du einen ersten Preis für dich festlegen kannst. Schau dann, ob das Mobil Features besitzt, die eine Preiserhöhung aus deiner Sicht rechtfertigen. Auch kannst du mit dem Preis durchaus noch 10 bis 20% höher gehen um Verhandlungsspielraum zu haben.

Gerade wenn du Zeit hast zum Verkaufen, kommst du so dem idealen Preis sehr nahe.

Es gibt auch von Schwacke eine Bewertungsliste für Wohnmobile. Leider habe ich diese nicht online gefunden, aber vielleicht gibt Schwacke ja telefonisch dazu Auskunft. Dieses Unternehmen führt regelmäßig aktualisierte Listen über den Wert gebrauchter Fahrzeuge. Du findest die Firma hier: schwacke.de

Meiner Erfahrung nach solltest du immer einen Preis auf Verhandlungsbasis festlegen. Viele Menschen wollen noch ein wenig feilschen und so gehen am Ende beide Seiten als Gewinner aus dem Verkauf. Optional kannst du auch einen Gutachter zu Rate ziehen. Damit fehlt mir persönlich allerdings bisher die Erfahrung.

Wo biete ich mein gebrauchtes Wohnmobil zum Verkauf an?

Die meisten Wohnmobile werden in Deutschland wohl über Autoscout24 sowie mobile.de, ebay.de und ebay-kleinanzeigen.de verkauft.

Bis auf eBay kannst du dein Wohnmobil auf allen Plattformen als Privatperson kostenlos einstellen. Wenn du es bei mobile.de einstellst, landet es auf Wunsch zugleich bei eBay Kleinanzeigen. eBay verlangt für eine Auktion dagegen Gebühren.

►►Mein Tipp: Stelle dein Mobil auf möglichst viele Börsen online. Vergiss dabei die sozialen Medien nicht. Gerade auf Facebook gibt es unzählige Camping- und Wohnmobil-Gruppen, in denen man teilweise auch Verkaufsangebote teilen darf. Lies dir vorher aber immer kurz die Regeln der Gruppe durch, ob das erlaubt ist.

Hast du deine Anzeigen für dein Fahrzeug online, wird es nicht lange dauern, bis die ersten Anrufe reinkommen. Oft melden sich zuerst Händler. Entweder ist dein Angebot sehr günstig und sie kaufen sofort. Oder sie versuchen dich durch Argumente im Preis zu drücken. Lass dich hier nicht verunsichern. Händler wollen am Wohnmobil etwas verdienen. Also kaufen sie günstig ein und verkaufen mit einem Aufschlag. Wenn der Händler deinen Preis bezahlen will, super. Wenn nicht, sag erstmal nein.

Das Verkaufsgespräch

Plane dir Zeit dafür ein. Ich habe für Vor-Ort Gespräche bei wirklichem Interesse teilweise 2 bis 4 Stunden benötigt. Lass dich mit potenziellen Problemen oder Macken deines Fahrzeugs, die den Preis drücken sollen, nicht unter Druck setzen. Sag auch mal nein, denn schließlich wird hier kein Neuwagen verkauft.

Die Probefahrt

Vermutlich wird ein Kaufinteressent auch eine Probefahrt machen wollen. Dazu sollte das Wohnmobil natürlich angemeldet sein. Das Risiko bei einem Unfall liegt dann bei dir. Ich rate dir, bei Probefahrten immer selbst mitzufahren, denn bei dieser Gelegenheit sind schon Mobile entwendet worden.

Wer sehr vorsichtig ist, kann sein Fahrzeug auch vor der Probefahrt abmelden. Dann muss der potenzielle Interessent ein Kurzzeitkennzeichen mitbringen. Das schreckt sicherlich den Einen oder Anderen ab.

Ich habe die Experten von unserem Partner RMV zu diesem Thema gefragt und RMV-Geschäftsführer Dieter Scheffler rät Folgendes:

Seien Sie immer bei einer Besichtigung anwesend. Vor allem sollten Sie vor einer Probefahrt sicherstellen, dass Sie keine Einschränkungen des Fahrerkreises im Versicherungsvertrag haben. So stellen Sie sicher, dass es zu keinen Komplikationen mit Ihrer Versicherung bei einem Schaden durch einen Interessent kommt.

Der Kaufvertrag

Wenn man als Privatperson ein Wohnmobil verkauft, kann man jegliche Gewährleistung, Garantie und Rückgabe ausschließen. Das verhindert jedoch nicht, dass du dem Käufer die Wahrheit über alle Merkmale und Mängel am Wohnmobil mitteilen musst. Denn ein Kaufvertrag kann bei nachweislicher Falschinformation durchaus angefochten werden.

Ich nutze für den Verkauf die Vorlage vom ADAC, die uns bisher bei zwei Käufen und einem Verkauf gute Dienste geleistet hat. Du findest sie hier.

Wohnmobil beim Verkauf abmelden?

Jetzt stellt sich noch die Frage, wie es sich mit der Versicherung nach dem Verkauf verhält. Ab und an fordern Käufer, dass das Wohnmobil angemeldet bleibt, damit sie damit zur Zulassungsstelle fahren können. Oft wird ein Satz wie dieser im Kaufvertrag benutzt:

Fahrzeug wurde mit Kennzeichen übergeben – Käufer ist dazu verpflichtet unverzüglich das Fahrzeug abzumelden und Versicherung des Käufers übernimmt anfallende Schäden

Das ist jedoch falsch. Bis zur Abmeldung steht IMMER der Verkäufer in der Haftung. Wenn bei der Fahrt zur KfZ-Behörde ein Unfall passiert, dann hast du als Verkäufer Pech. Auch hier habe ich bei den Experten der RMV nachgefragt, die sich ja mit solchen Knackpunkten auskennen. Dieter Scheffler rät zur Vorsicht:

„Leider ereignen sich immer wieder Fälle, in denen es zu Komplikationen durch die Abgabe mit angemeldeten Fahrzeugen nach einem Verkauf kommt. Aus diesem Grund sollten Sie ihr Wohnmobil nur abgemeldet an den neuen Eigentümer übergeben. Weisen Sie schon bei der Besichtigung oder spätestens bei Vertragsabschluss darauf hin, dass er sich um den Abtransport mit Kurzkennzeichen oder roten Nummer kümmern sollte.

Ich bin beim letzten Mal mit dem Käufer und dem Wohnmobil zusammen auf die KfZ-Stelle gefahren, wo es durch mich abgemeldet durch den neuen Besitzer angemeldet wurde. Das ist aus meiner Sicht der sicherste Weg, um eventuellen Schwierigkeiten vorzubeugen.

Vorsicht vor Betrug

Zum Glück haben wir selbst so etwas noch nicht erlebt, ich möchte aber trotzdem vor den folgenden Maschen warnen, die beim Verkauf deines Wohnmobils angewendet werden könnten:

  • Fahrzeugschein vorab: Manche Kaufinteressierte wollen vorab den Fahrzeugschein per E-Mail zugeschickt bekommen, um zum Beispiel die Versicherung zu checken. Achte beim Versenden darauf, nur die eine, für die Versicherung relevante Seite zu versenden und das komplette Dokument. So haben es Fälscher schwerer.
  • Scheckzahlung: Manchmal wird auch mit Scheck bezahlt, der dann unter Umständen nicht gedeckt ist. Oder der Scheck ist höher als der Preis und die Differenz soll dann von dir zurücküberwiesen werden. Auch hier ist allerhöchste Vorsicht geboten!

Fazit

Wenn du dein Wohnmobil optisch in Schuss bringst, gute Fotos mit viel Licht und den richtigen Details machst und alles wesentlichen Punkte ausführlich und wahrheitsgemäß beschreibst, hast du gute Chancen, deutlich mehr Geld zu bekommen als beim Händler.

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Was bringt dir die ADAC CampCard? Wir geben dir einen Überblick https://de.camperstyle.net/adac-campingcard/ https://de.camperstyle.net/adac-campingcard/#comments_reply Sat, 05 Jan 2019 05:42:54 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=64328 Du willst im Urlaub nicht jeden Cent umdrehen und trotzdem sparen? Dann bist du hier genau richtig! Wie schon in den anderen Artikeln dieser Serie, geht es wieder um eine der beliebten Campingrabattkarten. Heute nehme ich die Karte des wohl bekanntesten Automobilclub Deutschlands unter die Lupe: Die ADAC CampCard.

Was verbirgt sich hinter der ADAC CampCard und was beinhaltet sie?

Wie es sich für eine Campingrabattkarte gehört, kannst du mit ihr auf dem Campingplatz jede Menge finanzielle Vorteile erzielen. Doch natürlich haben nicht alle Campingkarten die gleichen Pluspunkte. Die eine dient zusätzlich zu den Rabatten als Identitätsnachweis, die andere beinhaltet eine Haftpflichtversicherung. Bei manchen Rabattsystemen lässt sich in der Hauptsaison sparen, bei anderen nur in der Nebensaison. Doch wie sieht es denn jetzt bei der ADAC CampCard aus?

Ich denke, dass jedem das Verkaufsprinzip „Kauf‘ 3, zahl‘ 2“ geläufig ist. Und genau so geht es mit der ADAC CampCard. Bist du Besitzer einer ADAC CampCard und besuchst einen der ADAC-CampCard-Teilnehmercampingplätze, zahlst du für deinen 7-tägigen Aufenthalt lediglich den Preis für 6 Tage. Und nein, das Angebot gilt nicht nur für den einwöchigen Urlaub! Auch 14 Tage zum Preis von 12 oder 21 für 18 sind eine Option.

Einige Camping- und Stellplätze bieten für ADAC CampCardbesitzer spezielle Sonderdienste, zum Beispiel kostenlose Brötchenlieferungen am Morgen, gratis Fahrradverleih und nicht zu verachtende Vergünstigungen auf das Wellnessprogramm, Weinkäufe oder Surfkurse. Mit diesen Beispielen wirbt der ADAC für seinen treuen Campingbegleiter. Ich finde es in der Tat sehr entspannend, wenn mir morgens jemand die Frühstücksbrötchen vorbeibringt, während ich schon mit meinem Kaffee in der Sonne sitze, du nicht auch? Doch dafür musst du erst einmal Besitzer der gelben Karte sein.

Wie bekommst du eine ADAC CampCard und was kostet sie?

Wie es auch bei anderen Anbietern üblich ist, erscheinen einmal jährlich die neuen ADAC Campingführer. Diese kannst du als klassisch gebundene Version für 22,80 € im ADAC Onlineshop oder bei Amazon bestellen.

Für diesen Preis bekommst du die jeweils aktuelle Version für die Länder Frankreich, Spanien, Portugal und die Schweiz oder Italien, Kroatien, Österreich und Slowenien. Die beiden Campingführer sind natürlich nicht die einzigen. Je nachdem, wo du gerne Urlaub machst, benötigst du den passenden Reiseführer. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du ihn finden wirst. Falls du gerne Platz im Auto sparst, gibt es die ADAC Campingführer und Stellplatzführer App. Diese bietet für knapp 9 € alle Vorteile, die auch die gebundenen Fassungen mit sich bringen.

Egal für welche Variante du dich entscheidest, die ADAC CampCard und ihre Vorteile sind jeweils inklusive. Kaufst du das Pakets am Anfang des Jahres, ist die CampCard 1 Jahr lang gültig. Kaufst du den Campingführer erst nach Anbruch der Saison, ist die enthaltene CampCard noch bis zum Erscheinen des nächsten Reiseführers gültig.

In welchen Ländern gibt es Campingplätze, auf denen die ADAC CampCard genutzt werden kann?

Die Zahl der teilnehmenden Plätze erschlägt mich fast. In 36 europäischen Ländern findest du die insgesamt 16.000 vom ADAC geprüften Camping- und Stellplätze, die deine ADAC CampCard akzeptieren. Unter den beliebtesten Urlaubsdomizilen der ADAC CampCardbesitzer befinden sich Deutschland, Italien, Frankreich, Kroatien und Spanien. Ob auch dein gewünschtes Urlaubsland dabei ist und wie viele Campingplätze die CampCard dort akzeptieren, kannst du ganz bequem über das Internet herausfinden oder auf die traditionelle Art und Weise des Blätterns.

Auf dem neuen ADAC-Campingplatzportal PiNCAMP und in der Campingführer-App findest du alle Länder in chronologischer Reihenfolge, in denen sich zumindest ein Campingplatz befindet, der dir die Vorzüge der ADAC CampCard gewährt.

Was du noch wissen solltest

Wie es bei fast allen Rabattkarten der Fall ist, ist die ADAC CampCard personalisiert. Das heißt, sie ist nur gültig, wenn sie vollständig ausgefüllt ist. Solltest du sie nicht wie vorgesehen ausgefüllt haben, ist kein Campingplatzbesitzer oder Platzwart dazu verpflichtet, dir die Preisnachlässe zu geben. Also aufgepasst, bloß nichts übersehen!

Hast du alles richtig ausgefüllt und es kommt trotzdem einmal dazu, dass ein Campingplatz deine Karte nicht akzeptieren will, kannst du dich per Email an campcard@adac.de wenden. In diesem Fall kümmern sich die Mitarbeiter der zuständigen ADAC-Abteilung darum und sorgen dafür, dass du deine Rabatte bekommst.

Gibt es Alternativen zur ADAC Campcard?

Eindeutiges Ja! Es gibt jede Menge Alternativen von den unterschiedlichsten Anbietern, mit den verschiedenen Vorteilen. Solltest du dich auch für eine der anderen Rabattkarten interessieren, kannst du gerne anhand dieser Artikelserie einen Vergleich ziehen und entscheiden, welche Karte für dich die richtige ist. Bereits veröffentlicht sind die Artikel zu der „ACSI Card“ und der „Camping Card International“. Doch auch die Mitgliedschaft bei dem DCC (Deutscher Camping Club) bringt einige Vorteile mit sich.

Fazit

Überwältigend ist die schier unglaubliche Zahl der Camping- und Stellplätze, die mit dem ADAC kooperieren und dich deinen Urlaub zum ADAC Vorteilspreis verbringen lassen. Allerdings, und das ist nur meine persönliche Meinung, gibt es Rabattkarten von anderen Anbietern, die andere, mehr oder ebenfalls sehr bemerkenswerte Vorteile mit sich bringen. Die ADAC CampCard ist kein zum Reisepass adäquater Identitätsnachweis für den Campingplatz. Sie bietet zudem keine Haftpflichtversicherung und auch die finanziellen Vorteile sind in der Gegenüberstellung mit anderen Rabattkarten nicht außergewöhnlich hoch.

Was die Karte in erster Linie interessant macht, ist ihr günstiger Preis für die wirklich riesige Zahl an teilnehmenden Campingplätzen, die dich auch während der Hauptsaison zu einem vergünstigten Preis campen lassen.

Ob die ADAC CampCard für dich passend ist oder nicht, richtet sich – genau wie bei allen anderen Rabattkarten – nach deinen Interessen und Urlaubswünschen.

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Überblick über die ADAC CampCard verschaffen und dir deine Entscheidung erleichtern. Allzeit gute Fahrt und einen erholsamen Urlaub!

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Die besten Camping-Reiseziele fürs ganze Jahr – mit Platzempfehlungen! https://de.camperstyle.net/camping-reiseziele-ganzes-jahr-campingplaetze-empfehlungen/ https://de.camperstyle.net/camping-reiseziele-ganzes-jahr-campingplaetze-empfehlungen/#comments_reply Thu, 03 Jan 2019 05:17:07 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=63215 Reiseinspirationen für jeden Monat

Überlegst du auch schon fleißig, wo du deinen nächsten Urlaub verbringen könntest? Hast du deine Urlaubstage bereits verplant? Falls du noch etwas Inspiration für eine passende Destination für deinen nächsten Camping-Trip brauchst oder du dich fragst, welche Region sich in welchem Monat besonders gut eignet, haben wir einige Ideen zusammengetragen, um deine Urlaubsplanung zu erleichtern:

Januar: Österreich

Österreich ist im Januar ein Paradies für alle Schneehasen. Ob Ski- oder Snowboardfahren, Rodeln, Wanderungen durch die Winterlandschaft oder gewagtere Touren – es gibt für jeden Geschmack das richtige Angebot. Einige Wintersport-Orte verfügen neben dem umfangreichen Angeboten an Unterkünften für jeden Geschmack und jedes Reisebudget auch über Campingplätze, zum Teil mit luxuriöser Ausstattung, wie Wellness- und Fitnessbereiche. In Sölden im Ötztal kannst du um Beispiel fast direkt vor deinem Camper die Skier anschnallen…

Ein Tier in den Bergen von Oesterreich Das Camping Reiseziel Oesterreich bietet traumhafte Ausblick auf die Berge Oesterreich ist das perfekte Camping Reiseziel fuer Skifahrer Ein Skilift ueber den Wolken in Oesterreich

Fotos: (c) Alexandra Ramthun

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Camping Sölden: Kinder- und hundefreundlicher Platz mit Fitness- und Wellnessangebot in traumhafter Lage. Für Wintersportler stehen Skilift, Loipe, Skibus und Trockenraum fürs Equipment zur Verfügung.

Grubhof Camping im Salzburger Land: Ebenfalls mit Wellness- und Fitnessbereich ausgestattet ist der Campingplatz Grubhof, der inmitten der Berchtesgadener Alpen liegt und ein wunderschönes Panorama für Aktive und Erholungssuchende bietet.

Alpencamping Nenzing: Ganz in der Nähe der Grenze zu Liechtenstein findet sich dieser weitere tolle Platz mit umfangreicher Ausstattung und breitem Freizeitangebot für Winter- wie auch Sommergäste. Kleiner Hinweis für Verliebte: Hier kann sogar geheiratet werden! 🙂

Februar: Schweiz

Die Schweiz gilt im Februar als schneesicher und bietet unzählige zauberhafte Orte mit Skigebieten für jedes Niveau. Die Berghütten laden zum gemütlichen Fondue-Essen ein und die verschneite schweizerische Bergwelt zieht wohl jeden in ihren Bann. Viele Orte bieten auch für Gäste, die es nicht auf die Skipisten zieht, ein abwechslungsreiches Programm mit Rodel- und Eislaufbahnen, Loipen, Wanderwegen und vielem mehr. Auch in der Schweiz gibt es Wintersport-Orte mit Campinginfrastruktur, zum Beispiel Arosa in Graubünden.

Ein Camping Reiseziel mit Blick auf die Berge Die Schweiz ist das perfekte Camping Reiseziel zum Skifahren Blick auf die verschneite Landschaft in der Schweiz Wintercamping im Schnee bietet das Camping Reiseziel Schweiz

Fotos: (c) Janina Hölscher

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Camping Arosa, Graubünden: Uriger kleiner Platz auf 1.800 Metern Höhe mit eigener Skipiste und vielen weiteren Pisten in der näheren Umgebung. Hunde sind willkommen, geöffnet ist der Platz von Juni bis April. Übrigens: Im Sommer gibt es zwar keinen Schnee, dafür aber attraktive Vergünstigungen mit der platzeigenen All-Inklusive-Card!

Manor Farm 1, Berner Oberland: Ob im eigenen Camper oder in einer der Mietunterkünfte – auf diesem 5-Sterne-Campingplatz im Berner Oberland, direkt am Thunersee, kannst du die Seele baumeln lassen oder in wunderschöner Natur deinen Hobbys nachgehen.

Camping Eienwäldli, Zentralschweiz: In der Nähe des Ortes Engelberg in der Zentralschweiz liegt der Camping „Eienwäldli“ mit Sporthotel. So niedlich der Name auch klingen mag, der Platz wartet mit einer Top Ausstattung auf und bietet neben Wintersportmöglichkeiten auch eine Spa-Anlage, ein Restaurant, ein Café und weitere Annehmlichkeiten.

Noch mehr Wintercampingplätze in Österreich, der Schweiz und Deutschland findest du hier: Wintercamping – Tolle Plätze, tolle Abenteuer

März: Kroatien

Kroatien ist nicht erst seit dem Erfolg der Serie „Game of Thrones“, die teilweise in diesem landschaftlich reizvollen Land gedreht wurde, ein beliebtes Reiseziel. Im März ist es hier noch nicht überlaufen, das Klima ist aber bereits mild. D

as geschichtsträchtige Dubrovnik lädt bei frühlingshaften Temperaturen und durchschnittlich 6 Sonnenstunden pro Tag zu Erkundungstouren ein. An der Küste eignet sich das mediterrane Klima noch nicht unbedingt für echte Strand- und Badetage, dafür aber für Spaziergänge, Stadtbummel und entspannte Stunden im Café, ganz ohne Touristenmassen.

Im beliebten Nationalpark Plitvicer Seen kann es im März noch sehr kühl und niederschlagsreich sein. Vor einem Besuch empfehlen wir dir, die Wetteraussichten für die Region zu prüfen. Campingplätze sind in den touristischen Regionen des Landes in ausreichender Dichte vorhanden und im Frühjahr in der Regel noch nicht überlaufen.

Blick auf eine Stadt in Kroatien bei einer Reise mit dem Camper Aussicht auf Wasserfaelle im Camping Reiseziel Kroatien Sightseeing gehoert bei einem Campingtrip durch Kroatien dazu Blick auf alte Bauten in Kroatien einem tollen Camping Reiseziel

Fotos: (c) D. Majert

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Camping Cikat, Mali Losinj: Ganzjährig geöffneter Platz auf der Insel Mali Losinj, mit toller Lage und direktem Zugang zum Meer (inkl. Lift für mobilitätseingeschränkte Menschen). Für Familien mit Kindern stehen ein riesiger hauseigener „Wasserpark“ mit Rutschen, Kinder-Sanitäranlagen sowie ein Animationsangebot zur Verfügung. Haustiere sind ebenfalls gern gesehene Gäste.

Mon Paradis, RovinjKleiner, beschaulicher Mini-Campingplatz bei Rovinj mit uralten Olivenbäumen. Am Sandstrand, der sich quasi direkt vor der Campertür befindet, gibt es eine Anlegestelle und einen angeschlossenen Bootsverleih. Der Platz ist familienfreundlich, Haustiere sind erlaubt.

Autocamp Sirena, Lokva Rogoznica: Einfacher, aber hübscher und traumhaft gelegener Platz zwischen Split und Makarska an der Festlandküste. Wenn in der Nebensaison noch nicht so viel los ist, kommt beim morgendlichen Blick aufs Meer und die Insel Brač ein richtiges Back-to-the-Roots-Campinggefühl auf.

FKK-Camping: Kroatien ist ein beliebtes Ziel für Naturisten. Die meisten FKK-Campingplätze in Kroatien öffnen allerdings erst im April, aber auf einigen „Textilplätzen“ gibt es kleinere FKK-Bereiche oder angrenzende Strandabschnitte, zum Beispiel am Campingplatz Kovacine auf der wunderschönen Insel Cres.

April: Niederlande

Im Frühling stehen die Niederlande in voller Blüte. Ab März blühen die Krokusse und Narzissen, ab April dann die berühmten Tulpen. Die Masse der Touristen, die inzwischen insbesondere die Hauptstadt Amsterdam übervölkert, ist im Frühjahr noch nicht auf dem Höhepunkt angekommen. Zudem lädt insbesondere der Frühling zu ausgedehnten Radtouren auf den vielen gut ausgebauten Radwegen in dem fahrradfreundlichen Land ein. Für Camper gibt es eine umfangreiche Infrastruktur, ländliche Plätze findest du zum Beispiel über die Stiftung SVR Niederlande.

Die Niederlande sind ein tolles Reiseziel fuer Camper und Wassersportler Fuer Strandliebhaber sind die Niederlande ein tolles Camping Reiseziel Camping am Strand in den Niederlanden Ein Besuch am Strand und Meer gehoert beim Urlaub in den Niederlanden dazu

Fotos: (c) Sandra Meissner

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Camping Vliegenbos, Amsterdam: Nicht unbedingt eine Oase der Ruhe (Fluglärm, in den Ferien viele Jugendliche), aber perfekt gelegen für Amsterdam-Erkundungen. In 5 bis 10 Fahrminuten erreicht man das Stadtzentrum (ca. 3 km), der Platz selbst befindet sich in einem Wald und bietet neben Stellflächen für Wohnmobile und Wohnwagen auch Zeltplätze, Trekkinghütten, eine Gruppenunterkunft und ein „Camping-Hotel“ aus Zelten.

Strandcamping Groede, Zeeland: Sehr schöner Platz zwischen Deich und Fischweiher, naturnah angelegt und in unmittelbarer Strandnähe. Kinder können sich auf dem Spielplatz oder bei der Animation austoben, während die Eltern ihrem Sportprogramm (z.B. Beachvolleyball, Golf) nachgehen. Und natürlich darf im fahrradverrückten Holland auch der Radverleih nicht fehlen. Haustiere sind erlaubt.

De kleine Wolf, Overijssel: Ein weiterer Platz, der vor allem von Familien mit Kindern immer wieder empfohlen wird. Neben Badelandschaft, Hallenbad, Spielplätzen (inkl. Indoorspielplatz für schlechtes Wetter) gibt es ein Tiergehege mit Hirschen, Ziegen, Emus, Hühnern und Wallabys, die sich gerne füttern und streicheln lassen. Hunde sind ebenfalls herzlich willkommen, allerdings nur in bestimmten Bereichen.

Camping Corfwater, Nordholland: Hundefreier Platz direkt am Meer. Zahllose Radwege führen durch die nahegelengenen traumhaften Blumenfelder (angeblich die schönsten der Niederlande) sowie durch Wälder und über Dünen und Deiche.

Mai: Ostsee

Im Mai herrscht an der Ostseeküste noch Nebensaison und die endlosen Sandstrände verlocken zu Spaziergängen und mit etwas Wetterglück auch schon zu einem erfrischenden Bad. Egal ob Usedom, Rügen, Fehmarn oder die dänische Ostseeküste – überall kannst du schon auf sonnige und warme Tage hoffen, ohne überfüllte Campingplätze, Thermen oder Restaurants. Besonders schön soll das Camp Langholz in Waabs, nördlich von Eckernförde sein. Hier kannst du unter anderem Seekayaks mieten und die Ostseeküste vom Wasser aus erkunden, ohne dabei selber nass zu werden.

Blick auf das Meer am Camping Reiseziel Ostsee Blick auf das Meer an der Ostsee Ein Steg an der Ostsee ein tolles Reiseziel fuer Camper

Fotos: (c) Alexandra Ramthun

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Camp Langholz, Waabs: Besonders schön und naturnah angelegt ist das Camp Langholz in Waabs, nördlich von Eckernförde. Hier kannst du unter anderem Seekayaks mieten und die Ostseeküste vom Wasser aus erkunden, ohne dabei selber nass zu werden.

Regenbogen Prerow, Fischland-Darß-Zingst: Eigentlich ist die Ferienanlage Regenbogen in Prerow ein riesiger Platz: Fast 800 Stellflächen werden hier für Urlauber bereitgehalten, mehr als 400 für Dauercamper. Doch wer den Campingplatz betritt, hat das Gefühl, mitten in der Natur unterwegs zu sein. Zur einen Seite die Dünen, in denen man in der Nebensaison vielleicht noch ein Plätzchen ergattern kann, zur anderen schattenspendende, teils sehr alte Bäume. Weitere Pluspunkte: Mülltrennung und Umweltschutz werden sehr ernst genommen, der Strand grenzt direkt an den Campingplatz an und an einem speziellen Abschnitt dürfen auch Hunde mit ans Meer.

Surfcenter Wustrow: Keinen klassischen Campingplatz, aber einen günstigen Wohnmobil- und Wohnwagenstellplatz mit allen Annehmlichkeiten (WC, Dusche, Strom, Kiosk) sowie coolen Nachbarn und direktem Strandzugang findest du an der Surfschule Wustrow. Für kurze Aufenthalte und/oder preisbewusste Camper und Surffans sehr gut geeignet. Bei längeren Urlauben könnte es aufgrund der beengten Stellflächen und der Durchgangsstraße (Platz liegt direkt an der L21) eventuell etwas ungemütlich werden.

Campingplatz Drewoldke, Altenkirchen: Fast wie Wildcamping: In dieser wunderbaren, naturbelassenen Anlage campst du hinter einer Düne und hast direkten Zugang zum langgestreckten Naturstrand. Wer im Urlaub nicht nur chillen möchte, kann Windsurf-Kurse besuchen oder auf dem nahegelegenen Golfplatz sein Handicap verbessern. Auf dem Platz selbst kannst du dich im Kiosk oder am Imbiss mit dem Wichtigsten versorgen.

Juni: Norwegen

Skandinavien ist ein Camping-Paradies und Norwegen bietet dazu spektakuläre Landschaften soweit das Auge reicht. Im Juni ist Mittsommer, die Pässe sind in der Regel bereits schneefrei und die Haupt-Reisezeit für das Land hat noch nicht begonnen. Ideale Voraussetzungen für einen tollen Camping-Urlaub. Insbesondere in den etwas entlegeneren Regionen findest du in Norwegen viele kleine, ländlich und ruhig gelegene Campingplätze mit einfacher Infrastruktur. Die beeindruckenden, türkisblauen Fjorde, begrenzt von steil aufragenden Bergen kannst du an der gesamten Nordseeküste entlang bewundern. Je weiter du in den Norden fährst, desto einsamer wird es.

Eine Strasse im Camping Reiseziel Norwegen Fantastische Aussichten sind in Norwegen garantiert Eine traumhafte Landschaft in Norwegen einem Reiseziel fuer Camper Ein kleiner Ort an einem Fjord in Norwegen Blick auf den Sonnenuntergang beim Camping Reiseziel Norwegen

Fotos: (c) Alexandra Ramthun

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion:

Camping Trollveggen, Åndalsnes: Am Fuße einer majestätischen Berglandschaft, mit einem rauschenden Bach und einem Wanderweg direkt vor der Campertür – dieser Campingplatz könnte nicht idyllischer liegen. Der Platz selbst ist einfach, aber hervorragend in Schuss. Er eignet sich auch gut als Ausgangspunkt für Erkundungstouren, zum Beispiel in die nahegelegene Städtchen Åndalsnes am Isfjord.

Geirangerfjorden Feriesenter, Geiranger: Dieser Platz in leichter Hanglage bietet eine tolle Aussicht auf Wasser und Berge. Wer sich traut, kann am hauseigenen Badesteg sogar einen Sprung ins kühle Nass wagen. Weniger Abgehärtete können sich vor Ort ein Boot ausleihen und den Fjord erkunden.

Bogstad Camping, Oslo: Schöner Campingplatz an einem großen Badesee. In etwa einer Viertelstunde erreichst du mit dem Auto das Zentrum der Hauptstadt Oslo, trotzdem bist du auf dem Platz selbst von Natur umgeben und es geht – gemessen an der Lage und Größe – meist überraschend beschaulich zu. Unserer Erfahrung nach übrigens ganz im Gegensatz zum nah gelegenen Ekkeberg Camping (http://ekebergcamping.no/), das wir als laut und chaotisch empfunden haben.

Tofterøy Camping, Steinsland: Wunderbarer kleiner und familiärer Platz am Fjord in Steinsland, eine gute Autostunde südöstlich von Bergen. Überwiegend sind hier Dauercamper zuhause, für Tagestouristen stehen ganz wenige Stellflächen direkt am Wasser zur Verfügung.

Nordkapp Camping, Honningsvåg: Wenn du die berühmten Nordlichter sehen möchtest, solltest du diesen Campingplatz am nördlichsten Zipfel des Landes natürlich besser im Winterhalbjahr ansteuern. Aber auch im Sommer sind die Gegend und der Platz mit Blick auf den Fjord überaus charmant. Die Zufahrt wie auch die Stellflächen für Reisemobile sind asphaltiert, der Rest des Platzes fügt sich harmonisch in die arktische Landschaft ein.

Juli: Frankreich

Im Juli beginnt die Hauptreisezeit in Frankreich, diese erreicht normalerweise aber erst im August ihren Höhepunkt. Insofern lohnt es sich in diesem Monat das sommerliche Wetter zu nutzen und die Lavendelblüte im Südosten des Landes zu bewundern oder den Nationalfeiertag am 14. Juli zu zelebrieren. Egal ob die Provence, die Mittelmeerküste oder die Bretagne am rauen Atlantik – Frankreich ist vielfältig und bietet für jeden Reisenden das passende Plätzchen. Routen- und Campingplatz-Vorschläge findest du zum Beispiel hier.

Blick auf einen Leuchtturm am Meer in Frankreich Kunst ist im Camping Reiseziel allgegenwaertig Fahrt mit dem Wohnmobil durch eine Stadt im Camping Reiseziel Frankreich Blick auf den Mont Saint Michel

Fotos: (c) Barbara Homolka, www.chiennormandie.de | Sandra Meissner

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Camping Le Ranch, bei Cannes: Etwas skurril, aber überaus liebenswert ist der Betreiber bzw. die Betreiberin des hübschen kleinen und hübsch angelegten Campingplatzes Le Ranch in der Nähe von Cannes. Hier wohnst du abseits des Treibens an der Cote d’Azur auf einer Anhöhe – mit tollem Blick auf Berge und Küste. Die Zentren von Cannes und Nizza erreichst du dennoch in 15 bzw. 30 Minuten mit dem Auto.

Camping La Presqu’île de Giens, Hyères: Dieser kleine Platz mit 168 Parzellen liegt auf der gleichnamigen Halbinsel Giens, in der Nähe des südfranzösischen Örtchens Hyères, etwa auf halbem Weg zwischen Cannes und Marseille – ein perfekter Ausgangspunkt für Erkundungstouren durch die Provence.

Camping L’Altéa, Vic-la-Gardiole: Parzellen für Wohnwagen und Wohnmobile, Mobil Homes und ein Zeltbereich – auf dem einfachen, aber schnuckeligen Campingplatz L’Altéa in Vic-La-Gardiole bist du gut aufgehoben, wenn du dich dem Trubel der Touristenzentren Palavas und Montpellier entziehen willst. Monpellier ist in 30 Minuten, der Parc National des Cévennes und die Camargue in jeweils ca. einer Autostunde zu erreichen. An die wunderschönen umliegenden Strände kannst du auch bequem radeln.

Camping Le Ranch, Le RozelNoch ein „Le Ranch“, diesmal aber am ganz anderen Ende des Landes: In der Normandie, bei Rozel, parkst du hier deinen Camper mitten im fast naturbelassenen Dünengelände – natürlich mit exklusivem Blick auf den Atlantik. Ein Schwimmbad gibt es auch, aber wer braucht das schon, wenn er das Meer direkt vor der Wohnmobiltür hat?

August: Deutschland

Im August dürfen wir normalerweise selbst in der Heimat mit schönem, beständigen Wetter rechnen. Und bei richtigem Sommerwetter gibt es doch nichts schöneres als die Regionen vor der eigenen Haustür intensiver zu erkunden oder ganz neu kennenzulernen. Die zum Teil kurze Anreise entspannt darüber hinaus die ganze Familie und es gibt wahnsinnig viel zu entdecken in Deutschland. Die Nordseeküste verwöhnt alle Wasserratten, mittelalterliche Städte, wie zum Beispiel Rothenburg ob der Tauber lohnen immer einen Besuch, das Rheingau lockt mit hervorragendem Weißwein und wunderschönen Landschaften und in Bayern reizen Biergärten und tolle Badeseen – um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Darüber hinaus mangelt es nicht an Campingplätzen sowie Ver- und Entsorgungsstationen für Camper. Es gibt unzählige Campingführer für Deutschland, besonders schöne Plätze findest du zum Beispiel bei PiNCAMP, Coolcamping oder Landvergnügen.

Blick auf eine Holzbruecke in Deutschland Ein Strand mit vielen Kitesurfern im Camping Reiseziel Deutschland Mit dem Camper im Reiseziel Deutschland

Fotos: (c) Alexandra Ramthun

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Campingplatz Liepnitzsee, Wandlitz: Nur eine halbe Autostunde von Berlin entfernt, liegt ruhig und mitten im Naturschutzgebiet der Campingplatz Liepnitzsee. Dieser kleine, freundlich geführte und saubere Platz bietet jede Menge Möglichkeiten für Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung – ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto. Am gleichnamigen, ca. 400 Meter entfernten See kannst du im Sommer herrlich baden. Hunde sind auf dem Platz erlaubt und dürfen auch grundsätzlich mit an den See, allerdings herrscht im Naturschutzgebiet Leinenzwang.

Campingplatz Thalkirchen, München: Vorweg – dieser Platz ist nicht gerade ein Ort der Ruhe und der Erholung: Teure Übernachtungspreise, uralte (und teilweise nicht funktionsfähige) Sanitäranlagen, überwiegend kleine Parzellen und nicht nur in der Hauptsaison ziemlich voll. Im Sommer ziehen außerdem in schöner Regelmäßigkeit die traditionellen bayerischen Floße mit Live-Kapelle und angeschickerten, laut grölenden Gästen auf der Isar vorbei.

ABER: Die Lage ist wirklich einmalig! Auf den Randparzellen wachst du mit Blick auf den Fluss auf. Vom Campingplatz aus kannst du mit dem Rad bis in die Münchner Innenstadt düsen, fast der gesamte Weg führt direkt am wunderschönen Isarufer entlang – perfekt auch für morgendliche Spaziergänge oder Joggingrunden. Wenn dir das zu sportlich ist, kannst du auch den Shuttlebus nehmen, der auf der Straße vor dem Campingplatz hält und dich bis zur U-Bahn bringt.

In diesem Artikel findest du ein paar Ideen für eine sommerliche Tour durch München.

Campingplatz Pilsensee, Seefeld: Wenn du schon immer mal Stand-Up-Paddling ausprobieren möchtest, bist du auf diesem Platz definitiv richtig! Hier werden Schnupperkurse, geführte Touren und Leihboards angeboten. Aber auch für andere Bootsfans, Sonnenhungrige oder Badegäste mit Kindern und Hunden ist der Campingplatz Pilsensee mit seinen weitläufige Wiesen und seiner Nähe zu München, dem Ammersee und dem Starnbergersee eine tolle Anlaufstelle.

Ferienparadies Schwarzwälder Hof, Seelbach: Urig und gemütlich, aber trotzdem mit allem erdenklichen Komfort ausgestattet ist der Campingplatz Schwarzwälder Hof. Kinder können sich den ganzen Tag auf dem Abenteuer- oder dem Indoorspielplatz, im Freibad, beim Ponyreiten oder bei der Kinderanimation verngnügen, für die „großen“ Camper stehen Whirlpool, Sauna und ein Wellnessbereich sowie Tennis- und Beachvolleyballplätze, E-Bikes oder ein Erlebnishallenbad bereit. Außerdem kannst du hier deine B96-Führerscheinerweiterung (INT LINK) absolvieren.

Schwarzfelder Hof, Leipheim: Fast den gleichen Namen, aber ein ganz anderes Konzept hat der Schwarzfelder Hof in der Nähe von Günzburg. Hier stehen alle Zeichen auf Naturerlebnis und Bauernhofabenteuer: Die Hoftiere freuen sich nicht nur über Streicheleinheiten, sondern auch über Kinder, die bei der Fütterung mithelfen. Beim Ponyreiten oder beim Toben im Heu dürfen sich die Kleinen mal so richtig auspowern, während die Eltern auf den regelmäßigen Grillabend das Fleisch aus Eigenproduktion verkosten können. Zur Erfrischung empfiehlt sich ein Bad in einem der hauseigenen Baggerseen, auch Angelkarten werden vergeben. Das beliebte Legoland Günzburg ist in 10 bis 15 Autominuten erreichbar.

Strandcamping Waging am See, Chiemgau: Riesige Campingplätze sind ja normalerweise eher nicht so unser Ding, aber dieser ist wirklich etwas Besonderes. Trotz der zahlreichen Gäste genießt du vor allem auf den Parzellen in Seenähe eine eher familiäre Atmosphäre, das Personal ist überaus freundlich und in punkto Freizeitaktivitäten lässt dieser Platz keine Wünsche offen: Von der Morgengymnastik bis zum Fußballgolf und vom Wassersportkurs bis zum Wellness-Verwöhnprogramm. Und auch bei den Nachwuchscampern kommt dank Erlebniswanderungen, Tagesausflügen, Wasserbombenschlachten, Schnitzeljagden oder Radtouren keine Langeweile auf.

Hunde sind nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich willkommen, und dürfen sich auf dem Agility-Platz austoben, auf der Hundeliegewiese relaxen oder sich beim Chiropraktiker in Form bringen lassen. Außerdem steht ein eigener Duschbereich für Vierbeiner bereit.

Camping Kalberschnacke, Drolshagen-Kalberschnacke: Eine Viertelstunde nördlich von Olpe liegt dieser 4-Sterne-Platz zwischen Listertalsperre und Biggesee. Ob mit dem eigenen Wohnwagen oder Wohnmobil, im Zelt, im Schlaffass oder im Mietwohnwagen – hier können sich kleine und große Urlauber wirklich wohlfühlen.

Fürs leibliche Wohl sorgt das platzeigene Restaurant, für den Urlaubsspaß ein buntes Sport- und Freizeitprogramm für Kinder und Erwachsene.  Auch hier steht ein eigener Sanitärbereich für Vierbeiner zur Verfügung.

September: Montenegro

Das mediterrane Klima an der Adria Küste beschert Urlaubern im September einen tollen Reisemonat für Montenegro. Die ganz große Sommerhitze ist in der Regel vorüber, es ist aber noch warm und trocken und viele Touristen sind in dem ohnehin noch als Geheimtipp geltenden Land wieder abgereist. Neben der Küste sind die Hochebenen, Gebirge und Seen die Hauptanziehungspunkte für Urlauber. Campingplätze sind in den touristischen Regionen in ausreichender Dichte verfügbar. 

Fahrt durch das Camping Reiseziel Montenegro Blick auf einen Campingplatz an einem See in Montenegro Blick auf einen Innenhof in einer Stadt in Montenegro Strandliegen am Meer von Montenegro ist ein tolles Reiseziel fuer Camper Tolle Aussichten auf eine Bucht und das Meer in Montenegro

Fotos: (c) CamperStyle

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Auto Kamp Crvena Glavica, Sveti Stefan (keine Webseite, nur über GoogleMaps auffindbar): Dieser Campingplatz ist sehr speziell. Auf der einen Seite liegt er unglaublich schön über einer Bucht, mit Blick auf die Insel Sveti Stefan und mit Zugang zu einem kleinen, einsamen Kiesstrand. Du parkst unter knorrigen Bäumen und hast selbst in der Hauptsaison kaum Nachbarn. Auf der anderen Seite wurde offenbar lange alles vernachlässigt – die Sanitäranlagen sind kaum benutzbar und an der einen oder anderen Stelle sammelt sich Müll an. Wer jedoch darüber hinwegsehen kann, ist hier gut aufgehoben – denn der Platz ist günstig, touristische Hotspots wie Budva, Kotor oder der Lovcen-Nationalpark sind von hier aus gut zu erreichen und gerade bei Sonnenuntergang hast du eine wirklich spektakuläre Aussicht.

MCM Camping Resort, Ulcinj: Neben 50 Parzellen für deinen eigenen Camper kannst du im MCM Camping Resort in der Nähe von Ulcinj auch Unterkünfte mieten. Vom schattigen Pinienwald aus gelangst du zum hauseigenen Sandstrand, fürs leibliche Wohl sorgen ein kleines Restaurant und ein Kiosk.

FKK-Camping Ada Bojana: Hier haben Nele und Jalil ihre ersten FKK-Erfahrungen gesammelt – nicht ganz ohne Zwischenfälle, wie sie in diesem Beitrag augenzwinkernd berichten. Der Platz ist klein und einfach, die Atmosphäre aber überaus entspannt und die Lage unschlagbar: Direkt vom Camper aus gelangst du über die zugehörige Ferienanlage zum langgezogenen FKK-Strand, wo du selbst in der Hauptsaison viel Raum fürs hüllenlose Badevergnügen vorfindest!

Oktober: Griechenland

In Griechenland gibt es keinen richtigen Herbst, vielmehr ist der Oktober noch spätsommerlich warm. Selbst das Wasser an den Küsten hat zu dieser Zeit häufig noch badetaugliche Temperaturen. Das im Sommer oft unerträglich heiße Athen eignet sich im Oktober wieder für eine ausgiebige Besichtigung und auch an Sonnenstunden mangelt es in der Regel nicht. Aktivurlauber kommen bei Wanderungen oder Radtouren auf ihre Kosten. Campingplätze gibt es in Griechenland in großer Zahl, auch auf den verschiedenen Inseln.

Klares Wasser am Camping Reiseziel Griechenland Eine typische Kulisse auf ein Steinhaus in Griechenland Das Camping Reiseziel Griechenland bietet viele Moeglichkeiten fuer Strandspaziergaenge Ein Sonnenuntergang ueber dem Meer in Griechenland

Fotos: (c) Brook Ceko

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Camping Delphi: Auf dem terrassierten Platz an der Südküste des griechischen Festlands genießt du einen traumhaften Blick auf die Bucht von Itéa und die umliegenden Bergketten. Obwohl die Anlage klein und familiär gehalten ist (80 Standplätze und 4 Mietunterkünfte), gibt es ein Restaurant, einen Brötchenservice, WLAN, eine Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel und sogar einen Pool.

Camping Thines, Peloponnes: Am Südzipfel der Halbinsel Peloponnes, nahe Finikounda, liegt dieser kleine, aber feine Campingplatz. Um zum Sandstrand zu gelangen, musst du nur eine kleine Straße überqueren – super auch für Wassersportler!

Kostenloser Wohnmobil- und Caravan-Stellplatz, bei Thessaloniki: Beim deutschsprachigen Wohnmobil- und Zubehörhändler Zampetas bekommst du nicht nur Hilfe, wenn du deine deutsche Gasflasche tauschen willst, ein Schaden repariert werden muss oder dir der Toilettenzusatz ausgeht – du darfst auch jederzeit kostenlos übernachten. Antonis Zampetas bietet sogar Frischwasser, Strom, WLAN, eine Entsorgungsstation und eine Möglichkeit zum Wäschewaschen.

Camping Mithimna, Insel Kreta: Ganz gleich, ob du mit dem Camper anreist oder mal wieder zelten möchtest: Auf diesem Campingplatz bei Kissamos (Nordkreta) bist du rundum versorgt und genießt zudem noch einen tollen Blick aufs Meer. Wenn du kein Fahrzeug oder Zelt am Start hast, kannst du hier übrigens auch verschiedenste Unterkünfte mieten.

Camping No Problem, Insel Kreta: Der Name ist hier Programm! Auf diesem Campingplatz an der Südküste Kretas kannst du unter schattenspendenden Bäumen relaxen oder in der hauseigenen Taverne schlemmen. Auch hier gibt es natürlich einen Strand vor der Haustür, aber auch der hübsch gestaltete Pool lädt zum Verweilen ein. Im nahegelegenen Hafenstädtchen Agía Galíni lässt es sich wunderbar bummeln.

Camping Pefkari, Insel Thassos: Auf der etwas kleineren griechischen Insel Thassos findest du den Campingplatz Pefkari, der in der gleichnamigen Bucht liegt. Der Strand zählt zu den beliebtesten der Insel, weshalb er natürlich auch viele Besucher anzieht. Vor Ort hast du eine breite Auswahl an Wassersportmöglichkeiten, aber auch an Tavernen und Bars, die dich mit lokalen Köstlichkeiten versorgen.

Camping Agia Irini, Insel Paros: Die nur knapp 200 Quadratkilometer große, zauberhafte Kykladen-Insel Paros wartet mit wunderschönen Stränden und ursprünglichen Ortschaften auf. Es gibt naturgemäß nur wenige Campingplätze auf der Insel, recht schön gelegen ist unter anderem der Platz Agia Irini, nur wenige Autominuten von der Hauptstadt Parikia entfernt.

November: Andalusien

So langsam kehrt überall in Europa der Winter ein, jetzt musst du ganz in den Süden, um noch etwas Wärme und Sonne zu erhaschen. In Andalusien, der südlichsten Provinz des spanischen Festlands, kannst du im November mit bis zu 19 Grad und rund 6 Sonnenstunden pro Tag rechnen. Ideal, um der ungemütlichen Jahreszeit in Deutschland zu entkommen. Touristenmassen wirst du zu dieser Jahreszeit an den beliebten Stränden an der Atlantik- und Mittelmeerküste nicht mehr antreffen. Entlang der Küsten gibt es unzählige Campingplätze, die im Winter nicht mehr überlaufen sind.

Blick auf den weiten Strand im Camping Reiseziel Andalusien () Hendrike Michel Sonnenuntergang an einem Strand in Andalusien (c) Hendrike Michel Blick auf den Strand und die Surfer in Andalusien (c) Hendrike Michel

Fotos: (c) Hendrike Michel

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Torre de la Peña, Tarifa: Ganz in der Nähe des malerischen Örtchens Tarifa, das nicht nur Surfer magisch anzieht, findest du den gepflegten Campingplatz Torre de la Peña, der neben seiner günstigen Lage auch nocht mit seinem direkten Strandzugang für ausgiebige morgendliche Spaziergänge punktet. Die Anlage ist an einigen Stellen allerdings etwas „bucklig“, deshalb bitte auch für Wohnwagen unbedingt Auffahrkeile einpacken!

Camping Las Lomas, Granada: Dieser parzellierte Platz bietet alle Annehmlichkeiten – vom Kinderspielplatz bis zum Pool und vom Restaurant bis zum Minigolf. Wer nicht im eigenen Camper unterwegs ist, kann sich hier auch Bungalows mieten. Zur prächtigen mittelalterlichen Stadt Granada sind es ca. 30 Autominuten.

Camping Pueblo Blanco, Olvera: Von einer eindrucksvollen, karg anmutenden Landschaft ist der Campingplatz Pueblo Blanco umgeben. Die terrassierte Anlage ist gepflegt und hervorragend ausgestattet, das nahegelegene, geschichtsträchtige Örtchen Olvera ist Teil der „Weißen Dörfer“ und muss unbedingt mit auf die Sightseeing-Liste!

Camping La Rosaleda, Conil de la Frontera: Bei diesem 4-Sterne-Platz stehen in der Hauptsaison jede Menge Freizeitaktivitäten auf dem Programm, durch Animation werden die Gäste zum Mitmachen angeregt. In den Herbst- und Wintermonaten geht es auch tagsüber deutlich ruhiger zu – perfekt, um zu entspannen, die schöne Umgebung zu genießen und den einen oder anderen Abstecher nach Conil, Vejer oder Cádiz zu machen.

Camping Giralda Isla Cristina, Huelva: Schon fast an der portugiesischen Grenze, ganz in der Nähe von Huelva, liegt der Campingplatz Giralda Isla Cristina. Hier hat man sich dem Respekt vor der Natur verschrieben und die Anlage möglichst harmonisch in die Umgebung eingefügt. Auf dem Platz gibt es ein Restaurant, einen Pool, einen Kiosk, einen Supermarkt, WIFI und sogar die Möglichkeit, Gasflaschen zu tauschen oder Campingzubehör zu kaufen. Der kilometerlange unbebaute Sandstrand ist nur 300 Meter entfernt.

Dezember: Portugal (Algarve)

Westlich von Andalusien findest du die portugiesische Alternative für einen Trip in mildes Klima während unseres Winters. Die Algarve ist Portugals Touristenmagnet, den du im Winter noch in sehr viel ursprünglicherer Form erleben kannst. Die meisten Touristen, die die südliche Küste Portugals vor allem in den Sommermonaten füllen, sind abgereist. Wassertemperaturen von rund 17 Grad laden die etwas hartgesotteneren auch im Dezember noch zu einem erfrischenden Bad ein. Campingplätze gibt es in dieser touristischen Region in ausreichender Zahl, in den Wintermonaten findest du in der Regel problemlos einen Platz für dich und deinen Camper.

Blick auf historische Bauten im Camping Reiseziel Algarve Viel Natur an der Algarve einem Camping Reiseziel Blick auf eine kleine Bucht an der Algarve

Fotos: (c) D. Majert

Die Platztipps der CamperStyle-Redaktion

Orbitur Camping Valverde,Lagos: Ein großer Platz mit 700 Parzellen, mehr als 100 Mietunterkünften, Beachvolleyball, Boule, Kinderspielplatz, Pool und vielen weiteren Angeboten. Die Anlage selbst ist eher einfach, aber mit neuen, modernen Sanitäranlagen ausgestattet. Nach Lagos und zu den umliegenden Stränden (Praia da Luz, Praia do Camilo, Praia Dona Ana) sind es jeweils nur wenige Kilometer, die du auch problemlos mit dem Fahrrad zurücklegen kannst.

Salema Eco Camp, Budens: Mit größeren Gefährten oder Wohnwagen-Gespannen ist die Zufahrt zu diesem Campingplatz und zu den Stellflächen zwar bisweilen eine Herausforderung, die Mühe lohnt sich aber auf jeden Fall! Das wunderschöne Gelände ist riesig und naturnah angelegt, du stehst auf kleinen Terrassen am Hang, unter schattenspendenden Bäumen und mit teilweise tollem Blick auf die umliegenden Landschaften – um dich herum nichts als Grün.

Die Atlantikküste ist etwa 15 bis 30, Lagos und Sagres nur rund 30 bzw. 15 Autominuten entfernt. Zum Strand Praia da Salema kannst du in etwa 25 Minuten zu Fuß gehen. Weitere Strände wie die Praia da Figuera oder die Praia Boca do Rio sind mit dem Auto ebenfalls gut und schnell erreichbar.

Camping Albufeira: Nur wenige Minuten nördlich des charmanten ehemaligen Fischerdörfchens Albufeira liegt dieser Platz, der zu den größten Portugals zählen dürfte. Auf der weitläufigen Anlage gibt es nicht einen, sondern sage und schreibe drei Pools, dazu mehrere Bars, ein Restaurant, einen Wellnessbereich, einen Supermarkt einen Tennisplatz, einen Fahrrad- und Autoverleih und vieles mehr.

Rund um Albufeira findest du jede Menge mehr oder weniger frequentierte Strände, unter anderem den für seine Fischrestaurants berühmten Praia do Pescadores.

Camping Serrão, Aljezur: Wer die etwas rauhere Atlantikküste liebt, findet auf dem Campingplatz Serrão in der Nähe von Aljezur alles, was das Camperherz begehrt: Schwimmbad, Tennisplatz, Restaurant und sogar einen Waschplatz, um Wohnwagen oder Wohnmobil nach der langen Anreise wieder auf Vordermann zu bringen. Und natürlich wunderschöne Strände wie die Praia do Monte do Clérigo oder die Praia da Arrifana, die zum Relaxen, Sonnenbaden oder Surfen einladen!

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Fahrradträger für Wohnwagen: Deichsel oder Heck? https://de.camperstyle.net/fahrradtraeger-fuer-wohnnwagen/ https://de.camperstyle.net/fahrradtraeger-fuer-wohnnwagen/#comments_reply Wed, 02 Jan 2019 05:00:46 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=65810 Das Leben ist zu kurz, um nur zu Hause zu sitzen. Wer weiß das besser, als wir Camper. Dieses unvergleichbare Gefühl von Freiheit, wenn es mit Wohnmobil oder Wohnwagen endlich wieder auf Tour geht. Ist man dann endlich vor Ort, wäre doch ein Fahrrad nicht schlecht, um die Gegend zu erkunden. Aber reicht da nicht ein Mietbike? Oder ist es sinnvoller, das eigene Fahrrad mitzunehmen? Habe ich mich für den eigenen Drahtesel entschieden, wie transportiere ich das Fahrrad am besten? Welche Möglichkeiten gibt es und was sollte man besser bleiben lassen? Fragen über Fragen, wir geben die Antworten:

Was mitnehmen? Kein Rad, mein eigenes Rad oder Mietfahrrad?

Wir alle kennen die mega bequemen Camper, die selbst den kurzen Gang zum Waschhäuschen nur per Klappfahrrad antreten. Ok, ich oute mich, aber es ist lange her. So extrem muss es ja gar nicht sein, aber ein Fahrrad beim Campen ist schon eine sinnvolle Sache. Du kannst dein Auto bzw. Wohnmobil vor Ort stehen lassen, schonst die Umwelt, kannst die Gegend schneller erkunden als zu Fuß und fit macht es auch noch.

Wäre das geklärt, fragt sich noch, ob besser der eigene Drahtesel mit auf Tour gehen soll, oder vor Ort zu mieten die bessere Idee ist. Vieles spricht für das eigene Fahrrad. In erster Linie natürlich die Sicherheit. Sitze ich auf meinem eigenen fahrbaren Untersatz, weiß ich um den Zustand der Reifen und kann den Bremsen auch bei steilsten Hängen vertrauen. Davon abgesehen ist alles perfekt auf mich und meine Maße eingestellt.

Zum anderen erspare ich mir das lästige Abholen und Zurückbringen des Bikes, das auch kostbare Urlaubszeit frisst. Nicht zu vergessen die Kosten. Warum also für etwas zahlen, das bei mir genauso gut oder besser im Keller steht? Ok, wer ganz genau ist, rechnet jetzt die Kosten für den dann notwendigen Fahrradträger gegen die Leihgebühr fürs Fahrrad auf. Aber selbst dann rechnet sich die Mitnahme des Fahrrads nach wenigen Jahren.

Wie das Fahrrad transportieren? Vier Möglichkeiten, ein Favorit

Hast du dich dafür entschieden, dein Fahrrad mitzunehmen, bleibt noch die Frage, wie du es am besten transportieren kannst. Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten, dein Rad mitzunehmen. Egal, für welche Art von Fahrradträger du dich letztlich entscheidest, laut bussgeldkatalog.org ist es wichtig, beim Kauf nur Fahrradträger mit seriösem Prüfsiegel zu berücksichtigen – deiner eigenen Sicherheit und der der anderen Verkehrsteilnehmer zuliebe.

Transport per Dachgepäckträger

Der Dachgepäckträger ist der weit verbreitete, eigentlich unkomplizierte Klassiker unter den Transportsystemen. Geeignet ist er eher für normale Fahrräder. Wenn gewichtige E-Bikes aufs Autodach gewuchtet werden müssen, wird so ein Träger natürlich unkomfortabel. Außerdem sollten besonders bei E-Bikes immer das zulässige Gesamtgewicht für den Träger beachtet werden, damit nicht bei starkem Bremsen der Träger samt Rädern vom Dach fliegt. Und fährst du eins der mittlerweile weit verbreiteten SUVs, tritt ein weiterer Minuspunkt zu Tage: Ohne Trittleiter bekommst du bei hohen Geländewagen kein Fahrrad aufs Dach montiert. Abgesehen von diesen Nachteilen kommt auch der Kostenfaktor ins Spiel: Durch die senkrecht stehenden Räder erhöht sich der Luftwiderstand und damit der Spritverbrauch deines Pkws.

Transport im Wohnwagen

Das Fahrrad für die Reise in den Caravan zu legen, sollte eine Ausnahme sein. Nicht jeder mag mit Kettenfett beschmierte Räder im Innenraum, schlimmer noch auf den Betten seines Wohnwagens, transportieren. Das Rad muss außerdem so gut gesichert werden, dass es sich nicht selbstständig macht, bei Fahr- und Bremsmanövern durch den Wohnwagen schleudert und Schäden anrichtet. Trotzdem bleibt ein Restrisiko. Abgesehen davon, müsste es klein und handlich genug sein, um durch die Tür zu passen. Allenfalls eine gute Alternative für Klappfahrräder.

Transport per Heckträger am Wohnwagen

Wohnmobilen haben ihren Fahrradträger immer am Heck. Auch für Wohnwagen bietet sich der Platz am Heck für einen Fahrradträger an. Scheinbar. Ohne Zweifel ist es die einfachste Methode, Fahrräder huckepack zu nehmen. Du kommst jederzeit gut an deine Fahrräder und Fahrräder am Heck stören im Fahrbetrieb nicht.

Trotzdem haben am Heck platzierte Räder Nachteile. Sie schaffen einen gefährlichen Schwerpunkt am Ende des Gespanns, der für verschlechtertes Fahrverhalten sorgt und die Sicherheit beeinträchtigt. Damit das Fahren mit einem Gespann reibungslos klappt, muss die Deichsel des Wohnwagens in bestimmter Stärke auf den Kugelkopf der Anhängerkupplung des Autos drücken.

Diese sogenannte Stützlast unterscheidet sich von Fahrzeug zu Fahrzeug und darf in großem Rahmen weder über- noch unterschritten werden. Denn nur wenn die Stützlast stimmt, ist das Gespann sicher unterwegs.

Platzierst du nun schwere Räder, vielleicht sogar E-Bikes mit 30-40 Kilo Gewicht ans Heck deines Caravans, wirkt dieses Gewicht wie ein Hebel und drückt die Deichsel am anderen Ende des Caravans nach oben. Die Folge: Sie drückt nicht mehr so stark wie vorgeschrieben auf die Anhängerkupplung. Ist die Stützlast zu gering, kann das unschöne Konsequenzen, wie das gefährliche Aufschaukeln und Schlingern des Wohnwagens haben.

Laut TÜV Süd hilft beim Schlingern in leichteren Fällen, die Geschwindigkeit zu drosseln. Überträgt sich das Schlingern schon auf das Zugfahrzeug, einmal kräftig auf die Bremse treten und dabei das Lenkrad gerade halten.

Wenn also unbedingt Heckträger, dann besser aus Sicherheitsgründen keine schweren E-Bikes damit transportieren. Soll es unbedingt der Heckträger in Kombi mit einem Heckträger sein, können wir dir den Thule G2 Short Fahrradträger empfehlen. Für rund 170 Euro bekommst du so einen stabilen Träger, der immerhin bis zu 50 Kilo Belastung aushält.

Transport auf der Deichsel

Sicher die beliebteste und sicherste Form das Fahrrad mitzunehmen. Das Fahrverhalten des Gespanns verändert sich nicht und bleibt sicher. Außerdem hat man immer die Räder über den Rückspiegel im Blick. Als kleines Manko beim Transport auf der Deichsel wird manchmal der eingeschränkte Einschlagwinkel genannt. Beim Rangieren und sehr starkem Einschlagen des Lenkrads könnte das Heck deines Autos deine Fahrräder leicht touchieren. Aber mit ein wenig Umsicht dürfte dieser Punkt zu handeln sein.

Negativ ist höchstens anzumerken, dass viele Deichsel-Fahrradträger den Zugang zur Serviceklappe versperren. Um an die Gasflasche zu kommen, müssten also die Fahrräder zunächst vom Träger genommen werden.

Wer sich daran stört, wählt besser einen der mittlerweile ebenfalls erhältlichen umklappbaren Deichsel-Fahrradträger, zum Beispiel den beliebten Fiamma Carry-Bike Caravan XL A, der das Öffnen des Servicekastens trotz montierter Räder erlaubt. Der Fiamma passt auf alle Wohnwagen und ist für rund 100 Euro im Fachhandel zu bekommen.

Alternativ kannst du auch einen „normalen“ Kupplungsträger mit einem entsprechenden Adapter verwenden.

Titelbild: (c) TONO BALAGUER | Depositphotos.com

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