CamperStyle.net https://de.camperstyle.net - Sat, 25 May 2019 05:31:41 +0200 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.1 Produktvorstellung: Satellitenanlage Oyster® V von ten Haaft https://de.camperstyle.net/oyster-v-satellitenanlage-produktvorstellung/ https://de.camperstyle.net/oyster-v-satellitenanlage-produktvorstellung/#comments_reply Sat, 25 May 2019 03:58:42 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=70906 Der renommierte Satellitenanlagen-Hersteller ten Haaft schlägt mit der Oyster® V (Oyster® Fünf) ein neues Kapitel in der Geschichte mobiler Antennen-Technologie auf. Bei diesem neuen Modell wurden gleich mehrere Innovationen und Weiterentwicklungen umgesetzt, die die Oyster® V zu einem zuverlässigen Begleiter auf Reisen machen:

Zum einen bietet sie eine noch größere Reichweite, ist aber in Relation zu vergleichbaren „Schüsseln“ gleichzeitig kompakt und leicht.

Zum anderen zeichnet sie sich durch einen extrem schnellen Empfang aus.

Darüber hinaus wurde für die Oyster V die Möglichkeit von Online-Updates geschaffen, so dass du deine Software nun auch bequem von unterwegs aus immer auf dem neuesten Stand halten kannst.

Auf den ersten Blick überrascht die Konstruktion des Feedarms. Dessen geschwungene Form erlaubt das platzsparende und nahezu geräuschlose Ablegen der Anlage ohne Dachberührung und gewährleistet in eingeklapptem Zustand eine Höhe von ca. 17 cm (auch bei der TWIN-Variante und mit SKEW).

Varianten der Oyster® V

Premiumsystem Oyster® V

Oyster® V Premium

Das komplette System aus dem Hause ten Haaft, inkl. Oyster®-TV Fernsehgerät.

Hier kannst du mit einer einzigen Systemfernbedienung das TV-Gerät und die Satellitenanlage steuern und bedienen.

Oyster® V Vision:

Das Bedienteil

Bei dieser Variante nutzt du einen vorhandenen Receiver bzw. ein vorhandenes TV-Gerät mit integriertem Receiver.

Die Bedienung der Satellitenanlage erfolgt mit einem Bedienteil.

 

Beide Varianten kannst du mit einem TWIN oder QUAD LNB für den Betrieb von zwei oder mehr Fernsehgeräten sowie die automatischen SKEW Funktion integrieren.

Verschiedene Steuerungsmöglichkeiten

Die Steuereinheit der Oyster V, die so genannte „FeatureBox“, wird entweder über die TV-Fernbedienung (bei der Premium-Variante) oder über das Bedienteil (bei der Vision-Variante) angesteuert.

Neu dazu kommt bei der Oyster® V auch die Bedienung der Anlage mit dem Smartphone dank der ten Haaft®-App (EXT LINKS für verschiedene Betriebssysteme)!!!!.

Online-Updates

Satelliten- bzw. Transpondereinstellungen ändern sich häufig, was in den meisten Fällen zur Folge hat, dass der Kunde ein Software Update seiner Anlage durchführen muss. Diese Updates müssen nun nicht mehr per PC oder per SD-Karte aufwendig auf die Steuereinheit aufgespielt werden, der Kunde kann diese online über sein Smartphone, Tablet herunterladen. Das Update kommt direkt auf das Handy und lässt sich von dort ins System einpflegen.
Die App für die Oyster® V steht im AppStore oder Google Play kostenlos zur Verfügung. Sie eröffnet dem Kunden außer der Update-Funktion noch eine ganze Reihe wertvoller Möglichkeiten. Alternativ kann die Software aber auch per USB an der FeatureBox direkt durchgeführt werden.

Vorteile der Oyster® V

Schneller Empfang

Dass die neue Oyster® V so schnell auf Empfang geht, liegt daran, dass sie zu jedem Zeitpunkt „weiß“, wo sich die Satelliten befinden. Rundum-Suchläufe entfallen, das System richtet sich komplett eigenständig aus.

Erreicht wird dies durch das Zusammenspiel von drei Komponenten:
 GPS, 3D-Kompass, und Neigungssensor.
 Das GPS bestimmt den Standort, der 3D- Kompass stellt fest, in welche Richtung das Fahrzeug (und damit die Antenne) zeigt, der Neigungssensor identifiziert eine eventuelle Schieflage des Fahrzeugs und veranlasst die exakte Ausgleichbewegung der Antenne.

Stabilität und Wetterschutz

Die Stabilität der Oyster® V beruht u.a. auf dem Einsatz hochwertiger Materialien, wie sie im Rennsport verwendet werden. Der Spiegelarm ist aus einem Stück gefertigt und besteht aus ultraleichtem Magnesium. Das macht ihn bei geringem Gewicht extrem robust und verwindungssteif. Sogar bei sehr starkem Wind sind keine Bildstörungen zu befürchten.

Auch der Feed-Arm aus glasfaserverstärktem Kunststoff gewinnt dank der präzise berechneten Streben im Inneren höchste Torsionssteifigkeit. Im Klartext: Er lässt sich nicht verdrehen. Überdies bietet dieses durchdachte Bauteil Platz für die Kabelführung und den Neigungssensor sowie den Kompass und die GPS-Sensorik. Wird die Antenne mit einem SKEW ausgestattet (optional), ist auch dieser in den Feed-Arm integriert und damit vor Wind und Wetter geschützt.

Verfeinerte Drehkopftechnik

Die Drehkopf-Technik hat sich bei zehntausenden Oyster®-Anlagen bewährt. Für die Oyster® V wurde sie verfeinert, das Prinzip bleibt dasselbe: Nur der Kopf der Antenne dreht sich, der Antennenkörper ist fixiert. Das bedeutet: Weniger Gewicht muss bewegt werden. Das reduziert Stromverbrauch sowie mechanische Belastungen und spart Platz. Außerdem liegt der Drehpunkt höher. Selbst bei einer Schneeschicht bleibt die Oyster® V damit beweglich.

Einbau mit minimalem Eingriff in den Fahrzeugaufbau

Der Einbau der Oyster® V wird durch die Ein-Kabel-Lösung zur minimal-invasiven „Operation“. Es wird ein spezielles Koaxialkabel benutzt, welches für die Steuerung, Stromversorgung und Signalübertragung der Außeneinheit zuständig ist.

Es kommt (außer bei der TWIN-Version) kein weiteres für die Stromversorgung hinzu. Ein einziges kleines Loch genügt also.

Optischer Blickfang

Als dezenten Blickfang haben die Entwickler aus dem Hause ten Haaft ihrer neuen Oyster® V noch eine kleine Überraschung mit auf den Weg gegeben: ein geheimnisvolles, bläuliches Leuchten. Dieser Licht-Effekt kann nach Belieben, auch mit dem Smartphone, ein- und ausgeschalten werden.

Technische Details

Höhe: ca. 17 cm
Gewicht Außeneinheit: ca. 11 kg
Gewicht Montagematerial: ca. 3kg
Durchmesser des Spiegels: 85 cm
Typgenemigungszeichen KBA: E1 10R – 058566

Über ten Haaft

Die Firma ten Haaft wurde vor etwa 30 Jahren durch die Brüder ten Haaft gegründet. Heute befindet sich das Unternehmen am 2016 neu bezogenen Firmenstandort in Süddeutschland, in der Nähe von Pforzheim. Hier sind Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Zentralservice unter einem Dach vereint.

Mit der ersten Oyster®, die im Jahre 1992 auf den Markt kam, legte ten Haaft den Grundstein für seine Erfolgsgeschichte. Neben diesem Modell bietet ten Haaft mit der CARO®+ und der Cytrac®DX die vermutlich niedrigsten Flachantennen an, die derzeit im Campingbereich zu haben sind (Aufbauhöhe: 14 cm).

Fotos und Grafiken: (c) ten Haaft

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Hundefreundliche Campingplätze – was zeichnet sie aus? https://de.camperstyle.net/hundefreundliche-campingplaetze/ https://de.camperstyle.net/hundefreundliche-campingplaetze/#comments_reply Fri, 24 May 2019 09:56:43 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=71242 „Die nehmen auf dem Campingplatz fünf Euro pro Hund. Das finde ich ganz schön teuer.“ Als ich das neulich in einer Campinggruppe gelesen habe, habe ich innerlich zuerst zugestimmt. Schließlich reise ich mit zwei Hunden und da kommt bei so einer Gebühr schnell was zusammen. Doch dann habe ich weiter überlegt und mich gefragt, ob dafür denn auch eine Gegenleistung geboten wird? Oder zahle ich den Betrag im Grunde nur dafür, dass meine Vierbeiner anwesend sein dürfen. Am Ende stand ich vor der Frage, was eigentlich einen hundefreundlichen Campingplatz auszeichnet.

In diesem Artikel erfährst du, welche Merkmale so ein Platz erfüllen sollte und wie du einen hundefreundlichen Campingplatz findest.

Hund vor einem Wohnwagen auf einem hundefreundlichen Campingplatz

Was bedeutet Hundefreundlichkeit?

Wenn es um die Definition von Hundefreundlichkeit geht, haben Hundehalter bisweilen recht unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen. Einem Mehrhundebesitzer wird es wichtig sein, dass nicht nur ein Hund erlaubt und die Gebühr pro Hund möglichst niedrig ist. Für jemanden mit einem schwierigen Hund wird es ein Anliegen sein, seine Parzelle einzäunen zu dürfen. Und der nächste wünscht sich vielleicht, dass ihn sein Vierbeiner auf dem Campingplatz überall begleiten darf, auch ins Restaurant. Somit ist es schwer, eine allgemeingültige Beschreibung zu finden, in der alles enthalten ist. Dennoch gibt es einige Kriterien, die für einen hundefreundlichen Campingplatz sprechen – einen, auf dem Hunde wirklich willkommen und nicht nur erlaubt sind:

  • Der Betreiber weist auf seiner Webseite explizit darauf hin, dass Hunde gern gesehene Gäste sind und fährt nicht schon von vorneherein mit einer ellenlangen Liste an Verboten auf.
  • Auch mehrere Hunde sind erlaubt.
  • Es sind Kotbeutel und Mülltonnen für die Entsorgung des großen Geschäfts vorhanden.
  • Du findest auf dem Platz Auslaufflächen, Hundewiesen und/oder Spazierwege in der direkten Umgebung
  • Es steht eine Hundedusche zur Verfügung
  • Es gibt Bademöglichkeiten für die Vierbeiner und/oder einen extra Badestrand für Mensch und Hund
  • Die Parzellen sind eingezäunt oder das Aufstellen eines Zauns ist erlaubt
  • Es können Zäune zum Aufstellen geliehen werden
  • Hunde sind in Mietobjekten gestattet
  • Der Betreiber organisiert „Freizeitaktivitäten“ (Hundetraining, Agility, gemeinsame Spaziergänge etc.) oder Betreuungsmöglichkeiten für Hunde
  • Ein Tierarzt und/oder ein Hundefriseur kommen regelmäßig vorbei, um sich bei Bedarf um die vierbeinigen Gäste zu kümmern.

Du siehst, dass die Bandbreite an hundefreundlichen Merkmalen recht groß ist. Je nachdem, um welche Angebote es sich handelt, finde ich es absolut gerechtfertigt, dafür eine entsprechende Gebühr zu nehmen. Schließlich ist damit für den Betreiber des Platzes auch ein Aufwand verbunden.

Hundefreundlichkeit heißt für mich somit nicht, dass Hunde unbedingt kostenfrei erlaubt sein müssen. Wird im Gegenzug eine ansprechende Leistung geboten, ist für mich eine Gebühr vollkommen gerechtfertigt.

Ein Hund im Sand auf einem hundefreundlichen Campingplatz Ein Hund schaut aus einem Wohnmobil auf einem hundefreundlichen Campingplatz Kuscheln mit Hund auf einem hundefreundlichen Campingplatz bei Sonnenuntergang

So findest du einen hundefreundlichen Campingplatz

Begibst du dich auf die Suche nach einem hundefreundlichen Campingplatz, sind die Erfahrungen anderer Besucher in der Regel hilfreich. So tauschen sich viele Camper mit Hunden in den sozialen Medien aus, teilen ihre persönlichen Eindrücke und geben Tipps. Auf diesem Weg bin ich auf die folgenden Plätze aufmerksam geworden, die sehr gute Bewertungen bekommen haben. Die Liste wird kontinuierlich erweitert, sobald wir von weiteren tollen Plätzen für Vierbeiner erfahren:

  • Wohnmobilpark Schwarzach – www.wohnmobilpark-schwarzach.de
    Hunde im Preis inbegriffen. Auf Wunsch ist Hundesitting möglich. Spaziermöglichkeiten sind vorhanden.
  • Camping Kühlungsborn – www.topcamping.de
    Hier findest du zum Beispiel zwei Hundebäder und einen nahegelegenen Hundestrand.
  • Camping Sippelmühle – www.sippelmuehle.de
    Ein Platz in Bayern, auf dem auch Mehrhundehalter willkommen sind. Für Haustiere wird keine Gebühr erhoben. Es gibt eine Hundewiese, Spazier- und Badegelegenheiten und noch mehr.
  • Naturcamping Springsee – www.springsee.de
    Mehrhundehalter sind willkommen. Zu bestimmten Terminen werden Erlebnisspaziergänge angeboten. Auch Hundetraining ist möglich. Bei Anreise erhalten die viebeinigen Gäste ein kleines Geschenk.
  • Campingpark Sanssouci zu Potsdam – www.camping-potsdam.de
    Über kostenfreie Kotbeutel und Hundeduschen hinaus wird auch ein Hundeausführservice geboten. Bademöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden.
  • Camping Rosental Rož (Österreich) – www.camping.rozweb.eu
    Zwei eingezäunte Hundewiesen, Hundedusche, ein Hundefreibad und viele Spaziermöglichkeiten zeichnen diesen Platz aus. Mehrere Hunde sind erlaubt.
  • Strandpark De Zeeuwse Kust (Niederlande) – www.strandparkdezeeuwsekust.nl
    Hunde dürfen angeleint mit an den Strand. Es gibt einen Hundewanderweg, der um das Campinggelände herum führt. Hundeduschen sind vorhanden und der Vierbeiner ist auch im Restaurant ein gern gesehener Gast.
  • Erkemederstrand (Niederlande) – www.erkemederstrand.nl
    Es gibt u.a. einen Hundestrand, Spaziermöglichkeiten, kostenlose Kotbeutel und mehr. Im Parkshop können Hundefutter – und spielzeug gekauft werden.
  • Camping Castell Mar (Spanien)
    Dieser Platz bietet neben Hundeduschen auch einen eigenen Hundestrand. Und das Restaurant hat sogar eine eigene Speisekarte für die Vierbeiner. Mehr Informationen zu Hundestränden in Spanien findest du in diesem Beitrag.

Außer diesen Plätzen gibt es selbstverständlich noch zahlreiche mehr. Hilfreiche Seiten, um einen passenden zu finden, sind Hundefreundliche Campingplätze, die Übersichten auf Camping in Deutschland oder PiNCAMP sowie die Seite Rudelurlaub.

Ein Hund fuehlt sich sichtlich wohl auf einem hundefreundlichen Campingplatz

Fazit

Wo hundefreundlich draufsteht, ist nicht immer hundefreundlich drin. Es macht einen großen Unterschied, ob du dich mit deinem Vierbeiner nur geduldet oder wirklich als Gast willkommen fühlst. Ob mit nur einem Hund oder einer ganzen Rasselbande: eine tierfreundliche Atmosphäre ist das A und O für einen gelungenen gemeinsamen Campingurlaub.

Welchen Platz kannst du als besonders hundefreundlich empfehlen?

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Camping-Rezepte: Pfannen-Flammkuchen vom Safari Chef 2 https://de.camperstyle.net/camping-grill-flammkuchen-pfanne-safari-chef/ https://de.camperstyle.net/camping-grill-flammkuchen-pfanne-safari-chef/#comments_reply Sun, 19 May 2019 14:51:26 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=70903 Unser heutiges Rezept ist eine kleine, aber leckere „Mogelpackung“ – wir bereiten Flammkuchen auf der glatten Grillplatte des Safari Chef zu, das Ganze würde aber auch mit einer Pfanne funktionieren. Das Elsässer Original wurde ja ursprünglich im Holzofen gebacken und diente dazu, die Hitze vor dem Brotbacken zu testen, heute verwendet man elektrische Backöfen. Als Belag dienen normalerweise roher Speck und rohe Zwiebeln.

Da man mit den meisten Grills keinen echten Oberhitze-Unterhitze-Effekt erzielen kann, ohne dass der Teig verbrennt, helfen wir mit einem kleinen Trick ein wenig nach. Nennen wir es einfach „Flammkuchen à la CamperStyle“ 🙂

YouTube Video
Wenn du den Play Button drückst, wird das Video von Youtube geladen und abgespielt. Dabei können Daten übertragen werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Rezept und Kochanleitung: Pfannen-Flammkuchen

Zutaten für 2 Personen:

  • 100 g Mehl
  • 60 ml Wasser
  • 1 – 2 TL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 4 TL Schmand
  • 60 g Speck
  • 1 Zwiebel
  • 1 kl. Büschel Schnittlauch

Zubereitung:

  • Für den Teig Mehl, Wasser, Olivenöl und Salz in einer Schüssel vermengen und so lange kneten, bis sich eine geschmeidige, nicht mehr klebrige Masse ergibt. Bei Bedarf etwas Mehl unterarbeiten.
  • Den Teig zur Seite stellen und mindestens 10 bis 15 min, besser eine halbe Stunde, gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit Speck in feine Würfelchen, Zwiebel in Halbmonde und Schnittlauch in Ringe schneiden.
  • Speck und Zwiebeln auf der Grillplatte oder in einer Pfanne ohne Öl kurz anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.
  • Das vom Speck ausgetretene Fett mit einem Küchenpapier entfernen.
  • Den Teig in zwei Hälften teilen und ganz dünn zu Fladen ausrollen. Wenn kein Nudelholz zur Hand ist, kannst du auch eine Glasflasche oder einen anderen tuben- oder rollenförmigen Gegenstand verwenden.
  • Grill kurz vorheizen und die Fladen auf höchster Stufe ca. 2 min auf der Platte backen – am besten mit Deckel.
  • Flamme ausschalten, Fladen wenden und gleichmäßig mit Schmand bestreichen.
  • Speck und Zwiebeln auf dem Fladen verteilen.
  • Grill wieder anschalten und Fladen auf niedriger bis mittlerer Stufe etwa 3 bis 5 min durchbacken. Der Teig darf unten gerne ein paar leicht angekokelte Stellen haben, sollte aber nicht verbrennen. – Bitte zwischendurch immer wieder kontrollieren, da diese Zeitangabe sehr stark von der Leistungsfähigkeit deines Grills abhängt!
  • Anschließend den Flammkuchen mit dem frischen Schnittlauch bestreuen und mit etwas Wein oder Federweißer genießen!

Guten Appetit!

Infos zum Safari Chef 2

Der Safari Chef ist ein absoluter Alleskönner – denn trotz seines kompakten Packmaßes von ca. 32 x 25 cm und seiner nur ca. 4 kg Gewicht ist er top ausgestattet: Im Lieferumfang enthalten sind Topfhalter, Grillrost, Grillplatte, einen Deckel, der zum Wok umfunktioniert werden kann, sowie eine Fettwanne, die gleichzeitig als Windschutz dient. Zusätzlich gibt es weiteres Zubehör wie eine Paella-Pfanne oder eine Grillfolie.

Weitere Infos zum „Safari“ findest du in unserem Produktvideo, Details zu den übrigen CADAC-Campinggrills gibt es auf der Webseite des Anbieters.

Hier geht’s zu den anderen Folgen unserer Rezeptvideos:

Und hier gibt es noch mehr Campingrezepte und Kochtipps:

Disclaimer: Die Firma CADAC ist Sponsoring-Partner bei CamperStyle und stellt uns für die Kochvideos kostenlose Vorführprodukte zur Verfügung. Auf die redaktionelle Ausgestaltung und den Inhalt nehmen unsere Partner grundsätzlich keinen Einfluss.

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Leben im Bauwagen – ein Selbstversuch, Teil 1 https://de.camperstyle.net/leben-im-bauwagen-ein-selbstversuch-teil-1/ https://de.camperstyle.net/leben-im-bauwagen-ein-selbstversuch-teil-1/#comments_reply Sun, 19 May 2019 05:32:51 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=68231 Wir leben in einem Bauwagen und dieses Leben würde ich gegen nichts auf der Welt eintauschen. Zumindest nicht im Moment. Inzwischen kommt es immer öfter vor, dass Wanderer, Bekannte und Freunde hier auf dem Hof auftauchen, an die Wagentür klopfen und uns, meinen Freund Patrick und mich, mit tausenden von Fragen löchern.

Seit wir einen komplett neuen Wagen gebaut haben, merken wir, wie viel Interesse am Thema „Wohnen auf Rädern“ besteht. Viele Menschen bringen das Wagenleben mit dem Trend von Tiny Houses in Verbindung und haben Vorstellungen von diesem Alltag, die am Ende vielleicht etwas zu idyllisch und perfekt sind. Egal, wie ich es drehe und wende: Das Leben auf Rädern scheint meines Erachtens nach immer salonfähiger zu werden und sich zu einem regelrechten Trend zu entwickeln, vor allem unter den Menschen, die ohnehin gerne mit dem Camper bzw. Wohnwagen unterwegs sind.

Vielleicht hast auch du schon einmal von einem Tiny House oder Bauwagen geträumt? In diesem Artikel berichte ich von meinen eigenen Erfahrungen mit diesem Thema und gehe auf die Vor- und Nachteile des mobilen Wohnens ein.

In weiteren Beiträgen dieser Serie erfährst du dann mehr zu unserem Wagenbau, zum Ausbau und erhältst einen persönlichen Ausblick zum Thema Wagenleben beziehungsweise Tiny House. Viel Freude beim Lesen!

Jetzt aber von Anfang an

Wir haben uns entschieden einen neuen Bauwagen zu bauen. Es ist nicht der erste. Mein Freund Patrick hat vor einigen Jahren bereits zwei Wägen gebaut und in einem gelebt. Ich selbst habe das letzte Jahr ebenfalls in einem Wagen gewohnt. Wir beide haben Anschluss an ein altes Bauernhaus, wo wir Küche und Bad nutzen können. Nun soll für uns ein unabhängig vom Haus funktionierender Wagen her. Wir möchten einfach wissen, wie gut das für uns beide funktioniert und dabei einiges über Wasser, Strom und Konstruktion lernen. Und irgendwann teilen wir uns dann 18 m² zu dritt, denn Ole, unser strubbelige Vierbeiner, zieht auch mit ein. Warum sich alle Menschen, die ohnehin auf kleinem Raum auf Rädern leben, dann auch noch zusätzlich Hunde halten müssen, fragt man sich da… Wie auch immer, dieser Wagen ist wohl ein weiteres Experiment auf der Suche nach der ganz eigenen Art zu Leben.

Ein mobiles Leben im Bauwagen mit Hund

Foto: (c) Geraldine Schüle

Hier auf dem Hof im Süden Deutschlands stehen wir halblegal in der Hoffnung, dass wir in Ruhe gelassen werden. In der Pampa interessiert es bis jetzt zum Glück niemanden, welche Rechte und Pflichten wir als deutsche Staatsbürger so ganz genau haben.

Wir halten Hühner und Gänse und Patrick hat seine Werkstatt in der Scheune. Er ist Zimmermann. Im Grunde ist hier genügend Wohnraum und wir könnten einfach im Haus leben. Das wollen wir aber nicht. Wir sind lieber draußen, spüren Wärme, Kälte und Luftfeuchtigkeit, hacken Holz, füllen Wasser nach und sammeln kleine Käfer zwischen den Ritzen im Wagen auf, um sie nach draußen zu befördern.

„Dauerhaft 20°C und 60% Luftfeuchtigkeit, den ganzen Tag? Da fühle ich mich konserviert, wie in einer Dose! Wie soll ich da meinen eigenen Körper spüren?“, fragt mich Patrick. Ich muss ihm zustimmen. Seitdem auch ich im Wagen lebe und mich täglich um die Tiere kümmere, bin ich fitter, habe mich besser an die Kälte draußen gewöhnt und sogar regelmäßige Tätigkeiten, wie Holz hacken und nachlegen, Wasser auffüllen, aufräumen und Klamotten zusammenlegen gehen einfach automatisch nebenbei.

Das Wagenleben hat aber auch unbequeme und zeitaufwändige Facetten: Im Winter müssen wir uns jeden Morgen bei Minusgraden unter der Bettdecke hervor kämpfen und den ausgekühlten Ofen anfeuern. Das Wärmegefühl tritt dann etwa zwei Stunden später ein. Wenn wir beide früh losmüssen, bleibt der Wagen also kalt. Mein Job als Autorin ermöglicht es mir zum Glück, dass ich oft im Wagen sitzen und den ganzen Tag Holz nachlegen kann, sodass die Bude warm bleibt. Würden wir zum Arbeiten jedoch in ein Büro fahren müssen, hätten wir mit unserem Holzofen keine Chance. Ohne das wohlige Knistern und Knacken des wärmenden Feuers im Wagen wäre es hier nicht wirklich schön. Auch Patrick kann sich seine Zeit als selbstständiger Zimmerer mit Architekturstudium frei einteilen und es gibt viele Phasen, in denen auch er am PC sitzt, zeichnet und nachschürt.

Unsere Berufe sehe ich als große Chance für das mobile und individuelle Wohnen, denn die Tendenz geht dahin, dass immer mehr Menschen durch technische Neuerungen ganz einfach von zuhause arbeiten können. Die nötige Disziplin muss jeder dann eben selbst aufbringen.

Ein Holzofen in einem Bauwagen beim mobilen Leben

Foto: (c) Geraldine Schüle

Jetzt aber mal ans Eingemachte!

Mobiles, beziehungsweise Wohnen auf kleinem Raum ist in Europa ein wachsender Trend. In Amerika und Kanada ist diese Wohnform schon seit Jahren eine gängige Praxis. Nicht, weil die da drüben überm großen Teich zu wenig Fläche für große Häuser hätten. Nein, paradoxerweise ist es andersherum. Es gibt genügend Fläche für viele kleine Häuser, in denen Menschen nicht gestapelt werden. Der Begriff „Tiny House“ ist schon längst über den großen Teich bis vor unsere Haustüren geschwappt. Immer wieder erzählen mir Menschen, dass ein eigenes kleines Haus mit Rädern auf der grünen Wiese ihr größter Traum sei.

Wir fragen uns, warum viele Menschen nicht mehr nach einem geräumigen Eigenheim mit genügend Platz für alle Dinge, die das Leben schöner machen, streben? Zum einen sind es wohl finanzielle Gründe, aus denen Menschen sich verkleinern. Nicht etwa, weil das Geld für ein größeres Häuschen zu knapp wäre, sondern, weil sich das Verhältnis aus Arbeit und Freizeit zugunsten der Freizeit verschieben lässt, wenn wir uns einschränken.

Die Baukosten pro Quadratmeter für ein Tiny House liegen dabei aber interessanterweise höher, als bei einem soliden Eigenheim in der Vorstadt. Trotzdem gibt es ein bewohnbares Tiny House schon für 30.000 Euro. Ein Stellplatz ist hier allerdings noch nicht mitinbegriffen. Wer für den Stellplatz dann Miete zahlen muss, hat die regelmäßigen Ausgaben somit nicht wirklich reduziert. Der finanzielle Faktor ist also bei den meisten Menschen viel weniger ausschlaggebend, als man vermuten würde. Vorteilhaft ist ein Tiny House gegenüber einer kleinen Wohnung mit guter Anbindung in der Vorstadt in finanzieller Hinsicht nicht gerade. Wer mietfrei ohne Startkapital stehen möchte, braucht außerdem gute Freunde mit viel Platz, ein geerbtes Grundstück oder muss illegal einen öffentlichen Platz besetzen, bis dieser geräumt wird.

Zum anderen sind es ideelle Gründe, die Menschen dazu bewegen, sich mit materiellen Dingen zu reduzieren. Es macht einfach glücklicher, weniger Verantwortung für Kram übernehmen zu müssen, dauerhaft weniger Geld für materielle Dinge und Reparaturen am Haus auftreiben zu müssen und obendrein aus Gewohnheit weniger Dinge zum Leben zu benötigen. Weniger ist für viele Menschen in dieser Hinsicht mehr, weil es aus allen möglichen Zwängen befreit. Allerdings bin ich der Meinung, dass wir uns nicht erst reduzieren sollten, wenn wir ein neu gebautes Tiny House haben. Damit können wir genau genommen schon jetzt anfangen, egal wie wir wohnen.

Holzhacken fuer die Waerme im Bauwagen

Foto: (c) Geraldine Schüle

Außerdem gibt es noch die ästhetischen Gründe, die Menschen dazu verleiten, sich ein eigenes Tiny House zu wünschen. Auf einem so kleinen Raum muss jeder Winkel besonders gut durchdacht und gestaltet sein. Die meisten Tiny Houses sind zudem Neubauten, die daher in modernem und individuellem Design aufgebaut werden. In Deutschland gibt es noch keinen großen Markt für gebrauchte Tiny Houses. Pinterest, Facebook, Instagram und Co. quillen beinahe über vor bezaubernden Bildern von stylischen Tiny Houses. Allerdings muss ich sagen, dass die meisten dieser Bilder nicht mehr als ein Ferienhäuschen sein können, da die Einrichtung oft unglaublich unpraktisch oder gar unlogisch, aber eben schön ist.

Näher an der Natur zu sein, ist für sehr viele Menschen ein weiterer Faktor. Ökologisch sinnvoll ist das Leben auf Rädern aber leider bei Weitem nicht. Das Heizen braucht viel mehr Energie, da es vier Außenwände gibt, die Wärme verlieren. In einem großen Wohnblock beispielsweise gibt es oft nur eine Außenwand und die Menschen wärmen ihre Wohnungen gegenseitig. Sogar von oben und von unten! Altbauten und Wohnblocks sind es oft wert, saniert zu werden, denn sie stehen häufig in zentraler Lage, wo Menschen ohne Auto wohnen können. Tiny Houses werden meist komplett neu gebaut und aus ökologischer Sicht ist es immer sinnvoller, bestehendes besser zu machen, als neues zu produzieren. Zudem stehen Bauwagen und kleine Häuser auf Rädern in Deutschland (wenn überhaupt) oft in einer Lage, in der ohne Auto nicht viel zu erreichen ist. Ein weiterer Minuspunkt also in ökologischer Hinsicht. Dazu kommt, dass Tiny Houses auf Rädern im Gegensatz zu einem Steinhaus, nicht für die Ewigkeit gemacht sind. Die leichte Bauweise macht es unmöglich, ein wirklich solides kleines Häuschen zu errichten, welches vernünftig saniert und renoviert werden kann, sodass es weitere 100 Jahre überdauert. Uns beide will ich mit unserem neu gebauten Wagen von all diesen Kritikpunkten nicht ausnehmen. Wir haben diesen Wagen nicht aus ökologischen Gründen gebaut, aber wir haben uns sehr viel damit beschäftigt, wie wir es schaffen, so ökologisch wie möglich zu bauen. Dazu kannst du im nächsten Artikel mehr lesen.

Das Tiny House ist somit zwar individuell, sieht nett und natürlich aus, aber es ist unserer Meinung nach in erster Linie nicht ökologisch sinnvoll. Ökologische Lebensformen beginnen da, wo wir mehr teilen, anstatt uns abzugrenzen.

Ein Blick auf das mobile Leben in Harrys Bauwagen (c)Patrick Ortlieb

Foto: (c) Patrick Ortlieb

Nun haben wir auch Freunde, die seit Jahren in ausgebauten LKWs, Bussen oder Bauwagen leben. Bestimmt hast auch du schon mal nach einem Campingurlaub gedacht, dass du zum Leben eigentlich gar nicht mehr bräuchtest, als deinen Camper oder das Wohnmobil. Die Umsetzung erfordert in Deutschland jedoch Mut, Geschick und Aufwand, denn erlaubt ist das nicht.

Im Grunde ist ein Bauwagen ein Fahrzeug, weil er auf Rädern steht. Zusammengefasst und sehr verkürzt ausgedrückt, wird der Umgang mit mobilen Unterkünften in Deutschland in etwa so geregelt: Ein Fahrzeug muss so positioniert sein, dass es ohne Probleme alle 14 Tage bewegt werden kann. Dinge wie Steinplatten und Feuerstelle oder gar ein kleiner Garten, der meiner Meinung nach in jedem Fall zum perfekten Tiny-House-Traum dazugehört, entsprechen nicht den gesetzlichen Vorschriften. Der Wagen wird in diesem Fall offensichtlich wie eine bauliche Anlage genutzt. In dieser Grauzone bewegen sich einige unserer Freunde. Als Hauptwohnsitz kann ein bewegliches Fahrzeug aber nicht angemeldet werden.

Das Baugesetzbuch fuer ein mobiles Leben im Bauwagen

Foto: (c) Geraldine Schüle

Außerdem ist es wichtig, wo ein Wagen steht. Das regelt unter anderem § 34 Bau-Gesetzbuch, kurz BauGB. Extrem verkürzt und einfach ausgedrückt, kannst du einen Wagen genehmigen lassen, wenn das Fahrzeug als bauliche Anlage in das Ortsbild passt. So ergibt es aber wiederum wenig Sinn, einen Wagen zu bauen, denn als bauliche Anlage kann auf die Räder verzichtet werden. Das Genehmigungsverfahren verläuft wie bei einem Anbau. Also wieder kein Tiny House auf Rädern, sondern das komplette Antrags- und Genehmigungsprozedere wie bei einem normalen Wohnhaus.
Wir selbst leben im Gebiet von § 35 BauGB (Außenbereich). Hier darf nur gebaut werden, wenn es einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb oder der öffentlichen Versorgung dient. Oft werden auf landwirtschaftlichen Betrieben ein oder mehrere Wagen für die Unterbringung von Saisonarbeitern genehmigt. Ein legaler Hauptwohnsitz im Tiny House ist das aber ebenfalls nicht. Ansonsten gilt hier im Außenbezirk für uns ganz einfach: Wo kein Kläger, da kein Richter. Ob etwas Kunst ist, oder weg kann, das entscheiden hier oft noch die Bewohner…

Paddi auf einem Turm (c)Gebhard Ortlieb

Foto: (c) Gebhard Ortlieb

Einige unserer Freunde haben, ähnlich wie wir, Strategien entwickelt, diese alternative Lebensform halb-legal für sich zu organisieren. Zwei Bekannte haben sich ebenfalls einen Wagen gebaut und nach langer und vergeblicher Stellplatzsuche, haben sie einen Campingplatz gefunden, der die beiden mit ihrem Bauwagen für einige Zeit aufnimmt. Es ist ein schönes Plätzchen direkt am Wasser, allerdings müssen sie Miete zahlen.

Ein anderes Paar lebt mit ihrem siebenjährigen Sohn seit Jahren in zwei ausgebauten LKWs. Alle paar Wochen ziehen sie weiter. Sie haben hier in der Umgebung ihre Anlaufstellen, denn der Sohn geht zur Schule, sie studiert und er arbeitet als selbstständiger Zimmerer. Sogar zwei Hühner hat die kleine Familie immer mit dabei. Neben den beiden LKWs besitzen sie noch einen PKW, einen kleinen Transporter als Arbeitsauto und einen Saunawagen. Es gibt ein schönes Grundstück mitten im Nirgendwo, wo die drei sich im Sommer oft aufhalten, ein wenig gärtnern oder einen Schwimmteich anlegen. Manchmal stehen sie auch am Rhein nahe der französischen Grenze, wo sie nur selten vertrieben werden. Im Winter stehen sie meist bei einem befreundeten Bauern auf dem Hof in der Nähe. Zum Wäschewaschen geht es in den Waschsalon. Im Sommer wird draußen kalt geduscht und im Winter gibt es eine Dauerkarte für das örtliche Hallenbad. Alle drei sind damit zufrieden, haben es sich so ausgesucht und ihre Freiheit ist ihnen das Wichtigste. Anfangs haben auch sie in einem Bauwagen gelebt, allerdings ist alles leichter geworden, seitdem die drei in ordnungsgemäß angemeldeten Autos leben, anstatt halblegal mit einem auffälligen Bauwagen irgendwo unterzukommen. Seitdem werden sie von Beamten und überaufmerksamen Bürgern in Ruhe gelassen.

Ein Huhn vor einem Bauwagen

Foto: (c) Geraldine Schüle

Als dritte Variante haben wir noch Freunde, die in unauffälligen Wohnmobilen, also ausgebauten Bussen, in der Stadt leben. In Städten gibt es viele Menschen, die diesen Lebensstil betreiben. Auch sie haben ihre Anlaufstellen, werden aber regelmäßig von der Polizei vertrieben oder müssen Strafen wegen der Umweltplakette zahlen. Ihre Stellplätze sind oft am Stadtrand oder bei besetzten Wagenplätzen, die die Stadt noch nicht geräumt hat. Diese Wagenplätze gibt es im Übrigen inzwischen in vielen größeren Städten. Dort eine Parzelle zu bekommen ist jedoch schier unmöglich, weil jeder Quadratzentimeter heiß begehrt ist. Unsere Stadtcamper-Freunde erzählen außerdem manchmal davon, dass ihre Busse aufgebrochen werden.

Wer in Deutschland also unabhängig auf Rädern leben möchte, der muss Glück oder Geld haben und ansonsten unter Umständen damit klar kommen, vertrieben zu werden, ständig auf der Suche nach einem Plätzchen für die Nacht zu sein oder Miete zu zahlen, fleckige Hosen zu tragen, im Schwimmbad zu duschen, Post ständig bei einer Meldeadresse (Eltern oder Freunde) abzuholen, nicht zu wissen, ob es auch morgen noch ohne Probleme geht und darf die deutsche Gesetzeslage nicht so ernst nehmen. Außerdem muss man sich ständig um Wasser kümmern, irgendwo Holz besorgen, ohne es wirklich lagern zu können, und jeden Morgen auch bei minus 10 °C aus dem Bett steigen, um anzuheizen. Mit dem Traum vom einfachen und womöglich freien Leben im Designer-Tiny-House auf der eigenen grünen Wiese am Stadtrand hat all das in den meisten Fällen wenig zu tun.

Ich persönlich fühle mich pudelwohl im Bauwagen, zumal ich selbst in einem Wohnwagen aufgewachsen bin. Das steckt einfach in mir und so ganz bekomme ich das auch nicht mehr aus mir heraus. Daher freue ich mich über die neueren Entwicklungen hin zum gesellschaftstauglichen Leben auf Rädern, auch wenn bei Weitem nicht alles daran toll ist. Trotzdem: Dass das Leben im Bauwagen, im Camper, LKW oder im Tiny House irgendwie besonders, romantisch und total gemütlich ist, das steht ja wohl fest! Auf unser neues Zuhause sind wir sogar ein bisschen stolz. Davon erzähle ich aber im nächsten Artikel.

Ein beleuchteter Bauwagen bei Nacht

Foto: (c) Geraldine Schüle

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Ein Wohnwagen für Extreme: BMW, The North Face und der FUTURELIGHT Camper https://de.camperstyle.net/futurelight-camper-autarker-wohnwagen/ https://de.camperstyle.net/futurelight-camper-autarker-wohnwagen/#comments_reply Wed, 15 May 2019 04:02:39 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=69245 Wie ein kleiner Mars-Roboter sieht er aus. Knubbelig, weiß und mit seltsamen Rädern. Irgendwo in den eisigen Bergen zwischen Schnee und glasklaren Bergseen. Der kleine FUTURELIGHT Camper, den BMW gemeinsam mit dem Outdoor-Ausrüster The North Face entwickelt hat, macht neugierig und auch ein bisschen ratlos: Ist das jetzt wirklich ein Wohnwagen oder eher ein Zelt auf Rädern? Bisher ist es auf jeden Fall nicht mehr als eine Simulation, die durch eine VR-Brille betrachtet werden kann. Denn das Vehikel ist aktuell nur eine Studie. Aber eine sehr interessante.

Was passiert, wenn ein Autobauer auf einen Ourdoor-Spezialisten trifft, der Kleidung und Ausrüstung für Extrem-Bergsteiger herstellt? Richtig – sie entwerfen etwas Innovatives aus einem futuristischen Stoff, das Räder hat und sogar in Alaska überlebt. Und dann geben sie der Sache noch einen passenden Namen: FUTURELIGHT Camper. Vorgestellt haben BMW und The North Face die Idee für den Wohnwagen zum ersten Mal auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas zu Beginn des Jahres.

Eine Außenhülle aus Nanofasern

Die Besonderheit: Der Rahmen des Campers besteht aus Kohlefaser und stammt von BMW. Die Hülle ist eine Entwicklung von The North Face – und sie besteht aus Stoff. Das klingt jetzt wieder eher nach einem Zelt. Doch es ist nicht einfach nur Stoff, sondern eine patentierte Hightech-Haut, die dem Prozess des „Elektrospinnens“ unterzogen wurde. Das hat jetzt weder was mit unter Strom stehenden Stühlen kurz vor der Todesstrafe zutun, noch mit achtbeinigem, ungebetenem Getier. Was bei manchen Campern wohl ähnliche Gefühle auslöst. Aber das ist eine andere Geschichte. Beim Elektrospinnen werden in einem elektrischen Feld extrem dünne Fasern erzeugt, die so winzig sind, dass man sie Nanofasern nennt. Zwischen ihnen bilden sich ebenfalls extrem viele, winzige Zwischenräume. Diese lassen dann besonders viel Luft durch einen Stoff, machen ihn aber dennoch extrem belastbar und komplett wasserabweisend.

„So sorgt die Außenhaut des FUTURELIGHT Campers für eine Ventilation im Innenbereich, die es so vorher noch nicht gab“, erklärt BMW. Zudem ist das gesamte Konstrukt damit natürlich sehr leicht. Über Größe und Gewicht des Fahrzeugs haben die beiden Unternehmen aber bisher keine Angaben gemacht.
Die Form des Wohnwagens besteht aus mehreren Dreiecken und erinnert damit an das Konzept der Igluzelte von Heimplanet. Der Camper ist übrigens inspiriert durch den BMW GINA – einem Auto, das ebenfalls eine Stoffhülle besaß und somit seine Form verändern konnte.

Camper für extreme Bedingungen Design-Studie Camper Inneneinrichtung vom FUTURELIGHT Camper

Spartanische Inneneinrichtung – futuristische Räder: Der FUTURELIGHT Camper

Platz ist innen für zwei Personen. Auch wenn es in der Simulation so aussieht, als würde dann das Gefühl von einer Einbalsamierung in einer Ölsardine auftreten. Und nun kommt der Punkt, an dem der Camper doch wieder eher nur ein Zelt ist: Es gibt ein Bett, eine Sitzbank, einen Tisch, zwei Ausgänge mit Reißverschlüssen, ein Dreiecksfenster im Heck – und das war’s. Keine Küche, keine Toilette, keine Dusche und nicht einmal viel Raum für einen Koffer. Wohin also mit all dem Outdoor-Kram, den The North Face produziert?
Immerhin stechen die Räder optisch hervor: Der Caravan – oder das Zelt – rollt auf großen Speichenrädern ohne Luftbereifung.

„The North Face hat bereits seit längerem gute Geschäftsbeziehungen mit BMW“, erklärt Scott Merlin, Global Manager im Bereich Bergsport bei The North Face.
„Jetzt hatten wir die Chance, zu zeigen, was mit der Technologie des Elektrospinnens möglich ist. Als wir angefangen haben, standen wir bei null und hatten das Ziel, etwas völlig Neues zu erfinden, was wasserdichte und atmungsaktive Stoffe angeht“, ergänzt Laura Robin, Direktorin bei BMW Designworks in Los Angeles.
Zum Preis und der Realisierung des FUTURELIGHT Campers gibt es dagegen noch keine Angaben.

Eine Zusammenarbeit von BMW und The North Face

Bei BMW übernimmt die Tochtergesellschaft BMW Designworks alle Aufgaben, die mit futuristischen und innovativen Ideen zutun haben. So sind bereits Roboter für die Arbeit unter Wasser, ganze U-Bahn-Züge oder Spezialsitze für Flugzeuge entstanden. Immer mit dem Anspruch, dass es am Ende auch noch gut aussieht. Dafür bedient sich das Unternehmen an Ideen verschiedener Industriesparten und versucht, übergreifend neue Technologien zu entwickeln und Materialien und Design neu zu kombinieren.

The North Face hat dagegen eine ganz andere Philosophie: nämlich Abenteurern und Sportlern die beste Ausrüstung für ihre teils extremen Herausforderungen – vor allem beim Bergsteigen – zu bieten. Dabei geht die Legende um, dass The North Face an einem Strand gegründet wurde. Und zwar von zwei Kletterern, die 1966 in der Umgebung des Nordstrands von San Francisco die Idee hatten, ein Geschäft für Bergsteigerartikel zu eröffnen. Was sie dann auch taten.
Schon damals war eine kleine Innovation der Beginn für etwas ganz Großes. Also abwarten und durch die VR-Brille schauen. Wer weiß, wann der FUTURELIGHT Camper tatsächlich zum ersten Mal ins Gelände rollt und was er dort bewegt.

Fotos (c): BMW Group

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Checkliste: Erstausstattung für Wohnwagen & Reisemobile https://de.camperstyle.net/checkliste-erstausstattung-fur-wohnwagen-reisemobile/ https://de.camperstyle.net/checkliste-erstausstattung-fur-wohnwagen-reisemobile/#view_comments Sun, 12 May 2019 05:01:51 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=5970 Die letzten Messen des Jahres sind vorbei, und viele von euch wurden glückliche Besitzer eines neuen Wohnwagens oder Wohnmobils. Jetzt geht es daran, die Fahrzeuge einzurichten – doch was braucht man wirklich? Beim Kauf der Erstausstattung sieht man in den großen Campingläden den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr – Fehlkäufe inklusive!

Damit euch das nicht passiert, haben wir gemeinsam mit unserem Experten Jan Kuckertz, selbst langjähriger Camper und ausgebildeter Fachmann für Caravantechnik, eine Checkliste erarbeitet, die euch den Einstieg ins Camperleben erleichtern soll.

Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert – ihr dürft uns also gerne eure eigenen Tipps und Vorschläge bei uns einreichen, denn auch wir lernen immer wieder dazu!

Die Ausrüstung ist für eine zwei- bis vierwöchige Reise im Wohnwagen oder Wohnmobil ausgelegt. Für Kastenwagen, kleinere Campingfahrzeuge, Wochenendtrips oder minimalistische Abenteurer ist die doch recht umfangreiche Erstausstattung nur bedingt geeignet, da wir an einigen Punkten etwas großzügig kalkuliert haben – ihr sollt es auf euren Reisen ja auch ein bisschen komfortabel haben. Wer möchte, darf da natürlich gerne etwas abspecken!

Die kostenlose Checkliste zum Herunterladen

Mit einem Klick auf das Vorschaubild könnt ihr die Liste herunterladen und ausdrucken – viel Spaß mit eurem neuen Gefährt! 🙂

Checkliste Grundausstattung Erstausstattung Wohnwagen und Wohnmobil

Facebookgruppe „Camping-Anfänger“ für all deine Fragen

Wer noch ganz am Beginn seiner „Camperkarriere“ steht oder seine Erfahrung mit anderen teilen möchte, ist herzlich willkommen, in unserer Facebookgruppe für Camping-Anfänger Fragen zu stellen und mitzudiskutieren!

Hier werden alle Anliegen freundlich und konstruktiv disktuiert – und es sind sogar schon erste Real-Life-Freundschaften entstanden. Wir freuen uns auf dich!

Checkliste „Erstausstattung“ für mobile Endgeräte:

Grundausstattung

  • Gasflasche(n)
  • Für Wohnwagen: Deichselschloss + Kugel (als Diebstahlsicherung)
  • Für Wohnwagen: Deichselhaube
  • Kabeltrommel (25 m – H07RN-F 3G2,5) evtl. mit Verlängerungskabel
  • 2x Adapterkabel (CEE 1,5 m – H07RN-F 3G2,5)
  • 4x Holzbrettchen oder Alu-Unterlegplatten für die Stützen | Beim Wohnmobil: Auffahrkeile
  • Abwassertank oder Eimer
  • Abwasserschlauch 3m
  • (Falt-)Kanister 10 – 20l / Gießkanne / PET-Flaschen 8l + Trichter
  • WC-Flüssigkeit oder -Tabs
  • Trinkwasserentkeimung
  • Handstaubsauger (evtl. 12 V)
  • Kehrschaufel + Besen
  • Wäscheleine + Klammern
  • Spülschüssel + Spülmittel
  • Spülschwamm / Spülbürste + Geschirrtücher
  • Klapptisch
  • Campingstühle/-liegen
  • Gasgrill + evtl. kleine bis mittelgroße Gasflasche (Vorsicht mit Propangas…)
  • Gummi- oder Zimmermannshammer + Heringe (Tipp unseres Lesers Jörg: Mit dem Zimmermannshammer lassen sich die Heringe ganz einfach wieder entfernen!)
  • Sonnensegel / Markise / Vorzelt
  • Sturmband
  • Kleiner Standard-Werkzeugkasten mit Schraubensortiment
  • Fußabtreter / Gummimatte
  • Trittstufe
  • Ordnungsboxen in verschiedenen Größen
  • Faltbarer Wäschekorb
  • Klappbares Abtropfgestell
  • Und bitte nicht vergessen: Bettdecken + Kopfkissen!!!

Küchenutensilien (für 2 bis 4 Personen)

  • 4x große flache Teller
  • 4x kleine flache Teller
  • 4x tiefe Teller und/oder 4x Müslischalen
  • 4x Tassen (am besten Edelstahl)
  • 4x Saftgläser | Bei Bedarf: 4x Weingläser
  • 4x Gabeln
  • 4x Messer
  • 4x Esslöffel
  • 4x Teelöffel
  • 1x Küchenmesser
  • 1x Brotmesser
  • 1x Schneidebrett
  • 1x Schere
  • 1x Feuerzeug + Gas zum Nachfüllen
  • 1x Dosenöffner | Bei Bedarf: 1x Korkenzieher und/oder 1x Flaschenöffner
  • 1x Sparschäler
  • 1x Pfannenwender
  • 1x Grillzange
  • 1x Suppenkelle
  • 1x Pfanne
  • 2x Töpfe (klein und groß)
  • 1x Sieb
  • Wiederverwendbare Plastikbeutel (z.B. Gefriertüten)
  • Frischhalteclips
  • Frischhaltedosen mit Deckel
  • Wasserkocher / Kaffeezubereiter (+ Kaffedose)
  • Salatschüssel / -Besteck
  • Küchenrolle
  • Müllbeutel

Badutensilien (für 2 bis 4 Personen)

  • 2-4x Badetücher
  • 2-4x kleine Handtücher
  • Seife
  • Zahnbürsten
  • Zahnpasta
  • Shampoo + Duschgel/-seife
  • Badeschlappen aus Plastik (FlipFlops o. Ä.)
  • Toilettenpapier
  • Desinfektionsspray
  • Waschmittel / Reisewaschpaste
  • Sonnencreme
  • Anti-Mücken-Spray (z.B. Autan, Anti-Brumm)
  • Reiseapotheke (s. hierzu auch unsere Post Reiseapotheke für Europa)
  • Haarfön
  • Kulturbeutel zum Aufhängen
  • Bei Bedarf: Damen-Hygieneartikel (Tampons, Binden, etc.)
  • Bei Bedarf: Kinder-Hygieneartikel (Windeln, Feuchttücher, etc.)

Weitere nützliche Kleinigkeiten

  • Wandler 12V > 230V
  • Mehrfachsteckdose
  • Aux-Verbindungskabel
  • Outdoor-Zubehör: Kompass, Fernglas, Regenjacken, Picknickdecke, etc. Regenschirm(e)
  • Für Reparaturen und Wartung: Panzerband, Isolierband, Kabelbinder, Draht, Kriechöl
  • Kerzen / Teelichter
  • Schreibblock & Kugelschreiber
  • Kühltasche / Kühlrucksack
  • Batterien / Akkus (6x AAA + 4x AA)

Unsere Produktempfehlungen

Im Folgenden haben wir einige ausgewählte Produkte für dich zusammengestellt, die wir selbst nutzen und für gut befunden haben:

Verlängerungskabel Camping, 25 m
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CURVER Aufbewahrungsbox Style mit Deckel, 18 l
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Abtropfgestell faltbar - praktisch für Camper
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Stand: 24.05.2019 17:35 Uhr
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Bialetti Moka Express 3 Tassen Espressokocher
19,34 EUR 22,95 EUR
Stand: 24.05.2019 18:20 Uhr
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Kulturtasche zum Aufhängen, 7 l Stauraum
19,90 EUR 29,99 EUR
Stand: 24.05.2019 19:28 Uhr
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CADAC Safari Chef 2 multifunktionaler Gasgrill, LP 50mbar
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Stand: 24.05.2019 17:29 Uhr
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Weitere Ratgeber und Checklisten für Anfänger und Fortgeschrittene

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Fahrrad- und E-Bike-Träger für Kastenwagen – der AGITO VAN von SAWIKO https://de.camperstyle.net/test-ebike-fahrradtraeger-kastenwagen-agito-van-sawiko/ https://de.camperstyle.net/test-ebike-fahrradtraeger-kastenwagen-agito-van-sawiko/#comments_reply Sat, 11 May 2019 04:38:37 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=70782 Kompakt, stabil, schwenkbar: Mit diesen drei Worten lässt sich der praktische Heckträger AGITO VAN aus dem Hause SAWIKO wohl am besten beschreiben. Bisher gab es das Trägersystem nur für Kastenwagen auf Ford-Nugget- und -Turneo-Custom-Basis. Seit Anfang des Jahres steht er auch für die Fiat-Ducato-Klasse (inkl. Peugeot Boxer und Citröen Jumper) zur Verfügung.

Wir haben uns das Teil mal für ein paar Tage ausgeliehen und näher angeschaut:

YouTube Video
Wenn du den Play Button drückst, wird das Video von Youtube geladen und abgespielt. Dabei können Daten übertragen werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der AGITO VAN im Überblick

Der AGITO VAN ist für zwei Fahrräder konzipiert und dank seiner Nutzlast von 60 kg auch für E-Bikes geeignet. Das Trägersystem wird mit einem Bock am Fahrzeugchassis montiert und kann auch im beladenen Zustand teilweise oder komplett abgeschwenkt werden. Dadurch bleiben die Hecktüren zu jeder Zeit zugänglich. Deine Gasflasche wechseln, die Toilette entsorgen, die Campingmöbel ausladen oder dein Equipment verstauen sind damit kein Problem.

Gewicht

Gewichtsmäßig schlägt der AGITO VAN mit ca. 13 kg zu Buche, für die am Fahrzeug montierte Halterung kommen 18 kg und für den Schwenkarm 15 kg hinzu.

Ausstattung und Zubehör

Die Befestigung der Räder erfolgt, wie bei anderen ähnlichen Systemen, über zwei Schienen („Schlitten“) auf denen stufenlos verstellbare Schuhe angebracht sind. Auf diese werden die Fahrräder aufgesetzt und mit einem Ratschenverschluss gesichert. Zusätzlich ist für jedes Rad ein Haltearm vorhanden, ebenfalls mit Ratschenverschluss. Anders als bei unserem eigenen Träger sind diese Haltearme jedoch nicht starr. Sie besitzen ein Kupplungsgelenk und können dadurch auf jeden beliebigen Winkel eingestellt werden.

Wird der Träger nicht genutzt, lässt er sich platzsparend nach oben wegklappen oder bei Bedarf sogar mit wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug komplett abnehmen. In diesem Fall verbleibt nur der Bock am Fahrzeug, Schwenkarm und Transportbrücke können, zum Beispiel über den Winter, eingelagert werden.

Ein weiteres Plus: Der AGITO VAN ist durch optionales Zubehör für deine persönlichen Bedürfnisse konfigurierbar:

Zum einen kannst du eine starre oder abnehmbare Anhängekupplung dazubestellen – äußerst praktisch, wenn du deinen Kastenwagen auch mal zum Ziehen eines Wohnwagens oder  Transportanhängers nutzen möchtest. Zum anderen gibt es einen Rüstsatz, um den Träger mit einer Transportbox auszustatten.

Preis

Die Kosten für den AGITO VAN belaufen sich auf  1.695 Euro (UVP des Herstellers) zzgl. Montage.

Mehr Informationen und eine detaillierte Preisliste findest du auf der Webseite von SAWIKO.

Unser Eindruck

Wir hatten den AGITO VAN über mehrere Tage im Einsatz und sind in diesem „Kurztest“ mit dem Kastenwagen über verschiedenste Untergründe gebraust (inklusive diverse Irrwege über heimische, schlaglochübersäte Feldewege-Sackgassen, weil ich meine Navigationsfähigkeiten überschätzt habe). Darüber hinaus durfte ich meine Kompetenzen im Rückwärts-Einparken unter Beweis stellen.

Das System wirkt trotz seines relativ geringen Gewichts überaus solide und stabil und beeinträchtigt durch seine kompakte Bauweise den Rangier-Radius kaum. An unserem Testfahrzeug war keine Rückfahrkamera verbaut, der AGITO kann aber auch mit einer solchen Kamera genutzt werden, was im Alltag – vor allem für Alleinreisende und schnelle Rangiermanöver – sicherlich sehr praktisch wäre.

Durch die Anbindung am Chassis des Kastenwagens werden Türen und Scharniere auch bei voller Auslastung nicht beschädigt.

Besonders gefallen haben uns die gut durchdachten Details:

  • Die stufenlos verstellbaren Schuhe und Haltearme sind perfekt für Räder mit „Übergröße“ oder etwas ungewöhnlichem Rahmenbau, wie zum Beispiel meinem Beach Cruiser.
  • Um die Felgen während des Transports zu schonen, sind auf den Ratschenverschlüssen weiche Polsterungen angebracht.
  • Der Träger ist mit mehreren einfachen, aber wirkungsvollen Sicherungsmechanismen ausgestattet, um ein unerwünschtes Abschwenken oder Ausklappen zu verhindern. Trotzdem lässt er sich mit wenigen Handgriffen bedienen.
  • Als Wohnwagenfans ist uns natürlich sofort die Anhängekupplung ins Auge gestochen, die für relativ überschaubare Kosten bei der Montage mit verbaut werden kann.

Wenn du dich erstmal allgemein über das Thema Zweiradträger informieren möchtest, schau dir gerne mal unseren großen Ratgeber „Fahrrad- und Motorradträger für Wohnmobile oder Kastenwagen“ an. Hier erfährst du, welche verschiedenen Varianten es gibt, welches Modell für dich das richtige sein könnte und worauf du bei Auswahl und Kauf achten solltest.

Titelbild: (c) CamperStyle

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Reisen und Camping mit Hund in Italien – Einreise, Gesundheitsvorsorge, Bestimmungen vor Ort https://de.camperstyle.net/reisen-camping-hund-italien/ https://de.camperstyle.net/reisen-camping-hund-italien/#comments_reply Fri, 10 May 2019 06:38:09 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=68428 Wie viele andere Camper verbringe auch ich die verregnete Jahreszeit samt Frau und Hund gerne im warmen Süden. So auch jetzt gerade. Dieses Jahr ist Italien das erste Ziel auf unserer Reise. Moderate Temperaturen, täglich ein paar Stunden Sonne, gutes Essen und das ganz in der Nähe der Heimat. Was will man mehr? Aber wie sieht es denn eigentlich aus, wenn unser Freund auf vier Pfoten mit in das beliebte Urlaubsland Italien kommt? Was du beachten musst und wie sich dein Hund und du in Italien verhalten sollten, erfährst du in diesem Artikel.

Die Einreise mit Hund nach Italien

Beginnen wir bei der Einreise. Was benötigen wir Menschen, um ins Ausland zu reisen? Richtig, einen Reisepass oder innerhalb Europas zumindest einen Personalausweis. Fast genau so sieht es bei deinem Hund aus. Den EU-Heimtierausweis musst du deshalb bei der Einreise auf jeden Fall dabei haben. Zusätzlich braucht dein vierbeiniger Kumpel einen Mikrochip oder eine gut lesbare Tätowierung, was in Deutschland und anderen EU-Ländern ja ebenfalls obligatorisch ist. Außerdem ist für Hunde unter 12 Jahren eine gültige Tollwutimpfung Pflicht, die Immunisierung muss mindestens 21 Tage vor Einreise abgeschlossen sein. Denn erst dann entfaltet der Impfstoff seine volle Wirkung.

Neben diesen allgemeingültigen Einreisebestimmungen, die für Hunde innerhalb der EU gelten, hat Italien noch eine etwas spezielle Regelung, die die Einreise mit einem Welpen komplizierter macht:

  • Hunde bis zu einem Alter von 12 Wochen dürfen überhaupt nicht einreisen.
  • Hunde zwischen 12 und 16 Wochen dürfen nur einreisen, wenn die Immunität festgestellt wurde bzw. das vom Hersteller angegebene Impfprotokoll eingehalten wurde und die Abschlussimpfung mindestens 21 Tage zurückliegt.
    Hier könnte auch der Haken liegen, denn obwohl in Deutschland derzeit eine einmalige Grundimmunisierung im Alter von mindestens 12 Wochen und eine Auffrischung im 15. Lebensmonat als ausreichend angesehen werden, empfehlen Impfstoff-Hersteller teilweise noch eine zweite Teilimpfung im Alter ab 16 Wochen. Dein Tier dürfte in diesem Fall also erst ab der 19. Lebenswoche einreisen. Erkundige dich daher bitte vorab bei deinem Tierarzt über die genauen Rahmenbedingungen.
Eine vorbeugende Behandlung gegen Echinococcus (Fuchsbandwurm) oder Zecken ist nicht vorgeschrieben, jedoch sinnvoll! (siehe „Gesundheit“)

Für die Einreise aus einem Drittland gelten die üblichen EU-Bestimmungen. Diese Regelungen inklusive der benötigten Dokumente findest du auf den Seiten des deutschen Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Und abschließend noch ein wichtiger Hinweis für alle Mehrhundehalter: Es dürfen maximal fünf Tiere mit über die Grenze genommen werden. Diese müssen dann in Transportboxen oder mit einem Abtrenngitter vom Fahrer ferngehalten werden.

Kurz nach der Einreise in Italien mit Hund zum Camping

Das Verhalten mit Hund in Italien

Nun seid ihr also in Italien, wie solltet ihr euch jetzt verhalten? Und wie sind die Italiener selbst eigentlich Hunden gegenüber gestimmt? Grundsätzlich, und das ist jetzt mein persönlicher Erfahrungswert, ist die italienische Bevölkerung ziemlich hundefreundlich. Doch mein Hund ist ein ziemlich kleines Exemplar und erwärmt meist alle Herzen.

Und da sind wir auch schon beim Knackpunkt: Kleine Hund werden auch in Italien als Haustiere gehalten. Große Hunde hingegen dienen, besonders im südlichen Italien, fast ausschließlich als Nutztiere. Als Wachhund im Vorgarten, als Hütehund bei den Schafen oder als Jagdbegleitung haben sie es bislang nicht überall und bei jedem in die Position des kuscheligen Haustieres geschafft. Somit sind viele Italiener großen Hunden gegenüber etwas skeptisch. Solltest du einen großen, eventuell sogar schwarzen und gefährlich aussehenden Hund besitzen, ist es auf jeden Fall von Vorteil, wenn er gut erzogen ist, sich ruhig verhält und auf dein Wort gehorcht. Das vermittelt auch einem Nichtwissenden, dass du deinen Vierbeiner zu jeder Zeit unter Kontrolle hast.

Überall in Italien gilt Leinenpflicht. Dabei sagt das Gesetz aus, dass die Leine nicht länger als 150 cm sein darf. Besonders auf öffentlichen Plätzen empfehle ich dir, deinen Hund, zum Schutz deiner Reisekasse, an der Leine zu lassen. Denn missachtest du die Leinenpflicht, drohen dir hohe Strafgelder. Besonders in der Hauptsaison bevorzuge ich persönlich abgelegene Gebiete, wo sich niemand durch mich und meinen Hund gestört fühlt, um ausgiebige Spaziergängen machen zu können. Denn dann kann ich die Leine auch mal außer Acht lassen. Irgendwie muss ja jeder auf seine Kosten kommen, oder? In der Nebensaison habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch lange Strandspaziergänge ohne Leine kein Problem darstellen. Denn wer soll mir an einem kilometerlangen, menschenleeren Strand eine Strafe aufbrummen? In der Hauptsaison solltest du dafür aber lieber auf einen Hundestrand ausweichen.

Neben der 1,50 Meter langen Leine ist auch ein passender Maulkorb wichtig. Diesen solltest du jederzeit mitführen. Anlegen musst du ihn allerdings nur auf Verlangen oder wenn du mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchtest. In Bus, Bahn und Fähre gilt allgemein Leinen- und Maulkorbpflicht, solange dein Hund nicht in einer Transportbox untergebracht ist. Auch bei der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten ist die Leine obligatorisch, wenn deinem Hund der Zutritt überhaupt gewährt wird.

Der perfekte Platz in Italien

Da wir jetzt die allgemeinen Verhaltensregeln und Tipps fertig aufgedröselt haben, kommen wir nun zur Campingplatzwahl. Auch hier musst du aufpassen, denn nicht auf jedem Campingplatz in Italien sind Hunde erlaubt. Doch es gibt einige wirklich schöne Plätze, auf denen auch Vierbeiner willkommen sind. Alleine rund 650 findest du zum Beispiel bei unserem Partner PiNCAMP.

Da ist zum Beispiel der Platz „Camping Village Pino Mare“. Ein nicht günstiges, aber ziemlich luxuriöses Campingdorf zwischen Venedig und Triest, mit einem riesigen Pool, einem Golfplatz um die Ecke, etlichen Sportangeboten, wie zum Beispiel Surf- und Segelkurse und allem, was du dir nur vorstellen kannst. Falls du eine ADAC Campcard besitzt, kannst du übrigens auf diesem Platz, in gewissen Zeiträumen, jede Menge Geld sparen!

Auch am beliebten Urlaubsziel Gardasee gibt es solche Campingplätze. Unter anderem den „Europa Silvella“, einen terassenförmig angelegten Campingplatz mit fantastischer Aussicht auf den See. Preise und Infos findest du hier. Oder im südlichen Apulien – hier darf dein Kumpel auf vier Beinen zum Beispiel im „Centro Vacanze La Masseria“ ebenfalls die Sonne genießen .

Ein entspannter Hund beim Camping in Italien

Die Gesundheit

Sehr wichtig ist auch, dass du dich rechtzeitig darüber informierst, wogegen es deinen Hund zu schützen gilt. Denn im mediterranen Klima in Italien kreuchen und fleuchen einige Parasiten und Schädlinge, die es in Deutschland nicht oder nur sehr selten gibt. Wie beispielsweise die braune Hundezecke, die fiese Krankheiten wie Ehrlichiose und Babesiose überträgt. Aber die gefährliche Leishmaniose oder die nicht minder fiesen Herzwürmer können im milden, mediterranen Klima Italiens verbreitet sein.

Bitte informiere dich bei deinem Tierarzt über Ansteckungsrisiken und Schutzmaßnahmen (Prophylaxen) gegen Mittelmeerkrankheiten und Parasiten – damit dein Hund nicht Gefahr läuft, sich während eures Urlaubes etwas einzufangen, was er eventuell nie wieder los wird!

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Fazit

Ich persönlich denke, dass Italien eine gute Wahl für einen gemeinsamen Urlaub mit Hund ist. Besonders im Norden Italiens hatte ich nie das Gefühl, dass mein Hund nicht willkommen wäre. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich abgelegene, menschenleere Gebiete genauso sehr liebe wie mein Hund. Und daran, dass mein Hund ziemlich klein ist, mir die Erziehung doch ganz gut gelungen ist und wir hauptsächlich in der Nebensaison unterwegs sind. Ich habe nie die Erfahrung gemacht, mit einem großen Hund und in der Hauptsaison zu reisen, aber ich denke, auch das sollte kein Problem sein, solange du und dein Hund euch entsprechend rücksichtsvoll verhaltet.

Ich wünsche einen schönen nächsten Urlaub und tolle gemeinsame Erlebnisse!

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Wohnwagen gebraucht kaufen – Vorüberlegungen, Besichtigung, Übergabe https://de.camperstyle.net/wohnwagen-gebraucht-kaufen/ https://de.camperstyle.net/wohnwagen-gebraucht-kaufen/#comments_reply Wed, 08 May 2019 07:03:27 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=70712 Einen Wohnwagen zu kaufen, war in den letzten Jahren eine unserer besten Entscheidungen. Bist auch du auf der Suche nach einem gebrauchten Caravan, ist der folgende Artikel sicher etwas für dich. Wir haben unsere hilfreichsten Tipps zusammengestellt, damit auch du dich in Zukunft über ein super Zuhause auf Rädern freuen kannst.

Vorüberlegungen – Damit es genau der Richtige wird

Ist der grundsätzliche Entschluss zum Kauf eines gebrauchten Wohnwagens erst mal gefasst, schließt sich die Suche nach dem richtigen Modell an. Und damit ist nicht das Aussehen des Caravans gemeint. Anstatt sich von Äußerlichkeiten – wie zum Beispiel einer Inneneinrichtung in trendigen Farben – blenden zu lassen, frage dich besser, was der Caravan bieten muss, damit er perfekt zu dir und deinen Bedürfnissen passt. Tust du das nicht und besichtigst wahllos Wohnwagen, die irgendwie schon passen könnten, besteht zum einen die Gefahr, dass du a) Kompromisse eingehst, über die du dich später ärgerst, oder b) viel Zeit für Anreisen und Besichtigungen von Wohnwagen vergeudest, die bei genauer Überlegung gar nicht in Frage kommen können.

Wie viele Personen fahren regelmäßig mit?

Daraus ergibt sich nicht nur die nötige Bettenanzahl, sondern auch der erforderliche Stauraum und die Mindestgröße, die du brauchst, um dich so richtig wohlzufühlen. An Regentagen eingequetscht in einem winzigen Wohnwagen drei Kinder bei Laune halten? Das klingt ganz nach einer echten Herausforderung. Bist du dagegen alleine oder reist ihr zu zweit, kann selbst ein kleiner Caravan wie ein Palast wirken.

Vieles hängt vom Grundriss ab. Wie sehen hier deine oder eure Wünsche aus? Ein französisches Festbett oder lieber eine Rundsitzgruppe zum Umbauen, Stockbetten oder besser Einzelbetten kaufen? Ein Familienbett in dem die Kinder mitkuscheln? Fragen über Fragen, die du klären solltest, bevor du auf die Suche gehst.

Wie viel Komfort ist gewünscht?

Während der eine unbedingt eine Dusche zum Wohlfühlen benötigt, ist für den anderen eine Toilette ausreichend. Der Dritte wiederum kann im Caravan auf beides verzichten und nutzt ohne zu Murren die öffentlichen Sanitäranlagen. Ähnlich verhält es sich mit Küche, Stauraum, Sitzgruppe und dem oben bereits erwähnten Schlafbereich. Platz im Caravan ist kostbar. Jeder Quadratzentimeter, der für eine größere Nasszelle, einen üppigen Kühlschrank oder die Lounge-Ecke drauf geht, fehlt an anderer Stelle. Klärt das für euch.

In welchem Klima soll der Wohnwagen genutzt werden?

Seid ihr reine Sommer-Schönwettercamper oder wollt ihr auch im Winter auf große Reise gehen? Nicht jeder Wohnwagen ist für Temperaturen um den Gefrierpunkt bzw. Eis und Schnee gleich gut geeignet. Unser kleiner Eriba Touring zum Beispiel ist durch sein Stahlgerippe und die dünne Außenhülle deutlich weniger komfortabel bei Minusgraden, im Vergleich zu besser isolierten Modellen wie dem Fendt Bianco von Nele und Jalil.

Passen die eigenen Vorstellungen zum Budget?

Ein Campingfahrzeug ist – auch wenn es uns eingefleischten Campingfans natürlich unverzichtbar erscheint – ein Luxusgegenstand. Hoch verschulden sollte man sich dafür also nicht. Wenn der Wunschwohnwagen nicht ins Budget passt, frage dich: Worauf kannst du verzichten, ohne dass es wehtut?

Und letzten Endes sollte dir natürlich auch die Optik gefallen, aber die ist ja nun Geschmackssache.

Bist du unsicher, welcher Wohnwagen zu dir oder euch passt, mach doch einfach die Probe aufs Exempel und miete für ein paar Tage einen Caravan, der deinem Traumfahrzeug möglichst nahekommt. So ein kleiner Praxistest wirkt manchmal wahre Wunder und zeigt ganz deutlich, wie der perfekte Wohnwagen für euch aussehen sollte.

Kontrolle der Inneneinrichtung beim Wohnwagen gebraucht kaufen

Foto: (c) CamperStyle

Gebrauchte Wohnwagen von Privat oder beim Händler kaufen: Vor- und Nachteile

Wer sich auf die Suche nach einem Wohnwagen macht, schaut gern in die einschlägigen Onlineportale wie truckscout24.de oder mobile.de und hat so einen deutschlandweiten Überblick über das Angebot. Wir haben unseren Caravan übrigens über die eBay Kleinanzeigen bei einer wirklich sympathischen Familie gefunden und können die Suche dort auch wärmstens empfehlen. Wer sich lieber offline umschauen möchte, besucht den Händler um die Ecke oder wirft einen Blick in die heimische Tageszeitung.

Je nachdem, für welche Variante du dich entscheidest, ob du lieber vom Händler oder von Privat kaufen möchtest, hast du die folgenden Vor- bzw. Nachteile:

  • Kaufst du beim Händler, genießt du mindestens ein Jahr Gewährleistung, Sachmängelhaftung, wie die Juristen sagen. Was bedeutet, dass der Händler für Mängel des Wohnwagens, die bereits bei Übergabe vorhanden waren, rechtlich einstehen muss. Grundsätzlich sieht das Bürgerliche Gesetzbuch sogar zwei Jahre Sachmängelhaftung vor. Händler können diesen Zeitraum auf ein Jahr begrenzen, aber – und das ist wichtig – nicht komplett ausschließen. Kaufst du vom Händler, hast du also das sichere Gefühl, dich bei aufkommenden Mängeln mindestens ein Jahr an deinen Händler wenden zu können.
  • Im Gegenzug musst du beim Händler höhere Preise zahlen. Mit diesem Aufschlag gleichen Händler das Haftungsrisiko, auch bei älteren Wohnwagen-Schätzchen für Mängelfreiheit einzustehen, aus.
  • Neben der „Gewährleistung“ werben manche Händler mit einer zusätzlichen Garantie. Eine Zusatzleistung, die er sich natürlich indirekt über einen höheren Preis bezahlen lässt.
  • Kaufst du von privat, musst du in der Regel auf eine Gewährleistung verzichten. Anders als Händler dürfen Privatpersonen ihre Haftung im Kaufvertrag komplett ausschließen. Das geschieht oft mit dem Satz: „Gekauft wie gesehen, unter Ausschluss der Gewährleistung“. Ausnahmefall: Der Verkäufer hat dich als Käufer arglistig getäuscht, zum Beispiel, indem er bewusst Mängel, verschwiegen hat. Dann kann der Kaufvertrag angefochten und rückabgewickelt werden.
  • Wohnwagen von Privatpersonen sind meist billiger als vom Händler. Da diese keine Gewährleistung bieten müssen, tragen sie kein erhöhtes Risiko und können diesen Vorteil voll an den Käufer weitergeben.

Gebrauchten Wohnwagen günstig finanzieren

Egal, ob du deinen Wohnwagen beim Händler oder von privat kaufst. Kannst du den vollen Kaufpreis aktuell nicht stemmen, helfen Banken dir in der Regel gern mit einem Kredit aus. Für einen ersten Vergleich hilft es, sich im Internet über die möglichen Finanzierungsformen und die zu erfüllenden Voraussetzungen einen Überblick zu verschaffen.

Vor dem Kauf eines gebrauchten Wohnwagens: Besichtigen, Besichtigen, Besichtigen

Scheint der Traumwagen gefunden, steht die Besichtigung an. „In der Ruhe liegt die Kraft“ ist der erste Rat, den wir dir bei der Besichtigung eines gebrauchten Wohnwagens geben wollen. Nimm dir genügend Zeit und Muße, um den Wagen sowohl von außen und innen, als auch von oben und unten so richtig auf den Kopf zu stellen. Lass dich dabei nicht vom Verkäufer oder Händler hetzen.

Bist du Camper-Neuling und noch etwas unbedarft, was die Technik und mögliche Schwachpunkte eines Caravans angeht, nimm eine zweite Person mit, die Ahnung von der Materie hat. Kennt sich im Freundeskreis niemand mit Wohnwagen aus, suche in Facebook-Gruppen oder in Camping-Foren nach hilfsbereiten Camper-Seelen, die dich begleiten würden. Vielleicht findest sich auch auf einen Aushang im Camping-Fachgeschäft in deiner Nähe ein freundlicher Camper, der dich bei Besichtigungen mit seinem Wissen unterstützt.

Je älter ein Wohnwagen, desto wahrscheinlicher, dass der anvisierte Wagen einige Schwachpunkte hat, die du dir genauer anschauen solltest. Ziemlich sicher, dass du auf deiner Suche auch dem einen oder anderen Totalschaden begegnen wirst. Manchmal erkennt man diese nicht auf den ersten Blick. Es gibt aber Hinweise darauf, wenn etwas nicht stimmt, und die solltest du kennen. Triffst du auf einen solchen Wagen heißt es nur: Reißleine ziehen und dich verabschieden. Das Gruselkabinett der Mängel reicht von durchgefaulten Unterböden bis hin zu mit Farbe kaschierten Bruchstellen auf dem Dach. Da sagen wir ganz klar: Finger weg.

Die Besichtigung von außen

Das Dach

Um den vollen Überblick und damit auch den Durchblick zu bekommen, schnapp dir eine Leiter, oder tritt ganz vorsichtig hinauf auf die Deichsel.  Wirf von dort einen Blick auf das Dach. Kannst du offensichtliche Ausbesserungen, Risse oder andere Beschädigungen erkennen? Schau insbesondere auf die Dachluken. Die sind an prominenter Stelle platziert und daher ein potentieller Schwachpunkt. Hat die Luke einen Riss oder ist die Dichtung offensichtlich porös, kann hier Feuchtigkeit eindringen. Die kann nicht weg, sammelt sich dann im Dach und modert vor sich hin.

Blick auf das Dach und die Dachluken beim Wohnwagen gebraucht kaufen

Foto: (c) CamperStyle

Auch einen Hagelschaden solltest du so relativ schnell erkennen: Das sind viele kleine Dellen auf der Außenhaut, die du siehst, wenn du auf Augenhöhe – idealerweise ein bisschen gegen die Sonne – aufs Dach schaust. Grundsätzlich ist ein Hagelschaden nur ein optischer Mangel. Du solltest dich aber trotzdem beim Verkäufer nach diesem Schaden erkundigen. Hat dieser den Vorgang nämlich nur seiner Versicherung gemeldet und sich dann das Geld auszahlen lassen, ohne den Schaden zu reparieren, wirst du bei einem erneuten Hagelschaden höchstwahrscheinlich keine Entschädigung erhalten. Grund ist, dass du gegenüber der Versicherung nicht beweisen kannst, ob es sich bei dem Schaden tatsächlich um einen neuen Hagelschaden, oder nicht vielleicht doch den alten Hagelschaden handelt. Ein bisschen ärgerlich, wenn man bedenkt, dass in jeder Teilkasko ganz automatisch eine Versicherung gegen Hagelschaden enthalten ist und du diese Versicherung indirekt mitbezahlst.

Die Außenwände

Glatt und ohne sichtbare Ausbuchtungen – so sollte eine gesunde Außenwand eines Caravans aussehen. Sind dagegen Ausstülpungen zu erkennen oder wirft die Haut an manchen Stellen zarte Wellen oder Falten, ist Vorsicht geboten. Solche Veränderungen können auf einen Feuchtigkeitsschaden im verbauten Holz hindeuten. Tipp: Am besten siehst du solche Aufwerfungen der Außenhaut, wenn du auch hier gegen das Licht schaust.

Immer dann, wenn Teile direkt von außen an die Wand des Caravans verbaut wurden und mittels Schrauben befestigt werden, sind potenzielle Einfallstore für das Eindringen von Feuchtigkeit gegeben. Prominente Stellen wie Rangiergriffe, die Serviceklappe, Fenster, aber auch Anbauteile wie das Lüftungsgitter vom Kühlschrank sind solche typischen Gefahrenpunkte. Schlechte Dichtung sorgt dafür, dass hier Wasser eindringen und an den Seitenwänden bis nach unten in den Holzboden laufen kann, um sich dort zu sammeln und den Boden langsam zum Faulen zu bringen.

Um einen Feuchtigkeitsschaden auszuschließen, überprüfe die Festigkeit der auffälligen Stelle, zum Beispiel den Bereich direkt unter Fenster oder Serviceklappe mit der Klopfprobe. Nutze dazu die Knöchel deiner Hand und klopfe die relevanten Bereiche damit ab. Eine intakte Wand darf auf Fingerdruck nicht nachgeben und muss trocken und fest sein.

Neben den Wänden ist auch der Zustand der Fenster wichtig. Achte insbesondere auf Beschädigungen der Fenster, wie Risse. Offensichtliche Reparaturen wie frisches Silikon unter, oder im Fensterrahmen, deutet drauf hin, dass es Undichtigkeiten gibt und hier bereits gewerkelt wurde. Auch hier unbedingt beim Verkäufer nachfragen und zusätzlich den Klopftest machen, um diese Frage zu klären.

Die schwarzen senkrechten schlierigen Streifen, die Regenstreifen, die sich oft direkt unter den Fenstern finden, sind dagegen nur ein optisches Problem. Sie sind mit ein wenig Spezialreiniger zu entfernen.

Unter anderem der Caravan- und Bootsreiniger von Dr. Keddo, der Intensivreiniger aus dem MyCleanHome-Pflegeset (hier geht’s zum Testvideo) oder auch der Frosch Grapefruitreiniger beseitigen diese hässlichen Dinger zuverlässig. In Foren wird außerdem das italienische Wundermittel „Sgrassatore universale“ hochgelobt, mit dem sich die schwarzen Streifen und andere Verschmutzungen ohne großes Rubbeln entfernen lassen.

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Der Unterboden:

Dringt Wasser durch einen der kritischen Punkte wie undichte Fensterleisten, Griffe etc. von außen ein, läuft es an der Seitenwand entlang nach unten und sammelt sich im Holzboden, der in kurzer Zeit verrottet. Aufmerksam solltest du insbesondere dann werden, wenn du deutliche Wasserflecke oder abblätternde Unterbodenfarbe registrierst.

Auch bei der Überprüfung der Bodenplatte ist der Klopftest eines unserer wichtigsten Instrumente. Dazu im ersten Schritt alle vier Ecken vom Boden abklopfen, ob sie fest sind – sammelt sich Feuchtigkeit, dann gern hier in den Ecken. Im zweiten Schritt nun alle vier Seiten per Klopftest kontrollieren. Auf diese Weise erhältst du erheblichen Aufschluss über den Zustand des Caravans.

Auch der Metall-Rahmen hat Aufmerksamkeit verdient. Achte hier insbesondere auf Risse oder Roststellen und ob die Verschraubung der Bodenplatte mit dem Rahmen unauffällig ist, insbesondere die Schrauben rostfrei sind.

Die Reifen

Jeder Autofahrer denkt beim Thema Reifen sofort an die Profilhöhe. Mindestens so wichtig wie die Frage, ob sie abgefahren sind oder nicht, ist jedoch das Alter der Reifen. Hat der zum Kauf stehende Wohnwagen eine 100er Zulassung, darfst du ihn nicht mit Reifen nutzen, die älter sind als sechs Jahre. Ansonsten entfällt die Zulassung nämlich. Und zwar ganz automatisch.

Die Besichtigung von innen

Ist das Äußere des Wohnwagens ohne schlimme Macken, die dich sofort vom Kauf zurückschrecken lassen, geht es jetzt in das Innere des Wohnwagens. In dein zukünftiges Wohnzimmer also. Hier ist es wichtig, dass du alle deine Sinne schärfst um einen genauen Eindruck vom Objekt deiner Begierde zu bekommen und möglichst nichts Wichtiges zu übersehen. Statt deinen Augen ist beim Betreten des Caravans aber erst mal dein Riechorgan gefragt. Nutze deine Nase als das feine Instrument, das es tatsächlich ist: Ein hochsensibles Instrument, um die zartesten Gerüche wahrzunehmen. Ein Wohnwagen sollte neutral und nicht merkwürdig riechen. Insbesondere darf er niemals, nie, nie nach Moder oder Schimmel müffeln. Nimmst du einen solchen Geruch wahr, ist es Zeit, sich zu verabschieden und das Weite zu suchen. Modrige, schimmelige Nuancen deuten auf Undichtigkeiten und faulendes Holz hin und haben im Inneren eines Caravans nichts zu suchen.

Wohnwagen gebraucht kaufen - innen und außen alles prüfen

Foto: (c) CamperStyle

Werde stutzig, wenn bei der Begehung sämtliche Fenster und auch die Tür weit offenstehen. Vielleicht will der Verkäufer damit einen unangenehmen Geruch des Wohnwagens vertuschen. Schließe zur Kontrolle ganz einfach mal alle Fenster und die Tür, und betrete nach einigen Minuten erneut den Wohnwagen. Riecht es im Wohnwagen immer noch so neutral wie zuvor, ist der Verkäufer vielleicht nur ein ausgesprochener Frischluftfan. ☺

Hat deine Nase ihren Job getan, wären nun die Augen dran. Schau dich also genau um. Der erste Eindruck spricht Bände. Macht der Wohnwagen von innen eher einen gepflegten Eindruck, oder sieht es eher aus wie in einer Räuberhöhle. Natürlich hinterlassen die Jahre bei jedem Caravan seine Spuren. Aber ein abgewohnter, vielleicht sogar speckig ungepflegter Innenraum sollten bei dir alle Alarmglocken läuten lassen. Zu nahe liegt die Vermutung, dass ein Verkäufer, der sich nicht mal um den Innenraum, also seinen direkten Wohlfühlort gekümmert hat, den Wagen auch technisch vernachlässigt hat. Eine gültige Gasprüfung wirst du hier wohl eher nicht erwarten können.

Schau bei der Innenbesichtigung zuerst nach oben. Kritischer Punkt ist auch hier wieder die Dachluke. Siehst du Wasserkränze oder andere auffällige Stellen rund um die Luke, klopf die kritischen Stellen ab und schau, ob der Bereich auf Fingerdruck nachgibt. Wenn ja, spricht das für einen Wasserschaden in der Decke. Ein Ausschlusskriterium.

Öffne alle Schränke, auch den Kleiderschrank. Hier ist oft die Kaminverlängerung verbaut. Eine bekannte Eintrittsstelle für Feuchtigkeit von draußen, die kontrolliert werden sollte. Die Oberschränke können so manche Überraschung bergen. Schau auch hier nach Wasserrändern in den Ecken als erstes Zeichen für Feuchtigkeit, die von außen eindringt. Erkennst du solche, für einen ausgeprägten Wasserschaden typischen Anzeichen, lass den Kauf besser sein.

Auch die Innenwände solltest du auf Wasserflecken inspizieren, besonders hinter den Vorhängen. Siehst du irgendwo dunkle Stellen oder Wasserränder? Auch im Innenraum sind die Fenster typische Stellen für Feuchtigkeit. Ein Klopftest auf den Bereich unter den Rahmen gibt Sicherheit. Wenn möglich, hebe ein wenig das Fenstergummi an und luge darunter. Erscheint das Holz hier noch hell und fest, scheint alles in bester Ordnung.

Ein hilfreiches Instrument zur Feuchtemessung im Wohnwagen ist ein Feuchtigkeitsmesser, den du in jedem Baumarkt kaufen oder bei Amazon bestellen kannst.

Funktionieren alle Geräte und Installationen, erfüllt die Toilette ihre Pflicht?

Ist in punkto Feuchtigkeit alles im grünen Bereich, wende dich den technischen Details zu. Überprüfe alle Geräte auf ihre Funktion. Laufen Kühlschrank, Heizung, Gasherd, Wasserboiler? Falls vorhanden: Sind Mover, Satellitenschüssel und Fernseher, Klimaanlage oder Alarmanlage, Zweitbatterie und sonstige Zusatzeinbauten intakt und betriebsbereit? Und lass dir auf jeden Fall auch eine Bescheinigung über eine gültige Gasprüfung vorlegen!

Als nächstes ist die Toilette dran: Spült sie richtig? Riecht es im Bad streng? Wirf hier bitte auf jeden Fall auch mal einen Blick in den Toilettenkasten, dort wo die Kassette sitzt. Hier haben manche Gebrauchtfahrzeugkäufer schon unangenehme Überraschungen erlebt!

▶▶Tipp: Eine super Möglichkeit deinen gebrauchten Wohnwagen mit neuer Toilettenanlage auszustatten, bietet das Fresh-up Set von Thetford. Für den Preis von aktuell rund 100 bis 150 Euro bekommst du einen funkelnagelneuen Toilettensitz mit Deckel und den passenden Fäkalientank. Eine gute Investition für alle, die sich so richtig in ihrem Badezimmer wohlfühlen wollen.

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Auch die Schränke solltest du überprüfen. Sind die Scharniere in Ordnung? Öffne dazu alle Klappen. Hakeln sie, ist das natürlich kein Mangel, der dich vom Kauf abhalten sollte. Aber er stärkt deine Position, wenn es in die Preisverhandlungen geht.

Außerdem sollte natürlich auch die Beleuchtung funktionieren – sowohl im Innenraum als außen – prüfe Heckleuchten, samt Rückfahr- und Bremslicht, sowie die Kennzeichenbeleuchtung.

Wichtige Fragen an den Verkäufer

Alles scheint in trockenen Tüchern, der Caravan hat deine umfangreichen Tests bestanden, er gefällt und der Preis ist auch ok. Aber bevor du deine Unterschrift unter den Kaufvertrag setzt, kläre die folgenden Punkte, wenn sie noch offen sind:

  • Warum wird der Caravan vom Verkäufer verkauft?
  • Gab es weitere Vorbesitzer? Sind Vermieter darunter?
  • Liegen alle notwendigen Dokumente wie die Fahrzeugpapiere vor?
  • Hat der Wohnwagen eine 100er Zulassung?
  • Wann war die letzte Gasprüfung? Gibt es dazu eine Bescheinigung nach G607? Achtung bei Wohnwagen aus den NL: Hier gibt es keine vergleichbare Gasprüfung. (hier sind oft Gasschläuche am Druckminderer nur mit Schlauchschellen befestigt. Nach G607 NICHT zulässig!)
  • Wann steht der nächste TÜV-Termin an?
  • Gibt es Bedienungsanleitungen und eventuell Garantiebescheinigungen für alle technischen Geräte?
  • Sind dem Verkäufer Mängel oder Unfälle bekannt?

Zu guter Letzt ist es dann aber auch immer dein Bauchgefühl, auf das du hören solltest und das dir hoffentlich den richtigen Weg weist. Um bestens auf die Abholung vorbereitet zu sein, wirf doch einen Blick in unsere Checkliste für die Wohnwagen-Übergabe. Dann kann garantiert nichts mehr schiefgehen.

Viel wünschen dir ganz viel Erfolg bei der Suche nach deinem Traum-Gefährt!

Titelbild: (c) portosabbia | Depositphotos.com

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Wohnmobil, Reisemobil – oder doch ein Camper? https://de.camperstyle.net/kolumne-wohnmobil-reisemobil-oder-camper/ https://de.camperstyle.net/kolumne-wohnmobil-reisemobil-oder-camper/#comments_reply Sun, 05 May 2019 04:42:19 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=70644 Unser lieber Kollege Henning, seines Zeichens Blogger, Wohnmobilbewohner, Facebookgruppen-Aufmischer und bekennender Sarkastiker, wirft in unserer neuen Kolumne einen Blick auf Themen, die die Camperwelt bewegen.

Mit einem Augenzwinkern und dem einen oder anderen bissigen Kommentar analysiert er die oftmals hitzigen Social-Media-Diskussionen rund um Thermomix, Camperhunde, Dickschiffe, Grußverweigerer und Kuschelcamper. Viel Spaß beim Lesen und Bühne frei für Henning!

Wer auf der Landstraße ewig mit ca. 70km/h dahinter zuckeln muss, dem ist es egal, ob das Campinggefährt, an dem es kein Vorbeikommen gibt, nun ein Wohnmobil, ein Reisemobil oder doch ein Camper ist. Ebenso in hauptamtlich eher nicht mit Campingthemen befassten Medien, da werden bewohnbare Fahrzeuge schnell zum Wohnwagen, egal ob mit eigenem Antrieb oder nicht.

Doch in Foren und Gruppen wird die Frage, ob man denn nun ein Wohnmobil oder ein Reisemobil fährt, immer wieder mit großem Ernst diskutiert. Ich ziehe mich in diesen Diskussionen meist, vor allem aus Buchstaben-Ökonomie, auf den Begriff Camper zurück. Damit sind immerhin drei bis vier Zeichen eingespart.

Doch so einfach darf man es sich natürlich nicht machen, außerdem kommt man so schnell in den Verdacht, geizig zu sein.

Vor einer Weile habe ich mir den Unterschied erklären lassen. Also, das ist so:

  • Ein Reisemobilist fährt natürlich ein Reisemobil, wechselt häufig den Standort und nutzt Stellplätze nur zur Ver- und Entsorgung.
  • Ein Wohnmobilist dagegen fährt ein Wohnmobil, bleibt damit oft länger auf einem Fleck, wohnt also in seinem Wohnmobil und beobachtet dabei akribisch die Nachbarschaft, um darüber in den sozialen Netzwerken herzuziehen.
  • Ein Camper tut all das, was schon der Wohnmobilist tut, nur auf einem Campingplatz.

Unschwer zu erkennen, dass diese Erklärung von jemand stammt, der sich selbst als Reisemobilist sieht. Klar dürfte aber auch sein, dass insbesondere Wohnmobilisten und Camper für den Fortbestand dieser Kolumne unerlässlich sind. Würden auf den Straßen nur noch Reisemobilisten herumwuseln und keine Wohnmobilisten mehr auf Stellplätzen, bzw. Camper auf Campingplätzen stehen und die Nachbarschaft beobachten, bräche der Nachschub an kleinen Alltagsdramen wohl ziemlich schnell weg. Denn aus der obigen Beschreibung kann man auch zum Nachteil des Reisemobilisten ableiten, dass der ziemlich Ich-bezogen durch die Lande fährt und sich wenig für seine Mitmenschen interessiert.

Mache ich mir den heiligen Ernst, mit dem Manche das Thema betrachten, für den Moment zueigen, dann ist es wohl so, dass ich mich vom Reisemobilsten zum Wohnmobilisten gewandelt habe. Ich stehe also längere Zeit auf demselben Platz herum. Die direkte Nachbarschaft ist dabei selten auffällig, allenfalls beim Einweisen, dennoch bleibt die Szene natürlich unter Beobachtung, allerdings überwiegend virtuell in Foren und Gruppen, wo sich aus den kleinen Begebenheiten erst die richtigen Dramen entwickeln. Schon aus Gründen der Verkehrssicherheit macht sich das besser als still stehender Wohnmobilist, denn als ständig herumfahrender Reisemobilist. Ein dauernd verfügbares, mobiles Internet hat also sicherlich zu dieser, meiner Wandlung beigetragen.

Erstaunlich auch, dass ein und dasselbe Fahrzeug für den einen ein Wohnmobil und für den anderen ausschließlich ein Reisemobil ist. In diesen Diskussionen habe ich schon erlebt, dass Leute regelrecht beleidigt reagieren, wenn ihnen unterstellt wird, sie hätten ein Wohnmobil. Anderen gibt man eine wirklich harte Nuss zum Knacken mit der Frage, ob sie mit ihrem Wohnmobil reisen oder in ihrem Reisemobil wohnen.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob Wohnwagenbesitzer sich bei diesen Diskussionen entspannt zurücklehnen können mit einem leise gemurmelten „Die spinnen, die …-mobilisten…“. Da soll es immerhin auch Stand- und Reise-Wohnwagen geben.

Der an anderer Stelle bereits erläuterte Grundsatz in Bezug auf die Ausstattung, nämlich „Was ich habe ist gut und sinnvoll, das sollten die Anderen auch haben“ versus „Was ich nicht habe, brauchen die Anderen auch nicht“ greift hier zu kurz, denn wie bereits angemerkt, kann ein und dasselbe Fahrzeug von dem Einen als Wohnmobil und vom Anderen als Reisemobil betrachtet werden, gänzlich unabhängig von der Ausstattung. Den Buchstabensparer, der von hinten „Camper“ ruft, ignorieren wir für den Moment. Es geht also mehr um das Bild, das man von sich selbst hat und damit auch an andere vermitteln will, was auch unmittelbar den heiligen Ernst bei der Erörterung des Themas erklärt. Nur wird es mir vermutlich nie gelingen, das Thema ebenso ernst zu nehmen…

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Landvergnügen: Private Stellplätze in Deutschland https://de.camperstyle.net/landvergnuegen-private-stellplaetze-deutschland/ https://de.camperstyle.net/landvergnuegen-private-stellplaetze-deutschland/#view_comments Fri, 03 May 2019 04:28:15 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=70283 Welche Alternativen gibt es in Deutschland eigentlich zu herkömmlichen Camping- oder Stellplätzen? Muss ich wildcampen, wenn ich ruhig und möglichst naturnah campen will? Wie und wo finde ich kostenfreie Stellplätze für Wohnmobile? Mit diesen Fragen und Gedanken bin ich bestimmt nicht alleine. Ich stehe mit meinem Campingbus am liebsten nah an der Natur, irgendwo auf dem Land. Je kleiner und persönlicher ein Stellplatz ist, umso wohler fühle ich mich.

Um genau solche Plätze in Deutschland zu finden, bietet sich der private Stellplatzführer von Landvergnügen an. Was sich dahinter verbirgt und wie das Ganze genau funktioniert, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Was ist Landvergnügen?

Landvergnügen ist ein Stellplatzführer für Deutschland. Der Name sagt bereits, worauf der Fokus liegt: eine schöne Zeit auf dem Land zu verbringen. Du übernachtest mit deinem Camper zum Beispiel auf Bauernhöfen, bei Winzern oder Käsereien – ganz wonach dir ist. Diese bieten dir nicht nur einen Stellplatz, sondern sehr gerne auch einen Einblick in ihre Höfe. So kannst du zum Beispiel bei manchen Gastgebern die dort hergestellten Produkte probieren oder einen Blick hinter die Kulissen des Betriebs werfen. Einige Gastgeber haben auf ihrem Hof einen Laden, in dem du dich mit den Leckereien eindecken kannst. Du bist zwar nicht dazu verpflichtet, irgendwas zu konsumieren oder zu kaufen, allerdings wird dies von den Hofinhabern durchaus gerne gesehen.

Hast du schon mal Alpakas aus der Nähe gesehen? Einem Imker bei der Arbeit zugeschaut? Eine Destillerie besichtigt? Das und noch mehr ist bei den Landvergnügen-Gastgebern möglich. Verteilt über ganz Deutschland kannst du bei völlig verschiedenen Höfen stehen und Landleben aus erster Hand erfahren.

So funktioniert Landvergnügen

Das Prinzip ist einfach. Du kaufst dir zuerst einmal den Stellplatzführer, der dir anschließend zugeschickt wird. Mit dem Buch bekommst du einen Mitgliedsausweis und eine Jahresvignette. Gültig ist beides jeweils vom 31.März des aktuellen Jahres bis zum 31. März des nächsten Jahres. Um Landvergnügen nach diesem Datum weiter nutzen zu können, brauchst du dann den jeweils neuen Stellplatzführer.

Bevor du deine Reise antrittst, befestigst du die Vignette gut sichtbar an deiner Windschutzscheibe. Auch deinen Mitgliedsausweis solltest du griffbereit dabei haben, um ihn bei den Gastgebern vorzeigen zu können. Deine Mitgliedschaft ist an deine Person und das Fahrzeug gebunden. Du kannst deinen Mitgliedsausweis also nicht an Freunde oder Verwandte weiterreichen.

Im Stellplatzführer sind aktuell 675 Gastgeber aufgeführt, bei denen du mit deinem Camper stehen kannst. Die Übernachtung auf den Höfen ist kostenfrei und du kannst dort bis zu 24 Stunden bleiben. Ein längerer Aufenthalt ist bei Landvergnügen nicht vorgesehen, um den Platz auf einem Hof auch anderen Campern zugänglich zu machen. Schließlich sollen möglichst viele von dem Angebot profitieren können.

Zusätzlich zum Buch gibt es noch die Landvergnügen App, die den Stellplatzführer digital ergänzt und im Kaufpreis enthalten ist. Du kannst dir Höfe in deiner Nähe anzeigen lassen, für deine geplante Tour Höfe auswählen und speichern und/oder nach speziellen Kriterien in den Regionen bzw. den Hofbeschreibungen suchen.

▸▸ Gut zu wissen:

  • Bei ca. 75 Prozent der Gastgeber bist du nicht nur mit einem Reisemobil oder Campingbus, sondern auch mit einem Wohnwagen willkommen. Dies ist im Stellplatzführer entsprechend gekennzeichnet.
  • Bei der überwiegenden Anzahl der Höfe sind Hunde erlaubt. Bitte leine deinen Vierbeiner auf den Höfen aber immer an und verhalte dich mit ihm rücksichtsvoll.
  • Da es sich um landwirtschaftliche Betriebe und nicht um Campingplätze handelt, gibt es dort keine Entsorgungsmöglichkeiten für Grauwasser oder Chemietoiletten. Dazu musst du reguläre Entsorgungsstellen anfahren.
  • Manche Höfe bieten als Serviceleistung Wasser, Strom, Duschen oder WCs. Es kann sein, dass dafür eine kleine Gebühr berechnet wird. Frage also am besten immer nach, bevor du davon etwas nutzt.
  • Zelten ist auf den Landvergnügen-Höfen nicht erlaubt. Auch wenn du mit einem Dachzelt reist, solltest du dich vorher erkundigen, ob dies beim Gastgeber deiner Wahl gestattet ist.

Die Gastgeber und mögliche Freizeitaktivitäten

Auf dem Land gibt es natürlich einiges, was du unternehmen kannst, seien es Wanderungen, Radtouren oder Besichtigungen. Die große Auswahl an verschiedenen Gastgebern bietet dir darüber hinaus die Gelegenheit, mehr über die jeweilige Region zu erfahren und die dortigen Spezialitäten kennenzulernen. Bei manchen Höfen triffst du auf außergewöhnliche Tiere wie Wasserbüffel oder Schottische Hochland-Rinder. Das ist nicht nur für Erwachsene interessant, sondern gerade auch für Kinder. Und wenn du einen Hund hast, kannst du mit ihm auf dem Land natürlich ausgiebige Spaziergänge unternehmen.

Bei der Auswahl der Gastgeber wird darauf Wert gelegt, dass diese gute Produkte anbieten und gastfreundlich sind. Ruhe und Natur stehen bei den Kriterien ebenfalls ganz weit oben. Die Bandbreite unter den Gastgebern ist groß und reicht von Bauernhöfen über Keramikhersteller, Destillerien, Pony- oder Erlebnishöfe bis hin zu Imkern. Du siehst, es wird für viele verschiedene Interessen etwas geboten.

Für wen ist Landvergnügen geeignet?

Landvergnügen ist etwas für dich, wenn du Lust hast, ins Landleben reinzuschnuppern oder grundsätzlich einfach Spaß daran hast. Besonders für Kinder kann es spannend sein, die Tiere auf einem Bauernhof mal aus der Nähe zu sehen oder einfach in der Natur rumzutoben. Da du nicht länger als 24 Stunden auf einem Hof stehen darfst, solltest du entsprechend reisefreudig sein. Geeignet ist Landvergnügen aus meiner Sicht sowohl für Familien als auch für Alleinreisende oder Paare, die Neues kennenlernen wollen und sich gerne in der Natur aufhalten.

Ähnliche Konzepte  gibt es übrigens auch in anderen Ländern, zum Beispiel in Spanien „Espana discovery“, in Frankreich „France Passion“ oder in Italien „Greenstop24“. In unserem Beitrag zu privaten Übernachtungsmöglichkeiten findest du dazu mehr Informationen.

Preise und Konditionen

Der Landvergnügen Stellplatzführer kostet 29,90 Euro. Die Übernachtung auf den Höfen ist kostenfrei, allerdings können kleine Gebühren anfallen, wenn du Serviceleistungen wie Strom, Wasser, Dusche oder WC in Anspruch nimmst. Manche Gastgeber haben nur eine Stellmöglichkeit, andere bis zu drei. Deshalb solltest du dich vor deiner Anreise nach einem freien Platz erkundigen und ggf. einen anderen anfahren. Die maximale Dauer für deinen Aufenthalt liegt bei 24 Stunden.

Den Führer kannst du auf der Landvergnügen-Webseite oder z.B. über Amazon bestellen.

Zusammengefasst

Landvergnügen steht im Grunde für Camping auf dem Bauernhof für Campingbusse, Reisemobile und Wohnwagen. Der Unterschied zu einem regulären Campingplatz liegt darin, dass du nur 24 Stunden bei einem Hof stehen darfst und Serviceleistungen wie Wasser, Strom und Duschen nicht grundsätzlich gegeben sind. Neben einem kostenfreien Stellplatz bekommst du bei den Gastgebern einen Eindruck von dem, was sie machen und kannst deren Produkte kennenlernen – alles vollkommen unverbindlich. Obendrauf gibt’s noch Ruhe und Natur. Das klingt doch nach einem tollen Urlaub, findest du nicht?

Foto: (c) Landvergnügen

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Omnia: Der Campingbackofen im Test https://de.camperstyle.net/produkttest-omnia-campingbackofen/ https://de.camperstyle.net/produkttest-omnia-campingbackofen/#view_comments Thu, 02 May 2019 04:32:32 +0000 https://de.camperstyle.net/?p=41371 Kennst du eigentlich schon den Omnia Campingbackofen? Die ganze CamperStyle-Redaktion ist begeistert davon, weshalb ein ausführlicher Produkttest natürlich nicht fehlen darf.

Omnia Ofen – Ein „Must have“ beim Camping?

Warme Brötchen zum Frühstück, frisch gebackener Kuchen zum Kaffee – wir Camper kennen das Wort „Verzicht“ nur zu gut. Wobei Verzicht natürlich nicht immer nur negativ belastet sein muss. Aber morgens mit frischem Brötchenduft geweckt zu werden, der aus dem eigenen Ofen kommt, ist einfach nur göttlich. In den wenigsten Campern ist allerdings ein Ofen, der uns diesen Luxus gönnt. Deshalb hatten die Schweden eine großartige Idee: Sie erfanden einen Ofen für den Gasherd. Den OMNIA SWEDEN, kurz „Omnia“. Ich habe den praktischen kleinen Backofen vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, um ihn ausführlich zu testen.

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Was genau ist der Omnia?

Das Design des Omnia erinnert an eine Gugelhupf-Form und er wird in einer praktischen Tasche geliefert, so dass er auch mit seinem ganzen Equipment leicht zu verstauen ist.

Zum Equipment gehören: der dreiteilige Ofen, eine Silikonform für Kuchen, ein Rost zum Brötchen aufbacken und ein kleines Buch zum Gerichte ausprobieren. Du kannst das Ganze aber auch im Sparset ohne Silikonform, Rost und Kochbuch bestellen, das ist dann ca. 35 € günstiger. Das Tolle am Omnia ist, dass er nicht großartig zusammengebaut werden muss. Einfach den Deckelknopf anschrauben und schon geht’s los.

Wie viele Campingutensilien, ist auch dieser Topf aus Aluminium. Das garantiert einfach ein schnelleres Garen und er ist sehr leicht beim Transport. Wenn dich das Aluminium zwecks gesundheitlicher Bedenken stört, dann kannst du auch die Silikonform reinlegen. Ansonsten ist die Verarbeitung schlicht und ordentlich. Und außer, dass er heiß wird, gibt es keine weiteren Gefahren. Es sollten aber nur Über-12-Jährige den Omnia bedienen.

Eine Tasche mit dem Omnia Campingbackofen auf einem Tisch Der geoeffnete Omnia Campingbackofen

Wie funktioniert der Omnia-Ofen?

Du kannst den Omnia-Backofen auf offenen Flammen, also z.B. auf Gas-, Petroleum- oder Spirituskochern nutzen, aber auch auf einer normalen Herdplatte. Nur auf Induktionsherden kann es sein, dass der OMNIA nicht funktioniert. Ansonsten bist du aber frei in der Herdwahl.

Durch das dreiteilige System entsteht beim Garen gleichzeitig Unter- und Oberhitze: die Unterhitze durch das Aufsetzen der Flamme auf den Kocher und die Oberhitze durch das Loch in der Mitte und den speziellen Deckel. So gelingt das Brot, der Kuchen oder die Pizza genauso, wie du es aus dem Backofen kennst. Der Omnia-Ofen ist sehr energiesparsam und lässt sich schnell und einfach reinigen. Rückstände lösen sich mit etwas Spüli und Bürste oder Schwamm sehr einfach, es bleiben allerdings kleine eingebrannte Verfärbungen zurück. Mit kräftigerem Schrubben und aggressiveren Scheuermitteln bekommst du diese vielleicht weg, aber in meiner Küche finde ich solche Sachen leider nicht. Und weil es Aluminium ist, sollte der Ofen auch nicht in die Geschirrspülmaschine!

Der aufgebaute Omnia Campingbackofen auf einem Tisch

Der Omnia Campingbackofen im Alltagstest

Wie bereits oben erwähnt, ist die ganze Redaktion begeistert von diesem praktischen Gasbackofen. Da wollen weder ich noch die anderen Mitglieder der CamperStyle-Redaktion dir unsere Erfahrungen vorenthalten.

Brot backen im Omnia – mein erster Versuch – Katja

Ich habe einen ganz normalen Brotteig genommen. Die Form muss unbedingt mit Öl eingestrichen und dann mit Semmelbröseln bestreut werden, denn dann löst sich das Brot besser aus der Form. Alles in allem hat es ziemlich gut funktioniert. Vom Hersteller wird geraten bei niedriger Hitze zu backen, sonst verbrennt der Teig zu schnell. Es dauert zwar länger, als in einem normalen Backofen, aber das Ergebnis ist das gleiche: frisches duftendes Brot.

Demnächst werde ich weitere Leckereien testen und euch von meinen Ergebnissen berichten.

Der Omnia Campingbackofen im Test hier mit dem rohen Brotteig in der Form

Der Omnia im Alltagseinsatz – Stefanie und Sebastian

Wir haben den Omnia ziemlich von Anfang an in unserem Wohnmobil dabei – also mittlerweile über zwei Jahre. Anfangs haben wir ihn nur für Aufläufe und das Backen von frischem Brot genutzt. Wie Katja schon geschrieben hat, bleiben manchmal kleine Verfärbungen zurück, die der Funktion des Campingbackofens aber keinen Abbruch tun.

Mittlerweile nutzen wir ihn auch sehr gerne um Brötchen aufzubacken. Das funktioniert dank der Ober- und Unterhitze wunderbar und so steht auch keine geschlossene Bäckerei dem sonntäglichen Brötchenfrühstück mehr im Weg.

Fazit zum Omnia Campingbackofen

Der Omnia Backofen ist definitiv etwas, worauf die Camperwelt gewartet hat. Nie wieder einen Mini-Backofen mitschleppen! Er ist für jeden geeignet, der gerne backt oder auch einfach für Camper, die morgens frische Aufbackbrötchen frühstücken möchten. Der Omnia backt dir deine Lieblingsgerichte genauso lecker und leicht, wie im heimischen Backofen. Da Weihnachten vor der Tür steht, ist er ein ideales Geschenk, in dem du gleich mal den traditionellen Weihnachtsstollen ausprobieren kannst. Ein Rezept dafür findest du bei Kochen-und-backen-im-wohnmobil.de.

Auch weitere Gerichte wie Eintöpfe, kleine Braten und sogar Pizza kannst du im Omnia zubereiten, so dass du immer frisches und gesundes Essen auf dem Tisch hast!

Fotos: (c) Katja Wolf

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