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Internet für unterwegs – mit dem CAMPERNET in ganz Europa online

Internet für unterwegs – mit dem CAMPERNET in ganz Europa online

Für viele Camper stellt sich regelmäßig die Frage: Wie komme ich auch im Ausland an einen stabilen Internetempfang? Nicht nur Menschen, die wie wir von unterwegs aus arbeiten, sondern auch ganz normale User, sind es oft leid, sich auf die teils wackeligen, unzuverlässigen und langsamen Verbindungen auf den Campingplätzen zu verlassen oder sich bei McDonalds ins freie WLAN einzuhacken. Ein ganz neues Konzept könnte hier die Lösung bringen: Das CAMPERNET der Firma Antretter & Huber. Wir dürfen aktuell den Prototypen testen, bevor das System im Herbst auf den Markt kommt.

Was ist das CAMPERNET?

Das CAMPERNET besteht aus nur drei Komponenten: Einem LTE-WLAN-Router, einer leistungsstarken LTE-Folienantenne und einer WLAN-Antenne. Der Clou an der Sache: Für die Montage müssen keine Durchbohrungen am Aufbau vorgenommen werden: Die Folienantenne wird einfach an einer unsichtbaren Stelle aufgeklebt (bei uns zum Beispiel in einem der oberen Staufächer über dem Bett), der Router und die WLAN-Antenne können wahlweise aufgestellt oder an eine Wand bzw. ebenfalls in einem Staufach angeschraubt werden. Eine Außenantenne ist hier nicht nötig, der Einbau inklusive Verkabelung geht also in kürzester Zeit vonstatten.

Der Router bietet Platz für zwei beliebige SIM-Karten. Wir betreiben ihn momentan mit unserer eigenen Telekom-Karte, der Anbieter arbeitet aber bereits an einer Paketlösung mit europaweiter SIM-Karte, die nicht nur in der EU, sondern in allen europäischen Ländern nutzbar und voraussichtlich im nächsten Jahr verfügbar sein wird. Alternativ kannst du dich mit der WLAN-Antenne wie gehabt in Campingplatz- oder andere öffentliche Hotspots einwählen.

Die Konfiguration und Bedienung des Routers erfolgt über eine browserbasierte App, ganz unabhängig vom Betriebssystem deines Smartphones oder Tablets. Um einen störungsfreien Empfang zu gewährleisten, besitzt die automotive-zertifizierte, patentierte Antenne eine besondere Struktur, die ähnlich wie Mobilfunk-Basisstationen funktioniert und auch hohe Datenraten problemlos übertragen kann. Eine integrierte Firewall sorgt für größtmöglichen Schutz der Geräte.

Doch das ist noch nicht alles: Die Entwickler Alois Huber und Peter Antretter sehen im Internetmodul lediglich den ersten Baustein und die Basis für zahlreiche weitere Digitalisierungsmöglichkeiten. Vom GPS-Modul als Diebstahlschutz über Wärmesensoren, Nivellierungs- und Füllstandsanzeige, Lichtsteuerung oder Feuchtigkeitsmessung bis hin zum Camperchat oder Routenempfehlungen – mit dem CAMPERNET wird sich das Reisemobil mittel- und langfristig zum intelligenten „Smarthome“ ausbauen lassen. Und alles „Made in Germany“, das heißt in hoher Qualität und gemäß der deutschen Richtlinien zu Datensicherheit und Datenschutz.

Was kostet das CAMPERNET und wo kann ich es einbauen lassen?

Das Paket aus LTE-Folienantenne, Router und WLAN-Antenne liegt derzeit bei 749,99 Euro zzgl. Einbau. Die Montage kannst du selbst übernehmen oder in Rosenheim bei der Firma Antretter & Huber erledigen lassen.

Unser erster Eindruck

Wir nutzen das CAMPERNET nun seit etwa drei Wochen. Der Einbau durch die Geschäftsführer von Antretter & Huber, die extra dafür aus Rosenheim angereist waren, erfolgte in der Werkstatt unseres Partners Fendt-Caravan.

Hier ein paar Impressionen von der Montage:

Wichtig für uns und Fendt war dabei, dass möglichst wenig in den Aufbau unseres Sponsoren-Wohnwagens eingegriffen wird – denn nach Ablauf des Vertrags oder bei einem Modellwechsel soll das Fahrzeug ja nicht komplett durchlöchert übergeben werden. Daher waren auch die Verantwortlichen bei Fendt sehr angetan von der bohrungsfreien Lösung und unterstützten uns bei der Suche nach dem optimalen Einbauort. Wir entschieden uns gemeinsam dafür, das komplette System im rechten oberen Staukasten über dem Bett unterzubringen, da hier bereits ein Verteilerkästchen vorhanden war und die im Heck verbaute Elektronik den Empfang nicht stören wird. Das CAMPERNET ist dabei so platzsparend, dass ich wie vorher noch meine ganze Kleidung daneben verstauen kann!

Gestartet haben wir unseren Test auf unserem Stamm-Campingplatz zwischen Donauwörth und Augsburg, wo wir mit unserer „alten“ Lösung (MIFI + Telekom-Karte) mit extremen Empfangsproblemen zu kämpfen hatten. Alleine das Laden normaler Webseiten dauerte teilweise Minuten. Nicht einmal die datensparsame App „Facebook Lite“ auf dem Smartphone wollte in die Gänge kommen. Von abbrechenden Telefonkonferenzen und frustrierenden Serien-Streaming-Abenden möchte ich gar nicht erst anfangen. Um es kurz zu machen: Teilweise waren wir über mehrere Stunden praktisch arbeitsunfähig.

Schon hier zeigte sich nach dem Einbau des CAMPERNET eine deutliche Verbesserung – die Ladezeiten reduzierten sich spürbar, die Videos liefen runder, das Bild war weniger pixelig. Doch selbst die Telekom schafft es in dieser Region offenbar nicht, ihr Netz vernünftig auszubauen. Daher stieß auch die Folienantenne an ihre Grenzen – denn sie kann ja nur Signale einfangen, die auch vorhanden sind.

Der Quantensprung fand beim Überschreiten der Grenze nach Tschechien statt. Ein bisschen armselig für den Wirtschaftsstandort Bayern, gut für unseren Test. Denn plötzlich lief das Internet wie geschmiert. Während Jalil am Steuer saß, konnte ich mir bequem und störungsfrei Videos auf dem Smartphone anschauen, die Übertragungsrate reichte sogar, um ein gestochen scharfes Bild zu erhalten.

Auch an unseren ersten Station in Prag und Breslau dauerte es in der Regel weniger als drei Sekunden, bis die aufgerufenen Webseiten am Rechner oder auf anderen Geräten vollständig aufgebaut sind.

Wir werden das natürlich im weiteren Verlauf der Reise genau beobachten und abschließend einen ausführlichen Testbericht verfassen – die bisherigen Erfahrungen stimmen uns aber mehr als optimistisch!

Fotos: (c) CamperStyle

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