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Der ioCamper: Van-Conversion durch faltbare Wohnung

Der ioCamper: Van-Conversion durch faltbare Wohnung

Schlafraum bauen, Küchenzeile montieren, Innenraum isolieren, ausflippen. Einen Van zu einem Wohnmobil umzubauen, kann ganz schön aufwendig sein. Abgesehen davon, dass man das Fahrzeug danach nur schwer wieder als Transporter verwenden kann. Das fand auch Tamás Laczkó und kam deshalb auf die Idee zum ioCamper. Das faltbare Raumwunder könnt ihr nämlich einfach in eurem Van verstauen wie einen Koffer. Es hat Bad, Küche, zwei Wohnzimmer und ein Schlafzimmer. Klingt nach einem Verschwindetrick? Dann lasst euch überraschen!

„Der ioCamper ist das kompakteste, transportabelste und dehnbarste Appartement der Welt“, sagt Tamás Laczkó nicht ohne Stolz. Seit 2016 arbeitet der Familienvater aus Ungarn an seinem außergewöhnlichen Plan: ein winzig klein zusammenfaltbarer Innenraum mit möglichst viel Luxus, den man einfach aufklappen kann, wenn man seinen perfekten Campingplatz gefunden hat. Sowohl außerhalb des Vans als auch zum Teil innerhalb.

Der ioCamper: Eine Wohnung in einem Van

Alles ist einem einfachen Sprinter verstaut. Die Box, in der sich das Modulsystem befindet, ist 2,5 Meter lang, 1,3 Meter breit und 1,7 Meter hoch. „Damit passt der ioCamper zum Beispiel in einen Fiat Ducato, einen Citroen Jumper oder einen Mercedes Sprinter“, erklärt Tamás. Der Van sollte jedoch mindestens die Größe eines L1 H2 Modells haben.
In entfaltetem Zustand ist das Gebilde 2,10 Meter hoch. „Natürlich werden wir alle Größen in Zukunft auch individuell an Kundenwünsche anpassen können“, fügt der Tüftler hinzu. Falls der nächste Kunde mal 2,20 Meter groß sein sollte.

Viermal so groß wie in der Box ist der ioCamper nachdem ihr ihn entfaltet habt. Dabei müsst ihr euch nicht einmal mit lästigen Zeltstangen und Planen herumschlagen, denn der Aufbau läuft vollautomatisch und lässt sich über eurer Handy oder Tablet steuern. Also könnt ihr dieses Mal das Bier schon vor dem Aufbau aufmachen und euch gemütlich hinsetzen.
Angeblich dauert es jedoch nur fünf bis zehn Minuten, bis sich das Mini-Appartement selbst aufgebaut hat. Da kann der ein oder andere schon mal etwas angeheitert werden, wenn er versucht, sein kühles Getränk in der kurzen Zeit hinunterzustürzen.

Badezimmer, Küche und zwei Wohnzimmer für großen Komfort

Ist der ioCamper vollständig ausgefahren, bietet er Platz für vier Personen. Die Küche ist ausgestattet mit einem Kühlschrank, einer Spüle und einer Kochplatte. In den Raum integriert ist das Bad mit Toilette und Dusche. Daneben gibt es zwei Wohnzimmer mit Betten (190×80 cm), TV, Esstisch und Schränken. Und falls die Bewohner besonders müde sind, gibt es auch noch ein extra Schlafzimmer mit – Überraschung! – einem Bett (190×144 cm) sowie USB-Anschlüssen und großem Kleiderschrank.

Außerdem beinhaltet die magische Box eine Klimaanlage, die sowohl Kälte als auch Wärme regulieren kann und Solarpaneele auf dem Dach. Natürlich darf eine Verbindung zu Strom und Abwasser nicht fehlen. Ganz autark ist der ioCamper also nicht! Auf einem großen Infotainment-Bildschirm könnt ihr jederzeit den Status von Batterien, frischem Wasser oder Temperatur ablesen. Und natürlich die Lichter bedienen oder den Kühlschrank regulieren. Falls das Bier nach dem anstrengenden Aufbau zu warm geworden ist.

Ihr könnt den ioCamper entweder ganz aus dem Van holen und aufbauen (lassen) und ihn sogar als kleines Gästehaus im Garten verwenden – oder ihr könnt ihn komplett als Wohnmobil nutzen. Vielleicht wenn ihr nur für eine Nacht anhaltet. Dann bleibt die Basis des ioCampers im Van und ihr müsst nur die hinteren Türen öffnen, um die restlichen Räume zu entfalten.

Übrigens: Einen Preis hat Tamás Laczkó bisher noch nicht kalkuliert. Dazu möchte er erst in einigen Monaten mehr sagen.

Über die Idee zum ioCamper von Tamás Laczkó

„Eines Tages hat mich mein Sohn gefragt, ob wir nicht mal einen Campingurlaub machen könnten“, erinnert sich Tamás Laczkó an die Anfänge seiner Idee. „Also haben wir überlegt, einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil zu mieten oder zu kaufen. Dabei haben wir gemerkt, dass die Tagesmiete etwa so hoch ist wie die Unterkunft in einem Hotelzimmer und der nächste Vermieter 150 Kilometer entfernt liegt.“ Keine gute Sache also. „Und so ein Fahrzeug zu kaufen bedeutet ja, eine große Anschaffung zu machen, die man dann nur auf Reisen nutzt.“ Danach dachte Tamás über den Umbau seines Vans nach. „Aber den könnte ich danach ja dann nicht mehr für seine ursprüngliche Bestimmung gebrauchen. Das fiel also auch raus.“

Schließlich dachte der Familienvater weiter und suchte online nach etwas Ähnlichem wie dem ioCamper. Ohne Erfolg. „Da habe ich gedacht, ich designe das jetzt selbst!“ Tamás hatte nämlich bereits Erfahrungen als Mechaniker. Im August 2016 stand die erste Skizze. Im April 2017 der Prototyp. Seit Juni 2018 schlägt er sich mit der Finanzierung herum und wenn alles klappt, soll ab Januar 2019 in Serie produziert werden.
Na, wäre das was für euch?

Fotos (c): ioCamper


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War schon immer eher Pippi Langstrumpf als Annika. Arbeitet als freie Texterin und Fotografin bei Zeilenaufbruch und liebt Roadtrips überall auf der Welt.

Lieblingsspots: USA und Südeuropa.

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