skip to Main Content
Backofen im Wohnmobil: sinnvolle Ergänzung oder überflüssiger Luxus?

Backofen im Wohnmobil: sinnvolle Ergänzung oder überflüssiger Luxus?

Ob ein Backofen im Wohnmobil sinnvoll ist, das ist eine schwer zu beantwortende Frage. Je nachdem, wen du fragst, wirst du eine andere Antwort bekommen. Denn jeder Camper hat einen anderen Anspruch an das Kochen und Backen.

Ich habe am Anfang unseren Backofen ab und an sehr vermisst. In unserer Wohnung war es so einfach eine selbstgemachte Pizza zuzubereiten, Brötchen aufzubacken, Brot selber zu backen oder leckeren Kuchen. All das konnten wir ohne Backofen dann im Wohnmobil nicht mehr einfach so. Also habe ich mich intensiver mit dem Thema auseinander gesetzt und dir mal zusammen getragen, welche Möglichkeiten für einen Backofen es im Wohnmobil und Wohnwagen gibt.

Richtige Gasbacköfen zum Einbauen

Ja, es gibt richtige Gasbacköfen für das Wohnmobil, die fest eingebaut werden. Der Nachteil dabei ist, dass Stauraum dabei verloren geht. In unserem 5,90 langen Euramobil würde durch den Einbau eines Gasbackofen so viel wichtiger Stauraum wegfallen, dass es nicht sinnvoll ist, hier einen zu integrieren. Wer den Backofen oft nutzt und ein längeres Mobil fährt oder auf den Stauraum verzichten kann, für den ist das sicher eine sinnvolle Alternative.

Diese Backöfen gibt es beispielsweise von Dometic oder Thetford und kosten zwischen 600 und 1000 Euro. Du kannst sie bei verschiedenen Händlern kaufen und auch nachträglich noch einbauen lassen, wenn du den notwendigen Platz hast.

Insofern wäre meine Antwort an dieser Stelle auf die eingangs gestellte Frage: Nein, ein Backofen im Wohnmobil ist nicht sinnvoll und wir brauchen keinen.

Omnia: Tragbarer Backofen

Und trotzdem haben wir einen 😉 Aber nicht so einen richtigen eigebauten, sondern einen tragbaren Backofen für den Gasherd. Wir machen darin Aufläufe, backen darin Kuchen und Brot und sogar Brötchen auf. Ich spreche von einem Omnia. Und du kannst sogar Pizzen darin backen – auch wenn ich mittlerweile absoluter Verfechter von Pfannenpizza bin 😉

Dieses kleine Wunderwerk wird einfach auf den Gasherd gestellt und wir backen darin wie gesagt alles wie gehabt und nutzen das Zusatzgitter, um Brötchen aufzubacken und eine Silikonform für die leichtere Reinigung.

Ich möchte den Omnia im Wohnmobil nicht mehr missen. Du kannst zum Beispiel eine Brotbackmischung nutzen und sie ganz normal zubereiten. Also Backmischung mit Wasser anrühren, Teig kneten, darauf achten, dass er nicht zu feucht ist (er darf nicht mehr an den Händen kleben!). Danach nach Anleitung den Teig gehen lassen (meist 40-60 Minuten). Omnia einfetten oder die Silikonform einsetzen, Teig zu einer Rolle formen und reinlegen und noch einmal 40-60 Minuten gehen lassen. Danach auf den Gasherd, 3-5 Minuten volle Pulle, damit er richtig Hitze bekommt und dann 40-50 Minuten backen. Fertig ist ein frisches und leckeres Brot mit wenig Aufwand.

Andere Rezepte musst du vielleicht ein bisschen umrechnen. Dazu sind die folgenden Informationen sehr wertvoll:

  • der Omnia hat ein Volumen von ca. 1,3 Litern, wenn er nicht ganz voll ist
  • eine Standard Springform mit 7 cm Höhe hat bei einer Füllhöhe von 6,5 cm ca. 3,4 Liter
  • damit lassen sich Rezepte für Kuchen und Aufläufe etc. recht gut umrechnen

An dieser Stelle wäre meine Antwort auf die eingangs gestellte Frage ein klares Ja! Ein solcher Backofen ist sinnvoll für jeden Camper.

Mini-Öfen mit Strom

Wenn du fast nur auf Stell- oder Campingplätzen mit Stromanschluss stehst oder viel Stauraum hast, dann ist natürlich auch einer der Miniöfen für dich spannend. Diese gibt es zum einen von Campingaz als tragbaren Gasofen. Zum anderen gibt es aber strombetriebene Geräte in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Funktionen, bis zur Mikrowelle.

Der Nachteil dieser strombetriebenen Geräte ist, dass sie alle sehr viel Leistung ziehen. Sie sind daher für den Batteriebetrieb im Wohnmobil nicht geeignet. Hast du jedoch immer Landstrom, sind sie eine Alternative zu den Einbaubackofen und dem Omnia.

Hier kannst du die Mini-Backöfen und weitere Backöfen für dein Wohnmobil kaufen:

Mein Fazit

Beim Camping lernt man, sich einzuschränken. Platz, Strom und ziemlich alles andere sind in einem Wohnmobil oder Wohnwagen eben limitiert. Ein richtiger Backofen nimmt viel dieses begrenzten Platzes weg.

Wenn du aber fast jeden Tag etwas backen möchtest, dann ist es sicherlich sinnvoll, über ein größeres Mobil mit Backofen nachzudenken. Ist dein Platz stark begrenzt, dann ist der Omnia die perfekte Alternative für Aufläufe und frisches Brot. Stehst du fast immer nahe einem Stromanschluss und hast etwas Stauraum, dann sind auch die Mini-Öfen eine Überlegung wert.


Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Bitte bewerte diesen Beitrag:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (11 Bewertungen, Durchschnitt: 3,73 von 5)
Loading...

Bei einer Bewertung speichern wir deine IP-Adresse um Mißbrauch zu verhindern. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Technikverliebter Nerd, der mit Frau, Hund und Gasgrill seit 2015 im Wohnmobil lebt – derzeit in einem Clou Liner. Im Winter im Süden, im Sommer im Norden, als digitaler Nomade immer auf Reisen.

Lieblingsspots: Am Wasser.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Hallo, sind schon seit geraumer Zeit auf der Suche und ja, der Omnia würde mir reichen… Wenn, ja wenn er denn aus Edelstahl wäre. Wir persönlich halten Aluminium, wie auch weiche Silikonformen, für gesundheitlich recht bedenklich. Müssen somit weitersuchen, denn der Garraum sollte ca. 23-30 l haben, nicht als Einbaugerät und ohne zusätzliche Kochfelder obenauf ;o(
    Ansonsten wünschen wir eine schöne mobile Saison

  2. Hej, den Omnia finden wir auch sehr sehr interessant. Wie hoch ist denn der Verbrauch bei zB Brötchen aufbacken oder einem Auflauf? Da wir jetzt auch große Gasflaschen haben, vorher mit Diesel geheizt, fehlt mir hier jedwede Erfahrung. danke, Kathi

    1. Hi Kathi, wir selbst haben den Omnia noch nicht so lange, aber Brötchen aufbacken geht in wenigen Minuten. Ein Auflauf dauert je nach Inhalt ca. 30 (Gemüse) bis 60 Minuten (mit größeren Fleischstücken) auf kleiner Flamme. Ich kann das jetzt leider nicht in kg Gas abschätzen, aber er kommt uns sehr sparsam vor. Unsere Kollegen Steffi und Sebastian nutzen das Teil schon seit einiger Zeit, ich werde die beiden mal bitten, da eine kurze Einschätzung zu treffen. Viele Grüße! Nele

    2. Die Frage nach dem Verbrauch kann dir nur der Hersteller deines Herdes sagen. Nur der weiß, wie viel Gas bei voller Flamme (die man in den ersten Minuten nutzt) und dann bei kleiner Flamme (für die restliche Zeit) dein Herd verbraucht. Eventuell hilft auch ein Blick in die Bedienungsanleitung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top