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Der Knaus Boxlife – Vanlife mit großer Klappe

Der Knaus Boxlife – Vanlife mit großer Klappe

Mal eben das Fahrrad in die Heckklappe schieben, die vier Kinder einladen und schon kann es losgehen mit dem Vanlife! Wie jetzt? Ist der gute, alte VW-Bus auf einmal zum amerikanischen Wohnmobil-Ungeheuer ausgewachsen? Nein, der Knaus Boxlife 630 ME beweist, dass auch ein Kastenwagen enorm viel Raum bieten kann. Für alle, die lieber charmant ausbauen lassen, statt selbst herumzubasteln.

Wer das Unternehmen Knaus kennt, weiß, dass es da neben dem Boxlife schon den Boxstar gibt. Boxstar – nicht Porsche Boxster. Wir wollen ja nicht gleich übertreiben. Der Boxlife ist im Vergleich zum Boxstar jetzt aber eher so wie der moderne Arbeitnehmer: besonders flexibel. Ihr könnt den Grundriss nämlich maßgeblich mitbestimmen und damit auch die Ausstattung des Bads und die Anzahl der Betten.

Aufrechtes Stehen im Knaus Boxlife

Doch erstmal zu den harten Fakten: Basis des Knaus Boxlife 630 ME ist wie in so vielen Fällen ein Fiat Ducato. Und zwar der Multijet 130 mit 120 PS. Er ist 6,36 Meter lang, 2,05 Meter breit und 2,82 Meter hoch. Nicht für jeden was, der es gern klein, kompakt und unauffällig mag. Dafür stehen innen immer noch 1,87 Meter Breite zur Verfügung, was zum Querschlafen reicht, sowie komfortable 2,18 Meter Stehhöhe.
Die zulässige Gesamtmasse beträgt 3,5 Tonnen. 2,5 Tonnen könnt ihr noch anhängen.

Das führt dazu, dass ihr – vor allem mit den serienmäßigen höhenverstellbaren Hubbetten – bequem zwei Fahrräder in den Laderaum schieben und transportieren könnt. Jetzt nicht nur so holländische Klappräder, sondern auch ausgewachsene E-Bikes. Allerdings solltet ihr das maximale Zuladegewicht von 250 Kilo im Auge behalten. Auch Surfbrett oder Tauchausrüstung finden Platz. Damit ist der Knaus Boxlife 630 ME vor allem eine spannende Option für Sportler.

Fünf bis sieben Schlafplätze im umgebauten Van

Fahrer- und Beifahrersitz sind drehbar und höhenverstellbar. Der Van kommt außerdem mit Scheibenbremsen, Achsenstabilisator und Servolenkung aus der Fabrikhalle. Standardmäßige Farbe ist weiß. Damit man den Dreck schön sieht und alle wissen, dass man ein echtes Abenteuer erlebt hat.
Den Knaus Boxlife 630 ME gibt es in zwei Varianten. Mit bis zu fünf Schlafplätzen und mit bis zu sieben Schlafplätzen. Erreicht wird das durch bereits erwähnte Hubbetten und den Umbau der Sitzecke. Beide Modelle haben allerdings nur vier eingetragene Fahrersitze. Nimmt halt jemand das Fahrrad. Oder das Surfbrett. Vor allem beim Roadtrip durch Irland. Da regnet es doch immer.

Rundum gibt es sieben Fenster und eine Dachluke. Isoliert ist der Knaus Boxlife 630 ME auch. Mit Polyethylen-Schaum an den Seiten und der Decke und einem Boden in Sandwichbauweise. Das heißt, er besteht aus verschiedenen Schichten und Materialien. Hier aus 16 Millimeter starkem Styropor, Sperrholz und PVC. Der gesamte Boden ist 25 Millimeter stark.
Knaus verspricht, dass es keine Kältebrücken gibt. Dabei ist doch der schnelle Wechsel von Warm zu Kalt sehr gesund. Oder so.

Bad und Küchenzeile im Boxlife von Knaus

Der Knaus Boxlife 630 ME ist flexibel. Schön. Das bedeutet im Grunde nur, dass die Anzahl der Betten die Größe des Baderaums bestimmt und andersherum. Schlafen oder duschen – das ist eine ganz knallharte Entscheidung. Nein, natürlich nicht! Aber die Maße der Betten variieren zwischen 1,76 x 1,33 Metern und 1,93 x 1,83 Metern. Das Bad ist als Kompaktbad mit ausziehbarer Duschbrause oder als Raumbad mit Duschkabine erhältlich. Eine Kassetten-Toilette ist in jedem Fall dabei.

In der Kochnische des Knaus Boxlife 630 ME steht ein 90-Liter-Kompressorkühlschrank mit 7,5-Liter-Gefrierfach. Wenn es dunkel wird, geht er in den Silent-Modus. Jeder, der schon mal bei einem röhrenden Kühlschrank im Motel-Zimmer versucht hat, ein Auge zuzuklappen, weiß, wie angenehm das klingt.
Zum Kochen gibt es den 2-Flammenkocher mit Gasabdeckung. Die dazu benötigten Flaschen sind in ganz Europa erhältlich aber nicht gerade günstig. Eine Spüle komplettiert den Bereich.

Im Gaskasten befindet sich ein Vorrat von 2,7 Kilo Gas. Geheizt wird mit einer Truma Combi 6D. Eine Warmwasserbereitung ist mit dabei. Der Frischwassertank fasst 102 Liter bei geschlossenem Überlaufventil, der Abwassertank im Unterboden 90 Liter.
Zum Aufladen der überlebenswichtigen Elektronik sind eine 12-Volt- und zwei 230-Volt-Steckdosen verlegt. Beleuchtet ist der Van mit LED-Lampen.

Preis und eine historische Unternehmensgeschichte

Die serienmäßige Ausstattung, die schon einiges bietet, liegt bei 51.670 Euro. Sitzt der Geldbeutel locker, könnt ihr auch noch das Funline-Paket mit Fahrhausverdunklung, Markise und Lichtsteuerung hinzubuchen. Wem es stark auf die äußeren Werte ankommt, der wird die Styling-Pakete lieben. Lackierte Stoßstange, Spoiler in Alu-Optik und Scheinwerfer mit schwarzem Rahmen sind für mittlere dreistellige Beträge als Option vorhanden.

Die Unternehmensgeschichte von Knaus begann 1960, gegründet durch Helmut Knaus im schönen Frankenland. 1973 erhielt der Firmenchef das Bundesverdienstkreuz für seinen Pioniergeist. Seit 2005 startet Knaus nicht nur mit Reisemobilen, sondern auch mit Kastenwagen durch und reiht sich damit in die inzwischen echt große Auswahl an professionell ausgebauten und serienmäßig verkauften Vans ein.

Fotos (c): Knaus Tabbert GmbH


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