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Kolumne: Die Glamping-Taskforce

Kolumne: Die Glamping-Taskforce

Unser lieber Kollege Henning, seines Zeichens Blogger, Wohnmobilbewohner, Facebookgruppen-Aufmischer und bekennender Sarkastiker, wirft in unserer neuen Kolumne einen Blick auf Themen, die die Camperwelt bewegen.

Mit einem Augenzwinkern und dem einen oder anderen bissigen Kommentar analysiert er die oftmals hitzigen Social-Media-Diskussionen rund um Thermomix, Camperhunde, Dickschiffe, Grußverweigerer und Kuschelcamper. Viel Spaß beim Lesen und Bühne frei für Henning!

In jeder Campingsaison wird es in den (un)sozialen Medien überdeutlich: Das Camping-Volk ist von allerlei Misshelligkeiten geplagt, denen einfach nicht entschieden genug der Kampf angesagt wird. Das muss sich ändern, wir benötigen eine schnelle Eingreiftruppe mit Kompetenzen und technischen Möglichkeiten, die üblichen Probleme schnell zu lösen.

Folgende Ausstattung ist unabdingbar: Ein Gasgenerator mit mindestens fünf Kilowatt Dauerleistung. Klagen über zu schwache Sicherungen zum gleichzeitigen Betrieb von Thermomix, Kaffeemaschine und Induktionsherd erreichen die Campinggemeinde ständig. Der Gasgenerator hat nebenbei den Vorteil, dass sich die schnelle Eingreiftruppe mit den Gasvorräten des Klienten bezahlen lassen kann, die braucht der ja offensichtlich nicht.

Weiteres wichtiges Werkzeug ist die Kettensäge. Immer wieder kommt es vor, dass der Stellplatz eigentlich perfekt ist: Ruhe, Aussicht, sogar gutes Wetter. Aber dann ist da dieser eine Baum, der den direkten Kontakt zwischen der Sat-Schüssel und dem Satelliten unterbindet. So kann die Taskforce dem Übel ein für alle mal und auch für zukünftige Camper-Generationen auf diesem Platz abhelfen.

Unsere Taskforce wird nicht mit einem lumpigen Dreieinhalbtonner kommen können, denn es wird auch ein Kran gebraucht und der sollte schon kräftig genug sein, um auch den kuschelnden Nachbarn ein Stück weiter zu versetzen, oder die von ahnungslosen PKW-Fahrern zugeparkte Entsorgungsstation frei zu räumen. Auch Klagen darüber treten immer wieder in den (un)sozialen Medien auf.

Bei einem so großen Fahrzeug lässt sich auch eine Lautsprecheranlage noch gut unterbringen. Die ist wichtig, um per Durchsagen die Mitcamper an die Grußpflicht und die Nachtruhe zu erinnern. Es nützt nämlich gar nichts, Klagen über Grußmuffel oder laute Nachbarn nach 22 Uhr in Facebook-Gruppen abzusetzen. Man muss die Sünder direkt ansprechen und die Taskforce macht das jetzt möglich.

Ganz wichtig ist natürlich auch ein mobiler W-LAN-Hotspot, den die Taskforce ihren Klienten zur Verfügung stellt. Was nützt das schönste Ungemach, wenn man mangels Internetzugang darüber nicht angemessen in den verschiedenen Foren und Gruppen jammern kann? Der Gastzugang der Taskforce muss mindestens 10 Gigabyte in LTE-Geschwindigkeit anbieten, damit auch anschauliche Videos des angetroffenen Übels hochgeladen werden können.

Sollte das alles nicht weiterhelfen, müssen auch größere Alkoholvorräte verfügbar sein. Dann können sich die Klienten die unabänderlichen Zustände wenigstens schön saufen. Wobei natürlich der öffentliche Aufruf zum Alkoholmissbrauch auch nicht sein darf, was uns zum letzten nötigen Ausstattungsgegenstand führt: Das Beißholz. Wenn sich wirklich gar nichts machen lässt und auch der Alkohol entweder schon aufgebraucht ist oder aus löblichen Abstinenzgründen verschmäht wird, bleibt wirklich nur diese archaische Methode, den Camping-Urlaub trotzdem weiter auszuhalten.

Titelbild: (c) Stephanie Starr / yayimages.com

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