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Urlaub zu Hause: So kreativ und lustig kann Mikro-Camping sein

Urlaub zu Hause: So kreativ und lustig kann Mikro-Camping sein

Normalerweise befänden wir uns bereits mittendrin: Im kilometerlangen Autostau, in der Kaffee-Kippen-Pause an der Raststätte, im Vignetten-Dschungel oder beim Beine vertreten an dubios riechenden Parkplatzgrünflächen. Oftmals ein wenig erfreuliches Vergnügen, diese Fahrten zum langersehnten Urlaubsort. Aber die Vorfreude aufs eigene Campingabenteuer wiegt schwerer, so dass wir großzügig über allerlei Beschwerlichkeiten während der Anreise hinwegsehen. Doch dieses Jahr ist alles anders! Corona hält uns im Wachkoma und sämtliche Reisepläne sind erst einmal über Bord geworfen.

Unbeschwerter Campingurlaub? Fehlanzeige! Selbst wenn sämtliche Maßnahmen gelockert oder aufgehoben würden, so überlegt sich indes wahrscheinlich jeder gründlich, ob Wegfahren wirklich eine so tolle Idee ist. Unberechenbar wie der Virus, so gestalten sich auch die staatlichen Maßnahmen der einzelnen Länder. Wenn ich über die Grenze komme, komme ich dann auch wieder so einfach zurück? Mal ganz abgesehen von der Ansteckungs- oder Übertragungsgefahr sowie der Verantwortung, die wir nun alle tragen. Füße stillhalten ist vorerst angesagt. Und auch wenn die Erholung wohlverdient sein mag, so ist die Urlaubsfrage zunehmend mit Sorgen gespickt. Für dich, für mich, für die Gemeinschaft. Was also tun, wenn man zu Hause bleiben will und trotzdem nicht aufs begehrte Campingabenteuer verzichten möchte? Alternativen schaffen und erfinderisch werden! Du kannst mit deinen Lieben endlich stundenlang Camping-Filme gucken, mit unseren Tipps deine Kinder auf Trapp halten und alte und neue Spiele ausprobieren. Aber…

„Campers gonna camp“, ist doch klar!

Konzentrieren wir uns also auf unsere rechte Gehirnhälfte und lassen die Kreativität walten. Camping zu Hause? Kein Problem für den leidenschaftlichen Outdoorfreak. Okay, was an dieser Stelle wie ein Paradoxon klingt, ist natürlich auch eine Herausforderung – und trotzdem nicht unmöglich. Denn auch im eigenen Heim gibt es noch „Wildnis“ zu entdecken, sie sieht nur etwas anders aus. Topf- statt Buschpflanzen, Straßenlärm, der bei geschlossenen Augen wie Meeresrauschen klingen kann und Möbel, die – einmal umgestellt – plötzlich völlig neue Landschaften erschaffen. Immer noch skeptisch? Private Übernachtungsmöglichkeiten beim Camping sind schon lange sehr beliebt, Plattformen wie campspace.com feierten bereits vor der Pandemie die Möglichkeiten des heimischen Privatcampings.

So können dort zum Beispiel europäische User ihre Gärten, Felder und Wiesen für Campinggäste zur Verfügung stellen, während Interessierte nur noch buchen müssen. Individuell, charmant und im besten Fall mit der Option, einen Ort ganz für sich allein zu haben. Für die, die jedoch ganz auf Nummer sicher gehen möchten, ist das eigene Zuhause ebenfalls ein spannender Ort, sein Lager aufzuschlagen! Zelten im Vor- oder Schrebergarten, die Schlafcouch auf den Balkon hieven oder mit den Kids ein Zimmercamp aus Stühlen und Tischen bauen – der Fantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Das Schöne daran: zu Hause ist man sein eigener TÜV, darf dabei völlig entspannt bleiben und legt selbst die Messlatte für sanitäre Hygienestandards. Wer es hingegen etwas aufregender mag, der kann zum Beispiel einen Verschlag im Wald bauen, sich heimlich auf einem Jägersitz einkuscheln oder das Wohnmobil jede Nacht unter einer anderen Laterne positionieren. Einmal befristet Parken, Wohnen und Aufwachen in jeder einzelnen Postleitzahl der Heimatstadt? Ja bitte! Freistehen in der eigenen Region oder einfach vor dem Haus von Freunden parken und sich mit ausreichend Abstand aus dem Wohnmobilfenster zuprosten? Auch hier: Ja bitte! Not macht erfinderisch und der Spaß bleibt ebenfalls nicht aus.

Was in der Erinnerung absurd schien, wird heute zum attraktiven Gedanken

Es ist noch gar nicht allzu lange her, als Besucher des Nürnberger Festivals „Rock im Park“ auf angrenzenden Verkehrsinseln zelten mussten, weil zu wenig freie Grünfläche vorhanden war. Oder als ich das Angebot für eine Zeltübernachtung auf einem Balkon im Berliner Hipsterviertel Friedrichshain ausfindig machte, um horrenden Hotelpreisen zu entgehen. Übernachten auf einem Parkhausdeck, weil die Sintflut das Zelt wegspülte oder ein Müllsack, der kurzerhand zum Schlafsack umfunktioniert wurde, um es sich im Schlauchboot gemütlich zu machen. Abenteuer winken, wo man sie sucht. Damals mögen sie eher unfreiwillig gewesen sein, doch heute liefern sie Inspiration und trainieren die Lachmuskeln. Hast du vielleicht noch selbst Ideen und Geschichten auf Lager? Dann immer her damit, ich freue mich über viele bunte Alternativen und kreative Camping-Urlaubsretter.

Titelbild: (c) Jasmin Köchl | jasminkoechl.com

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