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Produkttest: EFOY GO! – Die mobile Lithium-Ionen-Batterie

Produkttest: EFOY GO! – Die mobile Lithium-Ionen-Batterie

Ein ganzes Jahr lang ein Produkt zu testen, gleicht einem kleinen Marathon. Mit der EFOY GO!, einer tragbaren Lithium-Ionen-Batterie für den mobilen Einsatz haben wir genau das getan. Das Ergebnis: Hunderte Notizen und Beobachtungen zu Funktionsweise, Handhabung und unterschiedlichen Anwendungssituationen, die sortiert und in einen verständlichen, halbwegs kurzen und nicht allzu technischen Beitrag übertragen werden wollten.

Zur Einstimmung haben wir dieses kleine Video für euch gedreht, in dem wir euch bespielhaft ein paar Einsatzbereiche der kleinen Box zeigen möchten:

Produkttest: EFOY GO! – Die tragbare Lithium-Ionen-Batterie

Wenn du den Play Button drückst, wird das Video von Youtube geladen und abgespielt. Dabei können Daten übertragen werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Nun aber alles nochmal der Reihe nach:

Was genau ist die EFOY GO? Welche Möglichkeiten bietet sie und für welche Bedürfnisse ist sie ausgelegt?

Die EFOY GO! ist eine tragbare Energiequelle, die ihr verwenden könnt, um während euerer Reise verschiedene elektronische Apparate zu nutzen und zu laden – auch und vor allem „moderne“ Geräte wie Smartphones, Laptops, Tablets, E-Reader, E-Zigaretten, Smartwatches usw.

Also quasi eine dicke, fette und universell einsetzbare Powerbank, die den Mangel an Steckdosen im Wohnwagen oder die fehlende Zweitbatterie im Campingbus bis zu einem gewissen Grad sehr gut ausgleichen kann. Aber dazu später mehr…

Eigenschaften der EFOY GO!

Technisch gesehen steht hier eine Lithium-Ionen-Batterie (LiFePO4) vor uns, die eine Leistung von 240 Wh erbringt. Ausgestattet ist das kleine Powerpaket mit zwei 5V-USB-Anschlüssen, einem 12V-„Zigarettenanzünder“ und einem Wechselrichter mit einem 230V-Ausgang. Es ist ungefähr so groß wie eine normale Autobatterie (28,6 x 18,6 x 20,1 cm), wiegt dabei aber weniger als 6 Kilogramm.

Die EFOY GO! ist in einem stabilen Gehäuse verpackt, das im oberen Bereich mit einem massiven Tragegriff versehen ist. An den Seiten sind Lüftungsschlitze verbaut und vorne eine Reihe an LED-Lämpchen, die den Lade- und Systemstatus anzeigen.

Potenzial der EFOY GO!

Unsere Testreihen waren zugegebenermaßen ein bisschen eigenwillig. Zunächst fingen wir ganz konventionell mit voller Ladung an, um (mit einem Notizbüchlein in der Hand) zu sehen, wie lange die Batterie denn wohl halten würde. Naja, wenn wir nicht irgendwann abgebrochen hätten, würden wir wahrscheinlich noch heute davor sitzen – denn der Akku war auf diese Weise nicht „totzukriegen“. Oder wir nicht geduldig genug.

Sei es, wie es sei, wir haben unsere Methodik geändert und die EFOY GO! ab diesem Tag immer dann getestet, wenn wir sie in unserem Alltag wirklich brauchten – und das war in dieser Zeit ziemlich häufig.

Die Batterielaufzeiten und Ladungsintervalle, die wir auf diese Weise beobachten konnten, kamen sehr nahe an die Herstellerangaben heran – je nach Verbrauch der einzelnen Geräte natürlich mal mehr, mal weniger. Getestet haben wir nahezu alles – vom Reisefön bis zur Kühlbox, von der 12V-Lampe bis zum Mini-Radio – und natürlich unser komplettes technisches Equipment.

Unsere Laptops (MacBook Pro 13″ und MacBook Air 11″) konnten wir beispielsweise nacheinander jeweils anderthalb- bis zweimal komplett laden. Das hat uns einige Male aus der Patsche geholfen.

Außerdem fiel uns positiv auf, dass sich im Testjahr kein Kapazitätsverlust bei der EFOY GO! bemerkbar machte – die Leistung blieb durchgehend gleich.

Die EFOY GO! in der Praxis

Die kleine „Box“ hat uns unterwegs viele Freiheiten geschenkt, die wir so noch nicht kannten. Wir konnten stundenlang ohne Unterbrechung mit unseren Laptops und einer Kühlbox für Getränke am Strand arbeiten (teilweise sogar mit Internet-Hotspot über unsere Smartphones, die wir ebenfalls über die Batterie nachgeladen haben). Ganz zu schweigen von unseren Kamera-Akkus, die häufig gleichzeitig mit den Handys über Nacht geladen werden mussten – auch an Orten ohne externe Stromversorgung. Oder von der Zusatzbeleuchtung, die wir für abendliche und nächtliche Videodrehs brauchten.

Für wen ist die EFOY GO! wirklich sinnvoll – und für wen eher nicht?

Natürlich wäre es für jeden irgendwie toll, so einen schicken und praktischen Energielieferanten für unterwegs zu besitzen. Aber da das Teil mit ca. 900 Euro ja nicht unbedingt spottbillig ist, haben wir uns mal ein paar konkretere Gedanken dazu gemacht, für welche Art des Campens und Reisens die EFOY GO! mit ihrem Potenzial einen echten Mehrwert bietet.

Wir glauben, dass diejenigen Nutzerinnen und Nutzer am meisten davon profitieren können, die mit Zelt, Auto, Campern oder nicht-autarken Wohnwagen (wie wir) unterwegs sind. Für sie ist die EFOY GO! definitiv eine super praktische, leise Energiequelle, die bei sparsamem Einsatz über Tage hinweg in kleineren Mengen Strom liefern kann – sei es nun für Übernachtungen in freier Natur, spontane Ausflüge, Picknicks und Grillabende mit Musik oder längere Arbeitssessions im mobilen Büro.

Wenn dein Fahrzeug ohnehin schon mit einer Solaranlage und einer Zweitbatterie ausgestattet ist, du am liebsten mit kleinem Gepäck tagelang in den Bergen herumkraxelst, Städtetrips mit ausgedehnten Museumsbesuchen planst oder gerne Raften gehst, sind dagegen die Einsatzmöglichkeiten eher gering, denn dafür wäre die Box dann doch wieder zu groß/schwer und teilweise ungeeignet (nicht wasserdicht).

Auch beispielsweise zur Komplettversorgung eines nicht-autarken Wohnwagens (Kühlschrank, Licht, Wasserpumpe) oder zum Laden einer leeren Autobatterie kann die EFOY GO! nicht eingesetzt werden, hierfür reicht die Kapazität der kleinen Kiste einfach nicht aus – und dafür ist sie auch nicht konzipiert.

 

Übersicht unserer Testergebnisse

  • Für uns einer der größten Pluspunkte: Dank ihrer handlichen Größe und ihres geringen Gewichts konnten wir die EFOY GO! ganz einfach mitnehmen – sogar auf dem Fahrrad
  • Der Wechselrichter liefert 400 W Dauerleistung und 600 W kurzzeitige Spitze
  • Dank der Möglichkeit, die EFOY GO! sowohl über eine 230V-Steckdose als auch über den 12V-Anschluss des Autos geladen zu werden (bei Letzterem dauert eine komplette Ladung ca. 5 Stunden) waren wir immer und überall mit Reservestrom versorgt. In unserem Fall nicht nur nützlich, sondern auch entscheidend für unsere Arbeit
  • Im Betrieb läuft die EFOY GO! zwar überaus ruhig, aber nicht komplett geräuschlos. In immer wieder auftretenden Intervallen ist ein leichtes Surren zu hören. Uns hat das in keiner Weise gestört oder beeinträchtigt, da es wirklich sehr leise ist, es sollte aber nicht unerwähnt bleiben. 
  • Qualität hat ihren Preis, deshalb können sich die meisten User die EFOY GO! wohl auch nicht als „nettes kleines Accessoire nebenbei“ leisten. Nichtsdestoweniger ist die Box aus unserer Sicht jeden Cent wert – und wenn man alle Einzelkomponenten (Lithium-Batterie, Wechselrichter, USB-Mehrfachsteckdose, etc.) für sich betrachtet, erscheinen die Kosten von 900 Euro schon nicht mehr so exorbitant
  • Lösungen zur Energiespeicherung gibt es viele, tragbare jedoch nur wenige. Und noch weniger, die eine so große Vielfalt an Einsatzfeldern wie die EFOY GO! bieten. 
  • Neben den oben beschriebenen Optionen, die Batterie über einen Stromanschluss oder einen Zigarettenanzünder zu laden, gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten, die eine fast endlose Stromversorgung garantieren: Die EFOY GO! kann auch über Solarpaneele oder die Methanol-Brennstoffzelle EFOY COMFORT betrieben werden (über Letztere hatten wir bereits im vergangenen Jahr berichtet).

Letzte Hinweise

Falls ihr euch eine EFOY GO! zulegt, lest bitte unbedingt genau die Betriebsanleitung durch und checkt, welche Geräte ihr damit betreiben könnt. Wir haben es zweimal geschafft, die Box zu „blockieren“, weil wir nicht genau auf die Wattzahlen der angeschlossenen Apparate geachtet hatten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, niemals (!) Mehrfachstecker an die 230V-Steckdose anzuschließen. Hier können im schlimmsten Fall irreparable Schäden entstehen!

Ansonsten ist die kleine Box wirklich sehr robust und braucht (außer geeigneter Ladungssicherung) keine Sonderbehandlung.

Da wir in diesem Beitrag nicht auf alle möglichen Szenarien und Testsituationen eingehen wollten, um den Text noch lesbar zu halten, möchten wir euch gerne Folgendes anbieten: Wenn ihr spezifischere Fragen zur EFOY GO! und ihrer Anwendung habt, könnt ihr uns gerne per Mail kontaktieren. Wir werden euch dann aus unserer Erfahrung berichten oder euch an eine(n) Ansprechpartner(in) der Firma weiterleiten.

Disclaimer: Wir haben die EFOY GO! für 1 Jahr kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen und sie nach Ablauf dieses Zeitraums (schweren Herzens, aber wie vereinbart) an den Hersteller SFC Energy zurückgegeben. 

Fotos: (c) CamperStyle

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