skip to Main Content
Produkttest: Camping-Grill „Safari Chef 2“

Produkttest: Camping-Grill „Safari Chef 2“

Die südafrikanische Marke CADAC hat einen Camping-Klassiker neu aufgelegt: Den beliebten, handlichen Gasgrill Safari Chef. Wir haben beide Modelle seit einiger Zeit intensiv im Gebrauch und stellen euch heute die Ergebnisse unserer „Grillstudie“ vor.

Außerdem verlosen wir ein Exemplar des neuen Safari Chef 2, damit ihr den Kleinen auch selbst zu eurem Reisebegleiter machen könnt.

Die Infos zum Gewinnspiel findet ihr im Anschluss an den Testbericht.

UNSERE GESCHICHTE MIT DEM SAFARI CHEF

Aufgrund seiner geringen Maße war Version 1 des „Safari“, wie wir ihn liebevoll nennen, einer der ersten Käufe für unseren damals neuen Wohnwagen – direkt nach dem Toilettenpapier und noch lange vor unseren Klappstühlen 🙂

Seither hat er uns treu auf all unseren Reisen begleitet (bald an die 30.000 Kilometer!), auf Campingplätzen oder mitten im Nirgendwo – und manchmal sogar im heimischen Garten – für warme Mahlzeiten gesorgt und gemeinsam mit uns diverse Geburtstags- und Spontangäste versorgt.

Vor einiger Zeit hat uns dann die Firma CADAC den neuen Safari Chef 2 zur Verfügung gestellt, um über mehrere Monate hinweg einen Vergleichstest durchzuführen.

TECHNISCHE MERKMALE DES SAFARI CHEF 2

Brennstoff: Butan- oder Propangas
Packmaß: 32 cm Durchmesser, 25 cm Höhe
Gewicht: knapp 4 kg
Zubehör: Grillrost, Grillplatte, Deckel/Wok, Fettwanne
Preis: ab 129,00 € (Schlauch, Gasflaschen und Gasdruckminderer sind nicht im Kaufpreis inbegriffen)

KONFIGURATIONSMÖGLICHKEITEN 

In dieser kleinen Animation haben wir den Aufbau und wichtigsten „Einsatzmöglichkeiten“ des Safari Chef für euch im Schnelldurchlauf festgehalten (zum Abspielen einfach etwas weiterscrollen):

NEUES DESIGN UND MODIFIKATIONEN 

Untergestell

Die erste Anpassung, die sofort ins Auge sticht, ist das neue Material am Untergestell des Grills – hier ist man von Metall (bei der ersten Version) auf einen stabilen Kunststoff umgestiegen. Auch wenn dieser sich etwas weniger stabil anfühlt, ist in den Testmonaten – trotz teilweise täglicher Nutzung – bislang keine Materialermüdung festzustellen.

Insgesamt ist das neue Material moderner und leichter, allerdings auch anfälliger für Fettspritzer, die auf der matten Oberfläche nicht so leicht zu entfernen sind.

SafariChef_2-19.jpg

SafariChef_2-Textura.jpg

Die Beine wurden komplett neu designt und sind nun breiter und weiter ausgestellt, was auf unebenem Untergrund mehr Stabilität bietet. Auch der „Einklapp-Mechanismus“ wurde überarbeitet: Während beim Safari Chef 1 die Stützen unter Druck weggeklappt und einzeln festgehalten werden mussten, um sie am Ende mit einem Verschluss zu fixieren, muss man sie bei Version 2 dank einer Scharnier- und Federkonstruktion nur noch leicht in ihre Position ziehen, wo sie automatisch arretiert werden. 

Das ist besonders erfreulich für mexikanische Grillmeister, denen nun auch bei Unachtsamkeit keine Fingerchen mehr gequetscht werden…

SafariChef_2-Bisagra.jpg

SafariChef_2-Patas.jpg

Neuer Zündmechanismus

Von der Grundkonstruktion abgesehen, wurde auch die Funktionalität beim neuen Modell modernisiert, zum Beispiel durch einen Piezozünder – im „Gesamtpaket“ der Neuerungen vielleicht eine Kleinigkeit, aber doch erwähnenswert. Man kann nun also auch grillen, wenn man gerade mal kein Feuerzeug einstecken hat! 🙂

Der ebenfalls mit einem Facelift versehene Gasregler am Grill wurde mit einem Sicherheitssystem ausgestattet – er muss nun zum Entzünden der Flamme gedrückt und gehalten werden und kann nur noch bis zum „Anschlag“ gedreht werden. 

Das Gas kann bei der überarbeiteten Version des Grills nun nicht mehr unbemerkt ausströmen und die Intensität der Flamme ist besser „dosierbar“ – aus unserer Sicht ein deutliches Plus an Sicherheit und Komfort.

Reinigung

Eine weitere spürbare Verbesserung konnten wir in punkto Reinigung feststellen: Wie auch andere Nutzer, haben wir beim alten Modell häufig kritisiert, dass man sich bisweilen die Finger wundschrubben musste, um das gute Stück halbwegs sauber zu kriegen und das Fett tropfte bisweilen ungehindert auf die Basis, wo es in kleinen Häufchen gemütlich vor sich hinkokelte.

Beim neuen Design wurden die Oberflächen mit einer Antihaftbeschichtung versehen und die Zwischenräume des Rosts erweitert sowie das Logo verkleinert, um weniger „Angriffsfläche“ für verbrannte Essensreste zu bieten. Die Auffangschale für Fett und Öl (Fettwanne) kann beim Safari Chef 2 komplett abgenommen werden, was uns beim Spülen ebenfalls sehr entgegenkommt.

Zu guter Letzt hat auch der Deckel, der gleichzeitig als Wok dient, einen neuen Look bekommen. Anstelle der klassischen runden Form ist er nun etwas eckiger – was die Funktionalität unserer Erfahrung nach weder positiv noch negativ beeinflusst, optisch jedoch gut zum Gesamteindruck passt und daher der Vollständigkeit halber hier auch mit aufgenommen wurde: 

VOR- UND NACHTEILE DER BEIDEN MODELLE IM ÜBERBLICK

SAFARI CHEF „1“

Vorteile

  • Sehr solide Metallkonstruktion mit unempfindlicher Oberfläche
  • Mehr bzw. universelleres Zubehör: Zusätzlicher Grillrost aus Metall und zwei wendbare Grillplatten
  • Stabilität: Auch nach mehr als dreijährigem Dauergebrauch, unzähligen Road Trips und nicht immer zärtlicher Handhabung noch einsatzfähig wie am ersten Tag

Nachteile

  • Mittlerweile etwas antiquiertes Design
  • Höheres Gesamtgewicht (ca. 6 kg)
  • Umständlichere Handhabung 
  • Teilweise schwierige Reinigung 

SAFARI CHEF 2

Vorteile

  • Kompaktes Design mit modernerer Optik
  • Geringes Gesamtgewicht durch Einsatz von Kunststoff-Basis (ca. 4 kg)
  • Einfaches Entzünden der Flamme durch automatischen Piezozünder
  • Verinfachter Auf- und Abbau durch neue Stützkonstruktion, kein Finger-Einquetschen mehr
  • Mehr Sicherheit durch modernisiertes System am Gasregler
  • Bessere Hitzeverteilung dank weiterentwickelter Grillplatten
  • Einfachere Reinigung durch komplett abnehmbare Fettwanne und neuer Oberfläche der Grillplatten
  • Geringes Packmaß (32 x 32 x 25 cm)

Nachteile

  • Vermutung: Eventuell kürzere Lebensdauer aufgrund der Kunststoff-Basis – im Testzeitraum jedoch nicht bestätigt!
  • Matte Oberfläche des Untergestells anfälliger gegen Fettspritzer
  • Kein zusätzlicher Metall-Grillrost mehr, Grillplatten nicht wendbar
  • Höherer Preis

FAZIT

Nach einigen Jahren mit dem Safari Chef der 1. Generation und mehreren Monaten mit dem neuen Modell können wir den kompakten Campinggrill absolut guten Gewissens weiterempfehlen.

Er ist leicht, effizient, sieht hübsch aus und findet auch in kleineren Stauräumen Platz. Bei der Neuaflage des Safari Chefs hat die Firma CADAC einige wesentliche Punkte aufgegriffen, um nicht nur die Optik aufzuhübschen, sondern vor allem auch die Handhabung zu vereinfachen und zu verbessern.

Wir werden den Safari Chef „1“nach diesem Test schweren Herzens in „Altersteilzeit“ schicken und ihn nur noch für Grillsessions zuhause verwenden, der Safari Chef 2 geht weiterhin mit uns auf Tour und wird uns hoffentlich so zuverlässig begleiten wie sein Vorgänger!

Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Bitte bewerte diesen Beitrag:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Bei einer Bewertung speichern wir deine IP-Adresse um Mißbrauch zu verhindern. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Vermutlich der einzige Mexikaner auf deutschen Campingplätzen. Wurde schon als Kind im väterlichen Bulli mit dem Campingvirus infiziert. Kann (fast) alles mit Multitool, Panzertape und Kabelbindern reparieren.
Lieblingsspots: Mexiko, Norwegen & Südspanien

Back To Top