Test WLAN Verstärker Antennen WebCatcher

Produkttest: WebCatcher – WLAN-Verstärkerantennen für mobiles Internet

Ob zum Arbeiten oder zur Unterhaltung – wer unterwegs gerne im Netz surft und größere Datenmengen übertragen möchte, hat es oft schwer. Das Streamen von Filmen, das Versenden von Bildern per Mail oder der Upload von Videos in die Sozialen Netzwerke verschlingt im Nullkommanichts das komplette Datenvolumen eures Mobilfunkvertrags. Einziger Ausweg: Die WLAN-Verbindungen von Campingplätzen oder öffentlichen Hotspots.

Leider ist gerade auf Campingplätzen dieses Angebot häufig sehr unbefriedigend. Selbst wenn man einen relativ hohen Preis für den Zugang zum WIFI bezahlt, gibt es oft nur an der Rezeption oder im unmittelbaren Umfeld herum Internetempfang oder das Signal auf den Parzellen ist so schwach, dass man am oder gar im Wohnwagen das Surfen oder Arbeiten komplett vergessen kann.

Ein kleiner Lichtblick erreichte uns im vergangenen Jahr in Form dreier WLAN-Verstärker-Antennen “WebCatcher” der Firma SILENTWIND, die uns unsere Freunde von autarker.de für einen mehrmonatigen Test zur Verfügung stellten und uns damit auf unserer Reise durchs Baskenland etliche Male aus der Patsche halfen.

Was sind die WebCatcher-Antennen und was können sie leisten?

Allgemein kann man sagen, dass die Antennen vorhandene WLAN-Signale einfangen und verstärken, auch wenn die dazugehörigen Router sehr weit von deiner aktuellen Position entfernt liegen. Es handelt sich hierbei also nicht um ein Satellitensystem und man kann damit auch keine Zugänge „hacken“ (also Verbindungen nutzen, für die man kein Passwort besitzt) oder die Reichweite der 3G- oder LTE-Mobilfunkverbindung erweitern. Das nur vorab, um das System von anderen Lösungen abzugrenzen.

Die WIFI-Verstärker-Sets von SILENTWIND bestehen jeweils aus zwei Hauptkomponenten: Einer Antenne und einem Router. In der Antenne ist ein elektronischer Decoder integriert, der die verschiedenen WLAN-Netze um euch herum identifiziert und sichtbar macht – je nach Modell und geografischer Beschaffenheit eurer Umgebung laut Hersteller in bis zu 11 Kilometern Entfernung (unter optimalen Bedingungen). Das so entstehende Signal ist bis zu 50 mal stärker als bei Verbindungen mit einer „normalen“ Laptop-Antenne.

Wie funktioniert das Ganze?

Die Antenne schickt die empfangene Information über ein Kabel an einen kleinen Router, den ihr an einer beliebigen Stelle im Camper aufstellen oder anbringen könnt. Dieser Router stellt ein internes WIFI-Netzwerk her, mit dem ihr eure Endgeräte (Laptop, Tablet, Smartphone) verbinden könnt. Mit jedem internetfähigen Gerät könnt ihr dann über die IP Adresse der Antenne darauf zugreifen und auf der Webpage der Antenne aus allen vorhandenen WLAN-Netzwerken im näheren und weiteren Umfeld auswählen. Angezeigt werden unter anderem der Name des Netzwerks und die Signalstärke.

Die erste Konfiguration der internetbasierten Software ist nicht ganz so einfach und das Dashboard etwas unübersichtlich (dort sind sehr viele Menüpunkte hinterlegt, die man als normaler Nutzer niemals braucht), aber mit der mitgelieferten Bedienungsanleitung kann man sich relativ zügig durchwursteln. Die weitere Handhabung ist dann recht unkompliziert, da zur Einrichtung neuer Netze, z.B. nach einem Ortswechsel, nur noch wenige Schritte nötig sind. Inzwischen gibt es auch eine erweiterte Anleitung von autarker.de, anhand der die Auswahl und Bedienung noch einfacher geht.

Die Hardware

Die Antenne ist aus robustem Glasfaserkunststoff und wurde ursprünglich für Yachten entwickelt. Dementsprechend widerstandsfähig ist sie gebaut, um auch gegen raue Wetterbedingungen auf See zu bestehen. Selbst Regen und Sturm (übrigens die idealen Momente, um sich ins Bett zu lümmeln und einen schönen Film zu streamen! :-)) soll das Teil laut Hersteller problemlos aushalten.

Die momentan verfügbaren Modelle sind in drei Größen erhältlich: 74, 104 und 134 cm. Anders als man vielleicht erwarten könnte, hat die Länge jedoch nicht nur etwas mit der Reichweite der Antenne zu tun, sondern auch mit dem Abstrahlwinkel und der „Bündelung“ des Suchsignals. Deshalb hängt die Wahl in erster Linie von der geografischen Lage und Beschaffenheit eures Standorts ab.

Um das ein bisschen klarer zu machen, haben wir eine kleine Grafik für euch ausgearbeitet:

Wie auf dem Bild zu sehen ist, sucht die kürzeste Antenne (74 cm) in einem vertikalen, dafür aber deutlich größeren Winkel (20°) als das längste Modell (134 cm und 8°). Dieser große Winkel schränkt jedoch ihre Reichweite ein.

Das bedeutet wiederum, die kleine Antenne ist am besten geeignet für Gegenden, in denen normalerweise mehrere WIFI-Netzwerke in der näheren Umgebung verfügbar sind, z.B. in Städten. Die „große Schwester“ dagegen passt besser in ländliche Regionen, wo es weniger Hotspots gibt und das nächste WLAN-Signal oft von sehr weit herangeholt werden muss. Das 104-cm-Modell beschreitet nicht nur in der Länge, sondern auch in Reichweite und Abstrahlwinkel einen Mittelweg.

Der WebCatcher im Alltagstest

Unser Plan war, die drei Modelle des WLAN-Verstärkers an den verschiedenen Orten zu testen, um herauszufinden, welche Variante in welchem Szenario am besten funktioniert. Dafür haben wir Campingplätze mit ganz unterschiedlicher Topografie, Aufteilung und WIFI-Infrastruktur in Deutschland, Frankreich und Spanien sowie den Parkplatz einer McDonalds-Filiale ausgewählt.

Die Ergebnisse

Im Folgenden haben wir die Resultate der einzelnen Testumgebungen für euch aufbereitet:

Phantom-WLAN auf dem 4-Sterne-Platz

Die erste Feuerprobe für die Antennen fand auf einem höherpreisigen 4-Sterne-Platz mit bezahltem WIFI-Zugang in Bayern statt. Im Rahmen eines Events waren wir dort zu Gast und hatten jede Menge abzuarbeiten – die perfekte Premiere für unsere Antennen. Dachten wir. Nachdem das ganze System installiert, dann die Bedienungsanleitung gelesen und die Technik nochmal neu installiert war, konnten wir ein kleines privates Netzwerk mit unserem WLAN-Router aufbauen und endlich die Suche nach WIFI-Hotspots starten.

Mit unerwartetem Ergebnis: Der Campingplatzbetreiber hatte uns zwar netterweise zwei Zugangscodes zur Verfügung gestellt, um uns ins hauseigene WLAN-Netzwerk einloggen zu können – aber trotz scheinbar stabiler Verbindung konnte keine der drei Antennen Daten empfangen. Natürlich zweifelten wir an unserem Technikverständnis und unserer Fähigkeit, ein Benutzerhandbuch zu lesen, doch auch intensive weitere Recherchen und mehrere Versuche, die Einstellungen neu zu konfigurieren, brachten keinen Erfolg.

Deshalb war die Zeit gekommen, die größte Antenne auf die Suche zu schicken. Und siehe da: Wir konnten tatsächlich eine Verbindung herstellen – mit einem gratis Hotspot auf einem Campingplatz am anderen Seeufer in ca. 1 Kilometer Entfernung von unserem Wohnwagen…

Peinlich für die Betreiber „unseres“ teuren Platzes, aber ein dickes Like für die 134-er Antenne!

Noch einfacher, als in Frankreich Baguette zu kaufen!

Nachdem der erste Test erfolgreich überstanden war und wir immer noch den Empfangsradius der großen Verstärkerantenne bestaunten, stand schon der nächste Einsatz an: Wir verbrachten eine Nacht auf einem sehr kleinen, einfachen Campingplatz mitten im französischen Teil des Baskenlandes.

Da wir nur kurz bleiben wollten, wurde uns der Wohnmobilstellplatz wenige Meter hinter der Rezeption angeboten – ein leichtes Spiel für die kleine 74-cm-Antenne, die uns ohne zu murren eine solch brillante und stabile Verbindung lieferte, dass wir gleichzeitig per Skype und WhatsApp mit unserem Programmierer und unseren Familien (in dieser Reihenfolge :-)) telefonieren konnten.

Wenn die Geografie gegen dich ist…

Mit blindem Vertrauen in unsere WLAN-Verstärker wollten wir sodann das Schicksal herausfordern und das WebCatcher-Set an seine Grenzen bringen. Die Gelegenheit dazu bot sich auf einem kleinen Campingplatz, der direkt an der Steilküste des Atlantiks gebaut wurde – mit Traumblick aufs Meer, terrassenförmigen schnuckeligen Stellplätzen und einem eigenen Zugang zum Strand. Zugegebenermaßen wussten wir von Anfang an, dass dies eine echte Herausforderung für unsere Antennen werden würde.

Denn die Rezeption (der einzige Ort mit Internetempfang) lag nicht nur rund 200 Meter von unserem Wohnwagen entfernt, sondern auch noch deutlich höher als unser Stellplatz – mit reichlich Bäumen dazwischen. Auf der Grafik könnt ihr sehen, dass wir uns einen wunderschönen Platz auf einer der Terrassen gesichert hatten, nur wenige Meter über dem Meer.

Und es kam, wie es kommen musste: Nur ganz selten konnten wir auf unserem Fleckchen Paradies das Signal des WLAN-Netzwerkes empfangen, und auch ein Kippen der Antennen, um den Abstrahlwinkel zu verändern (in anderen Fällen hat das durchaus geholfen) blieb leider ohne den gewünschten Erfolg. So mussten wir unsere Arbeitsnachmittage auf dem Kinderspielplatz 10 Meter neben der Rezeption mit den Laptops auf dem Schoß verbringen oder unsere mobilen Datenvolumen aufbrauchen.

Fairerweise muss man jedoch sagen, dass die große Antenne auch hier einige Signale von kilometerweit entfernten, im unteren Küstenabschnitt gelegenen Campingplätzen heranholen konnte – für diese hatten wir aber leider keine Passwörter, so dass wir die Verbindungen nicht testen konnten.

Einer für Alle!

Im nächsten Fall lässt sich der Nutzen der WIFI-Antennen wahrscheinlich am anschaulichsten erklären. Dieser Campingplatz in Hondarribia vergibt die WLAN-Zugänge per Ticketsystem pro Stunde, Tag oder Woche – allerdings immer nur für ein einziges Endgerät. Das heißt, wenn ihr z.B. am Computer arbeiten, mit dem Handy surfen und auf dem Tablet Filme schauen möchtet, braucht ihr mehrere Zugänge. Dasselbe gilt natürlich für Familien oder gemeinsam reisende Freunde.

Außerdem war auch hier der Empfang auf einen kleinen Umkreis um den Router herum begrenzt – diesmal nicht an der Rezeption, sondern im hauseigenen Restaurant, das sich rund 125m von unserer Parzelle entfernt im weiter unten gelegenen Bereich des Platzes befand.

Schon die kleine Antenne reichte aus, um das Signal zuverlässig und stabil zu empfangen, und zu unserer großen Freude konnten wir mit nur einem WLAN-Code bis zu vier Geräte gleichzeitig verbinden. Der vom Router geschaffene kleine Hotspot wird nämlich, unabhängig davon, ob eines oder mehrere Endgeräte damit gekoppelt sind, von den externen Netzwerken als ein einziger Nutzer identifiziert und abgerechnet.

Das Fast-Food-Parkplatz-Büro

Einer der unterhaltsamen Aspekte an Produkttests ist ja, dass man viel experimentieren darf – und wenn man nicht scheitert, wird man häufig angenehm überrascht.

So ist es uns auch ergangen, als wir durch Zufall auf eine weitere interessante Einsatzmöglichkeit für die WLAN-Verstärker stießen. Wir kamen mit den Antennen im Auto von einem Ausflug zurück und wurden zu mitternächtlicher Stunde von einer spontanen Heißhungerattacke übermannt. Und wo führt in einem solchen Fall der Weg trotz moralischer Bedenken häufig hin? Genau – zum Fast-Food-Anbieter mit dem großen gelben „M“. Und da wir außerdem noch ein wenig arbeiten wollten – ohne den üblichen Lärm und das Gewusel von Schnellrestaurants – haben wir uns kurzerhand entschieden, ein kleines Parkplatz-Office einzurichten.

Gesagt getan: Antenne mit dem Saugnapf an die Windschutzscheibe gepappt, das Kit mit dem 12-V-Stecker an die Autobatterie angeschlossen und schnell ins kostenlose McDonalds-WLAN eingehackt. Auf dem Campingplatz wär’s wahrscheinlich bequemer gewesen, aber es macht einfach Spaß, mal was anderes auszuprobieren.

Unsere Testergebnisse

Vorweg: Die oben genannten Fallbeispiele sind nur eine kleine, aus unserer Sicht repräsentative Auswahl der vielen Testumgebungen, in denen wir die Antennen ausprobiert haben. Insgesamt waren es rund 10 Camping- und Stellplätze unterschiedlicher Größe und Infrastruktur, die wir auch unter ganz unterschiedlichen Klimabedingungen angesteuert hatten (von Hitze und Prallsonne bis hin zu starken Gewittern und Sturmböen). Die folgenden Ergebnisse sind daher eine Zusammenfassung aller Erfahrungen aus vielen verschiedenen Testsituationen:

  • Materialbeschaffenheit und Handhabung: Die Antennen sind robust und solide gebaut. Regen, Windböen oder die konstant starke Sonneneinstrahlung hatten in unserem Test keinerlei negative Auswirkungen auf die Funktion. Auch in der Materialbeschaffenheit stellten wir keine Veränderungen wie z.B. Verfärbungen, Abrieb oder Risse an den einzelnen Komponenten fest, obwohl wir alle drei Antennen täglich auf- und abgebaut haben.
  • Konfiguration: Die Benutzeroberfläche der webbasierten Software ist nicht schlecht gemacht, aber sehr komplex und nicht gerade übersichtlich gehalten. In der heutigen Zeit, in der Betriebssysteme vereinfacht, Oberflächen so minimalistisch wie möglich gehalten und die Benutzerführung immer intuitiver gestaltet wird, kam uns die an Windows 95 erinnernde Optik und Handhabung doch ein bisschen altmodisch vor – und die Vielzahl der Optionen überfordert den Laien schnell. Kein großer Kritikpunkt, denn durch das Manual und ein wenig Übung ist man zumindest als computer-affiner Nutzer schnell drin, aber eine vereinfachte, abgespeckte und visuell aufgehübschte Version Oberfläche würde die Bedienung doch sehr viel angenehmer machen – vor allem auch für die nächsten Generationen, die mit iPhone & Co. großgeworden sind. 
  • Empfang: Die Antennen schaffen es, eine unendliche Anzahl an Netzwerken und Hotspots im näheren und weiteren Umfeld zu identifizieren. Selbst in kleineren Örtchen wurden uns bis zu 40(!) WLAN-Zugänge angezeigt – was aber natürlich nicht bedeutet, dass man sich automatisch in alle einwählen kann. Viele sind durch Passwörter geschützt oder es fallen Kosten für die Nutzung an. Natürlich wissen auch wir, dass es technisch möglich ist, solche Zugänge zu „cracken“ – aber mal ganz abgesehen davon, dass dies illegal und moralisch in unseren Augen nicht vertretbar ist, kann ein solches Vorgehen auch Schäden an deinen eigenen Daten anrichten. Also bitte Finger weg von derartigen Experimenten! 
  • Reichweite: Die Reichweiten in unserem Test betrugen teilweise mehrere Kilometer, nicht alle Netzwerke konnten wir jedoch ausprobieren, da wir gerade für die weit entfernten Hotspots häufig keine Passwörter zur Verfügung hatten. Mehrfach konnten wir jedoch in Distanzen von rund 1 Kilometer (in unserem Fall über einen See, das Meer und flaches Land) spielend leicht und stabil eine Verbindung aufbauen.
  • Transport: Vermisst haben wir eine richtige Transportmöglichkeit, denn die „normale” Verpackung aus Karton, Styropor und Plastikhülle ist keine Dauerlösung. Hier wäre es toll, wenn der Hersteller eine gepolsterte Tasche oder Box als Zubehör mit anbieten könnte, damit man die Gerätschaften mit wenigen Handgriffen eingepackt und sicher im Auto oder in den Stauräumen des Campers transportiert bekommt.

Für wen sind die WebCatcher-Antennen nützlich?

Nach unserem Test können wir vier Typen von Nutzern definieren, für die diese Investition sinnvoll sein könnte:

  • Langzeitreisende und „Ultra-Mobile”, die den überwiegenden Teil ihrer Zeit im Ausland verbringen und dabei verschiedene Länder besuchen. Vor allem für diejenigen, die in kurzer Zeit häufiger Landesgrenzen überschreiten, kann es sehr lästig werden, ständig nach lokalen SIM-Karten zu suchen. Die Antennen eröffnen hier selbst in ländlichen Gegenden eine Menge an Möglichkeiten für stabile Verbindungen – vor allem weil die Anzahl der öffentlich zugänglichen oder bezahlten Hotspots von Tag zu Tag wächst. 
  • Familien, die gemeinsam viele Campingurlaube verbringen. Warum? Ganz einfach: Weil die Kinder und vor allem die Jugendlichen mit ihrem Smartphone verwachsen sind! Wir wollen jetzt nicht in eine Debatte über Erziehung, Pädagogik, Sozialisierung oder die Richtigkeit dieser Tendenzen geraten. Es ist einfach ein Fakt, dass die so genannten „Millennials“ am liebsten über ihr Handy und das Internet mit ihren Freunden kommunizieren – und sie werden früher oder später eine Internetverbindung einfordern.
    Die WebCatcher-Sets sorgen dafür, dass sie dies wenigstens in der Nähe eures Campers tun müssen, und das Familien-Reisebudget wird es euch danken. Denn so müsst ihr nur einen und nicht zwei, drei, vier oder fünf Zugänge kaufen. Dasselbe gilt natürlich für gemeinsam verreisende Cliquen oder Gruppen.
  • “Digitale Nomaden” und alle anderen, die von unterwegs aus arbeiten wollen oder müssen. Für diesen Personenkreis, zu dem wir auch zählen, sind die Verbindungen per WLAN-Antenne unbezahlbar – sie ermöglichen uns, Videokonferenzen oder Telefonate mit unseren Kunden und Partnern zu halten, unsere Blogs zu pflegen, gemeinsam mit unseren in der ganzen Welt verstreuten Teams Projekte zu bearbeiten und nach einem langen Bürotag bei unserer Lieblingsserie auf Netflix zu entspannen! 🙂  
  • Alle, die häufiger größere Datenmengen hoch- und herunterladen bzw. versenden müssen. Vielleicht werden die Preise für das Inklusiv-Volumen bei den Mobilfunkanbietern weiter fallen. Und auch neue Gesetze wie die Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU werden künftig vieles vereinfachen und günstiger machen. Aber mal ehrlich: Das aktuelle Datenvolumen eines normalen Mobilfunkvertrags reicht gerade mal, um ein paar Apps oder das Betriebssystem eures Rechners zu aktualisieren oder das eine oder andere Video zu posten. Da ist vor allem für professionelle Anwender (noch) kein Raum für große Sprünge. Deshalb bleibt ein WIFI-Zugang vorerst ein „grenzenloses Paradies“, noch dazu eines, das du mit den Antennen ganz bequem und direkt in deinem Camper betreten kannst.

Unser Fazit

  • Die Antennen sind in unseren Augen solide produziert und auf lange Haltbarkeit ausgerichtet. Sobald ihr einmal den richtigen Befestigungspunkt an eurem Camper gefunden habt (bitte die Oberfläche vorher gründlich reinigen!), sitzen die Antennen mit dem dazugehörigen Saugnapf bombensicher und bieten dir eine Vielzahl an Verbindungsmöglichkeiten in einer Entfernung von wenigen Metern bis zu mehreren Kilometern.
  • Dank der webbasierten Software funktioniert das Ganze auch noch mit älteren Betriebssystemen, zum Beispiel Windows 13 und 18 – und ihr könnt theoretisch von jedem Rechner aus eine Verbindung herstellen.
  • Das Angebot und die Qualität der Internetverbindungen hängt sehr stark von der verfügbaren Infrastruktur ab. Mit einer WLAN-Verstärkerantenne (ganz unabhängig von der Marke) ist man immer darauf angewiesen, dass die ursprüngliche Verbindung, in die man sich ja nur einklinkt, stabil, sicher und halbwegs schnell ist. Wenn der Administrator des lokalen Netzwerkes nicht darauf achtet oder die lokalen Bedingungen dies nicht hergeben, helfen die besten Antennen natürlich nichts. 
  • In unserem Test gab es eine Reihe an Situationen, in denen die Netzwerke der Campingplätze schlichtweg ungenügend ausgestattet waren – häufig gab es Ausfälle von mehreren Stunden, ein paar Mal war ein Einloggen gar nicht erst möglich oder die Geschwindigkeit sank rapide, sobald eine größere Anzahl von Nutzern im Internet surfte. Ganz zu schweigen von den Betreibern, die am Ende ihres eigenen Arbeitstages (gegen 20 Uhr) kommentarlos den Router ausschalteten.
  • Mit den drei verfügbaren Größen bietet die Antenne ein gutes Spektrum, um die verschiedenen Nutzungsszenarien abzudecken. Allerdings sollte man vor dem Kauf sehr sorgfältig abwägen, denn wie in der Grafik oben dargestellt, ist nicht nur die Reichweite, sondern auch der Abstrahlwinkel für den optimalen Empfang ausschlaggebend. 
    • Wir persönlich fanden, dass das kurze 74-cm-Modell in kleinen Fahrzeugen am besten zu transportieren und zu handeln ist. Sie ist besonders gut geeignet für ein städtisches Umfeld mit vielen verfügbaren Hotspots und kleinere Campingplätze ohne topografische Erhebungen oder Bäume.
    • Die lange 134-cm-Antenne ist überaus leistungsstark und hat in einigen Fällen das beinahe Unmögliche möglich gemacht. Trotz dieser beeindruckenden Leistung glauben wir, dass sie für Camper nicht die optimale Lösung darstellt – insbesondere für solche, die keinen feststehenden Wohnwagen haben oder jeweils nicht länger als ein paar Tage an einem Ort bleiben. Das Teil ist aufgrund seiner Größe einfach etwas unhandlich zu transportieren und zu montieren. Wenn ihr allerdings eine schicke Yacht habt, mit der ihr die europäischen Häfen unsicher machen wollt, sieht die Sachlage natürlich schon ganz anders aus! 🙂
    • Die 104-cm-Variante stellt in unseren Augen sowohl in punkto Größe als auch in den Einsatzmöglichkeiten und der Leistung einen guten Kompromiss zwischen dem ganz kurzen und dem ganz langen Modell dar. Für Vielreisende und Professionals, die häufig ihr Umfeld wechseln und sowohl in ländlichen als auch in städtischen Regionen unterwegs sind, aber auch für “Normalsterbliche”, die nicht durchgehend auf Internetempfang angewiesen sind, ist sie vermutlich die praktischste der drei Antennen.
  • Die WebCatcher-Antennen sind nicht die billigsten Modelle auf dem Markt. Ab ca. 130 Euro ist die kleinste Antenne einzeln zu haben, im Set mit Elektronik, Gehäuse und Router kostet sie rund 470 bis 480 Euro. Die lange Variante schlägt mit etwa 210 Euro einzeln bzw. 550 – 560 Euro im Set zu Buche. Summiert man jedoch die durchschnittlichen Kosten für die WIFI-Zugänge auf Campingplätzen und zu lokalen Netzen oder für das Datenvolumen bei Smartphones und Tablets (ggf. zzgl. Roaming-Gebühren), kann bei intensiverer Nutzung auch hier ein stattliches Sümmchen zusammenkommen.
  • Die Investition lohnt sich aus unserer Sicht vor allem für Anwender, die
    • das Internet auf ihren Reisen häufiger nutzen wollen
    • große Datenvolumen up- oder downloaden müssen
    • gemeinsam mit mehreren anderen Personen nur einen einzigen Zugangscode erwerben möchten
    • keine Lust haben, sich vor Ort ständig um lokale SIM-Karten zu kümmern.
  • Vor einem Kauf solltet ihr eure bisherigen Kosten und euren Bedarf mal unter die Lupe nehmen und genau überlegen, wie und in welchem Umfang ihr das Internet unterwegs nutzen wollt oder müsst. Bei Fragen rund um den mobilen Internetempfang hilft Fachmann Andreas von autarker.de gerne mit einer markenunabhängigen Beratung weiter. Auf der morgen beginnenden Outdoor- und Freizeitmesse f.re.e in München könnt ihr die Experten von autarker.de übrigens auch persönlich löchern – ihr findet sie in Halle B3, Stand 253.
Wir hoffen, dass dieser doch etwas ausführliche Test euch geholfen hat, einen Überblick über die Funktionsweisen und Einsatzmöglichkeiten der WebCatcher-Antennen zu bekommen – und wünschen euch allzeit guten Empfang!
Disclaimer: Wir haben die drei WebCatcher-Antennen für unseren mehrmonatigen Test kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen und sie nach Ablauf dieses Zeitraums an den Hersteller zurückgegeben. 

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 Fotos und Grafiken: (c) CamperStyle.de 
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