Wohnmobil Kaufen Ratgeber

Wohnmobil kaufen – der Ratgeber: Alle Überlegungen vor dem Kauf eines Wohnmobiles

“Wer die Wahl hat, hat die Qual”, sagt ein bekanntes Sprichwort. Das gilt nicht nur, aber auch für den Kauf eines Wohnmobiles. Zu zahlreich sind die vielen verschiedenen Möglichkeiten, die der Markt zu bieten hat.

Dieser Ratgeber soll dir beim Kauf eines Wohnmobils helfen, sich für das richtige Modell zu entscheiden. Wir sind selbst Wohnmobilisten und können aus unserer Erfahrung sagen: Was der eine absolut wichtig in seinem Wohnmobil findet, das interessiert den nächsten überhaupt nicht. Deshalb werde ich dir nicht sagen, was du genau tun sollst, sondern dir Überlegungen vor dem Kauf eines Wohnmobiles als Entscheidungshilfe bieten.

Drum miete, wer sich ewig bindet

So oder ähnlich lautet ein weiser Rat. Meine wichtigste Empfehlung lautet daher:
Wenn du kannst, dann suche dir dein Wunschmobil und miete es zunächst einmal für einen Urlaub oder eine Reise. So kannst du am besten prüfen, ob deine Vorstellungen und Wünsche auch wirklich zu dir und deiner Situation passen. Außerdem kannst du so verschiedene in Frage kommende Mobile auf ihre Tauglichkeit prüfen.

Denn das Zurückgeben ist bei einem gemieteten Wohnmobil wesentlich einfacher als bei einem gekauften.

Aber was macht eigentlich dein Wunschmobil aus? Schauen wir uns mal die verschiedenen Möglichkeiten und Überlegungen, die es vor einem Kauf anzustellen gibt, an:

Van, Kastenwagen, Alkoven, Teilintegrierter oder Vollintegrierter?

Diese Entscheidung hängt (neben deiner persönlichen Vorliebe) von mehreren Punkten ab:

  • deinem Budget
  • deinen Reisezielen und der Reisedauer
  • deinem Platzbedarf

Dein Budget, das du für ein Wohnmobil zur Verfügung hast,  kennst nur du. Ein wenig weiter unten komme ich noch einmal auf die verschiedenen Kosten zu sprechen.

Wir haben zur Auswahl des richtigen Campingfahrzeuges einen eigenen Ratgeber geschrieben: Wohnwagen, Wohnmobil, Kastenwagen oder Campingbus? Der große Vergleich!. Diesen empfehle ich dir zuerst zu lesen, danach kannst du dich dann an die weiteren Punkte machen, die ich hier anspreche.

Kommen wir also direkt zum nächsten Punkt:

Zukünftige Reiseziele, Reisedauer und Temperaturen

Wirst du nur im Sommer und in warmen Ländern für deinen Urlaub unterwegs sein? Oder zieht es dich auch in den Norden oder zum Wintercamping? Oder planst du sogar eine Überwinterung im Süden mit solchen Zielen wie Marokko?

Wenn auch kalte Gebiete zu deinen Reiseplänen gehören, dann solltest du darauf achten, dass dein Wohnmobil winterfest ist. Es sollte entweder einen doppelten, beheizten Boden besitzen oder beheizte Wasser- und Abwassertanks. Unter 4 Grad ändert Wasser seinen Aggregatzustand und wird zu Eis, also fest. Dabei dehnt es sich aus. Ein voller Wasser- oder Abwassertank, gefüllte Leitungen oder Wasserpumpen können dadurch zerstört werden und verursachen so zusätzliche Kosten – von den Unannehmlichkeiten bei Minusgraden kein fließendes Wasser mehr zu haben ganz abgesehen.

Wenn auch sehr warme Ziele und oder längere Reisen auf deiner Liste stehen, solltest du auf die Größe deiner Wassertanks achten und auf eine gute Isolierung, damit sich dein Mobil nicht so schnell aufheizt.

Wie man sich bettet, so ruht man

Schlaf brauchen wir Menschen normalerweise jeden Tag. Wir verbringen ein Drittel unserer Zeit im Bett. Erholsamer Schlaf gehört für viele Menschen zu einem guten Urlaub. Im Wohnmobil gibt es verschiedene “Arten” von Betten, die sich alle auf den Platz im und die Größe des Wohnmobils auswirken:

  • Das Bett im Alkoven – dieser befindet sich über der Fahrerkabine und ist quasi ein Bett. Je nach Ausstattung befinden sich darin qualitativ unterschiedliche Matratzen und Lattenroste oder Systeme wie das von Froli. Tagsüber kann man den Alkoven auch als Lagerraum nutzen.
  • Das Hubbett – es lässt sich oft in der Fahrerkabine absenken. Dazu werden die Sitze weggedreht und es lässt sich manuell oder elektrisch absenken. So hast du den Raum tagsüber als Wohnfläche und nachts zum Schlafen. Man muss allerdings das Bett jeden Abend herunterlassen.
  • Das Festbett – ist, wie der Name schon sagt, fest eingebaut. Meist liegt es im Heck des Wohnmobils. Festbetten gibt es in unterschiedlichen Maßen, teilweise auch mit speziellen Formen, damit sich alle Türen öffnen lassen. Sie erhöhen allerdings entweder die Länge deines Mobils oder verringern den Platz im Wohnraum.
  • Betten auf den Sitzflächen – bei vielen Mobilen lässt sich aus der Sitzfläche durch geschicktes puzzeln mit den Polstern ein Bett zaubern. Hier hast du wie bei den Hubbetten tagsüber mehr Platz zum Leben, hast aber auch jeden Abend die Arbeit dein Bett herzurichten.
  • Stockbetten – auch Doppelstockbetten sind ebenfalls nicht ungewöhnlich in einem Wohnmobil. Sie sind sehr platzsparend, weil die Betten übereinander den Raum perfekt ausnutzen. Meistens werden sie insbesondere von Familien mit Kindern genutzt.

Welches Bett für dich das richtige ist, ist nicht einfach. Jede Variante hat ihre individuellen Vor- und Nachteile. Wichtig ist zu entscheiden, ob du zum Beispiel ein “Schlafzimmer” mit Türe haben möchtest, damit Schlaf- und Wohnraum voneinander getrennt sind. Wenn du mit Kindern reist, ist das von unschätzbarem Vorteil.

Gewicht und Größe

Du siehst bei den vorangegangenen Punkten schon, dass das Gewicht eines Wohnmobiles erheblich schwanken kann. Von unter 3,5 t bis hin zu weit über 7,5 t ist alles möglich. Dabei hängt dies sowohl von der Länge des Wohnmobiles als auch der Größe der Tanks ab.

Das Gewicht eines Wohnmobils ist vor allem für den Führerschein wichtig. Hier findest du eine Übersicht über die verschiedenen Führerscheinklassen für WohnmobileViele Wohnmobile liegen daher unter 3,5 Tonnen. Diese darfst du mit dem “normalen” Führerschein fahren. Diese Gewichtsklasse ist die beliebteste. Achte hier aber unbedingt auf die mögliche Zuladung. Gerade bei größeren Modellen liegt diese gerne mal bei nur 200 oder 300 Kilogramm. Das ist meiner Meinung nach viel zu wenig. Klamotten für mehrere Personen, ein paar Getränke, Vorräte, Hausrat und sobald die Mitreisenden einsteigen, ist dein Mobil überladen.

Einen Ausweg bieten Modelle mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Je nach Führerschein benötigst du dafür aber eine Erweiterung. Ein Fahrzeug über 3,5 Tonnen darf außerdem auf einigen Straßen nicht fahren. Viele Gewichtsbeschränkungen gelten bis 3,5 Tonnen. Auch musst du dich mit mehr Gewicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen für LKW halten. Also Tempo 80 auf deutschen und vielen europäischen Autobahnen.

Wo wirst du mit dem Wohnmobil stehen?

Auch diese Frage ist keine unerhebliche Überlegung, die du dir vor dem Kauf deines Wohnmobil stellen solltest. Denn je nachdem, was du vorhast, solltest du die Ausstattung deines Fahrzeuges anpassen.

Wirst du überwiegend auf Campingplätzen stehen?

Dann musst du auf nicht viel achten und es kommen im Grunde genommen nahezu alle Modelle für dich in Frage. Einen Anschluß für Landstrom vom Campingplatz haben nämlich nahezu alle Wohnmobile. Toilette und Dusche bräuchtest du auch nicht im Wohnmobil, weil du sie auf den Campingplätzen nutzen kannst. Und um die Größe deiner Tanks brauchst du dir auch nicht all zu viele Gedanken machen, da du beides in der Regel jederzeit leeren bzw. befüllen kannst.

Worauf du allerdings achten solltest, ist die Möglichkeit ein Vorzelt zu befestigen. Viele Menschen nutzen diese gerne, wenn sie längere Zeit an einem Ort stehen, um den Platz zu vergrößern. Du kannst darin bei Regen sitzen, manche nutzen es auch zum Kochen oder als zusätzlichen Stauraum. Auf dem Campingplatz stehen stellt die geringsten Anforderungen an dein Reisemobil.

Überwiegend auf Wohnmobil-Stellplätzen stehen

Wohnmobil-Stellplätze stellen da schon höhere Anforderungen. Denn teilweise haben sie keinerlei Infrastruktur. Oft ist eine Ver- und Entsorgungsanlage um Wasser, Abwasser und Toilette zu füllen bzw. zu leeren vorhanden. Aber auch das ist keine Selbstverständlichkeit. Toiletten und Duschen sind dabei noch seltener. Dafür sind sie wesentlich günstiger als Campingplätze.

Wenn du häufiger auf solchen Plätzen stehen möchtest, dann sind Dusche und Toilette im Wohnmobil sinnvoll. Außerdem brauchst du keine Befestigungsmöglichkeit für ein Vorzelt, da diese in der Regel auf Stellplätzen nicht aufgebaut werden dürfen.

Da es auf derartigen Stellplätzen auch nicht immer einen Stromanschluss gibt, ist es weiterhin sinnvoll, ein bis zwei Aufbaubatterien an Bord zu haben, um auch ohne Stromanschluss übernachten zu können.

Überwiegend frei stehen bzw. “wild campen”

Diese Art zu übernachten stellt die höchsten Ansprüche an ein Wohnmobil. Du brauchst idealerweise eine unabhängige Stromversorgung (Batterien, Solar, Generator oder Brennstoffzelle), genügend große Tanks, Dusche und WC und je nachdem, wie lange du unterwegs bist und wie deine Ansprüche sind auch Platz für eine Waschmaschine.

Ausstattung und Zubehör

Denk immer daran: all diese Überlegungen sind Ideen davon, was möglich ist. Wir kennen Menschen, die sind jahrelang in einem Landrover mit einem Dachzelt unterwegs, während andere sich nur im Luxuswohnmobil mit 12 Metern Länge wohlfühlen. Du musst selbst entscheiden, was dir wichtig ist. Das gilt auch für die folgenden Punkte rund um die Ausstattung und das Zubehör deines Wohnmobiles.

Dusche: ja oder nein?

Bei diesem Thema scheiden sich die Geister in der Campingwelt. Die einen nutzen ihre Toilette an Bord ganz selbstverständlich und andere verkaufen ihr Wohnmobil nach zwanzig Jahren mit einer ungenutzten Toilette und Dusche.

Bist du überwiegend auf Campingplätzen unterwegs, hast du dort Duschen und WC zu Verfügung. Stehst du nur frei, ist eine Dusche sinnvoll. Natürlich kannst du aber auch in Schwimmbädern und Rastplätzen Körperpflege betreiben und duschen. Oder du nutzt eine Solardusche oder badest in Seen und Bächen. Bitte denk dann nur daran biologisch abbaubare Seifen und Shampoos zu benutzen, um nicht die Umwelt mit den Tensiden zu belasten. Du allein entscheidest, welchen Komfort du benötigst.

Bäder gibt es in Wohnmobilen in allen erdenklichen Komfortstufen. Du entscheidest, ob und welche Sanitäreinrichtung du brauchst.

Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, die Dusche im Wohnmobil zu nutzen. Sie ist zwar enger als zu Hause und das Wasser ist begrenzt, aber mit ein wenig Übung wird man zum absoluten Wasserspar-Genie. Dank Fenstern und Entlüftung ist auch die Feuchtigkeit gar kein Problem. Ordentliches Lüften und sie ist sehr schnell wieder draußen aus dem Mobil.

Die Toilette zu entleeren ist für mich kein Problem, wenn es die eigene ist. Ich kenne aber auch Menschen, die sich davor ekeln und das ist auch ok. Dann kannst du dir entweder eine andere Toilette einbauen oder eben darauf verzichten und nur externe Toiletten benutzen. Hier findest du einen Ratgeber zum Thema Trenntoilette im Wohnmobil.

Markise

Im Gegensatz zur Befestigung für ein Vorzelt, haben viele Wohnmobile eine angebaute Markise. Ebenfalls im Gegensatz zum Vorzelt darf die Markise auf den meisten Stellplätzen ausgefahren werden.

Markisen sind gerade in sonnigen Gegenden sehr praktisch. Sie spenden dir Schatte, wenn du darunter sitzt und helfen das Wohnmobil etwas kühler zu halten, indem sie kein direktes Sonnenlicht auf diese Seite scheinen lassen.

Wenn du frei stehst, solltest du sie allerdings drin lassen. Denn das Ausfahren der Markise ist Campingverhalten und das ist in jedem Fall nur auf Camping- oder Stellplätzen erlaubt.

Fahrradträger und Anhängerkupplung

Wenn du Fahrräder oder ein Motorrad mitnehmen möchtest, dann hast du drei Möglichkeiten, diese zu transportieren:

  1. Du kannst beides entweder in der Heckgarage transportieren (dafür muss diese natürlich entsprechend groß sein)
  2. oder auf einem Fahrradträger am Heck
  3. oder in einem Anhänger

Du solltest dir also von Anfang an Gedanken machen, was du brauchst.

Die wenigsten Wohnmobilisten benutzen für ihre Fahrräder einen extra Anhänger. Aber manche nehmen ein Auto oder ein großes Motorrad auf einem Anhänger mit oder nutzen diesen als zusätzlichen Lagerraum. Dann ist eine Anhängerkupplung sinnvoll.

Sitzplätze

Genau wie die Anzahl der Betten davon abhängt, mit wie vielen Personen du unterwegs sein wirst, ist es auch die Anzahl der Sitzplätze. Achte auch darauf, dass dein neues Wohnmobil über genügend eingetragene Sitzplätze verfügt. Denn nur auf diesen darfst du während der Fahrt Menschen transportieren. Die Anzahl der Schlafplätze und die Anzahl der eingetragenen Sitzplätze ist dabei nicht zwangsläufig gleich.

Und auch, wenn du mit Hund reist, sollte dieser einen sicheren Platz während der Fahrt haben. Hier findest du unseren Ratgeber zum sicheren Transport von Hunden in Wohnmobil und Wohnwagen.

Stauraum, Heckgarage, Keller

Stauraum ist wichtig und zugleich knapp in den meisten Wohnmobilen. Für Kleidung, Vorräte und Technik reicht der Platz normalerweise auch im kleinsten Wohnmobil aus. Dabei kannst du dich notfalls auch weiter einschränken.

Wenn du jedoch Möbel, Fahrräder, einen Grill oder andere sperrige Dinge mitnehmen möchtest, dann checke, ob das neue Wunschmobil genug Platz und Zuladung hat. Viele Wohnmobile haben eine sogenannte Heckgarage. Das ist ein großer Stauraum hinten, der oft von beiden Seiten zugänglich ist. Auch eine Art Keller ist nicht selten. Hier entsteht durch einen doppelten Boden Stauraum im Wohnmobil bzw. unter dessen Wohnraum.

Doch nur weil dieser Platz vorhanden ist, bedeutet das nicht, dass du ihn voll ausnutzen kannst, wenn dein Zuladungsgewicht nur sehr klein ist.

Autarkie

Wie weiter oben schon erwähnt, solltest du dir Gedanken dazu machen, wie lange deine Batterien halten und wie du abseits von Stellplätzen an Strom kommst, wenn du längere Zeit irgendwo stehen möchtest, wo es keinen Stromanschluss gibt. Ob Solar auf dem Dach oder tragbare Solarkoffer, Generatoren oder Brennstoffzellen, es gibt auf dem Markt verschiedene Technologien, mit denen du autark sein kannst.

Ein Tipp: Diese kann man auch nachrüsten, wenn du beim Kauf also nicht weißt, wohin die Reise später geht, ist das kein Beinbruch.

Hier findest du unseren Artikel zum Thema Mobile Solaranlagen.

Das Alter

Bei diesem Thema wird dir jeder etwas anderes raten. Die einen sagen dir, dass neue Wohnmobile heute viel schneller kaputt gehen als die Exemplare von vor 20 Jahren. Die anderen sagen genau das Gegenteil. Und letztendlich haben sie alle Recht.

Wie alt dein neues Wohnmobil maximal sein kann, dass bestimmt letzten Endes dein Budget. Je mehr du ausgeben kannst, desto neuer kann dein Wohnmobil sein. Und neu bedeutet im Allgemeinen, dass weniger Reparaturen an Verschleißteilen anfallen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Wir selbst fahren ein 22 Jahre altes Euramobil. Wir haben es im Freundeskreis für 5.000 Euro gekauft und mussten einiges an Arbeit reinstecken, wussten aber beim Kauf schon, was repariert werden muss. Wir haben das mit Freunden, die versierte KFZ Mechaniker sind, selbst repariert und mittlerweile führe ich viele Reparaturen alleine durch. Dank Internet ist das in vielen Fällen für jeden möglich, der sich damit beschäftigen will. Hätten wir unser Wohnmobil in die Werkstatt gebracht, hätten die Reparaturen sicher noch einmal 5.000 Euro gekostet. Ohne Schrauber-Freunde hätten wir das Mobil aber auch nicht gekauft. Denn die haben es vorher durchgecheckt und uns gesagt, was auf uns zu kommt und ob die Investition sinnvoll ist.

Vor dem Kauf das Mobil von einem Experten durchchecken lassen ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee.

Das Basisfahrzeug/ die Technik

Neben der Ausstattung und dem Zubehör, sollten noch ein paar Dinge rund um das Fahrzeug, auf dem das Wohnmobil aufgebaut ist, in deine Überlegungen mit einfließen. Die Entscheidung für die richtige Motorisierung hängt nicht nur vom Budget sondern auch von deinen Reisezielen ab.

Umweltplakette

Das Alter deines Wohnmobiles kann nicht nur für mögliche Reparaturen ein ausschlaggebendes Argument sein. Es gibt nicht nur in Deutschland immer mehr Umweltzonen in denen Fahrzeuge ohne Katalysator und mit hohem Schadstoffausstoß nicht mehr fahren dürfen. Wenn du in einer Stadt mit Umweltzone wohnst oder gern Städtetouren unternimmst, dann ist ein Wohnmobil mit grüner Plakette Pflicht. Achte auch darauf beim Kauf.

Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind, können unter Umständen als Oldtimer angemeldet werden. Das senkt die Steuern und du darfst mit einem Oldtimer in jede Umweltzone fahren.

Wo kann man ein Wohnmobil kaufen?

Nun haben wir uns einige Überlegungen angesehen zur Größe, Ausstattung und dem Alter. Wenn es jetzt aber einen Schritt weitergehen soll, an wen wendest du dich? Und wann am Besten um einen guten Preis zu erzielen?

Wohnmobil bei einem Händler kaufen

Grundlegend bietet ein seriöser Händler eine Gewährleistung auf gebrauchte Fahrzeuge. Er ist dazu gesetzlich verpflichtet. Deshalb sind Fahrzeuge von einem Händler meistens teurer als aus privater Hand. Denn so eine Gewährleistung kostet nun einmal Geld.

Ob der Händler, bei dem du dein Wohnmobil gefunden hast, seriös ist, kann dir zum einen dein Bauchgefühl sagen, wenn du dort bist. Allerdings ist es immer auch eine gute Idee, sich über den Händler vorher zu informieren. Google, Bewertungsplattformen, Facebook und einschlägige Foren und Camping Gruppen bei Facebook bieten dazu eine gute Möglichkeit.

Wohnmobil von privat kaufen

Wenn dein Budget sehr knapp ist oder du technisch sehr versiert bist, kann es ebenso sinnvoll sein, das Wohnmobil von privat zu kaufen. Die Möglichkeiten dafür sind groß:

  • ebay.de
  • ebay-kleinanzeigen.de
  • mobile.de
  • autoscout24 bzw. truckscout24.de

Sind die wichtigsten Anlaufstellen. Ich empfehle dir, niemals ein Wohnmobil zu kaufen, was du nicht selbst vor Ort angesehen und genau untersucht hast. Nicht nur der Motor sollte von dir oder einem Experten untersucht werden. Auch das Thema Dichtigkeit ist sehr wichtig und sollte vor Ort überprüft werden. Denn denk daran: anders als bei einem Händler, bekommst du von einem Privatmann in der Regel keine Gewährleistung.

Der richtige Zeitpunkt zu kaufen

Grundlegend ist es schlau, antizyklisch zu kaufen. Sprich ein Wohnmobil im Herbst zu kaufen, wenn die Saison vorbei ist, kann dir unter Umständen einen günstigeren Preis bescheren. Die meisten Menschen kaufen ihr Mobil nämlich zum Start der Saison.

Auch sollte man sich den Markt im Allgemeinen ansehen. Wenn es immer neue Verkaufs- und Zulassungsrekorde bei den Wohnmobilen gibt, ist das sicherlich kein guter Zeitpunkt, ein Schnäppchen zu machen. Denn Angebot und Nachfrage diktieren den Preis. Und dieser wird sehr hoch sein, wenn die Nachfrage hoch ist. Wenn du also noch warten magst, dann tu das. Wenn nicht, ärgere dich nicht über hohe Preise, sondern freu dich über den nächsten Urlaub.

Messen wie der Caravan Salon können ein guter Schritt sein, um sich einen Überblick über all die verschiedenen Arten von Wohnmobilen zu verschaffen. Welches Modell dann zu dir passt, kannst nur du alleine entscheiden.

Fazit: Es gibt beim Wohnmobilkauf unzählige Dinge zu beachten. Ein Wohnmobil ist wie die eigene Wohnung oder das Eigenheim – sehr individuell genau wie die Besitzer.

Mach dir also vor dem Kauf Gedanken, was dir wichtig ist und nutze eine Messe um dir einen Überblick über den Markt zu verschaffen. Hier findest du eine Übersicht über die nächsten CampingmessenMessen lohnen sich auch, wenn du dir ein gebrauchtes Mobil anschaffen möchtest. Du wirst auf einer Messe in jedem Mobil eine andere, für dich praktische Sache finden, auf die du dann beim Kauf achten kannst.

Und wenn du dann eine Idee von deinem Wunschmobil hast, miete es oder auch verschiedene Mobile mindestens einmal, um zu sehen, ob es für dich passt. Außerhalb der Hauptsaison ist das auch nicht so teuer.

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