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Erst informieren, dann losfahren! Die wichtigsten Regeln für einen entspannten Camping-Urlaub in Corona-Zeiten

Erst informieren, dann losfahren! Die wichtigsten Regeln für einen entspannten Camping-Urlaub in Corona-Zeiten

Endlich sind sie da, die Sommerferien! Nach Monaten im Homeoffice mit Homeschooling und Hometraining sehnen sich die Deutschen nach einem Tapetenwechsel. DER Urlaubstrend 2020 zeichnet sich schon seit einigen Wochen ab: Camping! Wer mit dem Camper oder dem Wohnwagen unterwegs ist, bringt sein eigenes Gästezimmer quasi mit und kann so die Ansteckungsgefahr wesentlich verringern. Doch auch im Campingurlaub geht es nicht ganz ohne Regeln und Einschränkungen.

Regeln auf dem Campingplatz

Natürlich gelten auf allen Campingplätzen die allgemeinen Hygieneregeln:

• Abstandsregeln einhalten: Mindestens 1,5 Meter, besser zwei Meter.
• In die Ellenbogenbeuge niesen/husten.
•  Mundschutz in öffentlichen Einrichtungen, Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln

Manche Campingplätze haben jedoch eigene Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. So stehen Sanitäranlagen mancherorts nur eingeschränkt zur Verfügung oder das Campen in einem autarken Fahrzeug ist Bedingung für den Aufenthalt.

In einigen Bundesländern dürfen die Plätze nur zu 50 Prozent belegt werden, wodurch diese schneller ausgebucht sind als sonst. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig zu buchen und sich vorab über die speziellen Regelungen bzw. Beschränkungen vor Ort zu informieren.

Regeln innerhalb Deutschlands

Viele wollen das Risiko einer Auslandsreise in Corona-Zeiten nicht auf sich nehmen und entscheiden sich für Urlaub in Deutschland. Eine gute Entscheidung, denn unsere Heimat hat wunderschöne Ecken, die es zu entdecken lohnt! Aber auch hier gilt: Informier dich vorher, welche Regeln in welchem Bundesland gelten! Die Bundesländer informieren darüber aktuell auf ihren Websites.

Wenn du aus dem Kreis Gütersloh oder Warendorf kommst, gelten aufgrund des aktuellen Corona-Ausbruchs spezielle Einschränkungen für euch: Beherbergungsbetriebe in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern dürfen dich nicht aufnehmen. Ausnahme: Du hast einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Dieselbe Regelung gilt grundsätzlich für Touristen aus Landkreisen mit mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen. Theoretisch gilt ein Campingplatz zwar nicht als Beherbergungsbetrieb, aber mit einem kurzen Anruf vor Ort könnt ihr böse Überraschungen vermeiden.

Reiseregeln innerhalb Europas

Auf dieser Seite stellt die Europäische Union eine interaktive Plattform zur Verfügung, auf der du jederzeit aktuelle Informationen zu deinem Reiseland abrufen könnt. Einfach das Land eingeben, in das du reisen willst und schon erfährst du alles über Einreisebedingungen, Hygieneregeln, Dienstleistungen und medizinischer Versorgung vor Ort. Die Angaben sind in 24 Sprachen verfügbar.

Wir haben trotzdem die Bestimmungen der beliebtesten Urlaubsländer hier noch einmal für dich aufgelistet:

Österreich, Frankreich, Schweiz, Slovenien, Tschechien

Hier gelten keinerlei Beschränkungen bei der Einreise, genieß deinen Urlaub!

Kroatien

Hier kannst du problemlos einreisen, du musst nur deinen Aufenthaltsort und Telefonnummer nennen, damit du kontaktiert werden kannst, falls es in deiner Umgebung neue Corona-Fälle geben sollte. Um lange Wartezeiten an der Grenze zu vermeiden, kannst du das Formblatt ganz einfach auf der Website entercroatia.mup.hr vorab online ausfüllen.

Niederlande

Die Niederlande hat für Deutsche keine Einreisebeschränkungen verhängt, allerdings müssen Urlaubsunterkünfte vorab reserviert werden. Auch in Restaurants, Cafés und Strandpavillons sind Reservierungen empfehlenswert.

▶▶Achtung! Eine besondere Regelung gibt es im Straßenverkehr: In einem Auto dürfen maximal zwei Menschen aus verschiedenen Haushalten sitzen, die außerdem eineinhalb Meter Abstand halten müssen. Bei Verstößen ist eine Geldbuße von bis zu 390 Euro fällig!

Italien

Im stark gebeutelten Italien herrschen nach wie vor strenge Gesundheitsregeln mit Maskenpflicht und Einsatz von Fieber-Scannern an öffentlichen Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Museen.

▶▶Achtung! Bei der Rückfahrt nach Deutschland darf kein Zwischenstopp in Österreich gemacht werden.

Spanien

Nach 14 Wochen Notstand hat auch Spanien seine Grenzen für ausländische Touristen geöffnet. Allerdings mit Einschränkungen: Erstens wird die Landesgrenze zu Portugal noch bis zum 1. Juli geschlossen bleiben. Zweitens wird die Einreise auf die Balearen auf 10.900 Urlauber aus Deutschland limitiert.

Außerdem kann es noch abweichende Regelungen in einzelnen spanischen Regionen, den Autonomen Gemeinschaften, geben – zum Beispiel auf den Kanarischen Inseln. Informiert euch am besten auf der Webseite des Auswärtigen Amts, der spanischen Regierung und/oder der jeweiligen Autonomen Gemeinschaft.

Finnland, Norwegen und Schweden

In Finnland und Norwegen gelten noch über den 15. Juni hinaus Einreisesperren. Deshalb verzögert sich für diese Länder die Aufhebung der Reisewarnung. In Schweden ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner derzeit über dem als kritisch angesehenen Wert von 50. Daher wird auch für dieses Land die Reisewarnung bis auf Weiteres aufrechterhalten.

Großbritannien, Irland und Malta

Von Reisen in diese drei Länder rät das Auswärtige Amt dringend ab, da sich Einreisende hier weiterhin für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen.

Regeln außerhalb Europas

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins außereuropäische Ausland wird aktuell noch gewarnt. Vor allem die Türkei, die Nummer drei unter den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen, hofft darauf, dass diese Warnung möglichst bald aufgehoben wird. Von Seiten des Auswärtigen Amtes gilt sie jedoch mindestens bis zum 31.08.2020.

Wenn wir seit dem Beginn der Corona-Krise eines gelernt haben dann: Morgen kann schon wieder alles anders sein. Und nur weil es in Ort X diese Regel gibt, muss sie noch lange nicht für Ort Y gelten.

Die wichtigste Regel für euren entspannten Campingurlaub ist deshalb: Immer genau informieren und nachfragen. Der „Heute hier, morgen dort“-Charme des Camper-Lebens wird dadurch natürlich etwas eingeschränkt. Aber wer sich daran hält, hat die besten Chancen, einen erholsamen Urlaub ohne böse Überraschungen zu erleben – und gesund wieder nach Hause zu kommen!

Quellen: https://www.camping.info; https://www.rtl.de/https://www.autobild.de/https://www.adac.de/

Titelbild: (c) Tanja Klose

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