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Von Reiserücktritt bis Haftpflicht – Versicherungsschutz für den Urlaub

Von Reiserücktritt bis Haftpflicht – Versicherungsschutz für den Urlaub

Gefühlt trifft die Corona-Krise uns Campingfreunde besonders hart. Ist es nicht gerade die Freiheit und Freizügigkeit, die wir am Campen besonders schätzen, die uns jetzt genommen ist? Statt aber nur traurig auf unser mobiles Heim zu schauen, dass langsam Staub ansetzt, hilft uns ein wenig Geschäftigkeit vielleicht aus der Stimmung. Statt Trübsal zu blasen, nutze die Zeit doch besser, um den ganzen nötigen Papierkram rund um Wohnwagen und Wohnmobil mal zu kontrollieren. Sind alle Versicherungen auf dem neuesten Stand? Gibt es noch Versicherungen, die du abschließen solltest, damit du entspannt in Urlaub fahren kannst? Welche Versicherungen für Camper unverzichtbar sind, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Reiserücktrittsversicherung – für den Fall der Fälle

Wer sich voller Vorfreude mit seiner Urlaubsplanung beschäftigt, möchte ungern an mögliche Schicksalsschläge denken. Trotzdem, das Leben geht mitunter seine ganz eigenen Wege und vor plötzlichen Krankheiten und Unfällen ist leider niemand sicher. So musst du im Fall der Fälle nicht nur auf deinen Urlaub verzichten, sondern hast zusätzlich noch die Stornokosten zu tragen. Eine Reiserücktrittversicherung übernimmt im Versicherungsfall diese Stornokosten für dich, allerdings sind 20 Prozent Selbstbehalt bei den meisten Versicherungen üblich. Die Höhe deiner Prämie richtet sich jeweils nach deinem Reisepreis. 

Viele Reiserücktrittversicherungen treten sogar bei plötzlicher Arbeitslosigkeit ein. Für Camper mit unsicherer beruflicher Situation sicher ein Grund, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. Achtung: Bei vielen Versicherern muss eine Rücktrittsversicherung spätestens zwei Wochen nach Reisebuchung abgeschlossen werden. 

Freuen können sich dagegen alle, die eine Kreditkarte mit integrierter Reiserücktrittsversicherung besitzen. Mit einer solchen Karte bist du bereits abgesichert, ohne eine gesonderte Rücktrittsversicherung abschließen zu müssen. Ein echter Tipp besonders für Camper, die mehrfach im Jahr in Urlaub fahren können. Oft sind in eine solche Karte auch weitere Versicherungen, wie eine Gepäckversicherung, eingeschlossen. Allerdings gehören Kreditkarten mit diesen Features eher zum Premiumsegment, so dass du mit einem Jahrespreis für die Karte zwischen 40 und 100 Euro rechnen musst. 

Besitzt du keine der Premium- Kreditkarten mit Reiserücktritt, kann sich auch der Abschluss eines Versicherungsvertrags für das ganze Jahr lohnen. Ein solcher Jahresvertrag sichert alle Reisen innerhalb eines Jahres ab. Dabei darf aber jede einzeln höchstens den versicherten Preis kosten. So fallen bei einem versicherten Reisepreis von 1500 Euro für eine einzelne Reise nach einer Finanztipp-Stichprobe bereits 58 Euro Prämie an. Schließt du gleich einen Jahresvertrag ab, der innerhalb eines Jahres jede deiner Reisen bis 1500 absichert, kostet dich das nur 49 Euro mehr, nämlich 107 Euro. 

Warum die Haftpflichtversicherung mit in jedes Reisegepäck gehört

Die Haftpflichtversicherung gehört ganz sicher zu den Versicherungen, die im Camping-Urlaub nicht fehlen dürfen. Denn Missgeschicke und Fehler, bei denen andere zu Schaden kommen, können jederzeit passieren. Leider auch im Urlaub. Im letzten Sommer standen wir auf einem Campingplatz, auf dem ein Jahr zuvor ein großes Feuer wütete. Ein älteres Ehepaar hatte versehentlich sein Vorzelt mit dem Gasofen in Brand gesetzt. Mitten in der Nacht. Statt nun sofort laut um Hilfe zu rufen, versuchte es, den Brand auf eigene Faust zu löschen. Das ging natürlich gehörig schief, so dass das schnell um sich greifende Feuer in kürzester Zeit mehrere in der Nähe stehende Wohnwagen und Vorzelte in Flammen aufgehen lies. Wie durch ein Wunder wurde niemand schwer verletzt. 

Auch wenn solche Horrorszenarien zum Glück fast nie eintreten, kleinere Missgeschicke, wie Zeltstangen, die sich im Sturm selbstständig machen und den Wohnwagen nebenan treffen, können schnell passieren. Und genau deshalb sollte jeder Camper unbedingt eine Haftpflicht abgeschlossen haben.

Weshalb die Hausratversicherung (meist) nicht reicht

Ein Alptraum jedes Campers: Der Wohnwagen wurde aufgebrochen, die liebsten Dinge gestohlen. Abgesehen von dem traumatischen Erlebnis – dein privates Zuhause wurde von fremden Menschen durchwühlt – wer hat den finanziellen Schaden zu tragen, der durch den Verlust deiner Sachen entstanden ist? Finden solche Einbrüche in deine Wohnung oder Haus statt, ersetzt die Hausratversicherung deinen materiellen Schaden. Anders bei Einbrüchen in Wohnwagen oder Wohnmobil. Caravan oder Wohnmobil sind leider nicht als eine Art fahrendes Zuhause von der Hausratversicherung geschützt. 

Zwar bieten Hausratversicherungen über die sogenannte Außenversicherung grundsätzlich auch Schutz bei Einbrüchen außerhalb deiner eigenen vier Wände. Zum Beispiel, wenn in ein von dir gebuchtes Hotelzimmer eingebrochen wird und dein Eigentum dort entwendet wird. Aber das betrifft nur Einbrüche in geschlossene Räume. Einbrüche in mobile Heime, wie Wohnwagen oder Wohnmobil, werden von der Außenversicherung nur in den seltensten Fällen gedeckt.

Als Alternative bietet sich für uns Camper der Abschluss einer Inhaltsversicherung. Diese Form der Hausratversicherung greift bei beweglichem Inventar und Freizeitgegenständen im und teilweise sogar am Campingmobil befinden. Nicht versichert sind hier aber auch Bargeld, Schmuck und dein Mobiltelefon.

Welche Fahrzeugversicherung für Wohnmobil und Caravan?

Jedes Fahrzeug, dass sich im Straßenverkehr bewegt, muss zugelassen sein und dafür braucht es eine KFZ-Haftpflichtversicherung. So will es der Gesetzgeber. Beim Wohnmobil ist das einleuchtend, aber was ist mit dem Wohnwagen, der sich als Anhänger nicht mit eigener Kraft durch den Verkehr bewegt. Noch bis vor knapp 20 Jahren war ein Caravan tatsächlich über das Zugpferd mitversichert. Seit 2002 ist das nun anders und jeder Wohnwagen muss als Anhänger, sofern er im öffentlichen Raum unterwegs ist, selbst zugelassen und haftpflichtversichert werden. Teil- oder Vollkasko sind freiwillig.

Alle wichtigen Tipps, Tricks und Hinweise für einen optimalen Versicherungsschutz haben wir dir hier für dich zusammengetragen.

Schutzbrief – wichtiges Upgrade zu Kasko oder Haftpflicht

Ein Schutzbrief ist eine Zusatzversicherung zur normalen Haftpflicht oder Kaskoversicherung. Ein Schutzbrief macht seinem Namen alle Ehre und soll immer dann seinen schützenden Schirm über dir ausbreiten, wenn du in eine Notlage gerätst und deine Reise nicht fortsetzen kannst. Sei es, weil dein Fahrzeug liegengeblieben ist oder du deine Reise wegen plötzlicher Krankheit abbrechen musst. Typische Anwendungsfälle des Schutzbriefes sind: Klassische Pannen und Unfallhilfe, Abschleppdienste und Krankenrücktransport. Bist du viel im Ausland unterwegs, empfiehlt sich ein sogenannter Auslandsschadenschutz im Schutzbrief. Auf diese Weise wird bei einem unverschuldeten Unfall im Ausland die Schadensabwicklung nach deutschem Recht vorgenommen, und die Kunden schneller ausgezahlt, weil sie nicht auf die Zahlung der ausländischen Versicherung warten müssen. Als Besitzer eines Wohnwagens solltest du bei Abschluss des Vertrages darauf achten, dass nicht nur dein Zugwagen, sondern auch der Caravan selbst mitversichert ist. Ansonsten kann es dir passieren, dass dein Wohnwagen bei einer Panne nicht mit abgeschleppt wird.

Hier gibt’s noch viele weitere spannende Infos zum Schutzbrief.

Warum eine Auslandsreisekrankenversicherung so wichtig ist

Geht es um die Krankenversicherung im Ausland, ist die Unsicherheit oft groß. Warum braucht man eine private Auslandskrankenversicherung und wird eine Erkrankung im Ausland nicht bereits durch die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert? 

Die Antwort ist ganz einfach: Wer entspannt ins Ausland reisen möchte, sollte auf eine private Reisekrankenversicherung nicht verzichten. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur Teilleistungen und das auch nur bei Reisen in Länder der EU bzw. in Länder, mit denen Deutschland spezielle Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, wie die Türkei oder Tunesien. Außerdem ist sie zeitlich begrenzt, häufig auf 6 Wochen. Wer sich allein auf die gesetzliche Krankenversicherung verlässt, bleibt also im Krankheitsfall möglicherweise auf hohen Kosten sitzen.

Klassischer Fall: Im Urlaubsort wirst du vom Arzt nur mit Vorkasse, also als Privatpatient behandelt. Zurück zu Hause erstattet die deine Krankenkasse deine Auslagen aber nur anteilig, nämlich nur nach ihren wesentlich niedrigeren gesetzlichen Sätzen. Wird wegen eines Unfalls oder einer schweren Krankheit der Rücktransport nach Deutschland nötig, werden die Kosten gar nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Das kann schnell mehrere tausend Euro ausmachen. Tipp: Willst du eine Auslandskrankenversicherung abschließen, achte unbedingt darauf, dass dein Anbieter die Transportkosten bereits bei einem medizinisch sinnvollen und nicht erst bei einem medizinisch notwendigen Rücktransport übernimmt. 

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