Die Kochutensilien Sollten Am Besten Griffbereit An Einem Ort Gelagert Werden

Roadtrip-Packliste für Mini-Camper – Ausrüstung für Reisen mit Landrover, Caddy & Co.

„Was nehme ich bloß mit?“ Je kleiner das Reisefahrzeug und je begrenzter der Stauraum, desto größer ist die Herausforderung, bei die richtige Ausrüstung für eine Campingreise zusammenzustellen. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich etwas mehr Gedanken über das Beladen des Autos zu machen, denn der Alltag unterwegs ist um ein Vielfaches einfacher wenn du nicht die kostbare Reisezeit mit der Suche nach Dingen verschwendest und nicht jeder Quadratzentimeter Platz bis zum letzten ausgeschöpft ist. Und kennst du nicht auch die Erfahrung, dass du am Ende der Reise ohnehin nicht alles benötigt hast?

Nach 1,5 Jahren Leben auf kleinstem Raum (genauer gesagt in einem umgebauten Landrover Defender) gebe ich dir daher einen Einblick, was sich für uns an Ausrüstungsgegenständen unterwegs bewährt hat und was uns den Reisealltag erleichtert. Die kleinen Camper haben schließlich eine Menge Vorteile, insbesondere bei der Wahl der Strecke, beim Besuch von Städten, auf abgelegenen Pisten usw. und ermöglichen so eine Menge Freiheit, so dass wir den einen oder anderen verzweifelten Moment beim Beladen der Fächer (gerne) in Kauf nehmen.

Und ja, es gibt diese Tage, an denen wir uns wünschen das Auto einfach mal eben vergrößern zu können. Wenn wir mal wieder vollbepackt aus dem Supermarkt kommen, die ganze Wäsche gewaschen ist und wieder einsortiert werden muss, es am besten noch regnet und wir uns währenddessen beide auf unseren 2 (?) Quadratmetern aufhalten müssen. Wenn aber wieder alles erfolgreich verstaut ist, dann sind wir regelmäßig überrascht, wie gut wir mit den wenigen Dingen und dem wenigen Platz auskommen.

So ein minimalistisches Leben ist auf jeden Fall eine gute Erfahrung, die wir zu schätzen gelernt haben. Wir häufen keinen unnötigen Kram mehr an, denken über jedes neue Teil zwei Mal nach und haben auf unserer Reise begonnen, Dinge zu ersetzen anstatt immer gedankenlos neue Sachen zu kaufen.

Vor dem Beladen

Bevor es ans Einräumen geht, empfehle ich dir, dass du dir kurz Gedanken machst, welche Dinge du aller Voraussicht nach wie häufig unterwegs benötigen wirst. Für die Ersatzteile, den Wagenheber und all solche (hoffentlich) selten benötigten Dinge, haben wir Hohlräume im Fahrzeug genutzt oder den Raum ganz hinten in den Schränken. Kleidung, Kosmetik und alles für den täglichen, persönlichen Bedarf haben wir in Plastikboxen in den Schränken verstaut. Das erleichtert das Beladen und das Finden von Dingen und du hast alles schnell im Zugriff.

Die Küchenutensilien, die wir mehrmals täglich benötigen, haben wir außen am Fahrzeug in einer eigens dafür ausgebauten Küchenbox untergebracht. Diese hat sich für uns extrem bewährt, aber auch wenn du keine Außenküche hast, empfehle ich eine separate Box mit allem Kochzubehör, die du schnell zur Hand hast. Was wäre schließlich Camping ohne spontane Picknicks? Bevor wir die Außenküche für unsere lange Reise installiert haben, hatten wir ebenfalls eine Kistenlösung, die wir sehr mochten und die abgesehen vom dafür benötigten Stauraum im Auto sehr praktisch war.

Campingküche

Der Platz in unserer Küchenbox ist begrenzt und wir haben daher versucht, möglichst clevere Lösungen für die benötigten Utensilien zu finden. Wir kochen sehr gerne und viel und legen viel Wert auf eine gut ausgestattete Campingküche.

Als Kocher verwenden wir inzwischen einen Coleman Benzinkocher mit zwei Flammen. Dieser ist gut zu verstauen, hat einen integrierten Windschutz und Töpfe und Pfannen stehen sehr stabil auf dem Rost. Die einfache Variante mit einer Flamme ist ebenfalls empfehlenswert, war uns auf Dauer aber etwas zu wackelig.

Unsere Schüssel und unser Sieb sind faltbar und somit sehr platzsparend unterzubringen. Darüber hinaus haben wir ein ineinander stapelbares Topfset inklusive einer Pfanne und einen kleinen Kessel, die uns seit mittlerweile 5 Jahren auf unseren Reisen begleiten. Weitere sehr nützliche Accessoires sind unsere äußerst stabilen, faltbaren Waschschüsseln von Ortlieb, in denen wir täglich abwaschen oder auch mal Wäsche einweichen.

Für das gemütliche Licht am Tisch sorgt unsere Benzinlampe, die wir ebenfalls sehr leicht verstauen können.

Nützliche Utensilien in der Küche

  • Kocher nebst Treibstoff (je nach bereister Region kann Benzin einfacher erhältlich sein als Gas)
  • Kochgeschirr (Topf, Pfanne, ggf. Kessel)
  • Espresso-/Kaffeebereiter, z.B. von Bialetti
  • Geschirr und Besteck (am leichtesten aus stabilem Plastik)
  • (Plastik-)Brett, Messer (nebst Mini-Schärfer), Schäler, Reibe
  • Schüssel, Sieb (ggf. faltbar)
  • Faltschüsseln für den Abwasch
  • biologisch abbaubares Spülmittel (wenn das Abwaschwasser in der Wildnis entsorgt wird)
  • Mikrofaser Geschirrhandtücher
  • Trinkflaschen
  • Thermo-Becher
  • Laterne / Lampe

Campingmöbel

Sobald wir einen neuen Campingplatz erreichen, bauen wir unser „Wohnzimmer“, bestehend aus unseren zwei gemütlichen Stühlen und unserem Tisch, auf. Da wir das an 90 Prozent der Plätze machen, liegen diese Teile während der Fahrt zusammenfaltet hinten im Auto.

Seit 1,5 Jahren leistet uns unser Aluminium Falttisch gute Dienste und ist im Handumdrehen auf- und abgebaut. Unsere Stühle mussten wir auf der Reise bereits mehrfach ersetzen. Die meisten Campingstühle sind offenbar nicht für den Dauergebrauch gemacht. Seit einem halben Jahr haben wir unsere sehr bequemen und klein zusammenfaltbaren Coleman Stühle. Diese scheinen länger durchzuhalten als ihre Vorgänger.

Wenn wir es uns an einem Platz so richtig gemütlich machen, dann hängen wir unsere Hängematten auf. Diese lassen sich unglaublich klein zusammenfalten, sind bequem und sogar mit einem Moskitonetz ausgestattet. Gerade bei sehr warmem Wetter lieben wir sie.

Wenn wir Schatten oder einen Regenschutz benötigen, bauen wir unsere Möbel unter unserer Markise auf. Diese hat sich als sehr nützlich erwiesen. Wir haben zudem ein Moskitonetz, das wir rund um die Markise ganz einfach einhängen können, wenn die Plagegeister uns allzu sehr zu Leibe rücken.

Nützliche Campingmöbel

  • faltbarer Tisch
  • Klapp- oder Faltstühle
  • ggf. Hocker, die man auch als Beistelltisch verwenden kann
  • ggf. Hängematten

Persönliche Ausrüstung

Kosmetikprodukte wählen wir inzwischen nach Packungsgröße aus und Kleidung ebenfalls häufig nach Packmaß. Das bedeutet aber keineswegs, dass wir ausschließlich in funktionaler Bekleidung herumlaufen, auch für ein paar „normale“ Kleidungsstücke finden wir Platz. Ansonsten gilt das „Zwiebelprinzip“. Das heißt, statt einzelner dicker Kleidungsstücke, ziehen wir je nach Klima mehrere Schichten an. So haben wir von -20 Grad in Bolivien bis zu 45 Grad in Kolumbien alles überlebt. Bücher lesen wir auf eBook-Readern, Reiseführer, Magazine und Zeitungen gerne auf dem Tablet. Das spart eine Menge Platz und Gewicht.

Packliste Kleidung

  • lange, funktionale Unterwäsche (wie zum Skifahren)
  • Softshell Jacke
  • Weste
  • Regenjacke und Hose
  • Multifunktionstücher als Schal / Mütze
  • Wanderhose, Jeans, kurze Hose
  • T-Shirts
  • Pullover / Strickjacke
  • Unterwäsche und Socken
  • Flip Flops / Badelatschen
  • Sneaker
  • ggf. Wanderstiefel
  • ggf. Rucksäcke (praktisch wenn sie klein zusammenfaltbar und ggf. wasserdicht sind)

Badezimmer

Das Wort „Badezimmer“ ist für die meisten kleinen Camper schon etwas zu hochtrabend, aber auch in Minicampern lassen sich hier einfache Lösungen finden. Das Bad ist wahrscheinlich das, was wir den etwas größeren Campern am meisten neiden. Aber wir haben immerhin ein Waschbecken fest verbaut und sogar eine mobile Toilette. Das Porta Potti kommt aber wirklich nur im Notfall zum Einsatz. Wir hatten mal eine Solar-Dusche, also im Prinzip einen schwarzen Plastiksack, den man mit Wasser befüllen und draußen aufhängen kann. Mit dem niedrigen Wasserdruck und den manchmal nicht vorhandenen Möglichkeiten zum Befüllen, haben wir uns allerdings im Laufe der Reise von der Dusche getrennt.

Nützliche Utensilien im Bad

  • biologisch abbaubares Shampoo / Duschgel (falls mal keine Dusche verfügbar ist und man mit einem Gewässer vorlieb nehmen muss)
  • aufhängbare Kulturtaschen
  • schnell trocknende Handtücher aus Mikrofaser
  • Trockenshampoo und Feuchttücher (als absolute Notlösung)

Wenn du deinen Mini-Camper mit all diesen praktischen Utensilien beladen hast, bleibt auch ganz sicher noch genug Platz für ein paar Luxus-Artikel, zum Beispiel für Hobbies unterwegs. Wir haben es geschafft, noch zwei komplette Kitesurf-Ausrüstungen nebst Neoprenanzügen unterzukriegen und so manches andere für eine tolle, entspannte Reise. Genieße also einfach die Freiheit, die ein kleiner Camper mit sich bringt!

Fotos: (c) Alexandra Ramthun

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Ist mit Mann Malte und Landrover “Dulli” in Übersee unterwegs. Liebt Abenteuer, das minimalistische Reisen und exotische Länder. Lieblingsspot: Südamerika

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Hallo zusammen, habt ihr eure küchenbox selbst gebastelt? Oder kann man die so bestellen? Vielen Dank für eure Info und viele Grüße und Spaß an euch. Gerry

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