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Die schönsten Märkte in Frankreich – komm mit ins Land der Gourmets und Gourmands

Die schönsten Märkte in Frankreich – komm mit ins Land der Gourmets und Gourmands

Markt und Frankreich – das gehört für mich unbedingt zusammen. Genauso, wie Frankreich ein Top-Camperland ist, ist es ein El Dorado für Marktliebhaber. Dabei ist es egal, ob du als Schnäppchenjäger Flohmärkte liebst oder einen Wochenmarkt in einer kleinen Gemeinde bevorzugst, denn die Vielfalt ist unglaublich. Und es gibt für mich fast nichts besseres, als morgens auf Jagd nach regionalen Spezialitäten zu gehen und diese abends, bei Sonnenuntergang, zusammen mit einem guten Glas Wein, vor dem Caravan zu genießen. Komm mit auf den Markt in Frankreich!

Wochenmärkte

Wochenmärkte kannst du in nahezu jeder kleinen Stadt finden, vor allem in den Sommermonaten sind sie gut bestückt. Auf vielen Wochenmärkten erhältst du neben frischem Obst und Gemüse Fleisch- und Wurstwaren, lokale Spezialitäten, Käse, Fisch aber auch Bekleidung, Kinderspielzeug und Haushaltswaren. Bei den Spezialitätenständen wirst du oft zum Verkosten eingeladen. Also greif zu, wenn es verführerisch nach Salami oder Calvados duftet. Apropos duften: Einen verführerischen Duft verbreiten auch die Food-Trucks auf dem Markt, wenn du nicht allzu lange anstehen möchtest, solltest du deine Bratwurst vor der Mittagszeit genießen.

Fotos: (c) Barbara Homolka

Wie finde ich einen schönen Wochenmarkt in Frankreich?

Eigentlich kannst du mit Wochenmärkten in Frankreich nicht viel falsch machen. Lediglich im Winter fallen sie auf dem Land mancherorts recht klein aus. Recherchieren kannst du die Märkte über das örtliche Office de Tourisme oder über die Seite Jours de Marché. Der Fernsehsender TF1 veranstaltet seit 2018  jedes Jahr einen Wettbewerb für den schönsten Markt Frankreichs, von dem du dich ebenfalls für deine Reise inspirieren lassen kannst.

Diese Märkte solltest du besuchen:

Auvergne-Rhône-Alpes: Le Puy-en-Velay

Die Einheimischen und Gäste sind sich einig: Der schönste Markt der Auvergne ist in Le Puy-en- Velay. Denn bereits zum zweiten Mal konnte der Markt 2019 die regionale Abstimmung zum schönsten Markt der Region gewinnen und sich auch beim überregionalen Wettbewerb des Fernsehsenders TF1 ganz vorne platzieren. Und so ganz nebenbei hat auch das Städtchen im Herzen der Region Auvergne-Rhône-Alpes einiges zu bieten. Als Ausgangspunkt des französischen Jakobsweges Via Podiensis ist sie ein kulturelles und spirituelles Zentrum, die Kathedrale zählt zum UNESCO-Weltkuturerbe. Besonders beeindruckend sind die Basaltkuppen, ehemalige Vulkanschlote. In Le Puy-en-Velay ist das ganze Jahr über mit Festen und Kulturveranstaltungen viel geboten. Leckere regionale Produkte kannst du auf dem samstäglichen Markt erwerben, der vormittags von 7.30 bis 12.30 Uhr stattfindet und dir die feinsten regionalen Schmankerln offeriert.

▶▶ Campingplatztipp:

Fußläufig zu Innenstadt kannst du deine Zelte auf dem einfachen, aber guten Camping de Bouthezard aufschlagen.

Foto: (c) Luc Olivier

Bourgogne/Burgund: Dijon

Dijon wirst du vielleicht vom gleichnamigen Senf kennen. Wenn dir das Burgund sonst nichts sagt, solltest du das dringend nachholen. Denn das gesamte Burgund ist ein wahres Paradies für Schlemmermäuler, angefangen bei den Charolais-Rindern über den Wein, namentlich der Burgunder und der Chablis,  hin zu ausgefallenen lokalen Spezialitäten. Eindecken kannst du dich damit in den Markthallen von Dijon. Den hübschen Tempel des Genusses hat kein geringerer als Gustave Eiffel himself entworfen. Aber natürlich sind die inneren Werte gefragt, und die haben es sich wahrlich in sich. Der Markt findet dienstags, donnerstags, freitags und samstags statt. Am Dienstag, Freitag und Samstag werden die Marktstände im Inneren durch Stände im Freien ergänzt. Besonders belebt ist der Markt am Samstag, wenn sich die Umgebung in ein riesiges Freiluftkaufhaus und beliebten Treffpunkt entwickelt.

▶▶ Campingplatztipp:

Zwischen der Innenstadt und dem Lac Kir (leider nicht mit gleichnamigen Getränk gefüllt) liegt der Camping du Lac Kir, der sich ideal für einen Städtetrip in Dijon eignet. Von hier aus erreichst du das Zentrum und die Markthallen zu Fuß in etwa einer halben Stunde.

Foto: (c) Alain DOIRE / Bourgogne-Franche-Comté Tourisme

Bretagne: Fouesnant

In der Bretagne kannst du auf den Märkten nichts, aber auch gar nichts falsch machen – außer nicht hinzugehen. Atme die besondere Atmosphäre und den herben Duft der Bretagne ein. Für meine Tipps habe ich den Markt in Fouesnant ausgewählt. Warum? Zum einen ist der Markt wirklich sehr schön und im Sommer auch sehr groß – bis zu 150 Marktbeschicker aus der ganzen Region geben sich auf der Place du Général de Gaulle und in angrenzenden Straßen ein Stelldichein. An Samstagen ist außerdem ein Markt mit Bioprodukten auf der Place de l’église. Zum anderen ist  Fouesnant eine tolle Destination für einen entspannten Urlaub in der Bretagne. Die bretonische  Riviera eignet sich bestens dazu, den südlichen Finistère zu erkunden.

▶▶ Campingplatztipp:

Rund um das Städtchen Fouesnant findest du zahlreiche Campingplätze. Besonders schön und vor allem direkt am Wasser stehst du auf dem Camping Les Falaises in La Forêt-Fouesnant. Von hier aus sind es etwa fünf Kilometer ins Stadtzentrum.

Fotos: (c) PRIE Guillaume

Languedoc: Séte

Séte liegt ganz im Süden, auf einer schmalen Landzunge am Mittelmeer und wird auch als das Klein-Venedig des Languedoc bezeichnet. Die Märke in Séte sind legendär. In der Markthalle ist jeden Tag Markt, sogar sonntags. Rund 75 Aussteller offerieren dir von 7 bis 15 Uhr frische Produkte von A wie Apfel bis Z wie Zitrusfrüchte. Aber vor allem Fisch und Meeresfrüchte! Probiere unbedingt die „Tielles“, das ist Tintenfisch im Teigmantel mit (wirklich) scharfer Tomatensauce. Zu dem täglichen Markt gesellt sich jeden Mittwoch von 7 bis 13 Uhr rund um die Markthallen der Mittwochsmarkt, der von 7 bis 13 Uhr geöffnet ist. Dazu kommen weitere kleinere Märkte, im Sommer Flohmärkte und nächtliche Kunstmärkte. Du siehst also, der Trip lohnt in jedem Fall, auch deshalb, weil Séte ein guter Startpunkt für Ausflüge ins Umland ist.

▶▶ Campingplatztipp:

Rund um Séte findest du zahlreiche Campingplätze, ich empfehle dir den familiären Camping Méditerranaée direkt am Meer, der außerhalb der Saison auch ASCI-Karten akzeptiert.

Fotos: (c) Julie Noclercq

Normandie: Dieppe

Der Markt von Dieppe in der Normandie ist in ganz Frankreich berühmt und bekannt. 200 Händler aus der ganzen Umgebung finden sich Samstagvormittag bis 13 Uhr im Stadtzentrum ein, um dir frische Waren feilzubieten. Der Samstagsmarkt ist für Einheimische und Urlauber ein beliebter Treffpunkt. Zusätzlich zum großen Markt gibt es an den anderen Wochentagen in den Quartieren der Stadt kleinere Märkte. Frischen Fisch kaufst du am besten täglich bis 13.30 Uhr direkt ab Kutter am Quai Henri IV, gegenüber der Marina. Die Innenstadt von Dieppe ist ebenfalls einen Entdeckungsrundgang wert. Lass dich nicht von den eher nüchternen Bauten der Strandpromenade abschrecken. Die Stadt ist zudem der ideale Ausgangspunkt, wenn du die Steilküste der Haute-Normandie erkunden möchtest.

▶▶ Campingplatztipp:

Etwas außerhalb von Dieppe findest du den Campingplatz La Source in Hautot sur Mer. Ins Stadtzentrum nach Dieppe sind es circa vier Kilometer. Wenn du mit dem Wohnmobil unterwegs bist, kannst du auf dem Stellplatz direkt am Strand in Dieppe (Koordinaten: N 49.93232, E 1.08283//N 49°55’56“, E 1°04’58“)  dein Quartier aufschlagen.

Foto I: (c) Yann-Pelcat & Foto II: (c) Eric Bénard

Nouvelle-Aquitaine: Royan

Mit Royan verbinde ich einige meiner schönsten Frankreich-Erlebnisse, deshalb sollte ein Besuch der Hafenstadt unbedingt auf deiner Agenda stehen, falls du am Atlantik unterwegs bist. Ja und der Markt – ein einziges Fest. Es fängt schon mit der außergewöhnlichen Markthalle an. Sie wurde in den 1950er Jahren gebaut und hat die Form einer Muschel. Ein Augenschmeichler, wenn du moderne Architektur magst. Das Innenleben ist natürlich nicht weniger interessant. Fisch und Meeresfrüchte stehen ganz oben in der Gunst der Besucher, aber auch Exotisches wie frische Kiwis aus regionalem Anbau ist zu haben. Die Markthalle ist außerhalb der Saison von Dienstag bis Sonntag, in der Saison täglich, von 7 bis 13 Uhr geöffnet. Mittwochs und sonntags gesellt sich ein Krämermarkt dazu und wechselnde Aktionen wie Floh- und Kunstmärkte sorgen für zusätzliche Abwechslung. Im Quartier du Parc in Royan befindet sich eine weitere Markthalle, die außerhalb der Saison täglich außer Montag von 8 bis 13 Uhr, in der Saison täglich von 7.30 Uhr bis 15 Uhr geöffnet ist.

▶▶ Campingplatztipp:

Der beste Platz für ein paar Tage Campingurlaub für die ganze Familie ist Camping Royan. Von hier aus kannst du den Markt mit dem Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß erreichen – die Entfernung beträgt zweieinhalb Kilometrer.

Foto: (c) Thierry Avan

Provence: L‘Isle sur Sorgoue

Für viele Frankreichliebhaber ist die Provence ein Synonym für die schönsten Märkte Frankreichs. Im Prinzip kannst du hier nichts falsch machen, überall vermischen sich die Düfte von Oliven, Nougat, Seife, Käse, Kräutern und natürlich Lavendel. Einer der größten und schönsten Märkte findet in dem malerischen Dorf L‘Isle sur Sorgoue im Vaucluse statt. Sonntagvormittag reihen sich entlang des Ufers der Sorgoue und in den Gässchen der Innenstadt die Marktstände dicht an dicht. Der Markt am Donnerstag rund um die Kirche ist zwar kleiner, aber nicht weniger reizvoll. Ein echtes Spektakel ist immer am ersten Sonntag im August der Marché Flottant. Das besondere: Die Händler verkaufen ihre provenzalischen Waren direkt vom Negochin, dem traditionellen Flachboot, auf dem Fluss Sorgoue. Um einen guten Platz zu ergattern, solltest du allerdings sehr früh aufstehen! Außerdem ist L‘isle sur Sorgoue bekannt für einen der schönsten und größten Antikmärkte Frankreichs.

▶▶ Campingplatztipp:

Direkt in L‘Isle sur Sorgoue befindet sich der feine Camping La Sorguette. Von hier aus kommst du in gut einer halben Stunde Spaziergang in die Innenstadt. Der Platz eignet sich sehr gut als Basislager, um die nähere und weitere Umgebung zu erkunden.

Fotos: (c) BISET Valerie, Vaucluse Provence Attractivité

Flohmärkte

Flohmärkte gibt es gefühlt 10.000 in Frankreich. Den schönsten, besten und tollsten zu finden ist daher ganz einfach: Es ist der „Vide Grenier“, „Brocante“ oder „Marché aux Puces“, der gerade stattfindet. Von ganz klein und familiär bis hin zu gigantisch: Frankreich hat alles zu bieten! In Schreibwarenläden bekommst du einen lokalen Kalender mit den Terminen oder du kannst diese im Web recherchieren, zum Beispiel auf der Seite Vide Greniers. Der größte Flohmarkt Frankreichs findet nicht etwa in Paris statt, sondern in Lille. Die Braderie ist nicht nur der größte und beliebteste Flohmarkt Frankreichs, sondern ganz Europas – behaupten zumindest die Veranstalter. 10.000 Verkäufer bestücken diesen Flohmarkt der Superlative, der 33 Stunden nonstop geöffnet ist. Die Braderie ist in mehrere Abschnitte unterteilt, denn alles an diesem ersten Septemberwochenende zu sehen, ist völlig unmöglich, du müsstest dich durch 100 Kilometer Flohmarkt kämpfen! So kannst du deine eigenen Schwerpunkte setzen. Pause machen ist obligastorisch, denn die Braderie ist ein großes Fest, auf dem du nach Herzenslust schlemmen darfst. Alle Infos, die du für die Vorbereitung brauchst, findest du auf der  Veranstaltungsseite.

▶▶ Campingplatztipp:

Vor den Toren Lilles, direkt an der belgischen Grenze, kannst du auf den Campingplätzen Les Alouettes und L‘Image dein Quartier beziehen. Eine Reservierung zur Zeit der Braderie ist unbedingt erforderlich! Die Fahrt ins Stadtzentrum dauert circa 15  Minuten. Da es in Lille sehr voll wird, rate ich dir, bis zur Metrostation Saint Philibert im Stadtteil Lomme zu fahren und den restlichen Weg mit der Metro zurückzulegen.

Foto I: (c) Barbara Homolka | Fotos II & III: (c) DICOM – Ville de Lille

Jahrmärkte

Ja, auch Jahrmärkte gehören zum Leben in Frankreich dazu, ganz ähnlich wie in Deutschland finden die meisten im Herbst und Frühjahr statt. Einer der ältesten und größten dieser Märkte ist die Foire Sainte Croix in Lessay, in der westlichen Basse-Normandie. Sie geht auf das Jahr 1056 zurück, als die hier ansässigen Benediktinermönche einen Markt etablierten, um den lokalen Handel zu fördern. Heute ist der Markt gelebte normannische Tradition, angefangen von Pferdeprämierung und Viehhandel, über Krämermarkt, Verbraucher- und Landwirtschaftsmesse bis hin zu ganz vielen Essensständen. Du solltest unbedingt das Lamm probieren, eine lokale Spezialität aus den Salzwiesen. Einen Rummelplatz gibt es obendrein. Allerdings: Es strömen wirklich viele Menschen aus der gesamten Region auf diesen traditionellen Markt, insgesamt werden 350.000 Besucher an den drei Tagen des zweiten Septemberwochenendes gezählt.

▶▶ Campingplatztipp:

Fußläufig zum Marktgelände besteht ein kleiner Stellplatz (Koordinaten: N 49.21862, W 1.53642//N 49°13’07“, W 1°32’11“), allerdings sind die Plätze begrenzt und nur schwer zu ergattern. Alternativ stehst du gut auf dem Camping aux grands Espaces in Saint-Germain-sur-Ay-Plage.

Fotos: (c) Barbara Homolka

Weihnachtsmärkte

Sind Weihnachtsmärkte nicht eigentlich typisch deutsch? Nur bedingt, denn vor allem das Elsass gilt als Wiege weihnachtlicher Behaglichkeit und Geburtsort des Weihnachtsbaums. Und so wird bis heute das Weihnachtsfest sehr traditionell gefeiert. Dazu gehören Weihnachtsmärkte in der Adventszeit, die zum Teil auch noch zwischen den Jahren abgehalten werden. Der größte, älteste und prächtigste ist sicher der Straßburger Weihnachtsmarkt mit rund zwei Millionen Besuchern pro Jahr. Insgesamt sind es im gesamten Elsass um die 150 Weihnachtsmärkte. Besonders ans Herz legen möchte ich dir den in Sélestat. Sélestat steht ein bisschen im Schatten anderer schöner Städtchen und Städte im Elsass, hat aber ein bemerkenswertes kulturelles Erbe aufzuweisen. Ähnlich ist es auch in der Adventszeit, dabei kann Sélestat für sich die Erfindung des Weihnachtsbaumes reklamieren. Es gibt in der Vorweihnachtszeit ein kleines Weihnachtsdorf und einen Parcours de Noel, auf dem du Wissenswertes rund um den Weihnachtsbaum erfährst. Ein echter Geheimtipp! Und sollte es dich darüber hinaus nach Straßburg ziehen – mit der französischen Bahn bist du in 20 Minuten da.

▶▶ Campingplatztipp:

Sélestat hat einen kleinen, aber feinen Campingplatz, der extra vom 22. November bis 24. Dezember öffnet, damit du dem Duft der Lebkuchen folgen kannst. Die Innenstadt liegt in fußläufiger Entfernung. Übrigens: Les Cigognes heißt der Platz, weil im Sommer die Störche dem Platz einen Besuch abstatten.

Foto I: (c) Ville de Sélestat & Foto II (c) Emmanuel-Viverge

Titelfoto: (c) Barbara Homolka | www.chiennormandie.de


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