In letzter Zeit haben uns immer wieder Fragen zum Thema Sicherheit in Wohnmobil und Wohnwagen erreicht – insbesondere zu den Bereichen Diebstahl- und Einbruchschutz. Deshalb haben wir ein gemeinsam mit unserem Partner Frankana Freiko und unserem Fachmann fĂŒr Caravantechnik, Jan Kuckertz, ein kleines E-Book fĂŒr euch erstellt.

In diesem Ratgeber haben wir auf 16 Seiten die wichtigsten Tipps und Infos gesammelt – du kannst die Datei kostenlos herunterladen und auf deinem Computer, Tablet oder E-Reader oder auch ausgedruckt mit auf die Reise nehmen.

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Inhalt des E-Books

Einleitung

  • Steigende Diebstahlzahlen seit 2013 
  • Sicherheitstechnische Schwachstellen bei Wohnwagen & Wohnmobilen 
  • Die klassischen „Knackpunkte” bei Campingfahrzeugen 

Allgemeine Tipps für sicheres Reisen 

Mechanische und elektronische Sicherungssysteme 

Systeme gegen Einbruch 

  • Alarmanlagen 
  • Fenstersicherungen 
  • Türsicherungen 
  • Schutz von Wertsachen und Dokumenten 

Systeme gegen Diebstahl 

  • Zusatzschlösser für Wohnwagen 
  • Krallen und Sperren 
  • Markierung einzelner sichtbarer Komponenten 
  • Sicherung loser Teile 
  • Ortungssysteme 

Sicherungssysteme im Überblick 

Auswahl des passenden Zubehörs 

  • Kosten-Nutzen-AbwĂ€gung 
  • Einbau 
  • Achtung: SchĂ€den durch unsachgemĂ€ĂŸe Montage! 

Tabelle: Vier hochwertige Alarmsysteme im Vergleich

AuszĂŒge aus dem E-Book

Sicherheitstechnische Schwachstellen bei Wohnwagen und Wohnmobilen

Die klassischen Bruchstellen liegen bei Campingfahrzeugen an den Fenstern, den AufbautĂŒren und den TĂŒren der Heckgarage (siehe Grafik auf der nĂ€chsten Seite). Auch große Dachluken stellen trotz des erschwerten Zugangs einen beliebten Angriffspunkt dar.

Die Fahrerkabine bietet bei vielen Fahrzeugen ebenfalls eine Möglichkeit zum Eindringen.

Beim Wohnwagen sind es meist die großen Fenster, die mit Hilfe eines Stemmeisens aufgehebelt werden. Aber auch der Schließzylinder der EingangstĂŒr kann leicht mit einem Dietrich geöffnet werden.

Nicht oder ungenĂŒgend gesicherte Caravans werden von findigen Dieben hĂ€ufig einfach an ein mitgebrachtes Zugfahrzeug angehĂ€ngt und weggeschleppt – oftmals voll bepackt, weil die Besitzer am nĂ€chsten Morgen ganz frĂŒh in den Urlaub fahren wollten.

Bei Reisemobilen erfolgen Einbruch oder Komplettdiebstahl meist ĂŒber die TĂŒren, da die Fenster höher liegen und nur mit einer Leiter erreichbar sind. Teilweise gehen die Langfinger hier mit einem Dietrich oder digitaler Technik ans Werk.

Bei der digitalen Variante wird das Funksignal des FahrzeugschlĂŒssels abfangen und mittels Sender an den FunkempfĂ€nger des Fahrzeugs wiedergegeben – schon ist die TĂŒr auf. Diese Vorgehensweise wird auch „Replay Attacke“ genannt. Die SicherheitslĂŒcke betrifft alle Modelle von Iveco Daily, Fiat Ducato, Citroen Jumper und Peugeot-Boxer ab Baujahr 2006.

Die hĂ€ufigsten „Angriffspunkte“ bei Wohnmobilen und Wohnwagen

Allgemeine Tipps fĂŒr sicheres Reisen

Ganz gleich, ob du in Deutschland oder im Ausland unterwegs bist – es ist immer gut, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Dies beinhaltet unter anderem die Wahl des Übernachtungsplatzes, die Sicherung des Fahrzeugs bei Abwesenheit und das richtige Verhalten in kritischen Situationen.

Hier einige Tipps:

Nicht auf RastplĂ€tzen ĂŒbernachten

Wie bereits eingangs kurz beschrieben, ist die Zahl nĂ€chtlicher ÜberfĂ€lle auf Reisemobilisten im Vergleich zur Anzahl der Reisenden verschwindend gering. Wenn man aber doch einmal etwas ĂŒber solche VorfĂ€lle liest oder hört, wurden die Taten fast immer auf RastplĂ€tzen oder AutobahnparkplĂ€tzen begangen.

Die Polizei rÀt daher immer wieder dringend dazu, diese Orte als SchlafplÀtze zu meiden. Stattdessen solltest du lieber offizielle CampingplÀtze oder Wohnmobil-StellplÀtze aufsuchen. Denn die Ganoven sind meist auf schnelle Beute aus und wollen danach wieder unbehelligt verschwinden.

Wir haben in vielen LĂ€ndern auch gute Erfahrungen mit StellplĂ€tzen und öffentlichen ParkplĂ€tzen in etwas abgelegeneren kleinen Dörfern und Ortschaften. Auch wenn wir so manches Mal dort alleine standen, hatten wir immer ein gutes GefĂŒhl dabei.

Und damit sind wir schon beim nÀchsten Punkt:

Auf das eigene BauchgefĂŒhl hören

Wenn du dich irgendwo unwohl fĂŒhlst, höre auf deinen Instinkt! Die innere Stimme lĂ€sst sich mit objektiven Kriterien nicht immer erklĂ€ren – und das muss auch nicht sein. HĂ€ufig nimmt das Unterbewusstsein Dinge wahr, die dem Verstand verborgen bleiben. In einem solchen Fall ist es ratsam, ohne große Diskussion mit sich selbst oder den Mitreisenden den Standort zu wechseln – lieber einmal zu oft als einmal zu wenig!

Fahrzeug stets abschließen

Auch bei kurzer Abwesenheit und erst recht in der Nacht solltest du den Camper inklusive aller Fenster, Stauklappen und Dachluken immer gut verschließen.
Achtung: Gerade in Touristenzentren, an SehenswĂŒrdigkeiten oder auf unbewachten ParkplĂ€tzen schlagen Diebe auch gerne tagsĂŒber zu.

Wertsachen mitnehmen oder aus dem Blickfeld rÀumen

Offen herumliegende Kameras, Kreditkarten oder Reisedokumente fĂŒhren Einbrecher unnötig in Versuchung. Wertsachen sollten daher so verstaut werden, dass sie nicht auf den ersten Blick durchs Fenster zu sehen sind. Wenn möglich, nimm sie mit auf deinen Ausflug, dann bist du auf der sicheren Seite.

Fahrzeug abfahrbereit halten

Um auf heikle Situationen zĂŒgig reagieren zu können, empfiehlt die Polizei, das Campingfahrzeug so abzustellen, dass eine schnelle Abfahrt möglich ist. Wir raten dir, beispielsweise die StĂŒtzen auf unbewachten ParkplĂ€tzen nicht herunterzufahren und die FahrzeugschlĂŒssel immer griffbereit aufzubewahren.

Nicht den Helden spielen

Sollte wirklich einmal ein Einbrecher am bewohnten Fahrzeug herumhantieren oder gar hineingelangen, versuche bitte nicht, die Person anzugreifen.
Im Zweifel ziehst du dabei den KĂŒrzeren und das ist keine Kreditkarte der Welt wert. Viel wichtiger ist es, besonnen zu bleiben und dir das Kennzeichen und eine TĂ€terbeschreibung einzuprĂ€gen – um den Rest muss sich dann die Polizei kĂŒmmern.

Vor Trickdieben in Acht nehmen

Es gibt immer wieder polizeilich bestÀtigte FÀlle, in denen Kriminelle eine Panne vortÀuschen, um hilfsbereite Reisende zu bestehlen.
Dies kann ein „liegengebliebenes” Auto am Straßenrand sein, oder aber gezielte Manipulation am eigenen Fahrzeug, zum Beispiel ein plötzlich auftretender platter Reifen nach einer Rast. Auch in einem solchen Fall hilft es, die Umgebung genau im Auge zu behalten und Wertsachen oder Geld stets so zu verstauen, dass sie nicht mit einem Griff „verschwinden” können.

(…)

Mechanische und elektronische Sicherungssysteme

Systeme gegen Einbruch

Um zu verhindern, dass ungebetene Besucher in den Camper eindringen, bietet der Fachhandel eine breite Auswahl an mechanischen und elektronischen Sicherheitssystemen an.

Einfache Lösungen wie Kontaktschalter, Schließbleche und Sicherheitsprofile kosten fast nichts und können ganz leicht selbst montiert werden. Diese Produkte stellen trotz ihres geringen Preises eine effektive Möglichkeit dar, um Diebe wirkungsvoll abzuschrecken.

Bei fest ein- und angebauten Einbruchsicherungen sind die Preise natĂŒrlich etwas höher. Die Montage sollte zudem unbedingt von einer Fachwerkstatt durchgefĂŒhrt werden. HierfĂŒr fallen zwar zusĂ€tzliche Kosten an, aber bei amateurhaften Montagen außerhalb des Fahrzeugs kann es durch unsachgemĂ€ĂŸe Installation und Abdichtung der Bohrlöcher zu WasserschĂ€den kommen.

Leider werden diese Defekte meist erst bemerkt wenn bereits ein großer Sachschaden entstanden ist. Man sollte also nicht am falschen Ende sparen!

(…)

Systeme gegen Diebstahl

Noch viel schlimmer als der Diebstahl von GegenstĂ€nden aus dem Fahrzeug ist es natĂŒrlich, wenn der geliebte Wohnwagen, das lang ersehnte Wohnmobil oder der aufwĂ€ndig ausgebaute Campingbus komplett „verschwinden“. Deshalb ist es besonders empfehlenswert, gerade auch fĂŒr diese FĂ€lle vorzusorgen.

Da manche Diebe recht dreist und professionell vorgehen, ist es heute ratsam, den Camper mit einer Kombination aus mehreren Systemen zu schĂŒtzen. HierfĂŒr bieten sich unter anderem folgende Maßnahmen an:

(…)

Hochwertige Alarmsysteme im Vergleich

Das Angebot an Alarmanlagen ist riesig und fĂŒr Laien teilweise nur schwer ĂŒberschaubar. Es gibt eine ganze Reihe an Systemen – vom einfachen Funkkontaktmelder zum Selbsteinbau bis hin zu modular erweiterbaren, komplexen Anlagen, die teilweise auch mit Gasmeldern gekoppelt werden können.

Und auch in punkto Budget ist praktisch fĂŒr jeden Anwender etwas dabei.

Um die Auswahl zu erleichtern, haben wir fĂŒr diesen Ratgeber ein paar ausgewĂ€hlte Systeme im Hinblick auf ihre Komponenten, Funktionsweisen, Erweiterungsmögilchkeiten, Preise sowie ihre jeweiligen Vor- und Nachteile
verglichen.

Es handelt sich hierbei um echte „High-End”-Anlagen, die auch im Profi-Bereich oft und gerne verbaut werden. Unsere Experten fĂŒr Caravantechnik und Sicherheit haben hier ihre langjĂ€hrige Erfahrung eingebracht und die aus ihrer Sicht besten Systeme herausgesucht, analysiert und bewertet.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit, sondern soll ledigich eine Entscheidungshilfe fĂŒr die Anschaffung hochwertiger Alarmsysteme darstellen: