California State Route 1

Traumstraße am Pazifik – California State Highway 1

Die Traumstraße von Kalifornien ist ohne Zweifel der weltberühmte Highway 1. Dieser verläuft über 1.055 Kilometer entlang der Westküste der USA. Die Endpunkte der Traumstraße sind im Norden Garberville – 320 Kilometer nördlich von San Francisco – und im Süden der Dana Point – 100 Kilometer südlich von Los Angeles – und so verbindet er unter anderem die beiden Metropolen miteinander. Der Highway wird offiziell California State Route 1 – kurz CA1, bezeichnet.

Update Mai 2017: Vor Kurzem gab es dort einen Erdrutsch (mehr dazu findet hier), sodass ein Teilabschnitt der Strecke aktuell gesperrt ist. Aber auch der Rest der Strecke ist definitiv eine Reise wert!

Fahrt über den CA-1

Die Küstenstraße zeichnet sich aus, durch traumhafte Buchten, schöne Aussichtspunkte, historische Brücken und eine atemberaubende Landschaft. Der Highway 1 führt zwar nicht nonstop an der Küste entlang, sondern auch immer wieder für einige Kilometer durch das Landesinnere, aber das tut ihrer Schönheit keinen Abbruch.

Mein Tipp: Auch wenn die Strecke kilometermäßig vielleicht an zwei oder drei Tagen zu schaffen ist – nehmt euch unbedingt Zeit und genießt die Route. Hier könnt ihr locker eine Woche oder länger verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt. 2-3 Tage könnt ihr jeweils für die beiden Metropolen, San Francisco und Los Angeles, einplanen und für die landschaftlich schöne Strecke dazwischen ebenfalls locker 3 Tage.

Nicht nur die anspruchsvolle Küstenstraße, mit teils sehr steilen und kurvigen Abschnitten, sondern auch die zahlreichen Aussichtspunkte und möglichen Wanderungen, sind Gründe für eine ausgedehnte Fahrt über den Highway No.1. Einige Etappen habe ich als “Stop & Go” – Abschnitte bezeichnet, denn hinter jeder Kurve könnte man wiederholt anhalten, Fotos machen und die Aussicht genießen. Es gibt außerdem wunderschöne Strandabschnitte, wo sich eine ausgedehnte Pause oder ein Picknick lohnt.

Auch für Radfahrer ist die Traumstraße am Pazifik ein beliebte Strecke. Was ich persönlich bemerkenswert finde, wenn man die beachtlichen Steigungen betrachtet. Alle Autofahrer sollten mit etwas Vorsicht um die Kurven cruisen, denn hinter jeder Biegung könnte ein Radfahrer radeln.

Eine mehrtägige Tour über den Highway 1 ist auch aufgrund der schönen Übernachtungsmöglichkeiten lohnenswert. Vor allem auf den drei Campingplätzen, entlang der Strecke – zwischen San Simeon und Big Sur. Sowohl Wohnmobile, als auch Zeltcamper sind hier willkommen. An dieser Stelle bekommst du übrigens einen Einblick, worauf du dich beim Reisen mit dem Wohnmobil durch die USA einstellen kannst.

Mein Tipp: Auch wenn es drei Übernachtungsplätze gibt, solltet ihr die Campingplätze – entlang der Traumstrecke – möglichst früh anfahren. An den Wochenenden, an Feiertagen und in der Hauptsaison, solltet ihr unbedingt über eine Reservierung nachdenken. Die Anfrage ist wesentlich größer, als die Anzahl der vorhandenen Stellplätze. Ausweichmöglichkeiten gibt es nur wenige und diese sind bei Weitem nicht so schön gelegen und vergleichbar teuer.

Campingplätze

Campingplätze – auf dem schönsten Abschnitt des Hwy. 1 – zwischen San Simeon und Big Sur:
Pfeiffer Big Sur Campground im gleichnmigen State Park – GPS: 36.251099, -121.783429
Kirk Creek Campground im Los Padres National Forest – GPS: 35.990080, -121.494970
Limekiln State Park Campground – GPS: 36.008822, -121.518256

Besonderheit für Besucher 2017

Der Highwayabschnitt zwischen San Simeon und Big Sur ist leider aufgrund eines großflächigen Erdrutsches und zusätzlich wegen umfangreichen Brückenarbeiten an der Pfeiffer Canyon Bridge mindestens bis Anfang 2018 gesperrt. Hier sollte am besten ab San Luis Obispo eine großzügige, gut ausgeschilderte Umleitung über den Highway 101 gefahren werden. Wer Zeit mitbringt, kann von Monterey den One-Way-Abschnitt bis zum Anfang von Big Sur und wieder zurück fahren. Aktuelle Updates der Straßensperrungen findet ihr bei Quickmap. Demnach ist leider ein großer und sehr schöner Abschnitt der Panoramastraße momentan nicht befahrbar. Die meisten Campingplätze haben zwar geöffnet, sind allerdings nur über sehr schmale, serpentinenlastige Bergstraßen zu erreichen.

Sehenswürdigkeiten

Zu den sehenswertesten Hotspots entlang des Highway Number One zählen generell der Sea Lion Point, der Pfeiffer Big Sur State Park, der Julia Pfeiffer Burns State Park mit seiner berühmten Pfeiffer Bucht und die Bixby Bridge.

Aber es gibt nicht nur tierische Highlights und Naturschönheiten auf der Strecke, sondern auch wirklich sehenswerte Ortschaften. So sind Besichtigungen von Santa Barbara – mit dem schönen Stadtzentrum und der Stearns Wharf, ein Abstecher nach Solvang – ein dänisches Dorf mitten in Kalifornien, eine Fahrt durch Carmel by the Sea – mit seinen wunderschönen Straßenzügen und Häusern, und Monterey – mit seinem schönen Hafen – unbedingt zu empfehlen.

Wie ihr seht, ist die Fahrt über den Highway 1 alles andere als eintönig und langweilig. Nehmt euch Zeit und genießt die Fahrt.

Seid ihr schon auf dem Highway 1 unterwegs gewesen? Was waren eure Highlights?

Fotos: (c) Tanja Klose

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hallo Tanja,

    Ja, der Highway N°1. Hat uns auch sehr gut gefallen, für uns war die “palo colorado road” ebenfalls ein kleines Highlight.

    Leider sind die Campinplätze wirklich sehr überteuert.

    Gruss
    andy

    1. Hallo Andy,

      von der Palo Colorado Road habe ich schon einiges gelesen. Sie soll ja ziemlich kurvig sein und viele sehr schmale Abschnitte haben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich uns die Fahrt mit einem größerem Wohnmobil dort zutrauen würde 😉
      Ja, das mit den Campingplatzkosten stimmt leider. Wobei die Plätze ja tatsächlich schön gelegen sind.

      Viele Grüße,
      Tanja

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