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Projekt Umbau VW-Bus: Mit dem Tuckerbus durch Europa, Teil 1

Projekt Umbau VW-Bus: Mit dem Tuckerbus durch Europa, Teil 1

Sie waren jung und hatten den Traum vom Reisen. Statt Willst du mich heiraten? fragte Tani seine Freundin Sarah vor drei Jahren: „Begleitest du mich auf meiner Reise?“ Die Antwort war ein klares Ja. Kurze Zeit später war Björn am Start. Nein, kein Kind und kein Hund. Björn ist ein umgebauter Bus, der die beiden im Team Tuckerbus ein Jahr lang auf ihrer Fahrt durch ganz Europa begleitet hat. Im ersten Teil berichtet das sympathisch-verrückte Paar über Plateau-Schuhe, Entkernungen auf dem Bürgersteig und den Moment, als sie den perfekten Bus gefunden hatten.

„Als unser Traum langsam Gestalt annahm, haben wir uns natürlich gefragt, wie wir uns so ein Leben unterwegs vorstellen. Zuerst wollten wir ganz klassisch mit Backpacks durch die Welt ziehen“, erinnert sich Tani. Der gelernte Krankenpfleger mit den tätowierten Armen hat ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen.
„Dann hatten wir überlegt, eine Motorradtour um den Globus zu machen. Aber dafür hätten wir sehr große Maschinen gebraucht“, fügt Sarah hinzu. Mit meinen kurzen Beinen wäre ich da nur mit Plateau-Schuhen bis zum Boden gekommen. Und die stehen mir so gar nicht.“ Tani und Sarah strahlen eine große Lebensfreude aus. Neugier. Und den Mut, etwas tatkräftig anzupacken, auch wenn man gar nicht genau weiß, wie.

Team Tuckerbus auf der Suche nach dem richtigen Fahrzeug

Nach einigen Überlegungen, kam der Entschluss, einen Van umzubauen. „Von unserem persönlichen Daniel Düsentrieb aller Kfz-Mechaniker haben wir den Tipp bekommen, nach einem VW T4 mit einem 1.9 Dieselmotor zu suchen“, weiß Tani. „Die wären auch nach vielen Kilometern nicht kaputtzukriegen.“
Die Suche begann. Im Internet, bei Autohändlern, bei Freunden. Es dauerte. Wer einen Bus umbauen möchte, sollte nie zu früh das Erstbeste kaufen. Schließlich ist das Fahrzeug die Basis für den weiteren Ausbau und hoffentlich viele, lange Reisen.

An einem Nachmittag, in der Pause auf der Arbeit, telefonierte Sarah mal wieder einem Inserat hinterher. Alles klang endlich richtig gut und sie war bereits sicher, dass es dieses Mal klappen würde. „Dann wurde mir gesagt, dass unser vermeintliches Traumauto genau an diesem Tag verkauft worden sei.“ Die Stimmung kippte. „Doch auf einmal schlug mir der Herr am Telefon ein anderes, noch besseres Angebot vor.“ Genau dieses Auto wurde dann später zu Björn!

„Ich weiß noch, wie wir schon beim Anblick des grünen Bullis ein gutes Gefühl hatten. Sarah startete den Motor, wir fuhren die ersten Kilometer und wussten sofort: Das ist er. Das ist unser Bus.“ Sarah und Tani grinsen, als sie daran zurückdenken. Ein Moment, der dem abenteuerlustigen Paar unter die Haut ging.

Entkernung auf dem Bürgersteig – Team Tuckerbus und der Van-Umbau

Als Team Tuckerbus den Van kaufte, waren schon ein Bett und ein Regal eingebaut. „Aber der Ausbau entsprach leider nicht unserem Bedürfnis, Vollzeit in einem Auto zu leben“, erklärt Tani. „Zwischen dem Kauf unseres treuen Begleiters und dem Start unserer Europareise lagen noch zehn Monate. Es musste rundgehen. Allerdings haben wir in den ersten Wochen nicht mehr geschafft als die Entkernung, die Isolierung und das Verkleiden des Innenraumes.“

Dann kündigten die beiden einen Monat vor der Abreise ihre Jobs. „Da begann die Hochleistungsphase des Ausbaus. Wir haben bis zum Tag vor unserer Abfahrt am Bus gearbeitet“, denkt Sarah zurück. „Am Freitag, bevor es losging, haben wir noch den TÜV für Björn bekommen und die Gasanlage abnehmen lassen.“

Wichtig war dem Paar beim Ausbau vor allem ausreichend Stauraum, ein Dachfenster und eine komfortable Sitzhöhe. „Die erste Zeit haben wir tatsächlich einfach bei uns auf der Straße gearbeitet“, berichtet Tani. Die Weltentdecker sind pragmatisch. „Für die Isolierung und die Seitenverkleidung war im Auto und auf dem Bürgersteig genügend Platz.“
„Wir mussten dann natürlich damit klarkommen, dass uns jeder Passant interessiert ins Auto starrte oder den einen oder anderen Verbesserungstipp gab“, sagt Sarah lachend. Später zogen sie auf Grundstücke von Familien und Freunden um.

Auch den Wohnraum innen haben Tani und Sarah komplett selbst ausgebaut. Selbst die Gasanlage und die Solardusche auf dem Dach sind ein originales Team Tuckerbus-Werk. „Bei ein paar Dingen, wie dem Dachfenster oder der Elektronik haben wir dann aber doch Hilfe in Anspruch genommen“, gibt Tani zu. Er lächelt und es scheint beinahe so, als wäre er auf dem Weg zu seinem ersten Date: „Mit jeder Schraube und jedem Holzteil, das wir einbauten, fühlten wir uns mehr verbunden mit unserem Bus.“

Wie Tani und Sarah den Innenausbau gemeistert haben, wo es am Ende am schönsten war und was sie anderen Campern raten, erfahrt ihr im zweiten Teil unseres Berichts. Weitere Details zur Reise könnt ihr auf ihrem Blog www.tuckerbus.com nachlesen.

Fotos (c): Tuckerbus

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