skip to Main Content
VanLife: Mein Leben „On the Road“

VanLife: Mein Leben „On the Road“

Mit diesem Post möchte ich euch erzählen, wie ich überhaupt dazu gekommen bin, ein Leben on the Road zu führen, wie ich meinen Balu fand, was ich alles an Board habe und was mir meine Zeit im Campervan so gezeigt hat.

So könnt ihr etwas mehr von mir kennenlernen. Denn wenn ich schon Autor hier bei CamperStyle sein darf, möchte ich auch, dass ihr wisst, wer hier schreibt und was mein Leben so ausmacht.

Sooo, wo fange ich denn da genau an!? Es gibt so vieles zu erzählen…

Am besten mal ganz von vorne:

Die Erfüllung meines Traums

Es war etwa im Oktober 2015, als ich die Zusage aus der Schweiz bekam, fünf Monate dort als Barkeeper zu arbeiten. Ich war überwältigt. Was sollte ich denn nur mit dem ganzen Geld machen, das ich dort verdienen würde. Ich grübelte kurz und kam zu dem Entschluss, mir meinen langjährigen Traum zu erfüllen:

Einen VW-Bus, um damit die Welt zu entdecken – das war es, was seit diesem Zeitpunkt durch meinen Kopf spukte. Die Freiheit spüren und endlich mein Heim auf Rädern haben. Ich begann also, im Internet auf diversen Seiten nach einem geeigneten Fahrzeug zu schauen.

In meinem Kopf war ein VW T3, entweder mit Falt- oder Hochdach, in einem Budget von 3.000 bis 5.000 Euro. Natürlich gibt es da einige zu finden, aber teilweise wäre daran doch noch einiges zu tun gewesen – vom Ausbau bis zur Rostentfernung.

Dann plötzlich war es um mich geschehen: Ich sah die Fotos dieses wunderschönen LT28 aus dem Jahre ’86, meinem eigenen „Baujahr“. Ich klickte mich durch das Angebot und wurde immer begeisterter. Wenige Kilometer, der Ausbau ein Traum und die Karosserie sah aus wie neu, kaum Rost. Ein fast 30 Jahre alter LT28 in traumhaftem  Zustand, aber für einen Preis von 7.500 Euro etwas über meinem Budget. Shit! So zerplatzt ein Traum.

Doch in den nächsten Tagen ging mir der LT nicht aus dem Kopf. Deshalb rief ich bei beim Verkäufer an und fragte nach einem Termin, um mir den Bus anzuschauen. Glücklicherweise war er noch nicht vergeben und ein paar Tage später fuhr ich mit meinem Dad nach Mönchengladbach, um einen Blick auf den LT zu werfen. Schnell war uns klar, das ist ein Top Bus.

Meine Großmutter war es schließlich, die mir das fehlende Geld vorstreckte und mir damit half, meinen Traum zu erfüllen – dank ihr konnte ich Balu nun mein Eigen nennen! Das war im November 2015.

Wie du siehst, gingen die Suche und der Kauf bei mir extrem schnell. Dies ist natürlich nicht immer der Fall. Manchmal dauert es Wochen oder Monate, bis das passende Herzensstück  gefunden ist!

Kleine Umbauten

Nach dem Kauf musste ich zurück in die Schweiz, um das geliehene Geld auch zurückzahlen zu können. Balu blieb bei meinen Eltern, denen ich an dieser Stelle einen großen Dank aussprechen muss. Denn sie gaben über den Winter alles, um Balu für unsere große Reise fertig zu bekommen.

Ein paar kleinere Anpassungen (neue Sitzbezüge im Wohnraum, eine neue Musikanlage etc.), neue Reifen und einen neuen Zahnriemen – und Balu war fertig für die Tour. Ich aber war nervös und gespannt zugleich, ob Balu die vielen tausend Kilometer überstehen würde. Aus diesem Grund ließ ich ihn im April 2016 von meinen Eltern in die Schweiz bringen.

Proberunde

Endlich ging es los: Ende April fuhr ich mit meinem Kumpel von der Schweiz bis nach Amsterdam, wo wir mit ein paar Freunden meinen 30. Geburtstag feierten. Danach machten Balu und ich nochmal kurz Station bei meinen Eltern, in Berlin und schließlich in Nürnberg, von wo aus ich am 18. Mai 2016 offiziell die ‚Life of Balu Tour‘ startete.

Da Balu die Proberunde problemlos überstanden hat, war ich ein wenig beruhigt und wurde mir immer sicherer, dass er mich auch auf einem längeren Road Trip nicht im Stich lassen würde. Ich tat und tue noch immer mein Bestes dafür, rede viel mit ihm, streichle ihn und fahre nicht schneller als 80 km/h. Denn mein Balu ist mit seinen 30. Jahren ja nicht mehr der Jüngste und muss mit Liebe behandelt werden. Ich glaube fest daran, dass er mir das zurück gibt, was ich ihm auch gebe

Und soll ich euch was verraten!?

Zum Zeitpunkt dieses Artikels sind wir schon etwa 11.000 Kilometer gefahren und hatten noch keine Probleme. *AufHolzKlopf*

Wichtiges für unterwegs

Sechs Monate sind es nur bereits, seitdem Balu und ich unseren gemeinsamen Road Trip begonnen haben – mit vielen atemberaubenden und einzigartigen Erlebnisse und Begegnungen.

Die Reise hat uns aber auch aufgezeigt, was wir unterwegs wirklich benötigen – und das möchte ich euch nicht vorenthalten, denn wenn ihr das erste Mal auf Tour geht, könnt du diese Ratschläge mit Sicherheit gut gebrauchen.

Im Folgenden findet ihr eine Aufzählung der Dinge, die wir unterwegs benötigen, die uns teilweise schon „das Leben gerettet“ haben oder die einfach wirklich nützlich sind!

  • Duct tape (Gewebeklebeband, auch „Ducktape“ genannt): das wichtigste Utensil in einem Van!
  • Feuchttücher: für einfach alles oder wenn man mal keine Dusche hat
  • Spielkarten: für die Schlechtwettertage
  • Kamera und Speichermedien
  • Kühlschrank
  • Stromwandler
  • Ventilator: für die heißen Tage
  • Bücher oder Kindle
  • Wasserkanister
  • Benzin-/ Dieselkanister: gibt einem ein sicheres Gefühl, wenn mal keine Tankstelle weit und breit zu sehen ist
  • Sicherungen und Ersatzlämpchen
  • Fahrrad und/oder Longboard: für Stadtbesuche
  • Diverse Sportgeräte: Slackline oder andere kleine Spiele
  • Moskitonetz & Moskitospray
  • Warme Klamotten: auch wenn man im Sommer unterwegs ist, man kann sich mal wandernd auf einem Berg wiederfinden und dort ist es selbst in warmen Jahreszeiten relativ frisch!

Ich hoffe, dass euch meine Tipps helfen konnten. Einige Dinge sind natürlich „Luxus“, aber es sollte an alle Situationen gedacht sein! Ihr werdet euch noch an mich erinnern… 🙂

Was die Zeit lehrt

Jede Reise ist etwas Besonderes und wird dafür sorgen, dass ihr euch selbst näher kommt. Sie wird euch staunen lassen, euch traurig machen und euch die tollsten Begegnungen schenken.

Somit sind wir schon beim ersten Thema: Sechs Monate habe ich die Reise mit meinem Balu alleine gemeistert. Immer wieder hatten wir großartige Menschen auf Streckenabschnitten dabei, wurden von anderen Van-Travelern begleitet und konnten so schöne Momente teilen.

Ich wollte diese Reise alleine machen, das Erlebnis für mich haben und die Einsamkeit spüren. Doch nach einem halben Jahr kann ich sagen: Jemanden an seiner Seite zu haben, ist ein Bonus, den ich mittlerweile sehr schätze.

Vor allem die Begegnungen sind es, die das VanLife für mich ausmachen. Es ist so spannend, welche Individuen und Geschichten man trifft. Ich habe so viel von jedem Einzelnen gelernt und konnte hoffentlich auch etwas von meiner Sichtweise weitergeben.

Weiter kann ich sagen, dass das VanLife einzigartig, spannend und angsteinflößend ist. All das zusammen bringt dir aber ein Gefühl der Freiheit und lehrt dich so viel. Gerade wenn man alleine unterwegs ist, gerät man in Situationen, die einen an die eigenen Grenzen bringen.

Diese werden euch manchmal in Verzweiflung stürzen. Doch ich kann euch sagen, wenn ihr diese Situation erfolgreich gelöst habt, werdet ihr tausendmal stärker daraus hervorgehen – seid euch dessen bewusst!

Die Zeit on the Road hat mein Leben verändert. Ich konnte mir endlich meinen Traum erfüllen und habe einen weiteren großen Schritt in das Leben als Digitaler Nomade gemacht.

Ich hoffe, dass dir meine Story Lust aufs VanLife gemacht hat, denn ich weiß aus meinen Erfahrungen, dass wahnsinnig viele Menschen diesen Traum in sich tragen, ihn aber nur selten ausleben. Also trau dich und begib dich auf ein Abenteuer, das dir so viel Freude und Erfahrungen bringen wird, wie du es nie erwartet hättest!

Hast du weitere Fragen, Anregungen oder Tipps für uns, dann ab damit in die Kommentare. Wir freuen uns über deine lieben Worte!

Peace & Love
Dein Mogli

Wenn ihr mehr von Mogli lesen wollt, klickt einfach auf seinen Namen in der Autorenzeile (direkt unter der Überschrift)!

Fotos: (c) Marcus „Mogli“ Breitfeld


Dir hat der Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit deinen Freunden!

Bitte bewerte diesen Beitrag:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Bei einer Bewertung speichern wir deine IP-Adresse um Mißbrauch zu verhindern. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hey Sarah,
    Vielen herzlichen Dank für deine Nachricht. Ich freue mich sehr das dir mein lifestyle gefällt.
    Zu deinen Fragen, es ist natürlich nicht einfach sich von materiellen Dingen zu trennen, doch kann ich dir sagen, es befreit ungemein. Außerdem heißt es ja auch nicht, das du den Lebenstil so ‚extrem‘ lebst wie ich es tue. Das Wochenende oder kurze Ferien sind doch erstmal ein Anfang um einen Eindruck zu bekommen.
    Zum Thema allein sein, klar macht es mehr Spass wenn man seine Erlebnisse teilen kann. Aber das ganze allein zu erleben ist eine Bereicherung die dir niemand nehmen kann… Warte nicht, sondern erlebe das Leben, auch allein!!!
    Ich hoffe du wirst diese Erfahrungen machen können!
    Liebste Grüße
    Mogli

  2. Da bekommt man Fernweh beim Lesen!
    Danke dafür 😉
    Das wäre auch ein großer Traum von mir , allerdings was mache ich mit meiner Wohnung, meinen geliebten lange gesammelten Möbeln und die wichtigste Frage , wie verdiene ich da wo ich bin Geld?
    Alleine … Hätte ich doch zuviel Respekt vor der Sache, andererseits wie lange soll man warten um jemanden zu finden der den Traum nicht nur mit einem träumt sondern auch erlebt ?!?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top