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Wohnmobilversicherungen: Leistungen und Preise vergleichen – mit Checkliste

Wohnmobilversicherungen: Leistungen und Preise vergleichen – mit Checkliste

Ein Wohnmobil hat meist einen relativ hohen Neuwert, die Handhabung ist – zumindest zu Beginn – sehr gewöhnungsbedürftig und das Fahrzeug steht viel im Freien. Drei ausschlaggebende Argumente, die zeigen, dass du dir bei der Wahl deiner Reisemobilversicherung ausreichend Zeit nehmen solltest – nur so kannst du schauen, welcher Versicherungsanbieter den besten Schutz für dein Fahrzeug bereithält.

Anbieter vergleichen – das A und O

Es gibt viele Anbieter für die verschiedenen Versicherungsarten rund ums Wohnmobil, sowohl im im Bereich der „normalen“ Kfz-Versicherungen als auch auf Campingfahrzeuge spezialisierte Unternehmen. Wenn du diese Anbieter miteinander vergleichst, wirst du schnell merken, wie unterschiedlich das Preis-Leistungsverhältnis ist. Sobald du dich mit dem Thema Versicherung auseinandersetzt, bekommst du ein Gefühl dafür, welche Leistungen für dich relevant und vor allem auch notwendig sind. Deshalb solltest du dir möglichst viele unverbindliche Angebote einholen und diese genau miteinander zu vergleichen. Erstelle dir dazu vorab eine Übersicht mit den Punkten, die dir besonders wichtig sind.

Falls das Reisemobilversicherung für dich absolutes Neuland ist, wirst du vielleicht noch nicht genau wissen, worauf es ankommt, und einige Begriffe werden dir spanisch vorkommen. Damit du besser zurechtkommst, haben wir dir einen Fragenkatalog sowie eine Checkliste erstellt, die dir zeigen, woran du denken musst.

Los geht’s!

Worauf muss ich bei den Leistungen meines Versicherungstarifes achten?

Neuwert- oder Zeitwertentschädigung

Das unterscheidet sich je Tarif und Anbieter. Manche Anbieter gewähren innerhalb von 24 Monaten nach der Erstzulassung unter bestimmten Voraussetzungen eine Neupreisentschädigung bei Totalschaden oder Verlust. Bei einigen gilt aber auch nur 6 oder 12 Monate. Wenn du dir ein Neufahrzeug zugelegt hast, macht es schon Sinn, bei der Wahl deiner Versicherung darauf zu achten, dass die Neupreisentschädigung so lange wie möglich gilt.

Einschränkung im Fahrerkreis

Nicht immer bietet der Versicherungstarif einen offenen Fahrerkreis und es kann zu Einschränkungen und altersabhängigen Tarifbeiträgen kommen. Ein uneingeschränkter Fahrerkreis macht die Sache natürlich einfacher und ist für viele ein ausschlaggebender Punkt bei der Versicherungswahl. Im Nachhinein ist es natürlich ärgerlich, wenn du mehrere Fahrer angeben möchtest und einen Anbieter mit eingeschränktem Fahrerkreis gewählt hast – der Beitrag steigt dann entsprechend in die Höhe. Also am besten vorab klären.

Altersbegrenzung für Fahrer oder Versicherungsnehmer

Achte bei dem Anbieter auch immer darauf, dass es keine Alterseinschränkungen gibt, die den Beitrag unnötig in die Höhe treiben und dich entsprechend eingrenzen. Ratsam ist, dass du auch diesen Punkt vorab klärst und sicher gehst, dass sich keine Überraschung in den Klauseln versteckt.

Altersbegrenzungen für das zu versichernde Wohnmobil?

Bei den allermeisten Versicherungen gilt eine Altersbegrenzung hinsichtlich deines Reisemobils. Wenn du ein Fahrzeug versichern möchtest, welches älter als 25 Jahre ist, wird es schwierig einen Versicherungsanbieter zu finden, der dir Kaskoschutz gewährt. Dadurch, dass diese Fahrzeuge trotz ihres Alters viel auf der Straße unterwegs sind, steigt das Risiko für den Versicherer. In dem Fall ist meist nur eine reine Haftpflicht möglich.

Darüber hinaus existieren für Fahrzeuge, die älter als 25 Jahre sind, auch spezielle Oldtimertarife. Dabei wird aber vorausgesetzt, dass die Nutzung nur zu bestimmten Anlässen erfolgt.

Kilometerbegrenzungen

Anders als zum Beispiel bei der PKW-Versicherung, gibt es es im Reisemobilbereich Anbieter, bei denen die Anzahl der Kilometer nicht begrenzt sind (wie zum Beispiel bei unserem Partner RMV, bei dem wir auch unsere Fahrzeuge versichert haben). Häufig ist auch keine Angabe der zu fahrenden Kilometern von Nöten, die sonst einen Einfluss auf die Höhe des Beitrages hätten.

Deckungssummen

Ebenfalls ein wichtiger Punkt, der bei den Versicherungsnehmern häufig etwas in Vergessenheit gerät: Es gibt sogenannte gesetzliche Mindestdeckungssummen. In Deutschland sehen diese wie folgt aus:

  • Personenschäden: 7,5 Mio. €
  • Sachschäden: 1,12 Mio. €
  • Vermögensschäden: 50.000€.

Bei den meisten Versicherungen ist sind die Deckungssummen höher – sie variieren aber je nach Anbieter. Ein Vergleich lohnt sich also auch hier!

Versicherungsschutz in EU- und Nicht-EU Ländern

Der Schutz gilt in der Regel in Europa sowie den außereuropäischen Gebieten der EU. Überlege aber vor Abschluss deines Vertrags, in welche Länder du voraussichtlich reisen möchtest und lass dir hierzu nochmals eine verbindliche Auskunft geben.

Schäden oder Verlust durch Fährüberfahrten (Havarie)

Die Klausel zur Havarie umfasst die Schäden oder den Verlust, die durch den Transport auf einer Fähre entstanden sind. In diesem Fall haftet meist die Vollkaskoversicherung. Aber auch das gilt vor Vertragsabschluss abzuklären, damit es im Fall der Fälle zu keiner bösen Überraschung kommt.

(Mit-)Versicherung von Zubehör

Das Zubehör des Wohnmobils ist nur mitversichert, wenn es fest mit dem Fahrzeug verbunden sind und bei der Neuwertangabe berücksichtigt werden. Häufig gilt: Sind die Zubehörteile dem Versicherer nicht bekannt, besitzen sie auch keinen Versicherungsschutz. Besonders praktisch ist, wenn die Versicherung eine Zubehörliste zum Ausfüllen aushändigt – so haben beide Parteien eine gute Übersicht.

Und wenn du ganz auf Nummer Sicher gehen möchtest und einen zusätzlichen Versicherungsschutz für dein persönliches Reisegepäck, TV, Handy, Fahrräder/E-Bikes sowie andere Sportgeräte wünschst, setzt du dich am besten mit der sogenannten Inhaltsversicherung auseinander. Dieser Zusatzschutz sichert lose Teile im Fahrzeug gegen Diebstahl, Schäden durch Unfall, räuberischer Erpressung, Überschwemmung oder Brand ab.

Sonder-Ersteinstufung für besonders junge Fahrer

Falls du zu den „jungen Hüpfern“ der Campingszene gehörst, sprich unter 25 Jahre alt bist und zum ersten Mal ein Wohnmobil versicherst, suche dir am besten einen Anbieter, der dir gewisse Vorteile gewährt wie z.B. die Einstufung in SF 2.

Möglichkeiten, um Kosten zu sparen

Selbstbeteiligung

Die Wahl der Selbstbeteiligung wirkt sich auf die Höhe der Prämie aus – d.h. je höher du die SB bei Vertragsabschluss wählst, desto geringer ist der zu bezahlende Betrag.

Die Auswahl der Versicherungsart sieht meist wie folgt aus:

  • Vollkasko mit 300 Euro SB inkl. Teilkasko mit 150 Euro SB
  • Vollkasko mit 500 Euro SB inkl. Teilkasko mit 150 Euro SB
  • Vollkasko mit 1000 Euro SB inkl. Teilkasko mit 150 Euro SB
  • Teilkasko mit 150 Euro SB
  • nur Haftpflicht

Einordnung der Schadenfreiheitsklasse

Die Höhe deines Versicherungstarifes hängt natürlich auch von der Einordnung deiner Schadenfreiheitsklasse ab, welche angibt, wie viele Jahre du bereits unfallfrei unterwegs bist.

Anders als bei der PKW-Versicherung werden bei der Wohnmobilversicherung maximal 20 Schadenfreiheitsklassen angeboten. Auch wenn du bereits etliche schadenfreie Jahre mit deinem Pkw hinter dich gebracht hast, bedeutet das nicht automatisch, dass du diese für dein Reisemobil übernehmen kannst – meist wirst du mit dem Womo neu eingestuft. Kurzum: Je sicherer du unterwegs bist, desto günstiger wird deine Prämie.

Dabei musst du aber nicht zwingend bei 0 starten. Dieter Scheffler, Versicherungsexperte von der RMV erklärt: “Manche Versicherungen bieten Sondereinstufungen an. Bei uns ist das zum Beispiel die SF8 für Versicherungsnehmer über 25 Jahren mit einem neu zu versichernden Fahrzeug, ohne dass ein Erstfahrzeug vorhanden sein muss.“

Saisonkennzeichen und Ruheversicherung

Wenn du definitiv nur während der Saison mit deinem Wohnmobil vorhast zu verreisen, dann besteht auch die Möglichkeit mit einem Saisonkennzeichen oder über eine temporäre Abmeldung ein paar Euro zu sparen. Dabei werden Steuer und Versicherungsprämie anteilmäßig berechnet.

Außerhalb der Saison greift z.B. bei Diebstahl oder Feuer die beitragsfreie Ruheversicherung, insofern die Voraussetzungen gegeben sind, wie z.B. die Tatsache, dass dein Fahrzeug auf einem umfriedeten Gelände (im besten Fall in einer Garage oder Halle) abgestellt ist.

Rabatte

Viele Versicherungsanbieter gewähren Rabatte. Beispielsweise wenn dein Wohnmobil über ein GFK-Dach verfügt, erhältst du meist einen Rabatt von bis zu 20 %. Grund: Die Hagelschutzbeschichtung in Form von glaserverstärktem Kunststoff reduziert Hagelschäden auf ein Minimum.

Zudem gibt es bei manchen Anbietern Nachlässe, wenn du im öffentlichen Dienst tätig und/oder bereits mit weiteren Versicherungen dort Kunde bzw. Kundin bist.

Auch ein Messebesuch kann sich durchaus lohnen – denn manche Versicherungsanbieter nehmen an mehreren Campingmessen im Jahr teil und gewährt Besuchern einen Messerabatt. Aufgrund der Coronakrise finden zwar derzeit keine Veranstaltungen statt, jedoch schadet es nicht, diesen Punkt im Hinterkopf zu behalten.

Vereinbarte Zahlungsweise

Was häufig nicht beachtet wird, ist die Auswirkung der Zahlungsweise. Bei monatlicher, quartalsweiser oder halbjährlicher Zahlungsweise zahlst du einen höheren Beitrag wenn du die Summe jährlich begleichst. Falls es dir also finanziell möglich ist, solltest du den Versicherungsbeitrag im Voraus fürs ganze Jahr zahlen.

Checkliste zum Herunterladen

Mit unserer Checkliste wollen wir dir helfen, alle Informationen zu den verschiedenen Versicherungsanbietern zu sammeln.

Wir empfehlen dir, die Liste mehrfach auszudrucken und für jedes Angebot die Daten einzeln einzutragen – ganz gleich, ob bei einer telefonischen Abfrage oder auf einer Messe. So vergisst du keinen wichtigen Punkt und kannst am Ende alle Preise und Dienstleistungen nach einem strukturierten Schema vergleichen.

Klick dafür einfach auf das Vorschaubild oder auf diesen Link und lade dir die Datei auf deinen Rechner.

 

Falls du noch Fragen zu dem Thema hast oder noch Vorschläge zur Ergänzung des Beitrages hast, dann schreib uns unter redaktion@camperstyle.de 

 

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