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Designt für Dagobert: Der ROMOTOV von W2

Designt für Dagobert: Der ROMOTOV von W2

Weiß glänzt die Oberfläche im Licht. Lounge-Licht sickert durch die runden Fenster. Wie ein kleines Raumschiff steht der Caravan ROMOTOV von W2 in der Gegend herum. Als hätte ihn jemand bestellt und nicht abgeholt. Dabei könnt ihr das Schnäppchen schon ab 300.000 Euro haben! Das Besondere: Der ROMOTOW kann um 90 Grad ausgefahren werden, sodass ihr zusätzlich zum Innenraum noch eine überdachte Terrasse habt. Kann man Stühle draufstellen. Im Gewitter. Aber schauen wir uns die Yacht auf Rädern doch mal genauer an.

Die Abkürzung ROMOTOW steht für „room to move“ und ersetzt laut des neuseeländischen Unternehmens W2 „das schwerfällige und lästige Konzept eines normalen Wohnwagens“. Ja, gut aussehen tut der ROMOTOW. Fast ein bisschen so, als wäre er mit einem iPhone verwandt. Der Anhänger hat ausschließlich runde Ecken und fällt auf der Straße ganz sicher auf. Die größte Besonderheit des Caravans ist, dass es eine zentrale Kabine gibt, deren Rahmen um 90 Grad vom Chassis aus ausschwingen kann, sodass dadurch ein überdachter Außenraum entsteht. Das sieht schick aus und erweckt den Eindruck, dass so im Stand neue Wohnfläche entsteht – vielleicht mit zusätzlichen Betten oder einer erweiterten Küche.
Doch es ist einfach nur eine leere Terrasse, deren größter Sinn darin zu bestehen scheint, dass man mit seinen High Heels nicht die nasse Wiese betreten muss, um draußen zu sitzen.

Luxus-Inneneinrichtung beim ROMOTOW

Dabei macht W2 aber fairerweise auch kein Geheimnis daraus, dass der ROMOTOW zur Luxusklasse der Wohnwagen gehört. Im Inneren gibt es ein Schlafzimmer mit Queen Size Bett und großen Fenstern. Außerdem ist das Kopfteil der Schlafstätte so ausgerichtet, dass ihr euch daran jederzeit entspannt zurücklehnen und Filme genießen könnt. In der Mitte des Caravans gibt es ein geräumiges Badezimmer mit Dusche und Toilette und vorne wartet eine voll eingerichtete Küche mit Lounge für das Dinner – mit 180-Grad-Blick natürlich.
Selbstredend setzt sich das luxuriöse Design im Inneren fort. Edle Armaturen, viel Holz, indirektes Licht.

Dank spezieller Materialien ist der ROMOTOW sehr stabil und relativ leicht. 3,5 bis 4 Tonnen soll er laut W2 auf die Waage bringen. Etwa 6 Meter ist er lang. Unter anderem wurde eine Menge Carbon verbaut – auch im Chassis. Im gesamten Konstrukt befindet sich damit kein Stahl. So ist der Wohnwagen nicht anfällig für Rost!
Der Trailer besteht aus zwei Teilen. Einmal aus der Wohneinheit und einmal aus der Halterung für die ausfahrbare Terrasse. Die Schaustoff-Isolierung ist 60 Millimeter dick und der ROMOTOW ist so designt, dass er auch Schneelasten tragen kann. Vielleicht könnt ihr dann auf der Terrasse skifahren.
Außerdem gibt es Platz und Vorrichtungen für Solarpaneele und Wassertanks, falls es mal richtig abenteuerlich werden soll auf Sylt.

 

Jahre des Wartens auf den ROMOTOW

Der ROMOTOW kann allerdings nicht nur als Camper genutzt werden, sondern auch als Messeanhänger, Showroom oder sogar als Food-Truck.
Die Idee vom ROMOTOW kursiert übrigens schon seit sechs Jahren. Allerdings geben die Gründer des Unternehmens zu, dass es schwer war, genügend Kapital zusammenzubekommen. Ende 2016 endlich begann der Bau des Prototyps und nun Ende 2018 soll tatsächlich bald das erste Modell zum Kauf auf den Markt kommen.

W2 – Idee und Unternehmen

Das Unternehmen W2, das hinter dem ROMOTOW steckt, befindet sich in Christchurch, Neuseeland. Drei Chefs haben an der Idee „mitgekocht“. Bauingenieur Stuart Winterbourn und Architekturdesigner Matthew Wilkie sind die Gründer der Firma. Später kam Nic de Mey hinzu, der als erfahrener Bootsbauer heute die Konstruktionsabteilung leitet.

Die erste Vision vom ROMOTOW hatte Matthew Wilkie, als er mit seinem Sohn im Park spielte. „Ich habe über vergangene Campingurlaube nachgedacht und überlegt, wie ich gern möchte, dass sich unser Sohn daran erinnert.“ Also machte er anschließend einige Zeichnungen. „Es ist ja so, dass sie Suche nach dem perfekten Platz, einem See, Sonne, Privatsphäre und Aussicht eine Menge Zeit in Anspruch nimmt“, erklärt Matthew. „Und da wollte ich einen Wohnwagen kreieren, der eine höher gelegene Terrasse hat und ein Schlafzimmer mit großen Fenstern, sodass man überall perfekt entspannen und die Aussicht genießen kann.“

Ob sein Sohn dafür wohl die Investition von 300.000 Euro zu schätzen weiß? Oder ob seine schönste Erinnerung nicht einfach der Badespaß am See und das Fußballspielen auf der Wiese sein werden?

Fotos (c): ROMOTOW


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