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Traumhaftes Griechenland: Wandern auf dem Peloponnes

Traumhaftes Griechenland: Wandern auf dem Peloponnes

Der Peloponnes, das sind idyllische Buchten mit glasklarem Wasser. Traumhafte Stände, an denen das Abschalten vom Alltag leicht fällt. Urige Orte, in denen noch das echte griechische Leben zu spüren ist. Der Peloponnes hat aber noch mehr zu bieten als Ruhe und Kultur, nämlich viel unberührte Landschaft, die sich am besten bei einer Wanderung entdecken lässt.

Schluchtwanderung mit Blick aufs Meer

Nachdem wir einige Tage im kleinen Ort Kardamyli das faule Strandleben genossen haben, wurde das Bedürfnis nach Bewegung immer größer. Wie praktisch, dass direkt im Ort die Wanderung durch die Viros-Schlucht beginnt.

Ausgerüstet mit Wasser, Obst und leckeren, griechischen Snacks vom Bäcker starten wir morgens um 10.00 Uhr unsere Tour. Auch die Hunde sind voller Vorfreude und springen ausgelassen durch das trockene Flussbett.

Der mit blauen Punkten markierte Weg führt die nächsten eineinhalb Stunden stetig bergauf. Große Steine, kleine Steine, Felsbrocken – das Laufen fordert unsere Konzentration, um nicht umzuknicken. Mal zweigt links ein kleiner Weg zu einem Kloster ab, mal rechts zu einem Ort. Unser Ziel ist aber das Kloster Moni Sotiros, das inmitten des Taygetos Gebirges liegt. Deshalb heißt es für uns einfach dem Flussbett zu folgen, bis wir oben ankommen.

Hier legen wir eine kurze Pause ein und füllen unser Wasser am vorhandenen Brunnen wieder auf. Ab jetzt geht es über einen breiten Schotterweg zurück bis nach Aghia Sofia. Weit komme ich nicht, denn der Ausblick zieht mich so sehr in seinen Bann, dass ich ihn in Ruhe genießen will. Waren wir vorhin noch von Felswänden umgeben, kann ich nun frei bis aufs Meer schauen.

In Aghia Sofia machen wir – den Hunden zuliebe – eine weitere kurze Pause, bevor wir die letzten Kilometer über alte Steinstufen und einen schmalen Wanderweg zurück nach Kardamyli laufen.

Insgesamt brauchen wir für die Strecke 3,5 Stunden, die Pausen eingerechnet.

Mein Fazit:

Die Viros Schlucht ist landschaftlich abwechslungsreich und lässt sich gut laufen. Ein wenig Kondition sollte man jedoch mitbringen, da der Weg durch das Flussbett durchaus anstrengend ist.

Startpunkt der Wanderung:
Aus Kalamata kommend, zweigt am Ortseingang direkt nach der Brücke links, eine kleine Straße ab. Hier kann man parken und sofort loslaufen.
Koordinaten: 36°53’26.3″N 22°13’58.2″E

Wandern auf alten Pfaden – der Eselsweg in Leonidio

Leonidio macht sich in den letzten drei Jahren vor allem als neues Klettergebiet einen Namen. Und wo so viele Berge sind, da lässt es sich meistens auch wandern. Als es im Januar auf dem Peloponnes zu einem untypischen Kälteeinbruch kommt, entscheiden wir uns bei 4 Grad gegen das Klettern und für das Wandern.

Rund um Leonidio gibt es einige alte Eselspfade, die sich zum Laufen anbieten. Wir wählen die Route zur Viehzuchtsiedlung Vaskina, da diese Tour eine der schönsten in der Gegend sein soll.

Ungefähr 5 km außerhalb Leonidios parken wir den Bus bei den sogenannten Twin Caves, einem Klettersektor. Der Weg beginnt als breiter Schotterweg, wird dann für wenige Meter geröllig und ab dann zum gut erhaltenen alten Eselspfad mit seinen großen Steinpflastern. Viel mehr als der Weg selber, fesselt mich allerdings die umliegende Berglandschaft. Die Aussichten sind fabelhaft und die kalten Temperaturen genau richtig. Die ersten zwei Kilometer geht es nämlich stetig bergauf und ich komme tatsächlich ins Schwitzen.

Oben angekommen, können wir über das gesamte Tal und Leonidio bis aufs Meer schauen. Es fällt uns schwer, uns von diesem Ausblick loszureißen, aber wir wollen noch einen Teil des insgesamt 8,8 km langen Weges gehen, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

Auf der anderen Seite des Plateaus erwartet uns erneut ein traumhaftes Bergpanorama mit schneebedeckten Gipfeln. Schweren Herzens entscheiden wir uns aber nach vier Kilometern, langsam den Rückweg anzutreten. Der Himmel zieht sich zu und ein eisiger Wind kommt auf, es soll später tatsächlich schneien.

Gerade rechtzeitig, bevor das Wetter kippt, erreichen wir den Bus und wärmen uns bei einer heißen Tasse griechischen Bergtees wieder auf.

Mein Fazit:

Der alte Eselspfad ist jeden Schritt wert. Wer ihn bis zum Ort Vaskina gehen möchte, sollte sich ausreichend Wasser und Verpflegung mitnehmen, denn dort oben gibt es nichts zu kaufen.

Geführte Wanderungen werden in Leonidio von walk4fun angeboten.

Koordinaten des Startpunkts:
37°10’29.3″N 22°50’27.7″E

Fotos: (c) Nima Ashoff

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Hat den Spaß am Campen mit 38 entdeckt. Seit 2015 lebt sie in einem Oldtimerbus und reist quer durch Europa. Mit dabei sind ihr Partner und ihre Hunde.

Lieblingsspots: Griechenland und Spanien.

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