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Warum das Reisen mit Baby kein Ende haben muss

Warum das Reisen mit Baby kein Ende haben muss

„Dann war es das ja jetzt erstmal mit Reisen.“

Jede reisefreudige, werdende Mutter wird diesen Satz mit absoluter Sicherheit nicht nur einmal zu Ohren bekommen haben. Ich selbst habe diesen oder ähnliche Sätze so einige Male zu hören bekommen. Daraufhin habe ich stets die Stirn gerunzelt und gegrinst, aber sicherheitshalber erstmal meinen Mund gehalten. Wer kann schon vorhersehen, wie das Leben so läuft, wenn das Kind erstmal da ist?!

Aber ich habe mich jedes Mal im Stillen gefragt: „Wieso um alles in der Welt sollte das Reisen zu Ende sein, wenn das Baby da ist?“.

Unsere Tochter ist jetzt ein halbes Jahr alt und bis heute habe ich keine Antwort auf diese Frage gefunden. Unpraktisch, aufwändiger, teurer, mehr Arbeit? Sicher verändert sich das Reisen durch ein Kind, das steht ausser Frage. Klar, alles wird etwas aufwändiger, es wird etwas mehr Planung nötig und auch einige Reiseländer sind mit einem Baby eher unpraktisch. Aber wieso sollte das Reisen plötzlich aufhören?

Gerade am Anfang – nach den erste Tagen oder Wochen der Eingewöhnung – ist das Reisen relativ komfortabel, wenn die Mutter stillt. Das Baby schläft die meiste Zeit, wenn es hungrig ist, hat Mama alles dabei und auch zum anschließenden Wickeln findet man eigentlich überall einen Platz und wenn es zur Not der Rücksitz oder Kofferraum vom Auto ist.

Ab sofort keine Roadtrips mehr?

Babys sollen nicht lange im Kindersitz, bzw. in der Babyschale sitzen, deshalb fallen lange (Auto-)Fahrten weg. Gutes Argument, aber muss deshalb der ganze Roadtrip platzen? Oder darf es deshalb keine langen Anfahrten zum Urlaubsort mehr geben? Babyschalen, die man liegend machen kann, machen das Fahren für das Baby angenehmer. Aber generell kann man sich doch einfach auf kürzere Fahretappen einstellen. Ausgedehnte Pausen oder kürzere Fahrten mit ein oder mehreren Zwischenübernachtungen sind doch einfach machbar.

Ein Baby im Wohnmobil, wie soll das gehen?

Das geht sogar ganz wunderbar. Aus meiner Sicht ist Camping (im Wohnmobil oder Wohnwagen) die komfortabelste Lösung für eine Reise mit Baby. Im Campinggefährt hast du ausreichend Platz, alles dabei, das Maximum an Flexibilität und der Nachwuchs hat immer die selbe Umgebung und muss sich nicht umstellen. Hier findest du weitere Vorteile, wieso das Wohnmobil die beste Lösung für eine Reise mit Baby ist.

Ein Städtetrip mit Baby unvorstellbar?

Ganz und gar nicht. Gerade Städtetrips sind in der Regel mit Babys jeden Alters gute Möglichkeiten, um mal rauszukommen. Die meisten Babys schlafen friedlich im Kinderwagen und so lassen sich sogar Museumsbesuche oder vorgezogene Restaurantbesuche – gerade wenn die Babys erst ein paar Monate alt sind – wunderbar realisieren. Wir waren mit unserer Tochter das erste Mal auf einem Städtetrip, da war sie zwei Monate alt. Jetzt im Nachhinein fragen wir uns, wieso wir das nicht häufiger gemacht haben.

Wanderungen sind jetzt nicht mehr denkbar?

Wandern mit Baby ist dank Tragetuch oder Tragehilfe ebenfalls kein Problem. Du solltest das Baby möglichst schon vorab an die Tragehilfe gewöhnen, ansonsten kann es im Urlaub schnell mal Theater geben. Falls frau abgestillt hat, sind auf Wanderungen Thermoflaschen/ -becher oder -taschen für Fläschchen oder Brei tolle Wegbegleiter.

Fernreisen sind ab sofort erstmal nicht mehr möglich?

Ob Nah- oder Fernziele: Das müssen alle Eltern für sich entscheiden und ist ganz sicher auch vom Baby abhängig. Mit einem gesunden, entspannten Baby wagt man sicher eher eine Fernreise, als anders. Für ein Baby ist im Flugzeug kein eigener Sitz vorgeschrieben, wer das als Ausscheidekriterium nehmen möchte, kann immer einen Sitz für das Baby (samt Babyschale) dazu buchen.

Mit einem Baby wird die Reise viel teurer?

Die Mehrkosten sind mit Baby – ausser vielleicht beim eigenen Sitz im Flugzeug – eher unerheblich. Die meisten Unterkünfte, Transportunternehmen (wie Fähren, Lifte …), Sehenswürdigkeiten, Museen … sind für Babys kostenlos. Natürlich müssen Windeln und Brei (sofern nicht selbstgekocht wird) zugekauft werden, aber das müsste zuhause auch.

Ein Baby macht auf der Reise viel mehr Arbeit?

Mehr Arbeit ist es meiner Meinung nach nicht, ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es weniger Arbeit auf Reisen ist, als es zuhause wäre. Vorausgesetzt die Mama fährt nicht alleine mit dem Baby in den Urlaub. Zuhause übernimmt in der Regel zu 90% die Frau die Arbeit mit dem Baby. Im Urlaub kann die Arbeit geteilt werden, Mama wird entlastet und Papa hat keine Alltagsarbeit im Nacken und oft sogar Spaß daran, auch mal für den Nachwuchs da zusein.

Das Baby schreit immer an den unpassenden Stellen?

Hier ist einfach ein wenig Flexibilität gefragt. Natürlich kannst du mit Baby nicht immer alles planen: Du stehst im Museum und das Baby schreit aus Leibeskräften und lässt sich nicht beruhigen? Dann kürzt du den Besuch eben ab. Einige Museen sind sicher so kulant und du darfst zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal kostenlos rein – Fragen kostet ja nichts. Das Baby mag im Hotel partout nicht einschlafen und du denkst nur an die Zimmernachbarn? Auf geht es noch eine Runde im Kinderwagen um den Block. Geh einfach ganz entspannt an die Reise ran und du wirst sehen, die Entspannung überträgt sich auf das Baby. Ansonsten bringt dich Flexibilität einen ganzen Schritt weiter.

Ganz bestimmt kann man sich noch viele weitere Punkte aus den Fingern saugen, weshalb das Reisen mit Baby ein Ende hat. Aus meiner Sicht passt hier am besten der Satz: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

Wie siehst du das? Hat das Reisen mit Baby ein Ende oder fängt es gerade erst an? Wir freuen uns auf deinen Kommentare.

Fotos: (c) Tanja Klose


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Liebt das Reisen, Schreiben und Fotografieren. Sie reist mit Partner und Tochter bevorzugt im Wohnmobil.

Lieblingsspots: Kanada & Norwegen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hallo Tanja,

    Ich kann dir voll und ganz zustimmen. Unsere Tochter ist jetzt 14 Monate alt und es gab bisher keine Reise, die wir nicht machen konnten. Viel mehr ist das Kind ein weiterer Antrieb auch verschiedene Unternehmungen zu machen. Je nach eigenen Vorlieben wird das Reisegepack etwas größer und man fährt nicht mehr „mit Händen in den Hosentaschen“ los.

    1. Hallo Christian,

      vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrungen. Gerade Deine Ansicht „ein weiterer Antrieb auch verschiedene Unternehmungen zu machen“, finde ich super. Man muss manchmal eben auch einfach mal was anderes ausprobieren. Ich wünsche euch viele weitere, spannende Reisen zu dritt.

      Viele Grüße,
      Tanja

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