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Wildcamping in Portugal – Regeln und Tipps für einen gelungenen Urlaub

Wildcamping in Portugal – Regeln und Tipps für einen gelungenen Urlaub

Portugal – das Land im äußersten Südwesten Europas fasziniert durch seine abgelegene Lage. Am rauen Atlantik gelegen, lockt es mit endlosen Stränden, spannenden Städten, köstlichem Portwein und sehr viel Lebenslust. Von Deutschland aus ist es mit dem Camper eine ganze Ecke zu fahren bis zur portugiesischen Grenze (je nach genauem Start / Ziel rund 2.500 km). Der weite Weg lohnt sich aber. Wir haben uns in einem Sommerurlaub aufgemacht, haben Frankreich und Spanien durchquert und ein paar sehr entspannte Wochen campend im Norden Portugals verbracht. In diesem Artikel gebe ich dir ein paar Tipps für deinen gelungenen Camping-Urlaub und erläutere die Regeln für das Wildcamping in Portugal – einem wunderschönen Land.

Einige Fakten über Portugal

Portugal hat insgesamt nur knapp über 10 Millionen Einwohner und ist mit rund 112 Einwohnern je Quadratkilometer bei weitem nicht so dicht besiedelt wie Deutschland (bei uns leben rund 231 Einwohner auf einem Quadratkilometer). Allerdings ist das Land mit ca. 17 Millionen Touristen pro Jahr eines der meistbesuchten Länder der Welt. Diese Zahl macht erst mal wenig Hoffnung auf entspanntes und einsames Camping. Die gute Nachricht lautet allerdings, dass sich die Touristen vor allem an der Algarve im Süden des Landes und rund um die Hauptstadt Lissabon konzentrieren. Portugal bietet aber viel mehr. Gerade im Norden findest du einsame Strände, im Hinterland Weinregionen und Berge sowie die attraktive zweitgrößte Stadt des Landes – Porto. Nördlich von Lissabon, in Nazaré, lockt zudem eine der größten Wellen überhaupt Surfer aus aller Welt und immer mehr Zuschauer. Das sind gute Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen Camping-Urlaub, aber sind die Portugiesen Campern gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen?

Regeln für das Wildcamping in Portugal und eigene Erfahrungen

Wildcamping ist in Portugal grundsätzlich verboten. Durchgesetzt wird dieses Verbot vor allem während der Hauptsaison und in den bei Touristen beliebten Regionen. Ansonsten gelten die Portugiesen Campern gegenüber als aufgeschlossen. Das entspricht auch unserer Erfahrung. Wir haben es zwar nicht bis an die Algarve geschafft, allerdings hörten wir von anderen Reisenden, dass es dort sehr dürftig aussieht mit Möglichkeiten zum freien Camping. Im Norden hingegen haben wir sogar mehrere Tage wild an einem Strand gestanden, Stranddusche und -Toilette inklusive. Normalerweise solltest du beim Wildcamping möglichst nur eine Nacht an einem Ort stehen und dich so unauffällig verhalten, dass niemand die Übernachtung überhaupt bemerkt. Letzteres gilt natürlich auch in Portugal, mit dem Unterschied, dass du hier so schöne, lauschige Plätze finden kannst, die sich auf jeden Fall auch für mehr als eine Nacht eignen. Selbstverständlich gilt hierbei – wie überall auf der Welt – die Regel, dass nach der Übernachtung nichts auf ebendiese hindeuten sollte. Hinterlasse keinen Müll und mache in den Sommermonaten auf keinen Fall offenes Feuer. Die Brandgefahr ist in Portugal nicht nur zu dieser Zeit extrem hoch. Die App „iOverlander“ eignet sich auch in Europa, um etablierte und wilde Stellplätze und sonstige nützliche Adressen für Reisende und Camper zu finden.

Wenn du auf der Suche nach einem schönen Wildcampingplatz kein Glück hast, bleiben die regulären Campingplätze, die in Portugal in der Regel bezahlbar sind. Es gibt mehrere Internetseiten, auf denen du nach geeigneten Plätzen in verschiedenen Kategorien suchen kannst.

  • Unter VisitPortugal.com findest du eine Suchmaske für Campingplätze, wobei du nach diversen Merkmalen filtern kannst (Seite auch auf deutsch).
  • Auch auf Autocaravanismo.pt gibt es umfangreiche Informationen zu den Regionen, Anfahrtsrouten, zu Stell- und Campingplätzen und Versorgungsstationen.
  • Auf der Seite Campingcarportugal.com können sich alle Reisenden mit Informationen zum Thema Camping in Portugal versorgen. Unter anderem gibt es hier auch eine Suchfunktion nach „Service Areas“ (die letzen beiden Seiten gibt es nur auf Englisch).

Du findest in Portugal neben den klassischen, großen Campingplätzen auch naturnahe, einfache Plätze, auf denen du Kontakt zu Einheimischen bekommen kannst. Wann immer wir uns mal ein wenig mehr Infrastruktur als unser Strandbadezimmer gewünscht haben, haben wir auf solche Plätze zurückgegriffen. Die Besitzer waren immer sehr herzlich und haben uns mit Informationen über die jeweilige Region versorgt.

Fazit

Portugal eignet sich hervorragend für einen Campingurlaub. Wenn du auf der Suche nach möglichst entspanntem, naturnahem oder freiem Camping bist, solltest du auf die Reisezeit und die Region achten. Bist du außerhalb der Hauptsaison im Hochsommer unterwegs und vermeidest die Touristenhochburgen insbesondere im Süden des Landes, dann findest du traumhafte Ecken. Unter www.visitportugal.com gibt es nicht nur Informationen zu Stellplätzen, sondern auch allerlei hilfreiche Informationen über das Reiseland im Allgemeinen. Boa viagem!

Fotos: (c) Ali Ramthun


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Ist mit Mann Malte und Landrover „Dulli“ in Übersee unterwegs. Liebt Abenteuer, das minimalistische Reisen und exotische Länder.

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