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Noch mehr Camperpower im Redaktionsteam: Willkommen, Katja (und Matilda)!

Noch mehr Camperpower im Redaktionsteam: Willkommen, Katja (und Matilda)!

Ihr habt ja schon einiges von ihr gelesen, heute wollen wir sie euch auch endlich in einem ausführlichen Interview vorstellen: Unsere Autorin Katja.

Katja ist nicht nur eine tolle Schreiberin, sondern auch Minimalistin, liebt Yoga und reist gemeinsam mit ihrer Tochter Matilda – am liebsten mit dem Camper Richtung Süden.

Wann bist du dem Campingvirus verfallen?

Katja: Relativ spät würde ich sagen. Vor 8 Jahren lebte mein damaliger Freund in einem Hanomag Henschel, von Mercedes Benz. Das fand ich genial: diese Unabhängigkeit. Vier Jahre später kaufte ich mir dann einen Bulli T3, Baujahr 1985. „Hilde“ war einmalig! Ich habe nie ein schöneres Auto besessen. So begann eigentlich alles.

Wie viel Zeit im Jahr verbringst du im Wohnmobil?

Katja: Für meine Begriffe immer noch viel zu wenig. (Lacht)
Von April bis Oktober sind wir nahezu jedes Wochenende damit weg. In den Sommerferien waren wir 6 Wochen in Spanien unterwegs. Ich kenne viele, die in ihrem Wohnmobil leben. Für eine gewisse Zeit würde ich das auch gern machen, dafür müsste ich meine Tochter aber aus der Schule nehmen. Vielleicht mach‘ ich das irgendwann.

Das heißt, auch du hast keinen „klassischen“ Bürojob – womit verdienst du dein Geld?

Katja: Nein, meinen „klassischen Bürojob“ habe ich letztes Jahr endgültig aufgegeben. Ich bin seit ein paar Monaten „YouTuberin“, schreibe einen Blog über alternatives Leben, produziere Imagefilme und schreibe für diverse Onlinemagazine. Das bringt schon etwas Geld ein. Ich lebe auch ziemlich minimalistisch und brauche daher kein großes Einkommen.

Was hast du in deinem „früheren Leben“ gemacht?

Katja: Ich bin seit über 15 Jahren in den Medien tätig. Zuerst war ich beim Radio und die letzten Jahre beim Fernsehen. Als mich das klassische Burnout heimsuchte, überdachte ich meine Berufswahl und meine Einstellung zum Arbeiten. Ich war schon immer ein Workaholic. Aber alleinerziehend, mit Kind und einer 60-Stunden-Woche, das konnte nicht lange gut gehen. Auch stand ich irgendwann nicht mehr hinter den Formaten, die ich für das private Fernsehen produzieren musste. Alles musste immer reißerisch sein und vieles wurde inszeniert oder übertrieben dargestellt, das widersprach mir zutiefst. Ich wollte wirkliche Geschichten, Geschichten mit Mehrwert für die Zuschauer. Deshalb drehe ich jetzt selbst. Qualitativ nicht immer perfekt, weil ich keine gelernte Kamerafrau und Cutterin bin, aber auf YouTube zählt vielmehr der Inhalt. Das habe ich in den letzten Monaten verstärkt gemerkt.

Du bist mit deiner Tochter unterwegs – ist sie das geborene Camperkind oder musste sie sich erst an das minimalistische Leben gewöhnen?

Katja: Meine Tochter hat das Campingleben von Anfang an geliebt. Sie ist gerne in der Natur und genießt die Fahrten, auch wenn sie noch so lang sind. Nach 6 Wochen Spanien im Wohnmobil war sie echt geknickt wieder in einem „Steinhaus“ schlafen zu müssen. Sie ist die ideale Begleitung auf Tour und es ist nie langweilig mit ’nem Clown an Bord. (Lacht)

Was bedeutet Freiheit für dich?

Katja: Freiheit bedeutet für mich selbstbestimmt leben zu dürfen. Dinge zu machen, weil sie mir Spaß machen, nicht weil sie mir aufgetragen werden oder die Gesellschaft es fordert. Ich tue mich sehr schwer mit den Zwängen der Gesellschaft. Dieses „das haben wir schon immer so gemacht“, „so ist das eben“, „das geht nun mal nicht anders“ widerstrebt meinen Idealen zutiefst.

Wohin zieht es euch besonders?

Katja: Ganz klar nach Spanien. Ich habe selbst vier Jahre auf den Kanaren gelebt, meine Tochter zwei davon. Es ist ihre Heimat. Wir lieben die Menschen, die Sprache, die Strände, die Kultur und das Wetter. Wir waren auch schon woanders, auch schon weiter weg, in Indien zum Beispiel. Aber Spanien, und besonders die Kanaren, haben einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen.

Was darf auf keiner eurer Reisen fehlen?

Katja: Tablet, Powerbank und Internet. Ich weiß, das klingt wenig romantisch, ist aber tatsächlich das Wichtigste für mich und ganz viel Papier zum Malen für meine Tochter.

Möchtest du irgendwann ganz ins Wohnmobil ziehen?

Katja: Für immer wahrscheinlich nicht. Aber für eine längere Zeit sehr gerne. Ich tendiere zu einem Leben im Bauwagen bzw. Tiny House. Das hat ja auch Räder statt ’nem Fundament.

Abschließend noch ein paar Fragen in aller Kürze:

Campingplatz oder Wildcamping?
Wild, wilder, Wildcamping 😉

Meer oder Berge?
MEEEEER <3

Nordkapp oder Portugal?
Portugal. Aber die Nordlichter möchte ich trotzdem irgendwann mal sehen.

Grillsteak oder Zucchini-Auflauf?
Definitiv die vegetarische Variante

Autobahn oder Landstraße?
Landstraße

Vielen Dank, liebe Katja – wir wünschen dir und Matilda viele weitere tolle Reisen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Katja: Ich danke euch!

Und wenn du gleich mal ein bisschen was von Katja lesen möchtest, kannst du hier all ihre bisherigen Beiträge lesen. Tipp: Die Rezeptideen haben es uns ganz besonders angetan! 🙂

Weitere Infos von und über Katja findest du auf ihren eigenen Kanälen bei YouTube und auf ihrem Blog Peace Love and Om. Dort berichtet sie über ihre Reisen im Camper, widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit und schreibt über die etwas andere Art zu leben.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Super Interview! Klasse, die Autoren auch mal so persönlich kennenzulernen. Vieles von dem, was Katja sagt, ging mir auch schon durch den Kopf. Super, wie sie lebt und sich entschieden hat!
    LG
    Sarah

    1. Liebe Sarah, vielen Dank für deinen Kommentar! Wir drücken dir die Daumen, dass du auch bald den Weg gehen kannst, den du dir wünschst 🙂 Das wird sich alles finden – bleib dran! Liebe Grüße, Nele.

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