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„Hygge“ im Schnee – Warum du Wintercamping ausprobieren solltest

„Hygge“ im Schnee – Warum du Wintercamping ausprobieren solltest

Also eines direkt vorweg: Im Schnee ist Wintercamping am schönsten – finde ich jedenfalls. Der Blick in der Dämmerung auf verschneite Wipfel oder einen winterlichen See ist einfach unbezahlbar. Und mal ehrlich: Warum solltest du für deinen Winterurlaub ein teures Hotel buchen und dein mobiles Zuhause im Winter ungenutzt lassen?

Wintercamping im Skigebiet

In den Skigebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es zahlreiche Plätze, die nur wenige hundert Meter von der Piste entfernt liegen und sich extra auf den Winterbetrieb eingerichtet haben. Mit allem Zipp und Zapp: Vom Trockenraum für deine nasse Skikleidung über Stauraum für die Ausrüstung findest du hier bis zur Sauna alles, was dein Sportlerherz begehrt. Auch Leihausrüstung wird von manchen Plätze angeboten. Dein Après-Ski-Getränk kannst du so mit Blick auf die Piste direkt auf dem Campingplatz und mit Gleichgesinnten genießen. Klingt doch verlockend, oder?

Aber auch beim Städtetrip im Winter musst du auf deine gewohnte Unterkunft nicht verzichten. Ein paar Plätze für verschiedene Aktivitäten stellen wir dir in Kürze zusammen.

Wintercamping an der See

Wie wäre es mit einem Winterurlaub an der Nord- oder Ostseeküste? Mehr Ruhe kannst du kaum finden. So geht das, was die Norweger und Dänen „hygge“ nennen, von ganz alleine. „Hygge“ ist ja seit ein paar Jahren in aller Munde (ich meine, eine schwedischer Möbelriese hat den Begriff auch bei uns populär gemacht) und lässt sich ins Deutsche in etwa mit „eine gemütliche Atmosphäre, in der man zusammen mit netten Leuten das Gute des Lebens genießt“ übersetzen.

Zu „Hygge“ gehört demnach ein gemeinsames Essen mit Kerzenlicht (Brandmelder gehören in jedes WoMo/ jeden Caravan), netten Menschen sowie Zeit und Ruhe. Und genau deshalb ist Wintercamping mindestens genauso schön wie im Sommer. Denn: Camping im Winter ist, zumindest meiner Erfahrung nach, anders und auch die Leute, die man auf dem Platz antrifft, sind irgendwie anders. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Plätze an den Küsten im Winter wesentlich weniger stark frequentiert sind. Hier kommt dann auch noch das auf, was früher gang und gäbe war: Man kennt sich und man hilft sich. Was könnte auch mehr verbinden, als das Gefühl, zu den Hartgesottenen zu gehören? Zu denen, die bei Wind und Wetter unterwegs sind und nicht nur bei Sonnenschein? Anders herum könnte ich auch sagen: Wer keinen Wert auf Kontakt legt, der sollte sich das mit dem Wintercamping vielleicht noch einmal überlegen. Einladungen auf ein gemeinsames Heißgetränk am Feuerkorb sind keine Seltenheit.

Wenn du selbst (noch) kein Wohnmobil besitzt, kannst du übrigens bei unserem Partner PaulCamper eines mieten – dort gibt es auch jede Menge wintertaugliche Fahrzeuge. Die Camper sind mit gesamten Camping-Equipment ausgestattet, was besonders für deine erste Camping-Erfahrung im Winter praktisch ist. Was die Begriffe „wintertauglich“ bzw. „winterfest“ genau bedeuten und wie du deinen Camper für die kalten Tage vorbereitest, erfährst du in diesem Artikel.

Silvester bei Nudeln mit Tomatensoße

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote aus meinem persönlichen Wintercamping-Erfahrungsschatz: Ich war einmal mit Freunden und unseren zwei Wohnmobilen auf Fehmarn, um dort Silvester zu verbringen, als in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember ein echter Schneesturm losbrach. Als gebürtige Rheinländerin bin ich im Umgang mit Schnee eher unerfahren und habe so etwas zuvor noch nicht erlebt.

Als wir am Silvestermorgen das Wohnmobil verlassen wollten, waren wir bis zur halben Tür eingeschneit und auf der ganzen Insel ging nichts mehr. Sogar die Brücke über den Sund wurde gesperrt. Den Platz zu verlassen, war unmöglich – außer vielleicht zu Fuß, aber dazu war es viel zu windig und der nächste Ort zu weit weg. Unser vorbestelltes Silvestermenü in einem Restaurant im Ort konnten somit wir vergessen und auch einkaufen war nicht drin. Und so machten wir das Beste draus und verbrachten Silvester zu viert mit einem etwas absonderlichen „Festessen“, das wir aus unseren Notvorräten zusammenstellten – in der Hauptsache handelte es sich um Nudeln mit Tomatensoße aus der Tüte.

Zum Glück hatten wir unsere Gasvorräte ordentlich aufgefüllt und mussten nicht frieren. Den Sekt, den wir um Mitternacht bei Starkwind am Strand tranken, bekamen wir von unseren Standnachbarn geschenkt. So absurd es klingen mag: Es gibt kaum andere Jahreswechsel, an die ich mich so gut und auch so gerne erinnere, wie an diesen. Und: Wir hatten „hygge“ entdeckt, bevor es das Wort in den deutschen Sprachschatz schaffte.

Gegen Einschneien kannst du natürlich nichts machen, aber wie du dein Wohnmobil winterfest machst und dich vor anderen unangenehmen und vor allem vermeidbaren Überraschungen schützt, liest du in unserem Artikel Wintercamping: Tipps für kuschelige Tage im Schnee“

Foto: (c) Bastianp01


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Verdient ihr Geld mit Schreiben, um es dann für Reisen wieder auszugeben. Hat mehr als zwanzig europäische Länder bereist, die meisten davon per Campingbus oder Wohnmobil – vom Nordkapp bis nach Marokko, von Luxemburg bis Polen.

Lieblingsspots: San Sebastian, Lissabon & Schweden

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