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Wohnmobil oder Wohnwagen kaufen – Entscheidung, Finanzierung, Spartipps

Wohnmobil oder Wohnwagen kaufen – Entscheidung, Finanzierung, Spartipps

Geht es nach den Zahlen des Caravaning Industrie Verbands (CIVD), findet der Urlaub in den eigenen vier rollenden Wänden immer mehr Anhänger. Die Branche vermeldet ein Rekordjahr nach dem anderen und auch auf den Messen reißen die Besucherströme nicht ab. Auf dem Caravan Salon Düsseldorf, der weltweit größten Messe für Reisemobile und Freizeit, fluteten rund 250.000 Menschen auf der Suche nach den neuesten Camping-Trends die Düsseldorfer Messehallen, auf der CMT in Stuttgart waren es sogar um die 260.000 Besucher.

Wer mit dem Gedanken spielt, ein eigenes Freizeitmobil, ob Caravan oder Wohnmobil, zu erstehen, kann auf diesen Messen alles in Augenschein nehmen, was der Camping-Markt zu bieten hat. Die Palette geht los bei sympathischen Caravan-Winzlingen wie dem Kulba Teardrop für rund 8.000 Euro, der trotz 3,30 Meter und 1,83 Meter Höhe alles Nötige für einen entspannten Urlaub an Bord hat und wegen seiner geringen Maße perfekt in jede Garage passt – und endet bei 12 Meter langen Wohnmobil-Giganten wie dem „Völkner Performance S“ für schlappe 1,5 Mio. Euro, der mit Spülmaschine, integrierter Aufschnittmaschine (Wer braucht das eigentlich?) und einer Garage für den mitgeführten Sportwagen puren Luxus verspricht.

Ganz gleich, in welcher Preisklasse du dich bewegst – wenn du mit der Anschaffung eines eigenen Campers liebäugelst, solltest du dir im Vorfeld viele Gedanken machen. Wir erklären dir, worauf es ankommt.

Wohnmobil oder Caravan kaufen? – Tipps zur Klärung

Vor dem Kauf besser erst mal mieten

Aufgrund des großen Angebots und vielerlei verlockender Rabatte soll so manch unbedarfter Messebesucher die Hallen schon als stolzer Besitzer eines brandneuen Wohnmobils wieder verlassen haben. Ohne jemals zuvor gecampt zu haben, selbstverständlich. Die Vorstellung, mit einem eigenen Wohnmobil oder Caravan ganz selbstbestimmt und flexibel die schönsten Fleckchen auf unserer Erde zu erkunden, kann einem schon ziemlich den Kopf verdrehen. Trotzdem solltest du besser keine Spontankäufe machen. Und das gilt nicht nur für das 1,5 Millionen teure Völkner-Mobil samt Garage, sondern grundsätzlich für den Kauf eines jeden Freizeitmobiles.

Zu groß ist die Gefahr, dass du dir das freie ungebundene Lotterleben an Bord eines Wohnmobils ganz anders vorgestellt hast, als es tatsächlich ist. Zugegeben, wir als Camper sagen dir, die Gefahr ist ziemlich gering, aber sie lässt sich nicht gänzlich wegdiskutieren. Warum also ein Risiko eingehen. Leih dir stattdessen für ein paar Wochen dein Traum-Gefährt aus und geh auf große Testfahrt. Nur durch Ausprobieren bekommst du verlässliche Antworten auf die Frage, ob diese Form des Reisens etwas für dich ist. Und die Frage der Finanzierung ist noch einmal eine ganz anderer Punkt, den wir weiter unten im Text ausführlich behandeln.

Weitere Informationen findest du in unserem Artikel „Mieten statt kaufen“.

Entscheidungshilfe: Caravan oder Wohnmobil – Pros und Contras  

Ist die grundsätzliche Entscheidung fürs Campen gefallen, bleibt nur noch die spannende Frage, ob für dich ein Wohnmobil oder ein Caravan das geeignete Haus auf Rädern darstellt. Fragst du langjährige Camper, gibt es unzählige Argumente für die eine, aber auch für die andere Form des Reisens, die fast schon an einen Glaubenskrieg erinnern. Wir haben dir die wichtigsten Punkte zusammengetragen: 

Vor- und Nachteile rund um den Caravan

  • Für einen Caravan spricht der im Vergleich zum Wohnmobil wesentlich günstigere Anschaffungspreis. Ein absoluter Pluspunkt für Menschen mit etwas dünnerer Kapitaldecke.
  • Auch die Unterhaltskosten sprechen für einen Caravan, der als Anhänger natürlich billiger zu nutzen ist, als ein Wohnmobil. Dagegen ist ein WoMo ein vollwertiges komplettes Fahrzeug. Mit der Folge, dass sämtliche Fahrzeugteile, ähnlich wie bei einem Auto dem Verschleiß unterliegen, was die Unterhaltungskosten, vor allem bei älteren Modellen, deutlich in die Höhe treibt. Man denke nur an einen drohenden Motorschaden.
  • Größere Beweglichkeit vor Ort. Mal schnell Einkaufen fahren oder Sehenswürdigkeiten in kleinen engen italienischen Städtchen begucken? Mit dem Wohnwagen-Gespann kein Problem. Auf dem Campinglatz angekommen, wird abgekuppelt und das Zugfahrzeug steht jederzeit für einen Ausflug bereit, ohne dass der komplette Hausstand erst umständlich verstaut werden muss.

Vor- und Nachteile rund um das Wohnmobil

  • Unabhängigkeit von Campingplätzen. Ganz für sich sein und fern von jeder Zivilisation den Sonnenuntergang betrachten. Das geht nur mit dem Wohnmobil.
  • Schneller am Ziel sein. Anders als für Gespanne gelten für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen keine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Autobahn. Für Fahrer von Gespannen ist schon bei 80 km/h, mit Ausnahmegenehmigung bei 100 km/h Schluss.
  • Heute hier, morgen da. Wohnmobilfahrer bleiben selten lange an einem Platz. Sie haben das Abenteurer-Gen und genießen das unkomplizierte Reisen mit ihrem Fahrzeug. Ankommen, parken, fertig. Wohnwagen-Fahrer haben direkt nach Ankunft ein ganz anderes Programm zu absolvieren, bevor sie zum gemütlichen Teil des Tages übergehen können. Sie sind mit Rangieren, Abkuppeln und Stützen runterfahren gern mal eine halbe Stunde beschäftigt.

Zu diesem Thema haben wir einen sehr ausführlichen Artikel: Wohnmobil, Kastenwagen, Campingbus oder Wohnwagen – der große Vergleich

Ist nun geklärt, ob du in Zukunft zur Fraktion der Wohnwagen-Fahrer gehören oder am Steuer eines Wohnmobils sitzen wirst, gehen wir zur wichtigsten Frage der kompletten Planung über: Wie finanzierst du den ganzen Spaß?

Die Finanzierung – So erfüllst du deinen Traum

Glaubt man dem Kraftfahrtbundesamt, waren im Jahr 2018 rund eine halbe Million Wohnmobile zugelassen – Tendenz, ganz klar steigend. Bei Preisen ab 35.000 Euro für ein neues Reisemobil wundert es nicht, dass rund zwei Drittel der Fahrzeuge fremdfinanziert sind. Hier sind eben Beträge erreicht, die nur die wenigsten von uns mal eben auf dem Konto haben. Also keine Sorge, wenn es dir ähnlich geht.

Um dir deinen großen Traum zu erfüllen, musst du nicht mal über viele Jahre streng sparen. Mit Hilfe der folgenden drei Alternativen kommst du trotz geringer oder ganz fehlender Eigenkapital-Decke schnell an dein Wunsch-Fahrzeug. Wir zeigen dir Vor- und Nachteile von Finanzierung und Leasing [1] auf und klären die Frage, welche Alternative für dich die Beste ist.

Das Leasing

Leasing ist äußerst beliebt. Kurze Laufzeiten, immer das neueste Modell fahren und dafür nur kleine monatliche Raten zahlen. Hört sich zunächst ganz danach an, als ob Leasing der perfekte Weg sei, um ein Fahrzeug zu finanzieren. Aber wie meistens, steckt auch hier der Teufel im Detail. Im klassischen Sinne fällt Leasing nicht unter eine Finanzierung, sondern ist eine Gebrauchsüberlassung gegen Geld. Rechtlich ist Leasing also nichts anderes, als ein Auto-Mietvertrag über eine längere Dauer. Mit dem kleinen Unterschied, dass du als Leasingnehmer für Reparaturen und Versicherungen ganz allein verantwortlich bist.

Deine Rechte und Pflichten als Leasingnehmer

Du wirst zu keinem Zeitpunkt Eigentümer des Fahrzeugs. Ein klarer Nachteil. Das wird dann zum Problem, wenn sich deine Lebensumstände ändern und du das Fahrzeug gern abgeben möchtest. Ein Verkauf ist aus dem eben erwähnten Grund nicht möglich. Stattdessen ist eine Übernahme des Leasingvertrages durch einen Dritten eine Chance, das Fahrzeug samt Leasingvertrag abzustoßen. Hierzu müssen allerdings Leasinggesellschaft und unter Umständen eine beteiligte Bank zustimmen. Verschiedene Börsen im Netz helfen beim Auffinden von potentiellen Leasingübernehmern. Weil du kein Eigentümer wirst, darf dir auch die Nutzung von Vertragswerkstätten und der Abschluss einer Vollkaskoversicherung vom Leasinggeber vorgeschrieben werden. Und: Am Ende der Laufzeit hast du für die erfolgten Zahlungen keinen Gegenwert in den Händen.

Unterschiede Kilometer-Leasing und Restwert-Leasing

Ist die vereinbarte Leasingdauer beendet, musst du das Fahrzeug zurückgeben und dann wird es spannend. Die Höhe deiner Leasingrate wurde nach dem Restwert bestimmt, den dein Fahrzeug nach Ende der Leasingdauer voraussichtlich haben wird. Erreicht dein Auto diesen Restwert nicht, musst du das finanziell ausgleichen:

Bei einem Kilometerleasing-Vertrag darf dein Fahrzeug später nur die dort vereinbarte Kilometerleistung haben. Das sorgt für gute Kalkulierbarkeit. Daneben darf das Fahrzeug bei Abgabe nur die für die Leasingdauer üblichen Gebrauchsspuren aufweisen. Jeder Mangel, der darüber hinaus geht, senkt den Restwert deines Fahrzeugs, was, du ahnst es schon, später durch dich ausgeglichen werden muss.

Bei einem Restwert-Leasing dagegen ist der optische und technische Gesamteindruck des Fahrzeugs nach Leasingablauf entscheidend. Jeder Mangel, der nicht der normalen Abnutzung entspricht, führt zu einer Restwertsenkung, für die du aufkommen musst. Achtung: Selbst ein Wertverlust, der aufgrund der Marktlage eingetreten ist, (Aktuelles Beispiel: Dieselskandal) wird dir zugerechnet. Ein unvorhersehbares, unkalkulierbares Risiko, wie man nun weiß. Besser: Finger weg!

Umsatzsteuer bedenken

Im Gegensatz zu einem normalen Kreditvertrag musst du für Leasingraten als Privatperson happige 19% Umsatzsteuer bezahlen. Bist du selbstständig, kannst du diese Steuermehrbelastung im Rahmen deiner Umsatzsteuervoranmeldung als durchlaufenden Posten verrechnen.

Der Ratenkredit

Der Klassiker. Das Prinzip ist klar, die Bank deines Vertrauens leiht dir das nötige Kleingeld für das Objekt deiner Begierde, du erwirbst es und zahlst den Betrag in Raten samt Zinsen über den festgelegten Zeitraum ab. Bei einem Ratenkredit erhältst du also einen bestimmten Darlehensbetrag, den du innerhalb eines festgelegten Zeitraums mit immer gleichen Raten zurückzahlen musst. So kannst du sicher mit deinem Budget kalkulieren und hast finanzielle Planungssicherheit. Auch kannst du den Kredit jederzeit ablösen und dein Fahrzeug „freikaufen“. Nicht zu vergessen: Der Ratenkredit lässt dich am Ende der Vertragslaufzeit nicht mit leeren Händen dastehen. Statt nur Mieter bist du Eigentümer deines erträumten Freizeitfahrzeugs.

Vor Abschluss eines Kreditvertrages sollte immer ein Kassensturz erfolgen. Nur so erhältst du einen Überblick, welche Kredithöhe in deinen finanziellen Rahmen passt.  Stell deine festen monatlichen Einnahmen deinen Ausgaben gegenüber, beziehe dabei auch unregelmäßige Posten wie die einmal jährlich fällige Autoversicherung mit ein. Rechne im Zweifel eher mit höheren Ausgaben und sei vor allem ehrlich zu dir selbst, damit deine Finanzierung nicht zur untragbaren Belastung wird. Ausgestattet mit diesem Wissen, kannst du selbstbewusst den Gang zu den Banken antreten. 

Zwei Alternativen: Hausbank oder Händler

Kredit von deiner Hausbank

Für viele sicher der logischste Weg, an ein Darlehen zu kommen. Der Vorteil: Deine Hausbank kennt dich und deine Liquidität, das macht die Abwicklung unkompliziert. Insbesondere, wenn du dort schon jahrelang ein Konto hast, kann deine Bank deine finanziellen Möglichkeiten sehr gut einschätzen. Bei der Finanzierung von Wohnmobilen oder Caravans empfiehlt es sich, mit der Bank ein sogenanntes Verbraucherdarlehen abzuschließen. Beachte hierbei, dass der jeweils ausgehandelte Zinssatz sehr von deiner Bonität (siehe unten) abhängt.

Der Verbraucherkredit ist in §491 BGB [2] geregelt und dient deinem Schutz als Verbraucher. Pflichtangaben, wie der effektive Jahreszins, geben dir die Möglichkeit, die Konditionen der unterschiedlichen Kreditverträge gut miteinander zu vergleichen. Die Bank ist noch vor Kreditabschluss verpflichtet, diesen Zinssatz zu berechnen und dem Verbraucher mitzuteilen.

Info: Der effektive Jahreszins (Effektivzins) gibt die jährlichen Gesamtkosten eines Kredits an. Beim Effektivzins fließen auch Zinseszinseffekte, Gebühren und alle weiteren Kosten rund um das Darlehen in die Berechnung ein. Je niedriger der Effektivzins, desto besser für dich.  

Nachteil: Zur Sicherheit verlangen die meisten Bank deinen Fahrzeugbrief. Ist der Kredit für WoMo oder Caravan vollständig abgetragen, muss das Fahrzeug nicht mehr als Sicherheit dienen und der Fahrzeugschein geht in deinen Besitz zurück.

Vorteil: Kommst du in den Genuss eines unerwarteten Geldsegens wird dir die folgende Option gefallen: Ein Verbraucherdarlehen mit fest vereinbartem Zinssatz kann immer frühzeitig zurückgezahlt werden. In der Regel macht die Bank dafür aber eine Vorfälligkeitsentschädigung bis zu 1 % des vorzeitig abgelösten Darlehensbetrages geltend, aber du bist auf einen Schlag deinen Kredit los.

Kreditabwicklung direkt über deinen Händler

Fast jeder Wohnmobil- und Caravanhändler bietet eine Finanzierung an. Teils arbeiten sie mit Banken zusammen, die sich direkt auf Darlehen für Freizeitfahrzeuge spezialisiert haben, teils nutzen sie die Finanzierungservices der großen Händler. Natürlich sind Händler in erster Linie Händler und keine ausgebildeten Finanzberater. Sie werden aber ausführlich von ihren Partnerbanken geschult, so dass du auch eine qualifizierte Beratung erwarten darfst. Hast du Zweifel, lass dir durch einen anderen Händler ein Zweitangebot machen.

Mach dir klar: Schließt du den Autokredit beim Händler direkt ab, verzichtest du auf eine gute Verhandlungsposition als Barzahler. Grundsätzlich kann es besser sein, den Kredit bei einer Drittbank abzuschließen, dann beim Händler bar zu zahlen und dafür einen deutlichen Rabatt auszuhandeln. Die zeigen sich bei Barzahlung gern kulant, da sie das Risiko unbezahlter Raten bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit nicht fürchten müssen.

Möchtest du die Finanzierung über den Wohnmobilhändler laufen lassen, hast du drei unterschiedliche Optionen:

  • Den klassischen Ratenkredit (siehe oben)
  • Der Ballonkredit (Kredit mit Schlussrate)
  • Die Drei-Wege-Finanzierung 

Um mit besonders günstigen monatlichen Raten zu locken, bieten Händler bzw. die vertretenen Banken zwei besondere Formen der Finanzierung an: Den Ballonkredit und eine Variante davon, die Drei-Wege-Finanzierung.

Der Ballonkredit trägt seinen Namen sehr zu Recht. Um auf besonders niedrige Rückzahlungsraten zu kommen, greift die Bank zu einem kleinen Trick. Anders als beim Ratenkredit läuft die Tilgung nicht über den kompletten Betrag der Darlehenssumme, sondern nur über einen Teil davon. Zur Berechnung wird die voraussichtliche Nutzungsdauer des Fahrzeugs zugrunde gelegt. Aus dieser Dauer bestimmt sich der Restwert des Fahrzeugs nach Ablauf der Kreditdauer. Genau dieser Restwert wird bei der Tilgung aber ausgespart. Während der Laufzeit tilgst du daher nur einen geringen Teil des Fahrzeugpreises. Der Restwert des Fahrzeugs wird, ähnlich wie ein großer Ballon, auf einen Schlag als eine hohe Schlussrate fällig. Sie kann bis zu 50 Prozent von der Kreditsumme ausmachen. Eine Anschlussfinanzierung ist möglich, kann aber teuer werden, was ein klarer Nachteil dieser Art der Finanzierung ist und den ursprünglichen Vorteil der kleinen, für einen begrenzten Zeitraum feststehenden Raten aufhebt. Du hast nach Auslauf der Kreditdauer folgende Möglichkeiten: 

  • Du begleichst die noch ausstehende Summe und wirst Eigentümer des Wagens. Alternativ kannst du das Fahrzeug verkaufen und den erlösten Kaufpreis für die Ablösung des Ballon-Kredits verwenden.
  • Du tilgst die noch offene Schlussrate mit einer Anschlussfinanzierung.

Die sogenannte Drei-Wege-Finanzierung ist eine Unterform der Ballonfinanzierung. Auch hier wird die große Schlussrate während der Laufzeit nicht getilgt. Nach Abschluss der Laufzeit hast du neben den oben erwähnten Möglichkeiten eine dritte Option:

  • Du kannst das Fahrzeug an den Händler zurückgeben und so Zug um Zug dein Darlehen tilgen. Je nach Zustand deines Wagens wird eventuell eine Nachzahlung nötig.

Die Bonitätsprüfung:

Die Prüfung der Kreditwürdigkeit ist unangenehm, aber leider ein absolutes Muss, wenn es um die Erteilung eines Kredits geht. Grundlage einer Bonitätsprüfung sind deine zu erwartenden Einnahmen, Vermögenswerte, aber auch Schulden, die du zu tragen hast. Stehst du in einem festen Angestelltenverhältnis und hast keinen negativen SCHUFA-Eintrag, stehen deine Chancen sehr gut. Selbst deine Hausbank, die deine Finanzen eigentlich in- und auswendig kennen müsste, ist zur Bonitätsprüfung verpflichtet. Das liegt daran, dass sie das Risiko eines Kreditausfalls durch mögliche Kreditnehmer klein halten möchte. Zum anderen hat sie eine Sorgfaltspflicht, dich vor drohender Verschuldung zu schützen.

Mit Spartipps zum günstigen Wohnmobil oder Camper 

  • Diesel-Fahrverbote in Deutschland [3]Alle Camper, die ihr Wohnmobil nach dem 10. Juni 2010 über einen vom Händler vermittelten Leasing- oder Finanzierungsvertrag gekauft haben und vom Dieselskandal betroffen sind, haben jetzt eine gute Chance, ihr Fahrzeug auf indirektem Weg gegen Rückzahlung der Raten und der Anzahlung zurückzugeben. Grund dafür sind fehlerhafte Kredit und Leasingverträge, die damit zeitlich unbeschränkt, also Jahre nach dem Vertragsschluss widerrufen werden können. Alles weiteren Infos findest du bei der Stiftung Warentest [4]
  • Antizyklisch kaufen: Diese alte Schnäppchen-Regel ist auch beim Kauf von WoMo oder Camper immer eine gute Idee. Günstige Gelegenheiten bieten sich vor allem bei Saisonschluss, wenn Händler ihre Ausstellungs-und Auslaufmodelle loswerden wollen.
  • Große Ausstattungspakete zum kleinen Preis erwerben: Viele Händler auf Messen locken Kaufinteressenten mit extra geschnürten Ausstattungspaketen, die sie günstiger anbieten. Das scheint im ersten Moment verlockend, aber brauchst du diese Extras wirklich? Eine bereits vor dem Messebesuch schriftlich fixierte Liste mit allen Extras, die für dich wichtig sind, schützt dich vor Spontankäufen aus einer Schnäppchenlaune heraus.
  • Einen Händler aus der näheren Umgebung wählen: Nicht jedes ausgelieferte Fahrzeug ist vollkommen ohne Mangel. Hast du ein solches „Montagsfahrzeug“ erwischt, möchtest du bei aufkommenden Problemen nicht jedes Mal quer durch ganz Deutschland fahren. Beim Händler „um die Ecke“ kannst du ohne großen Aufwand zum Fahrzeugcheck vorbeischauen. Das spart Zeit, Geld und Nerven.
  • Frage beantworten: Wie oft wird das Wohnmobil genutzt? Auch wenn die Frage zunächst komisch anmutet. Nicht immer ist es sinnvoll, ein Wohnmobil zu kaufen, manchmal ist das Mieten die schlauere, weil günstigere Alternative. Bei Anschaffungspreisen von mindestens 35.000 Euro muss ein Reisemobil regelmäßig und mehrmals im Jahr genutzt werden, damit sich die Investition rentiert. Ist das nicht der Fall, ist es aus finanzieller Sicht vielleicht sogar besser, ein Wohnmobil für die betreffenden Zeiten zu mieten. Eine Berechnung schafft Klarheit. Dabei auch Nebenkosten wie Unterstellplatz im Winter, Wartung und Reparaturen einplanen.

Quellen und weiterführende Informationen:

[1] https://www.verivox.de/kredit/leasing-oder-finanzierung/
[2] https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__491.html
[3] https://de.camperstyle.net/umweltzonen-europa/

[4] https://www.test.de/VW-Skoda-Seat-Audi-Lukrative-Rueckgabe-Chance-fuer-Autokaeufer-5165777-0/

Titelbild: (c) KatarinaGondova / Depositphotos.com

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