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Wohnwagen und Wohnmobil gegen Einbruch oder Diebstahl schützen

Wohnwagen und Wohnmobil gegen Einbruch oder Diebstahl schützen

Es ist der Alptraum jedes Campers: Man kommt zurück zum Stellplatz und das Wohnmobil ist weg, der Wohnwagen wurde über Nacht vor der Haustür weggestohlen oder Langfinger haben das komplette rollende Zuhause inklusive Bargeld und Reisedokumenten leergeräumt. Spätestens, seit im vergangenen Jahr eine Vielzahl solcher Fälle durch die Medien gingen, haben viele Wohnwagen- und Wohnmobilbesitzer Angst um ihre Fahrzeuge. Wir werden uns deshalb in einer kleinen Serie dem Thema Diebstahl- und Einbruchschutz widmen.

Kontinuierlicher Anstieg von Diebstählen seit 2013

In der Tat sind die Diebstahlfälle seit 2013 konstant gestiegen, wie eine Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) zeigt – nicht nur in absoluten, sondern auch in relativen Zahlen. So verzeichneten die Versicherungen von 2015 auf 2016 bei den Wohnmobildiebstählen einen Anstieg von 18,5 Prozent, bei den Wohnwagen waren es sogar 45,3 Prozent. Statistisch betrachtet waren damit alleine in Deutschland 1,2 bzw. 1,3 Diebstähle pro 1.000 Fahrzeuge zu beklagen – die im Ausland entwendeten Campingmobile sind hier nicht eingerechnet.

Die Zahlen für 2017 werden verlässlich erst im März / April (Kriminalstatistik) bzw. in der zweiten Jahreshälfte 2018 (Versicherer) vorliegen, erläuterte uns ein Sprecher des GDV auf Anfrage. Allerdings lassen die Berichte, insbesondere über die gehäuften Diebstähle hochwertiger Wohnwagen vor allem in Nordrhein-Westfalen, keine positive Entwicklung vermuten.

Auch wenn es natürlich nie eine absolute Sicherheit gibt, so finden sich doch eine Reihe an Möglichkeiten, den Kriminellen das Leben etwas schwerer zu machen. Wir haben Michael Wallrapp, Technik- und Sicherheitsexperte beim Campingausstatter Frankana Freiko, gefragt, mit welchen Maßnahmen du dich und deinen Camper vor Langfingern schützen kannst.

Wohnwagen und Wohnmobil gegen Einbruch sichern

CamperStyle: Fangen wir mit dem „kleineren Übel“, dem Thema Einbruch, an. Wo liegen denn hier die besonderen Schwachstellen bei Wohnwagen und Wohnmobilen?

Michael Wallrapp von der Firma Frankana Freiko zum Thema Diebstahlschutz

Michael Wallrapp ist Technik- und Sicherheitsexperte bei der Firma Frankana Freiko

Michael Wallrapp: Die klassischen Bruchstellen liegen bei den Fenstern, den Aufbautüren und den Türen der Heckgarage. Auch größere Dachluken stellen trotz ihrer schwereren Zugänglichkeit einen Angriffspunkt dar. Die Fahrerkabine bei vielen Fahrzeugen bietet ebenfalls eine Möglichkeit zum Eindringen.

CamperStyle: Wie werden Wohnmobile und Wohnwagen am häufigsten geknackt?

Michael Wallrapp: Bei Wohnwagen sind es meist die großen Fenster, die mit Hilfe eines Stemmeisens aufgehebelt werden. Aber auch der Schließzylinder der Eingangstür kann leicht mit einem Dietrich geöffnet werden. Bei Reisemobilen erfolgt der Einbruch über die Türen, da die Fenster höher liegen und man dort ohne Leiter nicht einsteigen kann. Eine Möglichkeit ist auch hier mit Hilfe eines Dietrichs oder durch digitale Technik. Bei dieser Variante wird das Funksignal des Fahrzeugschlüssels abfangen und mittels Sender an den Empfänger des Fahrzeugs wiedergegeben – schon ist die Türe auf. Diese Vorgehensweise wird auch „Replay Attacke“ genannt. Diese Sicherheitslücke betrifft alle Iveco-Daily- und Fiat-Ducato-Modelle ab 2006.

CamperStyle: Wie kann man die Fahrzeug- und Aufbautüren sowie Fenster und Dachluken möglichst gut gegen Einbrüche sichern?

Michael Wallrapp: Es gibt mechanische, aber auch elektronische Einbruchssicherungen. Die Auswahl von Alarmanlagen für Reisefahrzeuge reichen vom einfachen Kontaktschalter bis hin zu Funkalarmsystemen die speziell für Reisemobile und Wohnwagen entwickelt wurden. Die Kontaktschalter für Fenster und Türen werden mit Knopfzellen betrieben und sind mit einem über 100 Dezibel lauten Signalton ausgestattet. Funkalarmsysteme können zudem durch Gaswarner und Ortungssysteme erweitert werden.

Als mechanische Helfer finden sich im Fachhandel eine Reihe von verschiedenen Zusatzschlössern für Außen und Innen, Einstiegsbügel die durch Abklappen und Verschließen die Aufbautür versperren, Sicherheitsstangen mit denen man die vorderen Türen des Reisemobils blockiert sowie Schließbleche zum Blockieren der Schließbolzen von einteiligen Aufbautüren bei Reisemobilen. Durch spezielle Sicherheitsprofile kann zudem ein Aufhebeln von Ausstellfenstern und Dachhauben erschwert werden.

CamperStyle: Das hört sich teilweise recht aufwändig an…

Michael Wallrapp: Nicht unbedingt. Einfache Lösungen wie Kontaktschalter, Schließbleche und Sicherheitsprofile kosten fast nichts und können ganz leicht selbst montiert werden. Und trotz des geringen Preises sind da schon sehr effektive Möglichkeiten dabei, um Diebe abzuschrecken.

Bei fest ein- und angebauten Einbruchsicherungen sind die Preise natürlich etwas höher, zudem sollte die Montage unbedingt von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden. Hierfür fallen zwar zusätzliche Kosten an, aber bei amateurhaften Montagen außerhalb des Fahrzeugs kann es durch unsachgemäße Installation und Abdichtung der Bohrlöcher zu Wasserschäden kommen. Leider werden diese Defekte meist erst bemerkt, wenn bereits ein großer Sachschaden entstanden ist. Man sollte also nicht am falschen Ende sparen!

CamperStyle: Wenn ein Dieb es dann trotzdem schafft, findet er häufig ein kleines Schlaraffenland vor: Geldbeutel, teure Fotoausrüstung oder Autoschlüssel, die quasi zur Abholung auf Tischen und Kommoden bereitliegen. Wie kann man dafür sorgen, dass bei einem Einbruch wenigstens nicht die wichtigsten Sachen weg sind?

Michael Wallrapp: Am besten durch Tresore die fest im Fahrzeug verbaut sind. Hier bietet der Fachhandel eine große Auswahl an Produkten an.  Angefangen von kleinen Wertkassetten mit Halterung für Schmuck, Geld oder Pässe bis hin zu großen Tresoren um auch ein 17“ Notebook verstauen zu können. Auch fahrzeugspezifische Lösungen findet der Camper im Fachhandel. So gibt es für Fiat Ducato, Citroen Jumper und Peugeot Boxer ab Bj. 06/2006 einen Tür-Safe, der die Kartentasche an der Original Fahrer- oder Beifahrertür ersetzt. Sitzkonsolensafes für VW T4-T6 und Fiat Ducato, Citroen Jumper Peugeot Boxer ab Bj. 1994 schützen ebenfalls vor unliebsamen Langfingern.

Wohnwagen und Wohnmobil vor Diebstahl schützen

CamperStyle: Noch viel schlimmer als der Diebstahl von Gegenständen aus dem Fahrzeug ist es natürlich, wenn der geliebte Wohnwagen, das lang ersehnte Wohnmobil oder der aufwändig restaurierte Campingbus komplett „verschwinden“. Gibt es hier Möglichkeiten, die Fahrzeuge zu schützen?

Michael Wallrapp: Bei Wohnwagen gibt es zwei Maßnahmen die man ergreifen sollte. Zum einen hilft ein Kupplungsschloss gegen widerrechtliches Anhängen des Wohnwagens, zum anderen erschweren Radkrallen oder Stützenschlösser den Dieben das Wegschleppen erheblich.

Bei Reisemobilen lassen sich Radkrallen ebenfalls einsetzen. Sie wirken nicht nur mechanisch, sondern auch optisch häufig sehr abschreckend.

Besonders effektiv sind außerdem Alarmanlagen, die sich beim gewaltsamen Öffnen durch eine laute Sirene bemerkbar machen und so den Eindringling – hoffentlich – vertreiben.

CamperStyle: Und wenn nicht, dann hilft eigentlich nur noch ein gutes Tracking-System, oder? Welche Arten solcher Systeme gibt es denn da?

Michael Wallrapp: Es gibt „Stand-Alone“-Geräte unterschiedlichster Preisklassen und Funktionsweisen, die ausschließlich über den Standort des Fahrzeugs informieren. Zudem sind im Fachhandel Alarmanlagen erhältlich, die mit einem Ortungssystem aufgerüstet werden können und zusätzlich zum Aufenthaltsort auch über den Status der Alarmanlage Bericht erstatten.

CamperStyle: Worauf sollte man hier bei der Auswahl achten?

Michael Wallrapp: Das Ortungssystem sollte nach Möglichkeit über einen Anschluss für eine externe Antenne verfügen, da bei integrierten Antennen das Signal durch die Abschirmung der Karosserie zu schwach werden kann – hier ist Wahl des Einbauorts entscheidend für die Funktionalität des Tracking-Systems. 

Bei Fahrzeugen mit einer eigenen Stromversorgung sollte man ein Tracking-System mit 12 V Anschluss verwenden. Dadurch ist eine ständige Stromversorgung gewährleistet. Für Wohnwagen ohne Batterie gibt es auf dem deutschen Markt auch Tracker die mit einer eigenen Batterie betrieben werden.

Auswahl des Zubehörs: Abwägung Kosten – Nutzen

CamperStyle: Wie sinnvoll ist so eine „Aufrüstung“ gegen Diebe im Kosten-Nutzen-Vergleich?

Michael Wallrapp: Der Kostenaufwand ist natürlich abhängig vom Umfang der Sicherheitsausstattung. Welche Systeme zum Einsatz kommen sollten, entscheidet letztlich die Gesamtsituation: vom heimischen Stellplatz über den Urlaubsstellplatz bis hin zum Urlaubsort selbst. Bei Übernachtungen auf Campingplätzen oder weit abseits in der freien Natur ist die Gefahr eines Einbruchs oder Diebstahls sicherlich deutlich geringer als auf Parkplätzen oder Autobahnraststätten.

Grundsätzlich gilt aus meiner Sicht: Je höher die Sicherheit, desto sorgloser ist der Urlaub – Oder anders gesagt: „Mit Sicherheit ein gutes Gefühl!“ Wer sich also mit ein paar zusätzlichen Schutzmaßnahmen wohler fühlt, sollte sich diese auch gönnen – selbst wenn die Reise „nur“ in die Bayerische Provinz führt.

CamperStyle: Welche Ausstattung halten Sie im Rahmen dieser Abwägung für sinnvoll?

Michael Wallrapp: Für Wohnwagen empfehle ich eine Diebstahlsicherung an der Kupplung, ein Zusatzschloss an der Aufbautür und einen Gaswarner, der auch im Falle eines Gaslecks zum Einsatz kommt.

Bei Reisemobilen sollte man auf die elektronische Technik setzen. Hier ist meine Empfehlung ein Alarmsystem mit funkgesteuerten Magnetkontakten, ein Gaswarner und ein Ortungssystem.

CamperStyle: Worauf sollten Kunden bei der Auswahl des Zubehörs achten?

Michael Wallrapp: Bei der Auswahl der Produkte sollte man auf den Fachhandel vertrauen. Durch ihre Erfahrung und regelmäßige Schulungen, die unter anderem auch bei uns durchgeführt werden, stehen die Experten des Fachhandels dem Kunden am besten zur Seite. Auch der Einbau der Produkte sollte von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden,  da ein unsachgemäßer An- und Einbau zu teuren Folgeschäden führen kann.

CamperStyle: Welche sonstigen Präventivmaßnahmen empfehlen Sie?

Michael Wallrapp: Natürlich sollte man in erster Linie keine Wertsachen offen im Fahrzeug liegen lassen. Fenster und Dachluken sollten bei Abwesenheit geschlossen ein. Bei Reisemobilen empfehle ich das Schließen der Frontverdunkelung. So kann der Dieb nicht sofort erkennen ob das Fahrzeug gerade bewohnt ist oder nicht. Die Aufbaufenster hingegen sollten aus meiner Sicht besser nicht alle verdunkelt werden, damit das Fahrzeug nicht komplett verlassen aussieht.

Außen angebrachte Zusatzschlösser oder Aufkleber mit der Warnung „Alarmgesichert“ sind eine gute optische Abschreckung und signalisieren sofort, dass Sicherheitsmaßnahmen gegen unerwünschten Besuch getroffen wurden.

CamperStyle: Camper sind ja bekannt dafür, dass sie gerne mal „improvisieren“. Welche Do-It-Yourself-Ideen zum Diebstahlschutz sind Ihnen denn schon untergekommen?

Michael Wallrapp: In Gesprächen mit Endkunden erlebe ich tatsächlich immer wieder, dass in einem Camper auch häufig ein Erfinder steckt. Was die Sicherheit betrifft, sind viele sehr einfallsreich. Manch einer sichert seinen Wohnwagen am heimischen Abstellplatz mit einer massiven Eisenkette, die durch die Deichsel und um den daneben stehenden Laternenmast gelegt wird. Oder es wird kurzerhand an jeden Reifen eine Radkralle montiert. Das schreckt auf jeden Fall ab.

Andere führen einen Spanngurt durch die Griffschalen der Fahrer- und Beifahrertür ihres Wohnmobils – das ist auf jeden Fall eine einfache, aber sehr effektive Maßnahme, denn dadurch ist ein Öffnen der Türen fast unmöglich.

Ich selbst habe früher ebenfalls gerne mal ein bisschen „gebastelt“: An meinem alten VW-Bulli hatte ich zum Beispiel einen verborgenen Kippschalter unter dem Armaturenbrett angebracht, um die Stromzufuhr des Zündschlüssels zu unterbrechen. Nur wer wusste, dass es diesen Schalter gibt, konnte den Bulli starten.

CamperStyle: Ich glaube, wir müssen Sie mal in unseren Wohnwagen einladen – wir könnten da wahrscheinlich auch noch etwas Nachhilfe und Kreativität gebrauchen! Erst einmal aber vielen Dank für die ausführlichen Informationen und Praxistipps, die wir in den kommenden Wochen und Monaten in weiteren Artikeln rund um das Thema Sicherheit noch vertiefen werden.

Schutz gegen Diebstahl und Einbruch: Zubehör im Überblick

Zusammenfassend haben wir euch aus diesem umfangreichen Input nochmal eine kleine Übersicht über das wichtigste Zubehör für Einbruch- und Diebstahlschutz erstellt:

Mechanische Systeme

Deichselschloss

Durch ein Deichselschloss wird das Ankuppeln des Wohnwagens an einem Fremdfahrzeug praktisch unmöglich gemacht. Die Hersteller der gängigen Sicherheitskupplungen bieten sogar spezielle Diebstahlschlösser an, die zwar im Preis höher liegen als herkömmliche Universalschlösser, jedoch durch die Passgenauigkeit auch die meiste Sicherheit bieten.

Radkralle

Radkrallen werden – wie der Name schon sagt – am Rad des Fahrzeugs angebracht und sollen ein Wegfahren verhindern. Sie sind für viele Reifengrößen bei Wohnwagen und Reisemobilen einsetzbar, kostengünstig und bieten eine optische Abschreckung.

Tresor

Für die Aufbewahrung von Dokumenten, kleinen Kameras, Kreditkarten und Bargeld oder – in der etwas größeren Form – auch für Laptops eignen sich fest montierte Tresore. Sie werden entweder verschraubt oder vollflächig verklebt und finden beispielsweise Platz in Staufächern, Schränken oder Sitzbänken.

Verstärkte Fensterprofile

Mit einer Verstärkung der Fensterprofile kannst du ein Aufhebeln zwar nicht verhindern, aber ein Stück weit erschweren. Zumindest Einbrecher, die eher unprofessionell unterwegs und auf „schnelle Beute“ aus sind, werden dank dieser Hürde vielleicht von deinem Fahrzeug ablassen.

Türsicherungen

Türsicherungen gibt es in den verschiedensten Ausführungen – vom Bügel für die Aufbautür bis hin zu fahrzeugspezifischen Spezialschlössern oder Sperrstangen für die Kabinentüren. Sie sind ein relativ günstiges, aber effektives Hindernis für Einbrecher.

Elektronische Systeme

Alarmanlage

Alarmanlagen sollen Diebe durch unterschiedliche Mechanismen (Geräusche, Nebel, etc.) abschrecken und den Fahrzeugbesitzer bzw. Nachbarn oder Passanten über den Diebstahl- oder Einbruchversuch informieren.

Sie sind neben dem Anschaffungspreis auch mit Einbaukosten verbunden, jedoch sehr effektiv. Neben der akustischen Abschreckung nach Auslösen des Alarms gibt es auch Systeme die zusätzlich mit einem GPS und GSM unterstütztem Ortungssystem ausgestattet sind. Diese alarmieren Sie per SMS auf Ihr Handy und informieren über den aktuellen Standort.

Gaswarner

Mit einem Gaswarner kannst du dich sowohl vor austretendem Kohlenmonoxid als auch vor so genannten „Narkosegasen“ schützen. Das kleine Gerät wird mit der Bordbatterie verbunden und warnt dich, sobald die Gaskonzentration im Fahrzeug zunimmt.

Modul gegen „Replay-Attacken“

Bei Fahrzeugmodellen wie Fiat Ducato, Citroen Jumper, Peugeot Boxer und Iveco Daily ab 2006 solltest du ein zusätzliches Steuergerät einbauen lassen, das die fahrzeugseitige Sicherheitslücke, die durch uncodierte Fahrzeugschlüssel verursacht wird, schließt. Ist dieses Modul an die Zentalelektrik gekoppelt, wird die unsichere Originalelektronik des Fahrzeugschlüssels gegen die mitgelieferte Platine ausgetauscht und das Fahrzeug kann, geschützt durch ca. 4 Mrd. sich ändernde Codes, sicher ver- und entriegelt werden.

Ortungssystem (GPS- oder GSM-Tracker)

Mit Ortungssystemen (Trackern) kannst du den Standort deines Fahrzeugs in Echtzeit über verschiedene Kanäle ermitteln, z.B. über eine Webseite, eine App und/oder über SMS-Nachrichten. Die Ortung erfolgt per GPS oder über das Mobilfunknetz, in manchen Fällen sogar in Kombination.

Diese Lösungen sind zwar in punkto Anschaffung und laufende Kosten (meist wird eine monatliche oder jährliche Gebühr fällig) nicht ganz billig, aber sehr effektiv, wenn du dich für ein qualitativ hochwertiges System entscheidest.

Titelbild: (c) CamperStyle 


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Träumte seit ihrer Kindheit von einem Leben auf Rädern. Tourt jetzt mit Mann und Hund ganzjährig im Wohnwagen durch Europa.

Lieblingsspots: Andalusien, Baskenland & Mexiko.

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Mal was zum Thema mechanische Sicherungen. Wir hatten an unserem Fahrzeug einen Bügel von Firma montiert, der vor die Tür geklappt wird. Beim Einbruch in unser Fahrzeug haben die Diebe einfach den kompletten Bügel mit Schrauben und Halterung abgerissen. Neben den geklauten Sachen hatten wir noch zwei riesige Löcher in der Seitenwand. Schaut man sich den Aufbau einer Seitenwand oder Türrahmen an, wird schnell klar, dass mechanischer Einbruchschutz ein Witz ist. Ein Kuhfuß, etwas Kraft und die Einstellung „egal was kaputt geht, Hauptsache rein“ hindert keinen Einbrecher. Bei uns haben sie 7 Minuten gebraucht um das ganze Fahrzeug leer zu machen. Die Nachbarn im Wohnmobil zwei Autos weiter haben nichts davon mitbekommen. Es funktioniert so: Transporter for das Fahrzeug, einer raus und aufbrechen und von drinnen alles rausgeben was irgendwie Wert hat. Alles in den Transporter schmeißen und weg. Sortiert wird später. Teile unser Ausrüstung haben wir auf einem Parkplatz in einem Müllcontainer wiedergefunden. Also wir setzen auf ein Alarmsystem. Ich hoffe Euch passiert sowas nie – so richtig sicher fühlt man sich danach nie wieder.

    1. Lieber Michael,

      vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Es tut mir leid, dass dir so etwas Blödes widerfahren ist. Das ist wirklich mies und sicherlich nicht einfach zu verarbeiten.

      In der Tat gibt es unter Campern und vor allem unter Vielreisenden immer wieder die Diskussion, ob diese ganzen Schutzmaßnahmen wirklich helfen, oder ob am Ende dann der Schaden einfach noch größer ist – denn wie wir ja auch immer wieder betonen: Wer wirklich rein will, kommt rein. Zur Not eben wie bei euch mit brachialer Gewalt.
      Auf der anderen Seite kennen wir auch etliche Camperkollegen, bei denen Einbrüche oder Diebstähle durch Alarmanlagen, Bügel & Co. nachgewiesenermaßen verhindert werden konnten.

      Einen 100%igen Schutz gibt es nie – es wird immer darauf ankommen, ob man es mit Gelegenheitsdieben zu tun hat, die auf schnelle, einfache Beute aus sind, oder ob da echte „Profis“ am Werk sind.

      Unser Ziel ist es, unseren Lesern die vorhandenen Möglichkeiten vorzustellen – so kann jeder selbst entscheiden, ob und wie viel Sicherungsmaßnahmen er oder sie für sinnvoll erachtet.

      Viele Grüße und hoffentlich in Zukunft sichere Reisen!
      Nele

  2. Danke für diese wertvollen Informationen, die sehr gut recherchiert sind! Wir fahren mit unserem 650er Fendt jedes 2. Jahr in die Westsahara, die ehemalige spanische Kolonie, zum Kitesurfen. Da sind solche Sicherungen wirklich angebracht!

    1. Lieber Gérard, vielen Dank für deinen netten Kommentar! Es freut uns sehr, dass auch du mit deinen sicherlich umfassenden Erfahrungen noch etwas für dich mitnehmen konntest. Westsahara mit dem Wohnwagen klingt nach einem echten Abenteuer! 🙂 Viele Grüße, Nele

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